Kapitel 20: Die Insel im Meer

Als sie sich in die Sessel
setzten sah Lazarus die beiden an: „Ich bewundere euch, ihr habt
wirklich viel geleistet. Und nun wo ich erfahren musste wie es
ist, nicht jedes mal auf seine Kräfte zurück greifen zu können,
erst recht. Mir war nie klar mit was sich die Sterblichen
auseinander setzen müssen. Ich habe auf dieser Reise sehr viel
gelernt.“ Dann sah er Nara an: „Wie geht es dir?“ Nara nickte:
„Es geht mir gut, es gibt kein Grund zur Sorge.“ Iron nickte
leicht. „Wir sterblichen sind weit aus widerstandsfähiger als
man denken sollte. Wir können alles wir müssen es uns nur hart
erarbeiten.“ Lazarus nickte: „Sollen wir uns nun ansehen was
Aran meinte?“ Als Nara sich erheben wollte, winkte Iron ab:
„Bleib sitzen ich stelle schon den Fernseher ein.“ Dabei grinste
er die anderen an. Lazarus hatte unterdessen dafür gesorgt das
sie etwas zu essen und zu trinken bekamen. Dann setzte sich auch
Iron wieder und sie sahen auf den Spiegel. Eine Stimme war zu
hören die eindeutig aus dem Spiegel kam. „Am Anfang war das
nichts, es war dunkel. Es gab einen lauten Knall und es
entstanden zwei Geister. Hier waren die Geister der Ewigkeit
entstanden, die nun langsam wie sie dachten Licht in das Dunkel
bringen würden. Doch sie hatten eins nicht gesehen, den winzigen
Lichtfunken der bei ihnen war. Dieser Lichtfunke schwebte durch
das Weltall und sah sich das Universum an. Auf Geheiß des
weiblichen Geistes teilte sich der männliche Geist in gut und
böse. Dann entstanden die ersten Welten, nicht viele aber doch
genug. Es entstanden Sonnen, Monde und andere Planeten. Die
Sterne waren geboren.“ Während die Stimme sprach sahen die drei
im Spiegel was die Stimme erzählte. Sie erlebten die Geburt des
Universums mit. „Das Licht lies die drei Geister erst mal
gewähren, so musste es nicht selber arbeiten. Doch je mehr
Sterne kamen um so größer wurde das Licht denn es erhielt
Nahrung von den Sonnen. Leben entstand auf den Planeten, die
Menschen erschienen. Das Licht wusste einfach alles, wenn es
auch nicht alles verstand. Wissen alleine reicht nicht. So
wanderte es durch das Universum, bis es auf einer Welt eine
Zeugung miterlebte, dieses Mädchen das dort gezeugt wurde, war
etwas besonderes. Das Licht wusste das und es wusste auch was es
tun musste. So setzte es sich in das Mädchen hinein. Und erlebte
nun das wachsen eines Menschen mit, es erlebte Trauer, Gewalt
und Liebe. Es sandte die junge Frau später auf mannigfaltige
Abenteuer um weiter lernen zu können. Das Licht wusste zwar,
doch wollte es auch verstehen.“ Nun sahen die drei Jasmin, die
erste Herrin des Lichts und ihren Gatten Eric, wie sie kämpfen
mussten wie Jasmin die gesamte Familie ihres Mannes auslöschte
weil diese einen Fluch über ihre Familie geschickt hatten der
ganze Generationen ins Unglück gestürzt hatte. „ Im Laufe der
Zeit wuchs Jasmin über sich hinaus und nahm so den Platz ein als
Herrin des Lichts. Doch es kam auch die Zeit da die junge Frau
müde wurde, sie wollte nicht mehr kämpfen, sie wollte nicht mehr
für das Universum verantwortlich sein. Es wurde ihr einfach zu
viel, sie war zu menschlich. So überdachte das Licht das ganze
Problem und sorgte dafür das Ikarus geboren wurde. Gezeugt aus
dem Samen zweier Männer, Eric und Dorian. Das Licht wollte das
Ikarus die Frau zeugte die die Kraft haben würde, alles zu
überstehen. Die nicht so schnell aufgeben würde, die stärker war
als alles andere. Menschlich zwar und doch eine Göttin die alles
beherrschen konnte. So schlief Ikarus im Wissen darum das sein
Beischlaf seine Mutter töten würde mit ihr und das Licht
wanderte weiter. Es lies sich von Ikarus zu der Frau tragen die
nun die übermenschliche Göttin gebären würde. Er zeugte das Kind
und gab mit seinem Samen auch das Licht weiter. Das sich nun in
Aurian festsetzte und auf deren Geburt wartete. Ikarus starb
kurz nach der Zeugung und folgte seinen Eltern in das Paradies
das er für seine Mutter erschaffen hatte, damit sie in der
Ewigkeit glücklich werden konnte. Doch das Licht war zufrieden,
es hatte nun eine Herrin die alles ertragen konnte, die stark im
Geist als auch im Körper war. Gefährten für sie waren schnell
gefunden. Und als die Zeit reif war, sorgte es dafür das wieder
einmal ein Junge geboren wurde, der abermals zwei Väter hatte.
Lazarus.“ Nun wurde Lazarus ganz aufgeregt da von ihm die Rede
war. Doch die Stimme sprach schon weiter. „Lazarus war dazu
ausersehen die Welten mit der Lust zu füllen. Doch manche Welten
obwohl die Götter gut für sie sorgten denn Aurian hatte alles
genau im Griff und im Auge, verloren die Hoffnung und auch die
Liebe wurde weniger. So setzte das Licht in Aurian eine Idee
fest, die diese auch sofort in Angriff nahm. Sie sorgte dafür
das es kam wie es kommen musste und hatte sich dafür zwei junge
Menschen ausgesucht deren Ahnen sie lange beobachtet hatte.
Diese beiden mussten langsam in ihrer Aufgabe wachsen um das zu
erfüllen was das Licht wollte. Es wollte die Hoffnung und die
Liebe wieder aufleben lassen. Und auch Lazarus sollte lernen das
ihm nicht immer alles in den Schoß fiel wie er es sich dachte.
Und so kam es das irgendwann, Liebe und Hoffnung von ihm gezeugt
wurden, denn die Lage war ernst und die Kinder mussten so
schnell als möglich ihre Aufgabe aufnehmen. Was die drei aber
nicht wussten und auch Aurian entgangen war....das war...das die
jungen Leute nicht nur göttliches Blut hatten, sondern von den
Geistern an sich abstammten, die in weiter Vorzeit durch einen
ihrer Avatare zwei Kinder gezeugt hatten. Doch selbst die
Geister ahnten nichts davon. Denn das Licht lies auch sie damit
im dunklen tappen.“ Nun zeigte der Spiegel noch Dorian wie er
einige Frauen vergewaltigte. sie sich nahm und es ihn nicht mal
störte das sie bei dem Akt starben, denn keine sterbliche Frau
konnte den Liebesakt mit einem Avatar überleben. Und doch
überlebten zwei, vom Licht geschützt. Diese zwei bekamen sogar
ein Kind von ihm, weil das Licht es so wollte. Dann verblasste
das Bild und der Spiegel verschwand. Lazarus sah nun Nara und
Iron an. „Ihr seid Nachkommen von Dorian dem dunklen Avatar der
Geister der Ewigkeit.“ Neben ihnen erschienen nun Myrion, Leon
und Aurian und sahen entsetzt über das was auch sie im Spiegel
gesehen hatten, die drei an. Leon schüttelte den Kopf. „Mein
Vater ist euer Urahn?“ Aurian dachte nach und lies nebenbei noch
drei weitere Sessel erscheinen, dann setzte sie sich: „Wie es
scheint ja, doch da sie im Laufe der Generationen ihre
Unsterblichkeit verloren, falls sie sie überhaupt besessen haben
ist es mir nie aufgefallen. Sicher mir fielen die beiden
Familien auf, wenn ich auch nicht genau weiß wieso, so wählte
ich sie dennoch aus. Nun scheint es mir das ich hier auch
geleitet wurde vom Licht. Das alles bedacht hatte. Das Licht
kennt die Vergangenheit und die Zukunft, auch wenn es selbst mir
nicht immer alles offenbart. So wusste es wohl das diese Kinder
mal gebraucht werden würden. Was mich an dem ganzen nur ein
wenig wütend macht ist das es selbst mich im dunklen ließ.“
Lazarus sah seine Eltern an: „Was macht ihr überhaupt hier?“
Myrion sah ihn an: „Nun deine Mutter merkte das ihr verschwunden
wart und wir wussten nicht wohin, egal wo wir auch nach sahen
wir konnten euch nicht finden, so machten wir uns Sorgen. Dann
auf einmal wart ihr wieder da und wir wollten nach sehen wo ihr
gewesen wart.“ Lazarus nickte: „Wir waren in der Zukunft und
scheinbar auf einer Welt die es noch nicht gibt.“ Aurian nickte
und sah dann Nara an: „Kind wie geht es dir?“ Nara und Iron
waren noch wie vor den Kopf geschlagen, über das was sie nun
erfahren hatten. Doch Nara nickte Aurian zu: „Mir geht es gut,
wirklich.“ Myrion sah Leon grinsend an: „Junge uns steht wieder
eine sehr heiße Nacht bevor, denn wir müssen mit Aurian wieder
mal eine Welt erschaffen.“ Aurian sah von einem zum anderen:
„Männer...... könnt ihr eigentlich auch noch an was anderes
denken?“ Myrion nickte heftig und lachte: „Ja aber das willst du
im Moment bestimmt nicht wissen.“ Leon konnte nicht antworten,
erst jetzt hatte er das erste mal die wahre Seite seines Vaters
gesehen und zu was dieser in der Lage gewesen war. Leon
verschwand, er brauchte erst mal Ruhe um damit klar zu kommen.
Myrion wollte ihm folgen doch Aurian hielt ihn zurück: „Lass
ihn, er muss erst mal verkraften was er dort sah. Leon ist zwar
auch kein Unschuldsengel doch gab es immer Dinge die er nie
getan hat noch tun würde.“ Myrion nickte. Doch auch sie beiden
verschwanden kurz darauf und Lazarus brachte sich, Nara und Iron
dann wieder nach Hause, diesmal bestand Nara nicht darauf die
Rune zu benutzen.
Die nächsten Wochen vergingen
damit das sie erst mal ihr Gleichgewicht wieder finden mussten.
Zudem wuchs Naras Bauch in Rekord schnelle. Zwischendurch kam
immer mal Mutter Natur vorbei um sich Nara an zu sehen. Aurian
wollte nicht das ihr oder den Kindern etwas geschah, doch bis
auf das die Kinder schneller heran wuchsen als es normal war,
war mit ihr alles in Ordnung. Iron und Lazarus kümmerten sich
rührend um sie. Nara hatte das Gestell auf der die Kugel an sich
gelegen hatte mit genommen und sie ruhte nun auf einem kleinen
Tisch im Wohnzimmer. Die anderen drei Kinder wuchsen langsam
heran und hatten schon begonnen herum zu krabbeln.
Die beiden Zwillinge hatte man
Miria und Marlon genannt und der Tochter Leons den Namen Leona
gegeben. Die drei entwickelten sich prächtig. Obwohl Leon an
sich nie etwas mit seiner Tochter zu tun haben wollte so sah er
dennoch ab und zu mal nach ihr. Wobei er sich nebenbei auch
immer mal einige der Priesterinnen nahm die bereit waren mit ihm
das Bett zu teilen. Auf der kleinen Insel im Meer hatte man sich
inzwischen daran gewöhnt das immer mal ein Gott oder eine
Inkarnation auftauchte. Auch Arden ließ sich regelmäßig sehen
und flegelte sich dann in einem Korbsessel herum. Wie Leon warf
auch er ab und zu mal die Leine nach eine der Priesterinnen aus
und vergnügte sich mit ihnen. Und an einem Nachmittag als er
wieder mal auf der Terrasse saß und sich mit Nara unterhielt,
weil Iron sich um Geschäfte kümmern musste und Lazarus wieder
mal seinen Pflichten als Gott nach kam, schrie sie plötzlich im
Gespräch auf. Er sah sie erschrocken an: “Was ist los, hast du
Schmerzen?“ Sie keuchte: „So könnte man sagen, die Wehen haben
eingesetzt, dein Freund wird heute noch Vater.“ Jetzt wurde
Arden hektisch und brüllte: „Lazarus!!........Komm sofort hier
her.“ Der erschien auch kurz darauf und sah sich um: „Was ist
los warum schreist du so?“ Doch Arden deutete nur auf Nara: „Es
ist soweit, deine Kinder wollen heraus, was sollen wir denn nur
tun?“ Als Lazarus begriff was hier vor sich ging, erging es ihm
nicht besser als Arden, so brüllte er nach seiner Mutter. Die
auch kurz darauf mit der Mutter Natur erschien: „Nun mal keine
Panik, das sind nicht die ersten Kinder die zur Welt kommen, hol
mal lieber Iron herbei, Iona kümmert sich schon um deine Frau
und Kinder.“ Lazarus froh etwas tun zu können verschwand um Iron
zu holen. Als er wieder kam waren die drei Frauen im Haus
verschwunden und er hörte Nara von drinnen schreien. Er sah Iron
an: „Kannst du mir mal sagen warum wir Kerle das den Frauen die
wir lieben antun? Hör dir das mal an.“ Iron sah ihn ruhig an, er
hatte das ganze ja bereits einmal erlebt: „Also nur nicht
aufregen, sie wird es schon überstehen, keine Sorge. Sollen wir
rein gehen und ihr moralische Unterstützung geben?“ Lazarus sah
ihn panisch an: „Ich glaube das ertrage ich nicht, ich falle
bestimmt in Ohnmacht.“ Iron lachte leise, nahm Lazarus am Kragen
und beförderte ihn nach drinnen. „Du hattest deinen Spaß nun
wird es ernst, also los rein mit dir.“ dann betraten die beiden
das Gebärzimmer und setzten sich rechts und links auf das Bett
neben Nara. Lazarus folgte genau dem was Iron tat und als dieser
eine Hand von Nara nahm tat er das selbe. Dann schrie Nara
abermals los und zerquetschte ihm und Iron fast die Hand. Und
nach der nächsten Wehe hielt Iona einen kleinen Jungen in den
Händen: „Hier habt ihr euren Amor.“ Iron tupfte Nara immer mal
die Stirn ab. „Hab Mut Kleines das wird schon, das erste ist da
und es ist ein prächtiger Junge.“ Nara sah Lazarus und Iron
wütend an. „Ich hasse euch.“ Lazarus sah entsetzt Iron an, doch
dieser antwortete nur gelassen: „Ich weiß Kleines.“ Dann ging es
schon wieder los und Nara brüllte abermals. Aurian hatte
inzwischen den kleinen Jungen gewogen, gebadet, in ein Tuch
gewickelt und hielt ihn nun auf ihrem Arm und zeigte ihn Nara
während einer Wehenpause. Naras Blick wurde sofort sanft, bis es
zur nächsten Wehe ging, doch auch diesmal hielt kurze Zeit
später Iona das Kind in ihren Händen und reichte es Aurian. Die
hatte inzwischen den Jungen in eine Wiege gelegt und nahm nun
das Mädchen. Doch nun sah Iona sehr besorgt aus: „Verdammt,
Aurian schick die beiden Männer raus.“ Aurian hatte inzwischen
das Mädchen ebenfalls versorgt und schob die beiden Männer zur
Türe hinaus. Diese waren nun ebenfalls besorgt selbst Iron.
Lazarus war ganz außer sich.„Was geht da vor, was ist passiert?“
Iron schüttelte den Kopf : „Ich weiß es nicht. Beim letzten Mal
ging alles glatt und es gab keine Komplikationen.“ Lazarus lief
vor dem Geburtszimmer auf und ab: „Sie ist unsterblich, ihr kann
nichts passieren. Wenn ihr nun etwas passiert, werde ich nie
wieder lachen können, wieso musste ich sie schwängern? Nie
wieder will ich ein unsterbliches Kind zeugen, nie wieder.“
Obwohl sich auch Iron Sorgen machte legte er eine Hand auf
Lazarus Schulter: „Mach dich nicht verrückt, das hätte auch bei
meinen Kindern passieren können. Das kann man nie voraussagen.“
Einge Minuten später trat Aurian aus dem Zimmer und sah die
beiden jungen Männer an. „Es tut mir leid.....“ Bevor Aurian
überhaupt weiter reden konnte stürmte Lazarus wie ein verrückter
in das Geburtszimmer und sah dort Nara in ihrem Blut liegen, sie
schien zu schlafen. Er schrie voller Schmerz auf: „Nein bitte
nicht............nein.“ Inzwischen hatte Aurian Iron aufgeklärt
was geschehen war: „Sie wird nie wieder ein Kind bekommen
können. Es tut mir aufrichtig leid. Doch ihr Körper hat es nicht
verkraftet so schnell hinter einander zweimal Zwillinge zu
bekommen. Sie hat innere Verletzungen davon getragen.“ Iron
nickte leicht: „Ich denke das ist schon in Ordnung, wir haben
zusammen vier Kinder, das ist mehr als genug. Sie wird doch
ansonsten wieder gesund oder?“ Aurian nickte: „Ja sie wird
wieder komplett hergestellt sein, bis eben auf das sie keine
Kinder mehr bekommen kann und daran wird auch Lazarus nichts
ändern können, da es seine Kinder waren die es verursacht haben.
Doch ich denke das sollte man ihm nicht sagen.“ Iron sah ins
Geburtszimmer, wo Lazarus neben dem Bett kniete, Naras Hand
hielt und weinte: „Damit werden wir leben können. Doch jetzt
sollte ich mich um ihn kümmern.“ Aurian sah Iron sanft an. „Mach
das dann können wir sie frisch machen.“ Dann traten beide wieder
ins Zimmer und Iron zog Lazarus hoch, dessen Gesicht Tränen
überströmt war. Er nahm ihn an den Schultern und führte ihn
hinaus und erklärte ihm das Nara lebte, doch das sie nie wieder
ein Kind bekommen könnte. Langsam kam die Erkenntnis dessen hoch
was Iron ihm gesagt hatte: „Sie lebt? Aber das ganze Blut.“ Iron
war selber zutiefst erschüttert, doch zeigte er hier welche
Stärke in ihm steckte, denn er kümmerte sich rührend um Lazarus.
den es wohl mehr als umgehauen hatte. Einen Tag später ging es
Nara schon wieder den Umständen entsprechend gut. Lazarus hatte
sich beruhigt, doch nun klappte Iron zusammen. Denn Lazarus sah
wie er am See saß und das Gesicht in seinen Händen hielt. Als er
leise näher trat, sah er wie dessen Körper geschüttelt wurde und
er weinte. Nun setzte sich Lazarus neben ihn und legte einen Arm
um dessen Schulter.
Die Zeit verging, die gemeinsame
Angst um Nara hatte die beiden Männer noch mehr zusammen wachsen
lassen. Die beiden Kinder waren gesund und aufgeweckt. Nara
bestimmte das man den Jungen nach seiner Bestimmung nennen
sollte, nämlich Amor und das Mädchen nannte sie Hope, was soviel
wie Hoffnung hieß. Als man Nara sagte das sie nie wieder ein
Kind bekommen könne steckte sie es recht gelassen weg. Sie
meinte nur leise: „Erstens haben wir fünf Kinder, die wir
aufziehen müssen und zum anderen, es gibt so viele Kinder die
ein Zuhause brauchen können, dann helfen wir halt denen.“
Abermals verging die Zeit, aus
den Kindern wurde kleine Racker die die gesamte Gegend unsicher
machten, Nara als auch Lazarus und Iron hatte alle Hände voll zu
tun sie immer wieder ein zu fangen. Doch die Kinder lebten
unbeschwert und glücklich. Dann kam die Zeit wo sie alt genug
zum lernen waren, aus den kleinen Rackern waren sechsjährige
Kinder geworden. Alle fünf waren nun ungefähr im gleichen Alter.
Amor und Hope waren nicht mehr so schnell gewachsen wie zu ihrer
Zeit als sie noch im Mutterleib waren. Alleine das sie schon
geboren waren reichte scheinbar aus. Wenn Lazarus auch oftmals
dachte: Zu welchem Preis. Alle fünf wurden von den dreien
geliebt, selbst Leona musste nichts missen, Nara knuddelte sie
ebenso oft wie ihre eigenen Kinder.
Als Nara wieder mal im Pavillon
saß und die Kinder gerade entlassen hatte das sie spielen gehen
konnten, weil sie sie selber unterrichtete, erschien Leon bei
ihr. Mit ihm hatte sie nie viel zu tun gehabt und der Mann war
ihr unheimlich. Er setzte sich zu ihr und sah sie an: „Du bist
wirklich schön. Und nicht nur schön, sondern auch liebenswert
und klug.“ Nara wartete ab, von Lazarus hatte sie erfahren das
er auf Grund dessen das er Dorians Sohn war, eine an sich recht
dunkle Gesinnung hatte, wenn er auch Aurian sehr liebte. Zudem
hatte sie mit bekommen das er einen recht hohen Verschleiß an
Frauen hatte. Sie nickte: „was willst du von mir?“ Sie erlaubte
es sich ihn zu duzen da er immerhin auch Lazarus Vater war. Er
lachte leise: „Ich will nichts von dir, sondern dir danken. Für
die Liebe die du diesem Kind gibst das nicht mal dein eigenes
ist.“ Nara sah ihn an: „Dafür muss man mir nicht danken, es ist
schließlich in gewisser weise Lazarus Schwester. Wenn auch
Halbschwester.“ Leon nickte, daran hatte er nicht mal gedacht,
dann reichte er ihr ein Kästchen: „Das ist für dich, ich möchte
es dir schenken.“ Als sie es öffnete lag darin eine rote Rose
und ein Zettel lag dabei, als sie neben sich sah war Leon
verschwunden. So nahm sie den Zettel und sah was darauf stand:
„Eine Rose für eine Rose.“ Als Lazarus davon erfuhr flippte er
fast aus, was Iron sehr wunderte. Lazarus sah Iron an: „Wenn er
ihr damit kommt will er etwas von ihr, verstehst du nicht?“ Iron
schüttelte den Kopf: „Nein ich verstehe nicht, er ist dein Vater
also warum soll er seiner Schwiegertochter nicht als Dank eine
Rose schenken, da ist doch nichts dabei.“ Lazarus sah Iron an
wie einen kranken Hund: „Hallo... hast du ihn dir mal angesehen?
Für wie alt schätzt du ihn?“ Iron dachte nach: “Hm....also dem
Aussehen nach vielleicht so alt wie wir, doch das kann ja nicht
sein, er muss weit aus älter sein.“ Lazarus nickte: „Genau er
sieht nicht älter aus als wir und er hat mehr Erfahrung mit
Frauen als wir zusammen haben. Hinzu kommt das er ein alter
Lüstling ist und alles mit nimmt was nicht bei drei auf den
Bäumen ist.“ Nun lachte Iron: „Also du Jungspund, dann sag mir
doch mal mit wie viel Frauen hast du in den letzten Monaten
geschlafen? Hm? Hm?“ Lazarus winkte ab: „Das ist Berufs bedingt,
ich muss das tun, er aber nicht und er tut es dennoch. Und der
alte Jäger ist auf der Pirsch, er will Nara, da könnte ich drauf
wetten.“ Nun sah Iron Lazarus an: „Vertraust du Nara? Und denk
mal gut nach wie sie dich anfangs behandelt hat. Meinst du
wirklich das er sie herum kriegen würde? Also ich denke nicht.
Nicht Nara. Und deswegen würde ich mir darüber keine Sorgen
machen. Und sollte er ihr Gewalt antun, nun dann sollte er sich
warm anziehen. Allerdings so entsetzt wie er damals über die
Taten seines Vaters war glaube ich nicht das er Gewalt
anwendet.“ Lazarus sah ihn nachdenklich an: „Wahrscheinlich hast
du recht und ich sehe mal wieder Gespenster. Denn Nara würde
sich wahrscheinlich nie mit ihm einlassen.“ Abermals lachte
Iron: „Weder mit ihm noch mit sonst irgendeinem Kerl. Junge du
verwechselst Nara mit deiner Mutter. Sie würde eventuell schwach
werden oder es aus einem anderen Grund tun, aber nicht Nara. Sie
ist absolut treu. Denk mal daran wie schlecht es ihr ging, nach
dem sie das erste mal bei dir schwach geworden ist und was du
alles einsetzen musstest damit sie es überhaupt tut. Ne ne mein
Freund, sie ist uns absolut treu.“ Lazarus nickte. Er musste
Iron recht geben, alles was er sagte stimmte. Also regte er sich
nicht mehr auf und dachte sich das es vielleicht wirklich nur
ein Danke schön seines Vaters war. Abermals verging die Zeit und
Lazarus erfuhr das er einen kleinen Bruder bekommen hatte, der
Vater war diesmal nur einer der Männer seiner Mutter und zwar
Leon.
Kurz darauf war wohl auch noch
eine kleine Schwester gekommen dessen Vater nun Myrion war. Leon
hatte sich tatsächlich nicht an Nara heran gemacht. Und die Zeit
lief fort aus den Kindern wurden langsam Teenager als Aurian zu
ihnen kam und Lazarus sagte es würde Zeit, sie müssten nun
umziehen auf die Welt der Götter. Diese Welt hatte ihren
Frieden, die Tempel waren gut behütet und Nara und Iron wurden
hier nicht mehr gebraucht. Sie würden eine neue Aufgabe
bekommen.
Als Nara es erfuhr fiel es ihr
schwer alles zurück zu lassen was ihr lieb und teuer war, doch
Lazarus sagte ihr das sie immer mal zurück kehren könnten, das
sie ihren Vater besuchen dürfe wann sie wolle. Und Aurian
gestattete sogar das sie ihr Haus mitnehmen dürften.
So ließ Iron auf der Insel
verkünden, das sie in Kürze die Insel verlassen würden, das sich
die Bewohner überlegen könnten ob sie auf das Festland ziehen
oder mit der Insel hinter dem Nebel bleiben wollten. Das ihnen
aber klar sein müsste das sie keinen Kontakt mehr zum Festland
haben würden. Nur wenige verließen die Insel, die meisten
wollten lieber bleiben und abwarten was geschehen würde. Die
Insel war an sich autonom, dafür hatte Iron gesorgt, so war man
auf das Festland nicht angewiesen.
Dann war es soweit und an einem
Morgen war das Haus von Iron, Nara und Lazarus fort, samt seinen
Bewohnern. Vom Festland beobachtete man wie die Insel langsam
von Nebel eingeschlossen wurde bis man sie nicht mehr sah.
Schiffe die versuchen würden in den Nebel zu fahren würden auf
der einen Seite hinein fahren können und auf der anderen Seite
wieder heraus kommen, ohne die Insel gefunden zu haben. Auch
Flugzeugen oder Helikoptern erging es nicht anders. Die Insel
war fort und würde warten bis andere sich auf die Suche nach den
Artefakten machen würden.