Kapitel 32: Kampf der Titanen


 

Nun da bei den Erwachsenen alles wieder im Lot war begannen nun auch die jungen Leute damit ihre ersten Erfahrungen zu machen, so wollte Nara an einem Tag Hopes Zimmer betreten und öffnete die Türe und bekam mit wie Amor sich seinen ersten Kuss stahl, wenn auch sehr zärtlich und wahnsinnig schüchtern. Er stand vor Hope und sah sie sanft an dann beugte er sich schnell vor und küsste sie ebenso schnell. Hope sah ihn erschrocken an und wischte sich den Mund wieder ab: „Was soll denn das?“ Nara wusste nicht wie sie reagieren sollte, da die beiden sie nicht bemerkt hatten schloss sie die Türe wieder. Sie war ebenso perplex wie Hope und wollte so zu Aurian um sie zu fragen was sie nun tun sollte. Ihr war immer eingebleut worden das so etwas unter Geschwistern nicht ginge. Theoretisch hatte Lazarus sie auf den Tag an dem Amor sich Hope nähern würde vorbereitet doch das nun praktisch zu sehen war etwas ganz anderes. Auf ihrem Weg zu Aurian sah sie unterwegs auch Marlon und Leona am Meer stehen. Doch Marlon war anders als Amor, er fackelte nicht lange sondern zog Leona an sich und küsste sie einfach. Leona wischte ihren Mund nicht ab sondern drückte sich an Marlon und schien seinen Kuss zu erwidern. Und Miria war ein Luder, Nara sah wie diese Arden lockte und ihn umgarnte und der Ärmste nicht wusste was er nun tun sollte, ihre Jungfräulichkeit war ihm im Weg. Bei jeder anderen hätte er zugegriffen, sie nach allen Regeln der Kunst geküsst und weit aus mehr getan. Als Nara endlich bei Aurian ankam war sie schon total fertig was auch Aurian auffiel: „Liebes setze dich was ist dir denn geschehen?“ Nara sah sie verzweifelt an: „Ist denn nun jeder verrückt geworden?“ Dann erzählte sie was sie gesehen hatte, Aurian begriff und lachte leise. „Hier hat Eros zugeschlagen. Seine wieder erwachte Macht hat nun auch eure Kinder erfasst. Doch eins nach dem anderen. Also bei Marlon und Leona scheint es ja keine Probleme zu geben, er scheint genau zu wissen was er will....“Doch bevor Aurian weiter reden konnte sah sie Nara kämpferisch an: „Ja klar er will Leona in sein Bett kriegen, ebenso wie Amor Hope, doch die beiden sind Geschwister. Und Miria entpuppt sich als kleines Luder, denn sie macht sich an Arden heran.“ Aurian sah Nara sanft an: „Liebes immer mit der Ruhe, also gut fangen wir bei Hope und Armor an. Du wusstest immer das es diese beiden zueinander ziehen würde. Es ist scheissegal das sie Geschwister sind, sie lieben sich und er scheint sie auch zu begehren. Das ist absolut in Ordnung. Geh gelassen damit um, trichtere ihnen nun kein schlechtes Gewissen ein. Bei Marlon und Leona gibt es ja keine Probleme, er will sie und sie scheint ihn auch zu wollen. Und was nun Miria angeht und Arden, also sie ist eigentlich noch am besten dran. Denn Arden hat mehr als genug Erfahrung gesammelt, doch er wird vorsichtig sein weil Miria noch Jungfrau ist. Ich werde aber mal mit ihm reden. Und dir rate ich, beruhige dich wieder, die Kinder sind alt genug, also sollen sie ihre Liebe und ihre Lust ausleben.“ Nara sah Aurian verblüfft an: „Und du kannst dabei so ruhig bleiben? Mich macht das verrückt.“ Aurian schmunzelte leicht: „Dann sieh nicht hin und lass Mutter Natur ihre Arbeit tun.“ Da Nara einmal bei ihr war, klärte sie sie darüber auf welche Macht sie haben würde, wenn sie zur Göttin erhoben werden würde. „Liebes. Dir wird zwar nicht die Macht geschenkt die Mutter Natur hat, doch wirst du einen Teil mit ihr teilen. So wird es dir möglich sein deinem Volk Heilkräuter oder anderes wachsen zu lassen, ihnen Weisheit zu geben und sie im Licht strahlen zu lassen. Sie werden das schöne Volk genannt werden, doch sorge dafür das sie geheimnisvoll bleiben. Im Laufe der Jahrhunderte wird sich das wohl ändern, doch am Anfang sollte sie nicht jeder zu sehen bekommen. Und komm mal mit, ich zeige dir wie du für sie erscheinen wirst.“ Sie nahm Nara mit und stellte sie vor einen Spiegel, dann begann sich Nara zu verändern sie wurde schmaler, ihre Ohren wurden spitz, die Haut heller und weißer, das Haar hatte Aurian gelassen wie es war, denn es machte einen Teil des Charmes Naras aus. Nara betrachtete sich im Spiegel und drehte und wendete sich, doch als sie auf einmal lediglich ein kurzes römisches Chiffon Kleid, das eine Schulter frei lies trug, durch das man ihren Körper sehen konnte, errötete sie: “ So wird man mich sehen? Ich bin ja fast nackt.“ Aurian nickte: „Aye dein Volk wird natürlich sein und es wird in dieser Nacktheit nichts verrufenes sehen. Sie werden dich anbeten. Doch warte ich bin noch nicht fertig.“ Und einen kurzen Moment später erstrahlte Nara in hellem Licht, in dessen Mitte sie stand. „So jetzt bin ich fertig.“ Nara sah sprachlos auf das Bild das ihr aus dem Spiegel entgegensah. „Ich bin......ich bin.wirklich zum anbeten.“ dann lachte sie und drehte sich noch mal, um sich von allen Seiten an zu sehen. „Ja Liebes das bist du. Das Licht das um dich strahlt kommt von dir selber und zeigt deine Seele, solltest du irgendwann mal etwas wirklich böses tun, was nicht deinem Naturell entspricht wird es dunkler werden, also hüte dich davor. Du und Iron ihr werdet strahlende Götter sein, ihr werdet im Licht erscheinen und man wird euch verehren und anbeten. Ihr beiden solltet für euer Volk langsam gewisse Dogmen aufstellen, nach denen sie leben sollen. Ach und noch etwas Iona wird ihnen als Jägerin erscheinen. Sie wird Pfeil und Bogen tragen. Also freunde dich ein wenig mit Iona an und überlegt gemeinsam wie die Dogmen der Elfen sein sollten. Dein Volk sollte allerdings immer im Einklang mit der Natur leben.“ Nara nickte und war ganz enttäuscht als sie kurz darauf wieder wie immer aussah. Sie freute sich über die neue Aufgabe, obwohl sie wusste das sie noch sehr viel zu lernen hatte. Sie strahlte Aurian an, diese lachte leise: „Und damit du schon mal üben kannst....“ Damit legte sie kurz eine Hand auf Naras Stirn, „erhebe ich dich jetzt schon mal in den Stand einer Göttin. Teste deine Macht aus, versuche dein Aussehen zu verändern. Wir wollen ja nicht das du dich blamierst wenn du das erste mal vor deinem Volk erscheinst um ihnen die Dogmen zu geben. Und noch etwas, du hast eine Kugel bekommen, darin kannst du sehen was dein Volk macht oder wie es ihm geht. Irgendwann wirst du auch lernen ohne Kugel aus zu kommen, doch bis dahin soll sie dir helfen. Du kannst sie auch befragen wenn du mal eine Frage hast, wenn sie dir auch nicht alles sagen wird.“ Nara nickte und tastete sich ab, sie fühlte sich nicht anders als sonst und doch sollte sie nun eine Göttin sein? Sie strahlte Aurian an und dann küsste sie diese auf die Wange. „Danke, vielen Dank. Auch dafür das du Lazarus sein altes Sein zurück gegeben hast.“ Aurian nickte nur leicht. „Ist schon gut, seid einfach nur glücklich. Ich habe lediglich getan was getan werden musste.“ Als Nara zurück war begann sie sofort ihre Macht aus zu testen und versuchte ihr Aussehen zu verändern, anfangs klappte es noch nicht so aber langsam aber sicher wurde es dann doch. Sie würde noch eine Weile brauchen um es zu perfektionieren, doch wusste sie nun wenigstens wie es ging.

Aurian hingegen schmunzelte, es wäre nicht nötig gewesen das sie Naras Stirn berührte, denn alleine ihr Wille das es geschehen sollte hätte ausgereicht, doch wusste sie auch das Nara, Iron oder auch die Kinder etwas brauchten, was die Veränderung anzeigen würde. Von Myrion wusste sie was Iron ihn gefragt hatte und so hatte sie sich für Iron etwas anderes ausgedacht, ihn würde sie wenn er zu ihr kommen würde um sie zu fordern beim Liebesakt den Status geben, die Kinder würde sie mit Feenstaub überschütten so das sie das Gefühl haben würden, nun hatte sich etwas verändert. Sie begann langsam selber Freude über die Welt zu empfinden die sie geschaffen hatten und die etwas besonderes sein würde. Sie wusste das sie diese Welt selber lenken musste und nicht wie bei den normalen Welten einfach einem anderen Gott übergeben konnte. Hier war sie selber gefragt, wenn sie auch viel Unterstützung von allen anderen hatte. Sie sah in den Spiegel und stand dann vollkommen nackt da, dann legte sich ein leichtes Chiffontuch um ihre Brust, die dennoch durchschimmerte, ebenso wie sich ein kurzes Tuch um ihre Hüfte legte und auch hier wieder doch mehr oder weniger erahnen lies was es darunter gab, dann hielt sie ihren Kampfstab in den Händen und ihre Kugel war oben auf, doch jetzt schimmerte in dieser Kugel die Welt die sie vor kurzem erschaffen hatten. Ihr langes schwarzes Haar floss ihren Rücken herab. Sie sah sich an und nickte: „Nun noch die beiden Löwen an meiner Seite und es ist perfekt.“ Sie grinste sich selber an: „Das wird sie beeindrucken.“ Myrion hatte es mit bekommen und rief leise in Gedanken Leon herbei. Die beiden verwandelten sich schnell in die Löwen, als Aurian noch in den Spiegel sah und traten nun neben sie, je einer rechts und links und Myrion meinte: „Ja das hat was.“ Sie legte eine Hand auf Myrions hohen Löwenrücken und nickte. „Doch solltet ihr auch mal langsam beginnen eure Dogmen aus zu arbeiten.“ Später an diesem Tag sah sie wie Myrion und Leon auf dem Plateau saßen und schrieben, doch Leon tat sich ein wenig schwer, wenn es um die Opfer für ihn ging. Myrion sah ihn an: „Das verstehe ich nicht, du hast mal eben kalt lächelnd eine Frau geopfert um Lazarus ein Kind zu geben, doch hier brichst du fast in Tränen aus.“ Leon sah ihn eiskalt an: „Nun das war etwas das ….....“Dann wurde ihm klar was er sagen wollte und nickte: „Du hast recht es sollte mir am Hintern vorbei gehen. Doch jemanden nur zu töten, weil er etwas von mir will, ist das nicht ein wenig fragwürdig?“ Myrion sah ihn an: „Dann setze die Menschenopfer doch einfach nur dafür an wenn es mal um etwas großes geht und ansonsten erkläre das es auch Tiere tun. Nur vergiss nicht du musst deine Dogmen so aufstellen das sie Iron reizen, er soll ja wütend auf dich werden. Und ich habe das Schwert das du dann tragen wirst fast fertig Was willst du eigentlich an Rüstung tragen?“ Leon grinste: „Gar keine ich werde nur in Lederhose erscheinen, doch mein Oberkörper wird in Blut getränkt sein, na ja zumindest soll es so aussehen, es wird natürlich kein richtiges Blut sein, das stinkt mir dann doch zu sehr. Ich habe mal wie Aurian auch getestet wie es aussieht, meine Anhänger wird es begeistern. Nackter Oberkörper an dem das Blut nur so herunter läuft.“ Nun lachte auch Myrion: „Oh das ist ja unheimlich. Aber die Idee finde ich gut, also da haste dir schon richtig Gedanken gemacht.“ Leon nickte: „Allerdings wird es etwas geben das wohl Lazarus ein wenig abstoßen wird, ich bin schon froh das er nicht so in Erscheinung tritt sondern nur zur Unterstützung anwesend ist ohne das man ihn sieht..“ Myrion sah ihn fragend an: „Und was?“ „Nun meine Anhänger sollen ja auch Orgien feiern und das richtig verrucht, so das sie sich nach der Opferung in dem Blut der Tiere lieben sollen. Ich glaube das wird Lazarus nicht besonders gefallen.“ Myrion nickte: „Das ist an zu nehmen. Doch hat es auch einen Vorteil, er wird davon Iron erzählen, was den wiederum auf die Palme bringen wird.“ Myrion kicherte leise als er sich das vorstellte. Leon lehnte sich zurück: „Weißt du irgendwie macht es mir Spaß, endlich darf ich mal meine böse Ader richtig ausleben. Ich werde mir immer mal einige Weiber nehmen und sie solange benutzen bis sie drei Tage nicht laufen können. Sie werden schmerzen haben bei dem Liebesakt, denn Leiden wird eines meiner Hauptdogmen sein. Meine Anhänger sollen leiden, es soll ihnen richtig weh tun mich an zu beten und mich zu verehren. Ich werde es ihnen nicht leicht machen.“ Myrion sah ihn an: „Soll es auch Vergewaltigungen geben? Denn ich weiß das du da ein wenig empfindlich bist.“ Leon nickte: „Nun ja, ich finde es entsetzlich eine Frau zu etwas zu nötigen was sie nicht will, doch musst du dir vorstellen, wenn sie meinem Glauben beitreten, werden sie wissen das so etwas auf sie zukommen könnte, das man sie benutzt und vergewaltigt. Und in diesem Fall setze ich ihre Einwilligung dazu voraus sonst würden sie meinem Glauben wohl nicht beitreten, oder? Womit das also etwas anderes ist.“ Myrion nickte: „Diese Denkweise ist zwar ein wenig fragwürdig doch im Grunde hast du recht, doch wie sieht es mit anders Gläubigen aus, was ist wenn deine Anhänger über deren Frauen herfallen?“ Leon nickte: „Sicher das muss auch bedacht werden, doch gehe ich hier davon aus das dann Iron einschreiten wird, hoffe ich zumindest. Woraus sich dann die Kämpfe entwickeln werden die gewünscht sind. Wir werden unseren Gläubigen schon eine gute Show bieten, denke ich mal.“ Nun lachte Myrion laut auf: „So eine Show? Also ich bin froh das ich darüber nicht nach denken muss, das Volk der Zwerge ist zwar kriegerisch und tapfer, aber sie interessiert vor allem die Schmiedekunst und die Erze und natürlich ein guter Kampf. Ich habe Iona gebeten für meine Zwerge ein besonderes Erz in deren Berge zu setzen, Mithril, das dann nur sie abbauen können, das es das nur bei ihnen geben wird. Waffen oder Rüstungen mit Mithril versetzt werden die besten sein. Man wird sich um deren Waffen reißen.“ So wie Myrion und Leon hatten auch inzwischen alle anderen Götter die einen besonderen Platz ein nehmen sollten begonnen ihre Dogmen auf zu stellen, auch Iron obwohl er noch nicht den Status besaß. Doch da er wusste was kommen würde, arbeitete er also auch an seinen Dogmen, die komplett im Gegensatz zu denen von Leon standen. Er hatte sogar überlegt eine Kriegerkaste ins Leben zu rufen, damit sich seine Anhänger gegen die von Leon behaupten konnten. Diese würden wie die Priester einen besonderen Status in seinem Glauben einnehmen. Auch er freute sich schon auf die Kämpfe die er und Leon ausfechten würden. Die gesamte Insel der Götter war geschäftig und irgendwie in freudiger Erwartung. Man spürte es fast körperlich.

Und an einem Nachmittag als Nara mal wieder in ihre Kugel sah um zu sehen wie weit die Welt wäre, rief sie Lazarus und Iron herbei um ihnen zu zeigen was sie in der Kugel sah. Als nun alle drei in die Kugel sahen, sahen sie darin sich selber, wie sie auf dem Rücken des Drachen flogen. Nara lachte die beiden an: „Aran ist da seht ihr ? Und wir.“ Dann sahen sie wie sie selber diese Welt wieder verließen und Aran seine Belohnung von Aurian in Empfang nahm denn am Himmel erschien eine Drachin deren Schuppen so golden glänzten das die drei die in die Kugel sahen geblendet die Augen für einen Moment schließen mussten. Aurian schien mit den beiden zu sprechen und ihnen zu sagen für was sie ausgewählt worden waren. Als diese nickten verschwand Aurian wieder und die Drachen flogen zu einer Höhle die für sie bereits hergerichtet worden war, dann legten sie sich nieder und schliefen ein. Nun konnten sie sehen wie sich die Welt schneller zu drehen begann, wie sich in den Wäldern, Häuser in den Bäumen bildeten, alles sehr filigran und wunderschön an zu sehen. Wie die Stadt der Menschen entstand, wenn auch noch recht klein. Wie Bauernhöfe und Felder entstanden. Dann sahen sie wie sich Gänge in den Bergen bildeten und auch hier tief im Gebirge eine Stadt entstand. Und oben auf einem Berg standen Aurian und Iona und erschufen was alles benötigt würde für die Ankunft der Wesen aus den anderen Welten. Dann wurden Tempel errichtet, einen strahlend weißen für Iron und an einem Ort in einem Berg eingelassen ein sehr dunkler für Leon. In den Wäldern ein sehr schöner und Licht überfluteter in dem auch Bäume wuchsen für Nara und einen Hain für Iona. Ebenso wie in einem strahlenden Tal das voller Leben war, auf deren Wiese auch Rehe zu sehen waren die sich nahe an den Tempel wagten, einer für die höchste Göttin entstand. Vor dessen Portal standen zwei gigantische Löwen und bewachten den Eingang über dem das Symbol des Lichts strahlte. Dort gab es keine Unterkünfte für die Priester, sondern nur den Tempel. Doch konnten sie mal kurz in den Tempel hineinsehen und sie sahen einen leeren Thron und davor einen Blumen geschmückten Altar. Und als letztes tief in den Bergen der Zwerge, eine Anbetungsstätte für Myrion die als Altar einen übergroßen Amboss besaß. Dann sahen sie wie Aurian mit Iona sprach und auch kurz darauf Väterchen Zeit erschien. Dieser drehte seine Sanduhr und die Welt stand still. Nun setzte Väterchen Zeit noch das Nest mit dem Ei des Phönix auf einem Berg ab. Und sie hörten wie Aurian laut über diese Welt rief: „Sobald der Phönix sich erhoben hat, wird diese Welt ihre Aufgabe aufnehmen und die Zeit weiter laufen wie bisher. Sie wird der Zeit der Insel der Götter angepasst sein und nur wenn es nötig ist schneller laufen. So entscheide ich denn ich bin das Licht.“ Dann wurde die Kugel dunkel und Iron sah Nara an. „Ich glaube nun ist es Zeit das ich auch meinen Status als Gott bekomme. Ich werde mich gleich mal zu Aurian begeben und sehen ob sie da ist.“

Aurian hatte Iron schon erwartet und hielt sich in einem Gästezimmer auf, in dem sie tat als sei sie beschäftigt. Enjara sagte Iron dann wo er sie finden könnte. So trat er kurz darauf nach einem anklopfen und einem herein rufen von Aurian ein. Aurian hatte wohl weißlich schon mal ihre sinnliche Ausstrahlung erhöht. Als Iron nun eintrat traf ihn diese voll, er atmete schwer ein doch versuchte sich zu beherrschen. Sie bemerkte es schmunzelnd und rechnete damit das er sich nicht lange würde beherrschen können. Sie sah ihn an: „Kann ich etwas für dich tun?“ Er nickte und als er sprach merkte man deutlich wie schwer es ihm viel. „Wir haben in Naras Kugel gesehen, das die Welt soweit fertig ist und ich wollte fragen wann meine Erhebung ansteht.“ Aurian nickte und wollte sehr nahe an ihm vorbei gehen, doch da brach seine Beherrschung zusammen und als sie nahe bei ihm war griff er zu und zog sie an sich. Seine Erregung unterdrückend flüsterte er leise: „Ich weiß das du mal sagtest das sollte die einzige Nacht bleiben, doch ich kann nicht anders, ich will dich hier und jetzt.“ Doch bevor Aurian auch nur antworten konnte küsste er sie schon verlangend. Als sie seinen Kuss erwiderte und sich an ihn drückte stöhnte er leise unter dem Kuss auf. Er löste den Kuss und sah sie mit verlangendem Blick an: „Soll das ja heißen? Darf ich es wagen?“ Sie nickte und nun war er nicht mehr zu halten, wie auch in der ersten Nacht nahm er sich was er von ihr wollte. Sie genoss es wie sie es überhaupt genoss mit einem Mann zusammen zu sein. Als er erschöpft aber zufrieden neben ihr lag und sie im Arm hielt, lächelte er: „Und nun lass mich nicht wieder einschlafen.“ Aurian lachte leise: „Das hatte ich auch nicht vor, sondern ich werde dich gleich an die Luft setzen, doch solltest du eins wissen dieser Liebesakt gab dir nun deine Göttlichkeit. Du bist nun ein Gott und stehst Lazarus dahingehend in nichts nach. Und noch etwas, das wird nun wirklich das letzte mal gewesen sein das ich mit dir ins Bett ging. Wenn du Abwechslung brauchst, dann hol sie dir zukünftig von deinen Priesterinnen.“ Iron nickte und zwinkerte ihr zu: „Doch es war schön mit dir und schade, ich dachte ich dürfte nun öfter vorbei kommen.“ Aurian lachte: „Ja ne ist klar, da reicht man euch mal den kleinen Finger und ihr wollt gleich die ganze Hand. Aber mein Bester, das wird wirklich das letzte mal gewesen sein. Obwohl ich es auch mit dir sehr schön fand.“ Sie küsste ihn noch mal leidenschaftlich und löste sich dann von ihm um sich zu erheben: „So leid es mir tut aber ich habe noch einiges zu tun und muss dich nun bitten zu gehen. Aber du kannst auch hier liegen bleiben und warten ob sich noch jemand anderes hier hin verirrt um dir Gesellschaft zu leisten.“ Aurians freche Art gefiel ihm sehr, doch erhob er sich nun auch und lachte: „Nein danke, das möchte ich nun doch nicht, da gehe ich lieber zu meiner Frau zurück, die wirft mich wenigstens danach nicht einfach aus dem Bett.“ Aurian sah ihn nun ernst an: „Ach ehe ich es vergesse, willst du als Gott eine Rüstung tragen oder was hast du dir vorgestellt? Und kannst du mit einem Schwert um gehen?“ Während beide sich wieder anzogen, dachte er kurz nach: „Also da ich das Gegenteil darstellen soll von Leon, was trägt er? Und ich kann mit einem Samuraischwert umgehen, das hat mich mein Meister gelehrt. Obwohl ich das nicht benötigen werde, ich hau Leon auch so aus den Latschen.“ Nun lachte Aurian herzlich: „Also das glaube ich nicht, denn vergiss nicht Leon ist einer meiner Löwen und er wurde zudem noch von Myrion trainiert.“ Iron sah sie an: „Hm in dem Fall werde ich wohl auch mal wieder anfangen müssen zu trainieren. Und zudem Kraft ist nicht alles, Schnelligkeit kann auch viel bewirken. Aber was hältst du davon wenn Leon und ich mal einen Freundschaftskampf austragen? Nur so zum Spaß um eventuell auch mal unsere Kräfte auszuloten.“ Aurian sah ihn überrascht an: „Das ist eine gute Idee, damit würde man eventuell von vorne herein ein wenig mehr Gewissheit in die Sache bringen. Und wir hätten sicher alle daran Spaß. Wenn du mal jemanden zum trainieren brauchst wende dich an Aaron er ist kampferfahren und könnte sicherlich mit dir trainieren. Doch sei vorsichtig, er ist Link und hinterhältig. Oder auch Alrik, er könnte dir den Schwertkampf beibringen. Und was nun die Kleidung angeht, Leon wird lediglich eine schwarze Lederhose tragen und seine Stiefel. Er will mit bloßem Oberkörper einhergehen, der mit Blut bespritzt ist.“ Iron sah Aurian entsetzt an: „Mit Blut bespritzt?“ Aurian lachte leise: „Na ja es soll zumindest so aussehen, er will kein echtes Blut nehmen, das stinkt ihm zu sehr wie er Myrion verriet.“ Iron nickte: „Nur sieht es recht unfair aus wenn er halbnackt daher kommt und ich eventuell mit einer hohen Rüstung. Vielleicht sollte ich es also nicht anders machen und statt der schwarzen Lederhose eine weiße wählen und eventuell so ein Seidenhemd wie es Lazarus oft trägt. Das könnte ich zum Kampf ja ausziehen.“ Aurian nickte und damit war das auch geklärt.

In Windeseile sprach sich herum das Iron und Leon in einem Freundschaftskampf gegeneinander antreten wollten. Alle waren schon ganz aufgeregt wer den wohl gewinnen würde. So wurde am Strand eine Kampfarena aufgebaut und Stühle darum aufgestellt. Man schloss sogar Wetten ab, die aber meistens für Leon und gegen Iron standen. Denn im Gegensatz zu Iron wussten die anderen das Leon ganz schön hinterhältig und falsch sein konnte. Die nächsten Tage sah man Iron hart trainieren. Und Myrion der ihn ab und zu beobachtete nickte anerkennend, denn Iron war vielleicht nicht so stark wie er aber schnell, verdammt schnell. Iron trainierte seine Schnelligkeit mit Iskander der ein Meister im Schwertkampf war und damit so schnell war das die Gegner gar nicht mit bekamen wenn er sein Schwert wirbelte. In Kraft wurde er von Alrik trainiert, der ihm hier und da auch einige hinterhältige Tricks verriet um gegen Leon bestehen zu können. Dann kam der Tag heran und die beiden standen sich gegenüber. Beide mit bloßem Oberkörper wo man jetzt sah das Leon zwar auch recht muskulös aber eher drahtig war, wobei Iron nicht nur Muskeln besaß sondern wie auch Myrion massiger war. Und seine Muskelpakete sahen dadurch ein wenig imposanter aus. Beide waren in etwa gleich groß und maßen ungefähr einen Meter neunzig. Leons Blick war finster und eiskalt, er taxierte Iron und sein Blick glitt langsam an ihm entlang. Während Iron ein offenes Lächeln hatte aber ebenso Leon musterte und versuchte dessen Schwachstellen heraus zu finden. Myrion sollte den Schiedsrichter spielen, da er im Notfall beide umhauen konnte falls es zu ernst werden würde. Leon wusste es schon, doch Iron hatte man darauf hin gewiesen das er hier und auf dieser Welt auch einen anderen Gott töten könnte. Es war ihnen zwar verboten Waffen zu benutzen, doch waren alleine Irons Hände schon Waffen, ihn hatte man ja bereits als Junge zu einer Kampfmaschine ausgebildet. Und dann ging es los. Beide umkreisten sich und beobachteten die Bewegungen des anderen. Leon hatte nicht mit der Schnelligkeit von Iron gerechnet und hatte ehe er sich versah, dessen Faust bereits zwischen den Rippen. Doch wollte er sich nichts schenken lassen und als Iron abermals an griff, duckte sich Leon und schlug zurück und traf Iron mitten auf den breiten Rücken, was den nun doch kurz auf schnaufen ließ. So ging es eine weile hin und her.

Sie prügelten beiden immer wieder auf einander ein. Inzwischen hatten beide bereits einige gebrochene Rippen und auch ein Auge fast zu. Sie bluteten aus einigen Wunden. Doch dann wurde Iron auf einmal ruhig, er versuchte im Ring einen Platz zu finden wo er einen Moment Ruhe hatte und begann sich zu entspannen und sich zu konzentrieren. Leon stürmte auf ihn los und schlug immer wieder auf ihn ein, doch Iron schien das im Moment nicht zu kümmern, er machte einige Atemübungen öffnete dann wieder seine Augen und schritt nun ruhig und gelassen auf Leon zu. Als Leon abermals auf ihn ein stürmte, traf ihn nur ein gezielter Schlag vor die Brust und er fiel wie ein gefällter Baum um. Die Zuschauer die bis dahin gejohlt hatten und immer mal dem einen oder anderen zugejubelt hatten waren urplötzlich still. Damit hatte keiner gerechnet. Selbst Myrion stand perplex da. Doch dann sprang Iona auf und rannte zu Leon um ihn zu untersuchen. Anschließend sah sie auf und rief : „Es geht ihm gut, er ist nur ohnmächtig.“ Was alle nicht beachtet hatten war, das Leon zwar im Kampf sehr gut geschult war, vor allem im Schwertkampf, doch das Iron auch ohne Waffen sehr gefährlich war, weil er so gut im Nahkampf ausgebildet worden war das er keine Waffen brauchte um jemanden nieder zu strecken. So das sein Ausspruch, das er Leon auch ohne Schwert aus den Latschen hauen würde, gerechtfertigt war. Iron wusste was er konnte und Leon hatte ihn unterschätzt. Iona versorgte dann beide und heilte sie von ihren Blessuren und Wunden, und womit niemand gerechnet hatte traf ein. Leon und Iron begannen sich an zu freunden. Denn Leon bat ihn auch ihn in dieser Kampftechnik aus zu bilden und war ihm keinesfalls böse, sondern gratulierte ihm noch zu seinem Sieg. So saßen alle anschließend noch einträchtig zusammen und diskutierten den Kampf. Myrion war ebenfalls sehr an dieser Kampftechnik interessiert und fragte Iron später wie man die nennen würde, so etwas habe er noch nicht gesehen, das man den Vollkörperkontaktkampfsport mit Boxeinlagen kombiniert. Iron lächelte und meinte nur das nenne man Muay Tai und würde wohl zur härtesten Kampfsportart zählen und er habe noch lange nicht alles gezeigt. Jedenfalls war Iron der Held des Tages und die Jungen, sei es Marlon, Amor oder auch Doran bewunderten ihn nun sehr. Allerdings hatte das nun zufolge das in den nächsten Tagen, Aaron, Myrion, Leon, Iskander und sogar Alrik zu ihm kamen und ihn baten sie zu unterrichten. Mal abgesehen davon das auch die Jungen und sogar Doran um Unterricht baten, wobei er meinte das Doran noch am meisten Aussichtschancen hatte das zu perfektionieren, da er noch ein Kind und entsprechend beweglich sei. Was er damit meinte zeigte er ihnen wenig später, denn er zog Dorans Beine so weit auseinander das sie komplett gegrätscht waren, wobei Alrik der sich das auch ansah meinte, das sehe aber sehr schmerzhaft aus. Doch Iron zeigte ihnen das auch er selber ohne Probleme einen Spagat machen konnte und erklärte das es nur eine Sache der Konzentration sei. Doch begann er alle die um Unterricht gebeten hatten aus zu bilden und sagte ihnen gleich das es Jahre dauern würde, bis sie mal an ihn heran reichen würden. Die erwachsenen Männer, vielleicht mit Ausnahme von Myrion und Aaron, die ja selber auch schon eine Nahkampfausbildung hinter sich hatten, hatten es wirklich schwer, so ging Iron mit denen außer Reichweite von bewohnten Gebieten, damit man ihre Schmerzensschreie nicht hören würde und begann mit ihnen erst mal damit, ihre Körper beweglicher zu machen. Vor allem Alrik kam oft nach Hause und konnte kaum noch gehen und meinte mal zu Amanda: „Der Kerl bricht mir noch alle Gräten wenn er so weiter macht.“ Amanda lachte dann leise und sah ihn an: „Du kannst es ja lassen, du bist doch auch so schon stark genug.“ Doch da kam sie bei Alrik schlecht an: „Ich und aufgeben? Im Leben nicht und wenn ich eine weile an Krücken gehen müsste, ich ziehe das durch.“ Er bekam prompt die trockene Antwort: „Dann jammere nicht.“ Doran hingegen wurde von Iron sehr gezielt ausgebildet und auch gesondert, nicht nur weil dieser jung war und somit schneller Fortschritte machte, sondern auch da Iron nun als Gott des Lichts dessen bösen Kern spürte. Der Kleine versuchte es zwar zu verbergen, doch Iron spürte das der Kleine jetzt schon eine leicht grausame Neigung hatte. Er machte sich Sorgen und ging so zu Aurian um sie über seine Erkenntnisse zu informieren und war erstaunt als sie ihn nur sanft ansah und meinte, das wäre ihr bekannt und es wäre schon richtig so.

So verging die Zeit und man begann die Umsiedlung der Völker auf die neue Welt. Als erstes kamen die Elfen an die Reihe, sie sollten als ältestes Volk gelten. Die neue Welt stand immer noch still, so würden auch die Elfen erst mal noch erstarren bis die Zeit weiter laufen würde. Als nächstes siedelte man die Zwerge um und als letztes kamen die Menschen dran. Erst als alle umgesiedelt waren, drehte Väterchen Zeit seine Sanduhr und der Kreislauf würde beginnen. Der Phönix erhob sich aus dem Feuer und begann seinen Flug um die neue Welt.

Kapitel 33: Das Orakel


 

Der Umzug war geglückt, die Völker umgesiedelt und jeder Gott brachte seinem Volk Träume in denen sie ihnen ihre neue Entstehungsgeschichte eintrichterten. Fein abgestimmt auch auf die anderen Völker, so das alles harmonisch zusammen passte. In den Tempeln wurden die Schriften mit den Dogmen ausgelegt damit sie wussten wonach sie sich richten mussten um ihrem Gott treu dienen zu können. Wenn Leon auch anfangs noch leer ausging, da die Menschen sich erst mal zurecht finden mussten, denn nebelhaft hatten sie immer noch das Gefühl nicht in diese Welt zu gehören. So würde sich das mit der Zeit auch ändern. Alle anderen Götter, sei es Nara, Iron oder auch Myrion wurden von den Völkern angenommen. Was alle Völker vereinte, war der Glaube an die Schöpferin wie man Aurian hier nannte. Nicht das man dachte sie habe die Völker geschaffen, doch man glaubte an sie als Schöpferin der Welt. So glaubten die Zwerge das Myrion das erste Zwergenpaar aus einem Stück Erz geschmiedet und ihnen dann Leben ein gehaucht habe. Die Elfen waren der Meinung sie wären das ausgesuchte Volk der Götter und wären nach ihrem Ebenbild erschaffen worden, vorzugsweise natürlich Nara. Die Menschen hingegen waren im Glauben das Iron sie erschaffen hatte und beteten ihn somit auch an. Doch nach einer weile sollte sich heraus kristallisieren das einige mit seinen Dogmen nicht klar kamen, da sie im Widerspruch zu ihren Handlungen standen. Und Iron war dazu angehalten sie auch für ihre Frevel gegen seine Dogmen zu bestrafen. So kam es das einer irgendwann auf Leons Tempel stieß und dort dessen Dogmen fand, den Gott wechselte und begann nun Leon an zu beten. Diesem einen folgten noch weitere, so das sich bald die Menschen in Gut und Böse teilten. Im Laufe der Zeit bildeten sich in allen Religionen Priester heraus und für Iron sogar wie er es gewünscht hatte eine Kriegerkaste die zum Schutze der Gläubigen eingesetzt wurden. Es ging noch recht ruhig zu und man beobachtete nur was nun geschehen würde.

Während diese Welt sich entwickelte schlugen sich die jungen Leute auf der Welt der Götter mit ihren Hormonen herum. Während Amor kein Problem damit hatte sich Hope zu nähern, weil es für ihn schlicht in Ordnung war das sie auch seine Schwester war, so hatte Hope damit doch ein Problem. Sie liebte Amor abgöttisch und ein anderer Mann interessierte sie auch nicht. Doch es kam ihr nicht geheuer vor das er sie küsste. Denn sein Kuss war nicht der unschuldige Kuss eines Bruders, sondern so wie er sich gab, wollte er etwas anderes. Und an einem Nachmittag saßen die beiden zusammen und sie sah ihn an, während er sanft ihre Hand hielt und sie immer mal von der Seite betrachtete. „Was ist mit dir los? Denn dein Kuss letztens was sollte das?“ fragte sie ihn. Er wusste nicht wie er es sagen sollte, so begann er: „Du weißt das ich dich liebe, mehr als mich selber. Doch ich bin auch langsam ein Mann und ich will auch mehr als nur Händchen halten. Und daher habe ich versucht dich zu küssen. Denn ich will keine andere als dich. Wir gehören zusammen, ob es dir gefällt oder nicht.“ Hope sah ihn an: „Bist du verrückt geworden? Ich bin deine Schwester. Und als die liebe ich dich auch, aber doch nicht als Frau.“ Er sah sie verzweifelt an: „Hope ich will keine andere, ich will dich auch als Frau. Und sieh mal du willst doch auch keinen anderen, oder doch? Und langsam aber sicher brauche ich das auch und will es auch. Ich leide, es tut weh wenn ich dich ansehe und nicht anfassen darf weil du es nicht zulässt.“ Hope sah das er verzweifelt war und sah auch wie er litt und es tat ihr weh das zu sehen.. „Ich möchte natürlich nicht das du leidest, denn ich liebe dich ja auch und ich will keinen anderen Mann, das heißt eigentlich will ich gar keinen Mann. Denn ich habe nie in Betracht gezogen mit dir oder jemand anderen das zu tun, was unsere Eltern mit einander tun.“ Amor sah sie überrascht an: „Du willst gar keinen Mann? Aber...aber.....ich will dich. Bitte lass mich dich küssen, ja? Einen kleinen Kuss.“ Hope rang mit sich, doch als sie ihm ins Gesicht und seine bittenden Augen sah konnte sie nicht anders und nickte leicht: „Na gut einen Kuss.“ Sanft legte er seinen Arm um ihre Schulter, zog sie leicht zu sich heran, dann legte er seine Lippen auf die ihren und küsste sie zärtlich. Doch spürten beide das er mehr wollte, das in ihm das Verlangen brodelte, das seine Hormone verrückt spielten. Sanft strich seine freie Hand an ihr entlang und blieb auf ihrer Brust liegen. Was nun Hope sehr erschreckte, sie riss sich los, sprang auf und rannte weg. Leise flüsterte Amor, als er ihr nach sah: „Das wird schwerer als ich dachte.“

Bei Marlon und Leona sah es etwas anders aus, sie hatten sich schon öfter geküsst und Marlon hatte auch das Gefühl das es ihr gefallen hatte. Sie hatten die Liebe zueinander entdeckt und Marlon hatte sich vorgenommen das es bald soweit sein sollte, er wollte mehr von ihr. Und so bat er sie ob sie einen Spaziergang machen könnten. Als sie nickte freute er sich schon. So spazierten sie Hand in Hand um den See und Marlon hatte auch einen kleinen Picknickkorb dabei in dem sich auch eine Decke befand. An einer uneinsichtigen Stelle breitete er die Decke aus und die beiden setzten sich. Nachdem sie etwas gegessen und sich auch immer mal zwischendurch geküsste hatten versuchte er es, er drückte sie sanft auf den Rücken und begann sie zu streicheln. Doch als seine Hand unter ihr Oberteil glitt und nun ihre Haut streichelte wobei seine Hand immer höher glitt bis er ihre Brust umfasst hatte, wehrte sie ihn ab: „He das geht zu weit. Lass das mal ganz schön bleiben, soweit sind wir noch nicht.“ Marlon sah sie erstaunt an: „Na ja ich dachte das wir es nun doch mal angehen könnten. Wir sind keine Kinder mehr und was ist denn schon dabei, unsere Eltern tun es doch auch laufend.“ „Es interessiert mich nicht die Bohne was unsere Eltern tun, ich jedenfalls will es noch nicht.“ Leona sah Lazarus, Iron und Nara ebenso als ihre Eltern an, obwohl sie wusste das sie nicht deren Kind war. Im Moment jedenfalls kam Marlon keinen Schritt weiter, er versuchte sie zu verführen, sie zu überreden, doch nichts half. So packte er frustriert die Sachen wieder zusammen und sie gingen wieder zurück, wobei er darüber nachdachte wie kompliziert die Mädchen sein konnten.

Aurian hatte die beiden jungen Paare beobachtet und schmunzelte, doch kam ihr eine Idee und so suchte sie Arden auf um mit ihm zu reden. Sie nahm ihm die Angst vor Mirias Unschuld und meinte das er genug Erfahrung habe um damit um zu gehen. Oder ob er es sich anders überlegt habe und sie nun doch nicht heiraten wolle. Doch wollte er das immer noch und so sah Aurian keinen Grund warum er sich dann nicht nehmen würde was die Kleine ihm nahezu immer anbot. Als nun Miria ihn wieder mal herausfordernd lockte, sah er sie ruhig an: „Meine Kleine weißt du eigentlich was du hier veranstaltest? Wenn ich deinen Lockungen nach komme, endet es für dich in meinen Armen und das nicht nur zum küssen.“ Kokett sah ihn Miria an und nickte, während ihre Finger abermals über seine Brust strichen. „Ich weiß und hast du schon mal daran gedacht das ich vielleicht genau das will?“ Er nickte leicht und meinte dann nur: „Na gut.“ Dann zog er sie in seine Arme, drückte sie an sich und küsste sie, anfangs noch zärtlich doch dann fordernder. Er fackelte nicht lange, ehe Miria sich versah war sie ausgezogen und lag unter ihm. Sie war so versessen darauf das erste Mal zu erleben das sie seinen Kuss ebenso fordernd erwiderte und sich ihm entgegen drückte. Da er natürlich wollte das für sie das erste mal auch schön sein würde, war er anfangs noch vorsichtig doch als er ihr einmal die Unschuld genommen hatte, ging er richtig zur Sache. Und Miria jubelte unter ihm, sie schrie vor Lust und es gefiel ihr sehr gut. Aurian beobachtete es und dachte sich, mal sehen wie schnell die anderen beiden Mädchen das auch erleben wollen, wenn Miria damit angibt es erlebt zu haben.

Und Miria erzählte es wirklich brühwarm den anderen beiden und schwärmte in den höchsten Tönen wie schön es war und das sie Arden lieben würde. Arden hingegen nahm sich die beiden Jungspunde vor und erklärte ihnen wie sie es machen müssten und das sie beim ersten mal noch vorsichtig sein sollten. Er klärte sie genau auf. Seine Erfahrungen kamen ihnen nun zugute. Denn weder Lazarus noch Iron hatten daran gedacht den Jungen mal alles genauer zu erklären. Natürlich hatten sie sie aufgeklärt aber eben nur das übliche und nicht mit ihnen über Praktiken oder ähnliches gesprochen. Arden riet ihnen sogar sich vielleicht ihre ersten Erfahrungen bei Frauen zu holen die bereits wussten wo es lang ging. Während Amor davon nichts wissen wollte kam Marlon die Idee gar nicht mal so schlimm vor. Inzwischen hatten auch Miria, Leona und Marlon ihren Status als Götter erhalten. Arden zeigte ihnen wie sie auf andere Welten reisen konnten und nahm dann Marlon auch mal mit. Und dieser lernte nun was er wissen musste, als er zurück kam war aus dem unerfahrenen Teenager ein Mann geworden. Amor war zwar ein wenig neidisch, doch konnte er sich nicht überwinden es auch zu versuchen, zu groß war seine Liebe zu Hope. Ihm kam es wie Betrug an ihr vor.

An einem der nächsten Tage versuchte es Marlon nochmals bei Leona, inzwischen hatte Miria ihre Arbeit getan und Leona wollte es nun auch wissen. Marlon war ehrlich zu ihr gewesen und hatte ihr gesagt, das er es sich da sie nicht wollte bei einer anderen geholt hatte. Leona war zwar ein wenig verletzt doch als Marlon ihr sagte, das er es nicht mehr ausgehalten habe, verzieh sie ihm, nahm ihm aber das Versprechen ab, wenn sie sich darauf einlassen würde, das er ihr zukünftig treu blieb. Das versprach er dann auch und sie war ihm bereit zu geben was er wollte. Das erste Mal war dann auch für sie sehr schön und sie gab Miria recht, das es etwas war was man ruhig mal öfter tun könnte. Aurian rieb sich die Hände, ihre List hatte geklappt. Jetzt fehlten nur noch Hope und Amor. Sie hatte keine Hemmungen zu tun was getan werden musste, während wenn Nara das wüsste wohl ausflippen würde, diese sah in den Kindern immer noch Kinder.

Doch bei Amor und Hope sollte es noch eine ganze Weile dauern, diese beiden näherten sich nur langsam an. Darüber wurden dann auch Doran und Aileen zu Teenagern. Doran wurde nicht nur von Iron im Nahkampf ausgebildet sondern auch von Leon in Regierungsgeschäften. Und in beidem machte er sich nicht schlecht. Aurian und ihren beiden Löwen war klar das Doran den dunklen Kern den Leon an ihn vererbt hatte in sich trug. Doch war der Junge klug genug es nicht zu deutlich hervor scheinen zu lassen, zudem ihm Leon auch Beherrschung gelehrt hatte und ihm klar gemacht hatte das es einen Unterschied gab zwischen Bösartigkeit und Grausamkeit, das das böse in ihm nicht so wild wäre, doch das er niemals grausam sein solle. Allerdings hatten sie mit etwas nicht gerechnet, nämlich das Doran seine Halbschwester begehren könnte, doch das tat er. Vor allem da er mit bekam das es nicht so tragisch war das er sie wollte. Doran und Aileen waren inzwischen knappe siebzehn Jahre alt. Doch Doran war ein Filou und war Arden gefolgt als er mal wieder die Welten besuchte und das obwohl dieser bereits mit Miria fest zusammen war. Arden konnte noch nicht mit seinem alten Lebenswandel abschließen er brauchte neben der noch recht unerfahrenen Miria auch noch andere Frauen. Doran machte sich das zunutze und beanspruchte ebenso wie er einige Priesterinnen für sich und sammelte so ohne das wissen seines Vaters die ersten Erfahrungen.

Er ahnte nicht das es jemanden gab dem das nicht verborgen blieb, nämlich seiner Mutter. Sie missgönnte es ihm nicht deswegen sagte sie auch nichts und ließ ihn gewähren doch sagte sie es Leon und Myrion die sich darüber amüsierten. Und Leon meinte nur: „Der Junge weiß zumindest was er will und das ist schon mal was.“ Was die beiden Löwen allerdings nicht mehr amüsant fanden war das sie Doran mal von Aileen runter holen mussten, die er gegen ihren Willen nehmen wollte. Sie hatten das junge Mädchen nur schreien gehört und waren in ihr Zimmer gestürmt und sahen dort was Doran mit ihr vor hatte. Er hatte ihr bereits die Kleider vom Körper gerissen und wollte seine Tat gerade vollenden. Es hätte sie nicht weiter gestört wenn Aileen damit einverstanden gewesen wäre, doch so stand selbst Leon da und hatte seinen Sohn am Hals und würgte ihn. Er hätte seinen Sohn fast umgebracht wenn Myrion nicht dazwischen gegangen wäre und die beiden auseinander gerissen hätte. Aurian kümmerte sich derweil um Aileen und versuchte sie zu beruhigen. Nach diesem Zwischenfall weigerte sich Iron ihn noch weiter aus zu bilden, er machte Myrion und Leon klar welche Macht man dem Jungen in die Hand geben würde, wenn er fertig ausgebildet sei. Doch nahm ihn sich jetzt Dion vor. Der hatte damals den gleichen Fehler gemacht und musste dafür viele Jahre im Schwert des Schicksals verbringen. Doch hatte er auch viel gelernt, denn sein Träger der zu dieser Zeit Eric war hatte ihn gelehrt das es so nicht ging. Dion nahm Doran in sein Haus auf, damit er erst mal aus dem Sichtfeld von Aileen weg war. Aurian war ganz erschüttert und behütete Aileen nun noch mehr. Zum Glück hatte Eileen ein dickes Fell und verarbeitete das erlebte recht schnell, so saß sie eines Abends mit Aurian auf dem Plateau und sah diese an: „Weißt du Mutter, ich hätte ja nicht mal was dagegen. Doran sieht gut aus und das er mein Halbbruder ist würde mich auch noch nicht mal stören. Ich bin da nicht so empfindlich wie Hope. Doch will ich mich nicht zu etwas zwingen lassen. Hätte er noch eine weile gewartet und sich mir dann ganz normal genähert, hätte er eventuell sogar bekommen was er wollte, aber nicht so, nicht auf diese Weise.“ Aurian sah sie an: „Liebst du ihn denn? Denn um ehrlich zu sein ich war schon am überlegen ihn erst mal eine weile als Sternbild schmoren zu lassen.“ Aileen lächelte: „Natürlich liebe ich ihn, er ist mein Bruder und ich kenne ihn schon seit wir geboren wurden. Wenn ich ihn auch eher als meinen Bruder liebe denn als möglichen Mann. Ich kenne ihn durch und durch und mir war klar das er es irgendwann auch bei mir versuchen würde, doch nahm ich an, das er mich ebenso lieben würde um es nicht zu erzwingen. Vor allem da er weiß das Leon bei so etwas ausrastet und da sehr empfindlich reagiert.“ Aurian sah ihre Tochter überrascht an: „Du siehst das ganze recht nüchtern.“ Diese nickte: „Ja, ich weiß zwar nicht was du oder das Licht mit uns vorhabt, doch sehe ich auch das er und ich irgendwie zusammen gehören. Ich wusste immer das er recht triebgesteuert war. Wusstest du zum Beispiel das er sogar dich oft heimlich beobachtet hat wenn du dich ausgezogen hast? Oder das er euch beobachtete wenn du und Myrion es zusammen getrieben habt? Er denkt mit dem was er in der Hose hat, seit er in der Pubertät ist. Er ist schlimmer als andere junge Männer. Ich weiß das er eiskalt ist, ich weiß das er sehr berechnend ist und ich weiß das er hinter jedem Weiberrock her ist und sehr brutal sein kann. Aber er ist lange nicht so schlimm wie es Darcon war. Er ist noch jung ebenso wie ich und er wird lernen sich zu zügeln, er wird lernen sich zu beherrschen. Er ist sogar neidisch auf Lazarus, weil du ihm auch ab und zu gibst, was Doran sich wünscht.“ Aurian war nun verblüfft: „Was wünscht er sich?“ Aileen legte den Kopf leicht schräg: „Hallo Mutter, kannst du es dir nicht denken? Er will dich ebenso wie alle Kerle hier auf der Insel. Nicht mehr und nicht weniger. Dachtest du auf ihn würde deine Ausstrahlung nicht wirken?“ Daran hatte Aurian tatsächlich nicht gedacht. Welche Wirkung sie auf die Männer hatte wusste sie, doch hätte sie nie im Traum daran gedacht das auch ihr zweiter Sohn auf sie abfahren würde.“ Nun schlug sie sich mit der Hand vor den Kopf: „Gott war ich blind. Du hast recht, ich hätte es wissen oder zumindest ahnen müssen. Er ist ein Kerl, wenn auch noch ein junger. Und er ist nicht wie Lazarus, der recht beherrscht ist, Doran ist anders.“ Aileen nickte: „Ich habe immer damit gerechnet das er es auch bei dir versuchen würde. Doch denke ich, da er ja nicht dumm ist, das er selber wusste das er noch zu jung ist und das du ihn wahrscheinlich eher abweisen würdest als es zu zu lassen. Denn er mag sein wie er will. Er liebt dich und erkennt deine Macht und das was du bist an. Und ehrlich gesagt, vermute ich das er es deswegen bei mir versucht hat, ich bin zwar nicht du, doch ähnle ich dir sehr, also wollte er statt dich eben mich.“ Aurian sah ihre Tochter an und stellte fest das sie schon sehr vernünftig war, das sie die Fähigkeit hatte Dinge sehr schnell zu durchschauen. So legte sie einen Arm um ihre Tochter und drückte sie an sich. „Ich liebe dich mein Kind und Doran liebe ich auch,wenn er mir auch oft Kopfschmerzen macht.“ Aileen lächelte ihre Mutter an und drückte sich in deren Arm. „Ich weiß Mutter und ich liebe dich auch.“ Das Gespräch mit Aileen zeigte ihr das diese auch einen Platz auf der neu entstandenen Welt hatte und langsam wusste sie auch welchen. Aileen war nicht als Göttin für diese Welt gedacht, doch als allwissendes Orakel. Man würde zwar wissen das sie auch eine Göttin war, doch würde man sie als solche nicht anbeten, sondern zu ihr kommen wenn man eine Schicksalsfrage hatte. Sie musste dringend mit der Schicksalsdame reden und mit ihr besprechen wie man das regeln konnte, denn Aillen würde mit ihr zusammen arbeiten müssen. Aurian lachte leise in sich hinein, nun wusste sie auch wie sie die Sphinx nutzen konnte die sie vorhatte in diese Welt zu setzen. Am nächsten Tag sprach sie als erstes mit der Schicksalsdame, dann durchschritt sie die Welt mit ihren Löwen und suchte einen Platz für das Orakel. Die Wesen sahen sie wie sie im Licht scheinend durch die Welt ging und ein jeder hielt vor Ehrfurcht den Atem an. Man hatte die Wesen alle erst mal auf einem Kontinent dieser Welt abgesetzt. Inzwischen waren die Menschen sogar schon her gegangen und hatten begonnen eine Hafenstadt zu bauen um so diese Welt zu erforschen. Sie sah Werften auf denen man große Segelschiffe baute und hier und da gab sie auch ihren Segen ab, was für die Menschen bedeutete das ihre Bauvorhaben ein wenig schneller voran gingen. Da man sie gesehen hatte wusste man das sie es ihnen gegeben hatte und an den nächsten Tagen würden sich die Blumen die man in ihren Tempel brachte erhöhen, so wollte man sich bei ihr bedanken. So kam sie auch in eine Wüste weit im Süden der Welt gelegen. Dort lies sie mitten in der Wüste eine kreisrunde Schlucht erscheinen und auf der Insel die von der Schlucht umgeben war entstand ein weißes Gebäude. Der Eingang wurde von zwei Sphinx Statuen bewacht. Sie überbrückte die Schlucht mit einem Zugang der darüber führte. Doch vor diesem Zugang setzte sie eine große Sphinx die ihr Rätsel stellen würde und erst wenn man das beantwortet hatte, sich erheben und dann den Suchenden durchlassen würde. Die Insel innerhalb der Schlucht war grün und blühend was als weiteres Wunder angesehen werden sollte, vor dem Gebäude gab es Springbrunnen, Blumen und weiße Kieselwege. Hier würde das Orakel, also Aileen zu finden sein, wenn man dessen Weisheit befragen wollte. Anschließend sorgte Aurian dafür das in den Bibliotheken auch etwas über das Orakel zu finden sei, wenn auch mehr als Legende denn als Tatsache. Die Sphinx hatte Aurian absichtlich vor den Zugang gesetzt denn sollte sich jemand dem Orakel nähern hatte die Sphinx so Zeit Aileen Bescheid zu geben damit sie dort erscheinen konnte. Die Wesen dieser Welt würden denken das Aileen immer dort sitzen würde. Im Inneren des Orakelgebäudes erklang mystische Musik und man sah eine Art Thron auf dem das Orakel sitzen würde. Der Thron würde auch hier flankiert von zwei kleinen Sphinxstatuen. Des weiteren gab es noch einige kleine Springbrunnen im Gebäude, dessen Wasser immer leicht plätscherte und so dem ganzen noch mehr Mystik verlieh, vor allem da in diesen Brunnen sogar Goldfische schwammen. In die Wüste selber setzte Aurian mit Hilfe von Iona, riesige schwarze Scorpione die groß waren wie ein Mensch. Es sollte den Wesen nicht zu leicht gemacht werden das Orakel zu erreichen. Dann baute sie noch einige Ruinen in die Wüste damit es aussah als sei diese vor langer Zeit mal bewohnt gewesen. Sie rieb sich die Hände und lachte: „Na das wird doch langsam. Das wird eine fantastische Welt werden.“ Als Aileen erfuhr das sie das Orakel dieser Welt spielen dürfe, hopste sie auf und ab und freute sich über diese Aufgabe. Sie flitzte auch gleich zur Schicksalsdame um sich mit ihr zu beraten. Inzwischen hatte Iona auch einen Wald dessen Bäume von Baumnymphen bewohnt wurden geschaffen und in dem es Einhörner gab. Iona und Aurian hatten diese Welt auch mit Magie gefüllt, so das es auch Magier, Zauberer und ähnliches geben konnte. Langsam aber sicher entwickelte sich diese Welt zu dem was sie einmal werden sollte.


 

Kapitel 34: Lords und Könige


 

Diese Welt würde weitere Wunder für ihre Bewohner bereithalten. So auch wilde und bösartige Minotauren in den Bergen, geflügelte Pferde die nur eine reine Seele würde sehen können und noch so einiges mehr. Iona und Aurian ließen hier ihrer Fantasie freien Lauf und die beiden hatten eine große Freude daran, es gefiel ihnen sämtliche Wesen die sie irgendwo schon einmal in irgendeinem Buch oder einem Märchen gesehen hatten hier erschaffen zu können. So profan und gewöhnlich alle anderen Welten auch waren, doch hier entstand eine Welt der Fantasie. Sie war zwar auch mit einigen modernen Techniken ausgestattet, wie zum Beispiel Elektrizität, deren Energie man aus der Sonne oder aus den Wasserfällen und dem Wind zog, doch ansonsten sollte sie mehr mittelalterlich sein. Es gab keine Waffen wie Pistolen, Gewehre oder ähnliches, sondern hier sollte noch Mann gegen Mann kämpfen. Die Magiebegabten hatten die Möglichkeit sogar Energiesteine her zu stellen oder sich etwas anderes einfallen zu lassen. Aurian hatte sogar einen Jungbrunnen erstehen lassen, der wer auch immer ihn fand das Wasser nutzen konnte um wieder jung zu werden, wobei es auch erlaubt war das Wasser mit zu nehmen für jemand anderen. Allerdings hatte sie auch hier natürlich nicht vor das man ihn mal eben so entdecken oder sich einfach das Wasser nehmen konnte, sondern sie ließ den Brunnen bewachen. Es saß eine Undine (Wassernymphe) im Brunnen, die demjenigen der von ihrem Wasser etwas haben wollte, eine Aufgabe stellte, die man erfüllen musste, erst nach deren Erfüllung bekam man das Wasser. Die Meere waren bewohnt von Meerjungfrauen und Meermännern. Überall wo man hinsah gab es wunderliches zu sehen. Es flogen Drachen am Himmel so auch Aran und seine Gefährtin, die man allerdings eher als Glücksboten ansah, denn als Feinde. Aran galt bei allen Wesen als der weiseste aller Drachen. So gab es auch immer mal den einen oder anderen Mutigen der es wagte sich in dessen Höhle um zu sehen und sich die alten Drachenschuppen zu nehmen um daraus einen vortrefflichen und hitzebeständigen Schild zu machen, doch wusste man auch das man sich von Aran nicht erwischen lassen durfte. Sein Hort war gewaltig, doch wagte es auch nur einer, ein Stück davon anzurühren, musste er damit rechnen das er sein Leben verwirkt hatte. Aran war nicht bösartig doch bestehlen lassen wollte er sich nicht. Und in der Regel hielt man sich daran und nahm immer nur die alten Drachenschuppen und ließ seinen Hort unangetastet. Aran wusste das die Zweibeiner sich immer mal die abgefallenen Schuppen holten und dagegen hatte er auch nichts ein zu wenden, wenn er auch ab und zu aus Spaß, mal den einen oder anderen erschreckte in dem er ausgerechnet dann in der Höhle erschien. So hatte er auch einen Vertrag mit dem ortsansässigen Schmied, dem er sogar erlaubte sich ab und zu einige der Schuppen zu holen, dafür musste dieser aber die Kühe bezahlen die sich Aran und seine Gefährtin schon mal von einem der Bauern holte. Nun die Welt lebte in Frieden.........noch.

Auf der Welt der Götter saß man eines Morgens beim Frühstück als Myrion angestapft kam und leise fluchte. Er ließ sich in einen der Sessel fallen krallte sich ein Brötchen und schnitt es mit einem Dolch auf, was Aurian leise lachen ließ. Mal abgesehen davon das ihr Herr Gemahl halb nackt erschienen war und noch den Oberkörper voller Ruß hatte. Die anderen sahen Myrion erstaunt an. Aurian lachte: „Schatz ist deine Schmiede explodiert? Mal abgesehen davon das wir Messer haben womit du dein Brötchen aufschneiden und schmieren kannst. Seit du dich um die Zwerge kümmerst wirst du immer unzivilisierter.“ Myrion sah fragend auf und biss in sein Brötchen das eher wie ein verunglücktes Stück Brot aussah als ein beschmiertes Brötchen. „Ach ist doch wahr und nee meine Schmiede steht noch.“ Dann sah er auf den Dolch und sich selber an und bemerkte erst jetzt wie er aussah. „Entschuldige Kätzchen, ich vergaß ganz das ich bei den Zwergen gewesen bin. Es gibt da ein Problem, die Zwerge wollen einen König doch gibt es zwei die sich um die Königswürde streiten, also sandte man mir ein Gebet um zu fragen was sie tun sollen, doch mir fällt nichts ein.“ Aurian nickte: „In Ordnung, das Problem lässt sich doch einfach lösen, lass sie einen Wettstreit beginnen und der Sieger wird König.“ Myrion sah sie an: “Und welchen?“ Aurian seufzte: „Also gut pass auf, lass von Iona tief im inneren des Berges einen magischen See erstellen, er wird nicht wirklich magisch sein, aber das wissen die Zwerge ja nicht. Dann gehe her stelle ihnen Werkzeug zur Verfügung und lege es samt einem Amboss am See ab. Dann sagst du ihnen, das sie sich das beste Erz, die schönsten Edelsteine und so weiter aus dem Berg holen, es schmelzen und zu einer Krone verarbeiten sollen. Anschließend sollen sie die Kronen in den See werfen und dessen Krone wieder heraus kommt, der wird König. Du schmiedest die beste Zwergenaxt die es gibt und gibst sie dann dem König als Symbol seiner Macht.“ Myrion sah sie an, „Die Kronen werden aber versinken und nicht wieder heraus kommen.“ Aurian lachte: „Schatz du wählst den besten der beiden aus, nimmst dessen Krone und lässt es so erscheinen als würde der See sie wieder heraus geben. Beobachte beide, sieh ihnen zu und wähle dann den besten aus, egal wie ihre Kronen hernach aussehen.“ Nun verstand Myrion, strahlte Aurian an und lachte: „Kätzchen du bist ein Genie.“ Aurian grinste frech: „Ich weiß.“ Myrion sprang auf, küsste sie noch mal kurz und war kurze Zeit später wieder verschwunden um den Zwergen seine Entscheidung mit zu teilen. Dann ging er zu Iona und bat sie den See erstehen zu lassen. Iona wusste schon in etwa wie sie das bewerkstelligen würde und so setzte sie tief unten in den Berg der Zwerge einen See der sogar magisch leuchtete, obwohl es nur ein gewöhnlicher See war. Dann bearbeitete sie den Berg so das sich ein schmaler Weg vom Thronsaal aus nach unten schlängelte. Die Zwerge würden wohl fast drei Tage brauchen um den See zu erreichen. Vor dem See lies sie zum Gang hin ein Tor erscheinen das sich nur den Königsanwärtern öffnen würde. Als Myrion das alles sah war er begeistert und küsste Iona glatt aus Überschwang. Sie sah ihn verblüfft an und verschwand dann lachend.

Und so geschah es.... nachdem Myrion den beiden Streithähnen gesagt hatte was er erwartete machten sie sich auf um die besten Erze und Edelsteine aus dem Berg zu holen. Wobei der eine nicht sah was neben ihm geschah, er ging gerade seinen Weg. Der andere aber, sah wenn ein Mitzwerg in Not war und half ihm noch schnell. Oder schlichtete mal einen Streit oder eben ähnliches. Als dieser dann am See ankam, hatte der andere bereits begonnen, seine Krone zu schmieden. Da sie von Myrion auch eine Zeitvorgabe bekommen hatten, in der die Kronen fertig sein sollten, war die von dem ersten Zwerg wesentlich schöner und besser gearbeitet und die vom zweiten zwar auch schön und es war ebenso eine erstklassige Arbeit und doch fehlten da einige filigrane Arbeiten, weil ihm da er eben noch anderen geholfen hatte die Zeit fehlte. Dann war die Zeit abgelaufen und beide warfen ihre Kronen in den See. Myrion hatte unterdessen eine sehr schöne Zwergenaxt geschmiedet die auch mit einigen Zaubern belegt war und wo er wusste da die Zwerge die an sich was gegen Magie hatten, diese als Segen ihres Gottes ansehen würden. Myrion hielt sich immer unsichtbar in der Nähe der Zwerge auf. Nun musste er wählen und das Verhalten der beiden Zwerge hatte ihm gezeigt worauf Aurian wirklich hinaus wollte und so wählte er den Zwerg der nicht wie mit Scheuklappen beschlagen seinen Weg ging, sondern auch bereit war selber zurück zu stecken um anderen zu helfen, zum König. Nachdem beide ihre Krone in den See geworfen hatten hob er die des zweiten Zwerges wieder heraus und ließ sie ein wenig leuchten, dann legte er diese wieder vor den Zwerg hin. Neben der Krone erschien dann auch die Zwergenaxt die Myrions Symbol trug so das jeder Zwerg wusste, diese Axt war vom Gott persönlich geschmiedet worden. Der andere kniete sich nieder und senkte seinen Kopf vor dem neuen König. Somit hatten die Zwerge ihren König der stolz die Axt trug die sein Gott für ihn geschmiedet hatte. Seine Krone war vielleicht nicht so perfekt wie die des anderen, doch sein Herz war dafür um so größer. Myrion nahm die zweite Krone an sich und brachte sie in seine Schmiede wo er sie auf einem Brett an der Wand abstellte. Er erließ das ab dem heutigen Tage jeder der die Königswürde für sich beanspruchen wolle, eine Krone schmieden müsse und sie dem See als Opfer darbringen musste. Würde man die Krone zurück bekommen hatte man sich die Königswürde verdient, würde sie im See bleiben, dann eben nicht, denn man solle bedenken, das der See nicht nur die Krone beurteilen würde sondern auch das Herz des Schmieds.

Bei den Elfen ging es zivilisierter zu, sie gingen her und wählten den weisesten unter ihnen zum Elfenlord und damit war die Sache erledigt. Und ihm sollten halt seine Kinder nachfolgen was wahrscheinlich eh einige hundert Jahre dauern würde.

Kompliziert wurde es erst wieder bei den Menschen. Sie waren auch der Meinung das sie einen König brauchen würden oder zumindest einen Fürsten. Doch war das nicht so einfach, so schickten sie ebenfalls ein Gebet aus um Iron zu fragen wie man zu einem König kam. Doch der sagte ihnen, sie sollten den tapfersten, ehrlichsten und intelligentesten zum Fürsten machen. Er würde sich da nicht einmischen.

Bei Leons Anhängern war das wesentlich einfacher, die murksten sich gegenseitig so lange ab bis der stärkste übrig blieb. Der war eben der Anführer, wobei der stärkste leider nicht immer der schlaueste ist. Das musste auch ihr derzeitiger Anführer feststellen, als er auf einmal sterbend auf dem Boden lag, nur das ihn kein Kerl umgebracht hatte sondern seine Vertraute, die hatte ihm nämlich einfach Gift ins Essen getan. Als die anderen das sahen, sah sie sich ruhig um und fragte nach ob noch wer etwas essen wolle. Als das alle verneinten, nickte sie nur kurz und war damit schnell zur Anführerin aufgestiegen. Leon fand die Kleine gar nicht so schlecht und so zeigte er sich seinen Anhängern die ihn ängstlich ansahen, als er dort breitbeinig und halbnackt stand. Wie er schon gesagt hatte sollte von ihm Blut herab tropfen was es auch tat. Er bestimmte das die junge Frau nun die Anführerin sei und sollte jemand was gegen sein Wort sagen wollen, so möge er sich ruhig melden. Wobei er lässig mit einem Dolch in der Hand herum spielte. Man kann sich vorstellen das sich niemand meldete, was er auch nicht erwartet hatte. Allerdings musste ihm die junge Anführerin die nächsten Nächte zur Verfügung stehen, wo er nicht gerade zimperlich mit ihr umging. Man hörte sie laut vor Schmerzen schreien und seine Anhänger waren froh nicht an ihrer Stelle zu sein. Wobei sie sich überlegten was er mit einem Kerl machen würde, doch wollte das auch keiner heraus finden. Aurian war zwar auch nicht gerade zart besaitet, dennoch konnte sie sich das nicht mit ansehen was er dort tat. Doch sagte sie ihm später er solle das niemals bei ihr versuchen wenn er nicht als Fettfleck an der Wand enden wolle. Er sah Aurian tief in die Augen: „Du glaubst gar nicht wie scharf mich das gemacht hat,“ dann drehte er sich um, um duschen zu gehen. „Doch jetzt wird man Angst vor mir haben und genau das hatte ich beabsichtigt, sie sollen gleich wissen das mit mir nicht gut Kirschen essen ist. Und keine Angst mit dir würde ich so etwas nie machen.“ Aurian seuftzte leise. Die Götter begannen sich zu verändern, Myrion wurde ebenso ungehobelt wie die Zwerge und Leon genauso blutrünstig und brutal wie seine Anhänger. So stand sie ein wenig später am Meer und flüsterte leise: „Hast du das beabsichtigt? Diese Welt hat mir bisher Freude gemacht, doch wenn sich nun meine Männer verändern finde ich das gar nicht mehr lustig. Leon beginnt Freude an dieser Brutalität zu finden und Myrion, kann nicht mal mehr zivilisiert essen.“ Sie wusste das sie keine Antwort bekommen würde, denn das Licht hatte noch nie mit ihr gesprochen. Doch hörte sie hinter sich auf einmal eine Stimme: „Nehmt euch eine Auszeit und gehe mit den beiden mal wieder in dein kleines Urlaubsparadies, dort werden sie schon wieder zur Besinnung kommen.“ Als sie sich umdrehte: „Mystra? Meinst du wirklich?“ „Ich bin nicht Mystra, sondern die Urmutter. Und ja meine ich. Das Licht hilft dir nicht, es will das dies alles geschieht, doch du solltest hier lenken, nimm meinen Rat an.“ Dann verblasste die Urmutter wieder und Aurian dachte darüber nach, sie nickte. Kurze Zeit später hatte sie sich ihre beiden Männer geschnappt und war mit ihnen in ihr kleines Urlaubsparadies verschwunden. Dort sagte sie ihnen erst einmal das sie in sich gehen und mal darüber nachdenken sollten, wie sie sich die letzten Tage aufgeführt hätten. Die beiden dachten wirklich darüber nach, denn wenn Aurian so etwas sagte musste es einen Grund haben. Es dauerte, doch dann wurde ihnen klar das sie begonnen hatten sich zu ihrem Nachteil zu verändern und nickten. Aurian beobachtete sie und sah wie in ihnen auf einmal die Erkenntnis hoch kam. Beide entschuldigten sich, denn ihnen war klar geworden, das bei ihnen aus dem Spiel beinahe ernst geworden wäre. Wobei es Leon noch am schlimmsten traf, vor allem als er daran dachte was er der jungen Frau angetan hatte. Sie blieben drei Tage, in denen sie viel Spaß hatten und auch lange Gespräche führten. Als sie zurück kamen, waren Myrion und Leon wieder die alten. Leon nahm sich vor niemals wieder in der Art selbst in das Spiel ein zu greifen. Sondern nun nur seine Anhänger machen zu lassen. Die Angst hatte er geschürt mehr würde es wohl nicht brauchen. Doch hatte es ihm gezeigt wie viel Brutalität in ihm steckte. Und Myrion wurde klar das er zu viel bei den Zwergen gewesen war, so das er ihr Benehmen schon selber angenommen hatte. Allerdings machte sich Aurian nun Sorgen um die anderen, wenn es schon Myrion und Leon so erging, was war dann mit Nara und Iron? Doch als sie ihnen einen Besuch abstattete, stellte sie fest das die beiden wie immer waren. Scheinbar lag es daran das sich Leon und Myrion doch sehr gelangweilt hatten und so regelrecht mit gerissen wurden. Sie würde den beiden ordentlich was zu tun geben, dann würde ihre Langeweile auch verfliegen und sie nicht mehr so diesem Spiel verfallen. Und sie hatte da auch eine Idee.