Kapitel 8: Enjara

Sie hatte nun schon den ganzen
Vormittag in der Bibliothek verbracht, wie so oft in den letzten
Wochen. Sie war Archäologin und war immer auf der Suche nach
alten Artefakten oder vergrabenen Schätzen. Sie hoffte immer mal
noch auf ein Geheimnis zu stoßen das sonst noch keiner entdeckt
hatte. Ihr Volk betete die Herrin des Lichts an und die
Priesterinnen der Herrin behaupteten immer, das sie das höchste
Wesen im Universum sei. Doch das konnte Enjara nicht glauben.
Wie konnte es ein höchstes Wesen geben? Also bisher hatte sich
noch keines bei ihr Blicken lassen. Und ihre Gebete hat bislang
auch keiner erhört. Also fehlte ihr der Glaube. Inzwischen
kannte sie die Regale die sie laufend absuchte auswendig, doch
an diesem Tag sollte es anders sein. Als sie wieder mal an den
ihr nun schon vertrauten Regalen entlang ging fiel ihr ein
besonderes Buch auf. Sie schaute noch mal die Bücher rechts und
links daneben an und murmelte leise: “Das kann doch nicht sein,
spinne ich jetzt oder was? Also das Buch hat noch nie hier
gestanden.“ Doch neugierig geworden nahm sie es aus dem Regal
und schaute auf den Einband und las dort in goldener Schrift
geschrieben: Buch des
Schicksals. Sie nahm das
Buch und ging damit zur Bibliothekarin um zu fragen seit wann
das Buch da wäre, da es gestern noch nicht im Regal gestanden
hatte. Doch die Bibliothekarin antwortete ihr nur, nach einem
kurzen Blick darauf: „Das ist nicht aus unserer Bibliothek, sie
können es gerne mitnehmen.Muss wohl jemand vergessen haben.“ Das
Buch war recht groß und auch entsprechend dick so das sich
Enjara dachte, wenn es niemandem gehört nehme ich es mit, mal
sehen was darin steht. Denn bei dem Umfang werde ich es hier und
heute eh nicht ganz lesen können. Also packte sie es ein und
machte sich auf den Weg nach Hause. Unterwegs kaufte sie noch
etwas ein, um Ruhe zum lesen zu haben und nicht noch mal raus zu
müssen. Zu Hause machte sie sich noch schnell etwas zu essen und
setzte sich dann mit einer frischen Tasse Tee in ihren
Lesesessel. Dann schlug sie das Buch auf und als sie die erste
Zeile las hätte sie das Buch fast wieder weg geworfen, denn was
dort stand erschreckte sie fast zu Tode. Dort konnte sie lesen:
Hallo Enjara, ich bin das Buch
des Schicksals, ausgesendet von der Herrin des Lichts um ihre
Helden zu rekrutieren. Und sie hat einen Auftrag für dich. Du
suchst nach einem Geheimnis? Ich kann dir eines verschaffen das
außer dir noch keiner kennt. Wenn du dazu bereit bist so lege
deine Hand auf die Schrift des Einbandes und ich werde dir sagen
wohin du dich begeben musst. Deine Mission ist sehr wichtig, du
wirst den einzigen Helden retten müssen der das Schwert des
Schicksals führen kann. Mit ihm zusammen wirst du dann das Böse
vernichten und vielleicht dein Glück finden.
Als Enjara weiter blätterte
stellte sie fest das alle anderen Seiten leer waren. Lediglich
auf der ersten Seite standen die Sätze die sie schon gelesen
hatte. Sie legte das Buch zur Seite und dachte nach. Ein Buch
das ihren Namen wusste? Das ihre geheimsten Wünsche kannte? Wie
konnte das sein? Einerseits wollte sie schon gerne wissen wie es
weiter ging, andererseits sollte sie sich eventuell erst mal
erkundigen was es mit diesem Buch auf sich hatte. Da hier von
der Herrin des Lichts die Rede war, würde sie vielleicht in
deren Tempel mehr über das Buch erfahren können.
So begab sie sich am nächsten
Morgen in den Tempel des Lichts um dort eine der Priesterinnen
zu fragen ob sie etwas wüssten. Man empfing sie sehr freundlich
und als sie fragte ob man schon mal was vom Buch des Schicksals
gehört hätte, erklärte man ihr was es damit auf sich habe. Und
das dieses Buch bisher noch nie jemand gesehen hatte. So das man
an nahm das es lediglich eine Legende sei. Doch sollte es das
Buch geben, würde es seinem Besitzer sämtliche Geheimnisse die
es gab offenbaren. Man drückte ihr zum Abschied noch eins der
Bücher in die Hand in dem von den Geistern der Ewigkeit als auch
der Herrin des Lichts und ihren beiden Löwen die Rede war.
Enjara hatte Zeit ihres Lebens nie an höhere Wesen oder Götter
geglaubt, doch sagte sie sich das sie als Archäologin allem
aufgeschlossen gegenüber sein sollte.
Als sie später wieder zu Hause
war, sah sie immer mal auf das Buch, sie war hin und her
gerissen. Doch dann siegte die Neugier und sie setzte sich und
legte wie das Buch es verlangte, die Hand auf die goldene
Schrift. Als sie nun in das Buch sah, waren die ersten Seiten
gefüllt. Dort stand das sie nicht weit zu laufen brauchte
Sondern im nahe gelegenen Wald dort wo es Felsen gab eine Höhle
zu finden war. Eine Wegbeschreibung war ebenfalls im Text
angegeben. Sie dachte nur, und wie soll ich diesen dicken Wälzer
mit mir herum schleppen? Das ist doch unmöglich. Doch kaum hatte
sie den Gedanken zu Ende gedacht, konnte sie sehen wie ein neuer
Abschnitt in dem Buch erschien.
Es ist mir möglich mich zu
verwandeln und ich könnte mit dir reden. Vielleicht ein Hund?
Dann könnte ich auch selber laufen und dir folgen.
Enjara begann langsam an ihrem
Verstand zu zweifeln. Das konnte doch unmöglich war sein. Sie
legte das Buch auf den Boden, nickte und sagte laut: „Ja aber
ein großer Hund ich will schließlich nicht auf dich drauf
treten,“ kaum hatte sie es ausgesprochen begann das Buch zu
verschwimmen und kurze Zeit später stand eine große schwarze
Dogge vor ihr und sah sie an. Sie sah den Hund an und konnte es
nicht glauben: „Wenn ich das jemandem erzähle sperrt man mich
ein.“ Leise antwortete der Hund: „Dann erzähl es eben niemanden.
Du solltest jetzt lieber packen was du brauchst, vielleicht ein
wenig Proviant und vernünftige Kleidung um eine Höhle zu
inspizieren.“ Enjara konnte es immer noch nicht glauben und als
der Hund zu sprechen begann, glaubte sie schon selber das sie
verrückt würde. Doch begann sie nun einiges ein zu packen, ihr
Rucksack füllte sich: „Musst du auch essen? Also ich meine muss
ich für dich auch etwas einpacken?“ Der Hund schaute sie an:
“Enjara vergiss mal mein Aussehen, ich bin immer noch ein Buch
und hast du je erlebt das ein Buch etwas zu essen braucht?“
Enjara sah den Hund an: „Nun wenn du so fragst ich habe auch
noch nie ein Buch gesehen das meinen Namen kennt oder sich
verwandeln kann, also von daher, hätte es ja sein können. Und
wie soll ich dich eigentlich nennen, ich meine immer „hallo
Hund“ zu sagen ist doch auch doof. Oh ich habs ich nenne dich
Black, ist das in Ordnung für dich?“ Der Hund nickte, so hatte
er nun auch einen Namen und es konnte los gehen. Als Enjana ihn
genauer betrachtete sah sie das er ein goldenes Halsband trug.
Sie nahm an das es die Schrift vom Einband war die er da
sozusagen um den Hals trug. „Ach und ehe ich es vergesse, du
kannst mich zwar verstehen, doch andere werden nur ein
gewöhnliches bellen vernehmen.“ Enjara nickte: „Gut zu wissen.
Nun wollen wir mal.“ So verließen die beiden das Haus und
machten sich auf den Weg. Kaum eine Stunde später standen sie
vor einem Höhleneingang. „Ich frage mich wieso den noch keiner
entdeckt hat. Sicher man musste etwas Gestrüpp beiseite räumen
und dennoch.“ Leise antwortete Black. „Das Licht geht eben seine
eigenen Wege, was weiß ich warum man ihn bisher nicht fand, doch
wir müssen weiter. Hast du ein Licht dabei? Nicht das du noch
fällst und dich verletzt.“ Enjara nickte kramte in ihrem
Rucksack und holte eine Taschenlampe heraus. „Doch sag mal um
was für einen Helden handelt es sich eigentlich, den ich da
befreien soll? Und sieht er gut aus?“ „Er heisst Iskander und
liegt schon seit einigen hundert Jahren in einem Todesschlaf,
wir warteten nur darauf das jemand geboren wurde, dem wir diese
wichtige Aufgabe anvertrauen konnten und ich dachte du bist
genau die richtige dafür.“ Ironisch kam von Enjara: „Welch eine
Ehre.“ „Und ob er gut aussieht, das liegt wohl im Auge des
Betrachters, für mich seht ihr Menschen alle gleich aus.“ Enjara
nickte und krabbelte von Black gefolgt in die Höhle, dort stand
sie dann in einem Gang, und als sie die Taschenlampe anmachte
sah sie auch einige Türen rechts und links des Ganges. „Das wird
ja immer besser. Ist das vielleicht eine alte vergessene
Militärbasis oder sowas? Denn Türen in einer Höhle sind schon
merkwürdig.“ Black sagte dazu nichts: „Geh mal auf die dritte
Türe links zu, dort müssen wir rein.“ Also tat sie was er sagte,
als sie an der Türe ankamen betrachtete sie das Bildnis das sich
darauf befand, dort war eine Frau zu sehen, die rechts und links
von zwei Löwen mit beachtlicher Größe begleitet wurde. „Ist sie
das? Ist das die Herrin des Lichts?“ Black nickte: „Ja das ist
sie.“ Unter dem Bildnis war ein altes Rätsel zu lesen, sie
dachte nach, das Rätsel kam ihr bekannt vor, das hatte sie schon
als Kind gut lösen können und dann sprach sie die Lösung aus,
als sie ihr wieder einfiel und die Türe öffnete sich. Dann
betraten die beiden den Raum der sich dahinter befand. Kaum
hatten sie ihn betreten flackerten an den Wänden Fackeln auf und
die Türe schloss sich hinter ihr mit einem lauten Knall. Enjara
erschrak und rüttelte an der Türe, doch sie öffnete sich nicht
mehr. Sie wendete sich dann mit einem Schulterzucken um und sah
sich in der Höhle um. „Schau mal dort auf der rechten Seite,
siehst du den Stab mit der über großen Perle darauf? Der ist für
dich. Denn dort wo wir hingehen werden, wird deine Taschenlampe
nicht funktionieren. Du kannst also deinen ganzen neu modischen
Kram wie Handy oder ähnliches hier lassen. Der Stab hat einige
Funktionen, zum einen wird er dir Licht machen wenn du welches
benötigst, zum zweiten kannst du dich mit ihm verteidigen wenn
du in Gefahr gerätst denn er sendet Licht aus um alles was vom
Wesen her dunkel ist zu vernichten. Er trägt Magie in sich.
Weitere Funktionen erkläre ich dir wenn es nötig ist. Und dann
sieh daneben die kleine Schachtel dort liegt ein Stirnreif drin,
es wurde einst von Jasmin getragen, es hat ebenfalls Magie, doch
diese ist anders, mit dem Stirnreif wirst du selber Magie
anwenden können. Hast du es einmal aufgesetzt und den Stab an
dich genommen gibt es keinen Weg mehr zurück, in dem Moment bist
du eine Heldin des Schicksals.“ Und er begann ihr zu erzählen
was die Aufgaben der Helden des Schicksals sein würden, das sie
für das Licht kämpfen und um Fehler die gemacht worden waren, in
Ordnung zu bringen. Und das sie nicht alleine sein würde,
sondern das der Held den sie befreien sollte ihren Weg begleiten
würde. “Iskander ist stark und von guter Gesinnung. Er wird das
Schwert des Schicksals tragen das ihr allerdings auch erst
finden müsst. Überlege also gut, du würdest dein Leben wie du es
bisher kennst aufgeben müssen, mehr oder weniger.“ Enjara setzte
sich auf eine der Kisten die dort standen und sah sich den Stab
und den Stirnreif an. Sie überlegte, was hatte sie denn schon?
Ihre Eltern waren seid Jahren tot, einen Freund hatte sie nicht.
Und war das nicht genau das, wonach sie gesucht hatte? Ein Leben
mit Abenteuern, etwas das sonst keiner hatte? Sie sah Black an:
„Wer war Jasmin?“ „ Nun Jasmin war deine Vorgängerin, sie war
mutig und stark. Sie hatte einen Fluch gelöst und eine ganze
Stadt gerettet und noch einige andere Dinge vollbracht. Doch nun
ist sie tot, das ist schon einige Zeit her, also zumindest die
Zeit die man hier rechnet.“ Enjara nickte. „Wie man sie hier
rechnet? Gibt es denn noch eine andere Zeit?“ Abermals
antwortete ihr Black: „Ja wie dir vielleicht bekannt ist gibt es
viele Welten im Universum und nicht überall läuft die Zeit
gleich ab. Auf der einen langsamer auf der anderen schneller.“
Enjara sah Black fragend an: „Also 24 Stunden sind 24 Stunden,
da gibt es nichts dran zu rütteln.“ Black nickte: „Das ist schon
richtig, doch wenn hier ein Tag vergeht, der seine 24 Stunden
hat, könnte auf einer anderen Welt ein Monat vergehen, wo die
Tage auch 24 Stunden haben und doch würde es ein Monat sein.
Zeit ist relativ, aber genaueres könnte dir höchstens Väterchen
Zeit erklären.“ Enjara sah Black an: „Ich frage jetzt nicht wer
Väterchen Zeit ist. Das ganze verwirrt mich eh schon. Also
kümmern wir uns erst mal um Iskander und dann sehen wir weiter.“
Sie hatte sich entschieden, das ganze machte sie neugierig und
sie war zudem gespannt auf diesen Iskander. So nahm sie den Stab
und den Stirnreif an sich. Kaum hatte sie das getan, änderte
sich ihre Kleidung, sie trug auf einmal ein weißes langes Kleid
auf dem die Runen des Schicksals gestickt waren. Black sah sie
an, „Wenn dir eine Hose lieber ist so ist das auch möglich.“
Enjara schaute sich um und als sie einen alten Spiegel in einer
Ecke stehen sah trat sie auf ihn zu, sie befreite ihn vom Staub
und sah sich an. Sie hatte ein zartes Gesicht, helle Haut und
blondes Haar umrahmte schulterlang ihr Gesicht. Sie sah mit dem
Kleid aus, wie eine Gestalt aus den Märchenbüchern die sie als
Kind immer gelesen hatte. Sie nickte. „Vielleicht eine Hose und
eine Bluse, das wäre mir lieber.“ Dann konnte sie im Spiegel
beobachten wie sich abermals die Kleidung veränderte. Nun waren
die Runen auf der weißen Seidenbluse die sie nun trug zu sehen.
Ihre Hose bestand nun aus weißem Samt. Es sah recht edel aus.
„Und keine Sorge, deine Kleidung ist Schmutz abweisend, sie wird
nie schmutzig und kaputt geht sie auch nicht. Du bist nun etwas
besonderes und Zeit hat für dich keine Bedeutung mehr. Du wirst
auch in 50 Jahren noch so aussehen wie jetzt.“ Enjara sah Black
an: „Heißt das ich bin unsterblich? Und wenn ja, wie konnte
Jasmin dann sterben?“ Black saß vor ihr und sah sie an:
„Einerseits bist du unsterblich, doch andererseits könnte
irgendwann der Tag kommen wo du deinen Frieden möchtest, so war
es bei Jasmin und in dem Fall kannst du auch sterben. Und in
diesem Fall würde ich wieder aus geschickt werden deine
Nachfolgerin zu suchen, so wie ich jetzt dich suchte und fand.
Doch bis dahin, werde ich dich begleiten und dich unterstützen
wo ich kann, so ist mein Auftrag. Anhand der Runen auf deiner
Kleidung wird man dich in allen Welten als Heldin des Schicksals
erkennen. Mal abgesehen davon das sie dich auch schützen werden
vor fremden Zaubern.“ Enjana betrachtete sich noch mal im
Spiegel und nickte. Sie sah Black an und überlegte wie sich in
nur zwei Tagen ihr Leben so drastisch ändern konnte. Doch
irgendwie machte sich auch Aufregung breit, sie freute sich
endlich ein Ziel zu haben. Nicht mehr die Archäologin zu sein
die mit ihrer Nase in den Büchern hing und eigentlich keine
richtige Zukunftsperspektive hatte. „Also gut, wo müssen wir nun
lang, die Türe ist zu ich kann nicht mehr zurück.“ Black erhob
sich und lief vor, bis er vor einer Wand stehen blieb die mit
einem Vorhang verdeckt war. „Zieh den Vorhang herab.“ Enjara tat
was er sagte und ein Bild das die gesamte Fläche einnahm die
zuvor der Vorhang verdeckt hatte, erschien darunter. Sie sah
Black fragend an: „Und nun?“ „Sieh dir das Bild genau an was
siehst du?“ Enjana schaute es sich an. „Nun dort ist eine große
Statue auf einem Sockel zu sehen und darum herum Wiese und Wald
und ein Weg der scheinbar direkt vor uns endet.“ Black nickte:
„Betritt den Weg, tritt in das Bild ein.“ Enjara sah ihn an,
doch vertraute sie ihm und so machte sie einen Schritt auf das
Bild zu und tatsächlich sie konnte in das Bild eintreten. Black
folgte ihr wie bisher auch. Als sie hinter sich sah, war dort
keine Mauer mehr zu sehen. Langsam ging sie den Weg entlang, sie
hörte Vögel zwitschern und es roch nach frischem Gras. Und nach
kurzer Zeit stand sie vor der Statue die auf einem mannshohen
Sockel stand. Sie betrachtete die Statue und es entfuhr ihr:
„Herrin im Himmel der sieht ja klasse aus. Das ist ja ein
Adonis. Wer ist das?“ Black grinste, was bei ihm ein wenig
eigenartig aussah, da es eher wie das fletschen von Zähnen
anmutete. „Das ist Iskander, das heißt ein Abbild von ihm. Er
gefällt dir also?“ Sie nickte heftig. „Und das wird mein
Begleiter sein auf meinem Weg? Also alleine für den Kerl hat es
sich schon gelohnt, mein altes Leben zu verlassen.“ Enjara
setzte sich ins Gras gerade soweit entfernt das sie die Statue
noch ansehen konnte. Black legte sich neben sie und sah sie
fragend an, in dem er den Kopf leicht schief legte. Enjara
packte einige Vorräte aus und begann zu essen, dabei betrachtete
sie die Statue weiterhin. „Wie ischt dasch mit dem Begleiter
gemeint? Scho eine Art Beschütscher? Oder wie?“ Black lachte
leise. „Iss erst mal so verstehe ich ja kein Wort.“

Kapitel 9: Iskander

Nachdem Enjara aufgegessen hatte,
fragte sie nun noch mal, sich die letzten Krümel ihres Brotes
vom Mund abwischend. „Also wie ist das mit dem Begleiter
gemeint, so als Beschützer oder was?“
„Was er für dich sein wird liegt
alleine bei dir und ihm. Ob ihr nur Freunde sein werdet, ob er
lediglich dein Beschützer sein wird oder ob es tiefer geht.
Darauf haben wir keinen Einfluss, das liegt ganz alleine an euch
beiden. Doch sollten wir mal langsam weiter es wird bald dunkel
und du brauchst einen Platz zum schlafen.“ Enjara nickte: „Also
gut wo muss ich hin?“ Black lief wieder zu dem Sockel und Enjara
folgte ihm. „Siehst du diese Platte auf dem Sockel? Die musst du
öffnen.“ Enjara blickte auf die Platte die, die gesamte
Vorderfläche des Sockels einnahm, dann sah sie Black an: „Ach
ich soll sie mal eben öffnen, siehst du vielleicht hier irgendwo
einen Werkzeugkasten? Weil ich Dummerchen habe meinen doch glatt
zu Hause vergessen.“ Black lachte wieder: „Liebste Enjara,
natürlich sollst du sie nicht mit einem Werkzeug öffnen, du
trägst den magischen Stirnreif, der reicht. Sag der Türe einfach
was sie tun soll, lass dir etwas einfallen.“ Enjara schob die
nicht vorhanden Ärmel ihrer Bluse hoch und grinste nun Black an.
„Wie wäre es dann mit : Sesam öffne dich?“ Doch nichts geschah.
Black schaute zu ihr hoch: „Ich glaube das war wohl falsch,
probiere etwas anderes.“ Enjara dachte kurz nach, legte ihre
Hand auf die Platte und dann versuchte sie es mit: „Öffne dich,
ich bin die Heldin des Schicksals und verlange eingelassen zu
werden.“ dann warteten die beiden einen Moment ab und kurz
darauf war ein knirschen zu hören und die Platte bewegte sich
zur Seite. Hinter ihr öffnete sich ein Eingang hinter dem sich
wiederum Stufen befanden die in die Erde führten.“ Enjara
klatschte in die Hände. „Na wer sagts denn, das war wohl
richtig. Also los Black, dann hinein mit uns in die gute Stube
oder was auch immer sich dahinter befindet.“ dann betraten die
beiden die Treppe und stiegen die Stufen hinab, es roch muffig
und nach abgestandener Luft. Auch hier begannen auf einmal
Fackeln zu brennen, als die beiden langsam das Gewölbe betraten.
Dann schloss sich der Sockel wieder. Enjara musste leicht
husten, die Luft war unerträglich. Mutig geworden durch ihren
Erfolg mit der Platte versuchte sie nun etwas anderes, sie hob
leicht ihren Stab und rief: „Luft erneuere dich, ich bin die
Heldin des Schicksals und ich ersticke sonst hier drin.“ Black
sah sie an: „Du weißt schon das du nicht ersticken kannst oder?
Du bist unsterblich.“ Enjara beugte sich leicht zu Black
herunter und flüsterte „Das weißt du und das weiß ich, aber das
weiß die Luft ja nicht.“ Und sanft zog eine leichte Brise durch
die Gänge und Enjana spürte und roch das die Luft sich verändert
hatte. „Na hat doch geklappt, sehr schön, Ich bin richtig gut.“
dann schritten beide langsam voran, bis sie an die erste Türe
kamen, Enjana öffnete vorsichtig die Türe und sah hinein,
dahinter war ein sehr feudales Schlafzimmer zu finden. „Also es
sieht so aus als habe es genau auf uns gewartet. Ich denke hier
sollten wir die Nacht verbringen und morgen früh weiter gehen.“
Sie schaute sich das Bettzeug an , musste aber feststellen das
es nur noch Fetzen waren. „Nun ein Bett hätten wir zwar aber das
ist so gut wie unbrauchbar. Obwohl, Moment, das könnte
vielleicht auch klappen.“ dann legte sie die Hand auf das Bett
und sprach hier wieder: „Bett erneuere dich ich bin die Heldin
des Schicksals und möchte schlafen.“ Und wie zuvor schon die
Luft, erneuerte sich auch das Bett und sah kurz darauf aus als
wäre es gerade eben dort hingestellt worden. Enjara stellte ihre
Stab fort und legte ihren Rucksack ab und legte sich dann auf
das Bett, dann sah sie zu Black. „Was machen wir mit dir?“ Doch
der hatte sich schon auf den Boden neben das Bett gelegt und
hatte bereits die Augen geschlossen. So zuckte Enjara kurz
darauf mit den Schultern und es dauerte auch nicht lange da
forderten die Aufregungen des Tages ihren Tribut und sie war
eingeschlafen.
Und auf einer fernen Welt bekam
die Herrin des Lichts eine Botschaft, das ihr Buch das sie
ausgesendet hatte, die Helden zu suchen, die Heldin gefunden
habe und sie nun auf dem Weg wären, den Helden für das Schwert
zu wecken. Aurian nickte leicht und teilte das auch ihren beiden
Löwen mit.
Am nächsten Morgen als sie
erwachte, fühlte sie sich gut ausgeruht und erfrischt. Sie nahm
noch einige Vorräte aus ihrem Rucksack und aß und trank. Dann
sah sie Black an der in ihrer Nähe saß. „Willst du wirklich
nichts?“ Der schüttelte den Kopf. „Nein ich brauche weder was zu
essen noch zu trinken.“ Dann machten sie die beiden ungleichen
Gefährten wieder auf den Weg. Langsam und vorsichtig gingen sie
den Gang entlang und schauten in jeden Raum der sich unterwegs
finden ließ. Doch konnten sie nichts entdecken was ihnen
irgendwie weiter helfen würde. Am Ende des Ganges tat sich auf
einmal eine große Grotte auf, in deren Mitte ein Sockel stand
und auf dem befand sich ein Kristallsarg. Dieser war umgeben von
grossen Leuchtern deren Kerzen nun brannten. Langsam näherte
sich Enjara dem Sarg und als sie hinein blickte, lag dort der
Adonis der oben als Statue zu sehen war. Er hatte schwarzes
Haar, sein Gesicht war markant und ruhig. Sie sah wie sein
Brustkorb sich gleichmäßig hob und senkte. Er trug bis auf ein
Tuch das über seinen Genitalien lag nicht einen Fetzen Stoff am
Körper. Er war groß, sie schätzte etwa knapp zwei Meter. Sein
Körper war sehr gut ausgebildet, war muskulös, wenn auch nicht
übertrieben. Seine Haut hatte obwohl er laut Black, so lange in
dieser Grotte gelegen hatte, einen bronzefarbenen Ton. Sie
betrachtete ihn, dann sah sie Black an. „Und wie kriegen wir ihn
nun wach? Und was hat ihn überhaupt erst in diese Lage
gebracht?“ Black ging zu einem Stein und bat sie, sich sich zu
setzen. Nach dem sie vor ihm saß, erzählte er ihr, dass das
Licht oft seine eigenen Wege ging. Das es hier und da auch schon
vorausschauend handelte und es dadurch kommen konnte das
einzelne Menschen, auch unter diese Räder gerieten, oder eben
ihnen etwas geschah, wie nun Iskander, von dem das Licht wusste
das er irgendwann mal benötigt würde. Und das jetzt die Zeit da
wäre, das man ihn wecken musste. Iskander lag seit einigen
Hundert Jahren schon an diesem Ort, er war vergiftet worden.
Doch das Licht konnte natürlich nicht zu lassen das er starb,
denn er würde ja noch gebraucht werden, so sorgte es dafür das
er nur schlief, wenn auch in einem todesähnlichen Schlaf. Und
als Iskanders Vater sah was mit seinem Sohn geschehen war so
lies er diesen unterirdischen Tunnel bauen mit samt den Räumen
in der Hoffnung das sein Sohn irgendwann wieder aufwachen würde.
Sein Bruder hatte ihn vergiftet weil er nicht wollte das
Iskander, der so edelmütig war, das Erbe antreten würde. Doch im
nach hinein, hatte dem bösen Bruder sein Erbe nichts gebracht,
außer Kummer und Leid. Denn er verprasste alles bis auf den
letzten Heller und starb in größter Armut. Doch für Iskander
lagen noch Schätze bereit. Das Licht griff ein nach dem der
Vater gestorben war und sorgte dafür das die Platte die den
Zugang verbergen würde, verschlossen blieb bis die
Schicksalsheldin kommen würde um sie zu öffnen. Und das wäre nun
der Fall. Und nur sie alleine wüsste wie sie ihn aufwecken
könnte, diese Frage könnte ihr Black nicht beantworten. Als sie
soweit alles erfahren hatte trat sie abermals an den Sarg und
schob mit aller Kraft die sie hatte den Deckel beiseite. Als er
mit höllischem Scheppern zu Boden fiel sah Enjara in den Sarg
und murmelte. „Also Krach ist es schon mal nicht.“ Dann fuhren
die Seitenwände des Sarges in den Sockel auf dem der Sarg
gestanden hatte ein. Und Iskander lag nun vor ihr. Dann dachte
sich Enjara, was bei Dornröschen funktionierte hatte hilft hier
vielleicht auch. So beugte sie sich über ihn und küsste ihn
sanft auf die Lippen. Und gerade als sie sich von ihm lösen
wollte, spürte sie wie sie umfasst, an ihn gedrückt und der Kuss
recht hart erwidert wurde. Ihre Beine wurden bei dem Kuss wie
Gummi und doch versuchte sich sich zu befreien. Leise hörte sie
Black kichern. Dann riss sie sich los. „Ja bei der Herrin im
Himmel, was war das denn nun?“ dann sah sie in die grünen Augen
von Iskander der sie frech angrinste. „Na das konnte ich mir
doch nicht entgehen lassen.“ Enjara verschlug es die Sprache.
Sie holte einige male tief Luft und brüllte ihn dann an: „Da
komme ich hier her, wo auch immer hier ist, versuche dich zu
retten und das ist der Dank? Ich werde fast vergewaltigt?“
Iskander lachte leise: „Also davon kann ja wohl keine Rede sein,
weil erstens würde ich so etwas niemals tun und zum zweiten hast
du mich ja wohl zuerst geküsst. Und außerdem bin ich nackt und
nicht du. Wo ist meine Kleidung?“ dabei setzte er sich auf und
sah sich um. Das Tuch hielt er dort wo es lag. Er wollte sie nun
nicht noch mehr in Verlegenheit bringen. „Und wieso bin ich
überhaupt hier?“ Während sich Enjara umsah und dann eine Kiste
fand in der wohl seine Kleidung war und sie ihm brachte,
erzählte sie was inzwischen geschehen war, ebenso verheimlichte
sie ihm auch nicht das er eine Ewigkeit bereits hier gelegen
hatte. Als er sich erhob, drehte sie sich um damit er sich
anziehen konnte. Iskander schmunzelte als er das sah. Als sie
sich wieder um wandte sah sie das er nun eine schwarze
Wildlederhose trug und eine passende Weste die vorne offen war.
Dazu ebenso passende schwarze Wildlederstiefel. Er dehnte und
streckte sich und sie konnte genau das Spiel seiner Muskeln
beobachten. „Also gut, was liegt nun an? Und übrigens du hast
einen tollen Hund.“ Enjara nickte: „Das ist Black. Er begleitete
mich. Nun wir müssen für dich das Schwert des Schicksals finden,
doch frag mich nicht wo wir suchen sollen.“ Iskander hielt im
Strecken inne und sah sie an: „Das Schwert des Schicksals? Einen
Moment mal, einer alten Legende zufolge trägt das lediglich der
Held des Schicksals, der begleitet wird von deren Priesterin.“
Enjara deutete auf die Runen die ihre Bluse zierten. „Dreimal
darfste raten was ich bin.“ Er zog leicht die Augenbrauen hoch:
„Ach ja und wo ist das Buch das sie immer bei sich tragen
sollte?“ Enjara deutete nur auf Black. „Dort. Es hat zur Zeit
das Aussehen eines Hundes damit ich es nicht laufend schleppen
muss.“ Dann an Black gerichtet: „Könntest du wohl mal kurz?
Sonst glaubt er es nie und wir stehen in drei Monaten noch
hier.“ Black nickte kurz, verschwamm und einen Moment später lag
das Buch auf dessen Platz. Iskander näherte sich dem Buch
betrachtete es und nickt. „In Ordnung das scheint wohl
tatsächlich zu stimmen.“ Einen Moment später stand wieder Black
an dessen Platz. „Hat dein Buch..........ähm ja, hat Black eine
Idee wo wir suchen müssten? Denn ich weiß ebenso dass das Buch
oft auch Geheimnisse weiß die sonst niemand kennt.“ Beide sahen
nun Black an. „Also gut, schau mal auf deinen Stirnreif, es
trägt das Zeichen der Familie Liones, das war der Nachname von
Jasmins Familie. Ihr müsst also einen Grabstein suchen, der
ebenfalls diesen Namen und das Zeichen trägt, doch muss er nicht
unbedingt auf einem Friedhof zu finden sein. In der Regel
befindet er sich immer in der Nähe wo er gebraucht wird.“ Da
Black für Iskander nur bellte musste Enjara ihm übersetzen was
Black sagte. Iskander nickte. „Wenn der Familienbesitz meiner
Familie noch besteht, denke ich weiß ich, wo wir suchen müssen.
Na dann mal los. Ich habe lange genug geschlafen.“ Nebenbei nahm
er noch zwei Dolche aus der Truhe die seine Kleidung enthalten
hatte und steckte sie in die passenden Halterungen seiner
Stiefel. Dann schnallte er sich noch einen Schwertgürtel um
seine Hüften, mit dem passendem Schwert dazu. Außerdem steckte
er noch einen kleinen Beutel mit Münzen ein. “So ich bin soweit,
kann losgehen.“ Enjara schnappte sich wieder ihren Stab und
ihren Rucksack den Iskander doch merkwürdig betrachtete und ging
los. Gefolgt von Iskander der sich immer mal noch streckte um
seine Muskeln zu lockern und Black. Auf dem Weg fragte Iskander
sie aus, zumindest über die Sachen die sie wusste. Ebenso
betrachtete er sie immer mal wenn sie es nicht bemerkte. Als sie
am späten Nachmittag endlich das Landgut erreichten mussten sie
feststellen das nicht mehr viel davon übrig war. Es war eine
Ruine. Nur einen kurzen Moment hatte Enjara den Schmerz in
Iskanders Augen sehen können, als ihm klar wurde was geschehen
war. Das Land schien ausgestorben. Doch Iskander gab nicht auf,
er sah Enjara an. „Suchen wir die Ruine ab, hier irgendwo wird
der vermaledeite Grabstein sicherlich sein.“ So begann man zu
suchen, selbst Black suchte mit, obwohl er hoffte das die Herrin
des Lichts das nicht mit bekommen würde. Denn er war an sich
nicht darauf ausgerichtet selbstständig groß was zu tun. Doch es
wurde Abend und dunkel und sie hatte noch nichts gefunden.
Iskander kannte das alte Haus und führte so Enjara und Black in
einen kellerartigen Raum. „Hier können wir zumindest die Nacht
verbringen und morgen weiter suchen.“ Enjara packte ihre letzten
Vorräte aus und bot natürlich auch Iskander etwas an. Er griff
auch herzhaft zu. Als sie sich hingelegt hatten, auf einem Bett
aus Stroh, spürte Iskander nach einer Weile das Enjara scheinbar
fror. Er tat so als schliefe er, rückte näher an sie heran und
zog sie an sich um sie zu wärmen. Erst wollte sie sich dagegen
wehren doch dann wurde es ihr wärmer und war dankbar dafür. Und
ihm tat ihre Nähe auch gut, zu spüren das dort jemand war.
So schliefen beide während Black
den nächsten Bericht abgab, das man Iskander geweckt habe und
nun auf der Suche nach dem Stein wäre, das aber damit zu rechnen
wäre das man den wohl am nächsten Tag finden würde. Und in der
fernen Welt begann man alles für die Helden des Schicksals vor
zu bereiten. So sorgte Aurian dafür das in den Räumen die den
Helden zustanden alles in Ordnung wäre, als auch das sie sogar
wieder einen Wasserfall und ein blühendes Plateau hatten. Es war
ihr wichtig das sie sich wohl fühlten. Es würde für die beiden
eh eine großen Kulturschock geben.
Am nächsten Morgen wachte
Iskander auf und spürte Enjara in seinen Armen, er spürte ihre
Wärme und ihren Körper nah an dem seinen. Ihre dünne Seidenbluse
lies nicht viel Spielraum für Fantasie, er hatte fast das Gefühl
ihre Haut zu spüren, vor allem da er eh halbnackt war, mit
seiner offenen Weste. Sie lag mit dem Rücken zu ihm so konnte er
unbemerkt mal an ihrem Haar riechen. Es war lange her das er
körperliche Nähe gespürt hatte. Dann kam Black auf dem Bauch
angekrochen, und knurrte leise, er deutete immer mal mit dem
Kopf zu der Kellertüre hin und knurrte leicht in die Richtung.
Iskander sah ihn an und flüsterte leise: “Hast du Gefahr
gespürt?“ Black nickte, er wusste Iskander würde ihn eh nicht
verstehen wenn er mit ihm reden würde. Vorsichtig erhob sich
Iskander um Enjara nicht zu wecken, zog sein Schwert und schlich
leise zur Türe, vorsichtig sah er nach draußen und sah dort,
einige dunkle Gestalten herum schleichen. Abermals flüsterte er
leise gegen Black: “Weißt du wie viele es sind?“ Black knurrte
viermal leise und Iskander verstand. „Das ist ja richtig unfair,
ich gegen vier. Na dann will ich sie mal willkommen heißen. Pass
du auf Enjara auf.“ Black nickte nur und schlich zu Enjara
zurück. Leise schlich Iskander raus, er hätte jedem Meisterdieb
Ehre gemacht denn er war absolut nicht zu hören. Und ehe die
Gestalten wussten wie ihnen geschah, waren schon zwei von ihnen
tot. Denn Iskander war schnell und eiskalt wenn es darum ging
jemanden zu schützen. Die nächsten beiden versuchten ihn dann
anzugreifen, doch auch hier hatten sie es mit einem Meister des
Schwertes zu tun und ehe sie auch nur schreien konnten waren
auch sie vom Leben in den Tod gebracht worden. Anschließend
untersuchte Iskander die Leichen um eventuell heraus zu bekommen
was sie gewollt hatten. Das einzige das er fand war, einen Plan
vom alten Gutshaus auf dem ein Kreuz war. Leise murmelte er:
„Dann zählen wir doch mal eins und eins zusammen. Wenn das nicht
genau das ist was wir suchen.“ Damit Enjara die Toten nicht zu
Gesicht bekam versteckte er sie kurzerhand, er hatte absolut
kein Mitleid mit ihnen. „Tja Pech gehabt Jungs man sollte eben
nicht versuchen sich mit mir an zu legen.“ Dann erlegte er eben
noch mit einem gezielten Messerwurf einen Hasen und ging mit
seinem Fang zurück zu Enjara. Als er sah das sie noch schlief
sah er Black an: „Sag ihr nichts davon, sie muss es nicht
wissen, es würde sie nur noch nachträglich ängstigen.“ Dann
machte er ein Lagerfeuer und briet den Hasen über dem Feuer,
während er Enjara betrachtete. Sie war schön und anziehend, er
seufzte leise, als er an den Kuss dachte den er ihr gestohlen
hatte, musste aber auch gleichzeitig grinsen als er an ihre doch
recht temperamentvolle Erwiderung darauf dachte. Enjara wurde
von dem knistern des Feuers und dem Geruch von frisch gebratenem
wach. Sie streckte sich und dann sah man wie ihr einfiel wo sie
war, ruckartig setzte sie sich auf um dann in Iskanders Augen zu
blicken, der sie beobachtete. „Ich habe uns einen Hasen erlegt,
ich dachte etwas warmes würde uns gut tun.“ Enjara sah ihn
dankbar an: „Danke, doch ein Bad oder eine Dusche wäre mir
lieber, ich habe das Gefühl langsam beginne ich wie ein Otter zu
stinken.“ Iskander lachte leise. „Nun so schlimm ist es noch
nicht, eher wie ein Otterbaby. Doch sag mal was ist eine
Dusche?“ Da sie an nahm das sie entweder in einer anderen Welt
oder in einer anderen Zeit war, erzählte sie ihm wie es in ihrer
Welt sein würde und erklärte ihm so auch was eine Dusche ist.
Dann sah sie Black an: „Wo genau bin ich, ist es eine andere
Zeit oder sogar eine andere Welt?“ Black antwortete ihr: „So wie
als auch. Ich sagte dir ja wie es mit der Zeit ist, nun hier ist
es so das das Schwert noch seine Berechtigung hat, du würdest
sagen frühes Mittelalter etwa.“ Enjara nickte. Dann war auch der
Hasen fertig und Iskander zerschnitt ihn so das er gerecht
aufgeteilt wurde, dabei sah er Black an, fragte aber Enjara:
„Soll ich ihm auch was geben?“ Enjara schüttelte den Kopf. „Es
ist immer noch ein Buch und Bücher essen nichts.“ Iskander
nickte: „Na ja, bleibt mehr für mich.“ Dann begann er heiß
hungrig zu essen, während Enjara nur ein wenig von dem Hasen aß.
Sie war auch recht schnell satt und als er sah das sie nichts
mehr wollte, fragte er: “Willst du den Rest noch?“ Sie schob ihm
ihren restlichen Teil noch herüber und auch das verputzte er bis
auf die Knochen. Dann räumten sie noch alles wieder weg und
packten zusammen. „Wir sollten weiter.“ Enjara nickte nur.
Iskandar begann sich Sorgen zu machen, sie war heute so anders,
sie schien bedrückt zu sein: „Hast du Heimweh?“ Sie sah ihn an:
„Ein wenig, doch das ist es nicht. Ich fühle mich unwohl,
schmutzig und ich wünschte mir ein wenig mehr Bequemlichkeit,
doch bis ich das wohl wieder bekomme wird es noch etwas dauern.
Erst mal müssen wir dein Schwert finden. Und dann, Black sprach
von etwas Bösen das bekämpft werden muss und das steht dann ja
wohl als nächstes auf dem Plan.“ Iskander nickte verstehend.
„Nun dann suchen wir erst mal den Stein und sehen dann weiter,
wir wissen ja noch nicht was uns erwartet.“ Als sie den Keller
verließen führte er Enjara an den Leichen vorbei, doch so das
sie sie nicht sehen musste, dann tat er so als suche er und ging
dem Plan nach den er bei einem der Schurken gefunden hatte. Dann
rief er : „ich glaube ich habe ihn.“ Sogleich kamen Enjara und
Black angelaufen. Er war gerade dabei den Stein von Gewächsen
frei zu machen. „Ist er das?“ Dabei blickte er Enjara an, sie
betrachtete den Stein sah sich das Zeichen an und den Namen und
nickte. „Die Frage ist nun nur, was sollen wir jetzt tun?"
Enjara überlegte: „Ich habe eine Idee, gib mir mal deine Hand.“
Dann blickte sie Black an, „wirst du auch so mitkommen können
oder soll ich dich als Buch unter den Arm klemmen?“ Doch er gab
keine Antwort statt dessen lag wieder das Buch auf seinem Platz.
Das nahm sie nun auf und klemmte es sich unter den Arm, dann
nahm sie mit der Hand die auch den Stab hielt Iskanders Hand und
legte die freie Hand auf den Stein: „Ich bin Enjara, Heldin des
Schicksals, ich will zum Schwert des Schicksals.“ Und ehe sie
sich versahen gab es einen Lichtblitz und sie standen in einer
spärlich erleuchteten Höhle. Iskander sah sich vorsichtig und
wachsam um. Enjara legte das Buch wieder auf den Boden, doch
nichts geschah. Black kam nicht zurück. So nahm sie es wieder
unter den Arm. Vor ihnen in einer Nische auf der Kopfseite der
Höhle sahen sie einen Altarähnlichen Tisch auf dem eine Truhe
lag. Enjara deutete dort hin. „Schau mal vielleicht finden wir
dort was wir suchen.“ Was sie nicht wussten war das sie
beobachtet wurde, das Aurian, Myrion und Leon in der Nähe
standen und ruhig abwarteten was nun geschehen würde. Myrion
fragte leise Aurian: „Willst du ihnen den Zutritt ermöglichen?“
Aurian nickte: „Ja doch erst mal sollen sie das Schwert an sich
nehmen. Was haltet ihr von Iskander?“ Myrion nickte:“Er scheint
ganz brauchbar zu sein, er hat Ehre und hat auch ein Gefühl
dafür jemanden zu schützen, der Kampf mit den Schurken war schon
nicht schlecht.“ Aurian nickte zufrieden. Iskander und Enjara
gingen langsam auf die Truhe zu. Dort angekommen öffnete
Iskander sie und sah hinein. Es verschlug ihm fast die Sprache.
„Das ist...das ist ein Meisterwerk, solch ein Schwert in den
Händen zu halten ist eine Ehre. Und ich soll dazu ausersehen
sein es zu führen? Das kann nur von Göttern geschmiedet worden
sein, anders ist es nicht denkbar.“ Myrion grinste leicht gen
Leon: „Wenn er wüsste wie recht er damit hat.“ Dann sah sich
Iskander um: „Doch wo ist die Schwertscheide, um es zu tragen?“
Enjara hatte unterdessen den kleinen Eingang gefunden der zu
einem Seitengang führte. „Vielleicht hier irgendwo.“ Iskander
nahm das Schwert andächtig aus der Truhe, als er es umfasste,
änderte sich auch seine Kleidung, seine Weste die er trug bekam
nun ebenso wie Enjaras Bluse, die Runen des Schicksals. Seine
Hose änderte sich nur dahingehend das sie nun unzerstörbar und
Schmutz abweisend wurde. Er nickte leicht als er es bemerkte und
folgte nun Enjara, die bereits dem Gang folgte, rechts und links
konnte man einige Höhlenräume sehen. Ebenso das ein Gang nach
rechts abging, doch Enjara ging an allem vorbei als wüsste sie
wo sie hin müsste. Aurian folgte ihnen mit ihren Löwen. Dann
stand Enjara staunend im Kristallraum und sie sah das Pult an
dem die Schwertscheide lehnte. Sie deutete darauf: „Ich glaube
das ist sie.“ Langsam und ehrfürchtig schritt sie zu dem Pult
und legte das Buch darauf. „Ich glaube das ist wohl dein
angestammter Platz.“ Iskander war ihr gefolgt und nahm nun die
Schwertscheide auf, auch diese war aus Wildleder passend zu
seiner Kleidung und ebenfalls mit den Runen bestickt. Dort schob
er das Schwert hinein und legte es so um das das Schwert auf
seinem Rücken zum ruhen kam. Dann sah auch er sich ehrfürchtig
in der Höhle um. „Wo sind wir hier, und schau mal dort.“ Dabei
deutete er auf den Raum in dem vier Totenbahren standen und trat
vorsichtig näher, auch Enjara folgte ihm und sah in den Raum.
„Ich weiß es nicht, es ist als würden wir an einem Ort sein, an
dem wir eigentlich nichts zu suchen haben und doch, ich denke
das Pult dort ist der Platz an dem das Buch eigentlich gehört.“
Iskander dachte praktisch. „Vielleicht sollten wir uns mal
umsehen wer weiß was es hier noch gibt.“ Enjara nickte und so
folgten sie dem Gang zurück und schauten in die Höhlen zu denen
sie Zutritt hatten. Dort standen Truhen mit den größten
Schätzen, auch Waffen waren dort zu finden und noch einiges
mehr. So folgten sie dem Gang zurück, doch als sie am Ende
ankamen fanden sie den Eingang zu der Höhle in der sie
angekommen waren nicht mehr. Iskander fluchte: „Ich weiß das er
hier war, wir sind nirgendwo abgebogen sondern sind dem Gang
normal wieder zurück gefolgt. Und doch ist die Höhle die zuvor
noch hier war weg.“ So gingen sie abermals in die Richtung der
Kristallhöhle und kamen so auch an den Gang der auf der Mitte
nach rechts weg führte: „Gehen wir mal hier entlang.“ Und als
sie diesem Gang folgten, öffnete sich dort an dem Kopf, die Wand
und glitt zur Seite. Sie betraten wie einst Eric, den Thronsaal.
Dort saß auf dem Thron eine wunderschöne Frau mit schwarzen
langen Haaren: „Seid willkommen ihr habt euch als würdig
erwiesen. Tretet näher.“ Hinter den beiden Helden betraten auf
einmal wie aus dem nichts kommend zwei sehr mächtige Löwen den
Saal. Sie gingen zu dem Thron und legten sich rechts und links
daneben. Die beiden Helden traten näher und knieten sich auf
einem Knie hin und beugten den Kopf: „Herrin des Lichts, ihr
habt uns gerufen. Hier sind wir.“ flüsterte Iskander leise.
„Erhebt euch.“ hörten sie die sanfte Stimme von Aurian. Und als
sie sich erhoben, waren die Löwen aus Stein und hinter den Löwen
standen rechts und links vom Thron zwei Männer. Aurian sah beide
an, ihre strahlend blauen Augen schienen den beiden bis in die
Seele zu schauen. Doch erwiderten sie den Blick aufrichtig und
Aurian nickte. „Mich nennt man allgemein Aurian, Herrin des
Lichts, die beiden neben meinem Thron, sind zum einen Myrion,
mein Gemahl.“ Als sie seinen Namen nannte neigte Myrion nur
leicht den Kopf. „Und zum anderen Leon, mein Geliebter.“ Und
auch Leon neigte wie Myrion es getan hatte leicht den Kopf. Die
Wand hinter dem Thron war geschlossen so das die beiden nicht
hinaus sehen konnten. Nun sah Aurian die beiden ruhig an und
wartete auf deren Reaktion, während Enjara doch ein wenig
schockiert schien, neigte Iskander tief den Kopf um den beiden
seine Ehre zu bezeugen. Myrion und Leon standen wie aus Stein
gemeißelt dort und regten sich keinen Millimeter. Ihr Gesicht
zeigte keinerlei Gefühlsregung. Aurian schmunzelte leicht. „Ich
denke ihr seid erschöpft und fühlt euch womöglich schmutzig. So
wird euch mein Gemahl eure Gemächer zeigen die ihr bewohnen
werdet solltet ihr hier sein. Wenn ihr hungrig oder durstig seid
so reicht es wenn ihr euch wünscht was ihr essen oder trinken
möchtet, ihr werdet dann alles in eurer Küche, soweit man sie so
nennen kann, vorfinden. Ich hoffe ihr fühlt euch hier wohl. Über
euren Auftrag werden wir später sprechen. Nun geht erst mal und
ruht euch aus.“ Damit waren die beiden entlassen, Myrion löste
sich von seinem Platz und bat die beiden ihm zu folgen.

Kapitel 10: Die Helden des
Schicksals

Als Myrion die beiden zu ihren
Räumen führte, sah Iskander ihn immer wieder an. Myrion bemerkte
es. „Kann ich etwas für dich tun?“ Enjara sah nun ebenfalls zu
Myrion, dessen tiefe Stimme sie nun doch verblüffte. Iskander
wusste nicht ob er sagen sollte was er dachte, doch Myrion
nickte ihm nur aufmunternd zu. „Wieso verändert sich die Höhle?
Denn wir fanden den Eingang nicht mehr wieder.“ Myrion lächelte:
“Weil der Eingang nicht mehr benötigt wurde. Die Höhle passt
sich den Bedürfnissen seiner Bewohner an. Mal abgesehen von den
Lagerräumen.“
Durch Myrions freundliche Art
mutig geworden fragte ihn nun auch Enjara: „Sagt Mylord, wäre es
möglich das ….....nun ja ich habe das Buch Black genannt weil es
sich mir auch als Hund zeigte, wäre es also möglich das Black
bei uns bleiben dürfte? Ich habe mich doch recht an ihn, es
gewöhnt.“ Myrion sah sie an und lächelte: „Ich werde Aurian
fragen, wenn sie es gestattet, wird der Zauber der auf dem Buch
liegt entsprechend erweitert.“ Enjara lächelte erfreut. „Danke
Mylord.“ Myrion sah beide an; „Nennt mich nicht Mylord und ich
gehe davon aus das es Leon auch nicht so recht ist, nennt uns
einfach Myrion und Leon.“ Die beiden Helden nickten. „Alles
weitere werdet ihr schon noch erfahren, ruht euch aus, erfrischt
euch etwas und seht euch in den Höhlen um wenn ihr mögt. Nun da
ihr sozusagen hier her gehört, werden sich euch auch andere
Bereiche öffnen, natürlich nicht alle, doch einige mehr schon.“
Myrion lächelte ihnen noch mal zu, dann zeigte er ihnen ihre
Räume, es waren die, die einst auch Jasmin bewohnt hatte und
eine kurze Zeit auch Myrion und Aurian. Sie hatten ein
Schlafzimmer, ein Bad, die kleine Küche und das Wohnzimmer mit
dem Ausgang zum Plateau. Wie man die Wand öffnete zeigte ihnen
Myrion noch. Enjara schaute sich um: „Oh, nur ein Schlafzimmer?“
Myrion sah sie an, dann Iskander: „Braucht ihr ein zweites?“
Iskander lächelte: „Nein das eine wird schon reichen. Denke
ich.“ Enjara sah Iskander an: „Denkst du? Ja meinst du denn ich
gehe mit dir ins Bett?“ Iskander sah Enjara an: “Na warum auch
nicht? Im Keller haben wir auch nahe beieinander geschlafen und
dir ist nichts passiert. Ich werde dir schon nicht zu nahe
kommen, keine Sorge und im Notfall schlafe ich hier im
Wohnzimmer.“ Das war nun Enjara peinlich das Myrion das mit
bekommen musste. Dieser sah von einem zum anderen: „Solltet ihr
ein zweites brauchen sagt Bescheid. Dann wird sich darum
gekümmert.“ Iskander nickte. „Danke.“ Dann verabschiedete sich
Myrion und ging. Er grinste leicht vor sich hin und dachte sich,
na der Junge ist nicht zu beneiden, wenn sie so rum zickt.
Kaum das Myrion gegangen war, sah
Iskander sie ruhig an: „Hast du solche Angst vor mir das du dich
nicht traust mit mir in einem Bett zu schlafen? Zudem das Bett
groß genug ist das da eine ganze Familie rein passt.“ Enjara sah
ihn verlegen an: „Ich habe natürlich keine Angst vor dir, doch
du bist ein Kerl und man weiß ja nie.“ Nun lachte Iskander:
„Also ich sage dir nun was. Sicher bin ich ein Kerl und ich
müsste lügen würde ich behaupten das mir der Kuss nicht gefallen
hat. Und noch mehr würde ich lügen wenn ich behaupten würde du
bist nicht attraktiv und anziehend. Und ich will ehrlich sein,
ja ich mag es dich in meiner Nähe zu spüren, ich fand es schön
morgens neben dir auf zu wachen. Und wenn du es zulassen würdest
würde auch mehr passieren. Doch eben nur wenn du es zulassen
würdest, ansonsten musst du bei mir keine Sorge haben, ich werde
nichts tun was du nicht willst. Dennoch werde ich es versuchen
und da bringt dir ein zweites Schlafzimmer auch nicht viel.“ Das
waren klare Worte und Enjara sah ihn überrascht an. Sie hatte
ihn ja schon attraktiv gefunden als sie ihn nur als Statue sah
und sie gestand sich auch ehrlich ein, das er sie anzog. Doch
sie wollte auch nicht da stehen, als wäre sie leicht zu haben.
Sie nickte: „Ich nehme jetzt erst mal ein Bad, damit ich mich
wieder wohl fühle.“ Iskander konnte es nicht lassen und grinste:
“Soll ich dir den Rücken waschen? Oder wir könnten auch zusammen
baden.“ Als Enjara schnell floh und im Bad verschwand lachte er
leise. Iskander legte erst mal seine Schwerter ab und auch seine
Weste, dann betrat er das kleine blühende Plateau, als er den
Wasserfall sah murmelte er: „Wer braucht schon eine Dusche, wenn
man das hier hat.“ Am Wasserfall angekommen zog er auch den Rest
aus und betrat den kleinen Teich, am Rand des Teiches wuchs
Seifenkraut, wovon er sich etwas nahm und sich dann unter den
recht sanften Wasserfall stellte sich mit dem Kraut ein rieb und
sich wusch. Er dachte über die Ereignisse nach. Er war nicht der
Typ der vergangenem nach weinte. Doch tat es ihm schon weh,
seine Vergangenheit wie sein Elternhaus so zerfallen zu sehen.
Dann zuckte er die Schultern. Er überlegte, das die Schurken die
er erwischt hatte, den Plan hatten wo man den Stein finden
konnte, was also bedeutete das sie ebenso auf der Suche danach
gewesen waren, und das man um die Ruine rumschlich konnte nur
eines bedeuten. Das die irgendetwas vor gehabt hatten, das er
wohl gerade eben noch so verhindert hatte. Aber wo vier waren
konnten auch noch mehr sein. Ob das mit dem Auftrag zusammen
hing, den die Herrin für sie hatte? Dann dachte er an Aurian,
ihm war klar das sie für ihn viel zu hoch hing, was aber nicht
hieß das er sie nicht attraktiv fand und würde man ihm die
Gelegenheit geben, er wäre nicht abgeneigt. Er spürte das von
ihr eine ungeheure Sinnlichkeit ausging und konnte verstehen das
die beiden Männer scharf auf sie waren. Er schmunzelte als er an
Enjaras schockiertes Gesicht dachte, als die Herrin Leon
freimütig als ihren Liebhaber vorstellte. Er selber fand daran
nichts verwerfliches solange auch ihr Gemahl damit klar kam und
das er es kam hatte man ja deutlich gesehen. Dann dachte er an
Enjara, ihr Verhalten deutete darauf hin, das sich ihr noch kein
Mann genähert, das sie scheinbar noch bei keinem Mann gelegen
hatte. Er gedachte das zu ändern, er ahnte zwar das es eine
harte Nuss werden würde, aber er dachte auch nicht daran auf zu
geben. Er musste halt nur vorsichtig sein, damit er sie nicht
wie ein Reh verschreckte. Während er so nach dachte, saß auch
Enjara in ihrem Schaumbad und genoss es. Sie dachte ebenso über
die Ereignisse nach. Doch das die Göttin und dafür hielt sie
Aurian, mit zwei Männern schlief fand sie schon schockierend,
denn als höchstes Wesen sollte man doch über solchen Dingen
stehen. Anderseits dachte sie auch, wer weiß wieso sie es tut,
wird wohl seinen Grund haben. Dann dachte sie an die beiden
Männer die neben dem Thron gestanden hatten und stellte fest das
sie sehr attraktiv waren. Dann glitten ihre Gedanken zu Iskander.
Sein Kuss den er ihr geraubt hatte, hatte sie zweifellos schwach
gemacht. Und sie wusste würde er mehr wollen, würde sie
….....Sie rief sich selbst zur Ordnung. Sie ahnte ja nicht das
er glaubte das sie noch keine Erfahrungen hatte. Doch in ihrer
modernen Zeit, hatte man keine Probleme damit auch unverheiratet
mit einander ins Bett zu gehen. So das sie auch ihre ersten
Erfahrungen gemacht hatte. Iskander war ein Krieger, das war ihr
klar geworden als er so ruhig seine Dolche einsteckte und sein
Schwert umlegte.
Kurze Zeit später stieg sie aus
der Wanne, trocknete sich ab und fühlte sich gleich viel besser.
Als sie den Wohnraum betrat, sah sie in einer Ecke des Raumes
Iskanders Schwerter und seine Weste. Dann kratzte etwas an der
Türe und sie ging um sie zu öffnen und als sie heraus sah, stand
auf einmal Black vor ihr. „oh das ist ja toll, da bist du ja
wieder.“ Sie bückte sich und drückte Black kurz. Er lies es
ruhig über sich ergehen: „Ja die Herrin hat den Zauber der auf
mir liegt erweitert, so das ich nun auch hier dieses Aussehen
annehmen kann.“ Anschließend trabte er an ihr vorbei. Dann
betraten sie gemeinsam das Plateau. Dort sah sie Iskander unter
dem Wasserfall stehen, sie trat näher. Doch als sie sah das er
komplett nackt war, wollte sie sich erst abwenden, doch dann
betrachtete sie ihn. Er sah sie ebenfalls an und musste nun doch
grinsen, denn so wie sie da stand und das Sonnenlicht auf sie
fiel, bemerkte er das man durch ihre Seidenbluse durch sehen
konnte wenn das Sonnenlicht leicht von der Seite kam und er sah
was es darunter zu sehen gab. Dann verließ er den Wasserfall und
ging langsam auf sie zu. Enjara war schon drauf und dran wieder
zu flüchten, als er auf sie zu kam, blieb aber dann doch stehen.
Vermied es aber tiefer zu sehen. Wenn sie nun an nahm das er sie
an sich ziehen würde, so täuschte sie sich, sondern er grinste
sie nur weiterhin an und flüsterte ihr zu: „Deine Bluse ist,
wenn die Sonne sie von der Seite bescheint, leicht durchsichtig
und mir gefällt was ich da gesehen habe.“ Black war unterdessen
los gelaufen und brachte nun ein Handtuch für Iskander. Dieser
beobachtete nun Enjaras Reaktion und sah das sie blutrot im
Gesicht wurde, sich umdrehte und ins Wohnzimmer lief. Leise
lachte er ihr hinter her. Dann nahm er von Black dankend das
Handtuch, trocknete sich ab und band es sich anschließend um die
Hüfte. Er sah Black an: „Sie ist wie eine Mimose, ebenso
schamhaft. Aber das kriege ich schon aus ihr heraus. Es ist doch
erlaubt, oder? Ich meine nicht das sie jungfräulich bleiben muss
oder so, als Priesterin.“ Black dachte nach, dann benutzte er
seine Pfote um in den Boden zu schreiben, „Sie ist keine
Jungfrau mehr.“ Iskander schaute was er da geschrieben hatte und
lachte dann. „na um so besser. Du bist schlau, weißt du das?“
Black nickte. Dann schnappte sich Iskander seine Hose und
Stiefel und folgte Enjara in das Wohnzimmer. Diese stand in der
Küche und belud ein Tablett mit Fleisch, Brot, guter Butter, als
auch Kaffee und Tee, und was sonst noch dazu gehörte. Das trug
sie dann zum Tisch: “Ich dachte wir könnten etwas essen.“ Dabei
traute sie sich nicht in Iskanders grinsendes Gesicht zu sehen.
Es war ihr peinlich, das er tatsächlich gesehen hatte das sie
nichts unter ihrer Bluse trug. Doch hatte sie auch nichts
gefunden was sie darunter anziehen hätte können, nicht mal wie
im Mittelalter üblich, ein Leibchen. Obwohl sie das
wahrscheinlich eh nicht angezogen hätte. Sie sah Black an:
„Könnte ich wohl ein anderes Oberteil bekommen? Ich meine
vielleicht eine Korsage oder so was.“ Black sah sie an: „Warum
nicht gleich einen Rollkragenpullover? Aber gut, wünsche es dir
einfach und es wird sich ändern.“ Einen Moment später trug sie
eine Korsage, die allerdings nun ihren Busen noch weiter hervor
hob. Iskander beobachtete sie während er sich schon wieder
seinen Teller voll packte und zu essen begann. Er grinste still
in sich hinein und sah ihr auf den nun hervorgehobenen
Brustansatz. “Gefällt mir.“ :nuschelte er. Sie sah Iskander an,
ihn schien nichts aus der Ruhe zu bringen. Dann legte sie sich
selber auch etwas auf den Teller und aß ebenfalls. Die
Kleiderfrage würde sie später klären. Als sie später ins Bett
ging, kam das nächste Problem, was sollte sie im Bett anziehen.
Nur langsam wurde es ihr selber zu albern, so zog sie sich
einfach aus und schlüpfte schnell unter die Decke. Als kurz
darauf auch Iskander erschien und sie hörte das er sich
ebenfalls auszog, tat sie so als schliefe sie. Iskander hatte
bemerkt das sie noch nicht schlief, denn ihr Atem war dafür noch
zu unregelmäßig, doch ließ er sich nichts anmerken, glitt
ebenfalls unter die Decke und rutschte zu ihr, wobei er schnell
merkte das sie nackt war, legte einen Arm um sie und zog sie an
sich, so das sie mit ihrem Rücken an seiner Brust lag. Er
grinste, es gab nun nur zwei Möglichkeiten, entweder sie
entlarvte sich selber das sie geschauspielert hatte und würde
aus dem Bett springen oder sie würde es zulassen. Als sie aber
ruhig liegen blieb, verbuchte er das auf seiner Habenseite.
Iskander hatte lediglich den Arm um sie liegen und die Hand auf
das Bett gelegt, er fasste sie nicht an. Und auch Enjara merkte
das er sehr rücksichtsvoll war, doch spürte sie auch seine
muskulöse Brust in ihrem Rücken und es fiel ihr schwer ihren
Atem im Zaum zu halten, um sich nicht zu verraten. Die Fantasie
ging fast mit ihr durch, als sie sich vorstellte was er alles
mit ihr machen könnte. Doch er tat nichts. Er lag nur ruhig
hinter ihr. Als sie merkte das sie ihm vertrauen konnte
entspannte sie sich. Und schlief kurz darauf auch ein. Iskander
fand es einfach nur schön, das sie bei ihm lag, natürlich
wünschte er sich das es mehr wäre, doch erst mal war er auch
zufrieden das sie nicht schreiend aus dem Bett gesprungen war
oder ihn von sich gestoßen hatte.
Als der Morgen kam und Iskander
wach wurde lag er auf dem Rücken und Enjara mit ihrem Kopf auf
seinem Arm und an ihn geschmiegt, mit einem Arm über seiner
Brust. Er hatte seinen Arm um sie liegen, sanft sah er sie an
und drückte sie sachte noch ein wenig mehr an sich. Er roch
ihren Duft und fühlte ihre Nähe. Es fiel ihm nicht leicht sich
zu beherrschen, doch das Training in seiner Jugend hatte ihn
Beherrschung gelehrt. Als er spürte das sie wohl erwachte
schloss er schnell seine Augen, er war auf ihre Reaktion
gespannt wenn sie die Situation erfassen würde. Doch sie blieb
liegen und so öffnete er die Augen wieder und sah sie an. Sie
sprachen kein Wort, dann stützte er sich ihr zugewendet auf den
Arm auf dem sie lag und richtete sich ein wenig auf, langsam
beugte er sich über sie, sie sachte auf den Rücken drehend. Und
ehe sich Enjara versah spürte sie schon seine Lippen auf den
ihren. Als Enjara wach wurde und sah was geschehen war,
überlegte sie schnell, sollte sie nun aus dem Bett flüchten oder
es drauf ankommen lassen. Doch da sie am Abend eh schon darüber
nach gedacht hatte was passieren könnte, blieb sie liegen. Und
als er sie nun sanft küsste, umschlangen ihn ihre Arme und sie
erwiderte den Kuss. Sein Kuss wurde fordernder, nun erst ließ er
erst seine Hand an ihrem Körper entlang gleiten und streichelte
sie. Und auch Enjara begann ihn sanft zu streicheln. Sie
erforschte seinen Körper langsam wie er es auch tat. Doch als
sie tiefer strich und kurz versehentlich seine männlichkeit
berührte war es um Iskander geschehen. Nun presste er sie tief
mit seinem Körper in das Bett löste den Kuss und flüsterte
atemlos: „Ich will dich, sag ja und weise mich jetzt nicht ab.“
Enjara konnte nichts sagen doch sie stöhnte leise auf und
nickte. Nun legte Iskander erst richtig los und testete auch ob
sie schon soweit war, sie drückte sich an ihn und als er merkte
sie war soweit nahm er sie sich, Enjara stöhnte dabei laut auf.
Alles was sie sich am Abend zuvor vorgestellt hatte wurde wahr.
Er war ein zärtlicher und auch leidenschaftlicher Liebhaber. Er
gab ihr was sie brauchte, so wie er sich nahm was er wollte. Und
als sie nach einer ganzen Weile noch atemlos nebeneinander
lagen, und er sie ihm Arm fest an sich gedrückt hielt sah er sie
an und hauchte: „Du hast mich gerade sehr glücklich gemacht.“
Und als er ihre funkelnden Augen sah wusste er das es ihr nicht
anders erging, auch ohne das sie was sagte.
Aurian ging auf ihrem Plateau auf
und ab: „Und ihr denkt das es klappen wird? Seid ihr sicher?“
Myrion der lässig auf einem Stuhl saß, die Füße auf der
Balustrade hatte und mit dem Stuhl wippte, nickte: „Ich bin mir
sicher, er wird keine Probleme machen und ich schätze ihn auch
so ein das er sie nicht lange in Ruhe lassen wird. Sie zickte
zwar gestern eine weile herum, er macht mir aber den Eindruck
das er erstens genau weiß was er will und zweitens ebenso weiß
wie er es bekommen kann. Also ich denke in absehbarer Zeit
werden wir haben was wir brauchen. Bis dahin könntest du ihnen
erst mal den Auftrag geben mit dem Gelumpe auf seinem ehemaligen
Gutsgelände auf zu räumen. Die werden langsam lästig.“ Leon der
an der Balustrade lehnte zuckte nur die Schultern: „Ich kann
dazu nicht viel sagen.“ Aurian nickte: „Na gut warten wir mal
ab. “Myrion setzte sich auf, „ich werde schon mal beginnen das
nächste Schwert zu schmieden.“ Dann sah er Leon an. „Kommst du
mit? Ich denke die Klänge aus der Schmiede werden Iskander
anlocken und wir können ihn mal ein bisschen aushorchen.“ Leon
nickte. So erhob sich auch Myrion und als er an Aurian vorbei
ging küsste er sie noch mal heiß: „Mach dir nicht so viele
Gedanken. Er ist durch und durch ein Kerl und sie wird ihm nicht
lange widerstehen können.“ Auch Leon als er an Aurian vorbei
ging gab ihr noch einen kurzen aber leidenschaftlichen Kuss. „Er
hat recht.“ Dann waren die beiden Männer verschwunden und kurze
Zeit später hörte man wieder die gleichmäßigen Klänge des
Hammers der auf den Amboss schlug.
Das hörte auch Iskander der mit
Enjara nun im Wohnzimmer saß. Seine Weste hatte er nicht wieder
angezogen sondern trug nur Hose und Stiefel. Black lag vor ihren
Füßen, er sah auf und an Enjara gerichtet: „Wir sollten mal in
den Kristallraum gehen, die Herrin erwartet mich dort.“ Enjara
nickte und sagte Iskander was Black gesagt hatte, dieser war nun
nicht gerade böse darüber und meinte nur das er dann mal schauen
könnte wo die Schmiedeklänge her kämen. So machte sich Enjana
auf zur Kristallhöhle und Iskander würde die Schmiede suchen
gehen.


