Kapitel 17: Geteilte Liebe


 

Lazarus hatte es wieder mal nicht leicht. Er musste sich mit vielem aus einander setzen, zum einen mit seiner Eifersucht und dann das die Frau die er liebte nun von einem anderen schwanger war. Allerdings bekamen er und Myrion auch Ärger mit Aurian, denn sie fragte sie was sie sich dabei gedacht hatten so ein Versprechen ab zu geben. Das mit dem Mädchen ginge ja noch in Ordnung nur ob sie sich mal darüber Gedanken gemacht hätten wie es mit einem eventuell unsterblichen Jungen werden würde? Denn das Ganze würde jetzt unwahrscheinliche Kreise ziehen, die nicht ab zu sehen wären. So wütend hatten die beiden sie noch nie gesehen. Doch hofften sie das Aurian vielleicht eine Lösung einfallen würde und machten sich daher keine weiteren Gedanken darüber. Sie hatte es geschluckt und das war erst mal die Hauptsache.

Doch sollte sie den beiden später eine Lösung aufzeigen die ihnen nicht sonderlich gefiel, denn Lazarus würde dafür einiges tun müssen. Ihr Bedingung war, damit sich die Kreise nicht zu weit ziehen würden und es auch für den Jungen später eine Gefährtin geben würde, das Lazarus mit einer Frau seiner Wahl ein Kind zeugen musste, ein unsterbliches Kind. Und es musste ein Mädchen sein als spätere Gefährtin, für den Jungen den nun Nara aus trug. Alternativ hatte sie den beiden gesagt das es auch Myrion tun könnte da er es gewesen war der so leichtfertig das Versprechen gegeben hatte. Doch davon wollte Myrion nichts wissen, er war Aurian absolut treu. Leon erklärte sich bereit im Notfall ein zu springen da es ihm nichts ausmachte auch mit anderen Frauen das Bett zu teilen. Doch abermals machte Lazarus seine Eltern stolz, denn er war der Meinung da es hier um ihn ginge, würde er auch das Kind zeugen. Doch sollte diese Entscheidung sehr schmerzhaft werden. Es machte Lazarus nichts aus mit anderen Frauen zu schlafen, doch als er ein Kind auf Bestellung zeugen sollte, konnte er es nicht. Er wollte kein Kind von irgendeiner Frau, er wollte eins von Nara. So saß er eines Morgens sehr bedrückt im Pavillon der Insel, als Iron zu ihm trat und sah das dieser seine Unbeschwertheit verloren hatte. Iron nahm an, das es daran lag das er sich abermals von Nara fernhalten musste, doch als er ihn darauf ansprach winkte Lazarus ab: „Das ist es nicht, obwohl ich zugeben muss zu sehen das ihr Bauch dicker wird und das es nicht von mir kommt, es schon schmerzt, dennoch ist es etwas anderes. Wie ich mir schon gedacht hatte, gibt meine Mutter nichts umsonst. Sie verlangt das ich ein unsterbliches Mädchen zeugen soll als spätere Gefährtin für deinen Sohn.“ Iron setzte sich zu ihm und sah ihn verwundert an: „Wo ist denn da das Problem? Ich dachte du schläfst dich eh durch zahllose Betten und es würde dir nichts ausmachen.“ Lazarus sah ihn an: „Das macht mir auch nichts aus, ich genieße es ja sogar, aber ein Kind zu zeugen und zu wissen es ist nicht von der Frau die ich liebe, ist etwas anderes. Weißt du wie Arden schon sagte zeuge ich immer mal ein sterbliches Kind das ist mir auch im Grunde scheiß egal. Doch das hier ist etwas anderes. Ich kann es einfach nicht.“ Iron sah ihn nachdenklich an, langsam verstand er das Problem. Lazarus liebte Nara dermaßen das er einfach kein Kind mit einer anderen Frau wollte, zumindest kein unsterbliches Kind das er immer vor der Nase haben würde. Lazarus war zu ehrlich und lange nicht so abgebrüht wie er immer mal tat. Das Problem lies sich nicht lösen.

Die nächsten Monate lies sich Lazarus nicht sehen. Er wollte nicht zusehen wie Nara die Kinder von Iron aus trug. Iron und Nara hingegen waren glücklich mit einander, sie vermissten Lazarus zwar, aber kamen ganz gut auch so zurecht. Sie gingen in ihrer Liebe zueinander auf. Und dann war es soweit, die Kinder sollten geboren werden. Es ging auch alles soweit glatt und es gab keine Komplikationen. Es kamen zwei gesunde Kinder zur Welt.

Nach einigen weiteren Wochen als sich Nara erholt hatte, erschien auch Lazarus wieder und tauchte bei ihnen auf als sie wieder im Pavillon saßen. Er hatte ein kleines Bündel auf seinen Armen in dem ein wunderschönes kleines Mädchen lag. Nara und Iron sprangen auf als sie ihn sahen, begrüßten ihn herzlich und als Nara in die Decke sah die er auf seinen Armen trug war sie ganz entzückt von dem kleinen Mädchen das darin lag. Iron sah Lazarus an: “Ist das deins? Und willst du es uns zeigen?“ Lazarus schüttelte den Kopf und sah auf das Kind: „Nein es ist nicht von mir. Ich konnte es nicht. Doch Leon drückte mir das kleine Mädchen in die Arme, es ist sein Kind, er hat es mit einer sterblichen gezeugt. Doch seine Mutter starb bei der Geburt und so nahm er das Kind an sich und gab es mir. Er bat mich es euch zu bringen und euch zu bitten ob ihr es mit aufziehen könntet. Er ist nun ja wie soll ich sagen, nicht so herzlich wie Myrion und wesentlich kälter als Myrion oder ich sein könnten. Ihm ist das Kind recht egal.“ Iron der über die Probleme die Lazarus mit sich herum getragen hatte informiert war sah diesen an: „Er scheint dich sehr zu lieben, ich kann mir nicht vorstellen das er das Kind ungewollt gezeugt hat. Ich denke eher das es sein Geschenk an dich ist.“ Und so unrecht hatte Iron mit seiner Vermutung nicht, als Leon sah das Lazarus dazu nicht in der Lage war, suchte er sich eine sehr schöne junge Priesterin Aurians aus und schwängerte sie kurzerhand. Dann sorgte er dafür das sie die Geburt nicht überleben würde. Ihm ging es am Hintern vorbei das sie sterben musste. Leon war diesbezüglich eiskalt. Anschließend nahm er das Kind drückte es Lazarus in die Arme und brummelte nur, das er dafür sorgen sollte das es gut aufwuchs. Damit war die Sache für ihn erledigt.

Nun nahm Nara Lazarus das Kind aus den Armen und sah es liebevoll an. „Dann werden wir uns um diese kleine Halbgöttin kümmern. Wo zwei groß werden da wird es auch noch ein drittes.“ Was die drei nicht ahnten war, das Aurian, Myrion und Leon unsichtbar in ihrer Nähe standen und alles beobachteten. Aurian sah Leon an und küsste ihn zärtlich: „Danke, Lazarus war zwar guten Willens aber er liebt Nara scheinbar viel zu sehr. Und du liebst ihn.“ Leise brummelte Leon: „Natürlich liebe ich ihn, er ist schließlich auch mein Sohn. Und mir macht es nichts aus ein unsterbliches Kind zu zeugen, solange ich mich nicht darum kümmern muss. Hier wird es Liebe und Zuwendung bekommen. Und es erfüllt deine Bedingung.“

Später zeigte Iron Lazarus stolz seine Kinder. Und abermals entging ihm nicht der schmerzliche Blick den dieser bei den Kindern hatte, so legte er eine Hand auf die Schulter des Hünen. „Du wirst dein Kind auch bekommen, da bin ich mir sicher. Lass sich Nara nur noch ein wenig erholen.“ Iron war viel zu glücklich, als das er nun im Angesicht seiner Kinder, Lazarus dieses Glück neiden würde. Einige weitere Wochen später hatte Nara sich gänzlich erholt und die drei Kinder wuchsen heran. Nun dachte sich Lazarus das er es abermals wagen könnte und als er und Nara mal alleine waren, weil Iron sich wieder mal mit den Öffentlichkeitsproblemen herumschlagen musste stand er vor ihr. Sie sah zu ihm auf. Sachte zog er sie in seine Arme und sah sie an: „Erfüllst du mir nun meinen sehnlichsten Wunsch? Darf ich es wagen? Ich will dich und ich muss jedes mal lange warten bis ich dich wieder mal für mich fordern darf oder kann. Bitte schenke mir ein Kind.“ Nara lächelte ihn sanft an und nickte: „Wieso nicht auch gleich Zwillinge? Einen Jungen und ein Mädchen.“ Nun war Lazarus doch verblüfft. „Zwillinge? Zwei?..............Doch nein das ist nicht gut.“ Nara sah ihn fragend an. „Wieso was ist?“ Lazarus löste sich von ihr und lief vor ihr auf und ab. „Nein....wenn es zwei würden, nicht das ich mich nicht darüber freuen würde, doch würde es dich in tiefste Verzweiflung stürzen, wenn die beiden mal erwachsen würden.“ Nara verstand kein Wort. So setzte sich Lazarus und zog sie auf seinen Schoss, seine Arme um sie legend: „Also gut dann muss ich es dir erklären. Also, bei uns Göttern ist es unerheblich, ob Mutter und Sohn oder Geschwister mit einander ins Bett gehen oder sich sogar heiraten. Wir haben nicht diese Moralvorstellungen die ihr Sterblichen habt. Und zwei Kinder vom Sohn des Lichts, das ist schon etwas sehr besonderes, so das es geschehen könnte das diese beiden Kinder nicht ihre Zuneigung auf jemand anderen legen, sondern das sie sich gegenseitig anziehen würden. Verstehst du? So wie meine Mutter von mir angezogen wird und ich von ihr. Ich weiß nicht was dann geschehen würde. Doch es wäre möglich das du deine Moralvorstellungen komplett überdenken müsstest.“ Langsam begann Nara zu verstehen. „Die Kinder wären somit auch Kinder des Lichts, sozusagen und würden sich wahrscheinlich gegenseitig begehren, verstehe ich das richtig?“ Lazarus nickte: „Obwohl die Kinder des Lichts etwas anderes sind, aber ich verstehe was du sagen willst. Ja es wäre eventuell eine weitere Tochter und ein weiterer Sohn des Lichts, obwohl ich nicht weiß ob es tatsächlich so wäre. Noch niemals hat es so etwas gegeben. Doch eins weiß ich, ebenso wie es schon mal geschehen ist das ein Bruder seine Schwester dermaßen begehrte das er sich an ihr verging und das ohne ihre Zustimmung, so könnte es hier ebenfalls geschehen. Obwohl ich davon ausgehe das sie ihn wahrscheinlich ebenso wollen würde. Doch bist du wirklich bereit diese Moralvorstellung über Bord zu werfen?“ Nara sah ihn nachdenklich an, als Aurian ungerufen bei ihnen erschien. Sie sah die beiden an. „Solltet ihr euch dazu entschließen, wäre das ein ungeheurer Glücksfall und würde vieles ändern. Diese beiden Kinder würden sich zweifellos gegenseitig begehren, doch würden sie das Licht weiter ins Universum tragen. Mal abgesehen davon das sie ganz besondere Kinder werden würden. Sie würden nie einen anderen brauchen als sich selber. Das Mädchen würde eine Göttin der Hoffnung werden und der Junge ein Gott der Liebe und nicht wie Lazarus der eher ein Eros ist, sondern eher eine Art Armor wobei auch der Junge recht leidenschaftlich und stürmisch wäre. Doch die beiden würden die Hoffnung und die Liebe zu ungeahnten Höhen führen.“ Nun lachte Aurian leise: „Ich habe mich geirrt. Die Artefakte haben doch ein Portal zur Insel der Götter geöffnet wenn auch anders als erwartet. Denn ihr würdet Einlass erhalten in die Welt der Götter. Du als auch Iron. Doch überlege es dir gut, denn in einem hat Lazarus recht, es würde deine Moralvorstellungen komplett umwerfen. Allerdings stelle ich eine Bedingung, du müsstest Lazarus zu deinem Mann nehmen.“ Nara sah die Herrin ungläubig an: „Aber ich bin schon verheiratet und ich werde Iron niemals aufgeben.“ Aurian nickte: „Ich weiß und es gibt etwas das ich selber schon lange hätte tun sollen. Nimm Lazarus auch als Mann an, damit meine ich sei mit beiden verheiratet. Wo steht geschrieben das man nur einen Mann ehelichen kann?“ Nun sah Lazarus Nara an und sie ihn, er grinste: „Wo sie recht hat, hat sie recht, das steht nirgendwo geschrieben. Doch bevor ich dich frage ob du meine Frau werden willst, sollten wir mit Iron reden. Auch was die Kinder angeht. Er sollte zuvor wissen was auf uns alle zukommt, wenn wir das wirklich durchziehen.“ Nara nickte, sie musste das ganze erst mal verdauen. Mal abgesehen davon das sie sich ihren Gefühlen Lazarus gegenüber immer noch nicht ganz im klaren war. Sie hatte ihn gerne, das gab sie auch zu, doch reichte das wirklich? Sie erhob sich schweigend von seinem Schoß und ging einige Schritte. Lazarus sah ihr nach und dann seine Mutter an, er verstand nicht was nun mit ihr los war. Aurian sah ihren Sohn sanft an. Leise flüsterte sie ihm zu, so das nur er es hören konnte. „Sie weiß nicht ob sie dich gern genug hat um deine Frau zu werden und um diese ganzen Veränderungen die zwangsläufig auf sie zukommen würden in Kauf zu nehmen. Zu gewaltig ist die Vorstellung was kommen würde, das sie es nicht erfassen kann. Du musst ihr Zeit lassen.“ Lazarus seufzte: „Wieviel Zeit denn noch? Ich habe sie zwei Jahre in Ruhe gelassen, dann habe ich gewartet bis sie Irons Kinder bekommen hatte. Ich habe alles in Kauf genommen was auch auf mich zu kam, weil ich sie liebe. Was muss ich denn noch tun, damit sie mir auch ihr Herz und nicht nur ihren Körper schenkt. Ich kann bald nicht mehr, das überschreitet auch meine Kräfte. Warum muss Liebe so weh tun?“ Lazarus war verzweifelt und drückte sein Gesicht in seine Hände. Gerade eben war er noch glücklich, als er Nara so nahe bei sich spürte und nun war er in tiefste Verzweiflung gestürzt. Iron kam gerade dazu und hörte was Lazarus zu seiner Mutter sagte und sie sorgte dafür das Iron diese Verzweiflung ihres Sohnes mit bekam. Nara hatte sich weiter entfernt und stand nun an dem kleinen See und sah darüber. Aurian nickte Iron kurz zu dann verschwand sie für deren Augen und beobachtete nun unsichtbar was nun geschehen würde. Lazarus hatte nicht mit bekommen das Iron näher trat, dieser legte nun eine Hand auf seine Schulter. Iron verstand ihn besser als er dachte, er konnte sich vorstellen wie es sein musste, weil er auch schon mal daran gedacht hatte wie es sein würde, wenn Nara seine Liebe nicht erwidern würde. Iron wusste nicht das Lazarus wirklich alles geben musste damit sie überhaupt mit ihm schlief und dieser so davon ausgehen musste das es wirklich nur seine körperliche Ausstrahlung war, die sie zu ihm hin zog. Lazarus sah auf und Iron sah den höchst schmerzvollen Blick den Lazarus Augen hatten, dann sah er zu Nara. „Hat sie dich abgewiesen?“ Lazarus schüttelte mit dem Kopf: „Nein sie war sogar bereit mir ein Kind zu schenken, doch dann kam alles anders. Vielleicht sollte ich gehen und niemals wieder kommen. Vielleicht sollte ich sie ganz in Ruhe lassen und sie von mir befreien. Sie ist mit dir glücklich und ich bringe ihr nur Schmerz und Leid.“ Iron zog sich einen Stuhl heran und sah ihn an: „Erzähl mir alles von Anfang an. Aufgeben kommt nicht in Frage, nicht jetzt, nicht nach dem was wir alle durchgemacht haben. Lazarus, wir sind Freunde so nahm ich jedenfalls an. Du hast gelitten und tust es noch. Es wird Zeit dieses Leiden zu beenden. Ich dachte sie habe dir ihre Liebe gestanden, nach dem ihr das letzte mal eine Nacht zusammen verbracht hattet und sie dich am nächsten Tag sogar von sich aus küsste. Ich wusste nicht, das es nicht so war.“ Lazarus schüttelte den Kopf: „Nein das hat sie nicht, ich weiß dass sie mich gern hat. Aber lieben tut sie nach wie vor nur dich. Es zieht sie zu mir und sie mag es auch wenn wir zusammen sind, doch beide male musste ich sie mit meiner Präsenz überrollen damit sie überhaupt mit mir ins Bett ging. Und von Liebe fiel nie ein Wort.“ Dann erzählte Lazarus Iron alles von dem Moment an als er Nara bat ihm ein Kind zu schenken, bis zu dem Moment als Nara aufstand und schweigend ging. Iron sah ihn an und schnaufte: „Uff das ist viel, sehr viel auf einmal. Das sie das umgehauen hat ist klar.“ Iron schwieg auch einen Moment er musste das alles noch mal Revue passieren lassen, dann sah er Lazarus an: „Also mein Freund, ich denke wir können alles soweit Regeln bis auf ihre Gefühle denn das muss sie nun alleine heraus finden. Also von meiner Seite und ich gebe zu, leicht fällt es mir nicht das zu sagen, kannst sie dich ebenfalls heiraten, wenn das möglich ist. Ebenso wie sie gerne die beiden Kinder bekommen kann. Ich werde auch diese Schwangerschaft mit ihr durchstehen, egal was kommt. Ich liebe sie und bevor ich sie ganz verliere bin ich zu allem bereit. Ich bin ein Kämpfer und ich würde sie niemals kampflos aufgeben. Also mein Freund reiß dich zusammen das kriegen wir schon hin. Und warst du nicht auch mal bereit um sie zu kämpfen? Also dann los kämpfe! Deine Mutter hat dir den Weg geebnet, dein Vater Leon hat dir das Kind geschenkt das als Bedingung stand, willst du nun so kurz vor dem Ziel wirklich aufgeben? Und ich muss verrückt sein das zu sagen. Junge ich könnte es mir jetzt einfach machen und dir recht geben und sagen, ja geh, doch stattdessen liegt mir auch dein Glück am Herzen, weil ich dich auch lieben gelernt habe. Jetzt komm nur nicht auf dumme Ideen, ich meine lieben als Freund. Und wenn dein Glück in den Armen Naras liegt, dann ist es halt so. Solange ich ihre Liebe nicht verliere oder sonst wie zu kurz komme. Verdammt kämpfe!!“ Lazarus sah Iron an. Er war verblüfft über dessen Leidenschaft mit der er sprach und mit der er um sein Glück kämpfte. Dann glitt sein Blick an Iron vorbei und sah zu Nara hin die immer noch am See stand und versuchte sich klar zu werden was sie für Lazarus empfand. Er nickte leicht: „Ja du hast recht, ich habe es mir verdient in ihren Armen zu liegen, ich habe es mir verdient auch meine Kinder zu bekommen. Und ich habe mir ihre Liebe verdient. Ich werde kämpfen.“ Iron nickte und lächelte leicht. Dann erhob sich Lazarus und ging an Iron vorbei auf Nara zu. Dort angekommen sah er auf sie herab, dann zog er sie urplötzlich an sich und küsste sie leidenschaftlich. Iron hatte es bis dahin nie gesehen das ein anderer Mann seine Nara küsste und er rechnete schon mit einem Eifersuchtsanfall, doch nichts dergleichen geschah. Dann beobachtete er wie Lazarus den Kuss löste und mit Nara sprach. Er sah wie Lazarus zu ihm deutete und Nara seiner Deutung folgte und scheinbar etwas erwiderte. Dann nickte Nara und sagte noch etwas wobei sie ihm klar ins Gesicht sah. Dann griff Lazarus richtig um Nara herum, hob sie hoch und schwang sie im Kreis. Reine Freude sprach aus dieser Geste. Hinter sich hörte er dann Aurians Stimme, „Wenn einer den Status als Unsterblicher verdient hat dann du, dein Herz ist ebenso groß wie das meines Gemahls Myrion. Ich weiß nicht wie ich dir danken soll, das du es meinem Jungen ermöglicht hast glücklich zu werden.“ Iron sah nicht hinter sich, er wusste auch so wer dort sprach: „Ich liebe sie ebenfalls und ich weiß nicht was ich tun würde, dürfte ich ihre Liebe nicht in all ihren Formen genießen,. Und Naras Herz ist ebenso groß, da passt er noch genau so rein und das ohne das mir etwas verloren geht. Also warum soll ich mein Glück nicht mit ihm teilen und er ebenso glücklich werden?“ Er hörte noch ein leises „Danke“ dann war es wieder still. Lazarus trug Nara auf seinen Armen, sie immer mal zwischendurch kurz küssend zu Iron hin und ließ sie dort wieder herunter. Er strahlte vor Glück und Iron lächelte leicht. Nara setzte sich auf Irons Schoss und legte ihre Arme um seinen Hals.: „Deine Einwilligung vorausgesetzt habe ich ihm nun gesagt das ich ihn ebenfalls liebe und bereit bin seine Kinder zu bekommen, beide. Schließlich können wir den Welten ja nicht die Hoffnung vor enthalten. Und es soll viel Liebe geben also brauchen wir auch den Jungen.“ Dabei schwang sie ihre Beine über die Seitenlehne und legte sich leicht in Irons Arme, der sie umfasste und an sich drückte. Nun lachten beide Männer laut los, so übermütig hatten sie Nara noch nie gesehen. Nun Nara war sich klar darüber geworden das sie auch Lazarus liebte, wenn auch anders als Iron, doch liebte sie ihn. Sie hatte nur immer unterschwellig Angst gehabt das Iron das nicht verstehen würde. Doch nun da Lazarus ihr gesagt hatte, was ihm Iron alles an den Kopf geworfen hatte, konnte sie endlich dazu stehen und somit beide Männer glücklich machen. Ihr war klar das Lazarus ihr niemals treu sein würde, das er seine Pflichten als Gott hatte, doch damit konnte sie leben. Da ihr sein Verhalten immer gezeigt hatte das er sie sehr liebte. Und was nun das Schicksal der beiden Kinder an ging die sie von Lazarus irgendwann bekommen würde und das sie sich von ihren alten Moralvorstellungen trennen musste, das lag noch in weiter Ferne. Und so konnte sie erst mal unbeschwert lachen, was wiederum auch die beiden Männer freute. Denn sie wollten das Nara glücklich war. Lazarus hingegen hoffte das Nara ihn nun auch von sich mal fordern würde und das nicht die Initiative dazu immer von ihm kommen musste, doch erst einmal war er glücklich das sie ihm ihre Liebe gestanden hatte. Auch wenn sie ihm gesagt hatte das sie ihn anders lieben würde als Iron, doch ihm reichte das vollkommen. Und Iron war sich der Liebe seiner Frau absolut sicher, so störte es ihn auch nicht, das er sie mit Lazarus teilen musste. Und wie es nun weiter gehen würde, das musste halt die Zukunft zeigen.

Kapitel 18: Eine Sensation oder zwei?


 

Lazarus verschwand nach diesem aufschlussreichen Tag abermals für einige Tage ohne Nara für sich gefordert zu haben. Zum einen wollte er das die beiden sich erst mal aussprechen konnten und zum anderen bereitete er etwas besonderes vor das bis dahin noch keine sterbliche Welt gesehen hatte. Ihm war klar das er Nara noch nicht mit auf die Welt der Götter nehmen konnte. Da ihm aber alle anderen Götter böse gewesen wären, wie auch die Inkarnationen, wenn man sie nicht zur Hochzeit einladen würde, so musste er eben Vorkehrungen treffen. Zudem er auch eine klassische Hochzeitsnacht wollte. Doch zuerst einmal wollte er Nara auch fragen ob sie auch seine Frau werden wolle. Er hatte dafür ein ganz besonderes Schmuckstück ausgewählt. So waren Nara und Iron sehr erstaunt als sie an einem Morgen lachend aus dem Tempel traten. Denn draußen standen alles kleine Jungen und Mädchen in weißer Kleidung und sagen ein wunderschönes Lied. Lazarus hatte die Kinder des Lichts gebeten für sie beide zu singen was diese dem Sohn des Lichts nicht verwehrten. Ihre Stimmen klangen wie die von Engeln, was sie ja eigentlich auch waren. Und Lazarus stand zwischen ihnen und sang mit. Noch niemals hatte jemand Lazarus singen hören, doch seine Stimme war so überwältigend, so das selbst Aurian die Tränen kamen, auch sie stand dort mit Myrion und Leon um mit zu erleben das ihr Sohn seine Frau wählte.. Denn aus seinem Gesang hörte man die Liebe heraus, ebenso die Leidenschaft die Lazarus in sich trug. Er hatte sogar über Irons Kopf hinweg dafür gesorgt das das Pressebüro das ganze aufzeichnete und es an die Fernsehsender schicken konnte, so verhinderte er das abermals die Presse die Insel belagern würde.

Der ganze Vorhof des Tempels war mit Blumen übersät. Er hatte einfach an alles gedacht. Leise flüsterte Iron Nara zu: „Also der Kerl ist unglaublich. Also damit kann kein sterblicher Mann mithalten.“ Doch er war ebenso gerührt als er Lazarus Stimme hörte. Sie klang weich und melodisch und dennoch nicht weiblich sondern einem Mann angemessen. Dann trat Lazarus singend auf Nara zu und kniete sich vor sie nieder und sprach: „Liebste Nara, Stern meines Herzens, du hast mich von meinem Ödipuskomplex weitestgehend befreit. Ich liebe dich und frage dich hier vor aller Augen und Ohren.......Willst du auch „meine“ Frau werden?“ Dann grinste er und hauchte ihr leise zu: „Jetzt sag nicht nein, meine Mutter hat extra eine neue Eheformel erdacht, damit man auch zwei Partner ehelichen kann.“ Nara lachte leise und selbst Iron musste sich das lachen verkneifen. Dann nickte Nara: „Ja..... ich will dich ebenfalls zu meinem Ehemann nehmen.“ Nun hob der Gesang der Kinder noch mal an und abermals sangen sie von Liebe und Freude. Lazarus erhob sich, nahm die Kette die er mitgebracht hatte und legte sie Nara um den Hals: „Das soll ein Zeichen meiner Liebe sein, anstelle eines Ringes wählte ich diese Kette, doch zu unserer Hochzeit wirst du auch einen Ring erhalten, und ebenso wird auch Iron einen bekommen, das soll zeigen das wir drei für alle Zeit zusammen gehören, mag kommen was will.“ Iron und Nara hatten sich nie Ringe zugelegt, da sie immer noch die Ringe trugen die sie in dem unterem Bereich des Tempels gefunden hatten. Nara nickte sie war ganz angetan von der Kette, sie sah ihn an: „Nun dann sollte ich wohl mal langsam die Hochzeit vorbereiten, wann hast du gedacht wann es sein sollte?“ Da lachte Lazarus herzlich: „Wie wäre es mit heute, ich habe bereits alles in die Wege geleitet.“ Nara sah ihn verblüfft an und Iron meinte nur trocken: „Warum überrascht mich das jetzt nicht?“

Dann ging Lazarus einige Schritte und er begann seine Hände leicht zu heben. Die Blumen verschwanden, stattdessen erschienen Bänke und Tische, des weiteren gab es noch etliche andere Tische die für die besonderen Gäste gedacht waren und Stühle um sie herum. Alles mit den Blumen geschmückt die soeben verschwunden waren. Etwas entfernter, mehr am See gelegen erschien nun ein Haus, das über der Türe zwei Drachenköpfe trug. Davor erschienen zwei kleine Drachenstatuen und alles war in weißen Farben passend zum Tempel gehalten. Das Haus hatte eine kleine Terrasse auf der man gut sitzen konnte. Und der Größe nach würde es reichen eine Familie mit einigen Kindern auf zu nehmen. Iron und Nara standen nur sprachlos da und sahen dem ganzen zu. Nun fiel Nara etwas auf und sie sah Iron an: „Was wir in dem Spiegel der Gegenwart gesehen haben war nicht der Bau eines neuen Tempels sondern wir haben gesehen wie Lazarus dieses Haus baute.“ Jetzt wo Nara es sagte fiel es auch Iron auf, er nickte und er sah Nara an. „Wir wissen immer noch nicht was sich unter dem Spiegel der Zukunft verbirgt.“ Nara lächelte sanft: „Willst du das wirklich wissen?“ Iron legte einen Arm um Naras Schulter und zog sie an sich: „An sich, nein, denn wir haben es gut und was uns die Zukunft bringt möchte ich nicht sehen sondern erleben.“ Nara lachte leise und sah dann Lazarus wieder zu. Am Tempel standen auch die ganzen Priester und Priesterinnen und sahen ebenso zu, auch sie waren von dem Gesang angelockt worden. Als Lazarus mit allem fertig war, sah er zu den beiden hin. Er liebte Iron ebenfalls, denn der hatte sich mehr als guter Freund erwiesen. Dann trat er auf die beiden zu: „So wir können heiraten, das ist mein Geschenk an uns drei, Ein Haus um nicht weiterhin im Tempel wohnen zu müssen, denn ihr seid nicht nur die obersten Priester meiner Mutter oder meine, sondern auch die Herrscher dieser Welt und da sollte man ein eigenes Haus besitzen, mal abgesehen davon, das ich auch nicht mehr alleine in meinem Tempel wohnen möchte, sondern direkt bei euch. Und hier können unsere Kinder alle wunderbar aufwachsen bis ihr eure Nachfolger gewählt habt.“ Doch nun schritt Aurian ein: „Es wird keine gewählten Nachfolger geben, wenn diese beiden die Insel verlassen, egal ob sie sterben oder zu uns in die Welt der Götter kommen, wird die Insel wie ich es gesagt habe im Nebel verschwinden. Wenn es Nachfolger gibt, sollen sie sich die Herrschaft zuvor verdienen. Und das ist mein letztes Wort.“ Lazarus nickte, sah dann Iron und Nara an: „Oder so, aber das braucht euch nicht zu kümmern.“ Nun hörte Iron Zandramas: „Was wird aus uns werden?“ So trat Iron vor: „Herrin ich möchte euch um eins bitten, Zandramas und Serena sind uns zu guten Freunden geworden und sie haben uns in ihr Herz geschlossen, was wird mit ihnen sein, werden sie uns begleiten dürfen?“ Aurian sah ihn an und nickte: „Aber nur diese beiden. Das soll dann mein Hochzeitsgeschenk an meinen Sohn und seine Auserwählte werden.“ Iron hörte das Zandramas damit zufrieden war, so nickte er: „Danke Herrin.“ Doch sollte das alles noch in weiter Ferne liegen, jetzt wollte man erst mal eine Hochzeit feiern und Nara juckte es in den Fingern sich das Haus das Lazarus für sie drei und ihre Kinder erbaut hatte zu besichtigen. Iron sorgte kurz darauf noch dafür das die Fernsehsender Sendezeit frei gaben damit alles live übertragen werden konnte. Da dies wieder mal eine Sensation war, denn so etwas würden die Menschen wohl nur einmal erleben, das sich ein Gott auf ihrer Welt vermählte, so hatten diese das sehr schnell geregelt. Allerdings stellte Iron die Bedingung das nur seine Leute aus dem Pressebüro die Übertragung vornehmen würden. Er wollte keine Horde von Heuschrecken auf der Insel haben. Kurz darauf erfuhren sie das sich auch die Herrscher der einzelnen Länder auf den Weg gemacht hatten um diese Hochzeit direkt mit erleben zu können. Da nun Frieden herrschte, hatte Iron auch nichts dagegen. Zudem Lazarus diese auch schon bedacht hatte, was an den Namenschildern der einzelnen Plätzen auf den Tischen zu sehen war. Allerdings wunderte er sich über einige Namen wie :“Iona, Mutter Natur“ oder "Aaron, der Krieg“ um nur einige zu nennen. Er nahm sich vor Lazarus danach zu fragen was das bedeutete und wer diese Leute waren. Allerdings sah er auch das an dem Tisch an dem sie drei sitzen würden, auch Arden bedacht war, ebenso wie Aurian ihre beiden Männer und sein als auch Naras Vater mit ihren Frauen. Die Kinder des Lichts hatten einen eigenen Tisch bekommen und waren ganz aufgeregt das sie dabei sein durften. Auch nach diesen Kindern wollte er Lazarus bei Gelegenheit mal fragen. Denn die Kinder hatten alle eine Eigenheit, sie trugen weiße Flügel auf ihren Rücken. Etwas weiter entfernt vom Hauptgeschehen hatte Lazarus sogar daran gedacht Tische und Bänke für die Bewohner der Insel auf zu stellen, was Iron erst später sah. Da nicht alle Platz im Tempel haben würden hatte Lazarus sogar daran gedacht draußen einen Altar auf zu stellen der mit einem Blumenbogen bedacht war. Nara die sich gerne das Haus angesehen hätte, musste sich allerdings erst mal umziehen, doch Aurian hatte für sie etwas besonderes vorbereitet. Sie wollte ebenso wie Lazarus das alles perfekt war. Ebenso wie sie für Lazarus und auch für Iron identische Kleidung bereit gelegt hatte. Die beiden würden eine weiße Lederhose tragen und dazu ein tief ausgeschnittenes weit fallendes weißes Seidenhemd, das ihre körperlichen Vorzüge gut zur Geltung bringen würde. Dann betrat sie Naras Schlafzimmer, wo Nara stand und auf das Kleid sah das dort lag. Sie sah sich um als sie bemerkte das jemand das Schlafzimmer betrat. Aurian sah Nara an: „Das mein Kind ist das Kleid das du heute tragen wirst. Ich werde dir helfen es an zu ziehen.“ Das Kleid war aus feinster weißer Seide, das Oberteil schloss sich am Hals und war von da aus tief ausgeschnitten bis zum Bauchnabel und betonte Naras Figur, doch ließ es einen Teil von Naras Brust frei, deren Ansatz man im Ausschnitt leicht sehen konnte.. Der Rock des Kleides war vorne kurz und hinten lang und hatte eine sehr lange Schleppe. Das ganze Kleid war mit den Symbolen des Lichts bestickt. Während Aurian ihrer Schwiegertochter beim anziehen half und ihre Haar zum Teil hoch steckte, wobei sie den Rest fließend über den Rücken fallen ließ unterhielten sie sich: „Du bist sehr schön mein Kind und ich kann Lazarus verstehen das er sein Herz an dich verlor. Und ich bin glücklich das er dich liebt und du ihn ebenso liebst. Ich weiß das du es nicht immer leicht mit ihm haben wirst. Doch weiß ich auch das du klug bist und damit klar kommen wirst. Und weil er dich liebt, lieben seine Väter und ich dich ebenso. Ich weiß das du ihn glücklich machen wirst.“ Erst jetzt wurde Nara bewusst das die höchste Göttin des Universums ihre Schwiegermutter werden würde und nun begann ihr Herz doch zu flattern. Aurian bemerkte es. „Hab keine Angst ich fresse niemanden, doch meine Entscheidungen verändern meistens ein ganzes Universum, und so können sie auch schon mal hart ausfallen. Liebe meinen Sohn so wie er es verdient, mehr verlange ich nicht von dir.“ Das konnte Nara mit reinem Herzen versprechen. Während Aurian Nara half, hatten sich Leon und Myrion entschlossen mit den beiden Männern zu reden und ihnen klar zu machen versucht das sich auch für sie einiges ändern würde. Während Myrion mit Iron sprach und ihm sagte, sollte er mit irgendwas Problemen haben so dürfe er ihn zu jederzeit rufen, da sie das gleiche Schicksal teilten, nämlich die Frau die sie liebten mit einem anderen Mann teilen zu müssen, sprach Leon mit Lazarus und gab ihm den guten Rat, sich niemals in die Beziehung von Iron und Nara drängen zu wollen, weil er dann damit rechnen müsste das der Schuss nach hinten los ginge. Denn sie würde sich in diesem Fall immer für Iron entscheiden. Lazarus nickte, er verstand was Leon ihm sagen wollte, ebenso wie Iron dankbar Myrion ansah und auch verstehend nickte.

Draußen hingegen trafen langsam die Gäste ein, es erschienen alle Götter die es gab, ebenso wie auch die Inkarnationen. Man sah wie sich eine tief verschleierte Frau an einen Tisch setzte und hätte einer auf dem Schildchen nachgesehen hätten man gesehen das es die Schicksalsdame war die dort in schwarz erschienen war, neben ihr saß ein älterer Mann, der sich nett um sie kümmerte, das war Väterchen Zeit. Auch Iona die Mutter Natur erschien, ebenso wie ihr Mann Aaron der den Krieg verkörperte. Auch konnte man sehen das zwei Plätze an diesem Tisch frei blieben, nämlich der von Gevatter Tod und dem Bösen. Diese beiden wurden zwar auch grundsätzlich eingeladen, doch erschienen sie aus klar ersichtlichen Gründen nie. Auch die Helden des Schicksals waren eingeladen und deren Sohn Arden, der allerdings am Tisch der Brautleute Platz nahm, wo bereits die beiden Väter saßen mit ihren Frauen. Nach und nach trafen auch die Herrscher dieser Welt ein, Könige und Königinnen, als auch Präsidenten mit ihren Ehegefährten. Der Platz füllte sich und die Sterblichen, egal ob Könige oder einfache Menschen, sahen immer mal voller Ehrfurcht zu den Tischen der Götter oder den Inkarnationen. Das hatte wirklich noch keine Welt außer der Welt der Götter gesehen. Dann erschienen Aurian und ihre beiden Männer am Altar und warteten nun auf die Brautleute. Diesen hatte man erklärt was sie tun mussten. Dann begann abermals der Chor der Kinder des Lichts zu singen und man sah nun das Nara mit je einem Mann rechts und links von ihr die Tempelstufen herunter schritt. Die beiden Männer hielten je eine Hand von ihr und führten sie so zum Altar. Iron ging rechts und Lazarus links. Männer als auch Frauen blieb fast der Atem stehen bei deren Anblick. Bei Lazarus Anblick fielen fast einige Frauen, egal ob vor Ort oder an den Bildschirmen in Ohnmacht und Iron lies auch etliche Herzen höher schlagen. Diese beiden strahlten so starke männliche Präsenz aus, das vielen Frauen das Herz fast stehen blieb. Und die Männer, fast jeder wünschte sich an der Stelle der beiden Männer an Naras Seite zu sein. Denn sie erstrahlte im Glück und war so sexy an zu sehen, das es viele gab die es den beiden Kerlen an ihrer Seite neideten. Langsam schritten die drei heran, kurz vor dem Altar ließ Iron Naras Hand los, so das nun nur noch Lazarus und Nara zum Altar vor schritten. Als beide dort standen, sah Aurian Iron an: „Auch du gehörst nach hier vorne also tritt näher und stelle dich an deinen Platz.“ Damit hatte Iron nicht gerechnet und so trat er schnell wieder neben Nara und nahm ihre Hand. Dann erschallte Aurians wohlklingende Stimme und der Chor der Kinder wurde leiser und war nun nur noch im Hintergrund zu hören. „Wir sind heute zusammen gekommen um eine besondere Hochzeit zu erleben. Eine die es noch nie zuvor im Universum gab. Denn hier wollen drei Liebende ihr Leben miteinander verbringen.“ Dann trat sie vor Iron: „Iron bist du bereit dein Leben und auch die Frau an deiner Seite mit Lazarus zu teilen? Bist du bereit deine Eifersucht falls sie vorhanden sein sollte beiseite zu schieben und ihm das Glück an ihrer Seite zu gönnen? Bist du bereit deinen Nachnamen ab zu legen und den Namen Liones an zu nehmen, wie es bei uns Tradition ist?“ Iron nickte und antwortete laut: „Ja ich bin bereit, denn ich liebe Lazarus wie einen Bruder und ich weiß das er Nara ebenso liebt wie ich. Ich erkläre mich mit allen Bedingungen einverstanden.“ Aurian nickte und lächelte Iron freundlich zu, dann trat sie vor Lazarus und fragte ihn: „Lazarus, bist du bereit dein Leben mit Iron und Nara zu teilen und ihm niemals die Liebe seiner Frau zu missgönnen? Bist du bereit ebenso wie er das Schicksal was euch ab heute verbinden wird mit ihnen zu teilen. Willst du Nara zu deiner Frau nehmen?“ Und auch Lazarus nickte: „Ja ich bin bereit, ich liebe Nara und will sie zu meiner Frau nehmen, ebenso wie ich Iron ein guter Gefährte und Freund auf dem Weg den uns das Schicksal aufzeigen wird sein will. Ich liebe auch ihn wie einen Bruder und ich verspreche ihm niemals die Liebe seiner Frau zu missgönnen.“ Aurian nickte abermals und sah ihren Sohn liebevoll an. Nun war Nara an der Reihe und Aurian fragte auch sie: „Nara bist du bereit, Lazarus ebenso wie Iron zu deinem Mann zu nehmen? Bist du bereit dein Leben und das Schicksal mit ihnen zu teilen? Bist du bereit den Namen Liones an zu nehmen wie es bei uns Tradition ist?“ Nara sah erst Iron an der ihr liebevoll zunickte, dann Lazarus dessen Blick voller Liebe zu ihr war und blickte dann wieder zu Aurian und nickte: „Ja ich will Lazarus ebenso als meinen Mann annehmen wie ich Iron nahm. Ich liebe Lazarus, wenn auch nicht so wie Iron, doch will ich mit beiden mein Leben verbringen und mit ihnen das Schicksal teilen egal was es uns bringen wird. Denn drei sind immer stärker als zwei. Und ich bin bereit meinen Namen ab zu legen.“ Aurian nickte auch ihr liebevoll zu: „So sei es denn, hiermit erkläre ich, als höchste Göttin des Universums und als Herrin des Lichts, das ebenso wie Iron und Nara ein Ehepaar sind, auch Lazarus und Nara ihr Leben als Eheleute verbringen werden. Hiermit sind die drei verbunden auf ewig. Und als Hochzeitsgabe schenke ich Iron und Nara schon jetzt die Unsterblichkeit, damit Lazarus keine Furcht haben muss das in den Jahren bis zu Irons und Naras dreißigstem Lebensjahr noch ein Unglück geschieht, was einen von beiden hin raffen könnte. Die Unsterblichkeit umfasst auch ihre beiden Drachen.“ dann reichte Aurian Lazarus ein Kästchen und als er es öffnete, sah man darin drei Ringe ruhen, die sich bis auf die Größe glichen wie ein Ei dem anderen, davon gab er einen Iron, den zweiten steckte er Nara an die Hand und dann nahm er selber den letzten. „Diese Ringe wurden von Myrion geschmiedet aus einem toten Stern, obwohl Myrion an sich ein Schmied der Waffen ist, hat er es dennoch geschafft diese drei kleinen Kunstwerke zu schaffen. Sie sollen das Sinnbild unserer Verbundenheit sein. Mal abgesehen davon das die Herrin des Lichts eure noch mit der Fähigkeit der Teleportation ausgestattet hat.“ Dann zog er Nara an sich, nachdem er Myrion das leere Kästchen gegeben hatte und küsste sie leidenschaftlich vor aller Augen um zu zeigen das er sie wirklich liebte. Als er den Kuss löste drehte nun Iron Nara zu sich herum und zog sie ebenfalls in seine Arme um sie genau so leidenschaftlich zu küssen, wobei er Lazarus leicht zuzwinkerte. Ein leises Seufzen war in er Menge der Gäste zu hören, zu schön war das was sie alle hier erleben durften. Nachdem Iron ebenfalls den Kuss gelöst hatte führten die beiden Nara zu ihrem Platz an den Tisch der für die Brautleute vorgesehen war. Doch nun erschallte abermals die Stimme Aurians: „Es gibt etwas das ich schon lange hätte tun sollen, doch heute soll es geschehen.“ :damit drehte sie sich Leon zu. „Du galtest immer als mein Geliebter obwohl du nicht weniger Rechte oder Pflichten als Myrion hattest, so will ich dich hier und heute fragen, willst du ebenso mein Gemahl werden wie Myrion und willst du den Namen Liones annehmen?“ Leon sah sie überrascht an, das hatte er nie im Leben erwartet, doch als er endlich begriff was Aurian ihm da bot strahlten seine Augen mit denen ihres Sohnes um die Wette: „Das fragst du noch? Hol einen Priester und ich nehme dich hier und auf der Stelle zu meiner Frau und wenn nötig werde ich die Ehe auch hier vor allen vollziehen.“ Nun lachten alle und Myrion trat lachend vor die beiden: „Das ist nicht nötig, willst du mit mir meine Rechte und Pflichten als Ehemann der Herrin des Lichts teilen und ihr Gemahl werden wie ich es bin? Dann erkläre ich dich heute ebenso zum Gemahl Aurians.“ Leon nickte heftig: „Aber ja ich will und wie ich will.“ Myrion nickte er hatte nichts anderes erwartet: „Nun dann sei es so, damit sind auch wir drei offiziell nun verbunden, wie es die drei Liebenden sind, deren Fest wir heute feiern.“ Damit zog auch Myrion ein Kästchen aus seiner Tasche und reichte Leon einen der Ringe die es enthielt, steckte dann Aurian einen an und nahm den letzten wie Lazarus für sich. „Und nun lasst uns feiern, wie es sich gehört.“ Damit gingen die drei zu ihren Plätzen und Leon sah immer mal ungläubig auf den Ring den er nun trug, er konnte es nicht fassen, Aurian hatte ihn geheiratet und zu ihrem Mann genommen. Nun feierte man ausgelassen und fröhlich. Lazarus sah Iron und Nara glücklich an. Er war total aufgekratzt vor Freude und flüsterte Nara zu: „Heute Nacht Liebste, werde ich dir mal zeigen was ein Gott alles vermag, dagegen war das was du bisher mit mir erlebt hast ein Spaziergang.“ Nara sah ihn leicht errötend und auch ein wenig ängstlich an. Als Lazarus ihren ängstlichen Blick sah lachte er leise. „Jetzt siehst du aus wie eine Jungfrau vor dem ersten mal. Doch du musst keine Angst haben.“ Iron und er hatten sich geeinigt das Lazarus diese erste Stunden der Nacht nach der Trauung mit Nara alleine verbringen durfte. Er würde sich schon anderweitig beschäftigen und dann später dazu kommen. Doch bat er darum das Lazarus Nara nicht gleich schwängerte, sondern das er ihnen drei Zeit lies sich erst mal an die veränderten Umstände zu gewöhnen. Lazarus war mit allem einverstanden gewesen. Dann war es soweit, Lazarus nahm Naras Hand und erhob sich mit ihr, während Iron die beiden ansah und meinte: „Ich werde mich noch etwas um unsere Gäste kümmern und später nach kommen.“ Lazarus nickte ihm dankend zu. Dann gingen er und Nara zu dem neu gebauten Haus, er trug Nara über die Schwelle und sogleich ins Schlafzimmer. Dort angekommen sah er an ihr entlang: „Bei der Göttin wie ich dich liebe und nun will ich dich endlich.“ Er begann sie langsam aus zu ziehen und ihre Haare zu lösen. Als sie nackt vor ihm stand betrachtete er sie lange und sah ihr dann in die Augen: „Kaum zu glauben das du bereits zwei Kindern das Leben geschenkt hast. Du bist perfekt und makellos.“ Abermals hob er sie hoch und legte sie auf das deutlich größere Bett als es üblich war. Er hatte kurzerhand das Bett seiner Eltern kopiert. „Nun entspann dich Liebste und sieh her, das wird das letzte mal sein das ich dich mit dem was ich zu bieten haben ungewollt überrolle.“ Langsam und aufreizend begann er sich aus zu ziehen, wobei er das Hemd einfach zerriss, was nun Nara schwer einatmen ließ. Sie betrachtete ihn und bewunderte wieder mal seinen muskulösen Körper der keine Wünsche offen ließ. Hinzu kam das er ein Selbstbewusstsein zu Schau trug das jede Frau schwach machen würde. Als er ausgezogen war merkte er das Nara bereits entflammt war und legte sich zu ihr, dann hauchte er ihr ins Ohr: „Nun Liebste wird dir hören und sehen vergehen.“ Damit begann er sie zu streicheln, ebenso wie seine Lippen ihren gesamten Körper küssten und keinen Fleck ausließen. Nara stöhnte bereits leise auf und legte ihre Arme um seine Hüften um ihn an sich zu ziehen, doch er entwand sich ihr und machte erst mal auf diese weise weiter. Immer wieder stöhnte sie auf bis sie sich aufbäumte, aufschrie und selbst so schon zum Gipfel kam. Erst als er das merkte nahm er sie sich ganz und drang sofort recht heftig in sie ein. Nara schrie laut auf und drückte sich ihm entgegen. In den nächsten Stunden zeigte er ihr das er nicht umsonst ein Eros genannt wurde, denn Nara bekam kaum noch Luft und er ließ nicht nach, bis sie irgendwann leise keuchte: „Hast du eigentlich nie genug?“ Er lachte frech und antwortete ebenso schwer atmend: „Genug? Ich bin gerade erst mal warm geworden.“ Doch merkte er das sie Zeit brauchte um sich ein wenig zu erholen und zu verschnaufen. Zudem er wusste das auch Iron sicherlich noch seinen Teil von ihr fordern würde. So legte er sich neben sie und zog sie auf sich, wo sie sich erholen konnte, sie hatte den Kopf auf seiner Brust liegen und keuchte leise. Er genoss diese liebevolle Zweisamkeit und hatte seine Arme um sie liegen. Doch dann glitt Nara von ihm herunter und legte sich neben ihn sich an ihn kuschelnd den Kopf nun auf seiner Schulter liegend und er sah sie sanft an. Leicht strichen seine Finger über ihr Gesicht, er liebte diese Frau mehr als alles andere, ja sogar mehr als Aurian. Kurze Zeit später öffnete sich die Türe und Iron trat ein und sah die beiden dort liegen. Abermals rechnete er damit das er nun eifersüchtig werden würde, doch nichts geschah. Er merkte das er Lazarus tatsächlich auch liebte und das Bild das sich ihm bot, eher zärtlich war als das was er erwartet hatte und es rührte ihn. Er zog sich nun ebenfalls aus und legte sich dazu. Langsam rückte er an Nara heran und drückte sich an sie. Sie drehte sich auf den Rücken und legte einen Arm um ihn, ihn nun ebenfalls an sich ziehend. Lazarus sah ihn an: „Bist du homophon?“ Iron zuckte leicht mit den Schultern: „Keine Ahnung, ich weiß es nicht.“ Lazarus wusste das er keine Berührungsängste Männern gegenüber hatte, das hatte er mal an Arden getestet, in dem er ihn einfach mal geküsst hatte. Obwohl dieser nicht so begeistert darüber gewesen war. Er nickte und dachte daran es zu testen, wie weit er bei Iron gehen könnte. Iron beugte sich über Nara und küsste sie leidenschaftlich, während seine freie Hand sachte über ihren Körper strich. Er roch noch das die beiden sich hier leidenschaftlich geliebt hatten und irgendwie erregte es ihn sogar, so wurde sein Kuss immer wilder. Lazarus wartete ab, er musste den richtigen Moment abpassen. Dann hörte er wie Iron Nara leise fragte, „verträgst du noch einmal? Ich möchte nicht hinten anstehen. Und ich will dich ebenso.“ Nara nickte: „Ja mein Schatz, komm.“ Nun schob sich Iron zwischen ihre Beine und drang ebenso wie zuvor Lazarus in sie ein. Er war voll erregt und seine Beherrschung verließ ihn fast. Als Lazarus sah das Iron nun soweit war, legte er sachte eine Hand auf Irons Rücken und begann ihn zu streicheln. Iron stöhnte leise auf, doch ließ er Lazarus gewähren, er sah ihn nur mal kurz an, während Lazarus leise flüsterte. „Wenn du das nicht willst so sag es nur, ich zwinge niemanden zu etwas das er nicht will.“ Lazarus hatte noch nie den Körper eines Mannes gestreichelt, doch fand er Gefallen daran und machte so weiter. Und irgendwie gefiel es auch Iron, obwohl er sich sicher war nur auf Frauen zu stehen. Doch Lazarus animalische Präsenz nahm auch ihn ein. Die drei verloren sich in dieser Nacht in lustvoller Ekstase und irgendwann merkte Iron das er von Lazarus leidenschaftlich geküsst wurde und nicht von Nara. Denn der lag halb auf ihm drauf und küsste ihn, während Nara sich neben ihn an ihn drückte und sich ein wenig erholte. Sofort löste Iron den Kuss und drückte Lazarus von sich herunter: „Was soll denn das?“ Lazarus grinste: „ Es hat dir doch gefallen, denn es ist nicht das erste mal das ich dich in dieser Nacht geküsst habe. Und du hast mich an dich gezogen nicht ich dich.“ Iron sah ihn ungläubig an: „Das kann doch nicht sein, also ich stehe eindeutig auf Frauen und nicht auf Männer.“ Lazarus nickte: „Ich ebenso und dennoch ziehen wir uns an, nenne es wie du willst aber es erregte dich ebenso wie mich. Und das ist Fakt.“ Iron setzte sich auf und lehnte sich an die Rückwand des Bettes und sah Nara und Lazarus an. Nara grinste leicht: „ Er hat recht, ich sah wie es dich erregte ebenso wie ihn. Ich kann es bezeugen.“ Lazarus war da praktischer veranlagt, setzte sich ebenfalls auf und es erschien eine Flasche Champagner mit drei Gläsern auf einem Tablett auf dem Nachttisch. „Trinken wir etwas und reden mal darüber wie es nun weiter gehen soll. Also wir scheinen uns gegenseitig zu lieben und auch wie es scheint zu begehren, Egal ob Mann oder Frau.“ Iron sah beide verblüfft an: „Ich und ein Mann? Also das kann ich mir nicht vorstellen. Das müsste ich doch wissen.“ Lazarus verteilte die Gläser nach dem er sie gefüllt hatte und beide nahmen ein Glas davon. Ebenso er und den Rest stellte er wieder auf den Nachttisch. „Vielleicht hast du es, weil es dir abwegig erschien nur zuvor nie versucht, könnte doch sein.“ Er grinste frech: „Oder aber meine Präsenz trifft dich auch und es erregt dich meinen Adoniskörper im Arm zu halten.“ Nun knuffte ihn Iron leicht, musste aber doch lachen: „Jetzt werde nicht frech.“ Lazarus dachte nach. „Was empfandest du als du mich das erste mal gesehen hast?“ Nun dachte auch Iron nach: „Hm..also ich spürte deine animalische Lust. So das ich mich wunderte das Nara dir widerstehen konnte. Ich fragte mich wie sie es schafft dem stand zu halten ohne sich dir gleich an den Hals zu werfen.“ Iron betrachtete Lazarus und sah nun das er mit dem Adoniskörper nicht ganz unrecht hatte. Der Kerl war wirklich scharf. Dann fiel ihm auf was er da dachte und fluchte leise. Lazarus lachte: „Also doch, es macht dich an, du findest mich heiß. Aber ich muss zugeben, ich finde dich auch ganz schön scharf. Dein Körper muss sich auch nicht verstecken und deine Kämpferqualitäten können einen schon antörnen. Also wenn ihr mich fragt, sollten wir die Liebe genießen egal wie sie kommt. Wir haben ja nun festgestellt das wir uns alle sehr anziehend finden.“ Lazarus grinste wieder frech: „Also ich habe kein Problem damit dich zu küssen, dich zu berühren oder..“ Er machte eine kurze Pause, beugte sich leicht zu Iron hinüber und flüsterte ihm dann aufreizend ins Ohr, aber laut genug das auch Nara es hören konnte: „dich sogar zu nehmen oder mich von dir nehmen zu lassen. Wobei ich Nara natürlich dir vorziehen würde.“ Nara lachte leise als sie Irons schockiertes Gesicht sah. Iron war so schockiert das er sein Glas in einem Zug leerte. „Also das geht zu weit, berühren, streicheln und küssen in Ordnung, aber damit muss es auch gut sein, weiter will ich auf gar keinen Fall gehen. Ich will weder von einem Kerl genommen werden noch es selber tun, vergiss es.“ Lazarus nickte: „Mir soll es recht sein, Nara ist mir da eh viel lieber.“ Wobei er Nara ihr Glas aus der Hand nahm und seines als auch ihres auf den Nachttisch stellte, sie dann über Iron hinweg zu sich herüber zog und sie gleich wild und leidenschaftlich küsste und sie mit seinem Körper auf das Bett presste. Nara stöhnte schon wieder leise auf und Lazarus löste den Kuss, sah zu Iron hoch dessen Gesicht immer noch einen leicht schockierten Ausdruck hatte: „Das Gerede hat mich scharf gemacht, willst du nun weiter schmollen oder machst du mit?“ Das ließ sich Iron nun nicht zweimal sagen und so stellte er sein Glas ebenso weg und begann nun auch Nara zu streicheln und zu küssen und es ging abermals wild zur Sache.

Als Nara aufwachte kam sie sich vor wie ein ausgewrungenes Handtuch. Die beiden Männer hatten sie ganz schön beansprucht in der letzten Nacht, sie fragte sich ob sie überhaupt noch gehen konnte. Als sie sich umsah lag sie alleine im Bett und als ihr Blick auf das Fenster traf sah sie das es bereits Nachmittag sein musste. Leise öffnete sich die Türe und Iron sah herein um dann nach hinten zu brüllen: „Sie ist wach.“ Sogleich kamen ihre beiden Männer herein wobei Lazarus ein Tablett trug mit einem reichhaltigen Frühstück. Als sie begann zu essen und sich auch immer mal einen Schluck Kaffee nahm, erzählten ihr die beiden, das sie bereits alles herüber schaffen ließen, was sie an persönlichen Dingen in ihrer Suite hatten, ebenso das die drei Kinder auch ihre Zimmer bezogen hatten. Wie auch zwei junge Priesterinnen die die Kinder hüten würden.

Nara sah von einem zum anderen: „Sagt mal Jungs wieso seid ihr schon so munter und ich fühle mich als könnte ich nicht mal mehr gehen? Mal abgesehen davon das mir Sau elend ist.“ Lazarus sah sie besorgt an: „Dir geht es nicht gut? Was ist los? Lass mich mal nachsehen.“ Sachte glitten seine Hände über ihren Körper um zu schauen was mit ihr los wäre. Als er es endlich heraus fand, hatte er ein schlechtes Gewissen und sah die beiden entsprechend an: „Es tut mir ja so leid, ich weiß nicht was ich sagen soll.“ Iron sah ihn besorgt an: „Man Kerl mach es nicht so spannend sag was mit ihr los ist.“


Kapitel 19: Der Spiegel der Zukunft


 

Lazarus sah beide an, während Iron schon langsam einen wilden Blick kriegte weil er sich so zierte zu sagen was mit Nara los war. Doch dann sagte er es doch: „Sie...na ja sie ist schwanger.“ Iron sah ungläubig auf Lazarus dann auf Nara: „Das kann doch nicht sein oder? Ist sie schwanger von mir?“ Iron ging auf und ab: „Es muss von mir sein, denn du hast sie ja wohl nicht schon beim vorletzten mal geschwängert oder? Nein hast du nicht.“ Nara sah von einem zum anderen. Lazarus sah Iron an: „Nein sie sind nicht von dir, sondern von mir.“ Nun stoppte Iron:“ Sie? Es ist mehr als eins? Und wann soll das geschehen sein. Du hast sie also doch schon beim vorletzten mal....“ Lazarus schüttelte den Kopf: „Nein es muss in der letzten Nacht geschehen sein. Verdammt Iron ich war die letzten Jahre immer ehrlich zu euch, warum sollte ich euch also jetzt so hinter gehen, vor allem nach dem sich alle meine Wünsche erfüllt haben, das wäre doch hirnrissig.“ Iron sah ihn wütend an. “Hatte ich dich nicht gebeten damit noch etwas zu warten? Mal abgesehen davon woher willst du wissen das es letzte Nacht geschehen ist. Man Kerl rede endlich. Wie kann es ihr heute schon mies gehen wenn sie erst wenige Stunden schwanger ist, das ist doch nicht normal.“ Lazarus sah die beiden schuldbewusst an: „Ich wars nicht........das heißt doch natürlich es sind meine Kinder.......aber ich habe es nicht fokussiert, soll heißen ich habe damit nichts zu tun das sie jetzt schon schwanger ist. Ich verstehe es ja selber nicht, denn ich habe sehr genau darauf geachtet das ich sie nicht schwängere. Und das es ihr heute schon mies geht wundert mich auch. Ich weiß ja das Götterkinder schneller heran wachsen, aber so schnell?“ Nara sah unterdessen auf ihren Bauch und strich sachte darüber, während die beiden Männer sich stritten. Dann sah sie auf: „Jungs Jungs streitet nicht, ist doch egal, geschehen ist geschehen. Und das diese beiden Kinder kommen sollten darüber waren wir uns doch einig. Also warum streitet ihr?“ Iron knurrte: „Weil ich uns Zeit geben wollte das wir uns an die veränderten Verhältnisse erst gewöhnen können.“ Dann sah er in Lazarus zerknirschtes Gesicht und ihm wurde klar das dieser immer noch ehrlich war. Das wenn er sagte er habe damit nichts zu tun, das es dann wohl stimmen würde. Lazarus sah die beiden an: „Die einzige die uns sagen könnte wie das passieren konnte ist meine Mutter. Und glaubt mir ich habe es nicht absichtlich getan. Es ist einfach passiert.“ Lazarus rechtfertigte sich weiter, er wollte das Iron ihm glaubt. Iron nickte: „Beruhige dich wieder, ich glaube dir ja. Denn es ist schon richtig, warum solltest du es nun so eilig haben, wir hätten ja Zeit gehabt. Also muss etwas anderes dahinter stecken, die Frage ist nur was.“ Nara kam eine Idee und erhob sich langsam aus dem Bett, sie sah Iron an. „Ich denke unser Weg ist noch nicht zu Ende. Wie du schon sagtest, den Spiegel der Zukunft haben wir noch nicht angerührt. Vielleicht sollten wir das nun tun. Egal ob wir es wissen wollen oder nicht. Es muss einen Grund haben. Geh lass die Rucksäcke packen, wer weiß vielleicht brauchen wir Hilfsmittel und Vorräte, wir werden uns nun den Spiegel ansehen.“ Iron sah sie zweifelnd an: „Bist du dir sicher?“ Nara nickte, dann betrat sie das Bad um sich frisch zu machen. Lazarus verstand kein Wort, und begleitete Iron der ihm nun alles erzählte, von den Spiegeln wie sie zu den Artefakten gekommen waren und was sie alles erlebt hatten. Nun begriff Lazarus das auch die beiden es nicht leicht gehabt hatten und das auch sie hatten schwer kämpfen müssen. „Können wir sie denn dieser Strapaze aussetzen? Die Kinder wachsen tatsächlich schneller als man gucken kann. Wenn ich jetzt schon sehen kann das sie zwei Kinder bekommt, könnte sie heute Abend schon im dritten Monat oder weiter sein.“ Iron sah ihn an und nickte. „Geh frag deine Mutter wieso das geschehen konnte und wieso die Kinder so schnell in ihr wachsen, denn normal ist das wirklich nicht.“ Lazarus nickte: „Doch wartet auf mich, ich werde euch begleiten.“ Dann war er verschwunden und Iron ging um die Rucksäcke packen zu lassen, ebenso wie er Hilfsmittel einpacken lies und was er dachte was sie eventuell sonst noch benötigen würden. Eine Stunde später trafen sie sich wieder. Sie setzten sich auf die Terrasse und Lazarus erzählte ihnen, das das Licht laut seiner Mutter oft seltsame Wege gehen würde und auch ihr schon oft ins Handwerk gefuscht habe. Das es nicht immer voraussehbar sei was das Licht wollte. Und das es hier wohl wollte das die Kinder so schnell wie möglich zur Welt kamen. Aber es auch seiner Mutter nicht bekannt war wieso. Sie hatte zugegeben das sogar für sie Teile der Zukunft im Dunkeln lagen. Vor allem wenn es um ihn und die Kinder ging. Das einzige das sie wusste war das diese Kinder Hoffnung und Liebe bringen würden. So sah Iron ihn an: „Also ist es auch für Götterkinder wie du sie nanntest nicht normal das sie so schnell im Mutterleib wachsen?“ Lazarus nickte: „Sicher sie wachsen schneller heran als normale Kinder doch das liegt an sich an dem Zeitunterschied den die Welten haben. Ihr müsst wissen nicht alle Welten liegen im gleichen Zeitfluss, so das eure Welt wesentlich schneller läuft als die Welt der Götter. Eine Stunde auf der Welt der Götter könnte bedeuten das hier ein ganzer Tag vergeht. Das heißt wenn ich morgens in meiner Welt abreise um hier her zu kommen, kann es hier schon Abend oder sogar schon der nächste Tag sein. Manche Welten drehen sich schneller, andere langsamer. Nur Väterchen Zeit ist in der Lage die Zeit zu beeinflussen. Er ist Herr über die Zeit. Ihr habt ihn gestern kennen gelernt. Es gibt nicht nur Götter sondern auch Inkarnationen. Diese Inkarnationen herrschen über gewisse Sachen, wie zum Beispiel Väterchen Zeit über die Zeit oder Iona, Mutter Natur, sie ist die Mutter Natur, sie kann alles beeinflussen, Stürme, Vulkanausbrüche, einfach alles was die Natur an geht.“ Die beiden hörten Lazarus aufmerksam zu. Dann fragte Nara: „Und so ist die Schicksalsdame verantwortlich über das Schicksal verstehe ich das richtig?“ Lazarus nickte: „Obwohl sie nur Einfluss nehmen kann auf die Schicksale der Sterblichen. Inzwischen hat sie zwar gelernt auch in die Schicksale der Götter sehen zu können, doch beeinflussen kann sie es nicht. Es gibt die Inkarnationen, die Götter und über allem schwebt das Licht. Das Licht ist das höchste Wesen das es gibt, obwohl selbst wir uns nicht ganz sicher sind ob man hier wirklich von einem Wesen sprechen kann. Meine Mutter zum Beispiel wurde nur zu einem Zweck gezeugt und geboren, das Licht in sich auf zu nehmen. So kann es Einfluss nehmen auf alles was im Universum geschieht. Sie, Leon und Myrion zeugten mich, ich bin der Sohn des Lichts. Und laut meiner Mutter trage ich einen sehr winzigen Teil des Lichts in mir. Meine Mutter ist somit wirklich das mächtigste Wesen das es überhaupt gibt, ihr ist fast nichts unmöglich, denn das Licht steht ihr bei. Doch wenn sie keinen Einblick hat in irgendetwas wie nun, was mich und die Kinder angeht, verschließt das Licht auch ihr den Blick. Sie weiß also auch nicht was hier vor sich geht. Sie hat mir geraten es laufen zu lassen und zu sehen was geschieht. Sie kann uns da nicht helfen, denn selbst sie weiß es nicht. Sie hat versucht in die Zukunft zu sehen und als das nichts brachte sogar versucht in die Zukunft zu reisen, doch sobald es um mich oder diese beiden Kinder geht, verbaut ihr das Licht den Weg. Sie soll es nicht sehen.“ Nara sah Lazarus ängstlich an: „Ist das gut oder schlecht? Was geschieht mit unseren Kindern, was ist mit ihnen?“ Lazarus sah sie an: „Das kann ich dir nicht sagen, das Licht ist weder gut noch böse, es ist einfach und es tut was getan werden muss, zum guten oder zum schlechten hin. Doch Liebes mach dir darüber mal keine Sorgen, die Götter und die Inkarnationen stehen hinter uns und man wird uns helfen wo man kann.“ Das beruhigte Nara nun nicht besonders, doch dachte sie sich das es sich eh nicht ändern lassen würde. So müsste man eben abwarten. Doch Iron hatte noch eine Frage an Lazarus, was es mit den Inkarnationen auf sich hatte, hatte er ja nun verstanden und so fragte er: „Was waren das für Kinder, also die mit den Flügeln?“ Lazarus lächelte: „Das waren die Kinder des Lichts, wir nennen sie so weil sie absolut auf der Seite des Guten stehen, ihnen gegenüber gibt es noch die Kinder der Finsternis, die......“Nun vervollständigte Iron den Satz“ Dann wohl auf der Seite des Bösen stehen.“ Lazarus nickte: „Richtig, ab und zu wird ein besonderes Kind geboren, ob es sich nun auf die eine oder andere Seite stellt liegt schon in seiner Zeugung, doch sobald ein Kind des Lichts geboren wird, gibt es auch immer ein Kind der Finsternis. Sie haben mit dem Wesen des Lichts nichts gemeinsam, wie gesagt wir nennen sie nur so, denn sie sind alle kleine Engel.“ Nachdem alle Fragen soweit abgehandelt worden waren erhoben sich die drei, Lazarus wollte sie mit seinen Kräften zum Spiegel bringen doch Nara schüttelte den Kopf: „Du kannst uns gerne begleiten, doch wir werden den Weg der Sterblichen nehmen.“ So benutzten sie die Teleportrune und waren kurz darauf im Tempel mit dem Raum der Spiegel wie ihn Nara für sich nannte. Dann standen sie vor dem Spiegel. Iron fragte Lazarus,:“Was ist der Unterschied zwischen dir und dem Jungen den Nara nun trägt?“ Lazarus sah ihn an: „Du bist ein Kerl und weißt das Sex und Liebe nicht immer unbedingt Hand in Hand mit einander gehen. Ich kann mit einem Dutzend Frauen schlafen ohne auch nur das geringste Gefühl der Liebe. Es ist das reine körperliche Verlangen, es ist pure Lust nicht mehr und nicht weniger. Das bin ich. Dann gibt es die Liebe, wie sie dich und mich mit Nara verbindet, obwohl ich eigentlich nie zur Liebe auserwählt war, sondern lediglich dazu um Lust zu verbreiten und eben was damit einher geht, gezeugte Kinder, Fruchtbarkeit und dergleichen mehr. Und der kleine Junge der nun dort heran wächst, wird Liebe verbreiten, Liebe die sich in den Herzen festsetzt, die mit Sex wiederum nichts zu tun hat.“ Iron nickte: „Heißt das er wird wohl lieben aber niemals mit einer Frau ins Bett gehen?“ Lazarus lachte leise: „Doch wird er, wie ich dir schon mal erzählte werden beide Kinder, einen Funken des Lichts in sich tragen und so aufeinander abfahren. Er wird wahrscheinlich niemals mit irgendeiner anderen Frau das Bett teilen, aber mit seiner Schwester, na ja möglicherweise könnte er noch meine Mutter sehr heiß finden, denn sie trägt das Licht im gesamten in sich. Doch Eros und Amor sind zwei verschiedene Liebesvarianten. Ich bin Eros und er wird Amor sein. Er wird die reine Liebe sein.“ Iron nickte leicht, das war ihm zwar suspekt, das ein Bruder und seine Schwester mit einander ins Bett gehen würden. Aber das wusste er ja schon. Nara sah die beiden an: „Können wir nun?“ Iron nickte, Lazarus hingegen hatte die Kugel auf dem Tisch entdeckt: „Sagt mal was ist denn damit los? So eine ähnliche Kugel besitzt auch meine Mutter wenn sie sie auch nicht benötigt, außer eventuell anderen mal zu zeigen was sie sieht.“ Jetzt erst fiel Iron und Nara auf das sie die Kugel auf dem Tisch nie beachtet sondern sie sich immer nur mit den Spiegeln beschäftigt hatten. Nara zuckte die Schultern: „Keine Ahnung, irgendwie haben wir sie nie groß beachtet.“ Lazarus nahm die Kugel in die Hand doch sie blieb milchig weiß und zeigte nichts. Einer Eingebung folgend drückte er Nara die Kugel in die Hände und kaum hatten sich ihre Hände darum geschlossen, wurde sie klar. Nara hätte sie fast vor Schreck fallen lassen, doch nun sah sie Lazarus an: „Was ist das? Eine Kristallkugel wie sie den Hexen nach gesagt wird?“ Lazarus kratzte sich am Kopf: „Ich weiß es nicht, ich weiß nur es gibt zwei dieser Kugeln, eine besitzt meine Mutter, noch aus der Zeit da sie lernte, um so verschiedene Dinge zu sehen. Doch wie gesagt jetzt braucht sie die nicht mehr. Und die zweite gehört Enjara der Heldin des Schicksals. Bei ihr ist es so das die Kugel aufleuchtet wenn es etwas gibt was sie sehen soll. Obwohl auch sie die Kugel befragen kann wenn sie Fragen hat.“ Nara dachte nach, sah dann Iron an und sah anschließend auf die Kugel: „Warum will das Licht das die Kinder schneller wachsen?“ Leicht veränderte die Kugel ihre Farbe und wurde schwarz um dann wieder klar zu werden.“ Lazarus lachte: „Es ist eine Seherkugel wie es aussieht, steck sie ein, vielleicht ist sie dir noch nützlich, doch scheinbar kann dir auch die Kugel nicht sagen was das Licht vor hat. Oder sie darf es nicht.“ Lazarus überreichte ihr einen kleinen Beutel den sie am Gürtel befestigen konnte. "Stecke sie dort hinein und binde den Beutel an deinen Gürtel.“ Nara tat was er sagte, im Moment interessierte sie auch mehr was der Spiegel zeigen würde, für die Kugel wäre später noch Zeit. Dann trat sie zu dem schild auf dem Zukunft stand und berührte es . Es dauerte eine weile doch dann zeigte der Spiegel eine Landschaft, sie war grün und blühend, im Vordergrund sah man eine Wiese und in deren Hintergrund einen reichhaltigen Wald. Iron versuchte seine Hand dort hinein zu stecken und es funktionierte, also konnten sie den Spiegel betreten. Er sah Lazarus und Nara an, „sollen wir hinein gehen und sehen was uns erwartet?“ Beide nickten und so betraten die drei den Spiegel der Zukunft. Dort angekommen bat Nara die beiden Männer Steine zu besorgen, um die Stelle zu markieren an der sie den Spiegel betreten hatten. Inzwischen wussten sie ja das sie ihn dort auch wieder verlassen konnten. Nara wollte so lange dort stehen bleiben. So sammelten die beiden Steine und legten sie im Kreis um Nara herum. Nara hatte sich derweil umgesehen ohne den Platz zu verlassen, doch es war nichts zu sehen, nur Wiese und Wald, doch hörte sie Vögel singen und die Welt schien freundlich zu sein. Lazarus war aufgeregt, er hatte noch nie ein Abenteuer mit gemacht und war so recht übermütig. Dann beschlossen die drei los zu gehen und zu sehen was die Welt für sie bereit hielt. Sie durchwanderten den Wald und sahen dann dort auf einer Anhöhe ein Haus ähnlich den Tempeln stehen die sie schon kannten. Langsam kraxelten sie die Anhöhe empor doch als sie vor dem Haus standen sahen sie das es exakt das Haus war, das Lazarus für sie drei gebaut hatte. Nara sah sich um und sah in weiter Ferne einen Berg. Von hier aus konnten sie nicht viel sehen so zeigte sie darauf. „Wir sollten es uns mal aus der Höhe ansehen.“ Lazarus nickte und wollte sie mittels seiner göttlichen Kräfte dort hinbringen, doch musste er feststellen das er keine göttlichen Kräfte mehr besaß. Er geriet in Panik und Iron versuchte ihn zu beruhigen: „Ruhig mein Freund, das ist wahrscheinlich nur vorüber gehend solange wir hier sind. Wir sind beide stark und werden schon mit den Problemen die auf uns zukommen werden fertig werden, also beruhige dich wieder. Wir kommen auch ohne deine göttlichen Kräfte aus.“ Langsam aber sicher beruhigte sich Lazarus, zum ersten mal musste er ohne seine Kräfte auskommen und das machte ihn unruhig. Doch Irons Worte hatten einen gewissen Wahrheitsgehalt. Also riss er sich zusammen. Nara sah ihn sanft an: „Du kannst auch gerne zurück gehen, wenn dir das zu viel Angst macht.“ Lazarus sah Nara an und bewunderte ihren Mut, er schüttelte den Kopf: „Nein ich gehe mit euch egal was es bedeuten mag. Wenn ihr es schafft dann schaffe ich das auch.“ Und so stiegen sie die Anhöhe wieder herab und marschierten auf den Berg zu. Sie brauchten drei Tage bis sie ihn erreicht hatten. Unterwegs waren ihnen zwar Tiere begegnet aber nicht ein Mensch. Sie brauchten noch mal einen Tag den Berg zu erklimmen. Nun zeigte sich wie viel Kraft in Lazarus Körper steckte. Denn er half Iron als auch Nara immer mal weiter, da er größer als die beiden war und so an Klippen heran kam die die beiden nicht erreichen konnten, kletterte er vor und zog die beiden dann hoch. Als sie am Gipfel angekommen waren sahen sie über das Land unter ihnen. Es gab keine Städte, keine Dörfer, nichts was auch nur ansatzweise einer menschlichen Behausung ähnelte, mal abgesehen von dem einen Haus auf der Anhöhe, das sie nun auch von hier aus sehen konnten.. Nara sah sich um: „Das Land ist leer, es ist unbewohnt, außer von den Tieren.“ Dann sahen sie einen goldenen Drachen der sich ihnen näherte, von weitem hörten sie schon das gewaltige Schlagen der Flügel. Die drei traten ein wenig beiseite um dem Drachen Platz zum landen zu machen. Kurze Zeit später landete er vor ihnen. Er war größer als Zandramas, senkte leicht den Kopf und sah die drei an. „Ich wurde angewiesen euch auf meinem Rücken zu tragen und euch über diese Welt zu fliegen. Also steigt auf.“ Er half ihnen das sie auf seinen Rücken kamen dann erhob er sich wieder und Lazarus fragte: „Wer wies dich an?“ Doch er antwortete nicht auf die Frage sondern sprach: „Diese Welt ist unberührt, sie ist gerade erst entstanden. Mich holte man von einer anderen Welt und hieß mich auf euch zu warten. Ich soll euch alles zeigen und euch sagen das ihr euch alles genau ansehen sollt. Es gibt hier noch kein Leben so wie ihr es kennt. Doch sagte man mir das Hoffnung und Liebe mit mir fliegen würden.“ Als er das sagte strich Nara instinktiv über ihren Bauch. „Wer von euch ist Hoffnung und wer Liebe?“ Nara antwortete sanft: „Sie sind noch nicht geboren, ich trage sie noch in mir.“ Der Drache nickte leicht. Seine drei Passagiere sahen herab auf die Welt die sie nun fliegend überquerten und sahen das der Drache die Wahrheit gesagt hatte, es gab noch kein Leben außer den Tieren. Iron fragte: „Wie ist dein Name? Und wer sind deine Eltern?“ Leise dröhnend lachte der Drache. „Mein Name ist Aran und meine Vorfahren sind Zandramas und Serena. Ich bin aus der dritten Generation nach ihnen. Doch wie sind eure Namen, wenn nicht Hoffnung und Liebe?“ Abermals antwortete Nara sanft: „Ich bin Nara und das hier sind Iron und Lazarus.“ Einen kurzen Moment sank der Drache herab um dann seine Flughöhe wieder auf zu nehmen.“ Wenn das so ist, ist es mir eine Ehre euch tragen zu dürfen, denn ohne euch wäre ich heute nicht hier. Und welch eine Ehre die Gö.......“Dann verstummte er und nickte leicht mit dem Kopf, als hätte er beinahe etwas gesagt was er nicht hätte sagen dürfen und hatte das nun gesagt bekommen. „Was wolltest du sagen?“ Lazarus bohrte nach, doch Aran antwortete „Es tut mir leid, aber das darf ich nicht sagen, das soll euch noch verborgen bleiben. Doch eins darf ich sagen, es ist vorbestimmt das ihr hier sein sollt, in eurer Zukunft. Schaut euch das Geheimnis der Vergangenheit an, dann wisst ihr was ich meine. Macht es euch dort bequem denn diesen Spiegel werdet ihr nicht betreten können, sonder nur zuschauen. Und es ist eine lange Geschichte. Sie umfasst mehr als ihr euch denken oder ihr auch nur erfassen könnt.“ Dann landete er direkt in der Nähe der Steinmarkierung um sie dort ab zu setzen: „Ich werde auf euch warten. Wir werden uns wiedersehen. Doch jetzt werde ich meine Belohnung in Empfang nehmen, denn man versprach mir eine Gefährtin.“ Dann wandte er sich um, die drei bedankten sich noch bei ihm für seine Freundlichkeit. Er sah noch mal zurück und sah Nara an: „Du hast ein Geschenk bekommen hüte es gut, die Kugel zeigt dir was du wissen darfst und möchtest.“ Dann erhob er sich mit einem lauten Flügelschlag wieder in die Luft, umkreiste die drei noch mal und verschwand dann in der Ferne. Sie sahen ihm nachdenklich nach. Anschließend betraten sie wieder den Steinkreis und standen kurz darauf wieder im Spiegelraum. Als Lazarus es testete waren seine göttlichen Kräfte wieder da. Doch der Raum hatte sich verändert, die anderen Spiegel waren fort und vor dem letzten standen nun statt zwei Sessel, drei. Ebenso wie an dem letzten verbliebenen Spiegel nur noch ein Schild zu sehen war auf dem „Geheimnis der Vergangenheit“ stand.