Kapitel 1: Unverhoffte Verbündete


 

Iron folgte den Hinweisen seines Vaters, die ihn erst mal um die halbe Welt brachten. Über Geld brauchte er sich keine Sorgen zu machen. Zum einen hatte er von seinen Eltern genug geerbt und zum anderen auch noch etwas von seinem Meister. Und wenige Tage später traf er auf dem Flughafen ein, der ihn in die Nähe des ersten Tempels bringen sollte, laut den Unterlagen seines Vaters. Nachdem er sich mit einem Zelt und Proviant ausgestattet hatte, als auch mit anderen Dingen die er wohl brauchen würde um einige Tage am Fundort zu überstehen, wollte er sich mit einem Taxi so nahe wie möglich dort hinbringen lassen. Als er im Taxi saß sah ihn der Fahrer immer so merkwürdig an, so das er ihn fragte: „Ist irgendwas? Oder warum schaut ihr mich an?“ Nun Iron war kein gewöhnlicher Mann und seine Statur brachte ihm meist schon einige Blicke ein, doch waren es meist die bewundernden Blicke der Frauen. Doch diesmal war es ein Mann: „Nun ich wundere mich, sie sind nun schon der zweite der dort hingebracht werden wollte. Vor zwei Tagen hatte ich schon eine Fahrt dort hin, da war es eine junge Frau.“ Iron runzelte die Stirn, er hoffte nun nur das ihm nicht eine seiner Verehrerinnen gefolgt war. Denn das konnte er nun nicht gebrauchen. Nicht das er etwas gegen angenehme Gesellschaft gehabt hätte, vor allem da es ihm die Nächte in aufregender Weise verkürzen würde. Doch war er nicht deswegen hier, sondern für ihn wurde es nun ernst, er hatte den ersten Schritt getan. Am Ziel angekommen sah er ein verfallenes Dorf, der Taxifahrer sagte ihm noch das er am Rande des Dorfes die Überreste des alten Tempels finden könnte. Er bezahlte den Fahrer, bedankte sich noch freundlich und machte sich dann auf den Weg. Während er durch den zerfallenen Ort ging dachte er gleichzeitig darüber nach was er über die Tempel wusste. Soweit heute noch bekannt war und man auch in alten Schriften lesen konnte gab es überall auf der Welt Tempel die einer hohen Göttin angehörten, die wie man nach lesen konnte recht sinnlich gewesen sein sollte. Man mutmaßte das es eine Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit gewesen sein musste, war sich aber nicht ganz sicher. Die Meinungen gingen da recht auseinander. Man hatte sogar mal versucht den Inhalt eines Tempels in ein Museum zu schaffen, doch kaum waren die Statuen dort angekommen und man wollte sie am nächsten Tag aufstellen, waren sie verschwunden. Wie sich später heraus stellte, standen sie wieder an ihrem ursprünglichen Platz in dem zerfallenen Tempel aus dem man sie geholt hatte. Nach dem man es noch zweimal versucht hatte und es immer wieder so geschah, unterließ man es dann und brachte halt das Museum zu dem Tempel. Er wurde restauriert und diente nun zu Anschauungszwecken. Doch brachte dieser Tempel nicht viel Aufschluss darüber wie es damals gewesen sein musste.

Iron wurde urplötzlich von Kampfgeräuschen aus seinen Gedanken gerissen. Nachdem er sich umgeschaut hatte und die Geräusche lokalisiert hatte, rannte er los. Und kam gerade dazu als sich eine junge Frau tatkräftig gegen zwei Kerle zur Wehr setzte. Sie schien zumindest nicht zimperlich zu sein und sich wehren zu können, als er aber sah das sie einem der Kerle in dessen Familienplanung trat, verzog selbst er schmerzhaft das Gesicht und dachte sich, das tut weh. Doch dann griff er ein und schlug recht schnell die beiden nieder. Als die beiden ohnmächtig auf dem Boden lagen, wurde er von der jungen Frau angefaucht: „Ich komme auch gut alleine zurecht, ich hatte sie fast erledigt. Es wären nur noch einige Minuten gewesen.“ Während sie ihn anfauchte suchte er sich Material womit er die beiden fesseln konnte und schmunzelte sachte vor sich hin. Dann sah er auf: „Wenn sie fertig sind, könnten sie mir vielleicht helfen sie zu fesseln, bevor sie wieder aufwachen. Ansonsten wäre ich leider gezwungen die beiden um zu bringen.“ Sie grummelte noch eine Weile half ihm aber dann doch. „Was wollten die beiden eigentlich von ihnen?“ Dann sah er sie sich mal genauer an, sie trug kurze Shorts und dazu lediglich ein weites Träger T-Shirt und Turnschuhe. Und als sie sich bückte um ihm zu helfen, gab ihm das Shirt einen recht guten Einblick in ihr Dekolletee, der mit Sicherheit nicht beabsichtigt war. Sie war gut gewachsen, schlank, sportlich und war wie er eben sehen konnte auch in der Lage sich zu verteidigen. „Ich wollte den alten Tempel besichtigen als die beiden mich überfielen, keine Ahnung was sie von mir wollten.“ Er sah das sie log, denn sie wurde rot bei der kleinen Lüge und er musste schon wieder schmunzeln. Er nickte: „Aha, na denn.“ Dabei sah er ihr sehr offensichtlich auf den Busen der bei ihrem hinab beugen nicht verborgen blieb. Als sie es bemerkte, knurrte sie ihn an: „Und Anstand scheinen sie keinen zu besitzen.“ Er lachte leise: „Na entschuldigen sie, aber wenn sie sich mir so offenbaren, ich bin schließlich auch nur ein Kerl. Und welcher Kerl sieht so etwas schönes nicht gerne. Übrigens mein Name ist Iron, Iron Barte.“ Sie nickte: „und ich heiße Nara le Quin.“ Als beide ihre Namen genannt hatte schauten sie sich an. Sie sah ihn an: „Sind sie zufällig verwandt mit dem Archäologen Toren Barte?“ Iron nickte: “ Und ihr Vater ist Jerome le Quin, würde ich nun mal glatt raten.“ Nun war es an ihr zu nicken. Inzwischen hatten sie die beiden Strolche wie Pakete verschnürt. Er betrachtete sie noch genauer, als sie sich aufrichtete. Sie war sehr ansprechend und gefiel ihm gut. Auch Nara betrachtete ihn nun. Ebenso wie sie trug auch er lediglich Shorts und dazu ein kurz ärmeliges Hemd das er nicht ganz zugeknöpft hatte, da es hier doch recht heiß war und so nun seine muskulöse Brust offenbarte. Dazu trug er Wanderschuhe. So schnell wie er die beiden nieder gestreckt hatte, musste er wohl auch ein gewisses Kampftraining genossen haben, kam es ihr in den Sinn. Zudem musste sie zugeben das er ein ansprechendes Äußeres hatte. Schwarze Haare, ein markantes Gesicht und sehr durch trainiert. Doch auch Nara konnte sich sehen lassen, sie hatte langes flammend rotes Haar, ein zartes Gesicht und wie er schon sehen durfte eine gute Figur. Iron grinste leicht, weil er sich gerade dachte, das er diese Frau auch nicht von der Bettkante stoßen würde. Sein Blick, der bei diesem Gedanken an ihr entlang ging, offenbarte ihr was er dachte. Sie verschränkte nun ihre Arme vor der Brust und sah ihn giftig an: „Sind sie bald fertig mit der Besichtigung meines Körpers? Dann könnten wir nämlich mal darüber reden was wir nun mit diesen beiden machen und vielleicht was sie hier wollen.“ Iron winkte kurz ab, nahm sein Handy aus der Tasche und rief die Polizei. „So das wäre erst mal erledigt. Und was ich hier will? Ich nehme mal an in etwa das gleiche wie sie. Nur den Tempel besichtigen.“ Dabei sah er ihr frech ins Gesicht. Wobei sie seinem Blick entnehmen konnte das er ihre kleine Lüge nicht geglaubt hatte. Sie zuckte leicht mit der Schulter: „Na gut also ich bin auf der Suche nach Antworten. Ich habe wie mein Vater Archäologie studiert, weil mich diese alten Mythen über die Götter schon immer fasziniert haben. Und nun wollte ich mir mal einige der alten Tempel ansehen. Und vielleicht etwas mehr erfahren. Wie mein Vater mir erzählte soll es Gerüchten zufolge sogar noch einen Tempel geben, der richtig betrieben wird. Mit Priesterinnen und so. Aber ob da was dran ist, keine Ahnung, Er hat Zeit seines Lebens danach gesucht und kam immer zurück ohne etwas entdeckt zu haben. Und nun ist er tot, doch ich will sein Lebenswerk erfüllen.“ Iron hatte während sie redete schon mal ein wenig Holz eingesammelt und ein Lagerfeuer entfacht und setzte sich auf einen Stein den er dabei gelegt hatte. Sie setzte sich auf den Stein daneben, Iron nickte: „Nun und ich bin auf der Suche nach meinem Vater, wie in Fachkreisen bekannt ist und sie somit auch wissen werden, wird er vermisst und das schon seit Jahren. Ich versuche seinen Spuren zu folgen und hoffe ihn auch zu finden. Ich habe ebenfalls Archäologie studiert und wie man eben sehen konnte auch ein wenig Kampftraining absolviert um besser gegen solche Strolche gerüstet zu sein. Womit wieder die Frage aufkommt, was wollten die beiden von dir?“ Damit ging er einfach ungezwungen zum Du über, da er sich dachte, dann redet es sich besser. Nara hatte es bemerkt und sah ihn an: „Also das war keine Lüge, ich weiß es wirklich nicht, denn ich habe weder eine großartige Entdeckung gemacht, noch irgendwelche Artefakte gefunden. Doch wenn wir beide mehr oder weniger das gleiche suchen, wäre es dann nicht gut wenn wir zusammen suchen würden? Ich muss zugeben ich wusste nicht wie gefährlich die Archäologie sein kann.“ Dabei deutete sie zu den beiden Gefangenen hin. Iron folgte ihrer Deutung und nickte: „Nun warum nicht, ich gehe mal davon aus das dir klar ist das dies kein Sonntagsspaziergang werden wird und mit eventuellen Widrigkeiten zurecht kommen wirst. Und angenehme Begleitung ist nicht zu verachten, vor allem da vier Augen mehr sehen als zwei.“ Auch Nara nickte: „Doch möchte ich eins klar stellen, wir arbeiten auf beruflicher Basis zusammen und sonst läuft da nichts.“ Iron schmunzelte: „Das wird man sehen und keine Sorge ich werde dir mit Sicherheit nichts tun was du nicht willst. Doch werde ich es versuchen, das ist wohl klar,“ dabei zwinkerte er ihr frech zu. Die Kleine interessierte ihn, sie lief ihm nicht nach oder himmelte ihn gleich an. Zum ersten mal musste er erobern, sie hatte die Fronten gleich geklärt, was aber nicht heißen sollte das er es nicht versuchen würde. Die Nächte konnten schon mal lang und auch kalt sein. Nara nickte nochmals und bevor sie antworten konnte sah man wie die Polizei kam. Die beiden Schurken lagen immer noch ohnmächtig auf dem Boden herum. Nachdem man das mit der Polizei geklärt hatte, packten diese die Schurken, nachdem sie sie wach gemacht hatten in ihr Auto und man fuhr weg. Nun waren die beiden alleine. Da es eh bald Nacht werden würde, packte nun auch Iron sein Zelt aus und baute es auf. Als alles soweit für die Nacht vorbereitet war, betraten sie noch mal die Ruine des Tempels, sie suchten überall und drehten jeden Stein einzeln um, doch sie fanden nichts. Als es zu dunkel wurde, setzten sie sich an das Lagerfeuer, machten sich etwas zu essen und redeten. Als beide die Erkenntnisse ihrer Väter wenigstens zum Teil offen legten und verglichen, wurde klar das jeder von ihnen einen anderen Teil des Wissens besaß. Nara wusste zum Beispiel was es mit der Rune auf sich hatte. „Man muss sie laut Überlieferung die mein Vater fand am Körper tragen, doch leider wusste er nicht wie sie aussieht. Seinen Erkenntnissen zufolge soll man sie in einem der Tempel finden können, aber frag mich nicht in welchem.“ Iron nickte: „Nun und mein Vater war der Meinung das man erst das Buch des Wissens suchen sollte, weil das alles erklären würde. Denn ohne das Buch wäre alles andere wertlos.“ „Das könnte schon stimmen, also sollten wir erst mal das Buch suchen. Und vielleicht wenn wir das finden, finden wir eventuell auch deinen Vater.“ Iron nickte: „Und ich denke das wir ganz nahe sind, denn die beiden Kerle werden dich nicht umsonst überfallen haben. Obwohl ich mir auch noch einen anderen Grund denken könnte, doch glaube ich nicht das sie daran wirklich Interesse hatten. Ihren Angriffen zufolge wollten sie dir nicht an die Wäsche sondern dich in ihre Gewalt bringen. Was wie ich denke heißt, sie wollten entweder die Aufzeichnungen deines Vaters oder aber dein Wissen.“ Das war auch Nara klar. Sie tauschten noch eine weile ihr Wissen aus doch dann ging man schlafen um am nächsten Morgen ausgeruht die Tempelruine noch genauer unter die Lupe zu nehmen. Beide fanden es doch recht angenehm nicht alleine arbeiten zu müssen, sondern jemanden dabei zu haben mit dem man auch reden konnte. Wobei Nara klar war, das Iron es sicherlich nicht lange nur bei der Zusammenarbeit belassen würde. Und Iron war davon überzeugt das sie ihm nicht lange würde widerstehen können. Obwohl das für ihn zur Zeit eher nebensächlich war, aber eine angenehme Bereicherung wäre es schon. So hing noch jeder der beiden seinen Gedanken nach bis sie eingeschlafen waren. Die Nacht verlief recht ereignislos und man schlief ruhig bis zum Morgen. Iron wurde wach weil ihm die Sonne ins Gesicht schien. Als er aus dem Zelt kroch und zur Sonne sah, bemerkte er das es doch noch recht früh war. Nara schlief noch und er wollte gerade Kaffee aufsetzen, als sein Blick auf die Ruine fiel und zuckte zusammen. Er hatte dort doch gerade etwas gesehen, er war doch nicht blöd. Also setzte er noch eben den Kaffee auf und ging nachsehen. Und tatsächlich, dort an der Wand im inneren der Tempelruine leuchtete die Abbildung eines Zeichens auf, jedes mal wenn ein Sonnenstrahl die Stelle traf. Schnell lief er zurück und holte sein Notizbuch und einen Stift und malte schnell diese Zeichnung ab. Er hatte unterwegs auch noch einen Kreidestein aufgesammelt und umkreiste damit nun die Stelle des Zeichens, denn wenn die Sonne verschwand, sei es hinter einer Wolke oder wie an zu nehmen war, wenn der Tag fortschreiten würde, würde man das Zeichen nicht mehr sehen können. Doch so wussten sie zumindest wo es sich befand. Dann setzte er sich an das frisch entfachte Lagerfeuer auf dem nun auch der Kaffee kochte und schüttete sich schon mal eine Tasse ein. Als nach einiger Zeit auch Nara aus ihrem Zelt gekrochen kam war er bereits vertieft in die Aufzeichnungen seines Vaters und schaute ob er dort irgendwo das Zeichen finden würde. Als Nara ihn nun dort halbnackt am Lagerfeuer sitzen sah musste sie doch beim Anblick seines Körpers tief einatmen. Dann trat sie auf ihn zu und nahm sich ebenfalls eine Tasse des Kaffees, er sah auf: „Sag mal um welche Zeit bist du immer aufgestanden?“ Als sie es ihm sagte nickte er. „Du hättest eher aufstehen sollen, denn schau mal das habe ich an der Wand unter dem Einfluss eines Sonnenstrahls entdeckt,“ dabei zeigte er ihr das Zeichen das er abgemalt hatte. Nara starrte auf die Zeichnung. „Das habe ich schon mal gesehen, Moment.“ Sie rannte zu ihrem Zelt um dort die Notizen ihres Vaters zu holen und blätterte sie hektisch durch: „Ich wusste es, schau hier.“ Ihr Vater hatte dort notiert das man dieses Zeichen in einigen der Tempel finden konnte, mal offensichtlich, mal verborgen. Doch wusste er auch nicht was es bedeutete. Als der Tag fort schritt, sahen sie immer mal das Zeichen an anderer Stelle der verfallenen Wände aufleuchten. Jedes mal kreisten sie sofort das Zeichen ein. Und am späten Nachmittag, leuchtete auf einmal ein anderes Zeichen auf, das die Sonne mit einem letzten Strahl beleuchtete, bevor sie hinter den Bäumen verschwand. Auch das malte Iron sofort ab und man kreiste es ein. Doch über dieses Zeichen hatten weder Iron noch Nara irgendwelche Aufzeichnungen. Iron ging her und verband mit einigen Strichen auf dem Boden die Zeichen miteinander, außer dem letzten da es anders aussah. Nara sah ihm nickend zu. „Dort muss irgend etwas sein, meinste nicht? Also warum sonst sollten man so viele gleiche Zeichen verbergen, wenn sie nicht auf irgendwas hinweisen sollen.“ Iron war ganz ihrer Meinung, und so holte er eine Spitzhacke die er mitgebracht hatte und versuchte nun den Steinboden auf zu stemmen, doch das klappte nicht. Nara sah ihn an: “Also ich denke mit Gewalt kommt man hier nicht weiter, aber ich habe eine Idee.“ Damit nahm sie nun den Kreidestein und Irons Zeichnung von dem letzten Zeichen und malte das auf den Boden genau zentriert wo sich die Striche trafen auf. Und kaum hatte sie das getan wurde auf einmal eine Falltüre darunter sichtbar. Iron und Nara sahen sich erstaunt an.

Was sie wohl darunter finden würden?

Kapitel 2: Stimme aus der Vergangenheit

Nara versuchte nun diese Falltüre zu öffnen, doch alle Anstrengungen ihrerseits nutzten nichts, sie bekam sie nicht auf. Iron stand daneben und sah ihren Bemühungen zu und grinste leicht. „Also ich denke hier sollte ich wohl mal ran, nicht wahr? Hier ist Muskelkraft gefordert.“ Dabei lies er seine Muskeln ein bisschen spielen und seine Brustmuskeln wippten auf und ab. Nara grinste nun auch und trat zur Seite. Dann sah man wie er sich kurz konzentrierte, dann den Griff anfasste und kräftig zog. Doch selbst er musste es mehrmals versuchen, weil die Scharniere doch recht eingerostet waren. Dann hörte man ein leises knirschen als sich die Falltüre in Bewegung setzte. Nara sah zu ihm und sah wie sich seine Muskeln an den Oberarmen anspannten, da es immer noch sehr warm war, hatte er auf ein Hemd verzichtet, womit sie auch das Spiel seiner Brustmuskeln beobachten konnte. Als er mal kurz nach lies um nochmals die Muskeln an zu spannen und nun die Türe ganz zu öffnen sah er mal kurz zu ihr. Als er ihren musternden Blick sah wie dieser an ihm entlang ging, grinste er noch mehr. Dann bewegte sich die Türe endgültig und beide sahen nun gespannt darauf. Als er sie endlich geöffnet hatte, knallte sie auf der anderen Seite wieder herab und auf den Boden. Doch es kam ihnen ein mehr als muffiger Geruch entgegen, der dafür sorgte das beide ihre Nase verzogen. „Also hier ist aber schon lange nicht mehr gelüftet worden“ grinste Nara ihn an. Iron lachte leise, die Kleine gefiel ihm immer besser, vor allem da sie auch Humor zu haben schien. Er nickte leicht: „Also ich habe Gaslampen mitgebracht und auch einige Taschenlampen, zudem sollten wir die Luke sichern, nicht das wir dort unten fest sitzen, falls es einem Spaßvogel einfällt sie zu schließen.“ So packten sie erst mal alles nötige zusammen, nahmen auch ein wenig Proviant mit für den Fall das es länger dauern sollte. In der Zwischenzeit hatte sich die Luft im inneren ein wenig erneuert und es stank nicht mehr gar so sehr, dennoch banden sie sich feuchte Tücher um Mund und Nase. Dann stiegen sie langsam die Treppe herab, es fiel noch ein wenig Licht in den Gang, in dem sie nun ankamen. Sie sahen das es rechts und Links weitere Türen gab, die scheinbar die lange Zeit sehr gut überdauert hatten, denn sie sahen lange nicht so modrig aus wie sie hätten sein sollen. Auch fanden sie an den Wänden Fackeln, die Iron nun erst mal anzündete. „Damit sparen wir unser Gas für die Lampen und Batterien.“ Iron hatte sich nun auch ein Hemd angezogen, wenn es auch offen war. Er ahnte das es hier unten doch kühler als oben sein würde. Dann schritten sie langsam weiter, sobald sie an eine weitere Türe kamen, öffnet Iron sie um hinein zu sehen. Doch wie sie erwartet hatten waren die Räume leer. „Ich denke das waren früher mal die Vorratsräume:“ meinte er als er in den nächsten Raum sah. Nara schüttelte mit dem Kopf: „Den hätten sie aber nicht mit Magie und Zauberei verbergen müssen. Also ich glaube eher das hier etwas wichtiges versteckt werden sollte. Wenn ich auch nicht weiß was. Doch sind wir nun um einige Erkenntnisse reicher, wir wissen jetzt zumindest was diese Zeichen zu bedeuten haben.“ In einem der Räume fanden sie auch ein Skelett und Iron befürchtete schon das es sein Vater sein könnte, doch bei näherer Untersuchung stellte er fest das es nicht so war, er atmete auf. „Armer Kerl, er hat sich wohl hier her verirrt und kam nicht mehr raus.“ Als sie weiter den Gang entlang gingen hörten sie auf einmal wie hinter ihnen die Falltüre zuschlug. Sie rannten zurück, doch es war zu spät, die Türe war zu. „Verdammt, wie konnte das passieren, wir hatten sie doch gesichert,“ : fluchte Iron laut. Doch es nutzte alles nichts, obwohl er gegen die Falltüre drückte ging sie nicht wieder auf, egal wie sehr er sich auch anstrengte. Er sah zu Nara ob sie nun in Panik geraten würde, doch sie sah ihn nur ruhig an. „Nun egal wie es geschehen konnte, nun sitzen wir hier fest und müssen das beste daraus machen. Also irgendwie werden wir schon wieder hier heraus kommen. Also gehen wir erst mal weiter.“ meinte sie nur ruhig. Er begann so langsam sogar Hochachtung für sie zu empfinden, sie war mutig und schien keine Angst zu kennen. Er nickte, als sie an die Stelle zurück kamen an der sie eben die Falltüre hörten sah Iron auf einmal wieso die Falltüre zu geschlagen war. „Hier ist ein Auslöser, dem haben wir es zu verdanken das sie zuschlug. Als wir darüber gingen, passierte es und ich nehme mal an so ging es auch dem armen Kerl in dem einen Raum.“ Nara nickte: „Doch wenn es einen Auslöser gibt der sie schließt, muss es irgendwo auch eine Möglichkeit geben sie wieder zu öffnen, wir müssen sie nur finden.“ Dann hörten sie ein saugendes Geräusch und spürten kurz darauf das sich die Luft um einiges verbessert hatte. Scheinbar war die modrige Luft abgesaugt worden. „Also man will auf jeden Fall nicht das wir hier im Mief ersticken“ :witzelte Nara. Nun musste Iron trotz ihre Situation lachen. Bei ihrem weiteren Vorgehen suchten sie nun auch Raum für Raum sorgfältig nach eventuellen Schaltern oder Knöpfen ab. Ebenso wie sie Decke und Boden genau untersuchten. Sie waren einfach zu nachlässig hier herunter gestiegen. Und Iron dachte darüber nach ob es eventuell seinem Vater ebenso ergangen war. Dann schüttelte er mit dem Kopf und dachte sich das es sich jetzt nicht lohnen würde darüber nachzudenken. So schritten sie weiter und als sie am Ende des Ganges angekommen waren hatten sie nichts gefunden, weder einen Schalter, noch einen Riegel, noch sonst was und es gab nun nur noch eine Türe die sie öffnen konnten und das war die gerade aus. Die Türe war anders als die anderen, waren sie einfache Türen gewesen so standen sie nun vor einer Doppeltüre, die aus massivem Holz zu sein schien. Außerdem schien sie leicht im Licht der Fackeln zu flackern, als wäre sie mit Magie belegt worden. „Na super“ kam es von Nara, „wenn du also keinen Zauber weißt wie man das außer Kraft setzt sitzen wir hier wohl fest.“ dabei betrachtete sie die Türe oder besser das Tor genauer, jede der beiden Flügeltüren hatte als Riegel einen Löwenkopf an dem ein halber Ring hing, den man wohl drehen musste um damit sich die Türe öffnen würde. Auf den Türen waren abermals Zeichen zu sehen, die sie schon oben in dem Licht gesehen hatten. Allerdings fehlte hier das Zeichen in der Mitte, das oben Nara nach gezeichnet hatte. Beiden betrachtete das Tor und dann kam Iron eine Idee: „Hast du zufällig die Kreide mit genommen? Vielleicht sollten wir dort das Zeichen in die Mitte malen, wie oben auch, wäre zumindest ein Versuch.“ Nara nickte und kramte in ihren Taschen herum, dann reichte sie ihm die Kreide und er begann auf der Türe vor der er stand das Zeichen nach zu malen. Doch kaum hatte er es fertig verschwand es wieder. Nara hatte ihm zugesehen, doch nun kam ihr eine Idee: „Gib mir mal die Hälfte der Kreide ab. Wir malen sie gleichzeitig auf beide Türen.“ Iron nickte und brach den Kreidestein mitten durch und gab ihr die Hälfte ab. Dann setzten beiden gleichzeitig an und malten das Zeichen zusammen auf, jeder auf seine Flügeltürhälfte. Und das Wunder geschah, kaum hatten beide ihr Zeichen gemalt, leuchteten die beiden Zeichen auf und die Türe begann sich von selber knirschend zu öffnen. Als sie einen Spalt offen war konnten sie sehen das es dahinter stockdunkel war, doch je weiter sie sich öffnete um so heller wurde es dahinter. Doch als sie sich ganz geöffnet hatte, flammten überall Fackeln an den Wänden auf, wie von Zauberhand. Hinter der Türe befand sich eine große Halle. Gerade aus befand sich ein Altar, rechts daneben stand ein übergroßer Spiegel. Links vom Altar befand sich ein Pult, es sah so aus als sollte dort eigentlich ein Buch liegen. An der linken Wand der Halle sah man ein großes Bett hinter einem Paravount stehen in der Mitte der Halle stand ein Tisch der reichlich gedeckt war. Und an der rechten Wand sah man einige Wandteppiche hängen unter denen Regale mit Büchern standen. Als sie in die Halle eintraten, fiel hinter ihnen das Tor zu. Beide fuhren herum, doch es war zu spät, die Türe war zu und egal wie sehr Iron auch versuchte sie zu öffnen sie bewegte sich keinen Millimeter.

Dann hörten sie eine sanfte und ruhige Stimme: „Es ist sinnlos sie wird sich nicht öffnen. Wer seid ihr und was wollt ihr hier?“ Abermals fuhren beide herum und über dem Altar schwebte ein Gesicht, eine Holographie wie es aussah. Das Gesicht einer Frau, die Gesichtszüge waren rassig und wurden umrahmt von langen schwarzen Haaren. Doch der Blick war freundlich. Nun traten beiden näher und Iron antwortete: „Wir sind junge Archäologen, mein Name ist Iron und ihr Name ist Nara. Dürfen wir erfahren wer sie sind?“ Das Frauengesicht lächelte: „Mein Name tut erst mal nichts zu Sache. Was wollt ihr hier? Dieser Tempel wurde schon seit hunderten von Jahren, nach eurer Zeitrechnung nicht mehr genutzt.“ Iron nickte: „Nun wir sind auf der Suche, zum einen nach meinem Vater und zum anderen nach Antworten und den Artefakten der Macht. Und was heißt nach unserer Zeitrechnung?“ Die Frau lächelte immer noch: „Nun nach eurer Zeitrechnung heißt, das es auf eurer Welt eine andere Zeit gibt als auf anderen Welten. Aber das würde nun zu weit führen euch das zu erklären. Was nun deinen Vater angeht, sieh in den Spiegel, ist er das?“ Iron sah zu dem Spiegel hin und dort sah er wie sein Vater genau an dem Platz stand an dem er und Nara nun standen und er nickte heftig. „Ja das ist er, was ist mit ihm geschehen, er scheint ebenfalls hier gestanden zu haben, doch wo ist er?“ Nun seufzte die Frau: „Er hat einen Frevel begangen und musste bestraft werden. Denn niemand darf die Aufbewahrungsorte der Artefakte alleine betreten. Immer müssen es ein Mann und eine Frau sein. Vorzugsweise sogar ein liebendes Paar. Doch er hat sich den Zugang zu dieser Halle mit einem Trick erschlichen.“ Iron sah zu dem Gesicht hoch: „Lebt er denn noch und wo ist er?“ Die Frau sah von einem zum anderen. „Also gut, ja er lebt noch, doch haben wir ihn gefangen genommen und er muss seinen Frevel ab büßen. Wir töten niemanden, wenn es sich umgehen lässt, doch Strafe muss sein. Doch was wollt ihr mit den Artefakten der Macht? Wollt ihr die Welt beherrschen, in die Welt der Götter oder was wollt ihr mit ihnen? Denn wenn sie in die falschen Hände geraten ist das nicht so gut, würde ich mal meinen.“ Nun ergriff Nara das Wort: „Na ja um ehrlich zu sein, wir sind viel mehr an der Suche selber interessiert, als an den Artefakten, wir wollen sie nur finden. Und vielleicht unsere Fragen beantwortet haben, gab und gibt es die Götter. Oder sind sie wirklich tot wie behauptet wird. Gibt es auf unserer Welt noch einen Tempel der tatsächlich geführt wird, oder ist das nur ein Gerücht. Und wie können wir Irons Vater befreien?“ Nun lachte die Frau herzlich: „Nun das sind viele Fragen auf einmal. Und ich werde euch keine davon beantworten. Das müsst ihr schon selber heraus finden. Doch nehmt euch in Acht, auch andere sind hinter den Artefakten her. Doch etwas möchte ich euch noch mit auf den Weg geben, Die Rune die ihr sucht, hat machtvolle Kräfte, sie enthält einige Zauber die ihr nutzen könnt auch ohne das Buch des Wissens. Allerdings wenn man sie haben möchte, brennt sie sich in euer Fleisch ein und und zeichnet euch für alle Zeit. Schaut dort hinten hin, dort ist ein weiterer Raum, betretet ihr ihn mit dem Wissen das ihr dort die Rune erhaltet, so werdet ihr sie auch bekommen. Und noch etwas, egal in welchen Tempel ihr eindringt, wenn ihr den Raum der Artefakte gefunden und betreten habt, dürft ihr auch das Bett und die Nahrungsmittel, als auch alles andere was sich dort befindet benutzen, nur denkt dran, ihr dürft sie nur zu zweit betreten. Die Heiligtümer sind immer noch geschützt. Von hier kann kein Unbefugter etwas entwenden, nehmt ihr aber die Artefakte an euch, sind sie ungeschützt und ihr müsst für ihren Schutz sorgen.“ Die beiden nickten, während Iron immer mal zum Spiegel sah um noch mal einige Blicke auf seinen Vater zu werfen. Das er noch lebte beruhigte ihn schon mal und wie sie ihn befreien konnten, das würden sie dann schon heraus finden. Er fragte sich vielmehr wer diese Frau war. „Ach eins hätte ich noch fast vergessen, aktiviert wird die Rune durch einen Liebesakt, deswegen müssen es auch zwei, wie gesagt eine Mann und eine Frau sein, am besten ein Liebespaar. Und die Rune wird euch auch wieder nach draußen bringen, wenn ihr sie aber nicht wollt, so nehmt den Stein der sich auf dem Altar befindet, er wird euch auch nach draußen bringen, doch nur einmal.“ Und als sie sich gerade bedanken wollten war das Gesicht fort. Nara sah zu den beiden Steinen auf dem Altar, sah dann Iron an: „Rune oder Stein?“ Er grinste: „Da fragst du noch? Ich möchte die Rune, wir sind Wissenschaftler, Archäologen, Altertumsforscher und wenn ich schon so etwas bekommen kann, will ich es auch.“ Nara sah ihn an: „Das würde aber bedeuten dass du und ich.......na ja das wir zwei.........na du weißt schon.“ Iron nickte: „Ja ich weiß und ehrlich gesagt, ich habe kein Problem damit. Du bist attraktiv und anziehend. Also ich will dich schon. Doch findest du mich so abstoßend das du es nicht mit mir willst? Oder hast du etwa noch nie mit einem Mann geschlafen?“ Nara druckste herum: „Doch sicher habe ich schon, doch wir kennen uns doch kaum und da möchte ich das eigentlich noch nicht. Und abstoßend finde ich dich nun nicht. Doch ich kann das nicht, mal eben mit einem mir fast Fremden ins Bett gehen.“ Diese Aussage lies ihn lächeln. Es freute ihn das sie so schnell also nicht mit jedem ins Bett gehen würde, sie zeigte ihm damit das sein alter Meister recht hatte, das es tatsächlich auch Frauen gab, die nicht mit jedem den sie attraktiv fanden schliefen. Er sah sie an: „Ich mache dir einen Vorschlag, wir nehmen die Rune und wir vollziehen den Akt unter wissenschaftlichen Bedingungen, das heißt ich stelle danach keine weiteren Ansprüche an ein weiteres mal, es sei denn du willst es auch. Oder aber wir nehmen den Stein und hoffen das es im nächsten Tempel auch einen Runenraum gibt oder kommen hier her zurück um uns die Rune zu holen.“ Nara sah ihn an, sie sah das es ihm wirklich nicht nur darum ging sie ins Bett zu kriegen, denn er war für sie bereit auch erst mal auf die Rune zu verzichten. Sie nickte: „Sehen wir uns doch erst mal weiter um und ich denke darüber nach. Ist das in Ordnung für dich?“ Iron lächelte, das sie den Vorschlag machte, zeigte ihm das sie nicht gänzlich abgeneigt war. „Sicher ist das in Ordnung für mich. Ich will dich doch zu nichts zwingen was du nicht willst. Wir sollten etwas essen und uns dann vielleicht schlafen legen. Es war ja schon recht spät als wir hier herunter kamen.“ Sie sah zu dem Bett und nickte dann aber. So setzten sie sich nieder und begannen zu essen. Es war schmackhaft und bekömmlich, so aßen sie etwas mehr als nötig gewesen wäre. Anschließend allerdings wurden sie müde, weil sie pappsatt waren. Als Iron zum Bett ging kannte er keine Scham er zog sich bis auf die Unterhose aus. Nara hingegen lies aber noch ihr T-Shirt an, auch wenn er bereits bis zu ihrem Bauchnabel alles gesehen hatte, wenn auch aus versehen, so wollte sie sich ihm dennoch nun nicht halb nackt präsentieren. Sie befürchtete das er sich dann vielleicht nicht mehr beherrschen könnte und dann doch mehr wollen würde. Iron schmunzelte leicht darüber, sagte aber nichts und rutschte unter die Decke. Eine Minute später merkte er wie auch sie ins Bett kam. Er hatte ihr absichtlich den Rücken zugedreht um sie nicht in Verlegenheit zu bringen. Als sie nun auf seinen doch recht breiten Rücken sah und sich vorstellte eventuell mit ihm zu schlafen, regte sich etwas bei ihr. Leise brummelnd drehte sie auch ihm nun den Rücken zu und es dauerte auch nicht lange da war sie schon eingeschlafen. Es war ein aufregender Tag gewesen. Als Iron ihre gleichmäßigen Atemzüge hörte und sich zu ihr umdrehte lag sie auf dem Rücken, er betrachtete sie. Eine Frau wie sie hatte er noch nicht kennen gelernt. Die Frauen mit denen er es meist zu tun hatte, waren leicht zu haben und das nutzte er auch weidlich aus. Doch Nara war anders als sie, ihm kam der Gedanke, das wenn sie sich tatsächlich auf ihn einlassen würde, das sie sogar die Frau wäre mit der er für immer zusammen bleiben könnte. Er betrachtete ihr friedliches Gesicht und es löste in ihm Beschützerinstinkte aus, obwohl er wusste das sie sich auch gut selber helfen konnte. Sie war mutig und tapfer, doch scheinbar nicht wenn es darum ging sich mit einem Kerl ein zu lassen. Sie löste etwas in ihm aus das weit aus weiter ging als nur Begehren, er wollte mehr als sie nur ins Bett kriegen, er wollte sie für sich haben und wenn sie es zuließ für eine lange Zeit. Er ahnte noch nicht, das er sich verliebt hatte. Während er so noch darüber nach dachte, schlief auch er ein.

Als Nara am Morgen wach wurde, lag sie an Iron gekuschelt, mit einem Arm auf seiner Brust, hatte ihren Kopf an seiner Schulter und er hatte seinen Arm um sie liegen und drückte sie an sich. Sie sah vorsichtig zu seinem Gesicht, doch schien er noch zu schlafen und bekam es so wohl nicht mit. Als sie allerdings versuchte sich aus seinem Arm zu befreien zog er sie sofort im Schlaf wieder zu sich heran. Und nun konnte sie auch die Kraft spüren die in seinem Körper steckte und in ihr heiße Gefühle auslöste. Und sie dachte nur, wie kann das sein, ich will ihn wirklich, dabei kenne ich ihn doch erst seit zwei Tagen. Sie wusste würde er nun wach werden und sie beginnen zu küssen und zu streicheln, wäre sie ihm hoffnungslos ausgeliefert. Was sie nicht wusste war das Iron schon lange wach war und nur noch so tat als schliefe er. Er genoss einfach ihre Nähe, dann hörte er wie sie leise aufstöhnte, weil ihr bewusst wurde, das sie ihn wollte. Sie versuchte von ihm fort zu kommen, doch er hielt sie weiter umfangen und an sich gedrückt. Er wollte sie noch nicht gehen lassen. Er fand es schön, ihren Körper zu spüren, ihren Arm auf seiner Brust. In diesem Moment wünschte er sich sie würde sich für die Rune entscheiden, denn er wollte sie nun mehr als jede andere Frau zuvor. Als sie nun abermals versuchte von ihm fort zu kommen lies er sie los und sie konnte sich befreien. Er wollte sie nicht überrumpeln, wenn sie mit ihm schlief sollte sie es freiwillig tun und weil sie es wollen würde und nicht aus dem Moment heraus. Er wollte ihr Zeit geben darüber nach zu denken. Bei jeder anderen wäre es ihm egal gewesen und er hätte sich jetzt genommen was er wollte, doch bei ihr wollte er das nicht. Er hatte Angst das sie es anschließend bereuen und sich dafür schämen würde. Als sie sich befreite sah sie ihn an und bemerkte nun seinen Blick. Denn auch er sah sie nun an und tat nicht mehr so als schliefe er noch. Sie errötete leicht und so war sein Blick noch aufmerksamer. „Wie alt bist du? Und hast du wirklich schon mal mit einem Mann geschlafen? Denn dein Verhalten sagt etwas anderes.“ Sie nickte leicht. „Ja habe ich und ich bin knapp zweiundzwanzig. Es ist halt nur so, wir kennen uns ja noch wirklich nicht und mit einem Mann ins Bett zu gehen ist etwas das ich meine, das man nicht einfach so tun, sondern das man auch Liebe empfinden oder sich wenigstens mögen sollte. Sicher ich mag dich und ich gebe auch zu das du gewisse Gefühle in mir auslöst. Und ich will ehrlich sein, hättest du es eben ausgenutzt, ich wäre schwach geworden.“ Iron nickte und nun wurde ihm etwas bewusst, das er immer nur die Frauen gesehen hatte, die leicht zu haben waren, es war praktisch, man bekam was man wollte ohne lange Firlefanzereien. Er hatte die anständigen Mädchen oder Frauen einfach übersehen um nun auf eine solche zu treffen. Eine Frau die es nicht so leicht nahm, für die es etwas bedeutete. Er verstand, denn er erinnerte sich das er damals als er sein erstes Mädchen hatte und sah das sie es auch mit anderen trieb, furchtbar verletzt war. Es hatte ihm etwas bedeutet doch ihr nicht. Sie wollte ihn damals nur haben. Alles andere war ihr egal. Er griff nochmals nach Nara und legte einen Arm um sie und zog sie zu sich heran. „Komm mal her und keine Angst ich werde nichts tun.“ Im ersten Moment wollte sie sich sträuben doch dann ließ sie es doch zu. Er zog sie auf sich und sah sie an: „Ich verstehe dich besser als du denkst.“ Und nun erzählte er ihr was damals geschehen war und er gab auch zu das es ihm seit dem recht egal war, so lange die Frau willig war. Das er sich immer Frauen gesucht hatte, die es ebenso leicht nahmen. Doch das er jetzt wo er sie getroffen hatte, sich vorstellen könnte sie für sich zu gewinnen, das er mehr für sie empfinden würde, als nur mögen. Und das es ihm gefiel das sie so dachte, wenn es ihn auch erst mal die Rune kosten würde. Doch das war nebensächlich. Das alles erzählte er ihr. Und er sah ihren sanften Blick, das veranlasste ihn sich mit ihr zu drehen so das sie nun halb unter ihm lag. Er beugte sich über sie und küsste sie zärtlich. Er hatte nicht erwartet das sie den Kuss erwidern würde, doch sie tat es und legte sogar die Arme um ihn. Es fiel ihm schwer sich zu beherrschen und so wollte er sich von ihr lösen, doch nun zog sie ihn zu sich herunter und küsste nun ihn recht leidenschaftlich. Iron stöhnte leise auf, dann löste er den Kuss. „Kleines wenn du nicht willst das mehr passiert solltest du mich jetzt los lassen, denn ich weiß nicht wie lange ich mich sonst noch beherrschen kann.“ Sie sah ihn an, ihr Blick ging über sein Gesicht und sie sah in seinen Augen das er seine Worte eben ernst meinte, das er tatsächlich mehr für sie empfand. Und so hauchte sie ihm leise entgegen: „Ich will es.“ Er meinte es wirklich ernst und deswegen löste er sich nun von ihr. Er sah sie an: „Kleines, nein, das ist aus dem Moment heraus, vielleicht willst du es im Moment wirklich, doch wie wirst du dich danach fühlen? Lass deine Gefühle wachsen, lass es für dich wirklich etwas besonderes sein, erst dann werde ich mir nehmen, was wie ich zugeben muss, wirklich heiß begehre. Und bis dahin könnten wir ja erst mal diese Halle hier untersuchen und schauen ob wir nicht eines der Artefakte finden, was meinst du?“ Sie nickte, sie war hin und her gerissen, sie wollte ihn wirklich, doch verstand sie auch sein zögern, er tat es weil er sie wirklich mochte und weil er nicht wollte das sie sich anschließend mies fühlte. So erhoben sie sich und als sie vor den Paravount traten sahen sie das dort eine Schüssel zum waschen stand. So wuschen sie sich erst mal, wobei er sich abwendete als sie ihr T-Shirt auszog. Nicht weil er sie nicht in Verlegenheit bringen wollte, sondern aus Schutz vor sich selber, er wusste nicht ob er seine Meinung dann nicht doch noch ändern würde.

Als sie soweit wieder fit waren, setzten sie sich nochmals an den Tisch und aßen. Nun stand sogar Kaffee dort und frisches Brot und was sonst zu einem guten Frühstück gehörte. Leise flüsterte Nara Iron zu: „Kommt dir das nicht auch alles ein wenig merkwürdig vor? Der Tisch ist wieder gedeckt, die Waschschüssel und auch sonst alles. Mir erscheint es ein wenig merkwürdig, als würde man uns beobachten.“ Iron nickte: „Vielleicht tut man das auch, wer weiß. Mein Vater war immer der Meinung das es die Götter noch gibt und langsam bekomme ich das Gefühl das er recht hatte. Denn die Frau gestern, also das war doch keine gewöhnliche Frau. Sie redete mit uns und sie antwortete auf unsere Fragen. Sie lachte sogar einmal und hatte Antworten die sonst heute keiner mehr kennt. Mal abgesehen davon das sie von „uns“ sprach als sie davon erzählte das mein Vater gefangen genommen worden wäre. Wörtlich sagte sie, wir töten niemanden wenn es sich vermeiden lässt. Also „wir“ das heißt doch wo sie ist gibt es auch noch andere. Und dann fragte sie ob wir auf die Welt der Götter wollen, also muss es sie noch geben.“ Nara nickte, was er sagte stimmte alles. Nur wieso waren die Tempel dann verlassen worden, wieso waren fast alle verfallen, es gab nur noch wenige die wirklich vollständig waren und das auch nur weil man irgendwann der Meinung war, das wäre Kulturgut das man erhalten müsste. „Anstatt Antworten zu bekommen, tun sich jetzt noch mehr Fragen auf, angenommen das war gestern eine Göttin die da mit uns sprach, wieso ließ sie dann zu das die Tempel verlassen wurden und nun verfallen?“ Iron war ganz ihrer Meinung, auch ihm kam es komisch vor: „Vor allem es gab sicherlich klügere Altertumsforscher als uns, und doch gelang uns etwas, das bisher niemandem gelungen ist. In eine Art Heiligtum zu kommen. Obwohl, wenn sie es alle so versucht haben wie mein Vater oder der arme Kerl den wir gefunden haben, kamen sie logischerweise nicht weiter. Doch lass uns nun mal alles genau untersuchen. Die Wandteppiche sehen interessant aus und dort die Bücher, die sind bestimmt noch aus der alten Zeit. Ist sicherlich auch interessant.“ Nara nickte und so erhoben sie sich und begannen den Saal und seine Nebenräume ab zu suchen, bis auf einen, den wo sie wussten das sie die Rune bekommen würden.

Nara

Kapitel 3: Die Rune der Macht


 

Sie wollten systematisch vor gehen. Und so begannen sie in dem Raum der neben dem Runenraum lag. Als sie die Türe öffneten tat sich ihnen ein weiterer Gang auf. Der parallel zu dem Gang zu verlaufen schien durch den sie gekommen waren. Auch hier gab es weitere Türen und so gingen sie langsam vorwärts und öffnete nun eine Türe nach der anderen. Das hier schienen Wohnräume gewesen zu sein. Es gab in jedem Zimmer ein grosses Bett, Tisch und Stuhl, einen Schreibtisch und dergleichen mehr. „Jetzt wird mir auch klar wieso einige Tempel größer und andere kleiner sind. Bei den kleineren wohnten die Priesterinnen unter der Erde, und in den größeren waren die Wohnräume oberirdisch.“ meinte Iron als sie die Zimmer eins nach dem anderen durchsuchten. Nara nickte: „Doch hier fehlt ein Zimmer, nämlich das der Hohepriesterin. Das heißt es muss irgendwo anders liegen.“ da sie hier nichts nennen wertes fanden, verließen sie den Wohntrakt wieder und nahmen sich nun die nächste Türe vor, Doch als sie diese öffneten verschlug es ihnen die Sprache, hier hatten sie ein modernes Bad, mit Wanne, Dusche und Toilette. Und es schien sogar recht luxuriös zu sein. „Also das hatte ich nun nicht erwartet, vor allem da wir heute morgen nur eine Waschschüssel vor fanden.“ Nara war ganz aus dem Häuschen. Sie sah sich die Wanne an. „Also hier drin haben mindestens vier Leute platz und sie scheint sogar Wirlpooleigenschaften zu haben.“ Sie sah sich um, doch fand sie nirgendwo Regler an denen man das Wasser auf drehen konnte, wenn es auch Wasserhähne gab. „Öhm nur wie lässt man hier das Wasser ein?“ Sie suchte. Iron beobachtete sie dabei und ihm kam eine Gedanke: „Sie sagte doch die Rune habe magische Kräfte, vielleicht wird das mit Magie gemacht, also nicht so profan mit Wasserregler wie bei uns sondern, das die Rune es erledigt, wie eben auch diese Teleportation. Ich könnte mir vorstellen das nicht jede Priesterin magische Kräfte hatte, so konnte man es kompensieren in dem man ihr wenigstens einen Teil auf diese Weise gab.“ Nara sah zu ihm und nickte: „Du könntest recht haben. Denn ich finde weder hier an der Wanne noch an der Dusche einen Wasserregler.“ Sie sah bedauernd zu der Wanne und seufzte leise: „Alleine das wäre schon ein Grund das man sich die Rune holt. Nur da fällt mir ein. Wenn man die Rune mit einem Liebesakt aktiviert, wie haben es dann die Priesterinnen getan? Ich meine gab es auch Priester? Denn davon habe ich noch nie etwas gelesen, ich dachte immer die Tempel wurden nur von Frauen geführt.“ Iron nickte: „Also muss es dem nach auch Priester gegeben haben und man legte Wert darauf, das sie sich unter einander annäherten. Vielleicht war oder ist sie wirklich eine Göttin der Liebe. Das würde Sinn machen.“ Da sie hier eh nichts ausrichten konnten verließen sie das Bad erst mal wieder. „Was mich auch wundert, ist alles scheint hier sauber zu sein, die Wanne sah aus wie frisch geputzt. Kein Staubkorn, keine Spinnweben oder ähnliches.“ Iron nickte als Nara es ansprach. „Du hast recht, der Eingangstunnel, war dreckig und es lag Staub überall, mal abgesehen von dem muffigen Geruch, doch hier, nichts davon. Es ist als würde alles nur warten oder als würden die Priesterinnen gleich wieder kommen.“ Als sie an dieser Seite alles durchsucht hatten, wendeten sie sich nun der anderen Seite von der Eingangstüre gesehen zu. Und als sie hier die Türe öffneten, blieb ihnen die Spucke weg. Das Zimmer war edel eingerichtet, es gab ein breites Doppelbett, es roch nach Rosen, als hätte gerade eben jemand den Duft versprüht. Auch hier untersuchten sie das Zimmer genauer, man fand einen Kleiderschank der einige edle Kleidungsstücke enthielt, zwar nicht so modern wie in ihrer Zeit doch waren sie schön an zu sehen und sogar gut erhalten, wie gerade eben erst geschneidert. Doch als Nara sie näher untersuchte, wurde sie knallrot und schlug schnell die Kleiderschranktüre zu. Iron grinste, er hatte kurz einen Blick auf das Kleid werfen können das Nora in der Hand gehalten hatte. Es war so geschnitten das es zwar den Körper verbarg wenn auch unter leichten Chiffon, doch die Brust wurde dabei offen gelassen und würde jeden Mann sofort auf den Gedanken bringen sich zu nehmen was in dem Kleid steckte. „Also hier muss es recht verdorben zu gegangen sein, das gefällt mir. Hier wäre ich auch gerne Priester gewesen,“ grinste Iron immer noch wobei Nara ebenso immer noch rot im Gesicht war. Sie sah ihn giftig an: „war ja klar das dir das gefällt.“ Er trat auf sie zu, legte einen Arm um sie und zog sie an sich: „Du bist zu verklemmt, werde mal lockerer. Hier gibt es nichts was nicht irgendwer irgendwann schon mal getan hätte. Und ein wenig Spielerei dabei ist doch nicht zu verachten. Man sollte es nicht zu ernst nehmen.“ dann beugte er sich zu ihr und küsste sie leidenschaftlich. Und auch Nara legte ihre Arme um ihn und erwiderte den Kuss nun ebenso. Irons Hände glitten bereits an ihrem Körper entlang, bis ihm klar wurde was er dort tat. Sofort löste er den Kuss und sich von ihr. Er sah sie schwer atmend an“ Tut mir leid, verdammt was ist das bloß, ich wollte gerade etwas tun, was ich eben noch abgelehnt hatte.“ Auch Nara atmete schwer und keuchte: „lass uns dieses Zimmer sofort verlassen, es scheint an der Luft zu liegen. Ich kann auch an nichts anderes mehr denken, als mit dir ins Bett zu gehen.“

Fast fluchtartig verließen sie das Zimmer, draußen angekommen wurden ihre Köpfe wieder klar. „Holla das was knapp, also bei dem Zimmer sollten wir uns vorher sicher sein ob wir das wirklich wollen, doch dann verspricht es dort heiß her zu gehen.“ :grinste Iron sie schon wieder an. Sie schüttelte den Kopf, grinste aber ebenso. „Also sollten wir es mal getan haben, bin ich gerne bereit mit dir das Zimmer aus zu probieren. Doch das erste mal würde ich es gerne mit klarem Kopf tun.“ Er nickte verstehend, er wollte es auch nicht anders. Doch das Zimmer hatte seine Fantasie angeregt. „Ich glaube das hat man sicher oft benutzt.“ Nun wendeten sie sich den Wandbehängen und den Regalen zu. Doch auch Nara ging das Gefühl das sie in dem Zimmer empfunden hatte, nicht aus dem Kopf und sie sah immer mal zu Iron hin. Sie spürte immer noch wie ihr Körper brannte, dann gab sie sich einen Ruck und ging auf ihn zu, stellte sich vor ihn und sah ihn an: „Ich will es. Ich will dich. Und ich will diese Rune.“ Da sie etwas kleiner als er war sah er zu ihr herab. „Bist du dir wirklich sicher? Denn das ich dich will steht außer Frage.“ Sie nickte: „Ich will diese Magie, ich will die Rune und ich will dich.“ Er lachte leise: „Na diese Reihenfolge ist nicht sonderlich schmeichelhaft für mich, aber wenn es dein Wunsch ist und du es wirklich willst. Also holen wir uns diese Rune. Und dann werden wir sie aktivieren.“ Nara nickte und ging zu dem Runenraum. Als beide davor standen sah Iron sie noch mal an: „Und du bist dir absolut sicher? Denn wenn wir den Raum einmal betreten haben glaube ich, gibt es kein zurück mehr.“ Nara nickte: „Ich weiß. Tun wir es, ich will dich.“ Dann drückte Iron die Klinke herunter und betrat mit ihr den Raum. Die Wände schimmerten leicht, auf dem Boden war eine Rune aufgemalt. Es war leise Musik zu hören, wie Lautenklänge. Dann trat Nara weiter hinein und stellte sich auf die Rune und Iron folgte ihr. Kaum standen beiden darauf verdunkelte sich das Zimmer und beide schrien kurz auf als sie ein kurzer brennender Schmerz durchzuckte. Als es wieder hell wurde, schaute Nara auf ihren rechten Oberarm, nahe der Schulter, dort hatte sich die Rune als Tätowierung eingebrannt. Iron sah auf seinen linken Oberarm, ebenfalls nahe der Schulter, bei ihm hatte man sie dort angebracht. Es vergingen einige Minuten und der Schmerz lies nach. Iron nahm sie an der Hand und verließ nun mit ihr das Runenzimmer. Dann drehte er sie so das sie ihn ansehen musste, er umfasste sie und zog sie zu sich heran. Dann küsste er sie leidenschaftlich, sie spürte das er sich nun nicht mehr zurück halten würde. Während er sie küsste zog er sie und sich langsam aus und begann sie zu streicheln. Seine Hände glitten sachte an ihr entlang, wobei er sie stetig weiter zum Bett schob. Nara brannte bereits und stöhnte leise auf. Ihm ging es nicht anders, er wollte sie und seine Begehren wuchs ins Uferlose. Am Bett angekommen löste er den Kuss, hob sie an und legte sie darauf und sich neben sie. Dann beugte er sich über sie und küsste sie erneut. Nara spürte seinen kräftigen und starken Körper und drückte sich ihm entgegen. Sein streicheln wurde fordernder, er wollte alles von ihr und als sie nach einer weile ihre Beine öffnete, schob er sich dazwischen und drang anfangs noch sachte doch dann härter werdend in sie ein. Er stöhnte auf und leise flüsterte er ihr zu: „Nara ich liebe dich und will dich nicht mehr verlieren.“ Und nun sah er das sie nicht nur klug, tapfer und mutig war, sondern das in ihr auch eine leidenschaftliche Frau steckte, denn sie stand ihm in keiner weise nach. Und so wurde ihr Liebesakt immer wilder und fordernder von beiden Seiten. Und als die beiden gleichzeitig zum Gipfel kamen schrie auch Nara: „Ich liebe dich auch, wenn ich es bis jetzt nicht wusste, doch nun weiß ich es.“ Und kaum hatten beide es ausgesprochen, glühte die Rune an ihrem Körper mal kurz auf. Den Nachmittag verbrachten die beiden im Bett, bei mal sanften und mal recht wilden Liebesspielen. Iron wunderte sich schon das er auf einmal so potent war. Er konnte zwar zuvor auch schon mehr als einmal, schließlich war er noch jung, aber das er so oft konnte war ihm neu. Er führte es darauf zurück das er die Frau die er hier im Arm hielt wirklich liebte und nicht nur seine Befriedigung bei ihr suchte. Als sie dann erschöpft nebeneinander lagen wobei er sie an sich gedrückt hielt und sie wieder einen Arm auf seiner Brust liegen hatte, sah er sie glücklich an: „Weißt du was mir merkwürdig erscheint? Erst mal waren wir beide auf der Suche, im Grunde mehr oder weniger nach dem gleichen. Und treffen ausgerechnet an diesem Tempel auf einander. Dann betreten wir zusammen diesen Tempel und müssen feststellen das wir nur in dieser Konstellation hier weiter kommen. Ein Mann und eine Frau. Und nun haben wir die Liebe zu einander entdeckt und uns sogar ausgiebig geliebt. Und das nach kaum zwei Tagen, wobei ich mir bei dir sicher bin, das es bei dir noch nie so schnell ging das du mit einem Kerl im Bett gelandet bist. Mir kommt es so vor als würden wir einem Plan folgen, als wäre das alles vor bestimmt. Schicksal.“ Nara sah ihn erstaunt an: „Du hast recht, es sieht wirklich so aus. Und selbst dein als auch mein Vater könnten teil dieses Plans gewesen sein. Denn auch diese beiden waren auf der Suche nach der Wahrheit über den alten Glauben. Nach dem Grund wieso die Tempel verfielen. Wobei dein Vater sogar noch lebt und wie wir nun wissen gefangen gehalten wird. Von wem auch immer. Das wird alles immer mysteriöser. Und es stimmt schon, ich hätte nie im Traum daran gedacht mit einem Kerl den ich gerade mal zwei Tage kenne ins Bett zu gehen. Doch stimmt es, ich liebe dich, das wurde mir eben klar.“ Er küsste sie zärtlich: „Ich dich ebenfalls. Und gerade ich, der diese Gefühlsduseleien immer als unnötig abgetan hatte. Ich glaube mein alter Meister würde sich jetzt einen Ast freuen wenn er es wüsste.“ Nara richtete sich ein wenig auf und sah zu ihm herunter: „Ich würde gerne sehen ob du mit deiner Vermutung recht hattest, was die Rune und das Bad angeht. Gehen wir nach schauen?“ Er lachte leise: „ich rede von Liebe und die Kleine hier von dem Bad. Also dann hopp sehen wir nach. Eher wirst du wohl eh keine Ruhe geben.“ So erhoben sie sich und betraten nun das Bad zum zweiten mal und waren nun erstaunt als sie sahen was sich verändert hatte. Denn über der Wanne waren nun zwei Runen an der Wand zu sehen, eine in rot und eine in blau. Nara ging zu ihnen und legte ihre Hand auf die rote Rune, dabei sah sie auf den Wasserhahn und tatsächlich es lief heißes Wasser in die Wanne. Dann legte sie die Hand auf die blaue Rune und das heiße Wasser vermischte sich mit kaltem und es wurde angenehm temperiert. Sie strahlte Iron an und ihn machte ihr strahlen glücklich. Als die Wanne halb voll war setzten sie sich hinein und genossen das Bad, wobei Iron schon wieder auf dumme Ideen kam und er sie sich auch hier noch mal nahm. Und Nara schien es zu gefallen, denn sie machte leidenschaftlich mit.

Später dann saßen sie jeder in ein Badelaken gewickelt in je einem Sessel vor den Regalen, sie hatten sich geeinigt, das sich jeder eines der Regale vornehmen würden, um sich so das Wissen das sicherlich in den Büchern zu finden war zu teilen. Und was sie in den Büchern fanden war ein Reichtum an Wissen, von dem bislang keiner eine Ahnung hatte. Sie lasen über die Struktur der Tempel, über die internen Hierarchien und sie wurden sogar fündig ob es auch Priester gegeben hatte oder nicht. Und es hatte tatsächlich auch Priester gegeben, ebenso wie sie lasen das es tatsächlich so gewesen war, das man es gerne sah, wenn es heiß zwischen ihnen her ging. Sie lasen über die Rituale die abgehalten wurden, ebenso wann und zu welchem Zweck man die Göttin anrufen konnte und durfte. Ebenso wie diese gedachte den Anrufungen zu folgen. Mal geschah es einfach und bei schwierigeren Fällen erschien sie sogar persönlich. Es waren auch Zeichnungen in den Büchern zu finden, die einen vollständigen Tempel zeigte, mit seinem Altar und den Statuen die hinter dem Altar standen. Erst jetzt wurde ihnen klar, das es unter den Tempeln die man instand gehalten hatte nicht einen wirklich vollständigen gab. Iron zeigte Nara die Bilder: „Sieh mal hier, das ist ein vollständiger Tempel, siehst du hier? Der Altar, davor die Bank auf der sich die Hohepriesterin kniete und die Anrufung machte und rechts und links davor etwas versetzt, Schalen für die Opferungen. Dort neben dem Altar ebenso recht und links zwei riesige Löwen und dahinter je ein Krieger, und zwischen ihnen auf einem Thron die Göttin. Oder auch mal zwischen ihnen stehend, das kam auf die Größe des Tempels an, ob genug Platz im Altarraum war oder nicht.“ Nara nickte. „Was wir hier haben ist unglaublich, es ist alles verloren gegangenes Wissen und ich bin langsam immer mehr davon überzeugt das unsere Väter recht hatten, die Götter gab es und gibt es immer noch. Ich habe hier etwas gefunden, dort ist von dem Muttertempel die rede. Einem Tempel der in der höchsten Not unangreifbar war und in den sich alle zurück zogen wenn ein Tempel in Gefahr war. Hier wird auch erzählt das die Tempel untereinander in Verbindung standen, und das man sich von einem Tempel in den anderen teleportieren konnte, das es Teleportationsräume gab, von denen aus es geschah.“ Iron sah sie an. „Muttertempel, weißt du ich habe das Gefühl das dies der Tempel ist den dein Vater so gesucht hat. Steht dabei wo man ihn finden kann oder wo er sich befinden soll?“ Nara nickte: „Ja, hier steht das er im großen Südgebirge sein soll, versteckt und unsichtbar. Kein Wunder das mein Vater ihn dann nicht finden konnte. Ich glaube das wird dann unser nächstes Ziel werden was denkst du?“ Iron dachte nach. „Wir sollten nun nichts überstürzen, denk dran wir suchen fünf Artefakte der Macht und die werden sie sicherlich nicht alle in dem einen Tempel haben. Mal abgesehen davon das wir nicht wissen wie man ihn sichtbar machen kann. Das einzige was wir bis jetzt fanden war die Rune der Macht, denn ich gehe mal davon aus das die Rune die wir nun haben, eben diese Rune ist. Wir sollten erst mal heraus finden was mit der Rune alles möglich ist, außer Wasser in eine Wanne laufen zu lassen.“ Er zwinkerte ihr zu. Nara lachte, doch gab sie ihm recht, es nun zu überstürzen würde nichts bringen, zudem es wahrscheinlich war, das es in den anderen verfallenen Tempeln sicherlich auch noch Wissenswertes geben würde, was darauf wartete entdeckt zu werden. Iron dachte nach, während Nara zum nächsten Buch im Regal griff, doch kaum hatte sie daran gezogen hörten sie hinter sich ein Knirschen an der Altarwand, dort wo der große Spiegel stand. Beide erschraken und sahen dort hin, dort hatte sich eine Geheimtüre geöffnet, die so in die Wand eingelassen war das man sie normalerweise nicht entdecken konnte. Dann sahen sie sich gegenseitig an und erhoben sich um sich die Türe genauer an zu sehen. Dazu musste Iron den Spiegel etwas beiseite rücken. Als er das tat, flackerte der Spiegel kurz auf und er hielt kurz inne und sah Nara an: „der Spiegel steht normalerweise nicht hier, denn ansonsten müsste ich ihn nicht weg rücken. Außerdem scheine ich eine neue Magie unserer Rune entdeckt zu haben, schau mal.“ Dabei legte er eine Hand an den Spiegel und er flackerte abermals auf. Nara sah es sich an und nickte. „Hm... frage den Spiegel nach deinem Vater oder sag das du ihn sehen möchtest.“ Iron begriff sofort auf was Nara hinaus wollte und sagte, „Zeig mir meinen Vater.“ Kurz leuchtete der Spiegel auf und dann sahen sie im Spiegel wie sein Vater an einem Tisch saß und dort las. Es schien ihm recht gut zu gehen und zudem schien er nicht wirklich soviel gealtert zu sein als es eigentlich der Fall gewesen sein müsste. Iron sah kurz zu seinem Vater und sah dann Nara an. „Man kann mit ihm Dinge sehen die man sonst nicht sehen würde. Und ich denke das hat auch etwas mit der Rune zu tun.“ Nara nickte. „Was uns wieder zeigt das wir erst mal heraus finden sollten was uns dank der Rune noch alles möglich ist.“ Nun kam Iron eine ungeheuerliche Idee und so sprach er den Spiegel noch mal an. „Zeig mir die Göttin die uns gestern besucht hatte.“ Nara erschrak und sah ihn entsetzt an: „Na wenn das mal gut geht.“ Abermals leuchtete der Spiegel kurz auf und sie sahen nun etwas das noch kein menschliches Auge je gesehen hatte. Sie sahen die Frau deren Gesicht sie gestern gesehen hatten im wilden Liebesspiel mit einem der mächtigen Krieger die Nara und Iron als Statuenbilder in einem der Bücher gesehen hatten. Dann sahen sie, wie auch der zweite Krieger das Zimmer betrat, sich auszog und sich zu den anderen beiden legte. Erschrocken lies Iron den Spiegel los und das Bild verschwand. Er sah Nara immer noch erschrocken an. „Ich denke das war nicht für unsere Augen bestimmt, allerdings zeigt es das es die Götter sehr wohl noch gibt.“ Nara war leuchtend rot geworden als sie sah was dort im Spiegel stattfand. „Sie hat ...sie war.....zwei Männer?“ Obwohl Iron selber recht erschrocken war, lachte er nun doch. „Was ist denn schon dabei, ob nun ein Kerl mit zwei Frauen oder eine Frau mit zwei Männern. Ich sehe da keinen großen Unterschied. Doch wissen wir nun das die Erzählungen stimmen, sie war oder ist wirklich sehr heißblütig.“ Nara sah ihn eifersüchtig an und als er den Blick sah zog er sie sofort an sich. „Na keine Sorge, für mich gibt es nun nur noch eine Frau und das bist du.“ Er küsste sie zärtlich und lies sie anschließend wieder los. „Na sehen wir uns mal an was hinter der Geheimtüre ist.......hm?“ Nara nickte: „Doch sollten wir uns zuvor anziehen, wer weiß was wir dahinter finden und ich möchte nicht aus versehen irgendwo auf einmal nur mit einem Badelaken auftauchen. Denn dort könnte auch der Portalraum sein, und wenn er uns irgendwo hin teleportiert könnten wir eventuell dumme Gesichter machen.“ Iron nickte, so unrecht hatte sie nicht, also zogen sie sich erst mal an und öffneten dann erst die Geheimtüre ganz um dann doch etwas enttäuscht zu gucken. Denn scheinbar hatten sie hier nur wieder einen schmalen und kurzen Gang gefunden, von dem wiederum drei Türen abgingen. Doch schritten sie nun auf die erste Türe zu und Iron öffnete sie vorsichtig und sie sahen hinein, was sie nun zu sehen bekamen übertraf alles was sie je gesehen hatten.