Kapitel 8: Enjara


 

Sie hatte nun schon den ganzen Vormittag in der Bibliothek verbracht, wie so oft in den letzten Wochen. Sie war Archäologin und war immer auf der Suche nach alten Artefakten oder vergrabenen Schätzen. Sie hoffte immer mal noch auf ein Geheimnis zu stoßen das sonst noch keiner entdeckt hatte. Ihr Volk betete die Herrin des Lichts an und die Priesterinnen der Herrin behaupteten immer, das sie das höchste Wesen im Universum sei. Doch das konnte Enjara nicht glauben. Wie konnte es ein höchstes Wesen geben? Also bisher hatte sich noch keines bei ihr Blicken lassen. Und ihre Gebete hat bislang auch keiner erhört. Also fehlte ihr der Glaube. Inzwischen kannte sie die Regale die sie laufend absuchte auswendig, doch an diesem Tag sollte es anders sein. Als sie wieder mal an den ihr nun schon vertrauten Regalen entlang ging fiel ihr ein besonderes Buch auf. Sie schaute noch mal die Bücher rechts und links daneben an und murmelte leise: “Das kann doch nicht sein, spinne ich jetzt oder was? Also das Buch hat noch nie hier gestanden.“ Doch neugierig geworden nahm sie es aus dem Regal und schaute auf den Einband und las dort in goldener Schrift geschrieben: Buch des Schicksals. Sie nahm das Buch und ging damit zur Bibliothekarin um zu fragen seit wann das Buch da wäre, da es gestern noch nicht im Regal gestanden hatte. Doch die Bibliothekarin antwortete ihr nur, nach einem kurzen Blick darauf: „Das ist nicht aus unserer Bibliothek, sie können es gerne mitnehmen.Muss wohl jemand vergessen haben.“ Das Buch war recht groß und auch entsprechend dick so das sich Enjara dachte, wenn es niemandem gehört nehme ich es mit, mal sehen was darin steht. Denn bei dem Umfang werde ich es hier und heute eh nicht ganz lesen können. Also packte sie es ein und machte sich auf den Weg nach Hause. Unterwegs kaufte sie noch etwas ein, um Ruhe zum lesen zu haben und nicht noch mal raus zu müssen. Zu Hause machte sie sich noch schnell etwas zu essen und setzte sich dann mit einer frischen Tasse Tee in ihren Lesesessel. Dann schlug sie das Buch auf und als sie die erste Zeile las hätte sie das Buch fast wieder weg geworfen, denn was dort stand erschreckte sie fast zu Tode. Dort konnte sie lesen:

Hallo Enjara, ich bin das Buch des Schicksals, ausgesendet von der Herrin des Lichts um ihre Helden zu rekrutieren. Und sie hat einen Auftrag für dich. Du suchst nach einem Geheimnis? Ich kann dir eines verschaffen das außer dir noch keiner kennt. Wenn du dazu bereit bist so lege deine Hand auf die Schrift des Einbandes und ich werde dir sagen wohin du dich begeben musst. Deine Mission ist sehr wichtig, du wirst den einzigen Helden retten müssen der das Schwert des Schicksals führen kann. Mit ihm zusammen wirst du dann das Böse vernichten und vielleicht dein Glück finden.

Als Enjara weiter blätterte stellte sie fest das alle anderen Seiten leer waren. Lediglich auf der ersten Seite standen die Sätze die sie schon gelesen hatte. Sie legte das Buch zur Seite und dachte nach. Ein Buch das ihren Namen wusste? Das ihre geheimsten Wünsche kannte? Wie konnte das sein? Einerseits wollte sie schon gerne wissen wie es weiter ging, andererseits sollte sie sich eventuell erst mal erkundigen was es mit diesem Buch auf sich hatte. Da hier von der Herrin des Lichts die Rede war, würde sie vielleicht in deren Tempel mehr über das Buch erfahren können.

So begab sie sich am nächsten Morgen in den Tempel des Lichts um dort eine der Priesterinnen zu fragen ob sie etwas wüssten. Man empfing sie sehr freundlich und als sie fragte ob man schon mal was vom Buch des Schicksals gehört hätte, erklärte man ihr was es damit auf sich habe. Und das dieses Buch bisher noch nie jemand gesehen hatte. So das man an nahm das es lediglich eine Legende sei. Doch sollte es das Buch geben, würde es seinem Besitzer sämtliche Geheimnisse die es gab offenbaren. Man drückte ihr zum Abschied noch eins der Bücher in die Hand in dem von den Geistern der Ewigkeit als auch der Herrin des Lichts und ihren beiden Löwen die Rede war. Enjara hatte Zeit ihres Lebens nie an höhere Wesen oder Götter geglaubt, doch sagte sie sich das sie als Archäologin allem aufgeschlossen gegenüber sein sollte.

Als sie später wieder zu Hause war, sah sie immer mal auf das Buch, sie war hin und her gerissen. Doch dann siegte die Neugier und sie setzte sich und legte wie das Buch es verlangte, die Hand auf die goldene Schrift. Als sie nun in das Buch sah, waren die ersten Seiten gefüllt. Dort stand das sie nicht weit zu laufen brauchte Sondern im nahe gelegenen Wald dort wo es Felsen gab eine Höhle zu finden war. Eine Wegbeschreibung war ebenfalls im Text angegeben. Sie dachte nur, und wie soll ich diesen dicken Wälzer mit mir herum schleppen? Das ist doch unmöglich. Doch kaum hatte sie den Gedanken zu Ende gedacht, konnte sie sehen wie ein neuer Abschnitt in dem Buch erschien.

Es ist mir möglich mich zu verwandeln und ich könnte mit dir reden. Vielleicht ein Hund? Dann könnte ich auch selber laufen und dir folgen.

Enjara begann langsam an ihrem Verstand zu zweifeln. Das konnte doch unmöglich war sein. Sie legte das Buch auf den Boden, nickte und sagte laut: „Ja aber ein großer Hund ich will schließlich nicht auf dich drauf treten,“ kaum hatte sie es ausgesprochen begann das Buch zu verschwimmen und kurze Zeit später stand eine große schwarze Dogge vor ihr und sah sie an. Sie sah den Hund an und konnte es nicht glauben: „Wenn ich das jemandem erzähle sperrt man mich ein.“ Leise antwortete der Hund: „Dann erzähl es eben niemanden. Du solltest jetzt lieber packen was du brauchst, vielleicht ein wenig Proviant und vernünftige Kleidung um eine Höhle zu inspizieren.“ Enjara konnte es immer noch nicht glauben und als der Hund zu sprechen begann, glaubte sie schon selber das sie verrückt würde. Doch begann sie nun einiges ein zu packen, ihr Rucksack füllte sich: „Musst du auch essen? Also ich meine muss ich für dich auch etwas einpacken?“ Der Hund schaute sie an: “Enjara vergiss mal mein Aussehen, ich bin immer noch ein Buch und hast du je erlebt das ein Buch etwas zu essen braucht?“ Enjara sah den Hund an: „Nun wenn du so fragst ich habe auch noch nie ein Buch gesehen das meinen Namen kennt oder sich verwandeln kann, also von daher, hätte es ja sein können. Und wie soll ich dich eigentlich nennen, ich meine immer „hallo Hund“ zu sagen ist doch auch doof. Oh ich habs ich nenne dich Black, ist das in Ordnung für dich?“ Der Hund nickte, so hatte er nun auch einen Namen und es konnte los gehen. Als Enjana ihn genauer betrachtete sah sie das er ein goldenes Halsband trug. Sie nahm an das es die Schrift vom Einband war die er da sozusagen um den Hals trug. „Ach und ehe ich es vergesse, du kannst mich zwar verstehen, doch andere werden nur ein gewöhnliches bellen vernehmen.“ Enjara nickte: „Gut zu wissen. Nun wollen wir mal.“ So verließen die beiden das Haus und machten sich auf den Weg. Kaum eine Stunde später standen sie vor einem Höhleneingang. „Ich frage mich wieso den noch keiner entdeckt hat. Sicher man musste etwas Gestrüpp beiseite räumen und dennoch.“ Leise antwortete Black. „Das Licht geht eben seine eigenen Wege, was weiß ich warum man ihn bisher nicht fand, doch wir müssen weiter. Hast du ein Licht dabei? Nicht das du noch fällst und dich verletzt.“ Enjara nickte kramte in ihrem Rucksack und holte eine Taschenlampe heraus. „Doch sag mal um was für einen Helden handelt es sich eigentlich, den ich da befreien soll? Und sieht er gut aus?“ „Er heisst Iskander und liegt schon seit einigen hundert Jahren in einem Todesschlaf, wir warteten nur darauf das jemand geboren wurde, dem wir diese wichtige Aufgabe anvertrauen konnten und ich dachte du bist genau die richtige dafür.“ Ironisch kam von Enjara: „Welch eine Ehre.“ „Und ob er gut aussieht, das liegt wohl im Auge des Betrachters, für mich seht ihr Menschen alle gleich aus.“ Enjara nickte und krabbelte von Black gefolgt in die Höhle, dort stand sie dann in einem Gang, und als sie die Taschenlampe anmachte sah sie auch einige Türen rechts und links des Ganges. „Das wird ja immer besser. Ist das vielleicht eine alte vergessene Militärbasis oder sowas? Denn Türen in einer Höhle sind schon merkwürdig.“ Black sagte dazu nichts: „Geh mal auf die dritte Türe links zu, dort müssen wir rein.“ Also tat sie was er sagte, als sie an der Türe ankamen betrachtete sie das Bildnis das sich darauf befand, dort war eine Frau zu sehen, die rechts und links von zwei Löwen mit beachtlicher Größe begleitet wurde. „Ist sie das? Ist das die Herrin des Lichts?“ Black nickte: „Ja das ist sie.“ Unter dem Bildnis war ein altes Rätsel zu lesen, sie dachte nach, das Rätsel kam ihr bekannt vor, das hatte sie schon als Kind gut lösen können und dann sprach sie die Lösung aus, als sie ihr wieder einfiel und die Türe öffnete sich. Dann betraten die beiden den Raum der sich dahinter befand. Kaum hatten sie ihn betreten flackerten an den Wänden Fackeln auf und die Türe schloss sich hinter ihr mit einem lauten Knall. Enjara erschrak und rüttelte an der Türe, doch sie öffnete sich nicht mehr. Sie wendete sich dann mit einem Schulterzucken um und sah sich in der Höhle um. „Schau mal dort auf der rechten Seite, siehst du den Stab mit der über großen Perle darauf? Der ist für dich. Denn dort wo wir hingehen werden, wird deine Taschenlampe nicht funktionieren. Du kannst also deinen ganzen neu modischen Kram wie Handy oder ähnliches hier lassen. Der Stab hat einige Funktionen, zum einen wird er dir Licht machen wenn du welches benötigst, zum zweiten kannst du dich mit ihm verteidigen wenn du in Gefahr gerätst denn er sendet Licht aus um alles was vom Wesen her dunkel ist zu vernichten. Er trägt Magie in sich. Weitere Funktionen erkläre ich dir wenn es nötig ist. Und dann sieh daneben die kleine Schachtel dort liegt ein Stirnreif drin, es wurde einst von Jasmin getragen, es hat ebenfalls Magie, doch diese ist anders, mit dem Stirnreif wirst du selber Magie anwenden können. Hast du es einmal aufgesetzt und den Stab an dich genommen gibt es keinen Weg mehr zurück, in dem Moment bist du eine Heldin des Schicksals.“ Und er begann ihr zu erzählen was die Aufgaben der Helden des Schicksals sein würden, das sie für das Licht kämpfen und um Fehler die gemacht worden waren, in Ordnung zu bringen. Und das sie nicht alleine sein würde, sondern das der Held den sie befreien sollte ihren Weg begleiten würde. “Iskander ist stark und von guter Gesinnung. Er wird das Schwert des Schicksals tragen das ihr allerdings auch erst finden müsst. Überlege also gut, du würdest dein Leben wie du es bisher kennst aufgeben müssen, mehr oder weniger.“ Enjara setzte sich auf eine der Kisten die dort standen und sah sich den Stab und den Stirnreif an. Sie überlegte, was hatte sie denn schon? Ihre Eltern waren seid Jahren tot, einen Freund hatte sie nicht. Und war das nicht genau das, wonach sie gesucht hatte? Ein Leben mit Abenteuern, etwas das sonst keiner hatte? Sie sah Black an: „Wer war Jasmin?“ „ Nun Jasmin war deine Vorgängerin, sie war mutig und stark. Sie hatte einen Fluch gelöst und eine ganze Stadt gerettet und noch einige andere Dinge vollbracht. Doch nun ist sie tot, das ist schon einige Zeit her, also zumindest die Zeit die man hier rechnet.“ Enjara nickte. „Wie man sie hier rechnet? Gibt es denn noch eine andere Zeit?“ Abermals antwortete ihr Black: „Ja wie dir vielleicht bekannt ist gibt es viele Welten im Universum und nicht überall läuft die Zeit gleich ab. Auf der einen langsamer auf der anderen schneller.“ Enjara sah Black fragend an: „Also 24 Stunden sind 24 Stunden, da gibt es nichts dran zu rütteln.“ Black nickte: „Das ist schon richtig, doch wenn hier ein Tag vergeht, der seine 24 Stunden hat, könnte auf einer anderen Welt ein Monat vergehen, wo die Tage auch 24 Stunden haben und doch würde es ein Monat sein. Zeit ist relativ, aber genaueres könnte dir höchstens Väterchen Zeit erklären.“ Enjara sah Black an: „Ich frage jetzt nicht wer Väterchen Zeit ist. Das ganze verwirrt mich eh schon. Also kümmern wir uns erst mal um Iskander und dann sehen wir weiter.“ Sie hatte sich entschieden, das ganze machte sie neugierig und sie war zudem gespannt auf diesen Iskander. So nahm sie den Stab und den Stirnreif an sich. Kaum hatte sie das getan, änderte sich ihre Kleidung, sie trug auf einmal ein weißes langes Kleid auf dem die Runen des Schicksals gestickt waren. Black sah sie an, „Wenn dir eine Hose lieber ist so ist das auch möglich.“ Enjara schaute sich um und als sie einen alten Spiegel in einer Ecke stehen sah trat sie auf ihn zu, sie befreite ihn vom Staub und sah sich an. Sie hatte ein zartes Gesicht, helle Haut und blondes Haar umrahmte schulterlang ihr Gesicht. Sie sah mit dem Kleid aus, wie eine Gestalt aus den Märchenbüchern die sie als Kind immer gelesen hatte. Sie nickte. „Vielleicht eine Hose und eine Bluse, das wäre mir lieber.“ Dann konnte sie im Spiegel beobachten wie sich abermals die Kleidung veränderte. Nun waren die Runen auf der weißen Seidenbluse die sie nun trug zu sehen. Ihre Hose bestand nun aus weißem Samt. Es sah recht edel aus. „Und keine Sorge, deine Kleidung ist Schmutz abweisend, sie wird nie schmutzig und kaputt geht sie auch nicht. Du bist nun etwas besonderes und Zeit hat für dich keine Bedeutung mehr. Du wirst auch in 50 Jahren noch so aussehen wie jetzt.“ Enjara sah Black an: „Heißt das ich bin unsterblich? Und wenn ja, wie konnte Jasmin dann sterben?“ Black saß vor ihr und sah sie an: „Einerseits bist du unsterblich, doch andererseits könnte irgendwann der Tag kommen wo du deinen Frieden möchtest, so war es bei Jasmin und in dem Fall kannst du auch sterben. Und in diesem Fall würde ich wieder aus geschickt werden deine Nachfolgerin zu suchen, so wie ich jetzt dich suchte und fand. Doch bis dahin, werde ich dich begleiten und dich unterstützen wo ich kann, so ist mein Auftrag. Anhand der Runen auf deiner Kleidung wird man dich in allen Welten als Heldin des Schicksals erkennen. Mal abgesehen davon das sie dich auch schützen werden vor fremden Zaubern.“ Enjana betrachtete sich noch mal im Spiegel und nickte. Sie sah Black an und überlegte wie sich in nur zwei Tagen ihr Leben so drastisch ändern konnte. Doch irgendwie machte sich auch Aufregung breit, sie freute sich endlich ein Ziel zu haben. Nicht mehr die Archäologin zu sein die mit ihrer Nase in den Büchern hing und eigentlich keine richtige Zukunftsperspektive hatte. „Also gut, wo müssen wir nun lang, die Türe ist zu ich kann nicht mehr zurück.“ Black erhob sich und lief vor, bis er vor einer Wand stehen blieb die mit einem Vorhang verdeckt war. „Zieh den Vorhang herab.“ Enjara tat was er sagte und ein Bild das die gesamte Fläche einnahm die zuvor der Vorhang verdeckt hatte, erschien darunter. Sie sah Black fragend an: „Und nun?“ „Sieh dir das Bild genau an was siehst du?“ Enjana schaute es sich an. „Nun dort ist eine große Statue auf einem Sockel zu sehen und darum herum Wiese und Wald und ein Weg der scheinbar direkt vor uns endet.“ Black nickte: „Betritt den Weg, tritt in das Bild ein.“ Enjara sah ihn an, doch vertraute sie ihm und so machte sie einen Schritt auf das Bild zu und tatsächlich sie konnte in das Bild eintreten. Black folgte ihr wie bisher auch. Als sie hinter sich sah, war dort keine Mauer mehr zu sehen. Langsam ging sie den Weg entlang, sie hörte Vögel zwitschern und es roch nach frischem Gras. Und nach kurzer Zeit stand sie vor der Statue die auf einem mannshohen Sockel stand. Sie betrachtete die Statue und es entfuhr ihr: „Herrin im Himmel der sieht ja klasse aus. Das ist ja ein Adonis. Wer ist das?“ Black grinste, was bei ihm ein wenig eigenartig aussah, da es eher wie das fletschen von Zähnen anmutete. „Das ist Iskander, das heißt ein Abbild von ihm. Er gefällt dir also?“ Sie nickte heftig. „Und das wird mein Begleiter sein auf meinem Weg? Also alleine für den Kerl hat es sich schon gelohnt, mein altes Leben zu verlassen.“ Enjara setzte sich ins Gras gerade soweit entfernt das sie die Statue noch ansehen konnte. Black legte sich neben sie und sah sie fragend an, in dem er den Kopf leicht schief legte. Enjara packte einige Vorräte aus und begann zu essen, dabei betrachtete sie die Statue weiterhin. „Wie ischt dasch mit dem Begleiter gemeint? Scho eine Art Beschütscher? Oder wie?“ Black lachte leise. „Iss erst mal so verstehe ich ja kein Wort.“

Kapitel 9: Iskander


 

Nachdem Enjara aufgegessen hatte, fragte sie nun noch mal, sich die letzten Krümel ihres Brotes vom Mund abwischend. „Also wie ist das mit dem Begleiter gemeint, so als Beschützer oder was?“

„Was er für dich sein wird liegt alleine bei dir und ihm. Ob ihr nur Freunde sein werdet, ob er lediglich dein Beschützer sein wird oder ob es tiefer geht. Darauf haben wir keinen Einfluss, das liegt ganz alleine an euch beiden. Doch sollten wir mal langsam weiter es wird bald dunkel und du brauchst einen Platz zum schlafen.“ Enjara nickte: „Also gut wo muss ich hin?“ Black lief wieder zu dem Sockel und Enjara folgte ihm. „Siehst du diese Platte auf dem Sockel? Die musst du öffnen.“ Enjara blickte auf die Platte die, die gesamte Vorderfläche des Sockels einnahm, dann sah sie Black an: „Ach ich soll sie mal eben öffnen, siehst du vielleicht hier irgendwo einen Werkzeugkasten? Weil ich Dummerchen habe meinen doch glatt zu Hause vergessen.“ Black lachte wieder: „Liebste Enjara, natürlich sollst du sie nicht mit einem Werkzeug öffnen, du trägst den magischen Stirnreif, der reicht. Sag der Türe einfach was sie tun soll, lass dir etwas einfallen.“ Enjara schob die nicht vorhanden Ärmel ihrer Bluse hoch und grinste nun Black an. „Wie wäre es dann mit : Sesam öffne dich?“ Doch nichts geschah. Black schaute zu ihr hoch: „Ich glaube das war wohl falsch, probiere etwas anderes.“ Enjara dachte kurz nach, legte ihre Hand auf die Platte und dann versuchte sie es mit: „Öffne dich, ich bin die Heldin des Schicksals und verlange eingelassen zu werden.“ dann warteten die beiden einen Moment ab und kurz darauf war ein knirschen zu hören und die Platte bewegte sich zur Seite. Hinter ihr öffnete sich ein Eingang hinter dem sich wiederum Stufen befanden die in die Erde führten.“ Enjara klatschte in die Hände. „Na wer sagts denn, das war wohl richtig. Also los Black, dann hinein mit uns in die gute Stube oder was auch immer sich dahinter befindet.“ dann betraten die beiden die Treppe und stiegen die Stufen hinab, es roch muffig und nach abgestandener Luft. Auch hier begannen auf einmal Fackeln zu brennen, als die beiden langsam das Gewölbe betraten. Dann schloss sich der Sockel wieder. Enjara musste leicht husten, die Luft war unerträglich. Mutig geworden durch ihren Erfolg mit der Platte versuchte sie nun etwas anderes, sie hob leicht ihren Stab und rief: „Luft erneuere dich, ich bin die Heldin des Schicksals und ich ersticke sonst hier drin.“ Black sah sie an: „Du weißt schon das du nicht ersticken kannst oder? Du bist unsterblich.“ Enjara beugte sich leicht zu Black herunter und flüsterte „Das weißt du und das weiß ich, aber das weiß die Luft ja nicht.“ Und sanft zog eine leichte Brise durch die Gänge und Enjana spürte und roch das die Luft sich verändert hatte. „Na hat doch geklappt, sehr schön, Ich bin richtig gut.“ dann schritten beide langsam voran, bis sie an die erste Türe kamen, Enjana öffnete vorsichtig die Türe und sah hinein, dahinter war ein sehr feudales Schlafzimmer zu finden. „Also es sieht so aus als habe es genau auf uns gewartet. Ich denke hier sollten wir die Nacht verbringen und morgen früh weiter gehen.“ Sie schaute sich das Bettzeug an , musste aber feststellen das es nur noch Fetzen waren. „Nun ein Bett hätten wir zwar aber das ist so gut wie unbrauchbar. Obwohl, Moment, das könnte vielleicht auch klappen.“ dann legte sie die Hand auf das Bett und sprach hier wieder: „Bett erneuere dich ich bin die Heldin des Schicksals und möchte schlafen.“ Und wie zuvor schon die Luft, erneuerte sich auch das Bett und sah kurz darauf aus als wäre es gerade eben dort hingestellt worden. Enjara stellte ihre Stab fort und legte ihren Rucksack ab und legte sich dann auf das Bett, dann sah sie zu Black. „Was machen wir mit dir?“ Doch der hatte sich schon auf den Boden neben das Bett gelegt und hatte bereits die Augen geschlossen. So zuckte Enjara kurz darauf mit den Schultern und es dauerte auch nicht lange da forderten die Aufregungen des Tages ihren Tribut und sie war eingeschlafen.

Und auf einer fernen Welt bekam die Herrin des Lichts eine Botschaft, das ihr Buch das sie ausgesendet hatte, die Helden zu suchen, die Heldin gefunden habe und sie nun auf dem Weg wären, den Helden für das Schwert zu wecken. Aurian nickte leicht und teilte das auch ihren beiden Löwen mit.

Am nächsten Morgen als sie erwachte, fühlte sie sich gut ausgeruht und erfrischt. Sie nahm noch einige Vorräte aus ihrem Rucksack und aß und trank. Dann sah sie Black an der in ihrer Nähe saß. „Willst du wirklich nichts?“ Der schüttelte den Kopf. „Nein ich brauche weder was zu essen noch zu trinken.“ Dann machten sie die beiden ungleichen Gefährten wieder auf den Weg. Langsam und vorsichtig gingen sie den Gang entlang und schauten in jeden Raum der sich unterwegs finden ließ. Doch konnten sie nichts entdecken was ihnen irgendwie weiter helfen würde. Am Ende des Ganges tat sich auf einmal eine große Grotte auf, in deren Mitte ein Sockel stand und auf dem befand sich ein Kristallsarg. Dieser war umgeben von grossen Leuchtern deren Kerzen nun brannten. Langsam näherte sich Enjara dem Sarg und als sie hinein blickte, lag dort der Adonis der oben als Statue zu sehen war. Er hatte schwarzes Haar, sein Gesicht war markant und ruhig. Sie sah wie sein Brustkorb sich gleichmäßig hob und senkte. Er trug bis auf ein Tuch das über seinen Genitalien lag nicht einen Fetzen Stoff am Körper. Er war groß, sie schätzte etwa knapp zwei Meter. Sein Körper war sehr gut ausgebildet, war muskulös, wenn auch nicht übertrieben. Seine Haut hatte obwohl er laut Black, so lange in dieser Grotte gelegen hatte, einen bronzefarbenen Ton. Sie betrachtete ihn, dann sah sie Black an. „Und wie kriegen wir ihn nun wach? Und was hat ihn überhaupt erst in diese Lage gebracht?“ Black ging zu einem Stein und bat sie, sich sich zu setzen. Nach dem sie vor ihm saß, erzählte er ihr, dass das Licht oft seine eigenen Wege ging. Das es hier und da auch schon vorausschauend handelte und es dadurch kommen konnte das einzelne Menschen, auch unter diese Räder gerieten, oder eben ihnen etwas geschah, wie nun Iskander, von dem das Licht wusste das er irgendwann mal benötigt würde. Und das jetzt die Zeit da wäre, das man ihn wecken musste. Iskander lag seit einigen Hundert Jahren schon an diesem Ort, er war vergiftet worden. Doch das Licht konnte natürlich nicht zu lassen das er starb, denn er würde ja noch gebraucht werden, so sorgte es dafür das er nur schlief, wenn auch in einem todesähnlichen Schlaf. Und als Iskanders Vater sah was mit seinem Sohn geschehen war so lies er diesen unterirdischen Tunnel bauen mit samt den Räumen in der Hoffnung das sein Sohn irgendwann wieder aufwachen würde. Sein Bruder hatte ihn vergiftet weil er nicht wollte das Iskander, der so edelmütig war, das Erbe antreten würde. Doch im nach hinein, hatte dem bösen Bruder sein Erbe nichts gebracht, außer Kummer und Leid. Denn er verprasste alles bis auf den letzten Heller und starb in größter Armut. Doch für Iskander lagen noch Schätze bereit. Das Licht griff ein nach dem der Vater gestorben war und sorgte dafür das die Platte die den Zugang verbergen würde, verschlossen blieb bis die Schicksalsheldin kommen würde um sie zu öffnen. Und das wäre nun der Fall. Und nur sie alleine wüsste wie sie ihn aufwecken könnte, diese Frage könnte ihr Black nicht beantworten. Als sie soweit alles erfahren hatte trat sie abermals an den Sarg und schob mit aller Kraft die sie hatte den Deckel beiseite. Als er mit höllischem Scheppern zu Boden fiel sah Enjara in den Sarg und murmelte. „Also Krach ist es schon mal nicht.“ Dann fuhren die Seitenwände des Sarges in den Sockel auf dem der Sarg gestanden hatte ein. Und Iskander lag nun vor ihr. Dann dachte sich Enjara, was bei Dornröschen funktionierte hatte hilft hier vielleicht auch. So beugte sie sich über ihn und küsste ihn sanft auf die Lippen. Und gerade als sie sich von ihm lösen wollte, spürte sie wie sie umfasst, an ihn gedrückt und der Kuss recht hart erwidert wurde. Ihre Beine wurden bei dem Kuss wie Gummi und doch versuchte sich sich zu befreien. Leise hörte sie Black kichern. Dann riss sie sich los. „Ja bei der Herrin im Himmel, was war das denn nun?“ dann sah sie in die grünen Augen von Iskander der sie frech angrinste. „Na das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen.“ Enjara verschlug es die Sprache. Sie holte einige male tief Luft und brüllte ihn dann an: „Da komme ich hier her, wo auch immer hier ist, versuche dich zu retten und das ist der Dank? Ich werde fast vergewaltigt?“ Iskander lachte leise: „Also davon kann ja wohl keine Rede sein, weil erstens würde ich so etwas niemals tun und zum zweiten hast du mich ja wohl zuerst geküsst. Und außerdem bin ich nackt und nicht du. Wo ist meine Kleidung?“ dabei setzte er sich auf und sah sich um. Das Tuch hielt er dort wo es lag. Er wollte sie nun nicht noch mehr in Verlegenheit bringen. „Und wieso bin ich überhaupt hier?“ Während sich Enjara umsah und dann eine Kiste fand in der wohl seine Kleidung war und sie ihm brachte, erzählte sie was inzwischen geschehen war, ebenso verheimlichte sie ihm auch nicht das er eine Ewigkeit bereits hier gelegen hatte. Als er sich erhob, drehte sie sich um damit er sich anziehen konnte. Iskander schmunzelte als er das sah. Als sie sich wieder um wandte sah sie das er nun eine schwarze Wildlederhose trug und eine passende Weste die vorne offen war. Dazu ebenso passende schwarze Wildlederstiefel. Er dehnte und streckte sich und sie konnte genau das Spiel seiner Muskeln beobachten. „Also gut, was liegt nun an? Und übrigens du hast einen tollen Hund.“ Enjara nickte: „Das ist Black. Er begleitete mich. Nun wir müssen für dich das Schwert des Schicksals finden, doch frag mich nicht wo wir suchen sollen.“ Iskander hielt im Strecken inne und sah sie an: „Das Schwert des Schicksals? Einen Moment mal, einer alten Legende zufolge trägt das lediglich der Held des Schicksals, der begleitet wird von deren Priesterin.“ Enjara deutete auf die Runen die ihre Bluse zierten. „Dreimal darfste raten was ich bin.“ Er zog leicht die Augenbrauen hoch: „Ach ja und wo ist das Buch das sie immer bei sich tragen sollte?“ Enjara deutete nur auf Black. „Dort. Es hat zur Zeit das Aussehen eines Hundes damit ich es nicht laufend schleppen muss.“ Dann an Black gerichtet: „Könntest du wohl mal kurz? Sonst glaubt er es nie und wir stehen in drei Monaten noch hier.“ Black nickte kurz, verschwamm und einen Moment später lag das Buch auf dessen Platz. Iskander näherte sich dem Buch betrachtete es und nickt. „In Ordnung das scheint wohl tatsächlich zu stimmen.“ Einen Moment später stand wieder Black an dessen Platz. „Hat dein Buch..........ähm ja, hat Black eine Idee wo wir suchen müssten? Denn ich weiß ebenso dass das Buch oft auch Geheimnisse weiß die sonst niemand kennt.“ Beide sahen nun Black an. „Also gut, schau mal auf deinen Stirnreif, es trägt das Zeichen der Familie Liones, das war der Nachname von Jasmins Familie. Ihr müsst also einen Grabstein suchen, der ebenfalls diesen Namen und das Zeichen trägt, doch muss er nicht unbedingt auf einem Friedhof zu finden sein. In der Regel befindet er sich immer in der Nähe wo er gebraucht wird.“ Da Black für Iskander nur bellte musste Enjara ihm übersetzen was Black sagte. Iskander nickte. „Wenn der Familienbesitz meiner Familie noch besteht, denke ich weiß ich, wo wir suchen müssen. Na dann mal los. Ich habe lange genug geschlafen.“ Nebenbei nahm er noch zwei Dolche aus der Truhe die seine Kleidung enthalten hatte und steckte sie in die passenden Halterungen seiner Stiefel. Dann schnallte er sich noch einen Schwertgürtel um seine Hüften, mit dem passendem Schwert dazu. Außerdem steckte er noch einen kleinen Beutel mit Münzen ein. “So ich bin soweit, kann losgehen.“ Enjara schnappte sich wieder ihren Stab und ihren Rucksack den Iskander doch merkwürdig betrachtete und ging los. Gefolgt von Iskander der sich immer mal noch streckte um seine Muskeln zu lockern und Black. Auf dem Weg fragte Iskander sie aus, zumindest über die Sachen die sie wusste. Ebenso betrachtete er sie immer mal wenn sie es nicht bemerkte. Als sie am späten Nachmittag endlich das Landgut erreichten mussten sie feststellen das nicht mehr viel davon übrig war. Es war eine Ruine. Nur einen kurzen Moment hatte Enjara den Schmerz in Iskanders Augen sehen können, als ihm klar wurde was geschehen war. Das Land schien ausgestorben. Doch Iskander gab nicht auf, er sah Enjara an. „Suchen wir die Ruine ab, hier irgendwo wird der vermaledeite Grabstein sicherlich sein.“ So begann man zu suchen, selbst Black suchte mit, obwohl er hoffte das die Herrin des Lichts das nicht mit bekommen würde. Denn er war an sich nicht darauf ausgerichtet selbstständig groß was zu tun. Doch es wurde Abend und dunkel und sie hatte noch nichts gefunden. Iskander kannte das alte Haus und führte so Enjara und Black in einen kellerartigen Raum. „Hier können wir zumindest die Nacht verbringen und morgen weiter suchen.“ Enjara packte ihre letzten Vorräte aus und bot natürlich auch Iskander etwas an. Er griff auch herzhaft zu. Als sie sich hingelegt hatten, auf einem Bett aus Stroh, spürte Iskander nach einer Weile das Enjara scheinbar fror. Er tat so als schliefe er, rückte näher an sie heran und zog sie an sich um sie zu wärmen. Erst wollte sie sich dagegen wehren doch dann wurde es ihr wärmer und war dankbar dafür. Und ihm tat ihre Nähe auch gut, zu spüren das dort jemand war.

So schliefen beide während Black den nächsten Bericht abgab, das man Iskander geweckt habe und nun auf der Suche nach dem Stein wäre, das aber damit zu rechnen wäre das man den wohl am nächsten Tag finden würde. Und in der fernen Welt begann man alles für die Helden des Schicksals vor zu bereiten. So sorgte Aurian dafür das in den Räumen die den Helden zustanden alles in Ordnung wäre, als auch das sie sogar wieder einen Wasserfall und ein blühendes Plateau hatten. Es war ihr wichtig das sie sich wohl fühlten. Es würde für die beiden eh eine großen Kulturschock geben.

Am nächsten Morgen wachte Iskander auf und spürte Enjara in seinen Armen, er spürte ihre Wärme und ihren Körper nah an dem seinen. Ihre dünne Seidenbluse lies nicht viel Spielraum für Fantasie, er hatte fast das Gefühl ihre Haut zu spüren, vor allem da er eh halbnackt war, mit seiner offenen Weste. Sie lag mit dem Rücken zu ihm so konnte er unbemerkt mal an ihrem Haar riechen. Es war lange her das er körperliche Nähe gespürt hatte. Dann kam Black auf dem Bauch angekrochen, und knurrte leise, er deutete immer mal mit dem Kopf zu der Kellertüre hin und knurrte leicht in die Richtung. Iskander sah ihn an und flüsterte leise: “Hast du Gefahr gespürt?“ Black nickte, er wusste Iskander würde ihn eh nicht verstehen wenn er mit ihm reden würde. Vorsichtig erhob sich Iskander um Enjara nicht zu wecken, zog sein Schwert und schlich leise zur Türe, vorsichtig sah er nach draußen und sah dort, einige dunkle Gestalten herum schleichen. Abermals flüsterte er leise gegen Black: “Weißt du wie viele es sind?“ Black knurrte viermal leise und Iskander verstand. „Das ist ja richtig unfair, ich gegen vier. Na dann will ich sie mal willkommen heißen. Pass du auf Enjara auf.“ Black nickte nur und schlich zu Enjara zurück. Leise schlich Iskander raus, er hätte jedem Meisterdieb Ehre gemacht denn er war absolut nicht zu hören. Und ehe die Gestalten wussten wie ihnen geschah, waren schon zwei von ihnen tot. Denn Iskander war schnell und eiskalt wenn es darum ging jemanden zu schützen. Die nächsten beiden versuchten ihn dann anzugreifen, doch auch hier hatten sie es mit einem Meister des Schwertes zu tun und ehe sie auch nur schreien konnten waren auch sie vom Leben in den Tod gebracht worden. Anschließend untersuchte Iskander die Leichen um eventuell heraus zu bekommen was sie gewollt hatten. Das einzige das er fand war, einen Plan vom alten Gutshaus auf dem ein Kreuz war. Leise murmelte er: „Dann zählen wir doch mal eins und eins zusammen. Wenn das nicht genau das ist was wir suchen.“ Damit Enjara die Toten nicht zu Gesicht bekam versteckte er sie kurzerhand, er hatte absolut kein Mitleid mit ihnen. „Tja Pech gehabt Jungs man sollte eben nicht versuchen sich mit mir an zu legen.“ Dann erlegte er eben noch mit einem gezielten Messerwurf einen Hasen und ging mit seinem Fang zurück zu Enjara. Als er sah das sie noch schlief sah er Black an: „Sag ihr nichts davon, sie muss es nicht wissen, es würde sie nur noch nachträglich ängstigen.“ Dann machte er ein Lagerfeuer und briet den Hasen über dem Feuer, während er Enjara betrachtete. Sie war schön und anziehend, er seufzte leise, als er an den Kuss dachte den er ihr gestohlen hatte, musste aber auch gleichzeitig grinsen als er an ihre doch recht temperamentvolle Erwiderung darauf dachte. Enjara wurde von dem knistern des Feuers und dem Geruch von frisch gebratenem wach. Sie streckte sich und dann sah man wie ihr einfiel wo sie war, ruckartig setzte sie sich auf um dann in Iskanders Augen zu blicken, der sie beobachtete. „Ich habe uns einen Hasen erlegt, ich dachte etwas warmes würde uns gut tun.“ Enjara sah ihn dankbar an: „Danke, doch ein Bad oder eine Dusche wäre mir lieber, ich habe das Gefühl langsam beginne ich wie ein Otter zu stinken.“ Iskander lachte leise. „Nun so schlimm ist es noch nicht, eher wie ein Otterbaby. Doch sag mal was ist eine Dusche?“ Da sie an nahm das sie entweder in einer anderen Welt oder in einer anderen Zeit war, erzählte sie ihm wie es in ihrer Welt sein würde und erklärte ihm so auch was eine Dusche ist. Dann sah sie Black an: „Wo genau bin ich, ist es eine andere Zeit oder sogar eine andere Welt?“ Black antwortete ihr: „So wie als auch. Ich sagte dir ja wie es mit der Zeit ist, nun hier ist es so das das Schwert noch seine Berechtigung hat, du würdest sagen frühes Mittelalter etwa.“ Enjara nickte. Dann war auch der Hasen fertig und Iskander zerschnitt ihn so das er gerecht aufgeteilt wurde, dabei sah er Black an, fragte aber Enjara: „Soll ich ihm auch was geben?“ Enjara schüttelte den Kopf. „Es ist immer noch ein Buch und Bücher essen nichts.“ Iskander nickte: „Na ja, bleibt mehr für mich.“ Dann begann er heiß hungrig zu essen, während Enjara nur ein wenig von dem Hasen aß. Sie war auch recht schnell satt und als er sah das sie nichts mehr wollte, fragte er: “Willst du den Rest noch?“ Sie schob ihm ihren restlichen Teil noch herüber und auch das verputzte er bis auf die Knochen. Dann räumten sie noch alles wieder weg und packten zusammen. „Wir sollten weiter.“ Enjara nickte nur. Iskandar begann sich Sorgen zu machen, sie war heute so anders, sie schien bedrückt zu sein: „Hast du Heimweh?“ Sie sah ihn an: „Ein wenig, doch das ist es nicht. Ich fühle mich unwohl, schmutzig und ich wünschte mir ein wenig mehr Bequemlichkeit, doch bis ich das wohl wieder bekomme wird es noch etwas dauern. Erst mal müssen wir dein Schwert finden. Und dann, Black sprach von etwas Bösen das bekämpft werden muss und das steht dann ja wohl als nächstes auf dem Plan.“ Iskander nickte verstehend. „Nun dann suchen wir erst mal den Stein und sehen dann weiter, wir wissen ja noch nicht was uns erwartet.“ Als sie den Keller verließen führte er Enjara an den Leichen vorbei, doch so das sie sie nicht sehen musste, dann tat er so als suche er und ging dem Plan nach den er bei einem der Schurken gefunden hatte. Dann rief er : „ich glaube ich habe ihn.“ Sogleich kamen Enjara und Black angelaufen. Er war gerade dabei den Stein von Gewächsen frei zu machen. „Ist er das?“ Dabei blickte er Enjara an, sie betrachtete den Stein sah sich das Zeichen an und den Namen und nickte. „Die Frage ist nun nur, was sollen wir jetzt tun?" Enjara überlegte: „Ich habe eine Idee, gib mir mal deine Hand.“ Dann blickte sie Black an, „wirst du auch so mitkommen können oder soll ich dich als Buch unter den Arm klemmen?“ Doch er gab keine Antwort statt dessen lag wieder das Buch auf seinem Platz. Das nahm sie nun auf und klemmte es sich unter den Arm, dann nahm sie mit der Hand die auch den Stab hielt Iskanders Hand und legte die freie Hand auf den Stein: „Ich bin Enjara, Heldin des Schicksals, ich will zum Schwert des Schicksals.“ Und ehe sie sich versahen gab es einen Lichtblitz und sie standen in einer spärlich erleuchteten Höhle. Iskander sah sich vorsichtig und wachsam um. Enjara legte das Buch wieder auf den Boden, doch nichts geschah. Black kam nicht zurück. So nahm sie es wieder unter den Arm. Vor ihnen in einer Nische auf der Kopfseite der Höhle sahen sie einen Altarähnlichen Tisch auf dem eine Truhe lag. Enjara deutete dort hin. „Schau mal vielleicht finden wir dort was wir suchen.“ Was sie nicht wussten war das sie beobachtet wurde, das Aurian, Myrion und Leon in der Nähe standen und ruhig abwarteten was nun geschehen würde. Myrion fragte leise Aurian: „Willst du ihnen den Zutritt ermöglichen?“ Aurian nickte: „Ja doch erst mal sollen sie das Schwert an sich nehmen. Was haltet ihr von Iskander?“ Myrion nickte:“Er scheint ganz brauchbar zu sein, er hat Ehre und hat auch ein Gefühl dafür jemanden zu schützen, der Kampf mit den Schurken war schon nicht schlecht.“ Aurian nickte zufrieden. Iskander und Enjara gingen langsam auf die Truhe zu. Dort angekommen öffnete Iskander sie und sah hinein. Es verschlug ihm fast die Sprache. „Das ist...das ist ein Meisterwerk, solch ein Schwert in den Händen zu halten ist eine Ehre. Und ich soll dazu ausersehen sein es zu führen? Das kann nur von Göttern geschmiedet worden sein, anders ist es nicht denkbar.“ Myrion grinste leicht gen Leon: „Wenn er wüsste wie recht er damit hat.“ Dann sah sich Iskander um: „Doch wo ist die Schwertscheide, um es zu tragen?“ Enjara hatte unterdessen den kleinen Eingang gefunden der zu einem Seitengang führte. „Vielleicht hier irgendwo.“ Iskander nahm das Schwert andächtig aus der Truhe, als er es umfasste, änderte sich auch seine Kleidung, seine Weste die er trug bekam nun ebenso wie Enjaras Bluse, die Runen des Schicksals. Seine Hose änderte sich nur dahingehend das sie nun unzerstörbar und Schmutz abweisend wurde. Er nickte leicht als er es bemerkte und folgte nun Enjara, die bereits dem Gang folgte, rechts und links konnte man einige Höhlenräume sehen. Ebenso das ein Gang nach rechts abging, doch Enjara ging an allem vorbei als wüsste sie wo sie hin müsste. Aurian folgte ihnen mit ihren Löwen. Dann stand Enjara staunend im Kristallraum und sie sah das Pult an dem die Schwertscheide lehnte. Sie deutete darauf: „Ich glaube das ist sie.“ Langsam und ehrfürchtig schritt sie zu dem Pult und legte das Buch darauf. „Ich glaube das ist wohl dein angestammter Platz.“ Iskander war ihr gefolgt und nahm nun die Schwertscheide auf, auch diese war aus Wildleder passend zu seiner Kleidung und ebenfalls mit den Runen bestickt. Dort schob er das Schwert hinein und legte es so um das das Schwert auf seinem Rücken zum ruhen kam. Dann sah auch er sich ehrfürchtig in der Höhle um. „Wo sind wir hier, und schau mal dort.“ Dabei deutete er auf den Raum in dem vier Totenbahren standen und trat vorsichtig näher, auch Enjara folgte ihm und sah in den Raum. „Ich weiß es nicht, es ist als würden wir an einem Ort sein, an dem wir eigentlich nichts zu suchen haben und doch, ich denke das Pult dort ist der Platz an dem das Buch eigentlich gehört.“ Iskander dachte praktisch. „Vielleicht sollten wir uns mal umsehen wer weiß was es hier noch gibt.“ Enjara nickte und so folgten sie dem Gang zurück und schauten in die Höhlen zu denen sie Zutritt hatten. Dort standen Truhen mit den größten Schätzen, auch Waffen waren dort zu finden und noch einiges mehr. So folgten sie dem Gang zurück, doch als sie am Ende ankamen fanden sie den Eingang zu der Höhle in der sie angekommen waren nicht mehr. Iskander fluchte: „Ich weiß das er hier war, wir sind nirgendwo abgebogen sondern sind dem Gang normal wieder zurück gefolgt. Und doch ist die Höhle die zuvor noch hier war weg.“ So gingen sie abermals in die Richtung der Kristallhöhle und kamen so auch an den Gang der auf der Mitte nach rechts weg führte: „Gehen wir mal hier entlang.“ Und als sie diesem Gang folgten, öffnete sich dort an dem Kopf, die Wand und glitt zur Seite. Sie betraten wie einst Eric, den Thronsaal. Dort saß auf dem Thron eine wunderschöne Frau mit schwarzen langen Haaren: „Seid willkommen ihr habt euch als würdig erwiesen. Tretet näher.“ Hinter den beiden Helden betraten auf einmal wie aus dem nichts kommend zwei sehr mächtige Löwen den Saal. Sie gingen zu dem Thron und legten sich rechts und links daneben. Die beiden Helden traten näher und knieten sich auf einem Knie hin und beugten den Kopf: „Herrin des Lichts, ihr habt uns gerufen. Hier sind wir.“ flüsterte Iskander leise. „Erhebt euch.“ hörten sie die sanfte Stimme von Aurian. Und als sie sich erhoben, waren die Löwen aus Stein und hinter den Löwen standen rechts und links vom Thron zwei Männer. Aurian sah beide an, ihre strahlend blauen Augen schienen den beiden bis in die Seele zu schauen. Doch erwiderten sie den Blick aufrichtig und Aurian nickte. „Mich nennt man allgemein Aurian, Herrin des Lichts, die beiden neben meinem Thron, sind zum einen Myrion, mein Gemahl.“ Als sie seinen Namen nannte neigte Myrion nur leicht den Kopf. „Und zum anderen Leon, mein Geliebter.“ Und auch Leon neigte wie Myrion es getan hatte leicht den Kopf. Die Wand hinter dem Thron war geschlossen so das die beiden nicht hinaus sehen konnten. Nun sah Aurian die beiden ruhig an und wartete auf deren Reaktion, während Enjara doch ein wenig schockiert schien, neigte Iskander tief den Kopf um den beiden seine Ehre zu bezeugen. Myrion und Leon standen wie aus Stein gemeißelt dort und regten sich keinen Millimeter. Ihr Gesicht zeigte keinerlei Gefühlsregung. Aurian schmunzelte leicht. „Ich denke ihr seid erschöpft und fühlt euch womöglich schmutzig. So wird euch mein Gemahl eure Gemächer zeigen die ihr bewohnen werdet solltet ihr hier sein. Wenn ihr hungrig oder durstig seid so reicht es wenn ihr euch wünscht was ihr essen oder trinken möchtet, ihr werdet dann alles in eurer Küche, soweit man sie so nennen kann, vorfinden. Ich hoffe ihr fühlt euch hier wohl. Über euren Auftrag werden wir später sprechen. Nun geht erst mal und ruht euch aus.“ Damit waren die beiden entlassen, Myrion löste sich von seinem Platz und bat die beiden ihm zu folgen.

Kapitel 10: Die Helden des Schicksals

Als Myrion die beiden zu ihren Räumen führte, sah Iskander ihn immer wieder an. Myrion bemerkte es. „Kann ich etwas für dich tun?“ Enjara sah nun ebenfalls zu Myrion, dessen tiefe Stimme sie nun doch verblüffte. Iskander wusste nicht ob er sagen sollte was er dachte, doch Myrion nickte ihm nur aufmunternd zu. „Wieso verändert sich die Höhle? Denn wir fanden den Eingang nicht mehr wieder.“ Myrion lächelte: “Weil der Eingang nicht mehr benötigt wurde. Die Höhle passt sich den Bedürfnissen seiner Bewohner an. Mal abgesehen von den Lagerräumen.“

Durch Myrions freundliche Art mutig geworden fragte ihn nun auch Enjara: „Sagt Mylord, wäre es möglich das ….....nun ja ich habe das Buch Black genannt weil es sich mir auch als Hund zeigte, wäre es also möglich das Black bei uns bleiben dürfte? Ich habe mich doch recht an ihn, es gewöhnt.“ Myrion sah sie an und lächelte: „Ich werde Aurian fragen, wenn sie es gestattet, wird der Zauber der auf dem Buch liegt entsprechend erweitert.“ Enjara lächelte erfreut. „Danke Mylord.“ Myrion sah beide an; „Nennt mich nicht Mylord und ich gehe davon aus das es Leon auch nicht so recht ist, nennt uns einfach Myrion und Leon.“ Die beiden Helden nickten. „Alles weitere werdet ihr schon noch erfahren, ruht euch aus, erfrischt euch etwas und seht euch in den Höhlen um wenn ihr mögt. Nun da ihr sozusagen hier her gehört, werden sich euch auch andere Bereiche öffnen, natürlich nicht alle, doch einige mehr schon.“ Myrion lächelte ihnen noch mal zu, dann zeigte er ihnen ihre Räume, es waren die, die einst auch Jasmin bewohnt hatte und eine kurze Zeit auch Myrion und Aurian. Sie hatten ein Schlafzimmer, ein Bad, die kleine Küche und das Wohnzimmer mit dem Ausgang zum Plateau. Wie man die Wand öffnete zeigte ihnen Myrion noch. Enjara schaute sich um: „Oh, nur ein Schlafzimmer?“ Myrion sah sie an, dann Iskander: „Braucht ihr ein zweites?“ Iskander lächelte: „Nein das eine wird schon reichen. Denke ich.“ Enjara sah Iskander an: „Denkst du? Ja meinst du denn ich gehe mit dir ins Bett?“ Iskander sah Enjara an: “Na warum auch nicht? Im Keller haben wir auch nahe beieinander geschlafen und dir ist nichts passiert. Ich werde dir schon nicht zu nahe kommen, keine Sorge und im Notfall schlafe ich hier im Wohnzimmer.“ Das war nun Enjara peinlich das Myrion das mit bekommen musste. Dieser sah von einem zum anderen: „Solltet ihr ein zweites brauchen sagt Bescheid. Dann wird sich darum gekümmert.“ Iskander nickte. „Danke.“ Dann verabschiedete sich Myrion und ging. Er grinste leicht vor sich hin und dachte sich, na der Junge ist nicht zu beneiden, wenn sie so rum zickt.

Kaum das Myrion gegangen war, sah Iskander sie ruhig an: „Hast du solche Angst vor mir das du dich nicht traust mit mir in einem Bett zu schlafen? Zudem das Bett groß genug ist das da eine ganze Familie rein passt.“ Enjara sah ihn verlegen an: „Ich habe natürlich keine Angst vor dir, doch du bist ein Kerl und man weiß ja nie.“ Nun lachte Iskander: „Also ich sage dir nun was. Sicher bin ich ein Kerl und ich müsste lügen würde ich behaupten das mir der Kuss nicht gefallen hat. Und noch mehr würde ich lügen wenn ich behaupten würde du bist nicht attraktiv und anziehend. Und ich will ehrlich sein, ja ich mag es dich in meiner Nähe zu spüren, ich fand es schön morgens neben dir auf zu wachen. Und wenn du es zulassen würdest würde auch mehr passieren. Doch eben nur wenn du es zulassen würdest, ansonsten musst du bei mir keine Sorge haben, ich werde nichts tun was du nicht willst. Dennoch werde ich es versuchen und da bringt dir ein zweites Schlafzimmer auch nicht viel.“ Das waren klare Worte und Enjara sah ihn überrascht an. Sie hatte ihn ja schon attraktiv gefunden als sie ihn nur als Statue sah und sie gestand sich auch ehrlich ein, das er sie anzog. Doch sie wollte auch nicht da stehen, als wäre sie leicht zu haben. Sie nickte: „Ich nehme jetzt erst mal ein Bad, damit ich mich wieder wohl fühle.“ Iskander konnte es nicht lassen und grinste: “Soll ich dir den Rücken waschen? Oder wir könnten auch zusammen baden.“ Als Enjara schnell floh und im Bad verschwand lachte er leise. Iskander legte erst mal seine Schwerter ab und auch seine Weste, dann betrat er das kleine blühende Plateau, als er den Wasserfall sah murmelte er: „Wer braucht schon eine Dusche, wenn man das hier hat.“ Am Wasserfall angekommen zog er auch den Rest aus und betrat den kleinen Teich, am Rand des Teiches wuchs Seifenkraut, wovon er sich etwas nahm und sich dann unter den recht sanften Wasserfall stellte sich mit dem Kraut ein rieb und sich wusch. Er dachte über die Ereignisse nach. Er war nicht der Typ der vergangenem nach weinte. Doch tat es ihm schon weh, seine Vergangenheit wie sein Elternhaus so zerfallen zu sehen. Dann zuckte er die Schultern. Er überlegte, das die Schurken die er erwischt hatte, den Plan hatten wo man den Stein finden konnte, was also bedeutete das sie ebenso auf der Suche danach gewesen waren, und das man um die Ruine rumschlich konnte nur eines bedeuten. Das die irgendetwas vor gehabt hatten, das er wohl gerade eben noch so verhindert hatte. Aber wo vier waren konnten auch noch mehr sein. Ob das mit dem Auftrag zusammen hing, den die Herrin für sie hatte? Dann dachte er an Aurian, ihm war klar das sie für ihn viel zu hoch hing, was aber nicht hieß das er sie nicht attraktiv fand und würde man ihm die Gelegenheit geben, er wäre nicht abgeneigt. Er spürte das von ihr eine ungeheure Sinnlichkeit ausging und konnte verstehen das die beiden Männer scharf auf sie waren. Er schmunzelte als er an Enjaras schockiertes Gesicht dachte, als die Herrin Leon freimütig als ihren Liebhaber vorstellte. Er selber fand daran nichts verwerfliches solange auch ihr Gemahl damit klar kam und das er es kam hatte man ja deutlich gesehen. Dann dachte er an Enjara, ihr Verhalten deutete darauf hin, das sich ihr noch kein Mann genähert, das sie scheinbar noch bei keinem Mann gelegen hatte. Er gedachte das zu ändern, er ahnte zwar das es eine harte Nuss werden würde, aber er dachte auch nicht daran auf zu geben. Er musste halt nur vorsichtig sein, damit er sie nicht wie ein Reh verschreckte. Während er so nach dachte, saß auch Enjara in ihrem Schaumbad und genoss es. Sie dachte ebenso über die Ereignisse nach. Doch das die Göttin und dafür hielt sie Aurian, mit zwei Männern schlief fand sie schon schockierend, denn als höchstes Wesen sollte man doch über solchen Dingen stehen. Anderseits dachte sie auch, wer weiß wieso sie es tut, wird wohl seinen Grund haben. Dann dachte sie an die beiden Männer die neben dem Thron gestanden hatten und stellte fest das sie sehr attraktiv waren. Dann glitten ihre Gedanken zu Iskander. Sein Kuss den er ihr geraubt hatte, hatte sie zweifellos schwach gemacht. Und sie wusste würde er mehr wollen, würde sie ….....Sie rief sich selbst zur Ordnung. Sie ahnte ja nicht das er glaubte das sie noch keine Erfahrungen hatte. Doch in ihrer modernen Zeit, hatte man keine Probleme damit auch unverheiratet mit einander ins Bett zu gehen. So das sie auch ihre ersten Erfahrungen gemacht hatte. Iskander war ein Krieger, das war ihr klar geworden als er so ruhig seine Dolche einsteckte und sein Schwert umlegte.

Kurze Zeit später stieg sie aus der Wanne, trocknete sich ab und fühlte sich gleich viel besser. Als sie den Wohnraum betrat, sah sie in einer Ecke des Raumes Iskanders Schwerter und seine Weste. Dann kratzte etwas an der Türe und sie ging um sie zu öffnen und als sie heraus sah, stand auf einmal Black vor ihr. „oh das ist ja toll, da bist du ja wieder.“ Sie bückte sich und drückte Black kurz. Er lies es ruhig über sich ergehen: „Ja die Herrin hat den Zauber der auf mir liegt erweitert, so das ich nun auch hier dieses Aussehen annehmen kann.“ Anschließend trabte er an ihr vorbei. Dann betraten sie gemeinsam das Plateau. Dort sah sie Iskander unter dem Wasserfall stehen, sie trat näher. Doch als sie sah das er komplett nackt war, wollte sie sich erst abwenden, doch dann betrachtete sie ihn. Er sah sie ebenfalls an und musste nun doch grinsen, denn so wie sie da stand und das Sonnenlicht auf sie fiel, bemerkte er das man durch ihre Seidenbluse durch sehen konnte wenn das Sonnenlicht leicht von der Seite kam und er sah was es darunter zu sehen gab. Dann verließ er den Wasserfall und ging langsam auf sie zu. Enjara war schon drauf und dran wieder zu flüchten, als er auf sie zu kam, blieb aber dann doch stehen. Vermied es aber tiefer zu sehen. Wenn sie nun an nahm das er sie an sich ziehen würde, so täuschte sie sich, sondern er grinste sie nur weiterhin an und flüsterte ihr zu: „Deine Bluse ist, wenn die Sonne sie von der Seite bescheint, leicht durchsichtig und mir gefällt was ich da gesehen habe.“ Black war unterdessen los gelaufen und brachte nun ein Handtuch für Iskander. Dieser beobachtete nun Enjaras Reaktion und sah das sie blutrot im Gesicht wurde, sich umdrehte und ins Wohnzimmer lief. Leise lachte er ihr hinter her. Dann nahm er von Black dankend das Handtuch, trocknete sich ab und band es sich anschließend um die Hüfte. Er sah Black an: „Sie ist wie eine Mimose, ebenso schamhaft. Aber das kriege ich schon aus ihr heraus. Es ist doch erlaubt, oder? Ich meine nicht das sie jungfräulich bleiben muss oder so, als Priesterin.“ Black dachte nach, dann benutzte er seine Pfote um in den Boden zu schreiben, „Sie ist keine Jungfrau mehr.“ Iskander schaute was er da geschrieben hatte und lachte dann. „na um so besser. Du bist schlau, weißt du das?“ Black nickte. Dann schnappte sich Iskander seine Hose und Stiefel und folgte Enjara in das Wohnzimmer. Diese stand in der Küche und belud ein Tablett mit Fleisch, Brot, guter Butter, als auch Kaffee und Tee, und was sonst noch dazu gehörte. Das trug sie dann zum Tisch: “Ich dachte wir könnten etwas essen.“ Dabei traute sie sich nicht in Iskanders grinsendes Gesicht zu sehen. Es war ihr peinlich, das er tatsächlich gesehen hatte das sie nichts unter ihrer Bluse trug. Doch hatte sie auch nichts gefunden was sie darunter anziehen hätte können, nicht mal wie im Mittelalter üblich, ein Leibchen. Obwohl sie das wahrscheinlich eh nicht angezogen hätte. Sie sah Black an: „Könnte ich wohl ein anderes Oberteil bekommen? Ich meine vielleicht eine Korsage oder so was.“ Black sah sie an: „Warum nicht gleich einen Rollkragenpullover? Aber gut, wünsche es dir einfach und es wird sich ändern.“ Einen Moment später trug sie eine Korsage, die allerdings nun ihren Busen noch weiter hervor hob. Iskander beobachtete sie während er sich schon wieder seinen Teller voll packte und zu essen begann. Er grinste still in sich hinein und sah ihr auf den nun hervorgehobenen Brustansatz. “Gefällt mir.“ :nuschelte er. Sie sah Iskander an, ihn schien nichts aus der Ruhe zu bringen. Dann legte sie sich selber auch etwas auf den Teller und aß ebenfalls. Die Kleiderfrage würde sie später klären. Als sie später ins Bett ging, kam das nächste Problem, was sollte sie im Bett anziehen. Nur langsam wurde es ihr selber zu albern, so zog sie sich einfach aus und schlüpfte schnell unter die Decke. Als kurz darauf auch Iskander erschien und sie hörte das er sich ebenfalls auszog, tat sie so als schliefe sie. Iskander hatte bemerkt das sie noch nicht schlief, denn ihr Atem war dafür noch zu unregelmäßig, doch ließ er sich nichts anmerken, glitt ebenfalls unter die Decke und rutschte zu ihr, wobei er schnell merkte das sie nackt war, legte einen Arm um sie und zog sie an sich, so das sie mit ihrem Rücken an seiner Brust lag. Er grinste, es gab nun nur zwei Möglichkeiten, entweder sie entlarvte sich selber das sie geschauspielert hatte und würde aus dem Bett springen oder sie würde es zulassen. Als sie aber ruhig liegen blieb, verbuchte er das auf seiner Habenseite. Iskander hatte lediglich den Arm um sie liegen und die Hand auf das Bett gelegt, er fasste sie nicht an. Und auch Enjara merkte das er sehr rücksichtsvoll war, doch spürte sie auch seine muskulöse Brust in ihrem Rücken und es fiel ihr schwer ihren Atem im Zaum zu halten, um sich nicht zu verraten. Die Fantasie ging fast mit ihr durch, als sie sich vorstellte was er alles mit ihr machen könnte. Doch er tat nichts. Er lag nur ruhig hinter ihr. Als sie merkte das sie ihm vertrauen konnte entspannte sie sich. Und schlief kurz darauf auch ein. Iskander fand es einfach nur schön, das sie bei ihm lag, natürlich wünschte er sich das es mehr wäre, doch erst mal war er auch zufrieden das sie nicht schreiend aus dem Bett gesprungen war oder ihn von sich gestoßen hatte.

Als der Morgen kam und Iskander wach wurde lag er auf dem Rücken und Enjara mit ihrem Kopf auf seinem Arm und an ihn geschmiegt, mit einem Arm über seiner Brust. Er hatte seinen Arm um sie liegen, sanft sah er sie an und drückte sie sachte noch ein wenig mehr an sich. Er roch ihren Duft und fühlte ihre Nähe. Es fiel ihm nicht leicht sich zu beherrschen, doch das Training in seiner Jugend hatte ihn Beherrschung gelehrt. Als er spürte das sie wohl erwachte schloss er schnell seine Augen, er war auf ihre Reaktion gespannt wenn sie die Situation erfassen würde. Doch sie blieb liegen und so öffnete er die Augen wieder und sah sie an. Sie sprachen kein Wort, dann stützte er sich ihr zugewendet auf den Arm auf dem sie lag und richtete sich ein wenig auf, langsam beugte er sich über sie, sie sachte auf den Rücken drehend. Und ehe sich Enjara versah spürte sie schon seine Lippen auf den ihren. Als Enjara wach wurde und sah was geschehen war, überlegte sie schnell, sollte sie nun aus dem Bett flüchten oder es drauf ankommen lassen. Doch da sie am Abend eh schon darüber nach gedacht hatte was passieren könnte, blieb sie liegen. Und als er sie nun sanft küsste, umschlangen ihn ihre Arme und sie erwiderte den Kuss. Sein Kuss wurde fordernder, nun erst ließ er erst seine Hand an ihrem Körper entlang gleiten und streichelte sie. Und auch Enjara begann ihn sanft zu streicheln. Sie erforschte seinen Körper langsam wie er es auch tat. Doch als sie tiefer strich und kurz versehentlich seine männlichkeit berührte war es um Iskander geschehen. Nun presste er sie tief mit seinem Körper in das Bett löste den Kuss und flüsterte atemlos: „Ich will dich, sag ja und weise mich jetzt nicht ab.“ Enjara konnte nichts sagen doch sie stöhnte leise auf und nickte. Nun legte Iskander erst richtig los und testete auch ob sie schon soweit war, sie drückte sich an ihn und als er merkte sie war soweit nahm er sie sich, Enjara stöhnte dabei laut auf. Alles was sie sich am Abend zuvor vorgestellt hatte wurde wahr. Er war ein zärtlicher und auch leidenschaftlicher Liebhaber. Er gab ihr was sie brauchte, so wie er sich nahm was er wollte. Und als sie nach einer ganzen Weile noch atemlos nebeneinander lagen, und er sie ihm Arm fest an sich gedrückt hielt sah er sie an und hauchte: „Du hast mich gerade sehr glücklich gemacht.“ Und als er ihre funkelnden Augen sah wusste er das es ihr nicht anders erging, auch ohne das sie was sagte.

Aurian ging auf ihrem Plateau auf und ab: „Und ihr denkt das es klappen wird? Seid ihr sicher?“ Myrion der lässig auf einem Stuhl saß, die Füße auf der Balustrade hatte und mit dem Stuhl wippte, nickte: „Ich bin mir sicher, er wird keine Probleme machen und ich schätze ihn auch so ein das er sie nicht lange in Ruhe lassen wird. Sie zickte zwar gestern eine weile herum, er macht mir aber den Eindruck das er erstens genau weiß was er will und zweitens ebenso weiß wie er es bekommen kann. Also ich denke in absehbarer Zeit werden wir haben was wir brauchen. Bis dahin könntest du ihnen erst mal den Auftrag geben mit dem Gelumpe auf seinem ehemaligen Gutsgelände auf zu räumen. Die werden langsam lästig.“ Leon der an der Balustrade lehnte zuckte nur die Schultern: „Ich kann dazu nicht viel sagen.“ Aurian nickte: „Na gut warten wir mal ab. “Myrion setzte sich auf, „ich werde schon mal beginnen das nächste Schwert zu schmieden.“ Dann sah er Leon an. „Kommst du mit? Ich denke die Klänge aus der Schmiede werden Iskander anlocken und wir können ihn mal ein bisschen aushorchen.“ Leon nickte. So erhob sich auch Myrion und als er an Aurian vorbei ging küsste er sie noch mal heiß: „Mach dir nicht so viele Gedanken. Er ist durch und durch ein Kerl und sie wird ihm nicht lange widerstehen können.“ Auch Leon als er an Aurian vorbei ging gab ihr noch einen kurzen aber leidenschaftlichen Kuss. „Er hat recht.“ Dann waren die beiden Männer verschwunden und kurze Zeit später hörte man wieder die gleichmäßigen Klänge des Hammers der auf den Amboss schlug.

Das hörte auch Iskander der mit Enjara nun im Wohnzimmer saß. Seine Weste hatte er nicht wieder angezogen sondern trug nur Hose und Stiefel. Black lag vor ihren Füßen, er sah auf und an Enjara gerichtet: „Wir sollten mal in den Kristallraum gehen, die Herrin erwartet mich dort.“ Enjara nickte und sagte Iskander was Black gesagt hatte, dieser war nun nicht gerade böse darüber und meinte nur das er dann mal schauen könnte wo die Schmiedeklänge her kämen. So machte sich Enjana auf zur Kristallhöhle und Iskander würde die Schmiede suchen gehen.