Kapitel 20: Zwei Götter und ein
König

Wenn auch Gwyn an die Zeit
gebunden war wie sie auf seiner Welt ab lief, so war er doch
immer in etwa dem gleichen Alter wie Arden und Lazarus. Diese
hatten das Wachstum der Götter und so hielt es sich fast gleich.
Was nun die Reife anging, so reiften auch die Kinder der Götter
schneller, denn sie hatten eine schnellere Auffassungsgabe und
lernten schnell. Einzige Ausnahme war Lazarus. Er war
unglaublich und sein Wissen überstieg bei weitem das von Arden.
Gwyn musste sich alles hart erkämpfen, er hatte weder die
schnelle Auffassungsgabe der Götter noch kam er mit seinem Vater
klar. Denn er sah das dieser ewig jung blieb während seine
Mutter langsam alterte. Auch Iskander fiel auf, das seine
einstige Geliebte so schnell alterte. Wenn er nach zwei oder
drei Monaten mal wieder seine alte Welt besuchte, war sie um
weitere Jahre gealtert. Er wusste irgendwann kam der Tag, da sie
nicht mehr da sein würde. Die Jungen hatten ca. nun das
achtzehnte Jahr erreicht und waren zu Hormon strotzenden jungen
Männern heran gewachsen. Gwyn nahm seine Aufgaben sehr ernst und
so konnte Iskander jetzt schon sehen, welches Potenzial in dem
Jungen steckte. Auch hatte er die drahtige Figur seines Vaters
geerbt und hatte auch genügend Muskeln angesetzt um ein Schwert
tragen zu können. Und als Iskander wieder mal seinen Sohn und
dessen Mutter besuchte trat Gwyn auf ihn zu und sah ihn ernst
an: „Vater, es ist lobenswert das du uns immer noch besuchst,
auch das du dich um mich gekümmert hast. Doch möchte ich dich
bitten, geh und komme erst wieder, wenn meine Mutter für immer
gegangen ist. Denn ICH muss ihre Tränen abwischen, ICH sehe wie
sie leidet wenn du wieder gehst. Sie hat dich geliebt, doch du
wolltest immer nur eins von ihr und sie wusste es. Doch nun zu
sehen, das sie älter wird, während du immer noch der strahlende
Held von einst bist, schmerzt sie sehr. Und wenn du immer wieder
kommst, kann sie nicht zur Ruhe kommen. Ich bin nun alt genug,
ich brauche keinen Vater mehr. Ich bin dir dankbar für alles was
du für mich getan hast. Auch für alles was du mir beigebracht
hast. Doch nun ist es Zeit für dich zu gehen.“ Als Iskander die
ernsten Worte seines Sohnes hörte, nickte er. Er verstand seinen
Sohn nur zu gut, denn auch ihn schmerzte es zu sehen wie seine
einstige Gespielin alterte. Jetzt wurde ihm auch klar, warum die
Götter und Inkarnationen lieber unter sich blieben und sich nie
mit den Sterblichen eingelassen hatten. Es war nicht weil sie
nichts für die Sterblichen übrig hatten, sondern weil sie
wussten das diese vergänglich waren und das zu sehen mit
Schmerzen einher ging. So legte er einen Arm um seinen
sterblichen Sohn, sah ihn kurz an und sprach: „Solltest du oder
deine Mutter irgendwann etwas brauchen, so lass es mich wissen.
Und ich werde kommen. Doch du hast recht, es ist wirklich Zeit
für mich zu gehen. Ich bin glücklich einen Sohn wie dich zu
haben. Sei ein guter und gerechter Herr deinem Volk gegenüber.
Und mache es besser als ich.“ Dann verabschiedete er sich auch
von der Mutter seines Sohnes und war kurz darauf verschwunden.
Er würde sich eine ganze Weile von der Welt fernhalten. Er
betrat die Welt noch einmal sichtbar, nämlich als Aurian ihm
sagte das Gwyns Mutter im sterben lag.
Aurian hatte in der ganzen Zeit
eine Legende genährt, denn sie hatte von ihren beiden Männern
ein Schwert schmieden lassen, dieses in eine Höhle verbannt in
der es über einem Altar schwebte. Niemand konnte bisher das
Schwert dort erreichen. Und sie lies verbreiten, das wer immer
das Schwert nehmen könnte, der König des Landes sein würde. Das
Schwert war für Gwyn bestimmt und sie wusste es. Die junge
Priesterin von einst, bekam an einem Tag Besuch von Aurian.
Sanft sprach Aurian mit ihr: „Wenn du einstmals gehen wirst so
habe ich einen ganz besonderen Platz für dich. Du wirst in
Jasmins Paradies eingehen. Sie hält schon einen Platz für dich
bereit. Dort wirst du wieder jung und schön sein. Also verzage
nicht, halte tapfer durch. Denn du wirst die größte Belohnung
erhalten die einem Sterblichen möglich ist. Du wirst Seite an
Seite bei der ersten Herrin des Lichts sitzen, die ihr Leben her
gab um Menschen wie dir einen Platz in der Ewigkeit zu geben.
Sie wird dich zu sich rufen, wenn deine Zeit gekommen ist, hab
dann keine Angst sondern folge beruhigt diesem Ruf. Und über
deinen Sohn werden die Götter wachen und er ist bestimmt dazu
das Schwert eurer Legende in die Hand zu nehmen. Er wird ein
gerechter und guter König sein. Eure Welt wird durch ihn einen
besonderen Aufschwung erhalten. Auch wenn zuvor Kriege,
Hungersnöte und anderes kommen werden.“ Die Priesterin nickte
und war dankbar für die Worte die die hohe Göttin für sie hatte.
Nun die Kriege ließen auch nicht
lange auf sich warten, ausgelöst durch Gwyn, der sich verliebt
hatte und wieder geliebt wurde. Seine Auserwählte war eine junge
Adelige die aber bereits einem anderen Mann versprochen war.
Doch Gwyn hatte die Tapferkeit seines Vaters geerbt und so brach
er eines Tages in das Schloss seiner Angebeteten ein und
verführte sie. Die erste Nacht die er mit ihr verbrachte sollte
nicht ohne Folgen bleiben, denn als der Vater seine Tochter
geschändet sah, rüstete er zum Krieg. Selbst das seine Tochter
ihm sagte das sie den jungen Mann lieben würde, hielt ihn nicht
davon ab. So flüchtete die junge Frau zu ihrem Geliebten. Ein
großer Machtkampf entbrannte. Aaron, der Herr des Krieges
überwachte alles und passte auf das nichts aus dem Ruder lief.
Und so flüsterte er dem jungen Gwyn eines Nachts, während er
schlief ins Ohr das er den Krieg beenden könnte wenn er sich das
Schwert aus der Höhle holen würde. Und am nächsten Morgen machte
sich Gwyn auf, sich das Schwert zu eigen zu machen. Und als er
danach abermals auf dem Kriegsplatz erschien, begann das Schwert
in hellem Licht zu leuchten und alle sahen das Gwyn Herr des
Schwertes ihrer Legende war. Und jeder fiel auf die Knie um ihn
als König an zu erkennen. Es stand außer Frage das nun der Vater
der jungen Frau stolz darauf war, das sein bis dahin von ihm
gehasster zukünftiger Schwiegersohn König werden würde. Und
wenige Tage später fand die Vermählung der beiden und die
Krönung des jungen Königspaares statt. Iskander stand unsichtbar
in der Nähe und beobachtete alles. Doch als dem jungen König die
Krone aufgesetzt werden sollte erschien Aurian mit ihren beiden
Löwen, sie trug zwei besondere Kronen auf einem Kissen und nahm
die Krönung der beiden persönlich vor. Als das Volk sah, das der
junge Mann der nun König wurde sogar von der höchsten Göttin
gesegnet worden war jubelte es noch lauter. Aurian versprach dem
Volk und dieser ganzen Welt einen jungen Gott der nun über sie
wachen würde. Sie verlangte das man ihn ehren und sie ihm ihre
Gebete schenken sollten. Und als dann neben ihr Arden
auftauchte, war Iskanders Glück perfekt. Seine Söhne würden
Seite an Seite für diese Welt kämpfen und für sie einstehen.
Arden wusste das der junge König sein Halbbruder war und
wünschte ihm und seinem Volk alles gute. Er versprach ein guter
und gerechter Gott für diese Welt zu sein, so wie Gwyn
versprach, seinem Volk ein guter König zu sein.
Auch Arden war nun zu einem
jungen Mann geworden und ihm ging es nicht besser als seinem
Halbruder Gwyn oder Lazarus. Auch ihn überschwemmten die Hormone
Und er suchte sich einige Gespielinnen. Doch hielt er es eher
wie Leon. Er betrat die Welten und suchte sich immer mal eine
junge Frau die bereit war mit ihm das Bett zu teilen. Doch
achtete er sehr gut darauf, keine der von ihm besuchten jungen
Frauen zu schwängern, auch war er immer ehrlich zu ihnen und
sagte ihnen gleich, das er nur eins von ihnen wolle. Er war hoch
und gut gebaut gewachsen, auch er hatte eher die drahtige Figur
seines Vaters, war aber dabei recht muskulös geworden, denn
Iskander hatte immer darauf geachtet, das er die nicht
vernachlässigte. Doch hatte er das blonde Haar seiner Mutter
geerbt, was ihn erstrahlen lies wie einen Helden aus alten Sagen
und Geschichten und so war es ihm immer ein leichtes eine junge
Frau zu finden die bereit war mit ihm das Bett zu teilen. Doch
sagte er ihnen nie was er wirklich war. Er verstand sich gut mit
Lazarus, wenn der ihm auch oft sehr suspekt war. Dieser schien
andere Interessen zu verfolgen als Arden. Denn als er ihn einmal
einlud ihn doch zu begleiten um sich auch seine ersten
Erfahrungen zu holen, sah der ihn merkwürdig an und lächelte.
„Mein lieber Arden, deine Wünsche sind viel zu niedrig gesteckt.
Nein mein Guter ich werde mir meine Erfahrungen bei der besten
holen die es gibt.“ Lazarus war im Gegensatz zu Arden, ein Hüne
wie Eric einst war. Er war sehr stark wie sein Vater Myrion und
hatte die Durchtriebenheit wie Leon und Dorian. Doch war er
dabei nicht bösartig, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Er
wusste nur genau was er wollte und davon würde er sich auch von
niemanden abbringen lassen. Arden sah ihn entsetzt an und
flüsterte leise: „Bist du verrückt geworden? Dann kannst du doch
nicht ernsthaft wollen? Myrion und Leon werden dich umbringen,
wenn du das wagst.“ Doch Lazarus lachte. „Es gibt nur eine Frau
die ich will und genau diese Frau werde ich mir auch nehmen. Und
dagegen können die beiden Löwen nichts machen, absolut nichts.
Denn ich bin wie einst Ikarus mein Großvater, ein Sohn des
Lichts und diese Kraft werde ich mir zunutze machen. Und sie
wird mir nicht widerstehen können. Sie weiß es und ich weiß es.
Ich habe meine Väter beobachtet, ich habe sogar ihr Liebesspiel
ganz genau beobachtet und weiß wozu sie fähig ist. Und genau das
will ich. Und du solltest es vielleicht auch mal
versuchen.........oder doch besser nicht, denn ich weiß du wärst
dann für alle anderen Frauen verdorben. Denn was sie einem Mann
geben kann, dazu ist keine andere Frau in der Lage. Sieh mich
an, ich bin die Verkörperung dessen auf was jede Frau reagiert.
Und ich kann es dir auch beweisen. Siehst du deine Mutter?“
Damit deutete Lazarus auf Enjara die gerade den Gartentisch
abräumte. „Sie liebt eher die Frauen als die Männer und doch
würde ich sie ins Bett bekommen wenn ich es darauf anlegen
würde. Ich zeige dir nun nur einen Bruchteil dessen was ich
vermag,“ damit erhob er sich und ging langsam mit leicht
geschmeidigen Bewegungen auf Enjara zu, dabei öffnete er langsam
sein Hemd. „ Enjara, komm her, ich will dich.“ Enjara die ihn
kommen sah und ihn betrachtete verschlug es den Atem. Der junge
Mann hatte auf einmal eine dermaßen animalische Anziehungskraft
das sie nur eins konnte....flüchten. Leise hörte sie hinter sich
das Lachen von Lazarus. Der drehte sich um und ging zu Arden
zurück und knöpfte dabei sein Hemd wieder zu. „Hätte ich ihr nun
nach gesetzt, sie an mich gezogen und sie bedrängt, glaub mir
sie wäre mit mir ins Bett gegangen.“ Arden sah Lazarus sprachlos
an: „Aber wie ist das möglich?“ Lazarus sah Arden ruhig an:
„Hast du sie dir mal genauer angesehen? Wie sie sich bewegt,
ihre Gesten, wie sie spricht. Ihr Körper ist eine Offenbarung
für jeden Kerl. Sie ist die verkörperte Sinnlichkeit. Und ich
mein lieber Freund, bin ihr Gegenstück.“ Arden sah ihn an: „Aber
sie ist deine Mutter, wie kannst du so über deine Mutter reden?“
Lazarus schüttelte den Kopf: „Du verstehst es immer noch nicht
oder? Aber gut dann erkläre ich es dir. Sie mag nach außen hin
meine Mutter sein, sie hat mich getragen, sie hat mich geboren,
alles richtig. Aber ich bin ein Sohn des Lichts. Sie hat
lediglich ihren Körper zur Verfügung gestellt, so wie meine
Väter lediglich den Samen gaben. Wie soll ich es dir
verständlich machen? Also du weißt das sie das Licht in sich
trägt, wie bitte schön sollte das Licht einen Sohn bekommen,
wenn es sich dafür nicht seine Trägerin ausleihen würde. Die
Erbmasse bekam ich von ihr, auch das ist richtig, alles was mich
körperlich ausmacht, habe ich Myrion, Leon und auch Ikarus und
sogar Dorian und Eric, als auch Aurian zu verdanken, ja. Aber
ich bin dennoch nicht ihr Sohn, sondern der Sohn dessen was sie
in sich trägt. Sie ist das Licht. Und ich bin der Sohn des
Lichts. Ich bin Lazarus, das Gegenstück von Aurian. Ich bin die
verkörperte animalische Lust, während sie die Sinnlichkeit in
Person ist. Und ich werde wie ein Orkan über die Welten fahren.
Während sie die Welten mit Hilfe ihrer beiden Löwen erschafft,
werde ich sie mit Liebe und Lust füllen. Doch dazu muss ich sie
mir nehmen.“ Arden sah ihn kopfschüttelnd an: „Also du willst
nicht gerade wenig. Ich würde nie im Traum daran denken, mich
Aurian auf diese Weise zu nähern.“ Nun lachte Lazarus wieder:
„Du weißt aber schon das sie auch mit deinem Vater schläft oder?
Er hatte den Mut sich ihr zu nähern und sogar den Mut sie sich
zu nehmen. Sieh sie dir doch an, sie wird auch in zehntausend
Jahren noch genau so aussehen und ihre sinnliche Ausstrahlung
wächst von Jahr zu Jahr. Junge du kannst mir nicht erzählen das
du in ihrer Nähe nicht auch schwach wirst, das du nicht den
Wunsch verspürst das von ihr zu bekommen, was sie unbewusst
ausstrahlt.“ Nun schaute Arden doch etwas verlegen: „Na gut ich
gebe es ja zu. Wenn ich könnte würde ich sie mir auch nehmen. An
ihr kommt wohl kein Kerl vorbei und da bilde ich keine Ausnahme.
Und du sagst das sie auch mit meinem Vater schläft? Das wusste
ich nicht.“ Lazarus nickte: „Doch tut sie, mir bleibt nichts
verborgen. Und ich habe auch kein Problem damit. Weil sie ist
wie sie ist und sie selber kann sich eh nicht dagegen wehren,
ebenso wenig wie ich mich dagegen wehren kann, sie haben zu
wollen. Nur das ich sie auch bekommen werde. Doch noch ist der
Tag nicht gekommen. Noch muss ich geduldig sein.“ Arden nickte
leicht: „Dann nimm dir doch inzwischen eine andere.“ Lazarus
lachte leise und verpasste Arden eine Kopfnuss: „Womit wir
wieder am Anfang unseres Gespräches wären.“ Nun lachte auch
Arden und die beiden begannen eine freundschaftliche Rauferei.
Wenn sich auch Lazarus immer unbeobachtet gefühlt hatte, so
stimmte das nicht ganz, denn Aurian hatte ihn grundsätzlich im
Auge und so blieb ihr auch das Gespräch der beiden jungen Männer
nicht verborgen. Wie sie ihm schon mal sagte, ihre Macht war
grenzenlos und sie wusste mit dieser Macht um zu gehen. Sie
dachte sich, das es jetzt langsam Zeit würde, mit Myrion und
Leon zu reden und nahm sich das für den gleichen Abend noch vor.

Kapitel 21: Lazarus

Am Abend wartete Aurian und als
alle im Bett waren und auch ihre beiden Männer ins Bett wollten,
hielt sie sie auf. „Ich muss mit euch reden, es ist wichtig.
Doch dazu sollten wir in unser Schlafzimmer gehen um sicher zu
sein das uns keiner belauschen kann.“ Die beiden sahen sie
verwundert an und Myrion fragte leise: „So wichtig und geheim?“
Aurian nickte, also folgten die beiden ihr ins Schlafzimmer und
machten es sich dort in einer kleinen Sitzecke gemütlich. Aurian
setzte sich zu ihnen: „Wie ihr wisst bleibt in der Regel vor mir
nichts geheim, es sei denn ich will es wirklich nicht wissen.
Nun jedenfalls bekam ich heute ein Gespräch unserer beiden
jungen Götter mit, Lazarus und Arden. Arden reist, wie ihr
vielleicht wisst oft auf die Welten, um sich dort seine Hörner
ab zu stoßen wie man früher bei uns sagte. Sprich er sucht sich
dort seine ersten Erfahrungen mit Frauen. Dagegen ist auch
nichts ein zu wenden, doch heute fragte er Lazarus ob er nicht
mit kommen möchte und Lazarus antwortete ihm mit nein, er wolle
nur eine Frau mit der er seine ersten Erfahrungen machen würde.“
Myrion sah sie abwartend an: “Hm.......und wer ist diese Frau?
Oder will er sich für seine spätere Frau aufheben und hat somit
noch keine im Sinn?“ Aurian sah Myrion an: „Du bist wirklich
witzig, als wenn auch nur ein Kerl in dieser Familie sich je für
eine Frau aufgespart hätte. Ihr seid doch alle hinter jedem Rock
her der nicht schnell genug auf die Bäume kommt. Nein das ist es
nicht. Ich habe mit Leith gesprochen da ich wusste das er sich
damals mal mit Ikarus unterhalten hat bevor Ikarus ging. Und er
erzählte mir das Ikarus sehr darunter gelitten hatte das er
seine Mutter liebte.“ Hier unterbrach dann Leon: „Nun dagegen
ist doch nichts zu sagen, ich liebe meine Mutter auch. Aber
darum gings wohl nicht oder?“ Aurian nickte: „Richtig darum ging
es nicht, sondern er litt unter dem Ödipus Komplex, sprich er
liebte seine Mutter nicht wie ein Sohn seine Mutter lieben
sollte sondern er liebte sie als Frau und als solche begehrte er
sie auch......“ Bevor Aurian weiter reden konnte sprang Myrion
auf: „Soll das heißen das Lazarus, du sagtest ja mal er leide
unter dem gleichen Komplex, nun hinter dir her ist? Das du die
Frau bist die er will?“ Aurian nickte: „So ist es. Und setz dich
wieder. Das Problem machte sich bei Lazarus schon als Baby
bemerkbar, ihr habt euch alle gewundert das er sich von Enjara
nicht stillen lassen wollte, das lag daran das er keine andere
Frau akzeptieren würde. Und so ist es bis heute geblieben.“
Myrion hatte sich inzwischen wieder gesetzt. Jetzt schlug Leon
mit der Faust auf den Tisch: „Ich wusste es, ich ahnte das mit
ihm was nicht stimmt, das er sich versteckte. Doch frage ich
mich jetzt wieso hat er sich Arden auf einmal offenbart?“ Aurian
seufzte leise: „Weil er nun weiß, was und wie er ist.“ Nun gab
sie den beiden das Gespräch wieder wie es zwischen Arden und
Lazarus gelaufen war. Ebenso wie den Test den er Arden mit
Enjara gezeigt hatte. Myrion sah sie anschließend an. „Und hat
er recht? Ist er tatsächlich das männliche Gegenstück zu dir?
Und würde er wirklich jede Frau herum kriegen.“ Aurian nickte:
„Ja das ist er. Und deine Frage ob er jede Frau herum kriegen
würde frage ich dich, würde ich jeden Kerl herum kriegen?“
Myrion sah sie an und fluchte: „Sicher würdest du das. Ohne
Frage, vor allem jetzt, nach dem du dich etwas älter und reifer
aussehend gemacht hast.“ Aurian nickte: “Nun das war auch
notwendig, als ich noch wie eine junge Frau aussah die gerade
aus der Pubertät gekommen war, hätte mich doch keiner ernst
genommen, deswegen sehe ich jetzt aus wie ende zwanzig. Und ihr
habt es ja auch getan. Doch das ist nicht das Problem, sondern
Lazarus. Es wird wohl noch einen oder vielleicht zwei Monate
dauern, dann hat er die endgültige Reife erlangt von knapp
dreiundzwanzig und dann wird er nicht mehr auf zu halten sein.
Die Frage ist nun, wir gehen wir damit um? Und kommt mir jetzt
nicht mit menschlichen Moralvorstelllungen. Ob nun ein Bruder
mit seiner Schwester schläft und diese sogar heiratet. Oder ein
Sohn mit seiner Mutter das ist unerheblich. Hier gelten diese
Moralvorstellungen nicht. Abgesehen davon hat er vollkommen
recht, ich mag vielleicht körperlich seine Mutter sein, doch in
gewisser weise ist er der Sohn des Lichts. Und ja ich weiß das
bin auch ich, vor allem da ich meine Kräfte, Macht oder wie ihr
es auch immer nennen wollt besser beherrsche als Jasmin es je
getan hat. Ich brauche keine Kugel mehr um die Zukunft zu sehen
und ebenso wenig um Gesprächen zu lauschen, die ich
wahrscheinlich nicht hören sollte. Ebenso wenig wie man mir
irgendwas verheimlichen kann, auch nicht wenn man auf die Welten
geht und sich da kleine Abenteuer sucht.“ Beim letzten Satz sah
sie Leon an und als er gerade etwas zu seiner Verteidigung sagen
wollte, winkte sie ab: „Leon das interessiert mich einen Dreck,
es stört mich nicht. Ich weiß das du in der letzten Zeit sehr
oft bei mir zu kurz kamst. Und ich gönne dir die kleinen
Abenteuer. Du musst sie also nicht vor mir verheimlichen, zudem
man vor mir nichts verheimlichen kann. Die Frage ist nun wie
gehen wir damit um. Er ist wie ich, wo ich diese wie Myrion sie
nennt, Sinnlichkeit ausstrahle, strahlt er jetzt schon sehr viel
Männlichkeit aus. Wisst ihr was er anrichten kann wenn das zur
vollen Blüte kommt? Zudem er genau weiß wie er das einsetzen
muss. Und er hat recht, hätte er es wirklich drauf angelegt,
wäre ihm sogar Enjala wie eine reife Frucht in den Schoss
gefallen. Sie hätte sich danach furchtbar gefühlt, hätte sich
geschämt und wäre wahrscheinlich am liebsten im Boden versunken,
doch er hätte sie bekommen können und das schon jetzt. Und er
steht erst am Anfang seiner Mannbarkeit. Ikarus war das damals
auch zu eigen, doch er hat es unterdrückt und sich damit zurück
gehalten weil er wusste wie sein Schicksal aussah, zudem er
sogar als Unsterblicher einen Lebensfaden hatte, doch den hat
Lazarus nicht. Lazarus ist durch und durch ein Gott. Er ist ein
Eros, ein Gott der Leidenschaft und Lust. Sobald er seine ersten
Erfahrungen hat, wird er diese Leidenschaft auf allen Welten
verteilen. Das wird zufolge haben, das überall mehr Kinder
geboren werden, das die Kulturen und Gemeinschaften aufleben. Er
ist um es kurz zu sagen, ein Gott der Liebe. Doch seine eigene
Liebe zu einer Frau erstreckt sich nur auf mich. Er wird auch
andere Frauen haben und er wird auch Kinder zeugen, sogar
reichlich. Doch die einzige Liebe werde ich sein. So war es seit
seiner Geburt. Ihr erinnert euch das Iona in ihm etwas dunkles
und etwas merkwürdiges sah. Nun das dunkle ist im Grunde seine
Liebe zu mir als Frau und das merkwürdige ist, das er ein Gott
ist der für keine Welt bestimmt ist, sondern der seine Liebe
gleichmäßig auf allen Welten verteilen wird. Er wird nie grausam
sein, noch bösartig, doch er ist durchtrieben und hinterlistig,
um der Leidenschaft den Weg zu bereiten. Man wird ihm auf allen
Welten einen Tempel errichten, wo man darum beten wird, das
einem die Liebe geschenkt wird. Er wird verehrt werden als Sohn
des Lichts.“ langsam begriffen Leon und Myrion was Aurian ihnen
sagen wollte Und Myrion nickte: „Er ist also wirklich ein
strahlender Gott, aber einer mit einem dunklen Geheimnis. Weil
er die Herrin des Lichts als Mann begehrt.“ Aurian nickte: „So
ist es, doch haben wir immer noch nicht geklärt wie wir damit
umgehen.“ Myrion sah Aurian an: „Wie gehst du damit um? Was
passiert wenn er seine Macht an dir ausprobiert?“ Aurian sah
Myrion und Leon an: „Ich weiß was geschehen wird, wenn er und
ich als Mann und Frau aufeinander treffen, wenn er seine Macht
an mir ausprobieren wird, wird es gewaltig krachen, da wir beide
auf einander reagieren werden. Es gäbe somit nur eine Lösung um
das zu verhindern, ich müsste ihm aus dem Weg gehen.“ Myrion sah
sie überlegend an: „Doch damit würdest du auch verhindern das er
zu dem Gott werden kann, als der er bestimmt ist oder sehe ich
das falsch?“ Aurian nickte zustimmend: „Das siehst du vollkommen
richtig. Er könnte seine Macht nicht entfalten um zu tun, wozu
er geboren wurde. Doch vergesst nicht, ich bin nicht wie Jasmin,
der es schwer gefallen ist mit Ikarus das Bett zu teilen. Ich
bin anders, ich liebe den Jungen und mir macht es nichts aus
auch mit verschiedenen Männern zu schlafen, was Jasmin abging.
Ich bin was ich bin.“ Myrion sah Leon fragend an: „Was meinst
du?“ Leon sah von Myrion zu Aurian. „Also ich denke bevor der
Junge wahnsinnig wird, weil er seiner Bestimmung nicht folgen
kann und es Aurian nichts ausmacht. Sollte sie es riskieren.“
Myrion nickte: „Das denke ich auch, wenn es mir auch merkwürdig
vorkommen wird.“ Aurian nickte beiden zu: „Noch ist ja Zeit, ich
werde ihn erst mal weiter hin im Auge behalten. Und abwarten was
auf mich zu kommt. Mir war es nur wichtig das ihr im Vorfeld
Bescheid wisst. Und ich wollte selbstverständlich eure Meinung
hören. Also warten wir mal noch ab.“ Myrion nickte: „Und du
meinst nicht das sich das noch ändern könnte?“ Aurian schüttelte
den Kopf: „Nein, ebenso wie ich mit dieser über starken Libido
geboren worden bin, ist es auch Lazarus. Nur das ich nicht auf
meinen Vater fixiert war. Was aber auch daran gelegen haben
könnte, das er bevor ich zur Geschlechtsreife kam schon nicht
mehr lebte. Was in Lazarus Fall nicht so ist. Ich lebe noch und
gedenke auch noch weitere Jahre zu leben. Wusstet ihr das er uns
bereits im Kindesalter schon beobachtet hat, das er selbst zu
diesem Zeitpunkt schon unsere Liebesspielchen beobachtete und
analysierte? Der Junge hat sehr viel Selbstbeherrschung, weil
ansonsten wäre er schon lange über mich her gefallen. Das
Problem ist eigentlich, bisher habe ich ihn immer als Sohn
gesehen und war dadurch vor seiner Anziehungskraft gewappnet was
wie ein Schutzschild wirkte. Doch nun da ich beginne ihn als
Mann zu sehen, bricht der in sich zusammen. Denn nun sehe ich
auf einmal, welche Ausstrahlung er besitzt.“
Die Zeit verging weiter,
inzwischen wussten auch die anderen Götter, als auch die
Inkarnationen was los war und es schien als halte die ganze
Insel den Atem an. Als warte man auf den Knall der irgendwann
erfolgen würde. Arden hatte seine Mutter inzwischen aufgeklärt,
weil diese sehr empört zu Iskander gegangen war und ihm erzählt
hatte was Lazarus versucht hatte, das dies nur ein Test gewesen
sei um ihm zu zeigen was Lazarus vermochte. Das Enjara gerade
diejenige sein würde, war Zufall. Doch hatte der Test einen
gewissen Nebeneffekt, denn jetzt jedes mal wenn Lazarus draußen
in einem Liegestuhl in der Sonne lag und bis auf eine Badehose
gänzlich unbekleidet war, musste Enjara scharf einatmen wenn sie
ihn sah, denn sie war sich seiner männlichen Ausstrahlung auf
einmal bewusst. Was nun Iskander zugute kam, denn Enjara
verlangte nach ihm und ihn freute das natürlich. Doch Lazarus
machte keine weiteren Annäherungsversuche, er wartete geduldig
seine Zeit ab. Er wusste er würde spüren wenn es soweit war.
Arden verstand ihn nicht, vor allem verstand er nicht das
Lazarus so ruhig abwarten konnte, das ihn seine Hormone nicht
umbringen würden. Nun dieser hatte eine eigene Art gefunden
seine Hormone unter Kontrolle zu bringen, er legte eben selber
Hand an. Lazarus wartete und träumte von Aurian. Doch ahnte er
nicht das Aurian Bescheid wusste, er rechnete damit das er sie
kalt erwischen würde und das sie ihm aus dem Grunde schon nicht
widerstehen könnte. Er wusste das sie Anfälle hatte und so einen
Anfall wollte er provozieren, damit sie gar nicht mehr zum
nachdenken kommen würde, sondern den Mann nehmen würde der in
dem Moment verfügbar war und das wollte er sein. Er hatte alles
genau durchdacht und geplant.

Kapitel 22: Lazarus erstes Mal

Die Zeit verging weiter. Iskander
besuchte auch weiterhin die Welt aus der er stammte, doch nun
immer unsichtbar. So bekam er auch mit das er inzwischen
Großvater geworden war. Denn die junge Frau seines Sohnes hatte
diesem einen Sohn geschenkt. Da er wusste das er sich aus den
Beständen der Höhle bedienen durfte, hatte er sich ein sehr
hübsches Schmuckstück daraus genommen und als die junge Frau
einen Tag nach der Geburt ihres Sohnes morgens wach wurde, lag
es auf dem Nachttisch neben ihr. Gwyn ahnte von wem das Geschenk
war und sagte ihr das sie es ruhig nehmen dürfe. Die junge Frau
freute sich sehr darüber und bat Gwyn es ihr an zu legen.
Auch auf der Welt der Götter
verging die Zeit, wenn auch nicht so schnell wie auf den anderen
Welten. Und es kam die Zeit die alle so gefürchtet hatte.
Lazarus bekam mit wie Aurian auf dem Plateau stand und mit
Myrion schäkerte, als sie nämlich sagte : „Ich glaube ich werde
alt,“ antwortete er nur frech grinsend: „Kätzchen du sieht
einfach umwerfend aus und nicht älter als vielleicht 200 oder
wirklich maximal 250 Jahre.“ Aurian lachte und schlug leicht
nach ihm. Doch Myrion betrachtete sie von oben bis unten, fing
ihre Hand auf und riss sie in seine Arme um sie wild und
verlangend zu küssen. Als er den Kuss schwer atmend löste
hauchte er ihr zu: „Und ich bin auch gerne bereit zu beweisen
das ich dich heute noch ebenso will wie an unserem ersten Tag.“
Nun kam auch noch Leon hinzu und bekam mit was Myrion sagte, so
stellte er sich neben sie einen Arm um Aurian legend und
flüsterte ihr ebenso zu: „Und ich nicht minder, also sag ja und
wir werden es unter Beweis stellen, jetzt und sofort.“ Sie sah
von einem zum anderen, während deren Hände sie bereits
streichelten. Dann nickte sie und die drei verschwanden. Lazarus
hatte es mitbekommen und er wusste was sie nun tun würden, er
überlegte kurz, ob er ihnen folgen sollte oder nicht. Als er und
Arden noch Kinder waren, hatten die drei keine Hemmungen gezeigt
es auch draußen am Wasserfall zu tun, doch als beide älter
wurden hörte das auf. Denn sie wollten nicht das die beiden es
mit bekamen, was aber Lazarus nicht davon abhielt zu spionieren.
Er folgte ihnen halt bis ins Schlafzimmer und so auch jetzt. Er
sah wie Aurian von beiden gestreichelt und liebkost wurde, wie
sie sie reizten bis sie es nicht mehr aus hielt und sich einem
von beiden regelrecht in die Arme warf. Und nun ging es richtig
zur Sache, während sie die beiden streichelte oder sie auch vor
Leidenschaft kratzte, nahmen sie die Männer abwechselnd immer
wieder. Und er sah wie Aurian vor Lust schrie, wie sie immer
mehr verlangte, wie sie auch selber sich einen nach dem anderen
vornahm und ihrerseits die Kontrolle übernahm. Die beiden Kerle
fielen immer wieder über sie her und Aurian genoss es. In ihrer
Ekstase bekamen alle drei nicht mit das sie einen Zuschauer
hatten. Doch blieb das was Lazarus dort sah bei ihm nicht ohne
Wirkung und er nahm sich vor das es am nächsten Tag soweit sein
sollte. Dann würde er sie sich nehmen und sie nicht eher aus dem
Bett lassen bis er nicht mehr konnte. Er nickte zu sich selber,
dann verschwand er, das ganze hatte ihn sehr stark erregt und er
stellte sich unter den Wasserfall um sich ab zu regen.
Er wurde dabei von Enjara und
Iskander beobachtet, die sahen wie seine Hände immer wieder mal
über seinen muskulösen Körper fuhren oder durch die Haare. Wie
das Wasser auf seinen Körper prasselte um dann davon ab zu
springen. Und selbst Iskander schnaufte leise: „Gott, wenn ich
als Mann schon auf ihn reagiere, wie muss es euch Frauen da erst
gehen. Und er tut nicht mal was, außer sich ab zu kühlen.“
Enjara war kaum noch fähig einen Ton zu sagen, sie drehte sich
zu Iskander herum und sah ihn an. Er lächelte: „Na komm Kleines
wollen wir dir mal helfen wieder auf den Boden zu kommen.“ Damit
zog er sie in ihr Schlafzimmer. Wenn Enjara auch bisher nie mehr
als einmal wollte so war sie nun außer Rand und Band und
Iskander bekam zum ersten mal seit dem ersten Morgen alles von
ihr was er sich wünschte.
Doch noch einer beobachtete ihn
und das war Arden, ihm ging es nicht anders als Iskander und so
schritt er langsam auf Lazarus zu, zog sich vor dem kleinen
Teich ebenfalls aus und trat zu ihm unter den Wasserfall. Er
betrachtete Lazarus. „Wusstest du, das nicht nur Frauen auf dich
reagieren?“ Lazarus hatte gerade wieder mal die Arme gehoben und
seine Haare etwas nach hinten gestrichen, wobei man sein
Muskelspiel genau beobachten konnte und sah ihn an: „Was soll
das heißen?“ Arden berührte ihn sachte und strich über seine
muskulöse Brust.. „Das soll heißen das auch Männer auf dich
reagieren.“ Lazarus hatte immer noch die Hände in seinen Haaren
und sah auf die Hand von Arden. „Würdest du das bitte lassen?
Junge ich bin ein Kerl, falls du mir nicht glaubst ich zeige dir
gerne was ich in der Badehose habe. Und seit wann stehst du auf
Männer?“ Arden zog seine Hand zurück: „Ich stehe nicht auf
Männer, doch es kam in mir der Wunsch auf dich zu berühren.“ Nun
senkte Lazarus seine Arme und sah ihn nachdenklich an: „Weißt du
ich habe gehört das Aurian auch einmal mit deiner Mutter
geschlafen hat, das Enjara auf sie ebenso reagierte wie du nun
auf mich. Und das es bei ihr nicht anders war, sie wollte auch
Aurian berühren und streicheln. Hast du etwas dagegen wenn ich
an dir mal einen kleinen Test durchführe?“ Arden sah ihn fragend
an: „Einen kleinen Test? Was für einen Test?“ Doch Lazarus hatte
ihn schon umfasst und an sich gezogen und küsste ihn bereits.
Als Lazarus das leise unterdrückte stöhnen hörte das Arden bei
dem Kuss abgab, löste er sich wieder von ihm: „Du hast recht.
Und ich weiß das du wirklich nicht auf Kerle stehst und doch
habe ich in dir etwas ausgelöst.“ Arden sah ihn schwer atmend
an: „Du hättest mich auch vor warnen können. Und du scheinst
keinerlei Berührungsängste zu haben auch einen Kerl zu küssen.“
Lazarus grinste ihn frech an: „Und wie sieht es mit deinen
Berührungsängsten aus?“ Arden fluchte leise, doch als er Lazarus
grinsen sah musste er doch lachen: „Verdammt Kerl probiere das
nie wieder bei mir aus. Jetzt muss ich meine Lust irgendwo
auslassen.“ Kurz darauf war Arden verschwunden und Lazarus
lachte leise, bei ihm hatte der Kuss nichts ausgelöst.“ Er trat
unter dem Wasserfall hervor und legte sich nass wie er war in
einen Liegestuhl und sah in die Sonne. Er dachte über die
Vorkommnisse nach. Ihm wurde klar das er aufpassen musste. Er
hätte jetzt gerne mal mit seinem Großvater, mit Ikarus
gesprochen, wie er es geschaffte hatte, das nicht jeder auf ihn
abfuhr und wie man es ein wenig unterdrücken konnte. Ihm wurde
klar, er musste doch noch viel lernen. Er hatte nicht geahnt das
alleine seine Anwesenheit bereits Lustgefühle in den Personen um
ihn herum auslösen würde. Doch wenn sogar ein Frauenheld wie
Arden plötzlich auf ihn abfuhr, war die Sache ernst. Es gab nur
eine Person die ihm Antwort geben konnte, da sie es seit
Ewigkeiten schon teilweise unterdrückte. Sonst würde sie wohl
nie mehr aus dem Bett kommen. Er nahm sich vor, wenn er sich
morgen nehmen würde was er wollte, sie auch danach zu fragen.
Später gesellten sich auch die
anderen zu ihm. Myrion und Leon sahen recht geschafft aus doch
grinsten sie ebenso wie Iskander der nicht minder fertig aussah.
Lazarus sah sich Aurian an, die in einem knappen Zweiteiler
erschien und sich ebenfalls in einen Liegestuhl pflanzte,
gefolgt von Enjara die noch ein großes Tablett mit Eistee trug.
Langsam glitt sein Blick an Aurian entlang und abermals regte
sich etwas bei ihm. Er legte sich schnell auf den Bauch damit es
nicht so offensichtlich wurde. Doch zwei hatten es bemerkt,
Myrion grinste nun Leon an und deutete mit dem Kopf zu Lazarus.
Leon nickte, leise kam von ihm: „Kommt einem irgendwie bekannt
vor, oder?“ Enjara verteilte dann an alle Tee und setzte sich zu
Iskander. Dieser sah sie glücklich an. Eine weile später
erschien auch Arden wieder und Lazarus grinste ihn wieder an:
„Na abgeregt?“ Dieser nickte. „Ja, aber nicht dank dir.“ Lazarus
hatte heute einen schelmischen Tag und deutete mit dem Kopf zu
Aurian, dabei wurde sein grinsen immer frecher: „Heiß oder?“
Arden konnte nun nicht anders als auch Aurian an zu sehen, und
schon musste auch er sich auf den Bauch drehen. Myrion und Leon
die die beiden beobachtet hatten lachten nun laut los. Iskander
sah von einem zum anderen. „Darf man erfahren worüber ihr
lacht?“ Myrion beugte sich leicht zu ihm, damit Enjara es nicht
mit bekam: „Aye wir haben hier zwei Jungspunde die alleine beim
Anblick unserer heißen Herrin, nur noch eins tun können, sich
auf den Bauch legen.“ Jetzt begriff auch Iskander und lachte
mit: „Was denn, auch Arden?“ Myrion nickte und grinste: „Ich
habe so das Gefühl das Aurian in nächster Zeit viel zu tun
bekommen wird. Ich frage mich wie lange es dauert bis auch er es
bei ihr versucht. Ich glaube es wäre was anderes wenn die Jungen
nicht wüssten wie großzügig sie damit umgeht, doch so, rechne
ich damit das auch er es versuchen wird. Irgendwann.“ Iskander
sah Myrion an, dann blickte er zu Arden: „Nein das glaube ich
nicht.“ Myrion lächelte: „Das glaube ich aber für dich mit. Dein
Sohn ist jung, heiß und wild auf jede Erfahrung. Und ich denke
er wird es versuchen, um was wetten wir? Und ehrlich gesagt,
wäre ich nicht schon der Kerl an ihrer Seite, ich würde sie mir
auch holen.“ Leon nickte: „Was wir auch eben ausgiebig getan
haben. “Iskander sah die beiden an: „Und das macht euch nichts
aus? Ich meine ihr würdet dem Jungen nicht an die Kehle gehen?“
Myrion schüttelte mit dem Kopf: „Nein, weil Aurian entscheidet
das selber und wenn sie ihm diese Erfahrung geben will, meinen
Segen hat sie. Solange wir deswegen nicht zu kurz kommen. Denn
wenn ich auf etwas verzichten müsste deswegen, dann würde ich
auch sauer werden, doch so. Nööö soll sie ruhig. Sie ist nun mal
heiß. Und Leon und mir ist bekannt das sie die Abwechslung
liebt. Also soll sie sich die auch holen. Und deinem Sohn würde
es zugute kommen.“ Leon nickte nur zu Myrions Worten, er war da
seiner Meinung. Enjara hatte sich inzwischen neben Aurian in
einen Liegestuhl gelegt und betrachtete sie ebenfalls. Iskander
grinste: „Vater und Sohn, beide heiß hinter ein und der selben
Frau her? Und ich bestreite es nicht, sie macht mich immer noch
wuschig.“ Myrion grinste zurück: „Sie macht jeden Kerl wuschig
und wir können froh über ihre starke Libido sein, sie ist
wirklich heiß, aufregend und immer bereit. Und nun lacht nicht,
ich könnte schon wieder.“ Und so beschloss man den Tag recht
fröhlich und guter Laune. Alle hatten ihren Spaß gehabt und
Lazarus dachte als er Aurian so betrachtete, das er sich morgen
seinen Spaß holen würde und war schon ganz aufgeregt.
Lazarus hatte heute etwas ganz
besonderes vor, also pflegte er sich und probierte auch einige
Sachen an. Und als er endlich zufrieden in den Spiegel sah,
blickte ihm ein frecher junger Mann entgegen. Der wie fast alle
Kerle auf dieser Insel eine schwarze Lederhose trug, die jedoch
so eng saß, das sich alles abzeichnete, was von ihm pure Absicht
war. Dazu trug er ein ärmeloses weißes Seidenhemd das sich sehr
eng um seinen Oberkörper legte, so das er die obersten Knöpfe
bis unter der Brust offen lassen musste, das erweckte den
Eindruck als würde seine muskulöse Brust bald das Hemd sprengen.
Dazu war er braun gebrannt, weil er viel Zeit in der Sonne
gelegen hatte, er trug eine recht verwegene Frisur, ähnlich der
von Myrion und zwinkerte sich nun selber im Spiegel zu.
Er kannte Aurians Tagesablauf und
so wusste er auch wo er sie finden würde. Er sah sich noch mal
im Zimmer um, es war alles vorbereitet, er hatte einige
Rosenblätter im Raum verteilt, dazu Kerzen aufgestellt und es
recht romantisch her gerichtet. Er hatte nicht die Absicht ihr
Schlafzimmer zu benutzen, sondern für ihn hatte es auch einen
sinnbildlichen Effekt, Aurian in seinem Bett zu haben.
Sein Herz klopfte wie wild, doch
war ihm klar er musste einen überlegenen Eindruck machen, er
musste es so aussehen lassen das er genau wusste was er tat. So
atmete er noch einige mal kräftig durch und verschwand um kurz
vor der Kristallhöhle wo er wusste das er dort Aurian antreffen
würde wieder erschien. Dann betrat er mit festen Schritten die
Kristallhöhle und sah dort Aurian an der Kristallwand stehen. Er
wusste das sie ihn kommen gehört hatte und so rechnete er auch
damit das sie sich umdrehen würde. Was sie auch tat, sie sah ihm
entgegen und lächelte leicht. Seiner Meinung nach musste er ihre
Sichtweise erst mal ändern, sie sollte ihn nicht mehr als Sohn
sehen, sondern als Mann. „Aurian?“ langsam ging er auf sie zu.
„Sieh mich an, ich bin ein Mann. Und ich begehre dich als Mann.“
Aurian überlegte kurz, sollte sie ihm sagen das sie wusste was
er wollte oder ihm seinen Erfolg gönnen? Dann wurde ihr klar,
das er das Gefühl haben musste es aus eigener Kraft geschafft zu
haben, sie durfte sein Selbstbewusstsein nicht erschüttern. So
sah sie an ihm entlang, sich seiner männlichen Ausstrahlung
absolut bewusst. Während er auf sie zuging, ging sie immer einen
Schritt zurück, wie als wolle sie vor ihm flüchten. „Du weißt
nicht was du sagst.“ Er lächelte: „Doch ich weiß genau was ich
sage. Und du kannst nicht vor mir flüchten.“ dabei begann er
sehr langsam und aufreizend sein Hemd zu öffnen. Ihm war klar
das sie seine Erregung sehr deutlich sehen konnte, nicht umsonst
hatte er diese enge Hose gewählt. Als er das Hemd zur Hälfte
geöffnet hatte griff er feste zu und riss es sich vom Körper,
weiterhin langsam auf sie zugehend, wobei sie ebenso weiterhin
zurück wich bis sie an der Wand stand. Sein Tun verfehlte auch
auf sie seine Wirkung nicht und sie musste schwer einatmen, was
er sofort registrierte. Dann stand er unmittelbar vor ihr. Er
war größer als sie und sah auf sie herab. „Du wirst mir heute
geben was ich begehre und nichts wird mich davon abhalten es mir
zu nehmen.“ Sachte drückte er sie mit seinem Körper an die Wand.
„Die Frage ist nur gibst du es mir freiwillig oder muss ich es
mir nehmen?“ Aurian sah zu ihm auf: „Lazarus sei vernünftig. Es
gibt genug andere Frauen.“ Leicht beugte er den Kopf herab und
flüsterte ihr zu: “Sicher, doch keine wie dich.“ Dann griff er
zu und presste sie an sich und küsste sie hart und verlangend.
Und bevor sich Aurian versah war er mit ihr im Arm in seinem
Zimmer erschienen. Sie dachte nur zu sich: Gut das ich auf alles
vorbereitet war und legte nun ihre Arme um seinen Hals um seinen
Kuss ebenso zu erwidern. Das nahm er als Einverständnis und riss
ihr kurzerhand die Kleidung herunter, ohne den Kuss zu
unterbrechen. Als er nun ihre nackten Körper an seinem spürte
stöhnte er unter dem Kuss leise auf, dann löste er den Kuss und
sah sie an. Sanft nahm er sie auf seine Arme und legte sie auf
das Bett, dann zog er noch schnell seine letzten Sachen aus und
war schnell bei ihr, er hatte Angst das sie eventuell doch
flüchten würde, wie es Enjara getan hatte. Aurian sah an ihm
entlang, während seine Hand schon ihren Körper streichelte und
er immer mal leise aufstöhnte. Dann sah sie ihn an, und sah wie
sehr er sich beherrschen musste, um nicht gleich über sie her zu
fallen, zu viel hatte sich ihn ihm aufgestaut. Sie grinste
leicht in sich hinein und dachte: So mein Junge nun beginnt
deine Lehrstunde. Mit diesem Gedanken griff sie gezielt zwischen
seine Beine und nun brach seine Beherrschung zusammen wie ein
Kartenhaus. Er hatte noch keine Erfahrung und so war er nicht
darauf vorbereitet gewesen auf das, was es in ihm auslöste. Nun
fiel er wirklich über sie her, drückte ihre Beine auseinander,
drängte sich dazwischen und drang hart in sie ein. Was nun auch
in Aurian die Leidenschaft aufflammen ließ und so zog sie ihn
noch näher an sich und drückte sich ihm sogar entgegen. Er
stöhnte laut auf, als er sie das erste mal nahm. Nun spürte er
am eigenen Körper was sie Myrion und auch Leon so oft und so
großzügig gegeben hatte. Immer wieder hörte sie ihn flüstern:
„Oh mein Gott ist das schön.“ Es ging dann auch sehr schnell, er
hatte noch nicht gelernt was Ausdauer war oder wie er sich
beherrschen konnte damit es länger dauerte. Doch kaum war er auf
dem Gipfel angekommen, machte er auch schon weiter, er wollte
noch mehr. Im Laufe der kommenden Stunden zeigte ihm Aurian, wie
er eine Frau streicheln, wie er mit ihr umgehen musste und
ebenso wie er sich wenigstens soweit beherrschen konnte das es
nicht gleich so schnell bei ihm ging. Sie zeigte ihm Dinge von
denen er nicht mal zu träumen gewagt hätte. Als der Abend kam
lag sie in seinen Armen und er sah sie zärtlich an. „Ich hoffe
ich war nicht zu grob und zu ungeschickt.“ Sie lächelte ihn an:
„Nein warst du nicht, es war dein erstes mal und da darf man ein
wenig grob und ungeschickt sein.“ Nun lachte er wieder sein
freches Jungenlachen: „Mein erstes bis zehntes mal. Und ich bin
noch lange nicht soweit das ich aufgebe, noch gebe ich dich
nicht aus meinem Bett frei. Ich hoffe du kannst noch ein wenig
vertragen.“ Damit beugte er sich über sie und flüsterte leise: „
Ich bin wieder fit. Nun können wir von vorne beginnen.“ Und als
er ihr leises stöhnen hörte lachte er wieder leise. Ganze zwei
Tage und Nächte hielt er sie in seinem Bett gefangen. Myrion kam
immer mal unsichtbar für ihre Augen schauen, ob alles noch in
Ordnung sei. Und als er nach zwei Tagen die anderen draußen
antraf, schüttelte er nur mit dem Kopf. „Aurian hatte vollkommen
recht, er ist ein Liebesgott und das im wahrsten Sinne des
Wortes. Also ich dachte schon ich sei gut, aber was der Junge
dort vollbringt ist unglaublich.“ Arden bekam die Worte mit:
„Ist er immer noch dran?“ Myrion lachte und nickte: „Ja er kann
nicht genug bekommen und ich bin wirklich froh das Aurian ist
wie sie ist. Sie steckt es locker weg. Jetzt wundert es mich
auch nicht mehr wieso er nie zu einer anderen ging.“ Nach diesen
zwei Tagen brauchte Lazarus allerdings auch entsprechend Schlaf.
Aurian verließ ihn als er eingeschlafen war und begab sich nur
noch in ihr Bett um ebenfalls erst mal richtig aus zu schlafen.
Der Junge hatte sie mehr gefordert als sie gedacht hatte.
Was nun werden würde, bliebe
abzuwarten.
