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Kapitel 1: Unverhoffte Verbündete

Iron folgte den Hinweisen seines
Vaters, die ihn erst mal um die halbe Welt brachten. Über Geld
brauchte er sich keine Sorgen zu machen. Zum einen hatte er von
seinen Eltern genug geerbt und zum anderen auch noch etwas von
seinem Meister. Und wenige Tage später traf er auf dem Flughafen
ein, der ihn in die Nähe des ersten Tempels bringen sollte, laut
den Unterlagen seines Vaters. Nachdem er sich mit einem Zelt und
Proviant ausgestattet hatte, als auch mit anderen Dingen die er
wohl brauchen würde um einige Tage am Fundort zu überstehen,
wollte er sich mit einem Taxi so nahe wie möglich dort
hinbringen lassen. Als er im Taxi saß sah ihn der Fahrer immer
so merkwürdig an, so das er ihn fragte: „Ist irgendwas? Oder
warum schaut ihr mich an?“ Nun Iron war kein gewöhnlicher Mann
und seine Statur brachte ihm meist schon einige Blicke ein, doch
waren es meist die bewundernden Blicke der Frauen. Doch diesmal
war es ein Mann: „Nun ich wundere mich, sie sind nun schon der
zweite der dort hingebracht werden wollte. Vor zwei Tagen hatte
ich schon eine Fahrt dort hin, da war es eine junge Frau.“ Iron
runzelte die Stirn, er hoffte nun nur das ihm nicht eine seiner
Verehrerinnen gefolgt war. Denn das konnte er nun nicht
gebrauchen. Nicht das er etwas gegen angenehme Gesellschaft
gehabt hätte, vor allem da es ihm die Nächte in aufregender
Weise verkürzen würde. Doch war er nicht deswegen hier, sondern
für ihn wurde es nun ernst, er hatte den ersten Schritt getan.
Am Ziel angekommen sah er ein verfallenes Dorf, der Taxifahrer
sagte ihm noch das er am Rande des Dorfes die Überreste des
alten Tempels finden könnte. Er bezahlte den Fahrer, bedankte
sich noch freundlich und machte sich dann auf den Weg. Während
er durch den zerfallenen Ort ging dachte er gleichzeitig darüber
nach was er über die Tempel wusste. Soweit heute noch bekannt
war und man auch in alten Schriften lesen konnte gab es überall
auf der Welt Tempel die einer hohen Göttin angehörten, die wie
man nach lesen konnte recht sinnlich gewesen sein sollte. Man
mutmaßte das es eine Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit gewesen
sein musste, war sich aber nicht ganz sicher. Die Meinungen
gingen da recht auseinander. Man hatte sogar mal versucht den
Inhalt eines Tempels in ein Museum zu schaffen, doch kaum waren
die Statuen dort angekommen und man wollte sie am nächsten Tag
aufstellen, waren sie verschwunden. Wie sich später heraus
stellte, standen sie wieder an ihrem ursprünglichen Platz in dem
zerfallenen Tempel aus dem man sie geholt hatte. Nach dem man es
noch zweimal versucht hatte und es immer wieder so geschah,
unterließ man es dann und brachte halt das Museum zu dem Tempel.
Er wurde restauriert und diente nun zu Anschauungszwecken. Doch
brachte dieser Tempel nicht viel Aufschluss darüber wie es
damals gewesen sein musste.
Iron wurde urplötzlich von
Kampfgeräuschen aus seinen Gedanken gerissen. Nachdem er sich
umgeschaut hatte und die Geräusche lokalisiert hatte, rannte er
los. Und kam gerade dazu als sich eine junge Frau tatkräftig
gegen zwei Kerle zur Wehr setzte. Sie schien zumindest nicht
zimperlich zu sein und sich wehren zu können, als er aber sah
das sie einem der Kerle in dessen Familienplanung trat, verzog
selbst er schmerzhaft das Gesicht und dachte sich, das tut weh.
Doch dann griff er ein und schlug recht schnell die beiden
nieder. Als die beiden ohnmächtig auf dem Boden lagen, wurde er
von der jungen Frau angefaucht: „Ich komme auch gut alleine
zurecht, ich hatte sie fast erledigt. Es wären nur noch einige
Minuten gewesen.“ Während sie ihn anfauchte suchte er sich
Material womit er die beiden fesseln konnte und schmunzelte
sachte vor sich hin. Dann sah er auf: „Wenn sie fertig sind,
könnten sie mir vielleicht helfen sie zu fesseln, bevor sie
wieder aufwachen. Ansonsten wäre ich leider gezwungen die beiden
um zu bringen.“ Sie grummelte noch eine Weile half ihm aber dann
doch. „Was wollten die beiden eigentlich von ihnen?“ Dann sah er
sie sich mal genauer an, sie trug kurze Shorts und dazu
lediglich ein weites Träger T-Shirt und Turnschuhe. Und als sie
sich bückte um ihm zu helfen, gab ihm das Shirt einen recht
guten Einblick in ihr Dekolletee, der mit Sicherheit nicht
beabsichtigt war. Sie war gut gewachsen, schlank, sportlich und
war wie er eben sehen konnte auch in der Lage sich zu
verteidigen. „Ich wollte den alten Tempel besichtigen als die
beiden mich überfielen, keine Ahnung was sie von mir wollten.“
Er sah das sie log, denn sie wurde rot bei der kleinen Lüge und
er musste schon wieder schmunzeln. Er nickte: „Aha, na denn.“
Dabei sah er ihr sehr offensichtlich auf den Busen der bei ihrem
hinab beugen nicht verborgen blieb. Als sie es bemerkte, knurrte
sie ihn an: „Und Anstand scheinen sie keinen zu besitzen.“ Er
lachte leise: „Na entschuldigen sie, aber wenn sie sich mir so
offenbaren, ich bin schließlich auch nur ein Kerl. Und welcher
Kerl sieht so etwas schönes nicht gerne. Übrigens mein Name ist
Iron, Iron Barte.“ Sie nickte: „und ich heiße Nara le Quin.“ Als
beide ihre Namen genannt hatte schauten sie sich an. Sie sah ihn
an: „Sind sie zufällig verwandt mit dem Archäologen Toren
Barte?“ Iron nickte: “ Und ihr Vater ist Jerome le Quin, würde
ich nun mal glatt raten.“ Nun war es an ihr zu nicken.
Inzwischen hatten sie die beiden Strolche wie Pakete verschnürt.
Er betrachtete sie noch genauer, als sie sich aufrichtete. Sie
war sehr ansprechend und gefiel ihm gut. Auch Nara betrachtete
ihn nun. Ebenso wie sie trug auch er lediglich Shorts und dazu
ein kurz ärmeliges Hemd das er nicht ganz zugeknöpft hatte, da
es hier doch recht heiß war und so nun seine muskulöse Brust
offenbarte. Dazu trug er Wanderschuhe. So schnell wie er die
beiden nieder gestreckt hatte, musste er wohl auch ein gewisses
Kampftraining genossen haben, kam es ihr in den Sinn. Zudem
musste sie zugeben das er ein ansprechendes Äußeres hatte.
Schwarze Haare, ein markantes Gesicht und sehr durch trainiert.
Doch auch Nara konnte sich sehen lassen, sie hatte langes
flammend rotes Haar, ein zartes Gesicht und wie er schon sehen
durfte eine gute Figur. Iron grinste leicht, weil er sich gerade
dachte, das er diese Frau auch nicht von der Bettkante stoßen
würde. Sein Blick, der bei diesem Gedanken an ihr entlang ging,
offenbarte ihr was er dachte. Sie verschränkte nun ihre Arme vor
der Brust und sah ihn giftig an: „Sind sie bald fertig mit der
Besichtigung meines Körpers? Dann könnten wir nämlich mal
darüber reden was wir nun mit diesen beiden machen und
vielleicht was sie hier wollen.“ Iron winkte kurz ab, nahm sein
Handy aus der Tasche und rief die Polizei. „So das wäre erst mal
erledigt. Und was ich hier will? Ich nehme mal an in etwa das
gleiche wie sie. Nur den Tempel besichtigen.“ Dabei sah er ihr
frech ins Gesicht. Wobei sie seinem Blick entnehmen konnte das
er ihre kleine Lüge nicht geglaubt hatte. Sie zuckte leicht mit
der Schulter: „Na gut also ich bin auf der Suche nach Antworten.
Ich habe wie mein Vater Archäologie studiert, weil mich diese
alten Mythen über die Götter schon immer fasziniert haben. Und
nun wollte ich mir mal einige der alten Tempel ansehen. Und
vielleicht etwas mehr erfahren. Wie mein Vater mir erzählte soll
es Gerüchten zufolge sogar noch einen Tempel geben, der richtig
betrieben wird. Mit Priesterinnen und so. Aber ob da was dran
ist, keine Ahnung, Er hat Zeit seines Lebens danach gesucht und
kam immer zurück ohne etwas entdeckt zu haben. Und nun ist er
tot, doch ich will sein Lebenswerk erfüllen.“ Iron hatte während
sie redete schon mal ein wenig Holz eingesammelt und ein
Lagerfeuer entfacht und setzte sich auf einen Stein den er dabei
gelegt hatte. Sie setzte sich auf den Stein daneben, Iron
nickte: „Nun und ich bin auf der Suche nach meinem Vater, wie in
Fachkreisen bekannt ist und sie somit auch wissen werden, wird
er vermisst und das schon seit Jahren. Ich versuche seinen
Spuren zu folgen und hoffe ihn auch zu finden. Ich habe
ebenfalls Archäologie studiert und wie man eben sehen konnte
auch ein wenig Kampftraining absolviert um besser gegen solche
Strolche gerüstet zu sein. Womit wieder die Frage aufkommt, was
wollten die beiden von dir?“ Damit ging er einfach ungezwungen
zum Du über, da er sich dachte, dann redet es sich besser. Nara
hatte es bemerkt und sah ihn an: „Also das war keine Lüge, ich
weiß es wirklich nicht, denn ich habe weder eine großartige
Entdeckung gemacht, noch irgendwelche Artefakte gefunden. Doch
wenn wir beide mehr oder weniger das gleiche suchen, wäre es
dann nicht gut wenn wir zusammen suchen würden? Ich muss zugeben
ich wusste nicht wie gefährlich die Archäologie sein kann.“
Dabei deutete sie zu den beiden Gefangenen hin. Iron folgte
ihrer Deutung und nickte: „Nun warum nicht, ich gehe mal davon
aus das dir klar ist das dies kein Sonntagsspaziergang werden
wird und mit eventuellen Widrigkeiten zurecht kommen wirst. Und
angenehme Begleitung ist nicht zu verachten, vor allem da vier
Augen mehr sehen als zwei.“ Auch Nara nickte: „Doch möchte ich
eins klar stellen, wir arbeiten auf beruflicher Basis zusammen
und sonst läuft da nichts.“ Iron schmunzelte: „Das wird man
sehen und keine Sorge ich werde dir mit Sicherheit nichts tun
was du nicht willst. Doch werde ich es versuchen, das ist wohl
klar,“ dabei zwinkerte er ihr frech zu. Die Kleine interessierte
ihn, sie lief ihm nicht nach oder himmelte ihn gleich an. Zum
ersten mal musste er erobern, sie hatte die Fronten gleich
geklärt, was aber nicht heißen sollte das er es nicht versuchen
würde. Die Nächte konnten schon mal lang und auch kalt sein.
Nara nickte nochmals und bevor sie antworten konnte sah man wie
die Polizei kam. Die beiden Schurken lagen immer noch ohnmächtig
auf dem Boden herum. Nachdem man das mit der Polizei geklärt
hatte, packten diese die Schurken, nachdem sie sie wach gemacht
hatten in ihr Auto und man fuhr weg. Nun waren die beiden
alleine. Da es eh bald Nacht werden würde, packte nun auch Iron
sein Zelt aus und baute es auf. Als alles soweit für die Nacht
vorbereitet war, betraten sie noch mal die Ruine des Tempels,
sie suchten überall und drehten jeden Stein einzeln um, doch sie
fanden nichts. Als es zu dunkel wurde, setzten sie sich an das
Lagerfeuer, machten sich etwas zu essen und redeten. Als beide
die Erkenntnisse ihrer Väter wenigstens zum Teil offen legten
und verglichen, wurde klar das jeder von ihnen einen anderen
Teil des Wissens besaß. Nara wusste zum Beispiel was es mit der
Rune auf sich hatte. „Man muss sie laut Überlieferung die mein
Vater fand am Körper tragen, doch leider wusste er nicht wie sie
aussieht. Seinen Erkenntnissen zufolge soll man sie in einem der
Tempel finden können, aber frag mich nicht in welchem.“ Iron
nickte: „Nun und mein Vater war der Meinung das man erst das
Buch des Wissens suchen sollte, weil das alles erklären würde.
Denn ohne das Buch wäre alles andere wertlos.“ „Das könnte schon
stimmen, also sollten wir erst mal das Buch suchen. Und
vielleicht wenn wir das finden, finden wir eventuell auch deinen
Vater.“ Iron nickte: „Und ich denke das wir ganz nahe sind, denn
die beiden Kerle werden dich nicht umsonst überfallen haben.
Obwohl ich mir auch noch einen anderen Grund denken könnte, doch
glaube ich nicht das sie daran wirklich Interesse hatten. Ihren
Angriffen zufolge wollten sie dir nicht an die Wäsche sondern
dich in ihre Gewalt bringen. Was wie ich denke heißt, sie
wollten entweder die Aufzeichnungen deines Vaters oder aber dein
Wissen.“ Das war auch Nara klar. Sie tauschten noch eine weile
ihr Wissen aus doch dann ging man schlafen um am nächsten Morgen
ausgeruht die Tempelruine noch genauer unter die Lupe zu nehmen.
Beide fanden es doch recht angenehm nicht alleine arbeiten zu
müssen, sondern jemanden dabei zu haben mit dem man auch reden
konnte. Wobei Nara klar war, das Iron es sicherlich nicht lange
nur bei der Zusammenarbeit belassen würde. Und Iron war davon
überzeugt das sie ihm nicht lange würde widerstehen können.
Obwohl das für ihn zur Zeit eher nebensächlich war, aber eine
angenehme Bereicherung wäre es schon. So hing noch jeder der
beiden seinen Gedanken nach bis sie eingeschlafen waren. Die
Nacht verlief recht ereignislos und man schlief ruhig bis zum
Morgen. Iron wurde wach weil ihm die Sonne ins Gesicht schien.
Als er aus dem Zelt kroch und zur Sonne sah, bemerkte er das es
doch noch recht früh war. Nara schlief noch und er wollte gerade
Kaffee aufsetzen, als sein Blick auf die Ruine fiel und zuckte
zusammen. Er hatte dort doch gerade etwas gesehen, er war doch
nicht blöd. Also setzte er noch eben den Kaffee auf und ging
nachsehen. Und tatsächlich, dort an der Wand im inneren der
Tempelruine leuchtete die Abbildung eines Zeichens auf, jedes
mal wenn ein Sonnenstrahl die Stelle traf. Schnell lief er
zurück und holte sein Notizbuch und einen Stift und malte
schnell diese Zeichnung ab. Er hatte unterwegs auch noch einen
Kreidestein aufgesammelt und umkreiste damit nun die Stelle des
Zeichens, denn wenn die Sonne verschwand, sei es hinter einer
Wolke oder wie an zu nehmen war, wenn der Tag fortschreiten
würde, würde man das Zeichen nicht mehr sehen können. Doch so
wussten sie zumindest wo es sich befand. Dann setzte er sich an
das frisch entfachte Lagerfeuer auf dem nun auch der Kaffee
kochte und schüttete sich schon mal eine Tasse ein. Als nach
einiger Zeit auch Nara aus ihrem Zelt gekrochen kam war er
bereits vertieft in die Aufzeichnungen seines Vaters und schaute
ob er dort irgendwo das Zeichen finden würde. Als Nara ihn nun
dort halbnackt am Lagerfeuer sitzen sah musste sie doch beim
Anblick seines Körpers tief einatmen. Dann trat sie auf ihn zu
und nahm sich ebenfalls eine Tasse des Kaffees, er sah auf: „Sag
mal um welche Zeit bist du immer aufgestanden?“ Als sie es ihm
sagte nickte er. „Du hättest eher aufstehen sollen, denn schau
mal das habe ich an der Wand unter dem Einfluss eines
Sonnenstrahls entdeckt,“ dabei zeigte er ihr das Zeichen das er
abgemalt hatte. Nara starrte auf die Zeichnung. „Das habe ich
schon mal gesehen, Moment.“ Sie rannte zu ihrem Zelt um dort die
Notizen ihres Vaters zu holen und blätterte sie hektisch durch:
„Ich wusste es, schau hier.“ Ihr Vater hatte dort notiert das
man dieses Zeichen in einigen der Tempel finden konnte, mal
offensichtlich, mal verborgen. Doch wusste er auch nicht was es
bedeutete. Als der Tag fort schritt, sahen sie immer mal das
Zeichen an anderer Stelle der verfallenen Wände aufleuchten.
Jedes mal kreisten sie sofort das Zeichen ein. Und am späten
Nachmittag, leuchtete auf einmal ein anderes Zeichen auf, das
die Sonne mit einem letzten Strahl beleuchtete, bevor sie hinter
den Bäumen verschwand. Auch das malte Iron sofort ab und man
kreiste es ein. Doch über dieses Zeichen hatten weder Iron noch
Nara irgendwelche Aufzeichnungen. Iron ging her und verband mit
einigen Strichen auf dem Boden die Zeichen miteinander, außer
dem letzten da es anders aussah. Nara sah ihm nickend zu. „Dort
muss irgend etwas sein, meinste nicht? Also warum sonst sollten
man so viele gleiche Zeichen verbergen, wenn sie nicht auf
irgendwas hinweisen sollen.“ Iron war ganz ihrer Meinung, und so
holte er eine Spitzhacke die er mitgebracht hatte und versuchte
nun den Steinboden auf zu stemmen, doch das klappte nicht. Nara
sah ihn an: “Also ich denke mit Gewalt kommt man hier nicht
weiter, aber ich habe eine Idee.“ Damit nahm sie nun den
Kreidestein und Irons Zeichnung von dem letzten Zeichen und
malte das auf den Boden genau zentriert wo sich die Striche
trafen auf. Und kaum hatte sie das getan wurde auf einmal eine
Falltüre darunter sichtbar. Iron und Nara sahen sich erstaunt
an.
Was sie wohl darunter finden
würden?

Kapitel 2: Stimme aus der
Vergangenheit

Nara versuchte nun diese Falltüre
zu öffnen, doch alle Anstrengungen ihrerseits nutzten nichts,
sie bekam sie nicht auf. Iron stand daneben und sah ihren
Bemühungen zu und grinste leicht. „Also ich denke hier sollte
ich wohl mal ran, nicht wahr? Hier ist Muskelkraft gefordert.“
Dabei lies er seine Muskeln ein bisschen spielen und seine
Brustmuskeln wippten auf und ab. Nara grinste nun auch und trat
zur Seite. Dann sah man wie er sich kurz konzentrierte, dann den
Griff anfasste und kräftig zog. Doch selbst er musste es
mehrmals versuchen, weil die Scharniere doch recht eingerostet
waren. Dann hörte man ein leises knirschen als sich die Falltüre
in Bewegung setzte. Nara sah zu ihm und sah wie sich seine
Muskeln an den Oberarmen anspannten, da es immer noch sehr warm
war, hatte er auf ein Hemd verzichtet, womit sie auch das Spiel
seiner Brustmuskeln beobachten konnte. Als er mal kurz nach lies
um nochmals die Muskeln an zu spannen und nun die Türe ganz zu
öffnen sah er mal kurz zu ihr. Als er ihren musternden Blick sah
wie dieser an ihm entlang ging, grinste er noch mehr. Dann
bewegte sich die Türe endgültig und beide sahen nun gespannt
darauf. Als er sie endlich geöffnet hatte, knallte sie auf der
anderen Seite wieder herab und auf den Boden. Doch es kam ihnen
ein mehr als muffiger Geruch entgegen, der dafür sorgte das
beide ihre Nase verzogen. „Also hier ist aber schon lange nicht
mehr gelüftet worden“ grinste Nara ihn an. Iron lachte leise,
die Kleine gefiel ihm immer besser, vor allem da sie auch Humor
zu haben schien. Er nickte leicht: „Also ich habe Gaslampen
mitgebracht und auch einige Taschenlampen, zudem sollten wir die
Luke sichern, nicht das wir dort unten fest sitzen, falls es
einem Spaßvogel einfällt sie zu schließen.“ So packten sie erst
mal alles nötige zusammen, nahmen auch ein wenig Proviant mit
für den Fall das es länger dauern sollte. In der Zwischenzeit
hatte sich die Luft im inneren ein wenig erneuert und es stank
nicht mehr gar so sehr, dennoch banden sie sich feuchte Tücher
um Mund und Nase. Dann stiegen sie langsam die Treppe herab, es
fiel noch ein wenig Licht in den Gang, in dem sie nun ankamen.
Sie sahen das es rechts und Links weitere Türen gab, die
scheinbar die lange Zeit sehr gut überdauert hatten, denn sie
sahen lange nicht so modrig aus wie sie hätten sein sollen. Auch
fanden sie an den Wänden Fackeln, die Iron nun erst mal
anzündete. „Damit sparen wir unser Gas für die Lampen und
Batterien.“ Iron hatte sich nun auch ein Hemd angezogen, wenn es
auch offen war. Er ahnte das es hier unten doch kühler als oben
sein würde. Dann schritten sie langsam weiter, sobald sie an
eine weitere Türe kamen, öffnet Iron sie um hinein zu sehen.
Doch wie sie erwartet hatten waren die Räume leer. „Ich denke
das waren früher mal die Vorratsräume:“ meinte er als er in den
nächsten Raum sah. Nara schüttelte mit dem Kopf: „Den hätten sie
aber nicht mit Magie und Zauberei verbergen müssen. Also ich
glaube eher das hier etwas wichtiges versteckt werden sollte.
Wenn ich auch nicht weiß was. Doch sind wir nun um einige
Erkenntnisse reicher, wir wissen jetzt zumindest was diese
Zeichen zu bedeuten haben.“ In einem der Räume fanden sie auch
ein Skelett und Iron befürchtete schon das es sein Vater sein
könnte, doch bei näherer Untersuchung stellte er fest das es
nicht so war, er atmete auf. „Armer Kerl, er hat sich wohl hier
her verirrt und kam nicht mehr raus.“ Als sie weiter den Gang
entlang gingen hörten sie auf einmal wie hinter ihnen die
Falltüre zuschlug. Sie rannten zurück, doch es war zu spät, die
Türe war zu. „Verdammt, wie konnte das passieren, wir hatten sie
doch gesichert,“ : fluchte Iron laut. Doch es nutzte alles
nichts, obwohl er gegen die Falltüre drückte ging sie nicht
wieder auf, egal wie sehr er sich auch anstrengte. Er sah zu
Nara ob sie nun in Panik geraten würde, doch sie sah ihn nur
ruhig an. „Nun egal wie es geschehen konnte, nun sitzen wir hier
fest und müssen das beste daraus machen. Also irgendwie werden
wir schon wieder hier heraus kommen. Also gehen wir erst mal
weiter.“ meinte sie nur ruhig. Er begann so langsam sogar
Hochachtung für sie zu empfinden, sie war mutig und schien keine
Angst zu kennen. Er nickte, als sie an die Stelle zurück kamen
an der sie eben die Falltüre hörten sah Iron auf einmal wieso
die Falltüre zu geschlagen war. „Hier ist ein Auslöser, dem
haben wir es zu verdanken das sie zuschlug. Als wir darüber
gingen, passierte es und ich nehme mal an so ging es auch dem
armen Kerl in dem einen Raum.“ Nara nickte: „Doch wenn es einen
Auslöser gibt der sie schließt, muss es irgendwo auch eine
Möglichkeit geben sie wieder zu öffnen, wir müssen sie nur
finden.“ Dann hörten sie ein saugendes Geräusch und spürten kurz
darauf das sich die Luft um einiges verbessert hatte. Scheinbar
war die modrige Luft abgesaugt worden. „Also man will auf jeden
Fall nicht das wir hier im Mief ersticken“ :witzelte Nara. Nun
musste Iron trotz ihre Situation lachen. Bei ihrem weiteren
Vorgehen suchten sie nun auch Raum für Raum sorgfältig nach
eventuellen Schaltern oder Knöpfen ab. Ebenso wie sie Decke und
Boden genau untersuchten. Sie waren einfach zu nachlässig hier
herunter gestiegen. Und Iron dachte darüber nach ob es eventuell
seinem Vater ebenso ergangen war. Dann schüttelte er mit dem
Kopf und dachte sich das es sich jetzt nicht lohnen würde
darüber nachzudenken. So schritten sie weiter und als sie am
Ende des Ganges angekommen waren hatten sie nichts gefunden,
weder einen Schalter, noch einen Riegel, noch sonst was und es
gab nun nur noch eine Türe die sie öffnen konnten und das war
die gerade aus. Die Türe war anders als die anderen, waren sie
einfache Türen gewesen so standen sie nun vor einer Doppeltüre,
die aus massivem Holz zu sein schien. Außerdem schien sie leicht
im Licht der Fackeln zu flackern, als wäre sie mit Magie belegt
worden. „Na super“ kam es von Nara, „wenn du also keinen Zauber
weißt wie man das außer Kraft setzt sitzen wir hier wohl fest.“
dabei betrachtete sie die Türe oder besser das Tor genauer, jede
der beiden Flügeltüren hatte als Riegel einen Löwenkopf an dem
ein halber Ring hing, den man wohl drehen musste um damit sich
die Türe öffnen würde. Auf den Türen waren abermals Zeichen zu
sehen, die sie schon oben in dem Licht gesehen hatten.
Allerdings fehlte hier das Zeichen in der Mitte, das oben Nara
nach gezeichnet hatte. Beiden betrachtete das Tor und dann kam
Iron eine Idee: „Hast du zufällig die Kreide mit genommen?
Vielleicht sollten wir dort das Zeichen in die Mitte malen, wie
oben auch, wäre zumindest ein Versuch.“ Nara nickte und kramte
in ihren Taschen herum, dann reichte sie ihm die Kreide und er
begann auf der Türe vor der er stand das Zeichen nach zu malen.
Doch kaum hatte er es fertig verschwand es wieder. Nara hatte
ihm zugesehen, doch nun kam ihr eine Idee: „Gib mir mal die
Hälfte der Kreide ab. Wir malen sie gleichzeitig auf beide
Türen.“ Iron nickte und brach den Kreidestein mitten durch und
gab ihr die Hälfte ab. Dann setzten beiden gleichzeitig an und
malten das Zeichen zusammen auf, jeder auf seine
Flügeltürhälfte. Und das Wunder geschah, kaum hatten beide ihr
Zeichen gemalt, leuchteten die beiden Zeichen auf und die Türe
begann sich von selber knirschend zu öffnen. Als sie einen Spalt
offen war konnten sie sehen das es dahinter stockdunkel war,
doch je weiter sie sich öffnete um so heller wurde es dahinter.
Doch als sie sich ganz geöffnet hatte, flammten überall Fackeln
an den Wänden auf, wie von Zauberhand. Hinter der Türe befand
sich eine große Halle. Gerade aus befand sich ein Altar, rechts
daneben stand ein übergroßer Spiegel. Links vom Altar befand
sich ein Pult, es sah so aus als sollte dort eigentlich ein Buch
liegen. An der linken Wand der Halle sah man ein großes Bett
hinter einem Paravount stehen in der Mitte der Halle stand ein
Tisch der reichlich gedeckt war. Und an der rechten Wand sah man
einige Wandteppiche hängen unter denen Regale mit Büchern
standen. Als sie in die Halle eintraten, fiel hinter ihnen das
Tor zu. Beide fuhren herum, doch es war zu spät, die Türe war zu
und egal wie sehr Iron auch versuchte sie zu öffnen sie bewegte
sich keinen Millimeter.
Dann hörten sie eine sanfte und
ruhige Stimme: „Es ist sinnlos sie wird sich nicht öffnen. Wer
seid ihr und was wollt ihr hier?“ Abermals fuhren beide herum
und über dem Altar schwebte ein Gesicht, eine Holographie wie es
aussah. Das Gesicht einer Frau, die Gesichtszüge waren rassig
und wurden umrahmt von langen schwarzen Haaren. Doch der Blick
war freundlich. Nun traten beiden näher und Iron antwortete:
„Wir sind junge Archäologen, mein Name ist Iron und ihr Name ist
Nara. Dürfen wir erfahren wer sie sind?“ Das Frauengesicht
lächelte: „Mein Name tut erst mal nichts zu Sache. Was wollt ihr
hier? Dieser Tempel wurde schon seit hunderten von Jahren, nach
eurer Zeitrechnung nicht mehr genutzt.“ Iron nickte: „Nun wir
sind auf der Suche, zum einen nach meinem Vater und zum anderen
nach Antworten und den Artefakten der Macht. Und was heißt nach
unserer Zeitrechnung?“ Die Frau lächelte immer noch: „Nun nach
eurer Zeitrechnung heißt, das es auf eurer Welt eine andere Zeit
gibt als auf anderen Welten. Aber das würde nun zu weit führen
euch das zu erklären. Was nun deinen Vater angeht, sieh in den
Spiegel, ist er das?“ Iron sah zu dem Spiegel hin und dort sah
er wie sein Vater genau an dem Platz stand an dem er und Nara
nun standen und er nickte heftig. „Ja das ist er, was ist mit
ihm geschehen, er scheint ebenfalls hier gestanden zu haben,
doch wo ist er?“ Nun seufzte die Frau: „Er hat einen Frevel
begangen und musste bestraft werden. Denn niemand darf die
Aufbewahrungsorte der Artefakte alleine betreten. Immer müssen
es ein Mann und eine Frau sein. Vorzugsweise sogar ein liebendes
Paar. Doch er hat sich den Zugang zu dieser Halle mit einem
Trick erschlichen.“ Iron sah zu dem Gesicht hoch: „Lebt er denn
noch und wo ist er?“ Die Frau sah von einem zum anderen. „Also
gut, ja er lebt noch, doch haben wir ihn gefangen genommen und
er muss seinen Frevel ab büßen. Wir töten niemanden, wenn es
sich umgehen lässt, doch Strafe muss sein. Doch was wollt ihr
mit den Artefakten der Macht? Wollt ihr die Welt beherrschen, in
die Welt der Götter oder was wollt ihr mit ihnen? Denn wenn sie
in die falschen Hände geraten ist das nicht so gut, würde ich
mal meinen.“ Nun ergriff Nara das Wort: „Na ja um ehrlich zu
sein, wir sind viel mehr an der Suche selber interessiert, als
an den Artefakten, wir wollen sie nur finden. Und vielleicht
unsere Fragen beantwortet haben, gab und gibt es die Götter.
Oder sind sie wirklich tot wie behauptet wird. Gibt es auf
unserer Welt noch einen Tempel der tatsächlich geführt wird,
oder ist das nur ein Gerücht. Und wie können wir Irons Vater
befreien?“ Nun lachte die Frau herzlich: „Nun das sind viele
Fragen auf einmal. Und ich werde euch keine davon beantworten.
Das müsst ihr schon selber heraus finden. Doch nehmt euch in
Acht, auch andere sind hinter den Artefakten her. Doch etwas
möchte ich euch noch mit auf den Weg geben, Die Rune die ihr
sucht, hat machtvolle Kräfte, sie enthält einige Zauber die ihr
nutzen könnt auch ohne das Buch des Wissens. Allerdings wenn man
sie haben möchte, brennt sie sich in euer Fleisch ein und und
zeichnet euch für alle Zeit. Schaut dort hinten hin, dort ist
ein weiterer Raum, betretet ihr ihn mit dem Wissen das ihr dort
die Rune erhaltet, so werdet ihr sie auch bekommen. Und noch
etwas, egal in welchen Tempel ihr eindringt, wenn ihr den Raum
der Artefakte gefunden und betreten habt, dürft ihr auch das
Bett und die Nahrungsmittel, als auch alles andere was sich dort
befindet benutzen, nur denkt dran, ihr dürft sie nur zu zweit
betreten. Die Heiligtümer sind immer noch geschützt. Von hier
kann kein Unbefugter etwas entwenden, nehmt ihr aber die
Artefakte an euch, sind sie ungeschützt und ihr müsst für ihren
Schutz sorgen.“ Die beiden nickten, während Iron immer mal zum
Spiegel sah um noch mal einige Blicke auf seinen Vater zu
werfen. Das er noch lebte beruhigte ihn schon mal und wie sie
ihn befreien konnten, das würden sie dann schon heraus finden.
Er fragte sich vielmehr wer diese Frau war. „Ach eins hätte ich
noch fast vergessen, aktiviert wird die Rune durch einen
Liebesakt, deswegen müssen es auch zwei, wie gesagt eine Mann
und eine Frau sein, am besten ein Liebespaar. Und die Rune wird
euch auch wieder nach draußen bringen, wenn ihr sie aber nicht
wollt, so nehmt den Stein der sich auf dem Altar befindet, er
wird euch auch nach draußen bringen, doch nur einmal.“ Und als
sie sich gerade bedanken wollten war das Gesicht fort. Nara sah
zu den beiden Steinen auf dem Altar, sah dann Iron an: „Rune
oder Stein?“ Er grinste: „Da fragst du noch? Ich möchte die
Rune, wir sind Wissenschaftler, Archäologen, Altertumsforscher
und wenn ich schon so etwas bekommen kann, will ich es auch.“
Nara sah ihn an: „Das würde aber bedeuten dass du und
ich.......na ja das wir zwei.........na du weißt schon.“ Iron
nickte: „Ja ich weiß und ehrlich gesagt, ich habe kein Problem
damit. Du bist attraktiv und anziehend. Also ich will dich
schon. Doch findest du mich so abstoßend das du es nicht mit mir
willst? Oder hast du etwa noch nie mit einem Mann geschlafen?“
Nara druckste herum: „Doch sicher habe ich schon, doch wir
kennen uns doch kaum und da möchte ich das eigentlich noch
nicht. Und abstoßend finde ich dich nun nicht. Doch ich kann das
nicht, mal eben mit einem mir fast Fremden ins Bett gehen.“
Diese Aussage lies ihn lächeln. Es freute ihn das sie so schnell
also nicht mit jedem ins Bett gehen würde, sie zeigte ihm damit
das sein alter Meister recht hatte, das es tatsächlich auch
Frauen gab, die nicht mit jedem den sie attraktiv fanden
schliefen. Er sah sie an: „Ich mache dir einen Vorschlag, wir
nehmen die Rune und wir vollziehen den Akt unter
wissenschaftlichen Bedingungen, das heißt ich stelle danach
keine weiteren Ansprüche an ein weiteres mal, es sei denn du
willst es auch. Oder aber wir nehmen den Stein und hoffen das es
im nächsten Tempel auch einen Runenraum gibt oder kommen hier
her zurück um uns die Rune zu holen.“ Nara sah ihn an, sie sah
das es ihm wirklich nicht nur darum ging sie ins Bett zu
kriegen, denn er war für sie bereit auch erst mal auf die Rune
zu verzichten. Sie nickte: „Sehen wir uns doch erst mal weiter
um und ich denke darüber nach. Ist das in Ordnung für dich?“
Iron lächelte, das sie den Vorschlag machte, zeigte ihm das sie
nicht gänzlich abgeneigt war. „Sicher ist das in Ordnung für
mich. Ich will dich doch zu nichts zwingen was du nicht willst.
Wir sollten etwas essen und uns dann vielleicht schlafen legen.
Es war ja schon recht spät als wir hier herunter kamen.“ Sie sah
zu dem Bett und nickte dann aber. So setzten sie sich nieder und
begannen zu essen. Es war schmackhaft und bekömmlich, so aßen
sie etwas mehr als nötig gewesen wäre. Anschließend allerdings
wurden sie müde, weil sie pappsatt waren. Als Iron zum Bett ging
kannte er keine Scham er zog sich bis auf die Unterhose aus.
Nara hingegen lies aber noch ihr T-Shirt an, auch wenn er
bereits bis zu ihrem Bauchnabel alles gesehen hatte, wenn auch
aus versehen, so wollte sie sich ihm dennoch nun nicht halb
nackt präsentieren. Sie befürchtete das er sich dann vielleicht
nicht mehr beherrschen könnte und dann doch mehr wollen würde.
Iron schmunzelte leicht darüber, sagte aber nichts und rutschte
unter die Decke. Eine Minute später merkte er wie auch sie ins
Bett kam. Er hatte ihr absichtlich den Rücken zugedreht um sie
nicht in Verlegenheit zu bringen. Als sie nun auf seinen doch
recht breiten Rücken sah und sich vorstellte eventuell mit ihm
zu schlafen, regte sich etwas bei ihr. Leise brummelnd drehte
sie auch ihm nun den Rücken zu und es dauerte auch nicht lange
da war sie schon eingeschlafen. Es war ein aufregender Tag
gewesen. Als Iron ihre gleichmäßigen Atemzüge hörte und sich zu
ihr umdrehte lag sie auf dem Rücken, er betrachtete sie. Eine
Frau wie sie hatte er noch nicht kennen gelernt. Die Frauen mit
denen er es meist zu tun hatte, waren leicht zu haben und das
nutzte er auch weidlich aus. Doch Nara war anders als sie, ihm
kam der Gedanke, das wenn sie sich tatsächlich auf ihn einlassen
würde, das sie sogar die Frau wäre mit der er für immer zusammen
bleiben könnte. Er betrachtete ihr friedliches Gesicht und es
löste in ihm Beschützerinstinkte aus, obwohl er wusste das sie
sich auch gut selber helfen konnte. Sie war mutig und tapfer,
doch scheinbar nicht wenn es darum ging sich mit einem Kerl ein
zu lassen. Sie löste etwas in ihm aus das weit aus weiter ging
als nur Begehren, er wollte mehr als sie nur ins Bett kriegen,
er wollte sie für sich haben und wenn sie es zuließ für eine
lange Zeit. Er ahnte noch nicht, das er sich verliebt hatte.
Während er so noch darüber nach dachte, schlief auch er ein.
Als Nara am Morgen wach wurde,
lag sie an Iron gekuschelt, mit einem Arm auf seiner Brust,
hatte ihren Kopf an seiner Schulter und er hatte seinen Arm um
sie liegen und drückte sie an sich. Sie sah vorsichtig zu seinem
Gesicht, doch schien er noch zu schlafen und bekam es so wohl
nicht mit. Als sie allerdings versuchte sich aus seinem Arm zu
befreien zog er sie sofort im Schlaf wieder zu sich heran. Und
nun konnte sie auch die Kraft spüren die in seinem Körper
steckte und in ihr heiße Gefühle auslöste. Und sie dachte nur,
wie kann das sein, ich will ihn wirklich, dabei kenne ich ihn
doch erst seit zwei Tagen. Sie wusste würde er nun wach werden
und sie beginnen zu küssen und zu streicheln, wäre sie ihm
hoffnungslos ausgeliefert. Was sie nicht wusste war das Iron
schon lange wach war und nur noch so tat als schliefe er. Er
genoss einfach ihre Nähe, dann hörte er wie sie leise
aufstöhnte, weil ihr bewusst wurde, das sie ihn wollte. Sie
versuchte von ihm fort zu kommen, doch er hielt sie weiter
umfangen und an sich gedrückt. Er wollte sie noch nicht gehen
lassen. Er fand es schön, ihren Körper zu spüren, ihren Arm auf
seiner Brust. In diesem Moment wünschte er sich sie würde sich
für die Rune entscheiden, denn er wollte sie nun mehr als jede
andere Frau zuvor. Als sie nun abermals versuchte von ihm fort
zu kommen lies er sie los und sie konnte sich befreien. Er
wollte sie nicht überrumpeln, wenn sie mit ihm schlief sollte
sie es freiwillig tun und weil sie es wollen würde und nicht aus
dem Moment heraus. Er wollte ihr Zeit geben darüber nach zu
denken. Bei jeder anderen wäre es ihm egal gewesen und er hätte
sich jetzt genommen was er wollte, doch bei ihr wollte er das
nicht. Er hatte Angst das sie es anschließend bereuen und sich
dafür schämen würde. Als sie sich befreite sah sie ihn an und
bemerkte nun seinen Blick. Denn auch er sah sie nun an und tat
nicht mehr so als schliefe er noch. Sie errötete leicht und so
war sein Blick noch aufmerksamer. „Wie alt bist du? Und hast du
wirklich schon mal mit einem Mann geschlafen? Denn dein
Verhalten sagt etwas anderes.“ Sie nickte leicht. „Ja habe ich
und ich bin knapp zweiundzwanzig. Es ist halt nur so, wir kennen
uns ja noch wirklich nicht und mit einem Mann ins Bett zu gehen
ist etwas das ich meine, das man nicht einfach so tun, sondern
das man auch Liebe empfinden oder sich wenigstens mögen sollte.
Sicher ich mag dich und ich gebe auch zu das du gewisse Gefühle
in mir auslöst. Und ich will ehrlich sein, hättest du es eben
ausgenutzt, ich wäre schwach geworden.“ Iron nickte und nun
wurde ihm etwas bewusst, das er immer nur die Frauen gesehen
hatte, die leicht zu haben waren, es war praktisch, man bekam
was man wollte ohne lange Firlefanzereien. Er hatte die
anständigen Mädchen oder Frauen einfach übersehen um nun auf
eine solche zu treffen. Eine Frau die es nicht so leicht nahm,
für die es etwas bedeutete. Er verstand, denn er erinnerte sich
das er damals als er sein erstes Mädchen hatte und sah das sie
es auch mit anderen trieb, furchtbar verletzt war. Es hatte ihm
etwas bedeutet doch ihr nicht. Sie wollte ihn damals nur haben.
Alles andere war ihr egal. Er griff nochmals nach Nara und legte
einen Arm um sie und zog sie zu sich heran. „Komm mal her und
keine Angst ich werde nichts tun.“ Im ersten Moment wollte sie
sich sträuben doch dann ließ sie es doch zu. Er zog sie auf sich
und sah sie an: „Ich verstehe dich besser als du denkst.“ Und
nun erzählte er ihr was damals geschehen war und er gab auch zu
das es ihm seit dem recht egal war, so lange die Frau willig
war. Das er sich immer Frauen gesucht hatte, die es ebenso
leicht nahmen. Doch das er jetzt wo er sie getroffen hatte, sich
vorstellen könnte sie für sich zu gewinnen, das er mehr für sie
empfinden würde, als nur mögen. Und das es ihm gefiel das sie so
dachte, wenn es ihn auch erst mal die Rune kosten würde. Doch
das war nebensächlich. Das alles erzählte er ihr. Und er sah
ihren sanften Blick, das veranlasste ihn sich mit ihr zu drehen
so das sie nun halb unter ihm lag. Er beugte sich über sie und
küsste sie zärtlich. Er hatte nicht erwartet das sie den Kuss
erwidern würde, doch sie tat es und legte sogar die Arme um ihn.
Es fiel ihm schwer sich zu beherrschen und so wollte er sich von
ihr lösen, doch nun zog sie ihn zu sich herunter und küsste nun
ihn recht leidenschaftlich. Iron stöhnte leise auf, dann löste
er den Kuss. „Kleines wenn du nicht willst das mehr passiert
solltest du mich jetzt los lassen, denn ich weiß nicht wie lange
ich mich sonst noch beherrschen kann.“ Sie sah ihn an, ihr Blick
ging über sein Gesicht und sie sah in seinen Augen das er seine
Worte eben ernst meinte, das er tatsächlich mehr für sie
empfand. Und so hauchte sie ihm leise entgegen: „Ich will es.“
Er meinte es wirklich ernst und deswegen löste er sich nun von
ihr. Er sah sie an: „Kleines, nein, das ist aus dem Moment
heraus, vielleicht willst du es im Moment wirklich, doch wie
wirst du dich danach fühlen? Lass deine Gefühle wachsen, lass es
für dich wirklich etwas besonderes sein, erst dann werde ich mir
nehmen, was wie ich zugeben muss, wirklich heiß begehre. Und bis
dahin könnten wir ja erst mal diese Halle hier untersuchen und
schauen ob wir nicht eines der Artefakte finden, was meinst du?“
Sie nickte, sie war hin und her gerissen, sie wollte ihn
wirklich, doch verstand sie auch sein zögern, er tat es weil er
sie wirklich mochte und weil er nicht wollte das sie sich
anschließend mies fühlte. So erhoben sie sich und als sie vor
den Paravount traten sahen sie das dort eine Schüssel zum
waschen stand. So wuschen sie sich erst mal, wobei er sich
abwendete als sie ihr T-Shirt auszog. Nicht weil er sie nicht in
Verlegenheit bringen wollte, sondern aus Schutz vor sich selber,
er wusste nicht ob er seine Meinung dann nicht doch noch ändern
würde.
Als sie soweit wieder fit waren,
setzten sie sich nochmals an den Tisch und aßen. Nun stand sogar
Kaffee dort und frisches Brot und was sonst zu einem guten
Frühstück gehörte. Leise flüsterte Nara Iron zu: „Kommt dir das
nicht auch alles ein wenig merkwürdig vor? Der Tisch ist wieder
gedeckt, die Waschschüssel und auch sonst alles. Mir erscheint
es ein wenig merkwürdig, als würde man uns beobachten.“ Iron
nickte: „Vielleicht tut man das auch, wer weiß. Mein Vater war
immer der Meinung das es die Götter noch gibt und langsam
bekomme ich das Gefühl das er recht hatte. Denn die Frau
gestern, also das war doch keine gewöhnliche Frau. Sie redete
mit uns und sie antwortete auf unsere Fragen. Sie lachte sogar
einmal und hatte Antworten die sonst heute keiner mehr kennt.
Mal abgesehen davon das sie von „uns“ sprach als sie davon
erzählte das mein Vater gefangen genommen worden wäre. Wörtlich
sagte sie, wir töten niemanden wenn es sich vermeiden lässt.
Also „wir“ das heißt doch wo sie ist gibt es auch noch andere.
Und dann fragte sie ob wir auf die Welt der Götter wollen, also
muss es sie noch geben.“ Nara nickte, was er sagte stimmte
alles. Nur wieso waren die Tempel dann verlassen worden, wieso
waren fast alle verfallen, es gab nur noch wenige die wirklich
vollständig waren und das auch nur weil man irgendwann der
Meinung war, das wäre Kulturgut das man erhalten müsste.
„Anstatt Antworten zu bekommen, tun sich jetzt noch mehr Fragen
auf, angenommen das war gestern eine Göttin die da mit uns
sprach, wieso ließ sie dann zu das die Tempel verlassen wurden
und nun verfallen?“ Iron war ganz ihrer Meinung, auch ihm kam es
komisch vor: „Vor allem es gab sicherlich klügere
Altertumsforscher als uns, und doch gelang uns etwas, das bisher
niemandem gelungen ist. In eine Art Heiligtum zu kommen. Obwohl,
wenn sie es alle so versucht haben wie mein Vater oder der arme
Kerl den wir gefunden haben, kamen sie logischerweise nicht
weiter. Doch lass uns nun mal alles genau untersuchen. Die
Wandteppiche sehen interessant aus und dort die Bücher, die sind
bestimmt noch aus der alten Zeit. Ist sicherlich auch
interessant.“ Nara nickte und so erhoben sie sich und begannen
den Saal und seine Nebenräume ab zu suchen, bis auf einen, den
wo sie wussten das sie die Rune bekommen würden.

Nara

Kapitel 3: Die Rune der Macht

Sie wollten systematisch vor
gehen. Und so begannen sie in dem Raum der neben dem Runenraum
lag. Als sie die Türe öffneten tat sich ihnen ein weiterer Gang
auf. Der parallel zu dem Gang zu verlaufen schien durch den sie
gekommen waren. Auch hier gab es weitere Türen und so gingen sie
langsam vorwärts und öffnete nun eine Türe nach der anderen. Das
hier schienen Wohnräume gewesen zu sein. Es gab in jedem Zimmer
ein grosses Bett, Tisch und Stuhl, einen Schreibtisch und
dergleichen mehr. „Jetzt wird mir auch klar wieso einige Tempel
größer und andere kleiner sind. Bei den kleineren wohnten die
Priesterinnen unter der Erde, und in den größeren waren die
Wohnräume oberirdisch.“ meinte Iron als sie die Zimmer eins nach
dem anderen durchsuchten. Nara nickte: „Doch hier fehlt ein
Zimmer, nämlich das der Hohepriesterin. Das heißt es muss
irgendwo anders liegen.“ da sie hier nichts nennen wertes
fanden, verließen sie den Wohntrakt wieder und nahmen sich nun
die nächste Türe vor, Doch als sie diese öffneten verschlug es
ihnen die Sprache, hier hatten sie ein modernes Bad, mit Wanne,
Dusche und Toilette. Und es schien sogar recht luxuriös zu sein.
„Also das hatte ich nun nicht erwartet, vor allem da wir heute
morgen nur eine Waschschüssel vor fanden.“ Nara war ganz aus dem
Häuschen. Sie sah sich die Wanne an. „Also hier drin haben
mindestens vier Leute platz und sie scheint sogar
Wirlpooleigenschaften zu haben.“ Sie sah sich um, doch fand sie
nirgendwo Regler an denen man das Wasser auf drehen konnte, wenn
es auch Wasserhähne gab. „Öhm nur wie lässt man hier das Wasser
ein?“ Sie suchte. Iron beobachtete sie dabei und ihm kam eine
Gedanke: „Sie sagte doch die Rune habe magische Kräfte,
vielleicht wird das mit Magie gemacht, also nicht so profan mit
Wasserregler wie bei uns sondern, das die Rune es erledigt, wie
eben auch diese Teleportation. Ich könnte mir vorstellen das
nicht jede Priesterin magische Kräfte hatte, so konnte man es
kompensieren in dem man ihr wenigstens einen Teil auf diese
Weise gab.“ Nara sah zu ihm und nickte: „Du könntest recht
haben. Denn ich finde weder hier an der Wanne noch an der Dusche
einen Wasserregler.“ Sie sah bedauernd zu der Wanne und seufzte
leise: „Alleine das wäre schon ein Grund das man sich die Rune
holt. Nur da fällt mir ein. Wenn man die Rune mit einem
Liebesakt aktiviert, wie haben es dann die Priesterinnen getan?
Ich meine gab es auch Priester? Denn davon habe ich noch nie
etwas gelesen, ich dachte immer die Tempel wurden nur von Frauen
geführt.“ Iron nickte: „Also muss es dem nach auch Priester
gegeben haben und man legte Wert darauf, das sie sich unter
einander annäherten. Vielleicht war oder ist sie wirklich eine
Göttin der Liebe. Das würde Sinn machen.“ Da sie hier eh nichts
ausrichten konnten verließen sie das Bad erst mal wieder. „Was
mich auch wundert, ist alles scheint hier sauber zu sein, die
Wanne sah aus wie frisch geputzt. Kein Staubkorn, keine
Spinnweben oder ähnliches.“ Iron nickte als Nara es ansprach.
„Du hast recht, der Eingangstunnel, war dreckig und es lag Staub
überall, mal abgesehen von dem muffigen Geruch, doch hier,
nichts davon. Es ist als würde alles nur warten oder als würden
die Priesterinnen gleich wieder kommen.“ Als sie an dieser Seite
alles durchsucht hatten, wendeten sie sich nun der anderen Seite
von der Eingangstüre gesehen zu. Und als sie hier die Türe
öffneten, blieb ihnen die Spucke weg. Das Zimmer war edel
eingerichtet, es gab ein breites Doppelbett, es roch nach Rosen,
als hätte gerade eben jemand den Duft versprüht. Auch hier
untersuchten sie das Zimmer genauer, man fand einen
Kleiderschank der einige edle Kleidungsstücke enthielt, zwar
nicht so modern wie in ihrer Zeit doch waren sie schön an zu
sehen und sogar gut erhalten, wie gerade eben erst geschneidert.
Doch als Nara sie näher untersuchte, wurde sie knallrot und
schlug schnell die Kleiderschranktüre zu. Iron grinste, er hatte
kurz einen Blick auf das Kleid werfen können das Nora in der
Hand gehalten hatte. Es war so geschnitten das es zwar den
Körper verbarg wenn auch unter leichten Chiffon, doch die Brust
wurde dabei offen gelassen und würde jeden Mann sofort auf den
Gedanken bringen sich zu nehmen was in dem Kleid steckte. „Also
hier muss es recht verdorben zu gegangen sein, das gefällt mir.
Hier wäre ich auch gerne Priester gewesen,“ grinste Iron immer
noch wobei Nara ebenso immer noch rot im Gesicht war. Sie sah
ihn giftig an: „war ja klar das dir das gefällt.“ Er trat auf
sie zu, legte einen Arm um sie und zog sie an sich: „Du bist zu
verklemmt, werde mal lockerer. Hier gibt es nichts was nicht
irgendwer irgendwann schon mal getan hätte. Und ein wenig
Spielerei dabei ist doch nicht zu verachten. Man sollte es nicht
zu ernst nehmen.“ dann beugte er sich zu ihr und küsste sie
leidenschaftlich. Und auch Nara legte ihre Arme um ihn und
erwiderte den Kuss nun ebenso. Irons Hände glitten bereits an
ihrem Körper entlang, bis ihm klar wurde was er dort tat. Sofort
löste er den Kuss und sich von ihr. Er sah sie schwer atmend an“
Tut mir leid, verdammt was ist das bloß, ich wollte gerade etwas
tun, was ich eben noch abgelehnt hatte.“ Auch Nara atmete schwer
und keuchte: „lass uns dieses Zimmer sofort verlassen, es
scheint an der Luft zu liegen. Ich kann auch an nichts anderes
mehr denken, als mit dir ins Bett zu gehen.“
Fast fluchtartig verließen sie
das Zimmer, draußen angekommen wurden ihre Köpfe wieder klar.
„Holla das was knapp, also bei dem Zimmer sollten wir uns vorher
sicher sein ob wir das wirklich wollen, doch dann verspricht es
dort heiß her zu gehen.“ :grinste Iron sie schon wieder an. Sie
schüttelte den Kopf, grinste aber ebenso. „Also sollten wir es
mal getan haben, bin ich gerne bereit mit dir das Zimmer aus zu
probieren. Doch das erste mal würde ich es gerne mit klarem Kopf
tun.“ Er nickte verstehend, er wollte es auch nicht anders. Doch
das Zimmer hatte seine Fantasie angeregt. „Ich glaube das hat
man sicher oft benutzt.“ Nun wendeten sie sich den Wandbehängen
und den Regalen zu. Doch auch Nara ging das Gefühl das sie in
dem Zimmer empfunden hatte, nicht aus dem Kopf und sie sah immer
mal zu Iron hin. Sie spürte immer noch wie ihr Körper brannte,
dann gab sie sich einen Ruck und ging auf ihn zu, stellte sich
vor ihn und sah ihn an: „Ich will es. Ich will dich. Und ich
will diese Rune.“ Da sie etwas kleiner als er war sah er zu ihr
herab. „Bist du dir wirklich sicher? Denn das ich dich will
steht außer Frage.“ Sie nickte: „Ich will diese Magie, ich will
die Rune und ich will dich.“ Er lachte leise: „Na diese
Reihenfolge ist nicht sonderlich schmeichelhaft für mich, aber
wenn es dein Wunsch ist und du es wirklich willst. Also holen
wir uns diese Rune. Und dann werden wir sie aktivieren.“ Nara
nickte und ging zu dem Runenraum. Als beide davor standen sah
Iron sie noch mal an: „Und du bist dir absolut sicher? Denn wenn
wir den Raum einmal betreten haben glaube ich, gibt es kein
zurück mehr.“ Nara nickte: „Ich weiß. Tun wir es, ich will
dich.“ Dann drückte Iron die Klinke herunter und betrat mit ihr
den Raum. Die Wände schimmerten leicht, auf dem Boden war eine
Rune aufgemalt. Es war leise Musik zu hören, wie Lautenklänge.
Dann trat Nara weiter hinein und stellte sich auf die Rune und
Iron folgte ihr. Kaum standen beiden darauf verdunkelte sich das
Zimmer und beide schrien kurz auf als sie ein kurzer brennender
Schmerz durchzuckte. Als es wieder hell wurde, schaute Nara auf
ihren rechten Oberarm, nahe der Schulter, dort hatte sich die
Rune als Tätowierung eingebrannt. Iron sah auf seinen linken
Oberarm, ebenfalls nahe der Schulter, bei ihm hatte man sie dort
angebracht. Es vergingen einige Minuten und der Schmerz lies
nach. Iron nahm sie an der Hand und verließ nun mit ihr das
Runenzimmer. Dann drehte er sie so das sie ihn ansehen musste,
er umfasste sie und zog sie zu sich heran. Dann küsste er sie
leidenschaftlich, sie spürte das er sich nun nicht mehr zurück
halten würde. Während er sie küsste zog er sie und sich langsam
aus und begann sie zu streicheln. Seine Hände glitten sachte an
ihr entlang, wobei er sie stetig weiter zum Bett schob. Nara
brannte bereits und stöhnte leise auf. Ihm ging es nicht anders,
er wollte sie und seine Begehren wuchs ins Uferlose. Am Bett
angekommen löste er den Kuss, hob sie an und legte sie darauf
und sich neben sie. Dann beugte er sich über sie und küsste sie
erneut. Nara spürte seinen kräftigen und starken Körper und
drückte sich ihm entgegen. Sein streicheln wurde fordernder, er
wollte alles von ihr und als sie nach einer weile ihre Beine
öffnete, schob er sich dazwischen und drang anfangs noch sachte
doch dann härter werdend in sie ein. Er stöhnte auf und leise
flüsterte er ihr zu: „Nara ich liebe dich und will dich nicht
mehr verlieren.“ Und nun sah er das sie nicht nur klug, tapfer
und mutig war, sondern das in ihr auch eine leidenschaftliche
Frau steckte, denn sie stand ihm in keiner weise nach. Und so
wurde ihr Liebesakt immer wilder und fordernder von beiden
Seiten. Und als die beiden gleichzeitig zum Gipfel kamen schrie
auch Nara: „Ich liebe dich auch, wenn ich es bis jetzt nicht
wusste, doch nun weiß ich es.“ Und kaum hatten beide es
ausgesprochen, glühte die Rune an ihrem Körper mal kurz auf. Den
Nachmittag verbrachten die beiden im Bett, bei mal sanften und
mal recht wilden Liebesspielen. Iron wunderte sich schon das er
auf einmal so potent war. Er konnte zwar zuvor auch schon mehr
als einmal, schließlich war er noch jung, aber das er so oft
konnte war ihm neu. Er führte es darauf zurück das er die Frau
die er hier im Arm hielt wirklich liebte und nicht nur seine
Befriedigung bei ihr suchte. Als sie dann erschöpft
nebeneinander lagen wobei er sie an sich gedrückt hielt und sie
wieder einen Arm auf seiner Brust liegen hatte, sah er sie
glücklich an: „Weißt du was mir merkwürdig erscheint? Erst mal
waren wir beide auf der Suche, im Grunde mehr oder weniger nach
dem gleichen. Und treffen ausgerechnet an diesem Tempel auf
einander. Dann betreten wir zusammen diesen Tempel und müssen
feststellen das wir nur in dieser Konstellation hier weiter
kommen. Ein Mann und eine Frau. Und nun haben wir die Liebe zu
einander entdeckt und uns sogar ausgiebig geliebt. Und das nach
kaum zwei Tagen, wobei ich mir bei dir sicher bin, das es bei
dir noch nie so schnell ging das du mit einem Kerl im Bett
gelandet bist. Mir kommt es so vor als würden wir einem Plan
folgen, als wäre das alles vor bestimmt. Schicksal.“ Nara sah
ihn erstaunt an: „Du hast recht, es sieht wirklich so aus. Und
selbst dein als auch mein Vater könnten teil dieses Plans
gewesen sein. Denn auch diese beiden waren auf der Suche nach
der Wahrheit über den alten Glauben. Nach dem Grund wieso die
Tempel verfielen. Wobei dein Vater sogar noch lebt und wie wir
nun wissen gefangen gehalten wird. Von wem auch immer. Das wird
alles immer mysteriöser. Und es stimmt schon, ich hätte nie im
Traum daran gedacht mit einem Kerl den ich gerade mal zwei Tage
kenne ins Bett zu gehen. Doch stimmt es, ich liebe dich, das
wurde mir eben klar.“ Er küsste sie zärtlich: „Ich dich
ebenfalls. Und gerade ich, der diese Gefühlsduseleien immer als
unnötig abgetan hatte. Ich glaube mein alter Meister würde sich
jetzt einen Ast freuen wenn er es wüsste.“ Nara richtete sich
ein wenig auf und sah zu ihm herunter: „Ich würde gerne sehen ob
du mit deiner Vermutung recht hattest, was die Rune und das Bad
angeht. Gehen wir nach schauen?“ Er lachte leise: „ich rede von
Liebe und die Kleine hier von dem Bad. Also dann hopp sehen wir
nach. Eher wirst du wohl eh keine Ruhe geben.“ So erhoben sie
sich und betraten nun das Bad zum zweiten mal und waren nun
erstaunt als sie sahen was sich verändert hatte. Denn über der
Wanne waren nun zwei Runen an der Wand zu sehen, eine in rot und
eine in blau. Nara ging zu ihnen und legte ihre Hand auf die
rote Rune, dabei sah sie auf den Wasserhahn und tatsächlich es
lief heißes Wasser in die Wanne. Dann legte sie die Hand auf die
blaue Rune und das heiße Wasser vermischte sich mit kaltem und
es wurde angenehm temperiert. Sie strahlte Iron an und ihn
machte ihr strahlen glücklich. Als die Wanne halb voll war
setzten sie sich hinein und genossen das Bad, wobei Iron schon
wieder auf dumme Ideen kam und er sie sich auch hier noch mal
nahm. Und Nara schien es zu gefallen, denn sie machte
leidenschaftlich mit.
Später dann saßen sie jeder in
ein Badelaken gewickelt in je einem Sessel vor den Regalen, sie
hatten sich geeinigt, das sich jeder eines der Regale vornehmen
würden, um sich so das Wissen das sicherlich in den Büchern zu
finden war zu teilen. Und was sie in den Büchern fanden war ein
Reichtum an Wissen, von dem bislang keiner eine Ahnung hatte.
Sie lasen über die Struktur der Tempel, über die internen
Hierarchien und sie wurden sogar fündig ob es auch Priester
gegeben hatte oder nicht. Und es hatte tatsächlich auch Priester
gegeben, ebenso wie sie lasen das es tatsächlich so gewesen war,
das man es gerne sah, wenn es heiß zwischen ihnen her ging. Sie
lasen über die Rituale die abgehalten wurden, ebenso wann und zu
welchem Zweck man die Göttin anrufen konnte und durfte. Ebenso
wie diese gedachte den Anrufungen zu folgen. Mal geschah es
einfach und bei schwierigeren Fällen erschien sie sogar
persönlich. Es waren auch Zeichnungen in den Büchern zu finden,
die einen vollständigen Tempel zeigte, mit seinem Altar und den
Statuen die hinter dem Altar standen. Erst jetzt wurde ihnen
klar, das es unter den Tempeln die man instand gehalten hatte
nicht einen wirklich vollständigen gab. Iron zeigte Nara die
Bilder: „Sieh mal hier, das ist ein vollständiger Tempel, siehst
du hier? Der Altar, davor die Bank auf der sich die
Hohepriesterin kniete und die Anrufung machte und rechts und
links davor etwas versetzt, Schalen für die Opferungen. Dort
neben dem Altar ebenso recht und links zwei riesige Löwen und
dahinter je ein Krieger, und zwischen ihnen auf einem Thron die
Göttin. Oder auch mal zwischen ihnen stehend, das kam auf die
Größe des Tempels an, ob genug Platz im Altarraum war oder
nicht.“ Nara nickte. „Was wir hier haben ist unglaublich, es ist
alles verloren gegangenes Wissen und ich bin langsam immer mehr
davon überzeugt das unsere Väter recht hatten, die Götter gab es
und gibt es immer noch. Ich habe hier etwas gefunden, dort ist
von dem Muttertempel die rede. Einem Tempel der in der höchsten
Not unangreifbar war und in den sich alle zurück zogen wenn ein
Tempel in Gefahr war. Hier wird auch erzählt das die Tempel
untereinander in Verbindung standen, und das man sich von einem
Tempel in den anderen teleportieren konnte, das es
Teleportationsräume gab, von denen aus es geschah.“ Iron sah sie
an. „Muttertempel, weißt du ich habe das Gefühl das dies der
Tempel ist den dein Vater so gesucht hat. Steht dabei wo man ihn
finden kann oder wo er sich befinden soll?“ Nara nickte: „Ja,
hier steht das er im großen Südgebirge sein soll, versteckt und
unsichtbar. Kein Wunder das mein Vater ihn dann nicht finden
konnte. Ich glaube das wird dann unser nächstes Ziel werden was
denkst du?“ Iron dachte nach. „Wir sollten nun nichts
überstürzen, denk dran wir suchen fünf Artefakte der Macht und
die werden sie sicherlich nicht alle in dem einen Tempel haben.
Mal abgesehen davon das wir nicht wissen wie man ihn sichtbar
machen kann. Das einzige was wir bis jetzt fanden war die Rune
der Macht, denn ich gehe mal davon aus das die Rune die wir nun
haben, eben diese Rune ist. Wir sollten erst mal heraus finden
was mit der Rune alles möglich ist, außer Wasser in eine Wanne
laufen zu lassen.“ Er zwinkerte ihr zu. Nara lachte, doch gab
sie ihm recht, es nun zu überstürzen würde nichts bringen, zudem
es wahrscheinlich war, das es in den anderen verfallenen Tempeln
sicherlich auch noch Wissenswertes geben würde, was darauf
wartete entdeckt zu werden. Iron dachte nach, während Nara zum
nächsten Buch im Regal griff, doch kaum hatte sie daran gezogen
hörten sie hinter sich ein Knirschen an der Altarwand, dort wo
der große Spiegel stand. Beide erschraken und sahen dort hin,
dort hatte sich eine Geheimtüre geöffnet, die so in die Wand
eingelassen war das man sie normalerweise nicht entdecken
konnte. Dann sahen sie sich gegenseitig an und erhoben sich um
sich die Türe genauer an zu sehen. Dazu musste Iron den Spiegel
etwas beiseite rücken. Als er das tat, flackerte der Spiegel
kurz auf und er hielt kurz inne und sah Nara an: „der Spiegel
steht normalerweise nicht hier, denn ansonsten müsste ich ihn
nicht weg rücken. Außerdem scheine ich eine neue Magie unserer
Rune entdeckt zu haben, schau mal.“ Dabei legte er eine Hand an
den Spiegel und er flackerte abermals auf. Nara sah es sich an
und nickte. „Hm... frage den Spiegel nach deinem Vater oder sag
das du ihn sehen möchtest.“ Iron begriff sofort auf was Nara
hinaus wollte und sagte, „Zeig mir meinen Vater.“ Kurz leuchtete
der Spiegel auf und dann sahen sie im Spiegel wie sein Vater an
einem Tisch saß und dort las. Es schien ihm recht gut zu gehen
und zudem schien er nicht wirklich soviel gealtert zu sein als
es eigentlich der Fall gewesen sein müsste. Iron sah kurz zu
seinem Vater und sah dann Nara an. „Man kann mit ihm Dinge sehen
die man sonst nicht sehen würde. Und ich denke das hat auch
etwas mit der Rune zu tun.“ Nara nickte. „Was uns wieder zeigt
das wir erst mal heraus finden sollten was uns dank der Rune
noch alles möglich ist.“ Nun kam Iron eine ungeheuerliche Idee
und so sprach er den Spiegel noch mal an. „Zeig mir die Göttin
die uns gestern besucht hatte.“ Nara erschrak und sah ihn
entsetzt an: „Na wenn das mal gut geht.“ Abermals leuchtete der
Spiegel kurz auf und sie sahen nun etwas das noch kein
menschliches Auge je gesehen hatte. Sie sahen die Frau deren
Gesicht sie gestern gesehen hatten im wilden Liebesspiel mit
einem der mächtigen Krieger die Nara und Iron als Statuenbilder
in einem der Bücher gesehen hatten. Dann sahen sie, wie auch der
zweite Krieger das Zimmer betrat, sich auszog und sich zu den
anderen beiden legte. Erschrocken lies Iron den Spiegel los und
das Bild verschwand. Er sah Nara immer noch erschrocken an. „Ich
denke das war nicht für unsere Augen bestimmt, allerdings zeigt
es das es die Götter sehr wohl noch gibt.“ Nara war leuchtend
rot geworden als sie sah was dort im Spiegel stattfand. „Sie hat
...sie war.....zwei Männer?“ Obwohl Iron selber recht
erschrocken war, lachte er nun doch. „Was ist denn schon dabei,
ob nun ein Kerl mit zwei Frauen oder eine Frau mit zwei Männern.
Ich sehe da keinen großen Unterschied. Doch wissen wir nun das
die Erzählungen stimmen, sie war oder ist wirklich sehr
heißblütig.“ Nara sah ihn eifersüchtig an und als er den Blick
sah zog er sie sofort an sich. „Na keine Sorge, für mich gibt es
nun nur noch eine Frau und das bist du.“ Er küsste sie zärtlich
und lies sie anschließend wieder los. „Na sehen wir uns mal an
was hinter der Geheimtüre ist.......hm?“ Nara nickte: „Doch
sollten wir uns zuvor anziehen, wer weiß was wir dahinter finden
und ich möchte nicht aus versehen irgendwo auf einmal nur mit
einem Badelaken auftauchen. Denn dort könnte auch der Portalraum
sein, und wenn er uns irgendwo hin teleportiert könnten wir
eventuell dumme Gesichter machen.“ Iron nickte, so unrecht hatte
sie nicht, also zogen sie sich erst mal an und öffneten dann
erst die Geheimtüre ganz um dann doch etwas enttäuscht zu
gucken. Denn scheinbar hatten sie hier nur wieder einen schmalen
und kurzen Gang gefunden, von dem wiederum drei Türen abgingen.
Doch schritten sie nun auf die erste Türe zu und Iron öffnete
sie vorsichtig und sie sahen hinein, was sie nun zu sehen
bekamen übertraf alles was sie je gesehen hatten.

 
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