Kapitel 29: Doran und Aileen


 

Da Aurian nun wusste das Lazarus bald Vater werden würde schickte sie immer mal Iona zu ihnen um nach der werdenden Mutter zu sehen, sie wollte nicht das ihr oder den Kindern etwas geschah.

Die Zeit verging und bald war es auch schon soweit, als Aurian mitbekam das Nara ihre Wehen hatte, rief sie Iona und beide reisten zu Insel im Meer. Der Junge kam auch recht schnell und unkompliziert, doch als das Mädchen endlich draußen war stellte Iona fest das was nicht stimmte. Da schickten sie die beiden Männer die Nara moralische Unterstützung gegeben hatten hinaus. Iona reagierte sehr schnell und sorgte dafür das Nara einschlief, dann setzte sie ihre Kräfte als Mutter Natur ein um die Blutungen zu stoppen die nicht aufhören wollten. Sie versuchte auch alles um Nara ihre Gebärfähigkeit zu erhalten, doch aus irgendeinem Grund war es ihr nicht möglich. „Verdammt wieso kann ich da nichts tun, wozu bin ich denn Mutter Natur, wenn mir hier die Hände gebunden werden.“ Aurian begriff, hier hatte das Licht eingegriffen: „Mach dich nicht verrückt, es scheint als solle Nara keine Kinder mehr bekommen Liebes. Da kannst weder du noch ich noch Lazarus was dran ändern. Und da wir wissen dass das Licht nichts ohne Grund tut, müssen wir uns wohl damit abfinden.“ Iona sah sie an: „Was selbst bei mir greift es ein?“ Aurian nickte, doch musste sie auch über Ionas Empörung schmunzeln. „Ich sag es den beiden.“ Damit verließ sie das Gebärzimmer und sah die beiden jungen Männer an: „Es tut mir wahnsinnig leid......“Sie kam gar nicht dazu weiter zu reden denn ihr ungestümer Sohn stürzte sofort ins Geburtszimmer in dem Nara immer noch in ihrem Blut lag und schlief. Er schien zu glauben das sie tot sei und schrie in unendlichem Schmerz auf: „Nein ….....bitte nicht, nein.“ So erklärte sie Iron der sie erst mal abwartend ansah, das Nara leider keine Kinder mehr bekommen können würde. Und das auch Lazarus daran nichts würde ändern können. Sie bedauerte es sehr ihm das sagen zu müssen. Iron nahm es recht ruhig auf, vor allem wie er sah das Lazarus neben dem Bett kniete, Naras Hand hielt und entsetzlich weinte. So betraten beide abermals das Zimmer und Iron führte Lazarus hinaus damit sie und Iona sich wieder um Nara kümmern konnten. Einige Tage später erfuhr sie von Iona die sich erst mal weiterhin um die junge Mutter gekümmert hatte das es Nara wieder gut gehen würde und sie die beiden Kinder Amor und Hope genannt hatte. Nara hatte sich damit abgefunden, das die vier Kinder die sie bekommen hatte, die einzigen sein würden, die sie je bekommen würde. Die Kinder wuchsen heran, hier und da erfuhr sie mal etwas von Leon oder auch von Arden die die Familie immer mal besuchten. Als sie sich selber mal entschloss sie zu besuchen waren die Kinder bereits ungefähr sechs Jahre alt und sie musste lachen als sie sah wie es bei ihnen zuging. Sie kam gerade an als Iron Liegestütze machte und die beiden Jungen dabei auf seinem Rücken saßen. Lazarus saß in einem Korbsessel und hatte alle drei Mädchen auf dem Schoß und spielte Reporter und kommentierte was Iron dort tat. Die Mädchen hatten ihren Spaß ebenso wie die Jungen. Nara saß daneben und beobachtete das ganze lachend. Aurian war überglücklich als sie sah das es bei ihnen so munter und lustig zuging. Sie setzte sich in einen Sessel neben Nara und sofort wieselten einige junge Priesterinnen um sie herum um sie zu bedienen. Sie sah Nara an und fragte: „Wie geht es dir Liebes?“ Nara lachte leise und sah Aurian an: „Mir geht es gut Herrin.“ Nun lachte auch Aurian: „Liebes nenn mich bitte nicht Herrin, die Zeiten sind vorbei das du mich so nanntest, ich bin Aurian.“ Nara nickte leicht und sah sie fragend an: „Dürfte ich dich wohl etwas fragen? Sitzt mein Verflossener immer noch bei dir im Kerker?“ Aurian sah sie entsetzt an und schlug sich mit der Hand vor die Stirn:“ Ach herje den hatte ich ganz vergessen. Ich werde ihn noch heute frei lassen, ich glaube er hat lange genug geschmort, obwohl für ihn die Zeit nicht sooo lange war. Denn ich verrate dir etwas, sein Kerker ist auf meiner Welt und dort läuft die Zeit wesentlich langsamer ab als hier.“ Nun lachte Nara herzlich und meinte nur trocken: „Er hat es nicht anders verdient.“ Nun schickten auch Lazarus und Iron die Kinder zum spielen um sich an der Unterhaltung zu beteiligen.

Einige Tage später saß Aurian wieder mal auf dem Plateau und sah über die Insel der Götter als Leon sich zu ihr setzte, er sah sie an und er hatte das Gefühl als strahle sie von innen. „Irgendetwas ist doch mit dir Kleines, verrätst du mir was?“ Er hatte sich seit dem Besuch bei seinem Vater verändert, er war zwar immer noch eiskalt wenn irgendeine Schmutzarbeit getan werden musste und tat es ohne Skrupel, doch hatte sich auch etwas in ihm gelöst. Er hatte sogar ohne etwas von ihr zu wollen, Nara eine rote Rose geschenkt die nie verwelken würde, als Dank dafür das sie sich um seine kleine Tochter kümmerte. Aurian sah ihn an und nickte: „Ja mein Guter, du wolltest doch einen Sohn nun bekommst du ihn. Damit will ich sagen ich....“ Weiter kam sie nicht, denn Leon sprang auf zog sie aus dem Sessel und drückte sie leidenschaftlich an sich. Dann hob er sie etwas hoch und drehte sich mit ihr im Kreis: „Ich bekomme einen Sohn? Wirklich einen Sohn den nur ich gezeugt habe?“ Aurian lachte: „ Ja der nur von dir ist.“ Leon lachte und man sah ihm die Freude an. Er freute sich wirklich auf das Kind, schnell ließ er sie wieder herab und streichelte liebevoll ihren Bauch. „Ich bekomme einen Sohn.“ Myrion kam dazu und sah Leons Freude: “Also irgendwie habe ich den Eindruck er weiß es nun:“ lachte er. Aurian nickte: „Das ist recht offensichtlich oder?“ Dann stürmte Leon los und holte Kissen. Drückte anschließend Aurian wieder in den Sessel und ihr die Kissen in den Rücken, doch als Myrion sah das Aurian wegen der Kissen fast aus dem Sessel fiel, lachte er dröhnend los: „Junge meinst du nicht du übertreibst nun ein wenig?“ Leon sah ihn an: „Sie soll es doch bequem haben.“ Myrion nahm erst mal leicht kopfschüttelnd einige Kissen fort und drückte sie Leon wieder in die Arme. “Ja aber doch nicht so das sie selber keinen Platz mehr in dem Sessel hat.“ Als Leon die übrigen Kissen wieder fort brachte setzte sich Myrion Aurian gegenüber und nahm ihre Hände sanft in die seinen: „So verrückt habe ich ihn ja noch nie gesehen. Selbst bei Lazarus war er ruhig geblieben und Leona schien ihn nicht sonderlich zu kümmern.“ Aurian nickte: „Doch liebt er auch Lazarus von ganzem Herzen, und ich denke bei Leona wird sich das auch noch ein wenig ändern, ich freue mich ja schon darüber das er sich wenigstens etwas um sie kümmert. Aber das hier ist etwas anderes, es ist sein Sohn den er sich von Herzen wünschte. Lass ihn ruhig ein wenig verrückt sein, das warst du bei Lazarus auch.“ Myrion sah sie unschuldig an: „Iiiiiich? Nie im Leben.“ „Aurian lachte: „Ach ne wie war das denn? Das gesamte Kinderzimmer musste neu gestaltet werden, alle Spielsachen flogen heraus und wurden erneuert, ebenso wie noch einiges andere. Und das hat mein Herr Gemahl nicht anderen überlassen sondern hat selbst den Farbpinsel geschwungen. Und ist höchst persönlich auf die Welten gereist um eine Wiege und so weiter zu kaufen.“ Nun lachte auch Myrion. „Na ja so sind wir wohl wir werdenden Väter. Aber mal was anderes, was ist denn nun mit der neuen Welt auf der die Kinder waren, müsste das nicht langsam mal in Angriff genommen werden, das heißt wenn du dich stark genug fühlst es mit zwei heißen Hengsten auf zu nehmen.“ Aurian schüttelte den Kopf: „Nein noch ist es nicht soweit, erinnerst du dich? Lazarus sagte das dort ein ausgewachsener Drache wartete, der in der zweiten oder dritten Generation von Zandramas abstammte. Und da dessen junge Drachen noch keine Jungen bekommen haben, denke ich das es noch Zeit ist. Mal abgesehen davon scheint das Licht hier etwas besonderes vor zu haben, wenn ich auch nicht weiß was, denn diesbezüglich ist mein Blick immer noch dunkel, es lässt mich dahin gehend nicht in die Zukunft sehen. Und mir scheint es hat auch noch etwas mit unseren Kindern vor, damit meine ich Lazarus, Nara und Iron. Irgendwas geht hier vor und ich muss ehrlich gestehen es macht mich leicht unruhig, noch nie hat das Licht mich im dunklen gelassen, doch sobald ich was über die drei sehen will, wird es finster und es vernebelt mir den Blick. Ebenso wenn es um deren Kinder geht.“ Myrion sah sie liebevoll an: „Womit sich zeigt, auch die Herrin des Lichts ist nicht allwissend.“ Aurian nickte: „Und das macht die Herrin des Lichts ganz schön nervös.“

Einige Wochen später, war es soweit, denn auch das Licht wollte nicht das Aurian einige Monate ausfiel nur weil sie ein Kind bekam und so war die Schwangerschaft schneller voran gegangen als es üblich war. Der kleine Junge wurde geboren und wie erwartet ging alles recht schnell und problemlos. Aurian sah Leon an: „Und wie soll der kleine Racker heißen? Hast du da eine Idee?“ Er hielt seinen Sohn im Arm und strahlte Aurian und Myrion an. Er nickte: „Ich darf wirklich? Dann würde ich ihn gerne Doran nennen, ein wenig in Abwandlung des Namens meines Vaters.“ Aurian nickte: „In Ordnung, allerdings hoffe ich das er auch ein wenig von dir und deinem Vater hat, denn wenn er sich zu sehr dem Licht zuwendet, wird er die dunkle Stadthälfte nicht regieren können.“ Daran hatten weder Myrion noch Leon gedacht, würde der kleine Junge zu gut werden, hatte Aurian recht, man würde ihn in der Stadt nicht respektieren. Darcon wäre ideal gewesen für die Stadt doch der war ja nicht mehr, mal abgesehen davon das der wirklich Abschaum von der übelsten Sorte war. Es vergingen abermals einige Wochen, Doran wuchs langsam heran, stand Aurian schon wieder da und verkündete das sie abermals schwanger war, doch diesmal von Myrion. Der machte sich Sorgen da es so kurz hintereinander war, doch als Aurian ihm sagte das sie das locker verkraften würde begann er sich ebenfalls riesig zu freuen, vor allem da es ein Mädchen werden würde, er liebte kleine Mädchen. Und auch hier vergingen keine Monate sondern nur einige Wochen als auch das Mädchen geboren wurde und diesmal Myrion seine kleine Tochter im Arm hielt. Ebenso wie Leon strahlte auch er, er freute sich riesig über seine Tochter. Doch nun sah Aurian die beiden Männer an: „Das wird für die nächsten Jahrzehnte das letzte Kind sein das ihr von mir bekommt. Es steht viel auf dem Plan des Lichts und da werde ich keine Zeit haben, noch weitere Kinder bekommen zu können.“ Die beiden nickten, sie waren einfach nur glücklich, da war es ihnen relativ egal das vorläufig nicht mit weiteren Kindern zu rechnen war. Myrion nannte das kleine Mädchen Aileen, nach seiner Mutter. Und Aurian war es recht. So wuchsen die beiden Kinder gemeinsam auf. Doch auch Alrik der Hüter des finsteren Schwertes hatte sich dran gehalten und so schenkte auch Amanda einer kleinen Babygöttin das Leben.

Abermals verging die Zeit, Aurian wurde nervös und unruhig. Die Kinder von Lazarus, Iron und Nara wuchsen zu Teenagern heran, während die Kinder auf der Welt der Götter langsam das siebte Lebensjahr erreichten. Myrion und Leon sahen Aurian seit Tagen besorgt an, sie spürten das sie unruhig war. Und eines Morgens als sie beim Frühstück auf dem Plateau saßen, verkündete sie ihnen: „Es ist soweit, die Kinder müssen ihr unbeschwertes Leben auf der Insel im Meer verlassen, sie müssen nun hier her kommen, es ist Zeit. Ich werde heute zu ihnen reisen und es ihnen mitteilen.“

Das tat Aurian dann auch und wie sie erwartet hatte fiel es Nara nicht leicht alles hinter sich zu lassen wofür sie jahrelang gekämpft hatte. Doch als sie erfuhr das sie zumindest ihren Vater ab und zu besuchen durfte, war sie zufrieden und einverstanden. Und so zogen die drei mit den fünf Kindern auf die Welt der Götter, ihr Haus durften sie mitnehmen so das Nara wenigstens etwas vertrautes haben würde. Und als sie dort erschienen und Nara sah das Aurian ihr Haus wieder an einem See abgesetzt hatte und sich dort auch ein kleiner Wald anschloss war sie nicht ganz so unglücklich. Die Kinder fanden es wäre ein cooles Abenteuer und waren ganz begeistert. Als sie auf der Welt der Götter ankamen, rief Aurian die kleine Familie zu sich und öffnete ein Fenster zu ihrer alten Welt und so konnten auch Lazarus, Nara und Iron, als auch die Kinder sehen was nun mit der Insel geschah. Langsam breitete sich Nebel um die Insel aus und schloss sie ein bis sie nicht mehr zu sehen war. Nara weinte leise, denn dort hatte sie die glücklichste Zeit ihres Lebens erlebt und es tat ihr weh sehen zu müssen wie alles in einer Nebelwand verschwand. Lazarus und Iron hielten sie sanft im Arm um sie zu trösten. Doch bekam die Insel der Götter nun auch in den Bergen Zuwachs, denn die beiden Drachen Zandramas und Selena waren ebenfalls auf der Insel erschienen und Lazarus hatte sogar einen Teil ihres Hortes mitgebracht.

Nun wurde Aurian geschäftig, denn sie hatte viel zu tun. Das Licht hatte es ihr nun erlaubt wenigstens einen Teil dessen sehen zu können, was getan werden musste. Und die Aufgabe war gewaltig und umschloss auch Lazarus, Nara und Iron, sowie Amor und Hope. Und an einem Morgen rief Aurian den Rat der Götter zusammen. Denn sie würde die Hilfe der Inkarnationen brauchen. Der Rat der Götter trat zusammen und man sah das sich der Tisch abermals vergrößert hatte und es weitere Stühle gab. Als alle Platz genommen hatten und man sich wunderte das sogar Nara und Iron zum Rat gerufen worden waren, ließ Aurian die Bombe platzen.

Kapitel 30: Die Bombe platzt


 

Während alle anderen saßen stand Aurian hinter ihrem Stuhl und sah am Tisch entlang. „Ich habe euch heute zusammen gerufen da es etwas gibt das so groß, so gewaltig ist das ich es nicht alleine bewältigen kann. Das Licht hat mir etwas gezeigt was es noch nie gegeben hat. Es wird eine Welt entstehen und diese Welt wird bevölkert werden müssen. Das Licht will nicht warten bis alles sich von selber ergibt wie es bisher immer gewesen ist, weil das wie euch auch bekannt sein dürfte teilweise hunderte von Jahren dauern könnte, so sind alle des Rates aufgerufen mit zu helfen, den Wunsch des Lichts zu erfüllen. Als erstes habe ich wie euch bekannt sein dürfte Lazarus, Nara und Iron zu uns gerufen und sie werden erst mal bei uns leben. Das Licht wünscht das Nara und Iron in den Stand von Göttern gesetzt werden, ebenso die Kinder Leona, Marlon und Miria.“ Wie Aurian erwartet hatte gab es nun einen Tumult, nicht das man die Entscheidungen anzweifeln würde, doch es gab Diskussionen und Fragen. Nara und Iron saßen nur da und bekamen keinen Ton heraus, für sie war es unfassbar, sie sollten zu Göttern werden? Nun sorgte Myrion erst mal dafür das wieder Ruhe einkehrte damit Aurian weiter sprechen konnte. Sie lächelte ihm dankbar zu und sprach dann weiter, wobei sie hinter sich ein Fenster in eine andere Welt öffnete damit alle sehen konnten was sie gesehen hatte. „Das hier ist eine Welt in der Zukunft, wie ihr seht ist sie kahl und leer.“ Nun sahen alle eine tote Welt in der es nichts gab, nicht mal einen Grashalm oder einen Baum. “Wenn diese Welt entstanden ist und ich Sonne und Mond darum gesetzt habe, die zu diesem Zeitpunkt auch noch fehlen werden, muss Iona ihr Werk tun und es mit Leben füllen, allerdings keine Menschen, doch Wälder, Wasser, Wiesen, Berge und Tiere in mannigfaltiger Form. Ebenso Erze und was sonst halt benötigt wird um eine florierende Welt zu schaffen. Unterdessen sind alle Götter auf gerufen aus euren Welten, Menschen, Elfen, Zwerge und was es sonst bei euch an Leben gibt, auf zu fordern diese Welten zu verlassen, natürlich nicht alle sondern nur ein Bruchteil, wir wollen ja nicht eure Welten entvölkern um eine andere zu füllen. Erscheint ihnen sagt ihnen was gewünscht wird und sagt zum Beispiel den Zwergen das sie einen eigenen Gott bekommen werden, einen der sich mit den Erzen und dem Schmieden von Waffen auskennt. Ihr Gott wird Myrion sein.“ Jetzt war auch Myrion geplättet. „Iona sorge dafür das es ein Gebirge gibt in dem sich die Zwerge wohl fühlen können.“ Diese nickte und notierte es sich wie sie auch alles weitere auf schrieb was noch kommen würde. „Dann bringt Elfen herbei, die mit der Natur im Einklang leben, deren Göttin wird Nara sein die Mutter von Hoffnung und Liebe. Auch hier sollte Iona dafür sorgen das es reichlich Wälder gibt und später mit Nara zusammen arbeiten. Die Inkarnationen werden ansonsten ihre Aufgaben erfüllen wie gehabt. Doch nun zu den Menschen, sie werden zwei eigene Götter haben, einmal eine Art Antigott, der von den dunklen angebetet werden wird, ebenso wie den Gott der ihm als guter gegenüber steht. Den dunklen Gott wird Leon verkörpern und sein Gegenteil wird Iron sein. Lazarus, Amor und Hope werden das in diese Welt bringen wozu sie gedacht sind Lust, Liebe und Hoffnung. Ich selber werde immer nur mit den beiden Löwen auftauchen, hier solltet ihr dafür sorgen das sie vergessen das ich zwei Gefährten habe. Es ist an zu nehmen das auch alle Völker mich als höchste Gottheit verehren werden, doch sollen in dieser Welt wenn es Tempel für mich geben sollte, niemals Myrion oder Leon an meiner Seite zu sehen sein, wenn sie mich begleiten dann nur im Körper der Löwen. Wenn sich die Lebewesen entschlossen haben die neue Welt zu bevölkern, bringt sie dort hin. Sie werden dann entsprechend von ihren „neuen“ Göttern Hilfe erhalten und euch vergessen, sie werden das Gefühl haben schon immer auf dieser Welt gelebt zu haben. Die neuen Götter sind aufgefordert für „ihr“ Volk eine Entstehungsgeschichte zu schreiben und gebt sie Leith zum lesen ob er eventuell Fehler findet, Dann verbreitet sie. So ich glaube das war es erst einmal nun könnt ihr Fragen stellen.“ Damit setzte sie sich und sah alle abwartend an. Hinter ihr in dem Fenster das noch immer offen war zeigte sich nun eine Welt die begann grün zu werden, wo sich Wälder und Berge zeigten, als auch Meere und alles andere. Dann verblasste das Bild und das Fenster verschwand. Leise flüsterte Nara Iron und Lazarus zu, das dies die Welt gewesen sei die sie besucht hatten. Die beiden nickten, auch sie hatten sie erkannt. Nun wurde ihnen auch klar was der Drache Aran sagen wollte als er mitten im Satz abbrach. Er hatte es schon gewusst das Nara und Iron zu Göttern werden würden. Die Fragen trommelten nur so auf Aurian ein, doch sie beantwortete jede soweit es ihr möglich war. Als alle Fragen beantwortet waren erhob man sich und verließ den Sitzungssaal. Lazarus klärte Nara und Iron darüber auf was es mit den beiden Löwen auf sich hatte und führte sie auch in Aurians Thronsaal um ihnen die beiden großen steinernen Löwen zu zeigen, die je ein Teil von Myrion und Leon waren. „Das sind die beiden Löwen Aurians. Leon und Myrion ist es möglich deren Gestalt an zu nehmen und so unerkannt Aurian begleiten zu können, wenn man nicht sehen soll das sie von ihren beiden Kriegern begleitet wird.“ Nun wussten auch die beiden wieso in Aurians Tempel immer diese beiden Löwen zu sehen waren und Nara lachte leise: „Und wir dachten immer, das sie getrennte Persönlichkeiten seien, einmal die Löwen und einmal die beiden Krieger, doch in Wahrheit sind sie ein und das selbe.“ Die beiden hatten viel zu lernen und Nara freundete sich auch mit Amanda und Enjara an, was wie Aurian sehen konnte der jungen Frau sehr gut tat.

Ihre Kinder waren inzwischen in die Pubertät gekommen, und es zeichnete sich ab, das Miria eine schwäche für Arden hatte, was von Marlon entsprechend mit Foppereien geahndet wurde. Doch gab es auch Schwierigkeiten, denn Marlon sah Leona wiederum mehr als Schwester als etwas anderes an. Das änderte sich erst als er sah wie Amor immer mal Hope ansah und feststellte das dieser kein anderes Mädchen ansah außer ihr. Man hatte sie zwar im Sinne der Götter erzogen und doch hatten sie auch die Moralvorstellungen der Menschen mit bekommen. So konnte Aurian mal mit bekommen das sich Marlon und Amor unterhielten und dieser sagte: „Sie ist unsere Schwester und du siehst sie nicht so an als wäre sie das, in deinem Blick liegt nicht nur Liebe zu deiner Schwester sondern etwas mehr.“ Amor sah darauf hin Marlon an: „Na und? Schau dich doch mal um, hier ist es egal und du hast recht, ich will sie. Wenn ich erst mal noch älter bin und sie auch, wird sie mir gehören. Und nur mir.“ Aurian sprach darauf hin mit Lazarus, Iron und Nara und erzählte ihnen was sie gehört hatte und machte sie darauf aufmerksam das es nicht mehr lange dauern würde und die Jungen sich an die Mädchen heran machen würden. Nara war entsetzt: „Jetzt schon? Sind sie nicht noch ein wenig zu jung um schon an so etwas zu denken?“ Da lachten Lazarus und Iron und Iron meinte: „Kleines weißt du wie alt ich war als ich das erste mal bemerkte das es Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gab und in mir das erste mal das Verlangen hoch kochte. Nein Kleines sie hat recht, es wird nicht mehr lange dauern, dann werden sie beginnen sich zu küssen und irgendwann werden die Jungen auch mehr wollen.“ So beobachtete Nara nun die jungen Leute noch aufmerksamer und als sie sah wie sich die Körper der Mädchen zu verändern begannen und diese langsam weibliche Rundungen an nahmen, wurde ihr klar das es wirklich nicht mehr lange dauern würde. Auch den Jungen fiel das auf und sie wurden neugierig. Immer mal erschienen sie, natürlich „rein zufällig“ in den Zimmern der Mädchen während die sich gerade um zogen, was diese logischerweise schrill schreien lies. Doch auch die Jungen begannen sich zu entwickeln und Iron hatte dafür gesorgt das auch ihre Körper nicht schmächtig blieben sondern lehrte sie die Kampfkunst und ihre Körper zu stählen und wenn sie mal wieder maulten weil sie keine Lust darauf hatten sah er sie an: „Also Jungs wenn ihr wollt das die Mädchen euch bewundern solltet ihr ihnen auch etwas geben wofür sie euch bewundern können.“ Er wusste das gab ihnen Motivation, denn schließlich waren sie hormonstrotzende Jugendliche. Sie würden vielleicht nicht die Muskeln bekommen die er oder Lazarus besaßen doch sollten sie auch nicht aussehen wie kleine Hungerhaken. Und als er sah das die Mädchen immer mal kichernd zusahen als die Jungen trainierten, machte er diese darauf aufmerksam, was ihm allerdings einen Rüffel von Nara einbrachte, die eines Abends sagte: „Musst du sie noch darauf hinweisen, das macht die Jungen ja noch bekloppter als sie ohnehin schon sind.“ Doch er und Lazarus lachten nur darüber. Auch saßen Amor und Marlon wie es schon Lazarus getan hatte oft bei Myrion in der Schmiede und bewunderten ihn, wenn er mit der Kraft die ihm eigen war den Schmiedehammer schwang. Miria hatte tatsächlich die Schönheit und die leuchtend roten Haare ihrer Mutter geerbt und da sie sah wie man ihre Mutter verehrte, wurde ihr bewusst das sie ebenso schön war. Das fiel auch Arden auf, obwohl er wusste welches Arrangement man getroffen hatte, begann doch sein Herz zu glühen wenn er das junge Mädchen sah. Er wusste er musste Geduld haben und es würde noch eine Weile dauern bis er sich ihr wirklich nähern durfte, doch freute er sich schon darauf, sie zu seiner Frau machen zu können. Auch Miria hatte viel für Arden übrig, sie wusste das er viel älter als sie war, doch sah er noch jung und äußerst attraktiv aus, so das das Alter an sich keine Rolle spielte. Marlon hingegen bemerkte ebenso das Leona, die schwarze Haare hatte, seiner Schwester in Sachen Schönheit nicht nach stand. Auch Leona fühlte sich von Marlon angezogen. Die einzigen die wie es Lazarus schon vermutet hatte, nur sich selber brauchten waren Amor und Hope, diese beiden liebten sich abgöttisch, wenn es auch noch lange nicht zu körperlichen Annäherungen gekommen war. Und so verging die Zeit. Langsam kamen auch Doran und Aileen ins Teenageralter und die anderen wurden erwachsen, heißt sie erreichten das ungefähre Alter von achtzehn Jahren.

Eines Nachmittags als Lazarus und Iron sich im Liegstuhl flegelten und über den See sahen an dem ihr Haus stand sah Iron Lazarus an: „Was mich schon lange mal interessiert ist, schläfst du eigentlich noch mit Aurian?“ Lazarus schüttelte mit dem Kopf: „Nein seit ich mit Nara verheiratet bin nicht mehr. Sicher treu war ich ihr nie, aber das resultiert einfach daraus das mir nichts anderes übrig blieb. Und ich will ehrlich zu dir sein, irgendwie trieb es mich an sich auch nie mehr zu anderen Frauen hin, auch wenn ich es immer mal tun musste und immer noch muss. Du hast mich mal gefragt ob ich es genieße oder nur aus Pflicht tue. Damals genoss ich diese Abwechslung und fand es toll, aber seit ich mit Nara zusammen bin, ist es nicht mehr das selbe. Jedes mal wenn ich zu einer anderen Frau ins Bett steige, überkommt mich das schlechte Gewissen. Wirklich scharf bin ich eigentlich nur auf eine Frau und das ist Nara. Was ist mit dir? Würdest du gerne mal jemand anderen haben?“ Iron sah sich um ob Nara in der Nähe war, er nickte: „Ja, nicht das mir Nara nicht alles gibt was ich will oder brauche und ich liebe sie noch wie am ersten Tag. Und doch, wenn ich Aurian sehe, denke ich an die eine Nacht und das Verlangen kocht in mir hoch. Würde sie mich wollen, ich würde sie nicht abweisen, mit Sicherheit nicht. Denn so ab und zu wäre ein wenig Abwechslung doch ganz nett.“ Lazarus nickte verstehend: „Nun ja ich denke jeder Kerl der sie sieht würde sie haben wollen und wenn sie auf mich zu käme und mich forderte, würde ich auch wieder schwach werden und in diesem Fall würde ich es auch genießen. Und so richtig ausgelastet war ich schon ewig nicht mehr. Denn Nara kann mir nicht standhalten, würde ich alles von ihr fordern was ich brauche, würde ich sie zerbrechen.“ Nun sah Iron ihn erstaunt an: „Das ist jetzt ein Scherz oder? Denn selbst das was ich bisher von dir sah war schon mehr als selbst ich auf die Beine stellen könnte und du sagst das ist dir noch nicht genug? Und dennoch warst du nie in Versuchung dir das bei Aurian zu holen was Nara dir nicht geben kann?“ Lazarus nickte: „Genau so ist es. Und in Versuchung, sicher war ich schon ab und zu mal versucht zu ihr zu gehen und einfach mal das zu fordern was ich wirklich brauche, doch meine Liebe zu Nara hielt mich immer davon ab.“ Iron stützte sich auf seinen Arm und wandte sich Lazarus zu: „Würde sie denn deiner Forderung nachkommen?“ Nun lachte Lazarus: „Hör mal das Licht zieht es immer zum Licht, so das sie mir ebenso wenig widerstehen könnte wie jede andere Frau und selbst wenn es nicht so wäre, ja sie würde mir geben was ich brauche und würde meiner Forderung nachkommen. Aurian ist nicht wie Nara, wo Nara auch ohne Probleme mal einige Zeit ohne auskommen könnte, würde Aurian bereits nach einem Tag innerlich verbrennen, wenn sie keinen Kerl bekommt.“ Iron grinste: „Also ich wäre gerne bereit aus zu helfen.“ Dann wurde er wieder ernst: „Was ist mit Hope, würde sie dann nicht auch von dir angezogen?“ Lazarus nickte: „Die Möglichkeit bestünde natürlich, doch erstens würde ich es nicht zulassen und zum zweiten sieh dir die beiden an, sie lieben sich dermaßen das sie kaum auf die Idee kommen würde, sich mir in dieser Art zu nähern.“ Iron nickte: „Wieso würdest du es nicht zulassen? Ich meine wenn ein Sohn mit seiner Mutter, wieso dann nicht eine Tochter mit ihrem Vater?“ Lazarus lächelte leicht: „Du hast es immer noch nicht verstanden, rein körperlich mag Aurian ja meine Mutter sein, aber im Geiste war es das Licht. Bei Hope und mir oder bei Amor und Aurian wäre es etwas anderes. Nicht das Licht ist ihr Vater sondern ich. Schau mal ein Mann wie Ikarus, kann das Licht mit seinem Samen weiter geben, das ist kein Problem, solange das Licht es auch will. Doch eine Frau muss das Kind bekommen, anders geht es nicht um damit das Licht einen Sohn bekommen kann. Ich habe nur einen winzigen Bruchteil von dem Licht mitbekommen was Aurian besitzt. Sie ist die Herrin des Lichts. Und Hope und Amor, haben noch einen kleineren Teil als ich. Die beiden lieben sich jetzt schon und irgendwann wird der Tag kommen da Amor auch Hope in sein Bett fordern wird. Doch werden sie wahrscheinlich niemals Kinder bekommen. Und warum ich es nicht zulassen würde? Ist das nicht offensichtlich?“ Iron sah ihn fragend an: „Weil du ihr Vater bist, aber wäre das nicht wieder das moralische denken das uns Sterbliche eingrenzt?“ Lazarus schüttelte den Kopf: „Nein nicht weil ich ihr Vater bin, das wäre unerheblich, aber schau dir die beiden an. Amor würde es niemals verkraften das sie mit einem anderen ins Bett gehen würde. Ich liebe meinen Sohn und ich würde ihm so etwas niemals antun. Das ist der Grund warum ich es nicht zulassen würde. Und einen anderen außer ihn oder mir vielleicht, würde sie niemals in Betracht ziehen. Wäre sie alleine würde sie wahrscheinlich wie Suna, keinen Mann wählen.“ Iron nickte: „Oder auf dich abfahren.“ Lazarus nickte leicht. Iron sah leicht nachdenklich aus: „Doch sag mir mal eins, ich hörte wie Aurian mal sagte, wo Licht ist, ist auch Finsternis. Und das Licht und die Finsternis müssen im Einklang sein. Es gibt kein Licht ohne die Finsternis. Wo ist dann die Herrin oder der Herr der Finsternis, denn wenn es eine Herrin des Lichts gibt, muss es dann nicht auch ihr Gegenstück irgendwo geben?“ Lazarus nickte: „Die gibt es auch oder vielmehr den. Er sitzt im Schwert das Alrik hütet. Viele haben sich gewundert warum Aurian ihn nicht einfach vernichtet hat und statt dessen wieder dafür sorgte das er in das Schwert zurück musste. Doch er ist der Herr der Finsternis, er ist der Dämon, der in den Herzen der Menschen auch die Dunkelheit verbreitet. Das Böse gibt es auch als Inkarnation. Das Böse ist überall, es hat mannigfaltige Gesichter und ich glaube bis auf Aurian und die beiden Löwen weiß keiner wie er oder sie aussieht.“ Iron nickte :“Also könnte Aurian rein theoretisch alles böse und finstere vernichten?“ Lazarus stimmte zu: „Ja könnte sie aber was würde dann passieren? Die Welten würden stagnieren, es gäbe nur noch das Gute, nichts böses oder dunkles würde mehr geschehen. Man würde aufhören zu forschen, denn es gäbe keine Kriege, keine Krankheiten oder sonst etwas das den Menschen schaden würde. Es würde nur noch das rein Gute vorherrschen. Doch das wäre undenkbar, also muss das Finstere ebenso existieren wie das Gute. Wobei ich denke würde Aurian das versuchen oder tun, würde das Licht dafür sorgen das es wieder einen Gegenspieler bekommt.“ Iron nickte abermals: „Doch frage ich mich warum wurde Leon als Antigott, also als dunkler Gott ausgesucht. Und warum ist die Lust für die Götter so wichtig? Und welche Macht werde ich als Gott haben oder Nara?“ Nun lachte Iron: „Entschuldige wenn ich jetzt auf einmal so viel frage, doch früher musste ich mich damit nicht beschäftigen, doch jetzt häufen sich bei mir die Fragen.“ Lazarus sah ihn sanft an: “Frag nur, soweit ich kann werde ich dir antworten, doch manche Fragen wird dir nur Aurian beantworten können. Also du hast Leons Vater gesehen, er war das letzte, zumindest als er noch ein Avatar war. Nach dem er Jasmin kennen und lieben gelernt hatte, änderte sich das auch, doch trug er immer einen dunklen und finsteren Kern in sich das änderte sich nie. Und Leon als sein Sohn, trägt diesen Kern ebenso in sich, wenn auch nicht ganz so exzessiv wie Dorian. Wobei Leon auch eine linke Bazille ist, entschuldige wenn ich das über einen meiner Väter sage aber es ist die Wahrheit. Er ist eiskalt wenn es sein muss und würde jeden ohne Skrupel töten wenn es nötig wäre oder Aurian es verlangen würde. Er regiert im Augenblick die dunkle Hälfte der goldenen Stadt.“ damit deutete er etwa in die Richtung in der die Stadt lag. „Deswegen wurde er als dunkler Gott ausgewählt. Und einen besseren hätte man nicht wählen können. Er ist mit allen Wassern gewaschen. Ihm werden im Gegensatz zu mir oder dir Blutopfer die man ihm sicherlich darbringen wird, nichts ausmachen.“ Iron sah ihn entsetzt an: “Blutopfer? Heißt das seine Gläubigen werden für ihn töten oder werden es Tiere sein?“ Lazarus lachte leise: „Siehst du du siehst mich entsetzt an, doch er wird nur darüber lachen, sich das nächste Weib nehmen und es vergessen. Es interessiert ihn nicht. Und sowohl als auch, denke ich mal, das liegt an ihm, er könnte sagen Tiere reichen, dann würde man sich wahrscheinlich daran halten. Was nun die Lust angeht, nun wenn man die empfindet setzt man eine riesige Kraft frei, eine Kraft die wie im Fall von Aurian und ihren Löwen, sogar Welten erschaffen kann. Und die Lust an der körperlichen Liebe ist etwas sehr schönes, etwas berauschendes, etwas das jeder gerne hat. Und für die Götter ist es eine Art Ventil um alles los lassen zu können was man sonst auf den Schultern trägt. Sie macht Spaß, bringt einem Entspannung und man fühlt sich wohl.“ Iron nickte das verstand er: „Wie erschaffen sie diese Welten?“ Lazarus lachte: „Das willst du nicht wirklich wissen, ich habe sie einmal dabei beobachtet da war ich noch ein Kind glaube ich. Wenn du denkst wir sind leidenschaftlich und wild. Dann hast du noch nie Aurian und ihre Löwen gesehen. Deren Liebesspiel wenn sie vorhaben eine Welt zu erschaffen ist wie ein Kampf, mehr als wild, mehr als leidenschaftlich. Die beiden Männer fallen dann wie Tiere über sie her und sie genießt es und schreit voller Lust. Sie wird dabei über Stunden immer wieder abwechselnd und ohne Unterlass von den beiden genommen.“ Iron sah ihn mit großen Augen an: „Und sie hält das durch? Ich meine die beiden haben ja immer mal eine Zeit wo sie sich ausruhen können, wenn der andere sie nimmt, das wissen wir ja auch, doch ohne Unterlass über Stunden? Bei der Herrin, Nara würde dabei drauf gehen. Und sie ist schon nicht zimperlich.“ Lazarus nickte leicht: „Ja sie hält das sogar locker durch. Sie ist eine Nyphomanin und kann nie genug bekommen. Nun wie dem auch sei, wenn alle drei nicht mehr können, dann entsteht eine neue Welt. Was nun deine und Naras Macht angeht die ihr als Götter erhaltet, das entzieht sich mir, da müsstest du schon Aurian fragen, denn ihr werdet ja recht spezielle Götter sein, so wie ich auch einer bin. Die Götter die eine Welt hüten sind auch nicht allmächtig, sie müssen ab und an auch mal die Inkarnationen oder sogar Aurian rufen. Doch gewisse Mächte haben wir alle, wir können von einer Welt zur anderen reisen, wir können innerhalb der Zeit reisen, allerdings dürfen wir das nicht in unsere eigene Vergangenheit, das heißt du dürftest nicht in deiner alten Welt in deine Vergangenheit reisen, weil du eventuell dort etwas verändern könntest und sich somit die gesamte Zukunft ändert. Als Beispiel du würdest in die Vergangenheit reisen um deinem Vater den Kerker zu ersparen, damit würdest du dein ganzes Leben ändern, und würdest jetzt eventuell nicht hier sitzen, hättest Nara nicht kennen gelernt und die Kinder währen auch nicht da. Wenn du irgendwo etwas ändern willst, befrage Väterchen Zeit der sagt dir ob das in Ordnung geht oder nicht.“ Iron nickte leicht: „Das werde ich, doch erst einmal werden wir wohl erhoben werden müssen, weißt du wie das geht?“ Lazarus zuckte die Schulter: „Auch das muss dir Aurian erklären das weiß ich nicht. Das sind Geheimnisse die wohl nur sie kennt.“ Iron hatte noch so viele Fragen doch wollte er Lazarus auch nicht weiter löchern, er würde wohl Aurian mal aufsuchen müssen um auf die eine oder andere Frage eine Antwort zu bekommen, sofern sie diese überhaupt gab. Und zudem hatte er erst mal genug über das er nachdenken musste.

Aurian hingegen hatte alles soweit vorbereitet für die Nacht der Nächte in der mal wieder eine Welt geboren werden sollte.

Kapitel 31: Eros ist auferstanden


 

In einer heißen Nacht mit Aurian in denen Myrion und Leon wieder mal alles gaben, entstand in den weiten des Universums eine neue Welt. Eine besondere Welt.

Am Morgen danach saß Aurian recht entspannt auf ihrem Plateau als Iron sie aufsuchte. Aus den tiefen der Höhle hörte man das gleichmäßige hämmern eines Hammers der auf einen Amboss schlug. Auch Iron lauschte dem einen Moment und sah dann Aurian an: “Darf ich mich setzen? Ist das Myrion der dort schmiedet?“ Aurian deutete auf einen Stuhl und nickte: „Ja, das ist Myrion. Ich liebe es diesem Hämmern zu zu hören. Doch was hast du auf dem Herzen?“ Sie sah ihn freundlich an. Nachdem sich Iron gesetzt hatte, musste er einmal kurz scharf einatmen, denn Aurian umgab noch immer das was sie die Nacht erlebt hatte und das machte sie für einen Mann noch anziehender. Aurian bemerkte es und lächelte. Er riss sich zusammen und sah sie an: „Ich würde gerne wissen welche Fähigkeiten Nara und ich haben werden, was unsere Macht umfasst und wie es vonstatten geht das wir erhoben werden.“ Es fiel ihm nicht leicht in ihrer Nähe ruhig zu bleiben, er spürte wie es in seinen Lenden pochte. Aurian spürte das er sie wollte, doch antwortete sie ihm auf seine Fragen: „Nun du und Leon ihr werdet auf dieser einen Welt Feinde sein, blutige Feinde. Doch bitte bring das nicht mit hier her. Denn das gilt nur für diese eine Welt. Er wird Opfer von seinen Gläubigen verlangen die dir gegen den Strich gehen werden, als auch noch so einiges mehr. Du wirst die Güte sein, denn dein Herz ist rein ebenso deine Seele. In dir ist nichts böses auch wenn du zuschlagen kannst wenn es nötig ist. Wo Leon eiskalt töten würde, würdest du hergehen und versuchen eine andere Lösung zu finden. Deine Gläubigen werden immer gütig und sanft sein, während seine blutrünstig und grausam sein werden. Eure Gläubigen werden das im Herzen tragen was ihr darstellt, eure Handlungen werden sich automatisch auch auf sie übertragen. Wenn ihr euch prügelt oder bis aufs Blut bekämpft werden es auch eure Anhänger tun.“ Iron nickte: „Doch wären meine Gläubigen dann nicht eher Opfer? Denn wenn sie nur Güte in sich tragen, würden sie sich dennoch wehren?“ Aurian schüttelte leicht den Kopf. „Wahrscheinlich nicht, sie würden sich wohl nicht wehren, sondern versuchen zu verhandeln, zu fliehen oder sich sonst wie zurück ziehen. Sie wären leichte Beute für seine Anhänger. Deswegen ist es nötig das du ihm auch im Kampf gegenüber trittst. Wenn du das tust, werden deine Gläubigen auch immer mal Kämpfer ausbilden die für sie eintreten. Hast du Angst vor ihm?“ Iron dachte kurz nach: „Nein, Angst habe ich keine.“ Aurian nickte: „Das ist gut, denn wenn du Angst vor ihm hättest, hätten es auch deine Gläubigen vor seinen. Und Leon mag sein wie er will doch er selber war an sich nie grausam. Doch dort in dieser Welt wird er seine tiefsten Urtriebe heraus lassen müssen, er wird grausam sein müssen. Ihm wird die Inkarnation des Bösen zur Seite stehen, ebenso wie ihn der Tod begleiten wird und auch Lazarus. Dir hingegen, werden keine Inkarnationen zu Seite stehen, sondern mit dir werden Amor und Hope wandeln. Sie werden deine Begleiter sein. Liebe und Hoffnung. Du wirst der strahlende Held sein, während Leon die Finsternis über diese Welt bringen wird, wenn du es zulässt, also wirst du kämpfen müssen. Nara hingegen, wird mit Iona einhergehen der Mutter Natur, sie wird ihrem Volk Langlebigkeit geben, die Elfen werden länger leben als die Menschen. Auch sie wird Güte verbreiten, denn auch Nara ist reinen Herzens und ihre Seele ist weiß wie Schnee. Für diese Welt wird sie das Aussehen einer Elfin annehmen und sie wird eine wunderschöne Elfin sein, wenn auch mit flammend roten Haaren.“ Iron nickte: „Bitte wisst ihr wozu das alles? Wieso kann es nicht wie in den anderen Welten sein, Lazarus erzählte mir davon. Und wieso wird Lazarus Leon begleiten, er ist weder böse noch hat er eine dunkle Seele.“ Aurian seufzte leise. „Also gut, ich versuche es dir zu erklären soweit ich es selber erfassen kann. Schau dich hier mal um, die Welt der Götter stagniert. Es geschieht nichts, sie langweilen sich alle. Egal ob Inkarnationen oder Götter. Ich hatte es nicht gesehen, doch das Licht schon und so wollte es das diese Welt erschaffen wird, sie ist der Spielplatz der Götter. Dort werden alle Götter und Inkarnationen irgendetwas finden was sie tun können. Sei es Leith der Weise, den man sicherlich auch anrufen wird, wenn man Wissen will oder auch Aaron die Inkarnation des Krieges, denn es werden auch Kriege kommen. Obwohl es auch auf den anderen Welten Kriege gibt und Aaron wohl nie arbeitslos wird. Doch nimm Myrion, er ist unser Schmied, doch wie oft muss eine Waffe hergestellt werden, nicht all zu oft, so das er sich langweilt. Doch dort wird er ein Volk finden das ihm Arbeit gibt, verstehst du nun?“ Iron nickte: „Ein Spielplatz für die Götter und Inkarnationen und als Spielfiguren die Wesen dieser Welt, ist das nicht ein wenig grausam?“ Aurian lachte leise: „Nein denn sie werden auch Götter haben wie dich oder Nara. Die es ihnen erleichtern können. Es liegt an euch. Doch mischt euch nie in die Entscheidungen der Wesen ein, sondern lasst sie selber entscheiden ob sie kämpfen wollen oder nur tatenlos zusehen. Es werden Helden gebraucht werden die vielleicht mal eine Jungfrau aus den Klauen eines Drachen holen müssen, es wird wundersame Waffen geben, die Wesen dieser Welt werden auch ein abenteuerreiches Leben führen. Wobei Zandramas sich schon bereit erklärte auch mal einen bösen Drachen zu spielen, der die Welt in Angst und Schrecken versetzt. Man wird ihn töten, doch hier wird er wieder auferstehen, er wird also nicht wirklich sterben. Eine Welt voller Geheimnisse, Wunder und Abenteuer. Man wird Prophezeiungen aussprechen und sie verbreiten, und ihr seid aufgerufen es zu tun.“ Langsam verstand Iron wirklich. „Iona wird Wesen in diese Welt setzen, die zuvor noch nie jemand sah, wie Einhörner, eine Sphinx die ihre Rätsel stellt, sowie es auch einen Phönix geben wird, von Väterchen Zeit, so das auch dort ein Vogel der Zeit die Welt umkreisen wird. Es wird haarsträubende Monster geben. Man wird Drachen auch zähmen können, obwohl wir beide wissen das man einen Drachen nicht zähmen kann, so werden diese Wesen es doch anders sehen. Und so weiter.“ Iron sah sie an: „Eine gigantische Spielwiese.“ Aurian nickte: „So ist es.“ Iron sah sie fragend an: „Doch wieso Lazarus, wieso wird er Leon begleiten, denn er ist nicht böse oder grausam.“ Aurian lachte leise. „Doch er ist Eros ein Gott der Lust, er wird die Lust bei Leons Anhängern so hoch schaukeln das sie Orgien feiern werden, das sie nicht mehr Herr ihrer Sinne sind und nur noch eins wollen.“ Iron sah sie zweifelnd an: „Da gibt es nur ein Problem, Lazarus hat die Schnauze voll, er will keine anderen Frauen mehr. Er liebt Nara so sehr das es ihn teilweise jetzt schon anwidert überhaupt mit einer anderen ins Bett zu steigen.“ Nun sprang Aurian auf: „Verdammt, ich wusste immer das er nicht für die Liebe gedacht war und nun zeigt sich auch wieso. Weshalb man dafür sorgte das er auf mich fixiert wurde, weil mich liebte er zwar doch war es ihm gleichgültig das er auch mit anderen ins Bett gehen musste. Doch jetzt hat ihn die Liebe verdorben. Das muss ich ändern, er muss wieder werden was er einst war und wofür er gedacht war.“ Iron sah sie entsetzt an: „Willst du ihm die Liebe nehmen, was hast du vor?“ Aurian schüttelte den Kopf: „Die Liebe kann ich ihm nicht nehmen, es gibt eine Macht die selbst stärker ist als das Licht und das ist die Liebe. Aber ich kann seine Lust wieder schüren, er ist eingerostet. Er hat solange auf die absolute Befriedigung verzichten müssen das er nicht mehr fähig ist seine Kräfte ein zu setzen und deswegen hat er auch die Schnauze voll. Und das werde ich ändern, eine Nacht mit mir und er wird wieder der alte sein. Doch warne Nara vor, er wird seine Treue überdenken, er wird wieder mit Freuden die Priesterinnen belästigen, er wird sich wieder überall holen was er kriegen kann. Und so muss es auch sein.“ Iron seufzte und hatte Angst das es Lazarus sein Glück kosten konnte, doch würde er Nara sagen was nun zu erwarten war. Und er hoffte das sie es verstehen würde.

Als er später mit Nara sprach und ihr erzählte was Aurian gesagt hatte überraschte ihn sehr was sie ihm antwortete: „Sie hat recht, er hat sich verändert. Auch wenn er immer mal mit anderen schlief so spürte ich doch das er anders geworden ist. Das er lieber mit mir zusammen war als mit irgendeiner anderen. Er ist nicht mehr der Mann den ich kennen gelernt habe. Damals war er provozierend, aufreizend, der scharf darauf war was er sah zu bekommen. Doch jetzt ist er nur noch auf mich fixiert und will auch keine andere mehr. Er ist nicht mehr der Mann den ich lieben gelernt habe. Er ist liebevoll und gütig, er ist das was eine Frau sich nur wünschen kann und doch fehlt ihm das was ihn einst ausgemacht hat. Wenn Aurian meint das eine Nacht mir ihr das wieder richten kann und das er danach wieder so ist wie er sein sollte, dann soll sie es tun. Und noch was mein Schatz, ich weiß das du ebenso scharf auf sie bist. Also wenn du es noch mal mit ihr treiben willst, meinen Segen hast du. Ich bin nicht eifersüchtig, weder darauf das sie Lazarus verändert noch das du dir mal etwas Abwechslung bei ihr holst. Denn ich weiß das ihr beide mich aus tiefstem Herzen liebt und das wird sich nie ändern. Mal abgesehen davon das ich weiß das ich Lazarus nie das geben konnte was er wirklich braucht, er muss mal wieder richtig gefordert werden, er muss sich mal wieder richtig austoben können und bei mir oder jeder anderen sterblichen konnte er das nicht. Er wurde durch seine Liebe zu mir geschwächt. Und das erste Zeichen dafür war, als er das unsterbliche Mädchen zeugen sollte und es nicht konnte, damals hätten wir schon hellhörig werden sollen. Doch nun soll er wieder stark werden und ich werde ihn dennoch weiter lieben, ebenso wie dich.“ Iron sah sie liebevoll an, dann zog er sie in seine Arme und küsste sie leidenschaftlich. Als er den Kuss löste der Nara atemlos werden lies meinte er: „Womit haben wir dich verdient? Ich weiß das dir unsere Liebe immer gehören wird. Niemals werden ich noch Lazarus eine andere Frau so sehr lieben wie dich, doch es stimmt ab und zu wünschte ich ich könnte auch mal wieder etwas anderes erleben.“ Nara lachte leise: „Na dann geh und tobe dich aus, nimm dir was du haben willst und komm dann zu mir vielleicht ein wenig glücklicher als jetzt zurück. Wir werden noch einige Jahrhunderte mit einander verbringen und ihr beiden seid Kerle durch und durch und diese Zeit mit nur einer Frau, die man dazu noch mit einem anderen teilen muss zu verleben kann frustrierend sein und ich will das ihr absolut glücklich seid. Also geh und nimm sie dir.“ Iron lachte herzlich: „Kleines du bist unglaublich, sagt man Leith nach das er weise ist, so stehst du ihm in nichts nach. Und du bist bestimmt nicht eifersüchtig?“ Nara schüttelte den Kopf: „Eifersucht ist nur ein Zeichen der Angst den Menschen den man liebt zu verlieren und diese Angst habe ich nicht, weil ich absolut weiß das ihr mich liebt. Also brauche ich nicht eifersüchtig zu sein.“ Damit tippte sie ihm auf die Brust wo sein Herz lag, „Was darin ist zählt und nicht was hier geschieht.“ Wobei sie ihm nun in den Schritt griff und er hart einatmete. Die Anspannung die seit dem er bei Aurian war in ihm saß und nun Naras Tun übermannte ihn und er presste sie heftig an sich um sich kurz darauf von ihr zu holen wonach sein Körper schrie.

Wenige Tage später tat er das selbe das auch vor ihm schon Leon und Iskander getan hatten, er suchte Myrion in seiner Schmiede auf. Dieser sah von seiner Arbeit auf als er Iron bemerkte. Iron war verblüfft als er Myrion, der mit bloßem Oberkörper dort stand ansah. Er selber war nicht gerade schmächtig sondern recht muskulös, doch Myrion übertraf das bei weitem, jetzt in seiner Schmiede strahlte er eine Kraft aus, die selbst Iron bewundernd schnaufen ließ. Myrion sah ihn ruhig und fragend an: „Kann ich etwas für dich tun?“ Iron nickte: „Ja ich weiß nur nicht wie ich anfangen soll.“ Myrion grinste leicht: „Ich glaube ich kann es mir denken. Du willst Aurian und mich um Erlaubnis bitten dich ihr nähern zu dürfen.“ Iron nickte: „Ja im Grunde ist es genau das. Sie schlief schon einmal mit mir, doch ich denke das ist dir bekannt. Doch da ging es von ihr aus und ich nahm immer an das du es wusstest. Doch jetzt wenn ich mich ihr nähere geht es von mir aus und ich will keine Probleme mit dir oder Leon bekommen nur weil ich mich nicht zügeln kann.“ Myrion sah auf den Hammer den er in der Hand hielt und dann Iron an: „Fang und wenn du ihn halten kannst, nimm dir als Belohnung was du begehrst. Doch warne ich dich, solltest du bei ihr etwas mit Gewalt versuchen, bekommst du es mit mir zu tun.“ Und bevor Iron überhaupt registrieren konnte was geschah, flog ihm schon der Hammer den Myrion eben noch in der Hand hielt entgegen. Er brauchte zwar beide Hände um ihn zu halten, doch er fing ihn ächzend auf und hielt ihn fest. Myrion hatte das nicht getan um an zu geben, sondern nur um Iron klar zu machen, das er hier einer Gewalt gegenüber stehen würde, der er weit unterlegen sein würde, sollte er etwas versuchen was nicht in Ordnung war. Dieser den schweren Hammer in den Händen sah Myrion an. „Verdammt ist der schwer, mich wundert das den überhaupt irgendwer nur mit einer Hand halten kann. Und du schwingst ihn als wäre es eine Feder.“ Myrion grinste immer noch: „Gut das du das erkennst dann weißt du vielleicht auch was dir passieren könnte, falls du meine Warnung nicht beachtest.“ Iron hatte verstanden und gab Myrion seinen Hammer zurück. „Ja ich habe genau verstanden, doch würde ich niemals einer Frau etwas aufzwingen was sie nicht will.“ Myrion nickte: „Gut für dich. Wenn sonst nichts ist lass mich weiter arbeiten, es sei denn du willst mir helfen.“ Das hatte er nicht vor und so verabschiedete er sich auch von ihm, auf dem Rückweg dachte er sich das er nun auch wusste warum man Myrion als Gott für die kämpferischen Zwerge ausgewählt hatte, er war prädestiniert dafür. Aurian oder das Licht, hatten sorgsam gewählt.

Diese stand im selben Moment in Lazarus altem Zimmer und hatte ihn zu sich beordert. Als Lazarus das Zimmer betrat, kamen Erinnerungen in ihm hoch und als er seine Mutter dort stehen sah erst recht. Er sah sie an und dann auf das Bett in dem er seine wildeste Zeit erlebt hatte. „Du hast mich rufen lassen? Was ist los?“ Aurian entfaltete ihre volle Sinnlichkeit die ihr zu eigen war: „Was los ist? Ist das hier in diesem Zimmer nicht offensichtlich? Ich will dich, denn ich musste schon lange auf dich verzichten.“ Damit schritt sie aufreizend langsam auf ihn zu während sie nach und nach ihre Kleidung fallen ließ. Er sah schwer atmend an ihr entlang und als er dann noch hörte das sie ihn wolle, geschah das womit Aurian gerechnet hatte, sein Verlangen flammte heiß und lodernd auf. Er ging ihr mit festem Schritt entgegen und als er vor ihr stand, griff er zu und riss sie in seine Arme um sie dann hart und verlangend zu küssen. Leise stöhnte er unter diesem Kuss auf, dann löste er ihn hob sie auf seine Arme und warf sie regelrecht auf das Bett, dann sah er sie mit wild loderndem Blick an. „Du willst mich? Dann sollst du mich auch bekommen,“ :grollte er leise. Schnell war er ausgezogen und warf sich auf sie. Und nun forderte ihn Aurian immer und immer wieder. Er tobte sich regelrecht aus, alles was er die ganzen Jahre über unterdrücken musste trat nun heraus. Zu lange war es her das er wieder mal sein konnte was er war. Und so wie er sie damals nicht aus seinem Bett ließ, so ließ sie ihn diesmal nicht eher gehen bis er alles gegeben hatte und dann wirklich ermattet auf sie nieder sank. „Bei allen Heiligen, das habe ich schon ewig nicht mehr erlebt, das habe ich vermisst und erst jetzt wird mir das klar.“ :schnaufte er noch ganz erschöpft. Aurian war nicht minder fertig doch strich sie ihm sanft über seine Haare. „Nun vielleicht weißt du nun wieder wer und was du bist. Wie ich dir schon einmal sagte, wenn du selber auf der Strecke bleibst komm zu mir und ich werde dir geben was du brauchst.“ Er nickte und wie einst drückte er seinen Kopf auf ihre Brust. „Ich liebe dich, doch liebe ich Nara noch mehr.“ Aurian nickte: „Und das ist auch richtig so, doch mein Junge, Liebe bedeutet nicht das man sich selber aufgeben muss. Und du hast dich in dieser Liebe verloren, du hast dich selber aufgegeben, aus welchem Grund auch immer. Doch es ist Zeit das du wieder zu dem wirst was du bist und sein solltest. Denn dein Vater Leon wird dich brauchen.“ Lazarus hob den Kopf und sah Aurian an: „Wird mir Nara das verzeihen können? Wird sie mich dennoch weiter lieben können? Ich will ihre Liebe und sie nicht verlieren.“ Aurian lächelte sanft: „Sie liebt dich wie du bist, sie weiß was du bist und akzeptiert es. Ihre Liebe ist unendlich groß und sie wird dir verzeihen und dich weiterhin lieben wie bisher. Hab davor keine Angst.“ Lazarus nickte leicht, er glaubte ihr, denn sie hatte ihn noch nie belogen. Als Lazarus die Order zu seiner Mutter bekam, wusste Nara bereits was geschehen würde und sie war gespannt darauf was das Ergebnis sein würde. Als er danach zu ihr zurück kam, war sein Schritt federnd und seine ganze Ausstrahlung hatte sich geändert, sie sah ihm entgegen und stellte fest.......das war wieder Lazarus wie er sein sollte. Er trat auf Nara zu und sah sie an: „Verzeih das ich mich heute von dir fern halte, doch auch mir sind gewisse körperliche Grenzen gesetzt und die habe ich heute schon ausgeschöpft.“ Nara lachte: „So hat sie dich klein gekriegt?“ Lazarus war erstaunt das sie es wusste, doch nickte er: „Ja und ich lebe wieder. Ich bin wieder ich. Ich hoffe du kannst mir verzeihen, ich liebe dich wie zuvor und nichts wird sich daran ändern, doch ich musste wieder werden was ich bin. Sie hat es erkannt und hat gehandelt. Von selber wäre ich nie zu ihr gegangen, doch muss ich dir nun sagen das sich das auch ändern wird. Sie ist die Kraft die mich immer wieder stärkt und ohne sie bin ich ein Licht ohne Flamme.“ Nara legte ihre Arme um ihn und drückte sich an ihn, wie er auch die Arme um sie legte. „Ja das bist wieder du, das ist der Mann den ich lieben lernte. Nimm dir was du brauchst. Und natürlich verzeihe ich dir. Ich liebe dich und ich habe keine Angst dich zu verlieren, denn ich weiß das du mich von Herzen liebst. Doch solltest du auch an dich denken. Und nun weiß ich auch wieso ich keine Kinder mehr bekommen werde, denn du wurdest zu sehr Vater, zu sehr Ehemann und zu sehr Familienmensch um es mal so zu sagen. Doch du bist Eros, ein Mann der die Lust in die Welten trägt und kein stinknormaler Kerl der morgens zur Arbeit geht und abends in Familie macht. Und würde ich weitere Kinder bekommen würde es sich wiederholen, also tue was getan werden muss. Sei was du bist, denn das liebe ich an dir.“ Er strahlte sie vor lauter Glück und Liebe an. Und nun war es ihm als würde eine Zentnerlast von ihm abfallen. Er küsste sie erst zärtlich doch dann leidenschaftlicher werdend und obwohl er vorher gesagt hatte das er nicht mehr könnte, nahm er sie sich doch noch. Und als er anschließend mit der Frau im Arm im Bett lag die er über alles liebte, wurde ihm klar das es ihnen beiden zugute kommen würde. Denn nun musste er sich nicht mehr zurück halten sondern konnte diese Liebe mit ihr genießen ohne dabei leer aus zu gehen. Denn dank Aurian war er schon so fertig das er es heute nicht mehr als auf einmal brachte und Nara verlangte auch nicht mehr, denn sie wusste das auch Iron noch zu ihr kommen und sein Recht fordern würde. Und damit wäre sie voll ausgelastet. Was die drei allerdings nicht gesehen hatten, war das auch die jungen Leute mitbekamen was vor sich ging. Und Amor meinte zu Marlon. „Himmel sind die scharf auf einander. Ob das bei uns auch mal so sein wird?“ Die beiden lagen draußen träumend im Liegestuhl und stellten sich vor wie es bei ihnen sein würde, wenn sie das erste mal mit ihrer Herzensdame die Lust erleben würden. Wobei Arden der junge Schürzenjäger schon genau wusste wie es sein würde, doch war ihm auch klar das er mit Miria eine Jungfrau ins Bett bekommen würde, was ihn noch davon abhielt sich ihr zu nähern. Er war an erfahrene Frauen gewöhnt und eine Jungfrau war auch für ihn etwas vollkommen neues.