Kapitel 11: Lazarus


 

Die Hochzeit war noch wochenlang in aller Munde, allerdings hatte das für Nara und Iron auch den Nachteil das man den Tempel jetzt regelrecht belagerte, was wohl auch dem Umstand zu verdanken war, das die Göttin sich gezeigt hatte. So langsam kristallisierten sich auch aus den Novizen diejenigen heraus, die man eventuell für die Leitung eines weiteren Tempels auswählen konnte. Es überraschte vor allem Iron, das ganz oben auf der Liste sogar Marie stand. Doch Nara hatte jeden einzelnen im Auge, obwohl es den Novizen nicht auffiel. Joran bemühte sich weiterhin um Nara, was selbst ihr langsam auffiel. Die junge Frau die sich an Iron heran gemacht hatte, versuchte es nun ihrerseits bei Joran. Sie zeigte Mut und Ausdauer wenn sie ein Ziel verfolgte. Doch im Gegensatz zu Iron lies sich Joran nicht mit ihr ein. Und an einem Morgen sahen die jungen Novizen das Nara vor dem Altar kniete und die Herrin anrief und sie bat, einen weiteren Tempel wieder her zu stellen, da ihre Kapazitäten ausgeschöpft wären und sie keine neuen Novizen mehr aufnehmen könnten da der Tempel jetzt schon maßlos überfüllt wäre. Und das obwohl sie auch Häuser des dazu gehörenden Dorfes schon bereit gestellt hatte. Der Zulauf an Gläubigen die in die Tempel eintreten wollten, war kaum noch zu überschauen. Doch Joran hatte dahingehend ein Talent entwickelt, wirklich ganz genau über jeden Anwärter Bescheid zu wissen und stand so Nara zur Seite. Ebenso wie er auch die ersten Novizen genau beobachtete und hier und da seine Beobachtungen Iron oder Nara mitteilte. Doch als wäre das alles nicht genug, als Nara abermals versuchte die Herrin zu erreichen, erschien statt ihrer ein junger Gott neben ihr und sprach sie an. „Ich könnte dir auch helfen, die Herrin des Lichts ist zur Zeit auf einer anderen Welt unterwegs die Hilfe braucht.“ Nara erschrak und sprang auf. Dann sah sie den jungen Gott an und ihr blieb fast der Atem stehen. Sie hatte schon viele attraktive Männer gesehen und Iron brauchte sich hinter keinem zu verstecken, doch dieser junge Gott hier verschlug ihr den Atem. Er war riesig, sie schätzte über zwei Meter gross, hatte einen sehr ausgeprägten Brustkorb der entsprechend auch muskulös war, seine Oberarme schienen die kurzen Ärmel seines Seidenhemds fast zu sprengen. Dazu kam das er sein Hemd nur lässig in die Lederhose die er trug gesteckt und es offen gelassen hatte und so offenbarte was er zu bieten hatte. Sein Gesicht war markant und er hatte die strahlend blauen Augen seiner Mutter. Nara ahnte wer dort vor ihr stand und sie anzüglich musterte. Lazarus der Sohn der Herrin des Lichts, der Gott der Liebe. Nara brachte keinen Ton heraus, sie spürte das ihr Körper auf ihn reagierte, obwohl er bislang nichts getan hatte, was es auslösen hätte können, doch alleine seine Präsenz reichte schon und sie sah seinem Gesicht an, das er sich dessen auch absolut bewusst war. Er lächelte sie an und dieses Lächeln lies sie scharf einatmen. Er zwinkerte ihr zu als er es bemerkte. „Ich weiss das du mich willst, ebenso wie viele andere Frauen auch. Und wer weiß vielleicht nehme ich mir auch was du mir geben willst.“ Sie knurrte ihn an. „Ja ich gebe zu du hast eine gewisse Anziehungskraft, auch auf mich. Doch ob Gott oder nicht, bei mir wirst du keinen Erfolg haben. Denn ich denke nicht daran es mit dir zu tun, also vergiss es.“ Es fiel Nara wirklich nicht leicht ihm zu widerstehen, doch sah sie nicht ein das sie ihm wie eine reife Frucht in den Schoss fallen sollte. Lazarus sah sie erstaunt an, das war ihm ja noch nie passiert, es gab tatsächlich jemanden der ihm widerstehen konnte? So trat er näher an sie heran und legte blitzschnell einen Arm um sie und bevor Nara sich versah, lagen seine Lippen auf den ihren und er küsste sie. Sie wehrte sich so gut sie es vermochte. Und ebenso plötzlich wie er sie an sich gezogen hatte, wobei ihr seine körperliche Nähe noch bewusster wurde, lies er sie auch wieder los. Nara holte aus und bevor Lazarus es sich nun versah hatte er ihre Hand ihm Gesicht. Sie funkelte ihn wütend an: „Wage das nie wieder. Ob Gott oder nicht, aber niemand zwingt mich zu etwas das ich nicht will.“ Ihr war klar was sie getan hatte, sie hatte einen Gott geschlagen und rechnete nun damit das sie seine Strafe dafür treffen würde, doch das war ihr egal. Wer alles mitbekommen hatte war Iron, der gerade als Lazarus auftauchte den Altarraum betreten wollte und starr stehen geblieben war, als er den Blick sah mit dem dieser Gott Nara betrachtete. Doch auch Iron spürte die animalisch männliche Präsenz dieses Gottes und er war ebenso erstaunt wie Lazarus das Nara dieser Ausstrahlung widerstehen konnte. Als er sah das Nara die Hand hob wollte er schon aufschreien, doch sie hatte den jungen Gott eher geschlagen als er bei ihr sein konnte. Beide, Nara als auch Iron rechneten nun damit das Lazarus sie für diese Tat strafen würde, doch was tat er?...... Er lachte, und das so herzlich das beide nun recht erstaunt waren. Lazarus sah Nara an: „Eine Wildkatze, wie schön. Die Ohrfeige habe ich verdient, doch nichts desto trotz hast du nun meinen Jagdinstinkt geweckt und ich werde nicht eher aufgeben bis du eine Nacht mit mir verbracht hast. Und ich garantiere dir, diese eine Nacht wirst du niemals vergessen.“ Inzwischen war Iron näher heran getreten und sah Lazarus an. „Du hast doch gehört, sie will nicht.“ Lazarus Blick fiel nun auf Iron, er nickte: „Ich gehe mal davon aus du bist ihr Gatte. Und ich sage dir sie wird mir nicht ewig widerstehen können. Ich will sie und ich bekomme immer was ich will. Ich werde sie nicht zwingen, das liegt nicht in meiner Natur. Doch werde ich sie mir holen, früher oder später.“ dann sah er Nara wieder an: „Doch nun zum geschäftlichen, ich bin gekommen, dir deinen Wunsch zu erfüllen und einen weiteren Tempel meiner Mutter in Stand zu setzen, sag mir welcher es sein soll. Als Gegenleistung möchte ich drei deiner Novizinnen für eine Nacht, sofern sie bereit sind es freiwillig zu tun. Wie gesagt ich zwinge niemanden. Und einen kleinen Altarraum für mich, als auch zwei Priester, je eine weibliche und einen männlichen, für die Anrufungen an mich.“ Er grinste jungenhaft und zwinkerte Nara zu: „Wobei ich es dir erlaube mich auch an zu rufen, obwohl du eher meiner Mutter angehörst.“ Nara sah ihn an: „ Ist das üblich? Ich meine das du irgendetwas als Gegenleistung verlangst?“ Lazarus sah sie sanft an: „Nun in der Regel werfen sich mir die Priesterinnen an den Hals, ich würde also so oder so bekommen was ich will, sobald deine Priesterinnen oder zur Zeit noch Novizinnen mich sehen würden. Mir ist langweilig, so möchte ich etwas für euch tun und wäre somit bereit deinem Wunsch nach zu kommen. Und ich könnte auch ein wenig Hilfe bei dem Bau deiner neuen Bauprojekte zusteuern.“ damit deutete er in Richtung Vortempel. Iron sah von einem zum anderen, dann sah er Nara an: „Kleines wir brauchen einen weiteren Tempel und wenn er uns helfen will und die Mädchen freiwillig bereit sind, sollten wir seine Hilfe annehmen. Und einen extra Altarraum für ihn, wäre auch kein Problem. Zudem du hast gehört was die Herrin gesagt hat, achtet ihn wie ihr mich und meine Männer achtet und ehrt.“ Nara nickte. „Na gut ich werde die Novizinnen rufen und wenn sie bereit dazu sind, meinetwegen.“ Lazarus war zufrieden. Dann schlug Nara den Gong der die Novizen herbei rufen würde, die auch kurz darauf erschienen. Iron und Nara beobachteten die weiblichen Novizen und wie erwartet waren diese hin und weg als sie den jungen Mann sahen der bei den beiden stand. Dann richtete Nara das Wort an die jungen Novizen, wobei sie sich immer mal klar machen musste, das sie nicht viel älter als diese war. „Das hier ist Lazarus, der Gott der Liebe und der Sohn unserer Herrin. Er ist bereit uns einen weiteren Tempel in Stand zu setzen, da die Herrin zu Zeit anderen Verpflichtungen nach geht. Als Gegenleistung verlangt er eine Nacht mit drei unserer Novizinnen. Es muss keine dem Verlangen folgen, doch wer dazu bereit ist, kann sich gerne melden. Außerdem möchte er je eine Priesterin und einen Priester für seine eigenen Anrufungen. Wer also zu ihm überwechseln möchte, darf das getrost sagen. Ob und wer dann dafür ausgewählt wird von denen die sich melden, wird Lazarus selber entscheiden.“ Nara sah über die jungen Frauen und es meldeten sich mehr als drei um genau zu sagen alle bis auf Marie. Nara schickte die jungen Männer und Marie hinaus und hieß dann Lazarus zu wählen. Dieser sah sich die jungen Frauen an und mit sicherem Blick wählte er die aus die bereits Erfahrung hatten, unter ihnen auch die, die zuvor Iron verführt hatte. Anschließend zeigte Iron dem jungen Gott das Zimmer das er in Anspruch nehmen konnte. Dann verschwand Lazarus mit dem Versprechen später wieder zu kommen. Als er fort war sah Iron Nara an. „Ich schäme mich jetzt sogar ein wenig, das ich der jungen Novizin nicht widerstehen konnte, wenn ich sehe wie du diesem jungen Gott widerstehst. Und ich muss zugeben ich hätte es sogar verstanden wenn du ihm gegeben hättest was er von dir wollte. Denn selbst ich als Kerl, der wirklich nicht auf Männer steht, spürte diese animalische Anziehungskraft die dieser Gott um sich trägt. Also Kleines, solltest du irgendwann schwach werden, so werde ich es dir nicht nachtragen, denn ich denke diesem Kerl kann auf Dauer kaum eine Frau widerstehen.“ Nara hatte ihm ruhig zugehört und nickte leicht: „Ich gebe zu es ist mir nicht leicht gefallen, denn er hat wirklich etwas an sich das es einem schwer macht. Doch erstens bin ich keine Frau die gleich mit einem Kerl ins Bett geht, sei er auch noch so attraktiv und zum anderen, ich liebe dich und wollte dich nicht verletzen. Allerdings muss ich auch zugeben, das ich nicht weiß wie lange ich noch so stark sein kann. Doch vorerst wird da wohl nichts geschehen.“ Iron legte einen Arm um sie und presste sie an sich, dann küsste er sie wild und verlangend. Und Nara erwiderte den Kuss ebenso, was schlussendlich dann im Bett endete. So wild wie in den nächsten Stunden war Nara noch nie gewesen und Iron genoss es, obwohl er wusste das Lazarus dafür wohl der Auslöser gewesen war. Dieser beobachtete die beiden unsichtbar und lächelte. Hier war eine Sterbliche die nicht nach dem ersten oder zweiten mal abwinkte, sondern die es sogar mit dem Verlangen seiner Mutter, das Iron eine Zeitlang in sich trug, aufgenommen hatte. Er nickte noch mal vor sich hin, dann verschwand er endgültig und einige Stunden später, war der Tempel den Nara und Iron am liebsten hatten wieder hergestellt. Allerdings hatte er oberirdisch noch einen kleinen Seitentrakt dazu bekommen, in dem es einige Zimmer gab die für die Priester des Liebesgottes gedacht waren, als auch einen extra Altarraum, wie auch ein Schlafzimmer für den jungen Gott in dem er sich gedachte zu vergnügen, vorzugsweise mit Nara, sobald sie ihn mal erhört hatte. Er ging davon aus das sie ihm nicht lange widerstehen könnte, doch gefiel es ihm so eine kleine Wildkatze zähmen zu können. Und er hatte die Jagd für sich eröffnet. Das sie verheiratet war interessierte ihn nicht, wieso auch. Sie war die oberste Priesterin seiner Mutter auf dieser Welt und so ging er davon aus, auch ebenso verlangend. Aurian hatte das Tun ihres Sohnes beobachtet und schmunzelte vor sich hin als er sich seine erste Ohrfeige verdientermaßen ein fing.

Als Lazarus später wieder auftauchte, sagte er ihnen welchen der Tempel er wieder her gerichtet hatte. Und teilte ihnen mit das dieser Tempel einen extra Seitentrakt bekommen habe und wozu er gedacht sei. Er wusste das es der Lieblingstempel der beiden war, also wollte er sich dort auch hauptsächlich sehen lassen. Nara reizte ihn, vor allem da sie ihn ablehnte. Als Iron und Nara von der Herrichtung des Tempels erfuhren waren sie überglücklich, so das sie ihm gerne erlaubten einen Teil des Tempels für sich zu nutzen, immerhin war er ein Gott. In der kommenden Nacht ging es in dem Zimmer das man Lazarus zur Verfügung gestellt hatte, turbulent zu und doch schien der junge Gott am Morgen nicht besonders zufrieden zu sein. Er suchte dann auch Nara und Iron in Naras Büro auf. Als er mit finsterem Gesicht eintrat, flüchtete Joran regelrecht. Nara sah Lazarus fragend an, denn es schien ihr so als sei der junge Gott normalerweise ein recht sonniges Gemüt und wenn dieser so finster schaute musste es einen Grund haben. Der lies sich auch in einem Stuhl vor dem Schreibtisch nieder und sah Iron und Nara an: „Ihr nährt eine falsche Schlange an eurer Brust. Eine der jungen Novizinnen ist nicht so ehrlich wie sie es euch Glauben machen will. Oja sie hat mir diese Nacht sehr viel Spaß bereitet, doch spürte ich das mit ihr etwas nicht stimmt. Es ist richtig das nichts bösartiges die Tempel meiner Mutter betreten kann, doch diese hier verbirgt es sehr gut. Ich würde euch empfehlen sie aus dem Tempel zu entfernen. Sie ist Macht besessen und will mehr als ihr zusteht. Noch hält es sich in Grenzen, doch könnte es sein das sie irgendwann nicht nur deinen Mann will,“ dabei sah er Nara an: „sondern auch den Platz als oberste Priesterin.“ Iron sah Lazarus an: „Ich nehme an du redest von der Kleinen die mich dazu brachte mit ihr zu schlafen.“ Lazarus nickte. „Genau die meine ich, sie wollte schwanger werden und hatte gehofft das du sie schwängern würdest. Sie ging davon aus, das du dann Nara verlassen und sie nehmen würdest. Womit sie dann sehr weit oben in der Tempelhierarchie gewesen wäre. Zwar immer noch Nara unterstellt, doch immerhin auf dem zweiten Platz. Ich habe jetzt dafür gesorgt das sie von keinem Novizen oder Priester schwanger werden kann. Sie wird erst schwanger werden können wenn ihr sie aus dem Tempel entfernt.“ Nara nickte, sie hatte sich schon gedacht das die junge Frau ein wenig sehr hinter den Führungskräften des Tempels her war, erst Iron und dann Joran und nun hatte sie es wohl auch bei Lazarus versucht. „Ich bin ja nur froh das ich sie nicht für einen Tempel ausgewählt hatte. In den nächsten Tagen wollte ich die ersten Weihen abhalten und dann für diesen Tempel hier eine neue Hohepriesterin einsetzen. Damit Iron und ich auch mal wieder anderen Aufgaben folgen können. Aber ich denke ich weiss wen ich hier einsetze, sie ist zwar noch sehr jung, doch die beste.“ Lazarus wurde hellhörig und Nara sah das er die Ohren spitzte: „ Vergiss es, sie kommt noch nicht für dich in Frage, sie ist noch unschuldig und das soll sie auch noch eine weile bleiben.“ Lazarus grinste schon wieder sein Jungengrinsen. „Ich denke du meinst die Kleine die sich nicht meldete. Aber süss ist sie ja. Doch keine Sorge solange sie es nicht von sich aus will, werde ich nicht drängen.“ Iron sah Lazarus an und nickte leicht: „Ich sehe es wie Nara, Marie ist noch zu jung.“ Lazarus grinsen wurde immer tiefer: „Ihr Sterblichen seid manchmal sowas von blind. Euer Mündel ist lange nicht mehr so unschuldig wie ihr denkt. Die Kleine hat es faustdick hinter den Ohren, aber nicht auf so niederträchtige Art wie die junge Frau die mir die Nacht versüßte, doch ist hier im Tempel das erste Kind unterwegs und es amüsiert mich das ihr davon nichts gemerkt habt. Der Vater ist übrigens der junge Mann der eben so fluchtartig das Zimmer verließ.“ Iron und Nara sahen Lazarus nun sprachlos an. Als Lazarus den Blick der beiden sah lachte er herzhaft: „Eure Hochzeitsnacht war sicherlich sehr aufregend, allerdings nicht nur für euch. Auch eure Novizen haben sich köstlich amüsiert in dieser Nacht und dabei kann es passieren das es auch Kinder gibt.“ Nun fand Iron seine Sprache wieder: „Verdammt verdammt.“ Amüsiert sah Lazarus die beiden an. Nara lies bereits ihre Klingel erschallen und als Joran zur Türe herein sah befahl sie ihm Marie zu holen und mit ihr ins Büro zu kommen. Kurze Zeit später kamen auch die beiden, wobei Marie jetzt schon recht schuldbewusst aussah. Nara sah von einem zum anderen: „Habt ihr uns nichts zu sagen?“ Im Beisein des Gottes mussten sie nun Farbe bekennen und gaben zu das sie dem Wort der Herrin recht wortgetreu gefolgt waren. Während die beiden berichteten lachte Lazarus wieder herzlich, als er Naras fassungsloses Gesicht sah. Nach dem Nara sich wieder gefasst hatte, nickte sie nur: „Nun ist es passiert und es ist ein Kind unterwegs, also gut, sorge dafür das Marie ein eigenes Zimmer bekommt und das sie es bequem hat.“ Joran druckste herum: „Dürfen Marie und ich zusammen in einem Zimmer wohnen?“ Nun musste sich auch Iron das lachen verkneifen vor allem als Nara nickte und die Augen verdrehte. „Also gut nehmt euch ein Zimmer zusammen.“ Bevor die beiden das Zimmer verließen beauftragte Nara Joran noch die junge Frau die von Lazarus durchschaut worden war zu ihr in Büro zu schicken. Diese musste kurz darauf ihre Sachen packen und den Tempel verlassen. Sie hatte ausgespielt, ihr Fehler war das sie zu hoch gegriffen hatte und sich mit Lazarus ein zu lassen bei den Wünschen die in ihr waren, war das wohl ihr größter Fehler. Sie hätte damit rechnen müssen das er sie durchschauen würde. Doch nun war sie fort und es war wieder ein Platz frei geworden. Den nahm nur einen Tag später eine recht ernsthafte junge Frau ein. Allerdings mussten Iron und Nara feststellen das diese einige Jahre älter als sie war. Dennoch konnten sie sehen das diese junge Frau genau aufpasste was die beiden ihnen beibrachten und so entwickelte sie in kürzester Zeit ein Händchen dafür wie ein Tempel zu führen war. Iron beobachtete Lazarus genau und er sah das dieser Nara begehrte, er erkannte es an dessen Blicke und er wusste das hier ein ernsthafter Konkurrent war. Iron seufzte, wer konnte schon mit einem Gott konkurrieren. Er hoffte nur das er Nara nicht ganz an diesen Gott verlieren würde. Doch wenige Tage später fing Lazarus Iron mal ab, sah ihm in die Augen und sagte ihm recht bestimmend: „Ich weiß das du weißt das ich Nara will. Doch brauchst du keine Sorge darum zu haben das ich sie dir weg nehmen werde. Ich begehre sie, das leugne ich nicht, doch werde ich mich niemals feste binden, vor allem nicht an eine Sterbliche. Ich liebe nur eine Frau und so wird es immer sein.“ Iron sah ihn ruhig an und nickte verstehend, doch fragte er ihn: „Stimmt es was geschrieben steht, das du und deine Mutter? Ist sie die eine Frau?“ Lazarus nickte: „Ja, denn sie ist die Herrin des Lichts und ich der Sohn des Lichts, wir können nicht anders. So muss es auch sein, die wahre Erfüllung, kann mir nur eine Frau geben und das ist Aurian. Doch Aurian liebt Myrion, er ist ihr ein und alles. Ja ich liebe sie, dennoch begehre ich auch andere Frauen, es liegt in meiner Natur. Ebenso wie es in der Natur der Herrin des Lichts liegt, weswegen sie auch einen Geliebten hat, Leon. Eifersucht ist uns fremd. Meine Bestimmung ist es, meine Gunst vielen Frauen zu schenken. Ich suche nur ein wenig Spaß und schenke den Frauen ein Kind die normalerweise keins bekommen könnten, aber sich eins wünschen. Ich mache sie fruchtbar.“ Iron sah ihn an und sah den leichten Schmerz in Lazarus Augen und er begriff das Lazarus obwohl er ein Gott der Liebe war, seine Liebe niemals Erfüllung finden würde, da die Frau die dieser liebte, bereits einen anderen liebte. Nämlich ihren Gatten. Das sie diesem jungen Gott vielleicht die körperliche Erfüllung geben konnte, doch sie ihn niemals als Mann in ihrem Herzen haben würde. So legte er eine Hand auf Lazarus Schulter und nickte abermals verstehend. „Ich hatte nur Angst Nara zu verlieren, denn ich liebe sie mehr als mein Leben.“ Lazarus sah ihn sanft an: „Diese Angst musst du nicht haben. Du wirst sie nicht an mich verlieren, denn sie liebt dich auch aus reinem Herzen.“ Iron nickte leicht, er sah den jungen Gott an. Kurze Zeit später war Lazarus verschwunden und würde sich auch eine Weile nicht sehen lassen, er musste erst mal mit den Gefühlen die diese junge Priesterin in ihm ausgelöst hatte klar kommen. Denn sie gingen weit über das begehren hinaus und das verstand er nicht. Denn er wollte von den Frauen an sich nur eins, doch hier war es anders. Er hoffte das Aurian oder einer seiner Väter ihm helfen könnte.

Kapitel 12: Aurian, Herrin des Lichts


 

Nachdem Lazarus wieder fort war und langsam wieder Ruhe im Tempel einkehrte, machten Iron und Nara die Liste fertig für die Novizen die nun in den Priesterstand erhoben werden sollten. Sie wussten das sie selber noch viel zu lernen hatten und dennoch gezwungen waren das was sie bereits wussten weiter zu geben. Nara dankte immer mal in einem stillen Moment Donna das sie ihnen alles eingetrichtert hatte. Ab und an besuchten sie auch mal den Muttertempel um sich dort in der reichhaltigen Bibliothek weitere Informationen zu holen. Doch vieles was damals vor fünfhundert Jahren noch tragbar war, würde man heute nicht mehr wollen. Man lebte in modernen Zeiten und so mussten auch die Tempel moderner werden in ihren Ansichten. Wobei natürlich Grundsätzlichkeiten immer noch eingehalten werden würden.

Und wenige Tage später war es dann soweit, die Novizen fanden im Aufenthaltsraum an einer schwarzen Tafel die Namen derer vor die nun zu Priestern geweiht werden würden, als auch das es am nächsten Tag soweit sein würde. Nara lies durch Marie und Joran die Kleidung für die zukünftigen Priesterinnen und Priester verteilen. Ganze zehn würden es sein, unter anderem auch die junge Frau die als letztes gekommen war. Manch einer fand das ungerecht, doch die junge Frau hatte sich so angestrengt das Nara die sich immer wieder sagen musste, das sie selber auch mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen worden war, keine bessere finden konnte. Zumal Marie nun erst mal aus fiel. Lazarus hatte allerdings nicht nur den anderen Tempel wieder hergerichtet sondern hatte auch beim Bau des Krankenhauses und der Kinderheimes als auch der Tagesstätte geholfen, was in seinem Fall bedeutete er hatte in Windeseile die Gebäude fertig gestellt. Zudem er sogar her gegangen war und die gleichen Gebäude auch in der Nähe des anderen Tempels erstehen lassen hatte, wenn auch ein wenig mehr ins Tal versetzt. Ohne Lazarus wäre es ihnen so schnell nicht möglich gewesen, das war auch Iron und Nara klar. Und Iron, als Mann war auch klar, das der Gott irgendwann die Rechnung dafür präsentieren würde, vor allem da er wusste was Lazarus wirklich wollte.

Am nächsten Tag war denn dann soweit, abermals war der Tempel mit Blumen geschmückt. Die jungen Novizen trugen alle Blumenkränze auf ihren Haaren und durften zum ersten mal ihre Priesterkleidung tragen, was sie alle sehr stolz machte. Ihre Familien waren teilweise angereist um bei der Weihe dabei zu sein. Als alle Platz genommen hatten traten Iron und Nara ein, sie schritten den Gang zwischen den Bänken entlang und auf den Altar zu. Nara trug wie nun immer ihren Stirnreif mit dem Lichtsymbol auf der Stirn. Ihnen folgten die nun zu weihenden Priester und Priesterinnen. Unter anderem waren es auch Joran und Marie, denen diese Ehre zuteil werden würde. Dann begann die Zeremonie, jeder Novize wurde nochmals gefragt ob er den Dienst an der Herrin beginnen wollte. Jeder einzelne nickte. Allerdings sahen sie auch auf dem Altar die Kleidung für zwei Hohepriesterinnen liegen und begannen untereinander leise zu raunen. Als alle geweiht waren und ihren Willen bekundet hatten, sprach Nara nochmals: „Ihr seid nun alle der Herrin des Lichts verpflichtet. Euer Dienst an ihr beginnt mit dem heutigen Tage, doch für zwei von euch wird es noch härter werden. Denn Iron und ich haben noch einige Aufgaben für die Herrin zu erfüllen und werden nicht mehr so viel zur Verfügung stehen. Somit werden am heutigen Tage zwei von euch nicht nur in den Priesterstand erhoben sondern auch den Titel und die Pflichten einer Hohepriesterin bekommen. Und nun tretet vor Iriana und Marie. Mir ist klar das einige Marie noch für zu jung halten werden, aber sie war eine der besten. Ebenso wie Iriana, obwohl sie erst so kurz bei uns ist. Marie wird Joran an ihrer Seite haben, der auf sie achten wird und den wir ebenfalls mit dem heutigen Tag in den Hohepriesterstand erheben werden.“ Damit übergab sie dann jeder der beiden jungen Frauen eine der Hohepriesterausstattungen und Iron übergab Joran die Hohepriesterkleidung. Die drei jungen Leute sahen die beiden erstaunt an. Nara deutete leicht zur Seite: „Kleidet euch nun um und zieht die Kleidung an die euch ab heute zusteht. Dann tretet wieder vor uns.“ Die drei taten was man ihnen gesagt hatte und waren recht flink wieder umgezogen. Als sie nun wieder vor Iron und Nara standen, sprach diese abermals: „Nun werdet ihr eure Aufgaben bekommen. Jede von euch wird einem der bereits wieder hergestellten Tempel vorstehen. Ihr werdet dafür sorgen das die neuen Novizen weiterhin ausgebildet werden, achtet auf die die es besonders gut aufnehmen, setzt die an die Luft die nicht geeignet sind. Seid nicht ungerecht oder unfair, behandelt alle gleich. Sorgt dafür das die Krankenhäuser besetzt sind ebenso wie die Kindertagesstätten als auch Kinderheime. Es wird keiner abgewiesen. Ihr wisst was ihr wissen müsst, vorerst. Die Tempel enthalten noch mehr Geheimnisse in die ihr allerdings erst später unter vier Augen eingeweiht werdet, da nicht alles für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Ihr Marie und Joran, werdet den Tempel auf dem Berg übernehmen, weil Iron und ich gedenken dort hin über zu siedeln. So können wir euch immer noch zur Seite stehen. Du Iriana übernimmst diesen Tempel hier. Allerdings werden wir auch hier immer mal vorbei schauen und sehen wie es geht und ob etwas im Argen liegt.“ Die drei nickten. Nara sah zu den frisch gebackenen Priesterinnen und Priestern. „Vier von euch werden mit Iriana hier bleiben, unterstützt sie wo ihr könnt und neidet ihr nicht ihren Status, sie hat ihn sich hart verdient. Drei von euch werden uns in den anderen Tempel begleiten und Joran und Marie zur Seite stehen. Ihr dürft selber wählen wer hier bleiben möchte oder mit kommen möchte, teilt uns eure Entscheidung in zwei Stunden mit. Nun feiert mit euren Angehörigen, denn morgen werden wir aufbrechen.“ Damit gingen die frisch geweihten abermals den Gang entlang nach draußen, natürlich unter leisem Gemurmel. Und wieder wurde fröhlich gefeiert während Iron und Nara in ihrem Büro saßen. Iron sah Nara an: „Ist es nun soweit, was denkst du? Werden wir nun die letzten Geheimnisse den Spiegeln entlocken und das Zepter und vielleicht meinen Vater finden?“ Nara legte ihre Arme um ihn, denn sie saß wieder mal auf seinem Schoß und nickte: „Ja es wird Zeit, die ganzen Verwaltungsarbeiten haben uns um ganze zweieinhalb Monate zurück geworfen. Aber das ist wohl nicht zu ändern. Doch nun denke ich wird es Zeit das wir wieder auf den alten Weg zurück kehren und endlich deinen Vater befreien und das Zepter finden. Denn ich denke uns stehen noch einige Überraschungen bevor. Und ehrlich gesagt, freue ich mich darauf, nicht zuletzt deswegen, da wir mal wieder Zeit nur für uns haben.“ Iron nickte und sah sie liebevoll an: „Dir ist schon klar, das die Priesterinnen und vor allem die Hohepriester noch nicht richtig geweiht sind oder? Das werden sie erst sein wenn sie die Rune erhalten haben.“ Nara seufzte leise: „Ja ich weiß, doch sind sie wirklich schon bereit das Geheimnis zu verstehen? Und es für sich zu behalten? Du weißt haben sie erst mal die Rune erhalten, könnten sie auch in die unteren Bereiche und damit auch in den Säulenraum mit den Artefakten.“ Daran hatte Iron nicht gedacht, er nickte: „Doch wie willst du dann mit ihnen in den anderen Tempel reisen, auf herkömmlichen Wege? Ist das nicht ein wenig umständlich? Mal abgesehen davon das Iriana auch Geld brauchen wird und sie nur dann daran kommt wenn sie in den unteren Tempelbereich kann.“ Nara sah ihn an: „Du vergisst das sie dazu einen Erwählten mitnehmen oder die Ringe bekommen müsste, also so oder so könnte sie alleine eh nicht in den unteren Bereich. Bei Joran und Marie sieht es anders aus, es scheint als hätten die beiden sich für einander entschieden.“

Außerdem wollte Nara noch nicht das die jungen Priester jetzt schon von den weiteren Geheimnissen der Tempel erfahren sollten, so buchte sie Plätze im Flugzeug für sie alle. Kurze Zeit später meldeten sich die, die bereit waren mit in den anderen Tempel zu kommen.

Und am nächsten Tag ging es dann los, beide waren schon gespannt was Lazarus aus dem tempel gemacht hatte und waren mehr als überrascht, als sie sahen das der Tempel nicht nur wieder vollkommen hergestellt war, sondern das er auch einen Seitentrakt bekommen hatte, als auch das am Hang auf dem Weg ins Tal ein Krankenhaus, eine Kindertagesstätte und ein Kinderheim gebaut worden waren. Alles in einem sehr schönen Park gelegen. Iron und Nara staunten als sie das sahen und Iron sah Nara an. „Ich rechne damit das er uns die Rechnung dafür bald präsentieren wird. Ich glaube kaum das er mit dem zufrieden ist was er dafür bekommen hat.“ Nara nickte, sie sah Iron ebenfalls an: „Und ich denke, ich weiß auch was der Preis sein wird.“ Iron zog Nara sanft an sich. „Du hast gehört was er sagte, wenn du nicht willst er wird dich nicht zwingen. Und ich hoffe das er das niemals verlangen wird. Es schmerzt alleine der Gedanke das du in seinen Armen liegen könntest und ich will nicht wissen was er alles mit dir machen würde.“ Nara strich Iron sanft über das Gesicht. „Nicht mehr als jeder Mann von einer Frau will. Doch lass uns nun nicht daran denken, sehen wir zu das wir uns einrichten und dann werden wir uns mal den Spiegeln widmen.“

Doch bevor es dazu kommen sollte, trafen sie im unteren Bereich, als sie diesen betraten auf die Herrin des Lichts, diese stand lässig am Altar gelehnt. Sie waren sehr erstaunt darüber das sich die Herrin ungerufen sehen lies. Das verhieß nichts gutes nahmen sie an. Aurian, die Herrin des Lichts trat auch sogleich auf beide zu und sah Nara an: „Ich muss mit dir reden, es ist wichtig.“ Doch nun spürte auch Iron die gleichen Gefühle die Nara Lazarus gegen über hatte oder auch jede andere Frau. Ihm wurde nun die sinnliche Ausstrahlung der Göttin mehr als bewusst. Und wie sollte es anders sein, stieg Begehren in ihm hoch. Er wandte sich ab um die Herrin nicht mehr ansehen zu müssen. Das war zu viel für ihn, denn er fand es doch ein wenig verwerflich das er die Göttin körperlich begehrte. Er konnte ja nicht ahnen das Aurian absichtlich ihr Ausstrahlung sehr deutlich bei ihm zur Schau trug, damit er spürte was mit Nara geschah wenn sie auf Lazarus traf. Nara sah sie an und nickte: „Was ist los? Haben wir etwas falsch gemacht? Sollten wir doch den neuen Hohepriestern schon Zugang zu den unteren Bereichen geben?“ Aurian schmunzelte: „Nein das ist es nicht, ich komme heute als Mutter von Lazarus zu dir und nicht als Göttin.“ Sie führte Nara ein wenig von Iron weg. „Was ist mit ihm?“ Nara war besorgt. Aurian sah die junge Frau an: „Wie alt bist du jetzt?“ Nara zuckte mit den Schultern: „Ich werde in wenigen Tagen dreiundzwanzig, warum?“ Aurian nickte. „Du bist sehr attraktiv, das lockt manchen Mann an. Und wie ich gestehen muss, Lazarus besonders. Vor allem da du dich gegen ihn gestellt hast, was ich damit sagen will, du bist die erste Frau die ihn abgewiesen hat. Und das machte ihn nervös. Das ist ihm noch nie passiert und so konnte es kommen das er nun, wie soll ich es sagen?“ Nara sah das Aurian überlegte. „Das er sich in dich verliebt hat. Er weiß das er keine langfristige Beziehung mit dir eingehen kann. Du bist sterblich und das kann nicht gut gehen. Zudem weiß er als auch ich das du Iron von Herzen liebst. Die Frage ist nun wie lange willst du ihn hinhalten, denn das er von dir bekommt was er will, zumindest was die körperliche Seite angeht, weißt du ebenso wie ich. Ich will ehrlich sein, er bat mich sogar dir Unsterblichkeit zu verleihen, damit er dich nicht altern und sterben sehen muss. Doch das steht außer Frage das ich das nicht tun werde. Ihr beide, Iron und du, ihr seid zweifellos ungewöhnliche Menschen, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren, doch die Unsterblichkeit muss man sich mehr als verdienen. Da reicht es nicht das sich mein Sohn in dich verliebt hat. Zudem ich dann nicht nur dir sondern auch Iron die Unsterblichkeit geben müsste.“ Nara sah sie sprachlos an, das hatte sie nicht erwartet. Sie dachte nach: „Ich kann nicht. Weder will ich die Unsterblichkeit noch will ich mit Lazarus ins Bett. Wie ihr sagtet Herrin, ich liebe Iron, er ist es den ich will und keinen anderen. Auch keinen Gott.“ Aurian sah die junge Frau an: „Er wird dich bekommen, daran zweifel ich nicht. Meine Frage ist nun an dich, was empfindest du Lazarus gegenüber? Denn wie jede Mutter obwohl es bei ihm und mir ein wenig anders liegt, will ich das er glücklich wird. Und er ist verzweifelt. Er weiß er sollte dir fernbleiben und doch treibt es ihn immer wieder zu dir, auch wenn du ihn nicht siehst. Er hat sich in dich verliebt und diese Liebe glüht stark in ihm. Bisher war ich die einzige Frau der er Liebe entgegen brachte, doch jetzt sieht es anders aus und eigentlich gönne ich ihm auch diese Liebe. Doch es ist nicht leicht für ihn. Denn wie schon gesagt, erstens liebst du deinen Iron und zum zweiten bist du sterblich. Das sind Faktoren die er bedenken muss.“ Nara nickte: „Ich liebe ihn nicht, er ist zweifellos attraktiv und es ist mir verdammt schwer gefallen ihm zu widerstehen. Doch hat das nichts mit dem Herzen zu tun, sondern mein Körper reagiert auf ihn. Meine Liebe gehört Iron und das wird sich nie ändern.“ Iron bekam alles mit, obwohl die beiden leise sprachen. Er wunderte sich nur das er alles hören konnte, doch dann legte sich eine Hand auf seine Schulter und er fuhr herum. Hinter ihm stand der Gemahl Aurians, Myrion und nickte ihm sanft zu. „Es ist schwer zu hören, das auch ein anderer Mann deine Frau liebt, oder? Körperliches Begehren könnte man noch ertragen doch Liebe ist etwas anderes. Und doch hat sich unser Sohn in deine Frau verliebt. Und Aurian hat recht, was das körperliche angeht, wird er bekommen was er will. Doch das ist ihm nicht genug. Diesmal nicht. Er liebt deine Frau und will wieder geliebt werden.“ Myrion deutete mit dem Kopf zu Aurian hin. „Sie liebt auch mehr als einen Mann, sie liebt auch Leon, wenn auch auf andere Weise als mich. Ich weiß das ich bei ihr an erster Stelle stehe und so kann ich damit auch leben, ohne zu verzweifeln. Zudem Aurian niemals mit einem Mann alleine klar kommen würde, sie braucht die Abwechslung. Und Lazarus ist wie sie. Er liebt Aurian, als Frau und als Mutter, er begehrt sie wie jeder andere Mann sie auch begehrt. Doch nun hat er sich auch in Nara verliebt. Hätte sie ihm gleich gegeben was er von ihr gewollt hätte, wäre sie vielleicht nur eine von vielen gewesen, doch als sie sich ihm widersetzte und ihn sogar ohrfeigte weil er sich einen Kuss raubte, da brannte die Liebe in ihm hoch.“ Iron verstand: „Herr wollt ihr damit sagen ich soll sie mit ihm teilen? Soll ich wirklich zulassen das sie sich ihm hingibt. Das sie ihn lieben soll? Das kann ich nicht. Ich will sie für mich haben, sie soll nur mir gehören. Wenn sie ihm geben muss was er von ihr will, wenn er sie mit ins Bett nimmt, das schmerzt mich schon, doch ihr Herz soll nur mir gehören. Ich will wenigstens das für mich haben.“

Myrion sah ihn sanft an. „Wenn du versuchst mit ihm Freundschaft zu schließen, wird es dir leichter fallen auch ihr Herz zu teilen. Ich weiß es aus Erfahrung, denn Leon und mich verbindet eine tiefe Freundschaft und ich weiß das er Aurian sehr liebt, auch wenn er oftmals andere Frauen mit in sein Bett nimmt. Und bei Lazarus ist es nicht anders, er ist dazu ausersehen mit vielen Frauen das Bett zu teilen. Er ist ein Eros, ein Gott der körperlichen Liebe. Und einem Eros kann kaum eine Frau widerstehen und da wird deine Nara keine Ausnahme sein und normalerweise sollte er lediglich Liebe zu Aurian empfinden. Doch das Licht geht oftmals seine eigenen Wege und hier hat es gewollt das er sich in Nara verliebt, wenn wir auch noch nicht wissen warum, doch es muss einen Grund geben, das sein Herz hier nicht unberührt blieb.“ Iron sah Myrion an: „Das Licht? Was heißt das?“ Myrion nickte leicht“ Das Licht ist etwas eigenständiges. Ob es ein Wesen ist wissen wir nicht, doch es hat sich in Aurian festgesetzt, sie wird geleitet und geführt von diesem Licht. Und dieses Licht hat einen Sohn geboren, Lazarus. Wenn auch Aurian zwangsläufig ihren Körper dafür hergeben musste um ihn zu bekommen. Deswegen nennt sich Lazarus auch Sohn des Lichts. Er und Aurian werden immer zusammen finden, egal auf welche Art. Denn auch er trägt einen Teil des Lichts in sich. Er ist nicht bösartig noch grausam. Doch er ist egoistisch und was er will nimmt er sich auch. Und das muss er sogar, denn auch er wird vom Licht geleitet. Wenn also das Licht in seinem Herzen eine Liebe entbrannt hat die nicht nur Aurian gehört, wird es seine Gründe haben, die wir noch nicht erkennen können. Das Licht ist das höchste im Universum. Es ist nicht nur sanft und warm, sondern auch kalt und herzlos wenn es darauf ankommt. Und Aurian war schon immer dazu ausersehen es zu tragen, sie wurde nur dafür geboren, denn sie ist stark genug damit klar zu kommen. Und Lazarus wurde mit allen körperlichen Attributen ausgestattet um jede Frau herum zu kriegen, ebenso wie er diese animalisch erotische und sehr männliche Ausstrahlung mit sich trägt, der sogar nicht mal Aurian widerstehen kann, denn hier zieht es Licht zu Licht.“ Iron begann langsam zu verstehen was Myrion ihm sagen wollte. Er würde wohl Nara mit Lazarus teilen müssen und eventuell sogar ihr Herz, weil das Licht es so wollte. Er lauschte zu Aurian und Nara hin, die sich immer noch strikt weigerte Liebe für Lazarus in ihr Herz zu lassen. Er seufzte, war es nicht genug das sie einem anderen Weg folgen mussten als sie sich gedacht hatten, war es nicht genug das sie ohne es zu wissen zu den höchsten Priestern dieser Welt wurden, musste sich nun auch noch ein Gott in ihre Beziehung drängen, den sie nicht wollten? Dann sah er Myrion an, er hatte sich entschieden. „Also gut, doch ich stelle eine Bedingung. Niemals darf er mir Nara weg nehmen und ich möchte das man Naras Vater wieder in die Welt der Lebenden lässt, ebenso wie ich meinen Vater endlich finden und befreien möchte.“ Myrion nickte: „Ist das alles?“ Iron sah ihn an: „Nun das Nara es von sich aus wollen muss ist wohl klar, das muss ich kaum als Bedingung stellen. Ich will nicht das er sich mit Gewalt nimmt was sie nicht geben möchte.“ Myrion lächelte: „Da hast du recht, doch das würde er sowieso nicht tun, doch er wird sie stärker bedrängen, bis sie ihm freiwillig gibt was er will und würde dafür wahrscheinlich sogar noch einige Ohrfeigen in Kauf nehmen. Die hatte ihn nämlich wirklich erheitert. Und was nun deine anderen Bedingungen angeht, das mit Naras Vater, da werden Aurian und ich schauen müssen wo seine Seele ist und ob man seinen Körper noch verwerten kann. Was nun deinen Vater angeht, nehmt den Spiegel der Gegenwart und ihr werdet ihn finden. Doch stellt euch seine Befreiung nicht zu einfach vor. Aurian kann da recht störrisch sein, wenn es um Bestrafungen geht. Doch denke ich um ihren Sohn glücklich zu sehen würde sie da wohl eine Ausnahme machen.“ Dann lauschten beide nochmals dem Gespräch das Aurian mit Nara führte: „Ich wäre auch bereits dafür Irons Vater frei zu lassen, natürlich nicht einfach so, doch ich würde die Möglichkeit in Betracht ziehen.“ Nara seufzte: „Also gut, vorausgesetzt Iron ist einverstanden, werde ich Lazarus die Möglichkeit geben sich mir zu nähern. Doch sagt ihm, ich werde es ihm nicht leicht machen. Gott hin oder her. Ich möchte es der Zeit überlassen was werden wird. Und das ist mein letztes Wort.“ Aurian nickte, sie hatte auch nicht erwartet das sich die junge Sterbliche gegen die Götter stellen würde. Dann sah sie zu Iron und sah nun das dort auch Myrion ihr Gemahl stand, sie hatte nicht bemerkt das er erschienen war, doch lächelte sie ihn liebevoll an. Iron und Nara sahen diesen liebevollen Blick, der ebenso auch von Myrion zurück gegeben wurde. Hier sahen sie eine Liebe die alle Grenzen überschritt. Kurze Zeit später verabschiedeten sich Myrion und Aurian und Iron und Nara blieben zurück. Iron hielt Nara im Arm und sah auf sie herab. „Ich liebe dich und nichts und niemand wird dich von mir trennen können. Auch ein Gott nicht. Also tue was du denkst das richtig ist. Das Licht scheint mit uns zu sein, da es sogar seine Trägerin zu uns schickt.“ Nara nickte: „Liebster, auch mich wird nichts von dir trennen, wenn sich das nun auch schmalzig anhört, doch ich liebe dich mehr als mich selber und ich würde alles tun um dich glücklich zu sehen. Und wenn ich ihm eh geben muss was er von mir will, so haben wir wenigstens noch etwas dabei für uns heraus geschlagen.“ Sie grinste ihn frech an und zwinkerte ihm zu. Iron lachte leise, dann küsste er sie stürmisch. „Nun dann werden wir uns mal dem Spiegel der Gegenwart widmen und sehen was wir dahinter finden werden.“

Kurze Zeit später standen sie dann vor den Spiegeln, diesmal hatten sie sich allerdings ausgerüstet mit verschiedenen Dingen die sie eventuell brauchen könnten und trugen sie in einem Rucksack bei sich.. Dann drückte Nara das Schild auf dem Gegenwart stand und im Spegel erschienen auf einmal Bilder, die ihnen zeigte wie Lazarus einen dritten Tempel wieder herrichtete. Dann schwenkte das Bild zu einer Höhle in der eine Art Gefängnis war und in dem sie Irons Vater sitzen sahen, der wieder in irgendwelchen Büchern las. „Das muss es sein, also los.“ Kaum hatte Iron das ausgesprochen traten beiden sehr schnell in den Spiegel hinein.

Das Abenteuer konnte beginnen.

Kapitel 13: Das Zepter des Lichts


 

Die Höhle war dunkel, doch vor ihnen sahen sie ein Gitter hinter dem Irons Vater an einem Tisch saß und las, wie sie es im Spiegel gesehen hatten. An den Wänden seiner Zelle waren Fackeln angebracht, die seine Zelle beleuchteten. Und auf dem Tisch an dem er saß stand eine Kerze. Elektrisches Licht schien es hier nicht zu geben. Als sie sich in dem Gang in dem sie standen weiter umsahen, entdeckten sie am Ende des Ganges eine weitere Zelle in der fluchend ein Mann auf und ab ging, als sie näher hinsahen, stellten sie fest das es sich um Naras verflossenem Freund handelte.

Doch der interessierte sie weniger, so traten sie auf die Zelle zu in der Irons Vater saß. Iron war tief berührt als er ihn dort sitzen saß und fühlte sich schuldig das er erst jetzt dazu kam, weiter nach ihm zu suchen. Leise sprach er ihn an: „Vater bist du es wirklich?“ Dieser sah auf und entdeckte nun Iron und Nara. „Wer seid ihr und was wollt ihr hier?“ er sprang auf und trat zum Gitter dann sah er den Gang entlang: „Es ist gefährlich, ihr solltet nicht hier sein.“ Iron sah seinen Vater an, er sah um keinen Tag gealtert aus. „Ich bin Iron, dein Sohn und das hier ist Nara meine Frau. Wir sind gekommen um dich hier heraus zu holen. Wieso ist es hier gefährlich?“ Toren, Irons Vater schaute immer wieder den Gang entlang. „Wenn man euch erwischt seid ihr tot oder sitzt ebenfalls hier, also geht lieber wieder, mir kann man nicht helfen.“ Iron lächelte leicht: „Doch wir können dir helfen und wir haben keine Angst das man uns erwischen wird. Also sag uns wie man das Gitter hier auf bekommt, gibt es irgendwo eine Türe oder etwas das man öffnen kann?“ Toren sah seinen Sohn an: „Wie lange bin ich schon hier? Du siehst aus als wärst du über zwanzig Jahre alt. Geht es dir gut? Ich habe hier jegliches Zeitgefühl verloren.“ Iron nickte: „Es sind inzwischen über zehn Jahre vergangen seid du vermisst wurdest. Und ich bin jetzt dreiundzwanzig. Danke Vater, ja mir geht es gut. Doch nun sag uns wie wir dich hier heraus holen können.“ Toren schaute wieder recht panisch den Gang entlang, doch sah er auch das er die beiden jungen Leute nicht davon abhalten konnte. Er seufzte: „Egal was geschieht, ich kann nun glücklich sterben, weil ich dich noch mal sah und es dir gut geht. Aber gut. Mir wurde gesagt, das die schlafende Urgewalt den Schlüssel in Händen hält. Die Türe befindet sich unsichtbar in der Mauer.“ Dabei deutete er ans Ende des Gitters, das in eine Mauer überging. „Wer den Schlüssel besitzt kann diese Mauer oder vielmehr die Türe öffnen und ich wäre frei. Doch weiß ich nicht wer oder was diese schlafende Urgewalt ist. Ich weiß nur das sie ebenfalls irgendwo in einer Höhle zu finden ist.“ Nara nickte: „Ich denke ich weiß wo wir sie finden.“ Auch sie sah immer mal den Gang auf und ab, sie nahm die Warnung von Toren sehr ernst. „Wir sollten jetzt gehen und diese Urgewalt aufsuchen, dann kommen wir wieder und werden dich hier heraus holen, Schwiegerpapa.“ Dabei zwinkerte sie ihm schelmisch zu. Toren sah seinen Sohn an: „Du hast da eine sehr mutige Frau gefunden, herzlichen Glückwunsch. Aber nun geht bevor der Wächter zurück kommt.“ Iron nickte: „Wir kommen wieder, also verzweifel nicht. Wir werden den Schlüssel holen.“ Dann wurde er von Nara von dem Gitter weggezogen und als sie abermals die Stelle betraten an der sie erschienen waren, standen sie auch schon wieder vor den Spiegeln. Dann trat Nara zu dem Schild auf dem schlafende Urgewalt stand und drückte darauf. Im Spiegel erschien nun eine Lavalandschaft, doch man sah das diese sich in einer riesigen Höhle befand. Direkt hinter dem Spiegel war ein Plateau auf das man treten konnte. Nara sah Iron an: „Bist du bereit?“ Der nickte: „Selbst wenn nicht, uns bleibt nichts anderes übrig. Also los.“ Beide betraten dann den Spiegel und standen kurz darauf auf dem Plateau und sahen nun tief in die flüssige Lava herab. Nara nahm einen Kreidestein aus dem Rucksack und malte einen Kreis auf den Boden an der Stelle an der sie standen auf. „Hierhin müssen wir zurück wenn wir wieder heraus wollen.“ Iron nickte und sah sich schon mal nach einem Weg um, dann sah er das es an einer Seite einen schmalen Weg gab der sich nach unten schlängelte. Hinter ihnen sah er in der Ferne ein Licht das scheinbar aus der Höhle heraus führte. „Wo lang? Erst dem Licht folgen und sehen wohin diese Höhle führt oder gleich den Weg nach unten, da mein Vater sagte das die schlafende Urgewalt in einer Höhle lebt.“ Nara sah sich ebenfalls um. „Nun sie wird wohl in dieser Höhle sein, nehme ich mal an, doch einen Blick nach draußen zu riskieren kann nicht falsch sein oder?“ Iron grinste und nickte: „Denke ich auch also sehen wir mal wohin uns das Licht führt.“ Dann gingen beide in die Richtung in der das Licht anzeigte das es wohl nach draußen ging. Als sie den Höhleneingang erreicht hatten, blieb beiden vor staunen der Mund offen stehen. Denn als sie hinaus sahen, sahen sie auf der gegenüberliegenden Seite einen weiteren Berg. Aber nicht irgendeinen Berg sondern den, auf dem ihr Lieblingstempel lag. Nara sah Iron überrascht an. „Das ist unsere Welt und dort drüben ist unser Tempel. Wir haben also immer auf den Berg geschaut in dem diese Urgewalt schläft. Nun bin ich wirklich neugierig was diese Urgewalt ist. Ob damit ein Vulkan gemeint ist? Aber der könnte wohl kaum was in Händen halten oder?“ Auch Iron war sprachlos vor Überraschung und sah nun Nara an: „Finden wir es heraus.“ :damit drehte er sich um und als sie wieder an ihrem Ausgangspunkt angekommen waren um schritten sie den Kreis, nicht das sie aus versehen wieder in ihrem Tempel landen würden. Anschließend folgten sie dem schmalen Weg der nach unten führte. Immer wieder mal löste sich etwas Geröll unter ihren Flüssen und fiel dann dampfend in die heiße Lava. Beide waren inzwischen nass geschwitzt, so das als sie auf einem kleinen Plateau ankamen wo ein wenig mehr Platz war, Iron sein Hemd und seine Hose kurzerhand aus zog und die lange Hose durch eine kurze ersetzte. Auch Nara zog sich nur ein Trägertshirt und eine kurze Hose an. „Verdammt ist das hier heiß und wir sind noch nicht mal unten angekommen.“ Iron nickte. Dann gingen beiden weiter. Nach gefühlten Stunden, obwohl es nicht mehr als eine war, kamen sie unten an und sahen das sich ein Felsweg durch die Lava schlängelte, also folgten sie nun diesem Weg weiter. Er führte sie durch Höhlen, die die Lava draußen lies und ihnen ein wenig Abkühlung gab und auch immer mal wieder zwischen die Lava hindurch, die rechts und links von ihnen immer mal kurz auf brodelte und wie bei Geysiren hoch spritzte. Irgendwann betraten sie dann eine Höhle an deren Eingang rechts und links auf zwei Sockeln, zwei riesige Drachen standen. Sie betrachteten die Sockel und auf dem einen stand: „Erwecke niemals die Urgewalt ohne vor zu haben ihren Preis zu bezahlen.“ Als sie die Inschrift des anderen Sockels lasen stand dort folgendes: „Sein Name ist Zandramas, vielseitig sind seine Gesichter. Und seine Wünsche mannigfaltig.“ Iron und Nara sahen sich ratlos an, dann zuckte Iron nur mit der Schulter. „Machen wir hier erst mal eine Pause und essen was. Dann sollten wir weiter gehen.“ Nara nickte, so setzten sie sich hin und packten einige Vorräte aus die sie mitgenommen hatten. Sie aßen und tranken vor allem etwas, dabei unterhielten sie sich über die Frage wer oder was dieser Zandramas wohl sein mochte. Nara hatte das Gefühl das sie sich hier nicht nur einer Urgewalt näherten sondern auch etwas dass sie eigentlich wohl besser schlafen lassen sollten. Doch das würde nicht gehen, denn sie brauchten den Schlüssel den dieses Wesen was auch immer es sein mochte, aufbewahrte. Auch sprach Iron aufgeregt von seinem Vater und Nara sah ihm an das er glücklich war, wenigstens einige Worte mit seinem Vater gewechselt zu haben. Sie legte ihm eine Hand auf den Arm: „Schatz wir holen ihn da raus, koste es was es wolle.“ Nach einer halben Stunde etwa hatten sie sich ein wenig erholt und traten nun tiefer in die Höhle ein. Dort kamen sie an ein gigantisches Tor auf dem in Augenhöhe Buchstaben zu sehen waren. Das Tor war verschlossen und egal wie sie daran rüttelten sie bekamen es nicht auf. Doch dann hatte Nara eine Idee. Sie drückte auf die Buchstaben in der Reihenfolge das daraus der Name Zandramas wurde. Und als sie den letzten Buchstaben berührt hatte begann sich das Tor knirschend zu öffnen. Inzwischen hatten sie sich bereits an die Kühle der Höhle gewöhnt so das ihnen nun die Hitze die ihnen entgegen schlug, weil sie sich abermals vor einem Lavasee befanden, besonders heiß vor kam. Nara holte mal tief Luft: „Ich glaube wir sind fast da.“ Iron nickte und sie gingen weiter. Schon von weitem sahen sie in der Mitte des Lavasees eine steinerne Insel auf der etwas riesiges lag. Es schien, obwohl sie so etwas nur aus den Mythen und Legenden kannten, ein Drache zu sein. Je näher sie kamen um so mehr kristallisierte es sich heraus, es war tatsächlich ein Drache der dort schlief. Ein roter Feuerdrache, deswegen also schlief er in dieser Lavahöhle. Nun konnten sie nur hoffen das er nicht bösartig war. Doch hätte man sie hier her geschickt wenn der Drache böse wäre? Langsam traten sie näher, aus den Nüstern des Drachen kamen wenn er atmete immer mal Rauchwolken heraus. Dann öffnete sich langsam ein Auge des Drachen und er hob langsam den Kopf. „Menschen in meiner Höhle?“ dröhnte er laut, dann öffnete er auch das andere Auge und setzte sich schwer fällig auf. Anschließend senkte er den Kopf um die beiden näher zu betrachten. „Wer seid ihr und was wollt ihr hier? Seid ihr gekommen um mich von dieser Pein zu erlösen? Und sagt mir, wisst ihr ob meine Gefährtin noch lebt?“ Er blies ihnen immer mal Rauch entgegen wenn er mit ihnen sprach, so das Nara husten musste. Also übernahm Iron das reden. „Nun wir sind gekommen den Schlüssel zu holen um meinen Vater zu befreien. Doch von welcher Pein sollen wir dich erlösen? Und ob deine Gefährtin noch lebt wissen wir nicht. In unserer Zeit gibt es keine Drachen mehr. Na ja, so nahmen wir zumindest bisher an.“ Der Drache hob langsam wieder den Kopf. „Gebt mir meine Farbe und meine alte Kraft zurück dann bekommt ihr den Schlüssel.“ Dabei schwang sein Kopf langsam zur rechten Seite und als Iron dem Kopf mit seinen Augen folgte sah er dort eine Kiste stehen. „Deine Farbe und deine Kraft? Wie sollen wir das machen?“ Fragte Nara immer noch unter leichtem Husten. Nun schwang der Kopf des Drachen in die andere Richtung. “Seht dort, dort geht ein weiterer Weg entlang, wenn ihr es schafft in die dritte Höhle zu kommen so werdet ihr dort auf einem Altar einen goldenen Schlüssel finden, mit diesem Schlüssel könnt ihr meine Fesseln lösen. Sobald ich frei bin werde ich meine Farbe und auch meine Kraft zurück erhalten.“ Erst jetzt als der Drache seine Beine bewegte sahen sie das um eins seiner Hinterbeine eine gewaltige Kette die leicht leuchtete lag, die ihn an die steinerne Insel band. Doch Nara war vorsichtig: „Wer fesselte dich hier und warum? Bitte verstehe uns nicht falsch, doch irgendwer muss dir die Fessel ja angelegt haben und es muss auch einen Grund dafür geben.“ Der Drache schnaufte leicht, wobei abermals eine Rauchwolke seine Nüstern verließ. „Also gut, es war die Herrin des Lichts, sie band mich hier fest und sagte mir das zwei Menschen kommen würden um mich zu befreien. Der eine stark genug um sich und seine Begleiterin den Weg frei zu kämpfen und seine Begleiterin klug genug um alle Rätsel zu lösen die sich auf dem Weg auftun werden. Als Belohnung soll ich ihnen den Inhalt der Kiste geben. Und der Grund.......“ Er druckste ein wenig herum. „ Nun ich......war anmaßend. Ich war der weiseste Drache meiner Zeit und da dachte ich, das mir und meiner Gefährtin die Unsterblichkeit gut zu Gesicht stehen würde, also verlangte ich von der Herrin das sie uns unsterblich machen sollte. Doch statt dessen bekam ich eine Fessel um mein Bein, die mir Zeit geben sollte darüber nach zu denken was ich verlangte. Ich weiß nicht mal mehr wie lange ich schon hier bin. Wenn ihr mir helft, bin ich bereit euch zu dienen solange ihr lebt.“ Nara nickte und sah Iron an: „Was denkst du wirst du mit den Gegnern fertig die uns eventuell begegnen werden?“ Iron sah kurz Nara an dann zu dem Drachen hoch: „Mit welchen Gegnern haben wir es zu tun?“ Der Kopf des Drachen schwenkte leicht hin und her. „Nun das weiß ich nicht, aber ich hörte oft einige Wölfe heulen, also wäre es möglich das in der ersten Höhle wohl Wölfe hausen, doch rechnet mal damit das es keine normalen Wölfe sein werden, denn wenn die Herrin sie dort hinein gesetzt hat, werden es ungewöhnliche Wölfe sein. Mehr kann ich leider nicht sagen, tut mir leid.“ Iron nickte. „Nun ich bin ein Meister der Kampfkunst, also sollte es mir wohl gelingen was man uns auch in den Weg stellt nieder zu ringen. Also gut, wir werden es versuchen. Doch eine Frage noch, was hast du für eine Farbe?“ Der Drache sah Iron an: „Ich bin eigentlich ein goldener Drache. Und ich bin euch zu ewigem Dank verpflichtet. Doch würde ich euch raten erst mal aus zu ruhen und euch zu stärken, der Weg hierher wird wohl auch nicht leicht gewesen sein. Allerdings möchte ich euch noch etwas geben, das mir die Herrin nicht weg nehmen konnte. Ich möchte einem von euch meine Magie lehren.“ Iron deutete auf Nara und grinste: „Sie ist die weise, ich denke sie begreift schneller als ich. Ich bin nur stark.“ Der Drache lachte dröhnend, er freute sich das seine Befreiung bald nahte. So machten Iron und Nara ein Lagerfeuer wobei Iron grinste: „eigentlich könnten wir unsere Bratwürstchen auch gleich in die Lava halten.“ Doch auch Zandramas der Drache bewirkte ein wenig Magie und kredenzte ihnen frisches Wasser und auch noch einige andere Lebensmittel. Und so aßen sie zu den Füßen des Drachens wobei Iron mal hoch sah: „Wie sieht es mit dir aus, musst du nichts essen?“ Zandramas schüttelte den Kopf: „Nein ich bin satt ich hatte erst heute morgen einige Kühe und Ochsen. Hungern ließ man mich jedenfalls nicht. Legt euch später zum schlafen zwischen meine Beine ich halte dann die Hitze der Lava ein wenig von euch ab. Du siehst nämlich jetzt schon recht gegrillt aus.“ Und wirklich, Irons Haut war inzwischen sehr gerötet. Doch er spürte es kaum noch. Später legten sie sich wie vom Drachen geraten zwischen seine Beine zum schlafen und er legte seinen Kopf sachte über sie, diesen auf seinen Vorderbeinen abstützend. Er wollte seine Befreier ja nicht zerquetschen.

Am nächsten Morgen als sie ausgeruht waren und nach einem weiteren Mahl, machten sich Nara und Iron auf den Weg zur ersten Höhle. Als sie das Tor was die Höhle von dem Drachen trennte öffneten stürmten ihnen schon riesige Wölfe entgegen, sie hatten alle die Größe eines kleinen Ponys. Iron war vorbereitet und wirbelte nun zwischen ihnen herum, doch jedes mal wenn sich einer der Wölfe Nara zu wandte hatte er schon Iron im Genick. Der Kampf dauerte seine weile und Zandramas hörte immer mal den einen oder anderen Wolf aufheulen wenn das Leben ihn verließ. Doch auch Iron hatte seine Wunden davon getragen, und schnaufte als der letzte Wolf sein Leben aushauchte. Doch gab es in der Höhle einen kleinen Teich mit frischem Quellwasser und Nara lief sogleich los als die Gefahr gebannt schien und tauchte einige Tücher in das Wasser und rannte zu Iron zurück, das heißt sie wollte es, denn urplötzlich sprang aus einer dunklen Nische ein Wolf heraus der noch größer als die anderen war. Er hatte einen Silberstreifen auf dem Rücken und schien wesentlich älter zu sein als die anderen. Er landete direkt auf Nara und warf sie um, sie schrie auf. Iron hatte den Schrei gehört und mobilisierte nochmals alle Kräfte die er hatte und spurtete zu Nara und hoffte das er nicht zu spät kommen würde. Er traf gerade in dem Moment ein als der Wolf zubeißen wollte. Dann sprang er vorwärts und trat den Wolf direkt am Kopf so das der von Nara runter flog, sie allerdings dabei mit seinen Krallen schwer verletzte. Dann setzte ihm Iron nach und packte den Wolf mit seinen Händen ins Fell. Iron war wütend und dachte an nichts mehr außer den Wolf zu töten, so warf er ihn mit aller Kraft an die Wand und hörte wie dessen Genick brach. Dann sah er sich mit wilden Augen um ob noch irgendwo eine Bestie lauerte. Doch langsam beruhigte er sich wieder und sah nun Nara schwer verletzt und stark blutend auf der Erde liegen. Er hob sie sachte hoch und wollte sie zum Teich tragen, als er das brüllen des Drachens hörte: BRING SIE ZU MIR , SCHNELL, BEVOR DAS LEBEN SIE VERLÄSST, DEINE GEFÄHRTIN LIEGT IM STERBEN.“ So rannte er mit Nara auf den Armen so schnell seine noch übrigen Kräfte es zuließen wieder zu dem Drachen und legte Nara zu dessen Füßen nieder. Dann brach er selber zusammen.

Zandramas sah auf die beiden Menschen herab und eine Träne verließ seine Augen, sie rollte herab und blieb als goldene Perle auf dem Boden liegen, dann begann er leise Worte zu murmeln und hauchte ein wenig Atem in Naras Richtung. Langsam schlossen sich die tiefen Kratzer auf Naras Körper die die Krallen des Wolfes verursacht hatten und dank der Magie des Drachens blieben auch keine Narben zurück. Dann kümmerte sich Zandramas um Iron doch sah er das dieser nur vor Erschöpfung umgefallen war. Dennoch heilte er auch ihn von seinen Wunden die die Wölfe ihm beigebracht hatten. Und fluchte immer mal zwischendurch und verfluchte die Herrin, das er den beiden wegen der dämlichen Kette nicht helfen konnte. Er war so wütend das ihm in dem Moment gar nicht in den Sinn kam das die beiden sich der ganzen Gefahren gar nicht aussetzen müssten, wenn die Kette nicht wäre. Nach wenigen Minuten kamen beide wieder zu Bewusstsein, er wachte über sie. Iron fühlte sich gestärkt und sah sofort nach Nara. Doch als er sah das sie geheilt war, sah er dankbar zu Zandramas hoch und hauchte leise: „Danke.“ Zandramas nickte und grollte leise: „Nehmt euch den Schlüssel aus der Truhe, ich will nicht schuld an eurem Tod sein. Lasst mich hier verrotten.“ Iron sah zu Zandramas auf. „Nein das werden wir nicht. Du hast uns geholfen nun helfen wir auch dir. Das ist Ehrensache, wir müssen halt nur vorsichtiger sein, das ist alles.“ Auch Nara hatte sich aufgesetzt und nickte zu Irons Worten, dann sah sie die goldene Perle: „Was ist das, sie lag eben aber noch nicht hier.“ Sie hob die Perle auf und besah sie sich von allen Seiten. Sie war absolut rein. Leise grollte Zandramas: „Keine Ahnung wo sie herkommt. Du kannst sie behalten, wenn du möchtest. Sie erfüllt dir einen Wunsch es ist eine Wunschperle.“ Er wollte nicht zugeben das er wegen der beiden geweint hatte, doch sprach er die Wahrheit was den Wunsch anging. Nara bedankte sich freundlich und steckte die Perle ein, dann sah sie Iron an. „Sollen wir es noch mal versuchen, mal abgesehen davon das der Teich und ein Bad darin doch lockt. Und Wölfe dürfte es dort keine mehr geben.“ Iron lachte leise und sah zu Zandramas hoch: „Hast du so etwas schon mal gesehen, die Frau ist nicht klein zu kriegen, gerade eben lag sie noch im sterben und nun will sie ein Bad nehmen und weiter machen.“ Zandramas sah zu den beiden herab: „Seid aber vorsichtig, je weiter ihr rein geht um so weiter ist der Weg zurück. Und Heilung muss manchmal recht schnell geschehen.“ Als die beiden abermals zur Höhle gingen sah der Drache ihnen nach: „Herrin muss das sein? Ist das wirklich nötig das die beiden ihr Leben riskieren nur um mir zu helfen? Ich bin geläutert, bitte lass mich frei, damit die beiden nicht noch mehr in Gefahr kommen.“ Doch er bekam keine Antwort also konnte er nur eins tun, ihnen mit seinen Sinnen folgen und hoffen das sie schnell genug sein würden, den Weg zurück zu laufen, damit er ihnen helfen konnte. Nara und Iron nahmen erst mal ein Bad in dem kleinen Teich, doch als Iron Nara dort im Teich stehen sah, wie das Wasser an ihr ab perlte überkam es ihn, er wollte sie haben. So näherte er sich ihr, packte sie und presste sie an sich, dann lagen seine Lippen auch schon auf den ihren. Nara spürte seinen starken Körper, spürte wie die Muskeln unter seiner Haut arbeiteten als er sie an sich presste und ergab sich ihm. Zandramas der ihnen mit seinen Sinnen gefolgt war, schnaufte leicht vor sich hin als er sogar selber das Begehren Irons spürte und wie wild dieser nun Nara nahm. Und auf einmal wurde ihm bewusst das er bereits jetzt mit den beiden verbunden war. Sie gehörten zu ihm, obwohl er nicht wusste wie das geschehen konnte. So dachte er darüber nach während die beiden sich im Teich vergnügten. Nachdem Iron sich aus getobt hatte und Nara glücklich in seinen Armen hielt sah er sie liebevoll an. Sie hatte noch den leicht verklärten Blick den sie immer hatte, wenn er mit ihr zusammen gewesen war. Das zeigte ihm das es ihr ebenso viel Freude gemacht hatte. Sein Herz quoll über vor Liebe zu ihr. Als sie sich von ihrem Liebesspiel ein wenig erholt hatten verließen sie den Teich und zogen sich wieder an, die Hitze der Lava die selbst bis hierhin in die Höhle drang trocknete ihre Körper recht schnell. Dann traten sie zum nächsten Tor und Nara las das Rätsel das dort geschrieben stand. Auch waren hier wieder Buchstaben zu sehen. Sie musste eine weile überlegen doch dann fiel ihr die Lösung ein und sie tippte die Buchstaben an um das Lösungswort zu schreiben. Beim letzten Buchstaben begann sich das Tor langsam zu öffnen und Iron sah vorsichtig durch die breiter werdende Öffnung in die nächste Höhle hinein. Doch es war weder was zu erkennen noch irgendwas zu sehen. Auch stürmte nicht sofort irgend etwas auf sie ein. Er sah Nara an: „Sei vorsichtig hier scheint es sich nicht um wilde Tiere zu handeln. Lass mich erst mal einige Schritte vorgehen.“ Nara nickte. Leise hörten Nara und Iron in ihren Gedanken den Drachen reden: „Wenn es möglich ist lockt eure Gegner heraus und zu mir, dann kann ich euch helfen.“ Beide sahen sich verwundert an, das sie Zandramas so hören konnten, doch hatten sie im Moment andere Probleme als sich darüber Gedanken zu machen. Und so schlich Iron langsam in die Höhle. Als er sie betrat flammten an den Wänden Fackeln auf und er sah am Ende der Höhle einen Riesen stehen, der eine Keule in der Hand trug. Leise murmelte er: „Hat die Herrin nun alle Märchengestalten ausgegraben und zum Leben erweckt um uns auf zu halten?“ Langsam ging er auf den Riesen zu und als der ihn sah stürmte er los und Iron schrie nur Richtung Nara: „Renn, renn so schnell du kannst.“ Nara überlegte nicht lange und rannte los und Iron folgte ihr aber darauf achtend das der Riese ihm folgen würde. Auch Zandramas hatte nun mit seinen Drachensinnen den Riesen erspäht und spürte das die beiden Menschen den Riesen zu ihm lockten. Er freute sich schon das er auch etwas tun könnte. Und so rannten die beiden weiter in Richtung Drache und der Riese hinter ihnen her. Als sie nun die große Höhle betraten in der der Drache in der Mitte wartete spurteten beiden los und ihnen auf den Fersen der Riese. Als dieser nun die Drachenhöhle betrat blieb er plötzlich ruckartig stehen als er den Drachen bemerkte. Doch seine Wut das er die beiden Winzlinge nicht erwischen konnte war inzwischen größer als sein Verstand und so rannte er abermals hinter den beiden her und kam so auch in die nähe des Drachen der sich alt und schwächlich gestellt hatte. Doch kaum war er in Reichweite des Drachen angekommen richtete der sich auf und bevor der Riese ihn auch nur berühren konnte, flammte auf einmal der Drachenodem auf und traf ihn volle Breitseite, was ihn nach hinten stolpern und in die Lava fallen ließ, in der er jämmerlich verbrannte. Nara und Iron hielten sich den Bauch, denn sie waren regelrecht um ihr Leben gelaufen. Schwer atmend standen sie dort und sahen den Riesen in der Lava verschwinden. „Also gegen den hätte ich keine Chance gehabt, das muss ich wirklich zugeben. Ich bin Nahkämpfer und hätte mit ihm körperlichen Kontakt haben müssen, doch in dem Fall hätte er mich einfach zerquetscht.“ :keuchte Iron. Zandramas sah recht nachdenklich aus. „Also meine lieben Menschen, ich glaube hier wurde kurzfristig der Gegner ausgetauscht. Ich weiß nur nicht wieso. Denn wie du schon sagtest gegen den hättest du keine Chance gehabt, es sieht fast so aus als hätte man beabsichtigt das ich euch helfe.“ Iron sah zu Zandramas hoch und nickte nur leicht. „Aber egal wir haben nun das Tor zur dritten Höhle erreicht und deine Befreiung ist nahe. Die Frage ist nur sollen wir sie auch noch heute öffnen oder erst mal ordentlich ausruhen.“ Danach sahen dann beide, der Drache und Iron Nara an und diese antwortete nur: „Wir machen es jetzt, schlimmer kann es nicht mehr kommen." Also gingen Nara und Iron noch mal los, allerdings betraten sie die zweite Höhle nun recht vorsichtig, schon einmal hatten sie gedacht die Höhle sei nun leer und es war falsch, Iron sah sich sorgsam um. Noch eine böse Überraschung wollte er nicht erleben. Doch die Höhle war tatsächlich leer und so standen sie abermals vor einem Tor mit einem Rätsel. Auch hier musste Nara eine weile überlegen, während Iron die Höhle weiter absuchte. Dann hatte Nara die Lösung und gab sie durch antippen der Buchstaben ein. Wieder öffnete sich langsam das Tor und abermals flammten fackeln auf als Iron die Höhle betrat. Doch hier gab es keine Gegner nur den Altar. Und auf diesem Lag ein goldener Schlüssel, als auch ein kleines Nest mit zwei goldenen Eiern auf denen eine kleine goldene Drachenstatue hockte. Nara betrachtete das Nest und die Statue genauer, dann sah sie wie sich die Augen der Statue bewegten und der Blick irgendwie um Hilfe flehte. Sie schlug Iron leicht auf den Arm : „Schau mal sieht es nicht aus als würde die kleine Statue mit ihren Augen um Hilfe flehen?“ Auch Iron betrachtete nun die Statue genauer und sah das Nara recht hatte. „Pack das Nest mit der Statue auch ein, vielleicht weiß Zandramas was damit los ist. Im schlimmsten Fall müssen wir es wieder zurück bringen.“ Nara nickte und nahm sachte das Nest auf und trug es vorsichtig auf ihren Armen. Das Nest hatte den Durchmesser von ungefähr dreißig Zentimetern. Iron nahm den goldenen Schlüssel für Zandramas Kette. Dann gingen sie langsam und vorsichtig wieder zurück, Nara konnte nicht schneller gehen wenn sie das Nest nicht fallen lassen wollte. Nach einer Weile waren sie wieder bei dem Drachen angekommen, dieser war schon ganz aufgeregt und freute sich über seine baldige Freiheit. Doch als sich Nara und Iron näherten und er das Nest sah und die Statue darauf, brüllte er laut vor Schmerz auf. Nara erschrak so sehr das sie das Nest fast fallen gelassen hätte, wenn nicht Iron schnell zugegriffen hätte. Dann sahen sie den Drachen fragend an: „Was ist los? Deine Freiheit winkt.“ Zandramas sah auf das Nest: „Das ist meine Gefährtin, doch was ist mit ihr geschehen? Sie ist zur Statue geworden. Ich verfluche dich Herrin, was bedeutet mir die Freiheit wenn ich sie nicht mit ihr teilen kann. Was hast du getan?“ Und abermals trat eine Träne aus seinen Augen und kullerte als Perle zur Erde. Nun sahen Iron und Nara woher die Perlen kamen. Sie waren die Tränen des Drachen. Doch nun dachte Nara schnell nach: „Halt warte mal, sagtest du nicht die Perlen erfüllen mir einen Wunsch? In dem Fall ist noch nichts verloren oder? Sondern ich kann mir wünschen das deine Gefährtin wieder zu dem wird was sie einst war und ebenso das Nest. Damit seid ihr alle frei.“ Schnell hob sie auch die zweite Perle auf. „Je eine Perle für einen Wunsch, das ist doch was.“ Zandramas sah sie verwundert an: „Du würdest deine Wunschperlen für mich verwenden? Denn ich kann und darf sie nicht nutzen.“ Nara sah freundlich und sanft zu dem Drachen hoch: „Aber sicherlich, wären wir nicht hier her gekommen hätte ich sie eh nicht gehabt und ich habe alles was ich mir wünsche, einen liebevollen Mann und eine Aufgabe. Mehr brauche ich nicht.“ Zandramas sah sie immer noch verwundert an, dann blickte er zu Iron: „Ist das auch deine Meinung?“ Dieser nickte: „Aber ja, Nara hat recht, wir brauchen die Wunschperlen nicht, also kann sie sie ruhig für euch verwenden. Doch jetzt sollten wir erst mal deine Kette lösen.“ damit trat er in die Nähe des Drachenbeins an dem die Kette befestigt war, doch bevor er die Kette mit dem Schlüssel lösen konnte schrie Zandramas : „Warte, nehmt euch erst das was in der Kiste ist, es ist nun rechtmäßig eures. Bevor hier das Chaos ausbricht.“ Also trat Nara zu der Kiste und öffnete sie und als sie dort hinein sah, schaute sie überrascht zu Zandramas auf, dann nahm sie den Inhalt der Kiste heraus. Dort lag nur das Zepter des Lichts drin und eine silberne Drachenperle. Zandramas nickte. „Die Perle ist der Schlüssel, werft sie gegen die Mauer und sie wird sich öffnen. Und das andere ist das Zepter des Lichts, ich war dessen Hüter.“ Als sie nun alles sorgsam in ihrem Rucksack verstaut hatte und das Nest wieder aufgehoben hatte, nickte sie Iron zu das er nun die Kette lösen möge. Doch kaum fiel die Kette von dem Drachen ab, wandelten sich seine Schuppen und wurden leuchtend golden, zur gleichen Zeit durchdrang den Drachen auch seine alte Kraft. Zeitgleich brach im wahrsten Sinne des Wortes das Chaos aus, denn die Lava verschwand, die Höhle wurde kühler und dort wo die Höhlen gewesen waren mit den Gegnern, brach auf einmal die Gebirgswand auf und man hatte einen Weg nach draußen. Ebenso befanden sich auf einmal riesige Schätze in der Höhle, dann trat Ruhe ein und eine sanfte Stimme war zu hören: „Zandramas achte dein Versprechen das du diesen beiden Menschen gabst, ich gebe dir das Leben und die Freiheit zurück, doch maß dir niemals mehr irgend etwas an, was dir nicht zusteht.“ Der Drache nickte: „Das werde ich, keine Sorge, diese beiden sind mit mir und meiner Gefährten auf Lebzeiten verbunden. Wir werden ihnen dienen, bis ans Ende unserer Tage.“ Nara hatte unterdessen einen schönen Platz in der Höhle gesucht für das Nest und stand nun davor mit der Wunschperle in der einen Hand und der kleinen Statue in der anderen: „Ich wünsche mir das das Nest samt seinem Inhalt wieder wird wie es sein sollte.“ Und als sie den Wunsch ausgesprochen hatte begann das Nest zu wachsen und wurde wieder in seine Originalgröße gebracht, ebenso die Eier die darin lagen. Anschließend setzte sie die kleine Drachenstatue vor sich auf den Boden und ging einige Schritte zurück, nun nahm sie die zweite Wunschperle und sprach nun den zweiten Wunsch aus:“ Ich wünsche mir das auch der kleine goldene Drache wieder wird was er eigentlich sein sollte.“ Und abermals begann ihr Wunsch zu wirken, denn auch der Drache wuchs und wurde wieder lebendig. Man sah nun das die Drachin kleiner war als ihr Gefährte. Als Nara auf die beiden Wunschperlen sah, waren diese schwarz geworden. Dennoch steckte sie sie ein, als Andenken an diesen Tag. Zandramas sah seine Gefährtin liebevoll an, diese begab sich sogleich wieder auf ihr Nest um die Eier zu bebrüten. Dann sah Zandramas auf die beiden Menschen. „Ich gedenke mein Versprechen zu halten. Wir, meine Gefährtin Serena und ich werden euch dienen bis zu unserem oder euren letzten Atemzug. Doch nun sollte ich euch nach Hause bringen. Es wird Zeit das man sieht das es auch noch Drachen in eurer modernen Welt gibt.“ Damit hob er ein Vorderbein so hoch das die beiden aufsteigen konnten, er trabte dann mit ihnen zu der Öffnung in der Felswand und erhob sich mit ihnen auf dem Rücken in die Lüfte.

Nara und Iron hatten nicht nur das Zepter des Lichts, nicht nur den Schlüssel zum Gefängnis zu Toren gefunden, sondern hatten auch die friedlichen Drachen wieder in ihre so moderne Welt gebracht.