Kapitel 20: Zwei Götter und ein König


 

Wenn auch Gwyn an die Zeit gebunden war wie sie auf seiner Welt ab lief, so war er doch immer in etwa dem gleichen Alter wie Arden und Lazarus. Diese hatten das Wachstum der Götter und so hielt es sich fast gleich. Was nun die Reife anging, so reiften auch die Kinder der Götter schneller, denn sie hatten eine schnellere Auffassungsgabe und lernten schnell. Einzige Ausnahme war Lazarus. Er war unglaublich und sein Wissen überstieg bei weitem das von Arden. Gwyn musste sich alles hart erkämpfen, er hatte weder die schnelle Auffassungsgabe der Götter noch kam er mit seinem Vater klar. Denn er sah das dieser ewig jung blieb während seine Mutter langsam alterte. Auch Iskander fiel auf, das seine einstige Geliebte so schnell alterte. Wenn er nach zwei oder drei Monaten mal wieder seine alte Welt besuchte, war sie um weitere Jahre gealtert. Er wusste irgendwann kam der Tag, da sie nicht mehr da sein würde. Die Jungen hatten ca. nun das achtzehnte Jahr erreicht und waren zu Hormon strotzenden jungen Männern heran gewachsen. Gwyn nahm seine Aufgaben sehr ernst und so konnte Iskander jetzt schon sehen, welches Potenzial in dem Jungen steckte. Auch hatte er die drahtige Figur seines Vaters geerbt und hatte auch genügend Muskeln angesetzt um ein Schwert tragen zu können. Und als Iskander wieder mal seinen Sohn und dessen Mutter besuchte trat Gwyn auf ihn zu und sah ihn ernst an: „Vater, es ist lobenswert das du uns immer noch besuchst, auch das du dich um mich gekümmert hast. Doch möchte ich dich bitten, geh und komme erst wieder, wenn meine Mutter für immer gegangen ist. Denn ICH muss ihre Tränen abwischen, ICH sehe wie sie leidet wenn du wieder gehst. Sie hat dich geliebt, doch du wolltest immer nur eins von ihr und sie wusste es. Doch nun zu sehen, das sie älter wird, während du immer noch der strahlende Held von einst bist, schmerzt sie sehr. Und wenn du immer wieder kommst, kann sie nicht zur Ruhe kommen. Ich bin nun alt genug, ich brauche keinen Vater mehr. Ich bin dir dankbar für alles was du für mich getan hast. Auch für alles was du mir beigebracht hast. Doch nun ist es Zeit für dich zu gehen.“ Als Iskander die ernsten Worte seines Sohnes hörte, nickte er. Er verstand seinen Sohn nur zu gut, denn auch ihn schmerzte es zu sehen wie seine einstige Gespielin alterte. Jetzt wurde ihm auch klar, warum die Götter und Inkarnationen lieber unter sich blieben und sich nie mit den Sterblichen eingelassen hatten. Es war nicht weil sie nichts für die Sterblichen übrig hatten, sondern weil sie wussten das diese vergänglich waren und das zu sehen mit Schmerzen einher ging. So legte er einen Arm um seinen sterblichen Sohn, sah ihn kurz an und sprach: „Solltest du oder deine Mutter irgendwann etwas brauchen, so lass es mich wissen. Und ich werde kommen. Doch du hast recht, es ist wirklich Zeit für mich zu gehen. Ich bin glücklich einen Sohn wie dich zu haben. Sei ein guter und gerechter Herr deinem Volk gegenüber. Und mache es besser als ich.“ Dann verabschiedete er sich auch von der Mutter seines Sohnes und war kurz darauf verschwunden. Er würde sich eine ganze Weile von der Welt fernhalten. Er betrat die Welt noch einmal sichtbar, nämlich als Aurian ihm sagte das Gwyns Mutter im sterben lag.

Aurian hatte in der ganzen Zeit eine Legende genährt, denn sie hatte von ihren beiden Männern ein Schwert schmieden lassen, dieses in eine Höhle verbannt in der es über einem Altar schwebte. Niemand konnte bisher das Schwert dort erreichen. Und sie lies verbreiten, das wer immer das Schwert nehmen könnte, der König des Landes sein würde. Das Schwert war für Gwyn bestimmt und sie wusste es. Die junge Priesterin von einst, bekam an einem Tag Besuch von Aurian. Sanft sprach Aurian mit ihr: „Wenn du einstmals gehen wirst so habe ich einen ganz besonderen Platz für dich. Du wirst in Jasmins Paradies eingehen. Sie hält schon einen Platz für dich bereit. Dort wirst du wieder jung und schön sein. Also verzage nicht, halte tapfer durch. Denn du wirst die größte Belohnung erhalten die einem Sterblichen möglich ist. Du wirst Seite an Seite bei der ersten Herrin des Lichts sitzen, die ihr Leben her gab um Menschen wie dir einen Platz in der Ewigkeit zu geben. Sie wird dich zu sich rufen, wenn deine Zeit gekommen ist, hab dann keine Angst sondern folge beruhigt diesem Ruf. Und über deinen Sohn werden die Götter wachen und er ist bestimmt dazu das Schwert eurer Legende in die Hand zu nehmen. Er wird ein gerechter und guter König sein. Eure Welt wird durch ihn einen besonderen Aufschwung erhalten. Auch wenn zuvor Kriege, Hungersnöte und anderes kommen werden.“ Die Priesterin nickte und war dankbar für die Worte die die hohe Göttin für sie hatte.

Nun die Kriege ließen auch nicht lange auf sich warten, ausgelöst durch Gwyn, der sich verliebt hatte und wieder geliebt wurde. Seine Auserwählte war eine junge Adelige die aber bereits einem anderen Mann versprochen war. Doch Gwyn hatte die Tapferkeit seines Vaters geerbt und so brach er eines Tages in das Schloss seiner Angebeteten ein und verführte sie. Die erste Nacht die er mit ihr verbrachte sollte nicht ohne Folgen bleiben, denn als der Vater seine Tochter geschändet sah, rüstete er zum Krieg. Selbst das seine Tochter ihm sagte das sie den jungen Mann lieben würde, hielt ihn nicht davon ab. So flüchtete die junge Frau zu ihrem Geliebten. Ein großer Machtkampf entbrannte. Aaron, der Herr des Krieges überwachte alles und passte auf das nichts aus dem Ruder lief. Und so flüsterte er dem jungen Gwyn eines Nachts, während er schlief ins Ohr das er den Krieg beenden könnte wenn er sich das Schwert aus der Höhle holen würde. Und am nächsten Morgen machte sich Gwyn auf, sich das Schwert zu eigen zu machen. Und als er danach abermals auf dem Kriegsplatz erschien, begann das Schwert in hellem Licht zu leuchten und alle sahen das Gwyn Herr des Schwertes ihrer Legende war. Und jeder fiel auf die Knie um ihn als König an zu erkennen. Es stand außer Frage das nun der Vater der jungen Frau stolz darauf war, das sein bis dahin von ihm gehasster zukünftiger Schwiegersohn König werden würde. Und wenige Tage später fand die Vermählung der beiden und die Krönung des jungen Königspaares statt. Iskander stand unsichtbar in der Nähe und beobachtete alles. Doch als dem jungen König die Krone aufgesetzt werden sollte erschien Aurian mit ihren beiden Löwen, sie trug zwei besondere Kronen auf einem Kissen und nahm die Krönung der beiden persönlich vor. Als das Volk sah, das der junge Mann der nun König wurde sogar von der höchsten Göttin gesegnet worden war jubelte es noch lauter. Aurian versprach dem Volk und dieser ganzen Welt einen jungen Gott der nun über sie wachen würde. Sie verlangte das man ihn ehren und sie ihm ihre Gebete schenken sollten. Und als dann neben ihr Arden auftauchte, war Iskanders Glück perfekt. Seine Söhne würden Seite an Seite für diese Welt kämpfen und für sie einstehen. Arden wusste das der junge König sein Halbbruder war und wünschte ihm und seinem Volk alles gute. Er versprach ein guter und gerechter Gott für diese Welt zu sein, so wie Gwyn versprach, seinem Volk ein guter König zu sein.

Auch Arden war nun zu einem jungen Mann geworden und ihm ging es nicht besser als seinem Halbruder Gwyn oder Lazarus. Auch ihn überschwemmten die Hormone Und er suchte sich einige Gespielinnen. Doch hielt er es eher wie Leon. Er betrat die Welten und suchte sich immer mal eine junge Frau die bereit war mit ihm das Bett zu teilen. Doch achtete er sehr gut darauf, keine der von ihm besuchten jungen Frauen zu schwängern, auch war er immer ehrlich zu ihnen und sagte ihnen gleich, das er nur eins von ihnen wolle. Er war hoch und gut gebaut gewachsen, auch er hatte eher die drahtige Figur seines Vaters, war aber dabei recht muskulös geworden, denn Iskander hatte immer darauf geachtet, das er die nicht vernachlässigte. Doch hatte er das blonde Haar seiner Mutter geerbt, was ihn erstrahlen lies wie einen Helden aus alten Sagen und Geschichten und so war es ihm immer ein leichtes eine junge Frau zu finden die bereit war mit ihm das Bett zu teilen. Doch sagte er ihnen nie was er wirklich war. Er verstand sich gut mit Lazarus, wenn der ihm auch oft sehr suspekt war. Dieser schien andere Interessen zu verfolgen als Arden. Denn als er ihn einmal einlud ihn doch zu begleiten um sich auch seine ersten Erfahrungen zu holen, sah der ihn merkwürdig an und lächelte. „Mein lieber Arden, deine Wünsche sind viel zu niedrig gesteckt. Nein mein Guter ich werde mir meine Erfahrungen bei der besten holen die es gibt.“ Lazarus war im Gegensatz zu Arden, ein Hüne wie Eric einst war. Er war sehr stark wie sein Vater Myrion und hatte die Durchtriebenheit wie Leon und Dorian. Doch war er dabei nicht bösartig, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Er wusste nur genau was er wollte und davon würde er sich auch von niemanden abbringen lassen. Arden sah ihn entsetzt an und flüsterte leise: „Bist du verrückt geworden? Dann kannst du doch nicht ernsthaft wollen? Myrion und Leon werden dich umbringen, wenn du das wagst.“ Doch Lazarus lachte. „Es gibt nur eine Frau die ich will und genau diese Frau werde ich mir auch nehmen. Und dagegen können die beiden Löwen nichts machen, absolut nichts. Denn ich bin wie einst Ikarus mein Großvater, ein Sohn des Lichts und diese Kraft werde ich mir zunutze machen. Und sie wird mir nicht widerstehen können. Sie weiß es und ich weiß es. Ich habe meine Väter beobachtet, ich habe sogar ihr Liebesspiel ganz genau beobachtet und weiß wozu sie fähig ist. Und genau das will ich. Und du solltest es vielleicht auch mal versuchen.........oder doch besser nicht, denn ich weiß du wärst dann für alle anderen Frauen verdorben. Denn was sie einem Mann geben kann, dazu ist keine andere Frau in der Lage. Sieh mich an, ich bin die Verkörperung dessen auf was jede Frau reagiert. Und ich kann es dir auch beweisen. Siehst du deine Mutter?“ Damit deutete Lazarus auf Enjara die gerade den Gartentisch abräumte. „Sie liebt eher die Frauen als die Männer und doch würde ich sie ins Bett bekommen wenn ich es darauf anlegen würde. Ich zeige dir nun nur einen Bruchteil dessen was ich vermag,“ damit erhob er sich und ging langsam mit leicht geschmeidigen Bewegungen auf Enjara zu, dabei öffnete er langsam sein Hemd. „ Enjara, komm her, ich will dich.“ Enjara die ihn kommen sah und ihn betrachtete verschlug es den Atem. Der junge Mann hatte auf einmal eine dermaßen animalische Anziehungskraft das sie nur eins konnte....flüchten. Leise hörte sie hinter sich das Lachen von Lazarus. Der drehte sich um und ging zu Arden zurück und knöpfte dabei sein Hemd wieder zu. „Hätte ich ihr nun nach gesetzt, sie an mich gezogen und sie bedrängt, glaub mir sie wäre mit mir ins Bett gegangen.“ Arden sah Lazarus sprachlos an: „Aber wie ist das möglich?“ Lazarus sah Arden ruhig an: „Hast du sie dir mal genauer angesehen? Wie sie sich bewegt, ihre Gesten, wie sie spricht. Ihr Körper ist eine Offenbarung für jeden Kerl. Sie ist die verkörperte Sinnlichkeit. Und ich mein lieber Freund, bin ihr Gegenstück.“ Arden sah ihn an: „Aber sie ist deine Mutter, wie kannst du so über deine Mutter reden?“ Lazarus schüttelte den Kopf: „Du verstehst es immer noch nicht oder? Aber gut dann erkläre ich es dir. Sie mag nach außen hin meine Mutter sein, sie hat mich getragen, sie hat mich geboren, alles richtig. Aber ich bin ein Sohn des Lichts. Sie hat lediglich ihren Körper zur Verfügung gestellt, so wie meine Väter lediglich den Samen gaben. Wie soll ich es dir verständlich machen? Also du weißt das sie das Licht in sich trägt, wie bitte schön sollte das Licht einen Sohn bekommen, wenn es sich dafür nicht seine Trägerin ausleihen würde. Die Erbmasse bekam ich von ihr, auch das ist richtig, alles was mich körperlich ausmacht, habe ich Myrion, Leon und auch Ikarus und sogar Dorian und Eric, als auch Aurian zu verdanken, ja. Aber ich bin dennoch nicht ihr Sohn, sondern der Sohn dessen was sie in sich trägt. Sie ist das Licht. Und ich bin der Sohn des Lichts. Ich bin Lazarus, das Gegenstück von Aurian. Ich bin die verkörperte animalische Lust, während sie die Sinnlichkeit in Person ist. Und ich werde wie ein Orkan über die Welten fahren. Während sie die Welten mit Hilfe ihrer beiden Löwen erschafft, werde ich sie mit Liebe und Lust füllen. Doch dazu muss ich sie mir nehmen.“ Arden sah ihn kopfschüttelnd an: „Also du willst nicht gerade wenig. Ich würde nie im Traum daran denken, mich Aurian auf diese Weise zu nähern.“ Nun lachte Lazarus wieder: „Du weißt aber schon das sie auch mit deinem Vater schläft oder? Er hatte den Mut sich ihr zu nähern und sogar den Mut sie sich zu nehmen. Sieh sie dir doch an, sie wird auch in zehntausend Jahren noch genau so aussehen und ihre sinnliche Ausstrahlung wächst von Jahr zu Jahr. Junge du kannst mir nicht erzählen das du in ihrer Nähe nicht auch schwach wirst, das du nicht den Wunsch verspürst das von ihr zu bekommen, was sie unbewusst ausstrahlt.“ Nun schaute Arden doch etwas verlegen: „Na gut ich gebe es ja zu. Wenn ich könnte würde ich sie mir auch nehmen. An ihr kommt wohl kein Kerl vorbei und da bilde ich keine Ausnahme. Und du sagst das sie auch mit meinem Vater schläft? Das wusste ich nicht.“ Lazarus nickte: „Doch tut sie, mir bleibt nichts verborgen. Und ich habe auch kein Problem damit. Weil sie ist wie sie ist und sie selber kann sich eh nicht dagegen wehren, ebenso wenig wie ich mich dagegen wehren kann, sie haben zu wollen. Nur das ich sie auch bekommen werde. Doch noch ist der Tag nicht gekommen. Noch muss ich geduldig sein.“ Arden nickte leicht: „Dann nimm dir doch inzwischen eine andere.“ Lazarus lachte leise und verpasste Arden eine Kopfnuss: „Womit wir wieder am Anfang unseres Gespräches wären.“ Nun lachte auch Arden und die beiden begannen eine freundschaftliche Rauferei. Wenn sich auch Lazarus immer unbeobachtet gefühlt hatte, so stimmte das nicht ganz, denn Aurian hatte ihn grundsätzlich im Auge und so blieb ihr auch das Gespräch der beiden jungen Männer nicht verborgen. Wie sie ihm schon mal sagte, ihre Macht war grenzenlos und sie wusste mit dieser Macht um zu gehen. Sie dachte sich, das es jetzt langsam Zeit würde, mit Myrion und Leon zu reden und nahm sich das für den gleichen Abend noch vor.

Kapitel 21: Lazarus


 

Am Abend wartete Aurian und als alle im Bett waren und auch ihre beiden Männer ins Bett wollten, hielt sie sie auf. „Ich muss mit euch reden, es ist wichtig. Doch dazu sollten wir in unser Schlafzimmer gehen um sicher zu sein das uns keiner belauschen kann.“ Die beiden sahen sie verwundert an und Myrion fragte leise: „So wichtig und geheim?“ Aurian nickte, also folgten die beiden ihr ins Schlafzimmer und machten es sich dort in einer kleinen Sitzecke gemütlich. Aurian setzte sich zu ihnen: „Wie ihr wisst bleibt in der Regel vor mir nichts geheim, es sei denn ich will es wirklich nicht wissen. Nun jedenfalls bekam ich heute ein Gespräch unserer beiden jungen Götter mit, Lazarus und Arden. Arden reist, wie ihr vielleicht wisst oft auf die Welten, um sich dort seine Hörner ab zu stoßen wie man früher bei uns sagte. Sprich er sucht sich dort seine ersten Erfahrungen mit Frauen. Dagegen ist auch nichts ein zu wenden, doch heute fragte er Lazarus ob er nicht mit kommen möchte und Lazarus antwortete ihm mit nein, er wolle nur eine Frau mit der er seine ersten Erfahrungen machen würde.“ Myrion sah sie abwartend an: “Hm.......und wer ist diese Frau? Oder will er sich für seine spätere Frau aufheben und hat somit noch keine im Sinn?“ Aurian sah Myrion an: „Du bist wirklich witzig, als wenn auch nur ein Kerl in dieser Familie sich je für eine Frau aufgespart hätte. Ihr seid doch alle hinter jedem Rock her der nicht schnell genug auf die Bäume kommt. Nein das ist es nicht. Ich habe mit Leith gesprochen da ich wusste das er sich damals mal mit Ikarus unterhalten hat bevor Ikarus ging. Und er erzählte mir das Ikarus sehr darunter gelitten hatte das er seine Mutter liebte.“ Hier unterbrach dann Leon: „Nun dagegen ist doch nichts zu sagen, ich liebe meine Mutter auch. Aber darum gings wohl nicht oder?“ Aurian nickte: „Richtig darum ging es nicht, sondern er litt unter dem Ödipus Komplex, sprich er liebte seine Mutter nicht wie ein Sohn seine Mutter lieben sollte sondern er liebte sie als Frau und als solche begehrte er sie auch......“ Bevor Aurian weiter reden konnte sprang Myrion auf: „Soll das heißen das Lazarus, du sagtest ja mal er leide unter dem gleichen Komplex, nun hinter dir her ist? Das du die Frau bist die er will?“ Aurian nickte: „So ist es. Und setz dich wieder. Das Problem machte sich bei Lazarus schon als Baby bemerkbar, ihr habt euch alle gewundert das er sich von Enjara nicht stillen lassen wollte, das lag daran das er keine andere Frau akzeptieren würde. Und so ist es bis heute geblieben.“ Myrion hatte sich inzwischen wieder gesetzt. Jetzt schlug Leon mit der Faust auf den Tisch: „Ich wusste es, ich ahnte das mit ihm was nicht stimmt, das er sich versteckte. Doch frage ich mich jetzt wieso hat er sich Arden auf einmal offenbart?“ Aurian seufzte leise: „Weil er nun weiß, was und wie er ist.“ Nun gab sie den beiden das Gespräch wieder wie es zwischen Arden und Lazarus gelaufen war. Ebenso wie den Test den er Arden mit Enjara gezeigt hatte. Myrion sah sie anschließend an. „Und hat er recht? Ist er tatsächlich das männliche Gegenstück zu dir? Und würde er wirklich jede Frau herum kriegen.“ Aurian nickte: „Ja das ist er. Und deine Frage ob er jede Frau herum kriegen würde frage ich dich, würde ich jeden Kerl herum kriegen?“ Myrion sah sie an und fluchte: „Sicher würdest du das. Ohne Frage, vor allem jetzt, nach dem du dich etwas älter und reifer aussehend gemacht hast.“ Aurian nickte: “Nun das war auch notwendig, als ich noch wie eine junge Frau aussah die gerade aus der Pubertät gekommen war, hätte mich doch keiner ernst genommen, deswegen sehe ich jetzt aus wie ende zwanzig. Und ihr habt es ja auch getan. Doch das ist nicht das Problem, sondern Lazarus. Es wird wohl noch einen oder vielleicht zwei Monate dauern, dann hat er die endgültige Reife erlangt von knapp dreiundzwanzig und dann wird er nicht mehr auf zu halten sein. Die Frage ist nun, wir gehen wir damit um? Und kommt mir jetzt nicht mit menschlichen Moralvorstelllungen. Ob nun ein Bruder mit seiner Schwester schläft und diese sogar heiratet. Oder ein Sohn mit seiner Mutter das ist unerheblich. Hier gelten diese Moralvorstellungen nicht. Abgesehen davon hat er vollkommen recht, ich mag vielleicht körperlich seine Mutter sein, doch in gewisser weise ist er der Sohn des Lichts. Und ja ich weiß das bin auch ich, vor allem da ich meine Kräfte, Macht oder wie ihr es auch immer nennen wollt besser beherrsche als Jasmin es je getan hat. Ich brauche keine Kugel mehr um die Zukunft zu sehen und ebenso wenig um Gesprächen zu lauschen, die ich wahrscheinlich nicht hören sollte. Ebenso wenig wie man mir irgendwas verheimlichen kann, auch nicht wenn man auf die Welten geht und sich da kleine Abenteuer sucht.“ Beim letzten Satz sah sie Leon an und als er gerade etwas zu seiner Verteidigung sagen wollte, winkte sie ab: „Leon das interessiert mich einen Dreck, es stört mich nicht. Ich weiß das du in der letzten Zeit sehr oft bei mir zu kurz kamst. Und ich gönne dir die kleinen Abenteuer. Du musst sie also nicht vor mir verheimlichen, zudem man vor mir nichts verheimlichen kann. Die Frage ist nun wie gehen wir damit um. Er ist wie ich, wo ich diese wie Myrion sie nennt, Sinnlichkeit ausstrahle, strahlt er jetzt schon sehr viel Männlichkeit aus. Wisst ihr was er anrichten kann wenn das zur vollen Blüte kommt? Zudem er genau weiß wie er das einsetzen muss. Und er hat recht, hätte er es wirklich drauf angelegt, wäre ihm sogar Enjala wie eine reife Frucht in den Schoss gefallen. Sie hätte sich danach furchtbar gefühlt, hätte sich geschämt und wäre wahrscheinlich am liebsten im Boden versunken, doch er hätte sie bekommen können und das schon jetzt. Und er steht erst am Anfang seiner Mannbarkeit. Ikarus war das damals auch zu eigen, doch er hat es unterdrückt und sich damit zurück gehalten weil er wusste wie sein Schicksal aussah, zudem er sogar als Unsterblicher einen Lebensfaden hatte, doch den hat Lazarus nicht. Lazarus ist durch und durch ein Gott. Er ist ein Eros, ein Gott der Leidenschaft und Lust. Sobald er seine ersten Erfahrungen hat, wird er diese Leidenschaft auf allen Welten verteilen. Das wird zufolge haben, das überall mehr Kinder geboren werden, das die Kulturen und Gemeinschaften aufleben. Er ist um es kurz zu sagen, ein Gott der Liebe. Doch seine eigene Liebe zu einer Frau erstreckt sich nur auf mich. Er wird auch andere Frauen haben und er wird auch Kinder zeugen, sogar reichlich. Doch die einzige Liebe werde ich sein. So war es seit seiner Geburt. Ihr erinnert euch das Iona in ihm etwas dunkles und etwas merkwürdiges sah. Nun das dunkle ist im Grunde seine Liebe zu mir als Frau und das merkwürdige ist, das er ein Gott ist der für keine Welt bestimmt ist, sondern der seine Liebe gleichmäßig auf allen Welten verteilen wird. Er wird nie grausam sein, noch bösartig, doch er ist durchtrieben und hinterlistig, um der Leidenschaft den Weg zu bereiten. Man wird ihm auf allen Welten einen Tempel errichten, wo man darum beten wird, das einem die Liebe geschenkt wird. Er wird verehrt werden als Sohn des Lichts.“ langsam begriffen Leon und Myrion was Aurian ihnen sagen wollte Und Myrion nickte: „Er ist also wirklich ein strahlender Gott, aber einer mit einem dunklen Geheimnis. Weil er die Herrin des Lichts als Mann begehrt.“ Aurian nickte: „So ist es, doch haben wir immer noch nicht geklärt wie wir damit umgehen.“ Myrion sah Aurian an: „Wie gehst du damit um? Was passiert wenn er seine Macht an dir ausprobiert?“ Aurian sah Myrion und Leon an: „Ich weiß was geschehen wird, wenn er und ich als Mann und Frau aufeinander treffen, wenn er seine Macht an mir ausprobieren wird, wird es gewaltig krachen, da wir beide auf einander reagieren werden. Es gäbe somit nur eine Lösung um das zu verhindern, ich müsste ihm aus dem Weg gehen.“ Myrion sah sie überlegend an: „Doch damit würdest du auch verhindern das er zu dem Gott werden kann, als der er bestimmt ist oder sehe ich das falsch?“ Aurian nickte zustimmend: „Das siehst du vollkommen richtig. Er könnte seine Macht nicht entfalten um zu tun, wozu er geboren wurde. Doch vergesst nicht, ich bin nicht wie Jasmin, der es schwer gefallen ist mit Ikarus das Bett zu teilen. Ich bin anders, ich liebe den Jungen und mir macht es nichts aus auch mit verschiedenen Männern zu schlafen, was Jasmin abging. Ich bin was ich bin.“ Myrion sah Leon fragend an: „Was meinst du?“ Leon sah von Myrion zu Aurian. „Also ich denke bevor der Junge wahnsinnig wird, weil er seiner Bestimmung nicht folgen kann und es Aurian nichts ausmacht. Sollte sie es riskieren.“ Myrion nickte: „Das denke ich auch, wenn es mir auch merkwürdig vorkommen wird.“ Aurian nickte beiden zu: „Noch ist ja Zeit, ich werde ihn erst mal weiter hin im Auge behalten. Und abwarten was auf mich zu kommt. Mir war es nur wichtig das ihr im Vorfeld Bescheid wisst. Und ich wollte selbstverständlich eure Meinung hören. Also warten wir mal noch ab.“ Myrion nickte: „Und du meinst nicht das sich das noch ändern könnte?“ Aurian schüttelte den Kopf: „Nein, ebenso wie ich mit dieser über starken Libido geboren worden bin, ist es auch Lazarus. Nur das ich nicht auf meinen Vater fixiert war. Was aber auch daran gelegen haben könnte, das er bevor ich zur Geschlechtsreife kam schon nicht mehr lebte. Was in Lazarus Fall nicht so ist. Ich lebe noch und gedenke auch noch weitere Jahre zu leben. Wusstet ihr das er uns bereits im Kindesalter schon beobachtet hat, das er selbst zu diesem Zeitpunkt schon unsere Liebesspielchen beobachtete und analysierte? Der Junge hat sehr viel Selbstbeherrschung, weil ansonsten wäre er schon lange über mich her gefallen. Das Problem ist eigentlich, bisher habe ich ihn immer als Sohn gesehen und war dadurch vor seiner Anziehungskraft gewappnet was wie ein Schutzschild wirkte. Doch nun da ich beginne ihn als Mann zu sehen, bricht der in sich zusammen. Denn nun sehe ich auf einmal, welche Ausstrahlung er besitzt.“

Die Zeit verging weiter, inzwischen wussten auch die anderen Götter, als auch die Inkarnationen was los war und es schien als halte die ganze Insel den Atem an. Als warte man auf den Knall der irgendwann erfolgen würde. Arden hatte seine Mutter inzwischen aufgeklärt, weil diese sehr empört zu Iskander gegangen war und ihm erzählt hatte was Lazarus versucht hatte, das dies nur ein Test gewesen sei um ihm zu zeigen was Lazarus vermochte. Das Enjara gerade diejenige sein würde, war Zufall. Doch hatte der Test einen gewissen Nebeneffekt, denn jetzt jedes mal wenn Lazarus draußen in einem Liegestuhl in der Sonne lag und bis auf eine Badehose gänzlich unbekleidet war, musste Enjara scharf einatmen wenn sie ihn sah, denn sie war sich seiner männlichen Ausstrahlung auf einmal bewusst. Was nun Iskander zugute kam, denn Enjara verlangte nach ihm und ihn freute das natürlich. Doch Lazarus machte keine weiteren Annäherungsversuche, er wartete geduldig seine Zeit ab. Er wusste er würde spüren wenn es soweit war. Arden verstand ihn nicht, vor allem verstand er nicht das Lazarus so ruhig abwarten konnte, das ihn seine Hormone nicht umbringen würden. Nun dieser hatte eine eigene Art gefunden seine Hormone unter Kontrolle zu bringen, er legte eben selber Hand an. Lazarus wartete und träumte von Aurian. Doch ahnte er nicht das Aurian Bescheid wusste, er rechnete damit das er sie kalt erwischen würde und das sie ihm aus dem Grunde schon nicht widerstehen könnte. Er wusste das sie Anfälle hatte und so einen Anfall wollte er provozieren, damit sie gar nicht mehr zum nachdenken kommen würde, sondern den Mann nehmen würde der in dem Moment verfügbar war und das wollte er sein. Er hatte alles genau durchdacht und geplant.

Kapitel 22: Lazarus erstes Mal


 

Die Zeit verging weiter. Iskander besuchte auch weiterhin die Welt aus der er stammte, doch nun immer unsichtbar. So bekam er auch mit das er inzwischen Großvater geworden war. Denn die junge Frau seines Sohnes hatte diesem einen Sohn geschenkt. Da er wusste das er sich aus den Beständen der Höhle bedienen durfte, hatte er sich ein sehr hübsches Schmuckstück daraus genommen und als die junge Frau einen Tag nach der Geburt ihres Sohnes morgens wach wurde, lag es auf dem Nachttisch neben ihr. Gwyn ahnte von wem das Geschenk war und sagte ihr das sie es ruhig nehmen dürfe. Die junge Frau freute sich sehr darüber und bat Gwyn es ihr an zu legen.

Auch auf der Welt der Götter verging die Zeit, wenn auch nicht so schnell wie auf den anderen Welten. Und es kam die Zeit die alle so gefürchtet hatte. Lazarus bekam mit wie Aurian auf dem Plateau stand und mit Myrion schäkerte, als sie nämlich sagte : „Ich glaube ich werde alt,“ antwortete er nur frech grinsend: „Kätzchen du sieht einfach umwerfend aus und nicht älter als vielleicht 200 oder wirklich maximal 250 Jahre.“ Aurian lachte und schlug leicht nach ihm. Doch Myrion betrachtete sie von oben bis unten, fing ihre Hand auf und riss sie in seine Arme um sie wild und verlangend zu küssen. Als er den Kuss schwer atmend löste hauchte er ihr zu: „Und ich bin auch gerne bereit zu beweisen das ich dich heute noch ebenso will wie an unserem ersten Tag.“ Nun kam auch noch Leon hinzu und bekam mit was Myrion sagte, so stellte er sich neben sie einen Arm um Aurian legend und flüsterte ihr ebenso zu: „Und ich nicht minder, also sag ja und wir werden es unter Beweis stellen, jetzt und sofort.“ Sie sah von einem zum anderen, während deren Hände sie bereits streichelten. Dann nickte sie und die drei verschwanden. Lazarus hatte es mitbekommen und er wusste was sie nun tun würden, er überlegte kurz, ob er ihnen folgen sollte oder nicht. Als er und Arden noch Kinder waren, hatten die drei keine Hemmungen gezeigt es auch draußen am Wasserfall zu tun, doch als beide älter wurden hörte das auf. Denn sie wollten nicht das die beiden es mit bekamen, was aber Lazarus nicht davon abhielt zu spionieren. Er folgte ihnen halt bis ins Schlafzimmer und so auch jetzt. Er sah wie Aurian von beiden gestreichelt und liebkost wurde, wie sie sie reizten bis sie es nicht mehr aus hielt und sich einem von beiden regelrecht in die Arme warf. Und nun ging es richtig zur Sache, während sie die beiden streichelte oder sie auch vor Leidenschaft kratzte, nahmen sie die Männer abwechselnd immer wieder. Und er sah wie Aurian vor Lust schrie, wie sie immer mehr verlangte, wie sie auch selber sich einen nach dem anderen vornahm und ihrerseits die Kontrolle übernahm. Die beiden Kerle fielen immer wieder über sie her und Aurian genoss es. In ihrer Ekstase bekamen alle drei nicht mit das sie einen Zuschauer hatten. Doch blieb das was Lazarus dort sah bei ihm nicht ohne Wirkung und er nahm sich vor das es am nächsten Tag soweit sein sollte. Dann würde er sie sich nehmen und sie nicht eher aus dem Bett lassen bis er nicht mehr konnte. Er nickte zu sich selber, dann verschwand er, das ganze hatte ihn sehr stark erregt und er stellte sich unter den Wasserfall um sich ab zu regen.

Er wurde dabei von Enjara und Iskander beobachtet, die sahen wie seine Hände immer wieder mal über seinen muskulösen Körper fuhren oder durch die Haare. Wie das Wasser auf seinen Körper prasselte um dann davon ab zu springen. Und selbst Iskander schnaufte leise: „Gott, wenn ich als Mann schon auf ihn reagiere, wie muss es euch Frauen da erst gehen. Und er tut nicht mal was, außer sich ab zu kühlen.“ Enjara war kaum noch fähig einen Ton zu sagen, sie drehte sich zu Iskander herum und sah ihn an. Er lächelte: „Na komm Kleines wollen wir dir mal helfen wieder auf den Boden zu kommen.“ Damit zog er sie in ihr Schlafzimmer. Wenn Enjara auch bisher nie mehr als einmal wollte so war sie nun außer Rand und Band und Iskander bekam zum ersten mal seit dem ersten Morgen alles von ihr was er sich wünschte.

Doch noch einer beobachtete ihn und das war Arden, ihm ging es nicht anders als Iskander und so schritt er langsam auf Lazarus zu, zog sich vor dem kleinen Teich ebenfalls aus und trat zu ihm unter den Wasserfall. Er betrachtete Lazarus. „Wusstest du, das nicht nur Frauen auf dich reagieren?“ Lazarus hatte gerade wieder mal die Arme gehoben und seine Haare etwas nach hinten gestrichen, wobei man sein Muskelspiel genau beobachten konnte und sah ihn an: „Was soll das heißen?“ Arden berührte ihn sachte und strich über seine muskulöse Brust.. „Das soll heißen das auch Männer auf dich reagieren.“ Lazarus hatte immer noch die Hände in seinen Haaren und sah auf die Hand von Arden. „Würdest du das bitte lassen? Junge ich bin ein Kerl, falls du mir nicht glaubst ich zeige dir gerne was ich in der Badehose habe. Und seit wann stehst du auf Männer?“ Arden zog seine Hand zurück: „Ich stehe nicht auf Männer, doch es kam in mir der Wunsch auf dich zu berühren.“ Nun senkte Lazarus seine Arme und sah ihn nachdenklich an: „Weißt du ich habe gehört das Aurian auch einmal mit deiner Mutter geschlafen hat, das Enjara auf sie ebenso reagierte wie du nun auf mich. Und das es bei ihr nicht anders war, sie wollte auch Aurian berühren und streicheln. Hast du etwas dagegen wenn ich an dir mal einen kleinen Test durchführe?“ Arden sah ihn fragend an: „Einen kleinen Test? Was für einen Test?“ Doch Lazarus hatte ihn schon umfasst und an sich gezogen und küsste ihn bereits. Als Lazarus das leise unterdrückte stöhnen hörte das Arden bei dem Kuss abgab, löste er sich wieder von ihm: „Du hast recht. Und ich weiß das du wirklich nicht auf Kerle stehst und doch habe ich in dir etwas ausgelöst.“ Arden sah ihn schwer atmend an: „Du hättest mich auch vor warnen können. Und du scheinst keinerlei Berührungsängste zu haben auch einen Kerl zu küssen.“ Lazarus grinste ihn frech an: „Und wie sieht es mit deinen Berührungsängsten aus?“ Arden fluchte leise, doch als er Lazarus grinsen sah musste er doch lachen: „Verdammt Kerl probiere das nie wieder bei mir aus. Jetzt muss ich meine Lust irgendwo auslassen.“ Kurz darauf war Arden verschwunden und Lazarus lachte leise, bei ihm hatte der Kuss nichts ausgelöst.“ Er trat unter dem Wasserfall hervor und legte sich nass wie er war in einen Liegestuhl und sah in die Sonne. Er dachte über die Vorkommnisse nach. Ihm wurde klar das er aufpassen musste. Er hätte jetzt gerne mal mit seinem Großvater, mit Ikarus gesprochen, wie er es geschaffte hatte, das nicht jeder auf ihn abfuhr und wie man es ein wenig unterdrücken konnte. Ihm wurde klar, er musste doch noch viel lernen. Er hatte nicht geahnt das alleine seine Anwesenheit bereits Lustgefühle in den Personen um ihn herum auslösen würde. Doch wenn sogar ein Frauenheld wie Arden plötzlich auf ihn abfuhr, war die Sache ernst. Es gab nur eine Person die ihm Antwort geben konnte, da sie es seit Ewigkeiten schon teilweise unterdrückte. Sonst würde sie wohl nie mehr aus dem Bett kommen. Er nahm sich vor, wenn er sich morgen nehmen würde was er wollte, sie auch danach zu fragen.

Später gesellten sich auch die anderen zu ihm. Myrion und Leon sahen recht geschafft aus doch grinsten sie ebenso wie Iskander der nicht minder fertig aussah. Lazarus sah sich Aurian an, die in einem knappen Zweiteiler erschien und sich ebenfalls in einen Liegestuhl pflanzte, gefolgt von Enjara die noch ein großes Tablett mit Eistee trug. Langsam glitt sein Blick an Aurian entlang und abermals regte sich etwas bei ihm. Er legte sich schnell auf den Bauch damit es nicht so offensichtlich wurde. Doch zwei hatten es bemerkt, Myrion grinste nun Leon an und deutete mit dem Kopf zu Lazarus. Leon nickte, leise kam von ihm: „Kommt einem irgendwie bekannt vor, oder?“ Enjara verteilte dann an alle Tee und setzte sich zu Iskander. Dieser sah sie glücklich an. Eine weile später erschien auch Arden wieder und Lazarus grinste ihn wieder an: „Na abgeregt?“ Dieser nickte. „Ja, aber nicht dank dir.“ Lazarus hatte heute einen schelmischen Tag und deutete mit dem Kopf zu Aurian, dabei wurde sein grinsen immer frecher: „Heiß oder?“ Arden konnte nun nicht anders als auch Aurian an zu sehen, und schon musste auch er sich auf den Bauch drehen. Myrion und Leon die die beiden beobachtet hatten lachten nun laut los. Iskander sah von einem zum anderen. „Darf man erfahren worüber ihr lacht?“ Myrion beugte sich leicht zu ihm, damit Enjara es nicht mit bekam: „Aye wir haben hier zwei Jungspunde die alleine beim Anblick unserer heißen Herrin, nur noch eins tun können, sich auf den Bauch legen.“ Jetzt begriff auch Iskander und lachte mit: „Was denn, auch Arden?“ Myrion nickte und grinste: „Ich habe so das Gefühl das Aurian in nächster Zeit viel zu tun bekommen wird. Ich frage mich wie lange es dauert bis auch er es bei ihr versucht. Ich glaube es wäre was anderes wenn die Jungen nicht wüssten wie großzügig sie damit umgeht, doch so, rechne ich damit das auch er es versuchen wird. Irgendwann.“ Iskander sah Myrion an, dann blickte er zu Arden: „Nein das glaube ich nicht.“ Myrion lächelte: „Das glaube ich aber für dich mit. Dein Sohn ist jung, heiß und wild auf jede Erfahrung. Und ich denke er wird es versuchen, um was wetten wir? Und ehrlich gesagt, wäre ich nicht schon der Kerl an ihrer Seite, ich würde sie mir auch holen.“ Leon nickte: „Was wir auch eben ausgiebig getan haben. “Iskander sah die beiden an: „Und das macht euch nichts aus? Ich meine ihr würdet dem Jungen nicht an die Kehle gehen?“ Myrion schüttelte mit dem Kopf: „Nein, weil Aurian entscheidet das selber und wenn sie ihm diese Erfahrung geben will, meinen Segen hat sie. Solange wir deswegen nicht zu kurz kommen. Denn wenn ich auf etwas verzichten müsste deswegen, dann würde ich auch sauer werden, doch so. Nööö soll sie ruhig. Sie ist nun mal heiß. Und Leon und mir ist bekannt das sie die Abwechslung liebt. Also soll sie sich die auch holen. Und deinem Sohn würde es zugute kommen.“ Leon nickte nur zu Myrions Worten, er war da seiner Meinung. Enjara hatte sich inzwischen neben Aurian in einen Liegestuhl gelegt und betrachtete sie ebenfalls. Iskander grinste: „Vater und Sohn, beide heiß hinter ein und der selben Frau her? Und ich bestreite es nicht, sie macht mich immer noch wuschig.“ Myrion grinste zurück: „Sie macht jeden Kerl wuschig und wir können froh über ihre starke Libido sein, sie ist wirklich heiß, aufregend und immer bereit. Und nun lacht nicht, ich könnte schon wieder.“ Und so beschloss man den Tag recht fröhlich und guter Laune. Alle hatten ihren Spaß gehabt und Lazarus dachte als er Aurian so betrachtete, das er sich morgen seinen Spaß holen würde und war schon ganz aufgeregt.

Lazarus hatte heute etwas ganz besonderes vor, also pflegte er sich und probierte auch einige Sachen an. Und als er endlich zufrieden in den Spiegel sah, blickte ihm ein frecher junger Mann entgegen. Der wie fast alle Kerle auf dieser Insel eine schwarze Lederhose trug, die jedoch so eng saß, das sich alles abzeichnete, was von ihm pure Absicht war. Dazu trug er ein ärmeloses weißes Seidenhemd das sich sehr eng um seinen Oberkörper legte, so das er die obersten Knöpfe bis unter der Brust offen lassen musste, das erweckte den Eindruck als würde seine muskulöse Brust bald das Hemd sprengen. Dazu war er braun gebrannt, weil er viel Zeit in der Sonne gelegen hatte, er trug eine recht verwegene Frisur, ähnlich der von Myrion und zwinkerte sich nun selber im Spiegel zu.

Er kannte Aurians Tagesablauf und so wusste er auch wo er sie finden würde. Er sah sich noch mal im Zimmer um, es war alles vorbereitet, er hatte einige Rosenblätter im Raum verteilt, dazu Kerzen aufgestellt und es recht romantisch her gerichtet. Er hatte nicht die Absicht ihr Schlafzimmer zu benutzen, sondern für ihn hatte es auch einen sinnbildlichen Effekt, Aurian in seinem Bett zu haben.

Sein Herz klopfte wie wild, doch war ihm klar er musste einen überlegenen Eindruck machen, er musste es so aussehen lassen das er genau wusste was er tat. So atmete er noch einige mal kräftig durch und verschwand um kurz vor der Kristallhöhle wo er wusste das er dort Aurian antreffen würde wieder erschien. Dann betrat er mit festen Schritten die Kristallhöhle und sah dort Aurian an der Kristallwand stehen. Er wusste das sie ihn kommen gehört hatte und so rechnete er auch damit das sie sich umdrehen würde. Was sie auch tat, sie sah ihm entgegen und lächelte leicht. Seiner Meinung nach musste er ihre Sichtweise erst mal ändern, sie sollte ihn nicht mehr als Sohn sehen, sondern als Mann. „Aurian?“ langsam ging er auf sie zu. „Sieh mich an, ich bin ein Mann. Und ich begehre dich als Mann.“ Aurian überlegte kurz, sollte sie ihm sagen das sie wusste was er wollte oder ihm seinen Erfolg gönnen? Dann wurde ihr klar, das er das Gefühl haben musste es aus eigener Kraft geschafft zu haben, sie durfte sein Selbstbewusstsein nicht erschüttern. So sah sie an ihm entlang, sich seiner männlichen Ausstrahlung absolut bewusst. Während er auf sie zuging, ging sie immer einen Schritt zurück, wie als wolle sie vor ihm flüchten. „Du weißt nicht was du sagst.“ Er lächelte: „Doch ich weiß genau was ich sage. Und du kannst nicht vor mir flüchten.“ dabei begann er sehr langsam und aufreizend sein Hemd zu öffnen. Ihm war klar das sie seine Erregung sehr deutlich sehen konnte, nicht umsonst hatte er diese enge Hose gewählt. Als er das Hemd zur Hälfte geöffnet hatte griff er feste zu und riss es sich vom Körper, weiterhin langsam auf sie zugehend, wobei sie ebenso weiterhin zurück wich bis sie an der Wand stand. Sein Tun verfehlte auch auf sie seine Wirkung nicht und sie musste schwer einatmen, was er sofort registrierte. Dann stand er unmittelbar vor ihr. Er war größer als sie und sah auf sie herab. „Du wirst mir heute geben was ich begehre und nichts wird mich davon abhalten es mir zu nehmen.“ Sachte drückte er sie mit seinem Körper an die Wand. „Die Frage ist nur gibst du es mir freiwillig oder muss ich es mir nehmen?“ Aurian sah zu ihm auf: „Lazarus sei vernünftig. Es gibt genug andere Frauen.“ Leicht beugte er den Kopf herab und flüsterte ihr zu: “Sicher, doch keine wie dich.“ Dann griff er zu und presste sie an sich und küsste sie hart und verlangend. Und bevor sich Aurian versah war er mit ihr im Arm in seinem Zimmer erschienen. Sie dachte nur zu sich: Gut das ich auf alles vorbereitet war und legte nun ihre Arme um seinen Hals um seinen Kuss ebenso zu erwidern. Das nahm er als Einverständnis und riss ihr kurzerhand die Kleidung herunter, ohne den Kuss zu unterbrechen. Als er nun ihre nackten Körper an seinem spürte stöhnte er unter dem Kuss leise auf, dann löste er den Kuss und sah sie an. Sanft nahm er sie auf seine Arme und legte sie auf das Bett, dann zog er noch schnell seine letzten Sachen aus und war schnell bei ihr, er hatte Angst das sie eventuell doch flüchten würde, wie es Enjara getan hatte. Aurian sah an ihm entlang, während seine Hand schon ihren Körper streichelte und er immer mal leise aufstöhnte. Dann sah sie ihn an, und sah wie sehr er sich beherrschen musste, um nicht gleich über sie her zu fallen, zu viel hatte sich ihn ihm aufgestaut. Sie grinste leicht in sich hinein und dachte: So mein Junge nun beginnt deine Lehrstunde. Mit diesem Gedanken griff sie gezielt zwischen seine Beine und nun brach seine Beherrschung zusammen wie ein Kartenhaus. Er hatte noch keine Erfahrung und so war er nicht darauf vorbereitet gewesen auf das, was es in ihm auslöste. Nun fiel er wirklich über sie her, drückte ihre Beine auseinander, drängte sich dazwischen und drang hart in sie ein. Was nun auch in Aurian die Leidenschaft aufflammen ließ und so zog sie ihn noch näher an sich und drückte sich ihm sogar entgegen. Er stöhnte laut auf, als er sie das erste mal nahm. Nun spürte er am eigenen Körper was sie Myrion und auch Leon so oft und so großzügig gegeben hatte. Immer wieder hörte sie ihn flüstern: „Oh mein Gott ist das schön.“ Es ging dann auch sehr schnell, er hatte noch nicht gelernt was Ausdauer war oder wie er sich beherrschen konnte damit es länger dauerte. Doch kaum war er auf dem Gipfel angekommen, machte er auch schon weiter, er wollte noch mehr. Im Laufe der kommenden Stunden zeigte ihm Aurian, wie er eine Frau streicheln, wie er mit ihr umgehen musste und ebenso wie er sich wenigstens soweit beherrschen konnte das es nicht gleich so schnell bei ihm ging. Sie zeigte ihm Dinge von denen er nicht mal zu träumen gewagt hätte. Als der Abend kam lag sie in seinen Armen und er sah sie zärtlich an. „Ich hoffe ich war nicht zu grob und zu ungeschickt.“ Sie lächelte ihn an: „Nein warst du nicht, es war dein erstes mal und da darf man ein wenig grob und ungeschickt sein.“ Nun lachte er wieder sein freches Jungenlachen: „Mein erstes bis zehntes mal. Und ich bin noch lange nicht soweit das ich aufgebe, noch gebe ich dich nicht aus meinem Bett frei. Ich hoffe du kannst noch ein wenig vertragen.“ Damit beugte er sich über sie und flüsterte leise: „ Ich bin wieder fit. Nun können wir von vorne beginnen.“ Und als er ihr leises stöhnen hörte lachte er wieder leise. Ganze zwei Tage und Nächte hielt er sie in seinem Bett gefangen. Myrion kam immer mal unsichtbar für ihre Augen schauen, ob alles noch in Ordnung sei. Und als er nach zwei Tagen die anderen draußen antraf, schüttelte er nur mit dem Kopf. „Aurian hatte vollkommen recht, er ist ein Liebesgott und das im wahrsten Sinne des Wortes. Also ich dachte schon ich sei gut, aber was der Junge dort vollbringt ist unglaublich.“ Arden bekam die Worte mit: „Ist er immer noch dran?“ Myrion lachte und nickte: „Ja er kann nicht genug bekommen und ich bin wirklich froh das Aurian ist wie sie ist. Sie steckt es locker weg. Jetzt wundert es mich auch nicht mehr wieso er nie zu einer anderen ging.“ Nach diesen zwei Tagen brauchte Lazarus allerdings auch entsprechend Schlaf. Aurian verließ ihn als er eingeschlafen war und begab sich nur noch in ihr Bett um ebenfalls erst mal richtig aus zu schlafen. Der Junge hatte sie mehr gefordert als sie gedacht hatte.

Was nun werden würde, bliebe abzuwarten.