Kapitel 11: Rat der Götter


 

Als Enjara den Kristallraum betrat sah sie ehrfürchtig zu Aurian. Gerade für sie war es unglaublich, das sie nun hier in der Nähe des höchsten Wesens des Universums stehen sollte. Und das wo sie nie an Götter oder so geglaubt hatte. Aurian stand an der Kristallwand und sah zu den vier dort ruhenden hinein, als sie spürte das Enjara und Black den Raum betreten hatten. Dann wandte sie sich um. Sie sah Enjara an: „Und habt ihr euch ein wenig eingelebt?“ Enjara knickste und nickte dann, den Kopf hatte sie leicht gesenkt. „Schau mich ruhig an, ich beiße nicht.“ Dann hob sie den Kopf und sah Aurian an und platzte heraus: „Wieso ich?“ Aurian lächelte: “Frag das Black wie du ihn nennst. Er hat dich ausgewählt, und ich gehe davon aus er hat die richtige Wahl getroffen. Wie kommst du mit Iskander klar?“ Jetzt errötete Enjara leicht und senkte vor Verlegenheit wieder den Kopf. Aurian lachte leise und ihr lachen klang in Enjaras Ohren wie Musik, so hell klingend war es. „Ich glaube ich verstehe. Ihr seid euch schon sehr nahe gekommen.“ Enjara nickte abermals: „Das war doch erlaubt oder ist es uns verboten?“ Aurian schüttelte den Kopf: „Nein es ist nicht verboten, ihr dürft alles tun was euch gefällt.“ Enjara wurde durch Aurians Freundlichkeit mutiger und fragte: „wer ruht dort drin?“ Aurian sah wieder zur Kristallwand. „Jasmin, deren Stirnreif du trägst. Ihre beiden geliebten Männer und mein Vater.“ Enjara verstand es nicht doch sagte sie auch nichts. Sie hoffte das Black es ihr später vielleicht erklären würde. Aurian wendete sich Enjara wieder zu: „Seid ihr schon soweit das ihr einen Auftrag annehmen könnt? Das ihr die Legende der Schicksalshelden wieder aufleben lassen könnt?“ Enjara nickte leicht: “Könnten wir vielleicht noch zwei oder drei Tage hier bleiben? Ich bin froh mal wieder ein wenig Bequemlichkeit zu haben. Das ist alles noch so neu für mich.“ Aurian nickte: „Natürlich, doch die Zeit solltest du nutzen um das hier zu lernen, du bist nun die Priesterin des Schicksals.“ Damit reichte sie Enjara ein kleines Büchlein. „Hier stehen alle Zauber drin die du können solltest und außerdem wie du den Stab handhaben kannst, welche Fähigkeiten du hast und auch welche Macht. Unterschätze deine Macht nicht. Und vor allem trage den Kopf immer hoch. Denk immer daran du bist meine Repräsentantin auf den Welten. Und wo Buch und Schwert erscheinen, wird sich das Schicksal erfüllen, so heißt es.“ Enjara nickte und war ganz erschlagen von dem was die Herrin da sagte. „Dir und Iskander werden sich Türen und Tore öffnen, ihr werdet fast überall willkommen geheißen werden, denn man weiß, das Licht geht mit euch. Und ihr werdet die Ordnung wieder herstellen. Und nun geh, beginne zu verstehen und zu lernen.“ Abermals knickste Enjara, drehte sich um und ging. Black folgte ihr. Zurück in ihren Räumen setzte sie sich mit einer Tasse Tee auf das Plateau in die Sonne und begann auch sofort in dem Büchlein zu lesen.

Iskander wiederum folgte den Klängen der Schmiede, nun sah er das das Höhlensystem noch weit aus mehr Höhlenräume hatte als bislang vermutet. Doch dann kam er der Schmiede immer näher, er hörte das es nicht nur einer war, sondern zwei. In den Höhlen war es recht warm deswegen hatte er seine Weste erst gar nicht wieder angezogen und so betrat er die Schmiede, blieb aber am Eingang stehen und sah nun das auch die beiden Götter, da er an nahm das sie Götter seien, mit bloßem Oberkörper dort arbeiteten. Er musterte sie unter dem Aspekt eines Kriegers. Myrion erschien ihm als der stärkere der beiden. Doch beide waren recht muskulös wobei Leon eher drahtig erschien, während Myrion mehr Masse brachte. Er ging davon aus das Myrion auch der weit aus gefährlichere von den beiden war. Was ihm allerdings auffiel, war das beide recht zerkratzt aussahen und da er sich denken konnte woher diese Kratzer kamen grinste er breit. Im Moment sah er nicht viel anders aus. Myrion hatte ihn schon längst bemerkt doch lies er ihm Zeit sie zu mustern. Dann hob er den Kopf: „Hallo Iskander, schön das du dich umsiehst. Komm nur herein.“ Auch sein Blick ging kurz an Iskander entlang und als er die Kratzer auf dessen Körper sah, grinste auch er. „Auch zwischen die Krallen einer Katze geraten?“ Iskander sah sich kurz seine Kratzer an: „So könnte man sagen, ja.“ Dann betrat er die Schmiede ganz und setzte sich auf eine der Truhen. Myrion sah ihn kurz an: „Nun gestern klang es noch ganz anders, wenn ich mich recht erinnere. Da wollte sie noch ein eigenes Schlafzimmer, aber ich nehme an das hat sich nun erledigt. Es sei denn das wären Abwehrverletzungen, das sie sich gegen dich gewehrt hat.“ Iskander lachte leise: „Nein sind sie nicht und ist schon richtig, das hat sich wohl erledigt. Habt ihr das Schwert geschmiedet, Myrion? Ihr wisst schon das Schwert des Schicksals.“ Myrion schüttelte den Kopf: „Nein das waren Leon und ich gemeinsam.“ Nun sah Iskander auch zu Leon, sein Blick ging zwischen den beiden hin und her. Und auch Leon lächelte ihm freundlich zu. Doch während Myrions Gesicht starke ehrliche Gefühle zeigte hatte er den Eindruck das Leon recht undurchsichtig war, auch wenn er lächelte.

In Iskanders Gesicht arbeitete es, als er die beiden betrachtete und er fragte sich wie Myrion es ertragen konnte das es im Bett seiner Frau noch einen anderen Mann gab. Er würde seine Frau für sich haben wollen und obwohl Enjara nicht seine Frau war, würde er jedem die Zähne einschlagen der es nur versuchen würde sich an ihr zu vergreifen. Leon und Myrion beobachteten ihn, Myrion sah ihn an: „Na spucks schon aus, wir sehen doch das dich eine Frage brennend interessiert.“ Iskander sah beide weiter hin an: „Nun ja, die Herrin sagte recht freimütig das Leon ihr Geliebter sei und ich weiß ich würde jeden grün und blau prügeln der sich an meiner Frau vergreifen würde, daher frage ich mich wie könnt ihr es ertragen.“ Myrion nickte: „Weil ich gelernt habe das Eifersucht sich nicht lohnt und Aurian braucht uns beide. Und Leon ist mir ein treuer Freund und fast wie ein Bruder, also ist es für mich kein Problem.“ „ Sie braucht euch beide? Wie soll ich das verstehen? Das heißt wenn es mir gestattet ist zu fragen.“ Iskander war schon klar das er sich hier eventuell ein wenig weit mit dieser Frage aus dem Fenster lehnen würde, schließlich ging es ihn ja nichts an. Myrion grinste: „Um das zu verstehen muss man mit ihr mal das Bett geteilt haben. Sie ist eine Frau die mit einem Mann noch weit unterfordert ist, selbst wenn er stundenlang durch halten kann. Sie braucht zwei.“ Nun sagte Leon auch etwas: „Obwohl Myrion es auch einmal alleine geschafft hat. Die Kraft die in diesem Kerl steckt ist wirklich bewundernswert.“ Iskander sah das Leon Myrion tatsächlich bewunderte, das er ihm treu ergeben war. Anschließend sah er Myrion an: „Stundenlang?“ Leon nickte und antwortete für ihn: „Aye er hat einmal einen halben Tag lang durchgehalten, allerdings danach war er auch total fertig, ich sag ja den Kerl kann man nur bewundern.“ So unterhielten sich die drei eine Weile. Iskander versuchte auch heraus zu bekommen welchen Auftrag die Herrin für sie haben würde, doch da schwiegen sich die beiden Götter drüber aus und er bekam lediglich zur Antwort das er das schon noch erfahren würde, wenn die Zeit gekommen wäre. Allerdings erfuhr er nun, das seine Vergiftung als auch sein langer Schlaf vom Licht beabsichtigt war. Es tat ihnen leid das er nun erdulden musste, seine Familie und den Besitz so zerfallen zu sehen. Er erfuhr das auch sein Vorgänger Eric, seine Familie erst verlieren musste um sich auf seine Aufgabe konzentrieren zu können, nur das es bei diesem wesentlich dramatischer gewesen war. Auch sagte man ihm auf seine Frage hin wo Eric geblieben wäre, das dieser nun tot sei und man seinen Körper neben seiner Priesterin in der Kristallhöhle ruhen sehen könnte. Auch erfuhr er das sich die Herrin in den Welten immer nur mit ihren beiden Löwen sehen lassen würde und was es mit diesen Löwen auf sich habe. Allerdings beschworen sie ihn nie auch nur ein Sterbenswörtchen darüber zu verlieren, mir Ausnahme von Enjara, das sie die Löwen seien. Denn es habe sich schon gezeigt, das ihre Identität gewahrt bleiben müsste. Langsam begann Iskander zu verstehen. Doch musste er auch viele Fragen beantworten, zum Beispiel wie er über Kinder denken würde und ob er sich in Enjara verliebt hatte. Er antwortete wahrheitsgemäß, das er gegen Kinder nichts habe und sollte eine Frau von ihm schwanger werden er sich natürlich auch um die Kinder kümmern würde, auf die Frage ob er Enjara liebe, antwortete er: „Nein, doch ich will und begehre sie. Ich mag sie, aber das ist auch erst mal alles. Dennoch würde ich jedem die Zähne einschlagen der es wagen würde sich an ihr zu vergreifen. Und ich gebe offen zu, würde mir eine andere Frau ebenso gefallen würde ich auch hier versuchen sie zu bekommen.“ Myrion grinste darauf hin: „Eine andere Frau, eventuell so wie Aurian? Und sei nicht geschockt das wir davon wissen, jeder Kerl will sie, das wissen Leon als auch ich. Sie zieht jeden Kerl wie magisch an.“ Nun fühlte sich Iskander ertappt, doch nickte er und gab es ehrlich zu. „Doch weiß ich das sie wie eine Frucht ist, die in einem Baum hängt, man will sie aber sie hängt zu hoch, so das man nicht dran kommt. Doch würde ich dennoch versuchen sie zu erhaschen.“ Nun lachten Myrion und Leon und letzterer antwortete nur: „Na dann viel Glück bei dem Versuch. Doch solltest du sie erhaschen können, sei gewappnet vor der Kraft die dich dann überwältigen wird.“ Iskander sah von einem zum anderen, er schüttelte nur mit dem Kopf wie leicht die beiden mit dieser Eröffnung umgingen. Er hatte im stillen schon damit gerechnet das sie nun auf ihn los gehen würden, statt dessen lachten sie über sein Ansinnen. Myrion sah ihn an: „Nennt man das nicht falsche Doppelmoral? Zum einen sagst du, das du kein Problem damit hättest dich auch mit einer anderen Frau zu vergnügen, doch andererseits würdest du jedem Kerl die Zähne einschlagen der sich an Enjara vergreift. Wie passt das zusammen. Müsstest du ihr dann nicht auch zu billigen sich mit einem anderen ihren Spaß zu holen? Ich wüsste alleine hier bei uns schon gut drei Kerle die es eventuell versuchen würden. Und fast alles Götter, da wünsche ich dir viel Spaß mit den Prügeleien.“ Iskander sah von einem zum anderen und er musste ihnen recht geben, es klang wirklich wie eine falsche Doppelmoral. Doch kam er aus einer anderen Zeit. „Nun bei uns ist es so das jede Frau.........ach ihr habt ja recht, wenn man es so betrachtet stimmt es schon. Ich würde jede Frau flach legen die mir gefällt, solange sie mich lässt. Also sollte ich es auch Enjara zu billigen solange sie es will und sie sich niemand mit Gewalt nimmt. Und drei würden es versuchen? Darf ich erfahren wer die drei sind?“ Obwohl er eine gewisse Einsicht zeigte, war doch seinem Blick an zu sehen das er schon Ausschau nach dem hielt, den er grün und blau schlagen könnte. Leon sah ihn ruhig an: „Ich zum Beispiel. Dann Dion, der dunkle Gott oder auch Aaron der Herr des Krieges. Wobei Aaron kein Gott ist sondern eine Inkarnation, doch ich denke auch er würde sich eventuell an sie heran machen. Wenn sie auch beide bislang nicht mal Anstalten machten es bei Aurian zu versuchen. Doch denke ich das sie hier doch lieber die Finger von lassen. Aurian hängt wohl auch für sie zu hoch, um mal bei deinem Beispiel zu bleiben. Doch sind wir alle drei ebenso bereit jede Frau flach zu legen, wie du es nennst, wenn sie uns gefällt.“ Nun Leon hatte nicht vor sich an Enjara heran zu machen, er war viel zu glücklich mit Aurian. Doch sollte Iskander auch begreifen, das es auch mal sein könnte das seine Geliebte auch anderen Männern gefallen und das sie eventuell auch mal bei einem anderen schwach werden könnte. Myrion wusste wie seine Aurian war, sie würde immer auf gewisse Reize anspringen, das lag in ihrer Natur und das hatte er ihr auch mal deutlich gezeigt. Ebenso wie sich Leon das zunutze gemacht hatte, der es ebenso gut wusste. Den beiden war klar, das wenn es ein Kerl richtig darauf anlegte und es mit den richtigen Mitteln versuchen würde, würde Aurian schwach werden. Leon sah Iskander immer noch ruhig an. Myrion lächelte: „Forderst du also Treue, solltest du bei dir selber erst mal anfangen treu zu sein. Ansonsten rechne damit das sie auch mal mit einem anderen schläft. Vor allem wenn sie heraus bekommt das du es mit der Treue nicht so genau nimmst.“ Iskander sah Myrion an: „Hast du noch jemanden nebenbei?“ Myrion lachte herzlich: „Ich? Nein, ich liebe Aurian und neben ihr verblassen alle anderen Frauen, zudem lastet sie mich völlig aus, ich hätte erstens kein Interesse und zum zweiten wahrscheinlich nicht mal mehr die Kraft dazu.“ Dann sah Iskander Leon an und der antwortete ruhig: „Nun, auch ich liebe Aurian und würde für sie durch die Hölle gehen, und im Moment geht es mir wie Myrion. Doch heißt es nicht, das ich im Gegensatz zu Myrion nicht auch den Reizen einer anderen erliegen könnte. Und ich würde sie mir auch nehmen. Ich bin anders als Myrion, wo er treu ist, kann ich es nicht sein. Und Aurian weiß das und würde mich nie einschränken. Doch würde sie Treue verlangen, würde ich in den sauren Apfel beißen. Doch in diesem Fall würde ich das auch von ihr verlangen und das kann sie nicht einhalten, denn sie liebt Myrion und würde niemals von ihm lassen.“ Iskander nickte leicht: “Liebt sie dich auch?“ Leon sah ihn nach wie vor ruhig an: „Das weiß ich nicht. Sie will mich und sie begehrt mich. Doch ob sie mich liebt, weiß ich nicht, sie hat es mir noch nie gesagt.“

Als Iskander später die Schmiede verließ hatte er viel worüber er nachdenken musste. Die beiden Götter hatten ihm in vieles Einsicht gegeben. Und doch waren noch ebenso viele Fragen offen. So betrat er nach einigen Stunden wieder die Gemächer die er und Enjara mit einander teilten. Er fand sie draußen in der Sonne sitzend und in einem kleinen Buch lesend vor. Er trat zu der Balustrade und sah hinunter. Dort sah er grüne Wiesen und auch sein zerfallenes Gut, bisher hatten weder er noch Enjara je darüber gesehen. Er sah auch wie ein Dorf in der Nähe von Räuberbanden terrorisiert wurde und schüttelte den Kopf. Dann schienen einige dort zu suchen wo sie den Stein gefunden hatten. Er wunderte sich das er das alles überblicken konnte, doch dachte er sich, wenn er schon auf der Welt der Götter war, wäre das wohl normal das er Aussicht auf Ereignisse hätte die man von hier aus sehen könnte. Er sah aber auch das sie den Stein untersuchten, doch war es ihnen wohl nicht möglich ihn zu aktivieren, so wie es Enjara gelungen war. An einer anderen Stelle sah er das dort diese Bande auch einen Tempel des Lichts geplündert und alle Priesterinnen vergewaltigt und getötet hatten. Das brachte ihn nun auf, vor allem da er nun die Göttin selber kannte. Seine Hände ballten sich immer wieder zu Fäusten. Langsam bemerkte auch Enjara das mit ihm was nicht stimmte und erhob sich um zu sehen was ihn so aufbrachte. Als sie ebenfalls alles sah was er sah, fluchte sie leise. „Also das kann man doch nicht so stehen lassen, da muss doch einer eingreifen. Wozu sind die Götter da wenn sie so etwas zulassen? Diese Mistkerle haben sogar Kinder getötet, schau.“ Iskander sah sie an: „Ich denke man wird dagegen etwas unternehmen. Man wird die Helden aus schicken. Deswegen sind wir hier. Verstehst du? Die Götter greifen nicht selber ein, ich denke das dürfen sie auch nicht, weil ansonsten würde man sich immer nur auf sie verlassen. Und nun stelle dir vor, so etwas würde auf einigen Welten geschehen, man würde sich nur noch auf sie verlassen. Und sie wären total überarbeitet. Ich denke in besonderen Fällen, werden sie die Helden aus schicken um wieder in Ordnung zu bringen was falsch läuft und hier hat man sogar einen ihrer Tempel geschändet, das wird Aurian, die Herrin nicht zulassen. Ich denke ich kenne nun unseren Auftrag. Ich wünschte nur man würde uns früh genug schicken bevor der Tempel geschändet und die Kinder getötet werden.“ Was die beiden nicht wussten war, das Aurian, Myrion und Leon wieder mal in ihrer Nähe standen und es mit bekamen was die zwei dort redeten. Myrion sah Aurian an: „Wirst du sie davor oder danach dort hin senden?“ Aurian lächelte: „Davor, sie sollen das Gefühl bekommen etwas bewirken zu können, beziehungsweise sehen das sie etwas bewirken können. Diese beiden werden sehr starke Helden werden, der Ansatz ist da.“ Die beiden nickten, sie fanden es gut.

Außerdem hatten sie sich darauf geeinigt Aurian nichts davon zu sagen, das Iskander scharf auf sie war. Sie würden amüsiert seine Bemühungen beobachten. Leon hatte nachdem Iskander gegangen war Myrion gefragt: „Was denkst du, wird er es schaffen, sie herum zu kriegen oder fängt er sich eine gewaltige Ohrfeige ein?“ Myrion zuckte mit der Schulter: „Ich weiß es nicht. Wir werden es sehen. Doch sollte er es tatsächlich schaffen werde ich mir ehrlich gesagt, amüsiert mit ansehen, wie er schlapp macht. Ich denke er kann einen Dämpfer vertragen, er ist sehr von sich eingenommen, was Frauen betrifft. Oder bist du eifersüchtig?“ Leon schüttelte den Kopf: „Nein, denn was ich eben sagte meinte ich auch vollkommen ernst, ich kann nicht treu sein, also verlange ich es auch nicht von ihr. Wenn ich auch zugeben muss, im Moment habe ich kein Interesse an anderen Frauen, ich bin dafür viel zu scharf auf sie.“ Myrion nickte: „Das sind wir wohl beide und wie es aussieht nicht nur wir.“

Später holte Myrion dann Enjara und Iskander zu einer Besprechung ab, als sie den Besprechungsraum betraten, versanken beide fast vor Ehrfurcht in den Boden. Denn was sie dort nun sahen war der Rat der Götter und dort saß jeder Gott und fast jede Inkarnation. Der Tisch war wie ein T aufgebaut. Am Kopf in der Mitte saß Aurian und zu ihrer rechten saß Leon, zur linken war wohl Myrions Platz. An dem langen Tisch entlang saßen zuerst die Götter, ganz oben rechts und links unter dem Kopftisch, Andra und Mystra, dann Suna, Dion und Jenna, Leith und Johana sowie Johanas Schwester und Liam. Dann folgten die Inkarnationen, Aaron und Iona, die Schicksalsdame und sogar Väterchen Zeit und der Tod. Nur einer fehlte, die dunkle Inkarnation. Doch das war auch nicht anders zu erwarten, dennoch gab es auch für ihn einen Stuhl. Und ganz unten am Ende des Tisches waren noch zwei Stühle frei. Myrion deutete darauf und flüsterte leise: „Nehmt dort Platz.“ Die beiden setzten sich schnell dort hin, während nun Myrion zu seinem Platz ging. Die anwesenden nickten ihnen freundlich zu und dann begann es. Jeder Gott brachte vor was auf seiner Welt im Moment so vor sich ging. Ob es Probleme gab, oder ob sich ein Krieg entwickelte, wozu dann auch Aaron seinen Senf zu abgab. Ob es Hungersnöte gab, wo nun auch Iona was zu sagte. Ebenso berichtete Iona ob sie irgendwo Vulkanausbrüche oder sogar Überschwemmungen veranlasst hatte. Dann sprach der Tod, mit seiner tiefen und unheimlichen Stimme und berichtete das es im Moment sehr viele Seelen zum einsammeln gäbe und das dies ihn fast überfordere, da er so schnell gar nicht überall sein könnte. Und Aurian veranlasste das der Tod und die Zeit eine weile bis sich alles wieder normalisiert habe, zusammen arbeiten sollten. Sie würde aber über das Problem nachdenken und ihnen dann ihre endgültige Lösung mitteilen. Die beiden nickten. Väterchen Zeit berichtete das sich auf einer sehr modernen Welt ein Mensch sich anmaßte mit der Zeit zu spielen, das dieser eine Zeitmaschine gebaut habe. Aurian nickte und riet ihm mit dem Krieg zusammen diese Maschine zu boykottieren. Ebenso berichtete er, das man auf der selben Welt die noch keinen Gott habe, begann Raumschiffe zu erfinden mit denen man eventuell in das Weltall fliegen könne. Aurian sah sich unter den Göttern um. Dann fiel ihr Blick auf Liam und Johanas Schwester. „Ihr beide werdet euch dieser Welt annehmen. Lasst es ruhig zu das sie ihre Raumschiffe bauen, doch achtet darauf das sie die Kulturen der anderen Welten nicht stören, Denn jede Welt soll sich individuell entfalten können. Dann meldete sich Iona wieder zu Wort. „Aurian , auf der Welt die nun neu entstanden ist, habe ich damit begonnen das sich dort Leben entwickeln kann, noch sind sie in der Steinzeit Phase, doch bald schon werden sie lernen wie man Schwerter schmiedet und wie man kultivierter wird. Wir brauchen noch mehr Götter.“ Aurian nickte: „Ich weiß und ich habe schon alles getan was in meiner Macht steht das es einen neuen Gott geben wird. Ansonsten sorgt dafür das ihr Kinder kriegt,“ :an die Götter gewandt. Alle sahen Aurian an: „Soll das heißen du bist schwanger? Und wir bekommen einen zweiten Ikarus?“ Aurian lachte leise. „Nein nicht ich werde dieses Kind bekommen. Es wird ein Kind aus verschiedenen Welten und aus verschiedenen Zeiten sein. Das werde ich zum Gott machen und es wird über die neu entstandene Welt herrschen. Und vielleicht finden er und Suna ja zusammen so das es bald auch aus der Richtung weitere Götter geben wird. Man muss vorausschauend denken.“ Nun begannen alle zu diskutieren wer denn wohl die Mutter dieses Kindes sein würde. Doch kamen sie nicht auf die Lösung und Aurian lächelte nur sanft und sagte nichts mehr dazu. Als sonst nichts mehr an stand löste man die Besprechung auf. Enjara und Iskander hatten nun einen Einblick erhalten wie der Rat der Götter funktionierte. Und sie sahen wie man über die Welten entschied. Später würde Aurian die beiden zu sich rufen und ihnen ihren Auftrag mitteilen.

Kapitel 12: Ein guter Rat


 

Am nächsten Tag teilte Aurian per Gedankenruf Black mit das er die beiden Helden bitte in den Thronsaal bringen möge. Diese kamen auch recht schnell. Denn die Herrin lies man nicht lange warten. Und so standen die beiden wieder vor ihr. Abermals standen rechts und links vom Thron die beiden Männer. Aurian sah beide ruhig an. „Nun also ist es soweit. Ich habe für euch den ersten Auftrag. Wie ihr schon selber gesehen habt, liegt das Land das einst Iskanders Familie gehörte im argen. Banditenbanden treiben dort ihr Unwesen und es wird Zeit dort mal auf zu räumen. Ihr seid beide gut gerüstet. Du Iskander trägst das Schwert des Schicksals, es vermag noch mehr als nur zu töten, doch dazu ist es in erster Linie geschmiedet worden.“ Als Iskander von ihr direkt angesprochen wurde, zwinkerte er ihr leicht zu, doch Aurian reagierte nicht darauf, während ihre beiden Männer sich nur mit Mühe ein lachen verkneifen konnten. Doch Aurian hatte die Faxen gesehen die die beiden neben ihr machten und sprach schon weiter. „Solltet ihr Hilfe brauchen, ich habe hier zwei Kerle die schon fast einrosten, wenn sie nicht gerade Dummheiten im Kopf haben,“ damit deutete sie rechts und links von sich, „ihr könnt mir mittels Black eine Nachricht zu kommen lassen und ich schicke euch diese beiden zur Unterstützung. Bitte aber wirklich nur im äußersten Notfall. Denn wo die zwei hinlangen wächst kein Gras mehr.“ Enjara kicherte leise und auch Iskander musste schmunzeln, denn Myrion und Leon sahen Aurian erstaunt an. „Nun zu dir Enjara, ich gehe davon aus, du hast dir soweit es in der kurzen Zeit möglich war, eingeprägt was einzuprägen ging. Du wirst später noch mehr Gelegenheit haben zu lernen.“ Iskander sah Aurian an als habe er eine Frage und Aurian sah ihn an: „Sprich was hast du auf dem Herzen?“ „Nun hohe Herrin wäre es möglich das wir vor der Plünderung des Tempels dort hingebracht werden können? Das würde ich gerne verhindern wenn das geht.“ Aurian nickte. „Ihr werdet vor dem Tempel abgesetzt werden, wenn ihr euch als die Helden des Schicksals zu erkennen gebt wird man euch dort freundlich empfangen und euch auch Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Es wäre also unklug von mir euch erst nach der Plünderung dort ab zu setzen. Räumt mit dem Gelumpe auf, tötet alle wenn es nötig ist und sorgt dafür das die Dorfbewohner als auch die Bewohner des Tempels wieder in Frieden leben können, das ist euer Auftrag. Wenn ihr mit allem fertig seid, sprecht die Hohepriesterin an und sie wird euch zurück senden. Ansonsten falls Enjara bereits die Teleportation gelernt hat, kann sie euch auch hierher zurück bringen. Sonst noch Fragen?“ Beide schüttelten mit dem Kopf. „Gut dann macht euch fertig für die Reise und in einer Stunde geht es los, egal ob ihr fertig seid oder nicht.“

Beide neigten noch mal den Kopf und gingen dann. Iskander rieb sich die Hände, er freute sich endlich mal wieder kämpfen zu können. Während Enjara doch ein wenig verzagte. Kaum eine Stunde später stand Aurian in den Räumen der beiden: „Seid ihr soweit?“ Als sie nun so nahe bei Iskander stand verschlug es ihm die Sprache, sie auf dem Thron oder auch am Besprechungstisch zu sehen war eine Sache, aber ihr so nahe zu sein, eine andere. Iskander konnte nur nicken, Enjara sah sie an: „Ja wir sind soweit.“ Aurian nickte: „In Ordnung.“ Eine Sekunde später waren die drei weg.

Vor dem Tempel gab es einen lauten Knall und einen Lichtblitz in dem die drei erschienen. Die Priesterinnen rannten aus dem Tempel um zu sehen was passiert war, sie dachten schon an einen weiteren Überfall. Doch dann sahen sie dort diese drei stehen. Als sie die Runen auf Enjaras Korsage und auf Iskanders Weste sahen verbeugten sich sich leicht. Iskander sah die Priesterinnen an: „Wir wurden geschickt um euch bei zu stehen. Wir sind die Helden des Schicksals.“

Nach dieser Ansage kam richtig Leben in die jungen Frauen und es ging zu wie in einem Bienenstock, bis die Hohepriesterin eingriff und alle zur Ruhe gemahnte. Diese führte die drei erst mal in bequeme Räume. Dann erzählte sie ihnen das es drei Lager gab in denen die Banditen sich aufhielten wenn sie nicht gerade mordeten oder plünderten. Auch hatte sie eine der Priesterinnen ins Dorf geschickt um den Vorsteher zu holen. Sie erzählte weiter das nicht nur das nahe gelegene Dorf laufend überfallen wurde, sondern man alle Dörfer in der Umgebung terrorisierte. Iskander nickte immer leicht und hörte aufmerksam zu. Doch kaum hatten sich Iskander und Enjara ein wenig eingerichtet begann Black zu bellen und Enjara nickte immer mal. Dann gab sie an Iskander weiter: „Es sind die ersten auf dem Weg, auch sie haben mit bekommen das sich hier etwas getan hat, Black sagt es sind ungefähr fünfzehn.“ Die Hohepriesterin erschrak. „Fünfzehn? Dagegen werden wir nicht ankommen.“ Iskander sah die Priesterin an: “Na mal nicht so verzagt, das ist doch kein Problem, das kriegen wir schon hin. Solange nicht gleich eine Armee vor der Türe steht, mit den paar werde ich spielend fertig.“ So gingen sie wieder zurück und er stellte sich mit Enjara vor die Türe, er sah sie an: „Hast du zufällig auch einen Zauber der meine Dolche wieder zu mir zurück bringen kann, wenn ich sie geworfen habe? So müsste ich sie nicht erst umständlich wieder einsammeln.“ Enjara nickte“ Doch wirst du beim zurück kommen nicht getroffen?“ Doch er sah sie an als würde er sagen, sehe ich so aus als würde ich mich von meinen eigenen Dolchen treffen lassen. So standen die drei draußen und man erwartete die ersten Banditen. Iskander hatte bereits sein Schwert in den Händen und Enjara ihren Stab, sie zitterte leicht. Black saß neben ihr.

Dann traten die ersten Banditen aus dem nahegelegenen Wald. Iskander lies sie ruhig näher kommen, dennoch sah er aufmerksam zu jedem. Als sie nahe genug gekommen war brüllte Iskander: „Jungs ich gebe euch einen guten Rat löst eure Banditennester auf, geht nach Hause zu euren Weibern und wir vergessen das ganze. Doch solltet ihr unklug handeln, wird heute leider der Tag eures Todes sein. Denn an mir kommt ihr nicht vorbei.“ Dann stürmten die Banditen heran, seine Rede hatten sie eher als Provokation gesehen denn als guten Rat. Iskander zuckte die Schultern und meinte zu Enjara ruhig: „Sie wollen es wohl nicht anders.“ Dann trat er einige Schritte vor. Doch kaum waren die ersten heran gekommen, zeigte er wie schnell er mit seinem Schwert umgehen konnte. Denn bevor sie ihn auch nur anrühren konnten drehte und wendete er sich, sein Schwert flog nur so um ihn herum. Enjara hatte noch nie einen Schwertkämpfer gesehen und konnte es demnach auch nicht beurteilen und doch dachte sie sich das kann doch nicht normal sein das jemand so schnell ist. Denn als er begann zu wirbeln, lagen schon die ersten Banditen tot auf dem Boden. Als sich von der Seite welche nähern wollten, wurde sie von Black gewarnt und nun aktivierte sie ihren Stab, er begann zu leuchten und es schossen Blitze aus ihm um ihre Angreifer nieder zu strecken. Es dauerte keine zehn Minuten da waren alle Banditen vernichtet die es gewagt hatten sie an zu greifen. Iskander säuberte sein Schwert an einem der Hemden der Angreifer und bat die Hohepriesterin hier auf zu räumen: „Das sieht doch recht unordentlich aus, wenn die hier so in der Gegend rumliegen.“ Und an Enjara gewandt: „Ich bin doch ein wenig eingerostet ich hätte mal mehr üben sollen.“ Enjara verschlug es fast die Sprache als sie das hörte. Und in der Nähe standen unsichtbar Myrion und Leon und hatten alles beobachtet, Myrion nickte: „Der Junge ist wirklich gut, also ich habe noch nie gesehen das jemand so schnell mit seinem Schwert ist, mal von Aaron abgesehen. Doch Aaron hätte sich die paar auch zur Brust genommen und nicht mal sein Schwert gebraucht.“ Leon lachte leise. „Nun ja Aaron schlägt aber auch zu, da fliegt jedem der Kopf weg.“ Myrion grinste: „Hattest du auch Lust ein wenig mit zu mischen? Also in meinen Fäusten hat es richtig gekribbelt.“ Leon nickte heftig. „Aye:“ Iskander bereitete sich vor , vor allem nach dem er vom Vorsteher des Dorfes gehört hatte, wo die Lager waren und wie viele sich ungefähr in jedem befanden. Er meinte nur: „ Ich warte nicht bis sie zu uns kommen, ich räuchere die Lager direkt aus.“ Er fragte auch ob es Anführer gab und wie viele. Als er hörte es sei nur einer, und das der alle Fäden in der Hand habe, nickte er: „Na dann soll er sich warm anziehen.“

Der Vorsteher erzählte ihm das es ein Fremder wäre, der die unzufriedenen Bauern und auch das andere Gelumpe magisch anziehen würde und so im Laufe der Zeit doch einige um sich gescharrt habe. Das es aber zu viele seien, als das sie sich gegen sie behaupten könnten. Auch Myrion und Leon hörten es und in ihnen stieg ein merkwürdiger Verdacht auf.

Jedenfalls in der Nacht schlich sich Iskander zu einem der Lager und spähte dort aus wie viele es tatsächlich wären, als er zurück kam, schüttelte er den Kopf, er sah Enjara und die Hohepriesterin an: „Also ich denke ich muss doch die Herrin um Verstärkung bitten. Ich halte mich für keinen schlechten Kämpfer doch Selbstüberschätzung kann den Tot bedeuten und es sind nur in dem einen Lager hunderte gegen die ich antreten müsste, das ist selbst für mich zu viel. Auch mit deiner Unterstützung.“ gen Enjara gerichtet. „Wenn es in den anderen Lagern nicht anders aussieht, sie sich organisieren und alle gleichzeitig meinen das sie uns angreifen müssten, dann sieht es verdammt schlecht aus. Und das mit dem Lager aus räuchern habe ich mir mal schnell abgeschminkt. Die haben feste Hütten und keine Zelte da dürfte es schwer werden mit dem aus räuchern, auch wenn ich einige ihrer Hütten in der Nacht anzünden könnte, so wäre es doch zu wenig und man hätte mich eher entdeckt als ich gucken könnte.“ Enjara nickte und lies Black einen Hilferuf aus schicken. Kurze Zeit später stand die Herrin des Lichts mit ihren beiden Löwen im Tempel. Und abermals summte der Bienenstock, das die Göttin selber erschien damit hatte keine der Priesterinnen gerechnet. Aurian trug einen Köcher mit Pfeilen auf dem Rücken, als auch einen Bogen und sah sich um. Nachdem sie von Iskander erfahren hatte, wie es im ersten Lager aussah nickte sie, zudem hatte sie bereits von dem Verdacht ihrer beiden Löwen gehört. Aurian sandte die beiden Löwen aus um die anderen beiden Lager aus zu spionieren. Und als diese zurück kamen konnten sie berichten das sich ihr Verdacht bestätigt hatte. Es war genau so wie sie es sich gedacht hatten. Die Priesterinnen waren beunruhigt, mit so vielen hatten sie gar nicht gerechnet. Pro Lager waren es ungefähr zweihundertfünfzig Banditen, das war schon eine ganze Menge. Doch arbeiteten die drei Männer einen Schlachtplan aus. Natürlich hätte Aurian auch alles mit einem Handwisch weg fegen können. Doch das sah sie nicht ein. Zudem ihre Männer konnten ein wenig Kampf gut gebrauchen, ihnen war eh langweilig. Und so saß sie während die Kerle ihre Plan ausarbeiteten mit der Hohepriesterin und Enjara auf der Terrasse und trank in aller Seelenruhe einen Tee, während die beiden Damen in ihrer Gesellschaft fast einen Herzinfarkt bekamen und sich wunderten das sie so ruhig bleiben konnte. Als sie einen Spion entdeckte der sich zu nahe heran wagte,stellte sie kurz ihre Tasse weg nahm ihren Bogen, spannte einen Pfeil ein und schon surrte der los und man hörte nur noch ein: „ Arghh.“ Dann nahm sie seelenruhig ihre Tasse wieder auf, während die beiden anderen sie nur sprachlos ansahen. Sie sah die beiden an: „Ist irgendwas? Ihr könnt ihn bei den anderen beerdigen, wenn es euch stört das er dort liegt.“ Als die drei Männer auf die Terrasse traten, wobei sich die Hohepriesterin wunderte wo die beiden Löwen geblieben waren, erklärten sie ihr den Plan, man wollte die Schurken aus ihrem Lager locken und einen nach dem anderen töten. Aurian sah die drei an: „Aha und dafür habt ihr jetzt so lange gebraucht? Übrigens könnte einer von euch mal den Lump dort hinten weg räumen. Er lief irgendwie in einen meiner Pfeile. Ich war wohl ein wenig ungeschickt.“ Iskander erklärte sich sofort bereit, und kurze Zeit später war der Leichnam verschwunden. Enjara konnte die Herrin nur bewundern das sie so ruhig und gelassen blieb.

Die nächsten Tage wartete man ab, Die Löwen waren immer mal unterwegs um hier und da mal eine der Hütten an zu zünden, auch kam von der Gegenseite immer mal jemand zum spionieren. Als aber die Banditen sahen das es sich lediglich um drei Männer und halt die Priesterinnen handelte , dachten sie sich das sie wenn sie gemeinsam angreifen würden, das ohne Probleme machbar wäre. Und so sammelten sie sich eines Morgens am Waldesrand. Die drei Männer warteten gelassen ab. Dann kam der Pfeilhagel aus dem Wald, doch nun griff Enjara ein mit ihrem Stab und die Pfeile verpufften wirkungslos in der Luft. Aurian grinste „Was die können kann ich auch.“ Die Priesterin und Enjara sahen sie an: „Mylady ihr könnt aber immer nur einen Pfeil abschießen.“ Aurian grinste: „Na so was, da muss ich doch mal dafür sorgen das es gerecht wird.“ Und als sie ihren Pfeil in den Bogen spannte und der los flog teilte er sich unterwegs in mehrere auf und die flogen auch noch in alle Richtungen.“ Myrion klatschte in die Hände und lachte.: „Das ist Aurian. ich hatte auch nichts anderes erwartet.“ Und aus dem Wald hörte man immer mal einen leisen Aufschrei. Leon grinste: „Liebes du warst wieder ungeschickt, da sind abermals einige in deine Pfeile gelaufen.“ Aurian zuckte mit der Schulter: „Was stehen sie auch da.“ Dann an die Hohepriesterin gewandt. „Ihr solltet dafür sorgen das eure Damen, das Bogenschießen erlernen, das ist recht nützlich. Und um einiges besser als nur zu beten. Trainiert eure Damen im Kampf, macht aus ihnen Amazonen.“ Die Hohepriesterin verneigte sich. „Wenn ihr es wünscht hohe Herrin.“ Doch dann griffen die Banditen an und Myrion zog sein Schwert. „Na endlich das wurde auch Zeit, ich befürchtete schon das wir hier anwachsen könnten.“ Dann sah man das Leon und Myrion, wie einst auch Eric und Dorian, sich mit ihren Flammenschwertern durch die Banditen mähten, während Iskander nur so wirbelte. Mit dieser Urgewalt hatten die Banditen nicht gerechnet. Sie mussten einsehen, auch wenn das nur drei waren, so hatten sie es hier nicht mit gewöhnlichen Kämpfern zu tun. Auch schwirrten immer wieder Aurians Pfeile los, so wie Enjala ihren Stab dazu nutzte Blitze zu verschicken. Als der Ansturm nach ließ, sah Myrion über das Schlachtfeld und sah nun im Schatten eines Baumes, den Verursacher. Mit Handzeichen deutete er den anderen beiden an, das er sich den krallen würde. Die beiden anderen nickten und so kämpfte sich Myrion langsam in dessen Nähe. Doch als der fliehen wollte, konnte man sehen das selbst Myrion obwohl er recht kräftig war auch flink sein konnte und ehe sich derjenige versah hatte ihn Myrion schon am Schlawittchen. Und schupste ihn immer weiter vor sich her, ohne ihn los zu lassen so sehr derjenige auch zappelte und sich versuchte dagegen zu wehren. So kamen die beiden bei Aurian an. Aurian sah ihn eiskalt an: „Du hast schlampig gearbeitet, sonst hätte man dich nicht erwischt. Und zum anderen wie konntest du es wagen einen meiner Tempel an zu greifen, mal abgesehen davon was wollten deine Leute an dem Portalstein? Du weißt ganz genau, das der nur den Schicksalshelden vorbehalten ist.“ Enjara und die Hohepriesterin verstanden kein Wort und sahen zwischen dem Anführer und Aurian hin und her. Die restlichen Banditen hatten sich inzwischen ergeben als sie sahen das ihr Anführer gefangen genommen worden war. Dann an Myrion gewandt : „Sperre ihn für zwei Tage ein, dann lasst ihn wieder laufen. Er soll sich allerdings ein anderes Betätigungsfeld suchen.“ Dann sah sie die dunkle Inkarnation, denn um die handelte es sich, an: „Hast du mich verstanden? Verlass diese Gegend und lass dich nie wieder hier blicken. Und vor allem lass dich nicht wieder erwischen.“ Als dieser nickte, schleppte ihn Myrion weg und sperrte ihn erst mal ein. Den überlebenden Banditen riet man das sie zu ihren Frauen zurück gehen sollten und lieber beginnen sollten ein gutbürgerliches Leben zu führen. Da diese froh waren noch am Leben zu sein, taten sie auch was man ihnen sagte. Iskander und Enjara sagte sie, sie sollten mal ein wenige Ahnenforschung betreiben und schauen ob es noch irgendein Familienmitglied von Iskander geben würde, auch wenn es noch so weit entfernt verwandt wäre. Und sollte das der Fall sein ihn oder sie als Lehnsherren auf dem Gut einzusetzen, so das die Dörfer und auch der Tempel in Zukunft geschützt wären. Für Enjara als Altertumsforscherin und Archäologin dürfte das kein Problem sein. Dann verabschiedeten sich Aurian und ihre Männer und waren kurz darauf verschwunden. Die eigentliche Arbeit von Iskander und Enjara würde nun erst beginnen. Denn es dürfte nicht ganz so einfach sein, noch einen Verwandten zu finden. Als kurze Zeit später die Hohepriesterin in den Raum sah wo eigentlich die dunkle Inkarnation sein sollte, war der Raum leer.

Kapitel 13: Iskanders Bedürfnisse


 

Enjara begann auch sofort mit ihrer Arbeit, sie durchforstete alte Dokumente und las sich durch die Archive. Langsam aber sicher begann sie einen Stammbaum zu erstellen. An deren Spitze, Iskanders Urahnen zu finden waren. Auch wenn Iskander seit etlichen hundert Jahren geschlafen hatte. Und sein Bruder kinderlos starb so hatte er doch auch Cousins und Cousinen, von denen eventuell Nachkommen existieren könnten.

Iskander unterdessen hatte ein ganz anderes Problem, das auch Myrion und Leon mit bekamen, die wieder mal unsichtbar in der Nähe standen. Denn an einem Abend als Iskander sich Enjara nähern wollte, verweigerte sie sich ihm. Er sah sie an. „Was ist los? Wieso willst du nicht? Schon seit dem einen Morgen hatte ich das Gefühl das du mir aus dem Weg gehst. Wenn ich ins Bett kam tatest du so als schliefst du und morgens wenn ich aufwachte warst du bereits aufgestanden, mal abgesehen davon das du immer beschäftigt tatest und ich dich nicht stören wollte. Doch jetzt will ich wissen was los ist.“ Sie sah ihn an: „Nichts, ich will halt nur nicht, lass mich damit einfach in Ruhe, ja?“ Iskander sah sie kopfschüttelnd an: „War ich nicht gut genug? War es dir zu wenig? Habe ich etwas falsch gemacht oder dir weh getan? Verdammt rede mit mir und sag was los ist. Du wolltest es doch an dem Morgen genauso wie ich und jetzt weigerst du dich? Da stimmt doch was nicht.“ Iskander war wirklich verzweifelt, alles hatte so gut ausgesehen, doch das sie ihm so aus dem Weg ging verstand er nicht, er hatte gedacht das sie ihn ebenso wollen würde wie er sie. Auch Myrion und Leon, konnten es nicht verstehen. Nun Iskander sah das er nichts erreichen konnte, das Enjara weder mit ihm sprach noch seine Zärtlichkeiten oder Küsse erwiderte. Doch wollte er seine Bedürfnisse gestillt sehen und verließ dann ohne ein weiteres Wort zu sagen den Raum. Er suchte die Hohepriesterin auf und fragte diese ob eine ihrer Priesterinnen vielleicht Lust hätte mit ihm das Bett zu teilen, er nahm kein Blatt vor den Mund. Die Hohepriesterin sah ihn an, deutete zu seinem und Enjaras Zimmer: „Ich dachte das sie und ihr Mylord.“ Er knurrte: „Das dachte ich auch, doch scheint es nicht der Fall zu sein. Also wie sieht es aus? Oder ist es euren Priesterinnen nicht erlaubt?“ Die Hohepriesterin schüttelte mit dem Kopf: „Nein das nicht, ich werde nachfragen ob eine mit euch das Bett teilen möchte.“ Iskander bedankte sich leicht verneigend und verließ den Tempel, er brauchte frische Luft. Immer wieder dachte er über den Morgen nach und ob er etwas falsch gemacht habe. Er mochte Enjara, auch wenn er sie nicht liebte. Doch er begehrte sie und hatte gedacht das dies reichen würde. Wollte sie vielleicht hören das er sie liebte? Das konnte er ihr nicht sagen, weil es eine Lüge gewesen wäre. Leon sah auch Myrion fragend an: „Was ist mir ihr, wieso verweigert sie sich ihm jetzt, wo sie ihm doch bereits einmal nachgegeben hat? Das verstehe ich auch nicht.“ Myrion begriff es auch nicht: „Ob sie vielleicht schon schwanger ist? Aber das hätte sie ihm dann doch sagen können, zudem das kein Grund wäre ihn ab zu lehnen. Das ist mir auch zu suspekt. Merkwürdig das ganze. Vielleicht sollten wir mal mit Aurian reden, vielleicht kann sie uns das Mysterium erklären.“ Kurze Zeit später waren Myrion und Leon bei Aurian um sie darüber auf zu klären, das es mit dem Kind wohl noch etwas dauern würde weil Enjara sich weigerte mit Iskander zu schlafen. Und das dieser nun wohl seine Bedürfnisse woanders stillen würde. Aurian sah die beiden an: „Sie weigert sich? Das ist ja komisch, sie hatten doch schon mal mit einander geschlafen oder bin ich jetzt blöd? Sie hat mir doch selber erzählt das sie sich schon sehr nahe gekommen waren.“ Myrion nickte: „So war es auch und nach seinen Blessuren die er davon getragen hatte, war es auch recht stürmisch, doch jetzt weigert sie sich. Er solle sie damit in Ruhe lassen, es wäre nichts, sie wolle eben nicht. Das waren in etwa ihre Worte.“ Aurian schüttelte den Kopf: „Also das ist selbst mir zu hoch. Ich werde sie selber fragen gehen.“ Nun als Iskander in den Tempel zurück kam standen dort fünf junge Frauen, die recht verlegen zu Boden sahen. Die Hohepriesterin deutete auf sie . „Diese jungen Frauen wäre gerne dazu bereit euch zu geben was ihr wünscht.“ Iskander nickte und bedankte sich erst mal bei den Frauen, dann suchte er sich zwei aus und betrat mit ihnen den Raum den die Hohepriesterin ihnen zur Verfügung gestellt hatte.. In dieser Nacht ging es bei ihnen wild zu. Während Enjara immer noch über ihren Büchern und Dokumenten hockte. Aurian bekam alles mit und sah sich dann Enjara an. Sie verstand es wirklich nicht, dann tauchte sie neben der jungen Frau auf. „Hallo Enjara, wie geht es voran?“ Diese nickte: „Seid gegrüßt hohe Herrin, ich komme voran, es ist zwar mühselig, doch es geht schon.“ Dann sah sich Aurian wie suchend um: „Wo ist Iskander?“ Enjara deutete nach draußen: „Ich glaube der hat gerade seinen Spaß mit anderen.“ Aurian setzte sich neben sie: „Sag mal was soll das heißen? Ich dachte ihr wärt euch näher gekommen und hättet auch zusammen euren Spaß gehabt. Was ist passiert? Wieso muss er seine Bedürfnisse woanders stillen. Und komm mir nicht mit Ausflüchten. Ich dachte du fändest ihn attraktiv, was er auch zweifellos ist.“ Myrion grinste Leon an, die natürlich auch wissen wollten was mit Enjara los wäre und so wieder mal in der Nähe standen.: „Sie findet ihn attraktiv.“ Leon nickte: „Mir wäre es lieber sie würde uns mal wieder attraktiv finden, bei uns lief in letzter Zeit auch nicht viel mehr als bei den beiden hier.“ Myrion sah ihn an: „Aye da gebe ich dir recht, doch wir waren alle sehr beschäftigt, so das es eben nicht immer geklappt hat, doch zumindest würde sie sich nicht verweigern wenn wir was wollen würden. Und mal ehrlich, wir sind in letzter Zeit auch nicht so oft angekommen. Es liegt also auch an uns.“ Leon nickte: „Weißt du was mich am meisten stört ist eigentlich, wenn sie mal von selber ankommt und was will, geht sie zu dir, sie hat mich noch nie von selber gefordert oder haben wollen. Es ging immer von mir aus.“ Myrion nickte und konnte verstehen das dies sehr an Leons Selbstbewusstsein kratzte. „Ich frage mich oft, ob sie mich eigentlich wirklich will oder nur mit mir schläft weil es eben nicht anders geht. Das ist recht frustrierend.“´Myrion nahm sich vor mal mit Aurian darüber zu reden, denn im Gegensatz zu Enjara war Aurian nicht so verschlossen wie eine Auster.

Enjara sah Aurian an: „Sicher will ich ihn....er ist auch attraktiv. Doch ..er ist..zu fordernd. Er kann es nicht bei einem mal lassen. Versteht ihr hohe Herrin? Er will immer noch mehr. An dem einen Morgen als ich ihm erlag, da war ich schon nach einem mal zufrieden doch er wollte noch mehr und nahm es sich auch. Doch nach dem dritten mal konnte ich nicht mehr. Obwohl ich merkte das er noch mehr wollte. Wir passen nicht zusammen, er ist für mich zu verlangend. Ich mag ihn und ich will ihn auch. Doch weiß ich, wenn ich ihm nachgebe verlangt er mehr als ich ihm geben kann. Doch das kann ich ihm doch nicht sagen.“ Aurian nickte verstehend: „Und das er nun bei einer anderen liegt stört dich nicht? Wäre es da nicht besser mit ihm zu reden und ihm zu sagen wie du empfindest, als zu zu lassen, das er mit einer anderen schläft? Doch ich glaube jetzt auch zu wissen warum du so schockiert warst als du erfuhrst das ich sogar gleich mit zwei Männern schlafe. Das war nicht weil du es verwerflich fandest, sondern das du nicht verstehen konntest das es auch Frauen gibt, denen ein Mann nicht reicht. Und ich gehöre dazu. Das gebe ich auch offen zu. Doch du bist von einem anderen Schlag. Du willst nicht so viel. Das kann ich auch verstehen. Doch solltest du es auch Iskander sagen. Nur Liebes, du wirst dann damit leben müssen, das er sich immer das was er braucht auch bei anderen holen wird, wenn du es ihm nicht gibst.“ Enjara sah sie trotzig an: „Dann gebt ihr es ihm doch, wenn ihr eh nicht mit einem Kerl auskommt, vielleicht gebt ihr ihm genug so das er nach keiner anderen mehr Ausschau halten muss.“ Nun lachte Aurian leise: „Liebes also das geht nun wirklich zu weit.“ Aber um Enjaras Kampfgeist weiter zu fördern: „Doch wer weiß vielleicht tue ich das auch.“ Nun wartete sie ab was nun kommen würde und die Reaktion lies nicht lange auf sich warten: „Meint ihr das ernst? Ihr würdet ihn in eurem Bett dulden?“ Aurian sah sie gelassen an: „Sicher warum nicht, er ist wie schon gesagt sehr attraktiv und fällt genau in mein Beuteschema. Also warum nicht? Allerdings bezweifel ich sehr das er mir standhalten könnte.“ Myrion sah Leon an: „Da hast du deine Antwort. Ich denke wenn er es drauf anlegen würde, sie würde ihn sich nehmen. Doch sollten wir ihn dann bedauern oder beglückwünschen?“ Leon lachte leise: „Mich würde eher mal interessieren, ob Aurian mich wirklich will oder nicht. Und ich glaube er wäre eher zu bedauern.“

Enjara sah sie fassungslos an. „Sind euch zwei Männer nicht genug?“ Aurian lachte leise: „Doch das sind sie und alleine Myrion würde mir schon reichen und mit Leon zusammen erst recht. Doch würde ich wenn es sein müsste auch einem anderen Mann noch eine Chance geben, sofern meine beiden das nicht stören würde. Ich bin wie dein Iskander, ich kann nicht genug bekommen. Doch solltest du dich mal mit Iskander unterhalten und ihm sagen was in dir vorgeht.“ Enjara nickte. Aurian sah sie an und grinste: „Wenn er zurück kommt, gebe ich dir einen guten Rat, tue so als wüsstest du nicht was er getrieben hat, gehe auf ihn zu und fordere ihn. Ich denke mehr als einmal bringt er dann nicht mehr fertig, du bist zufrieden und er wird glücklich sein das du dich ihm nicht mehr verweigerst. Na was sagst du? Und bevor du dich jetzt wunderst das ich so leicht darüber reden kann. Treue wird bei uns nicht so groß geschrieben wie bei den Menschen. Und dein Iskander wird unter diesen Voraussetzungen niemals treu sein. Denk gut darüber nach, willst du ihn trotzdem oder nicht?“ Enjara nickte und verstand: „Ja ich will ihn trotzdem, auch wenn ich weiß das er immer mal wieder fremd gehen wird, wenn ich ihm zu wenig gebe.“ Aurian nickte, „dann tue was ich dir gesagt habe, er wird sich freuen und du wirst zufrieden sein. Und denk immer daran, Sex muss nicht immer was mit Liebe zu tun haben, oft ist es eh nur eine Sache um gewisse körperliche Bedürfnisse zu stillen. Von denen dein Iskander scheinbar reichlich hat.“ Enjara nickte leicht und leise kam: „Herrin? Wärt ihr wirklich bereit ihm dieses mehr an Bedürfnis zu stillen? Weil bei euch wüsste ich das ihr ihn mir nie weg nehmen würdet.“ Aurian sah Enjara sanft an und nickte: „Ja, sofern meine beiden Männer damit einverstanden wären, würde ich seine Bedürfnisse stillen und hätte kein Problem damit. Allerdings solltest du ihm das nicht sagen, denn die Jagt ist manchmal aufregender als das Wild dann endgültig zu erlegen.“ Enjara nickte und drückte sich kurz an Aurian, diese legte einen Arm um deren Schulter, zog sie zu sich heran und sah sanft auf sie herab. Während Aurian Enjara im Arm hielt, dachte sie darüber nach. Das sie vor noch nicht all zu langer Zeit selber nicht daran gedacht hatte sich feste an einen Mann zu binden und nun sogar zwei hatte. Sie war selber noch sehr jung, wenn man mal ihr Alter bedachte, doch mit welchen Problemen sie hier nun konfrontiert wurde, kamen selbst ihr seltsam vor. Doch sie brauchte Enjara denn sie sollte einem Gott das Leben schenken, einem ganz besonderen Gott und das konnte nur geschehen wenn sie sich Iskander nicht verweigerte. Ein Kind geboren aus zwei Welten und aus verschiedenen Zeiten. Manchmal so wie jetzt, fühlte sie sich alt und weise und das obwohl sie sogar jünger als Enjara war.

Und auf einmal wurde ihr etwas bewusst, etwas das selbst Jasmin nie aufgefallen war. Das ab und zu nicht sie selber sprach, obwohl es auch zu ihr passen würde, sondern das hier und da auch das Licht aus ihr sprach. Und das war alt und weise.

Nun was alle nicht wussten war das auch hier das Licht wieder mal mitmischte, denn als Iskander die beiden Frauen verließ, hatte er eine von ihnen geschwängert. Doch bevor er zu Enjara zurück kam bewies er Anstand, denn er ging sich gründlich waschen um sich den Geruch der anderen Frauen ab zu waschen, er wollte nicht mit deren Duft in das Bett, das er und Enjara sich teilten zurück kehren. Um so erstaunter war er als er sie im Bett vor fand und sie ihn bat zu ihr zu kommen. Und Aurian hatte recht, er schaffte es tatsächlich noch einmal mit ihr zu schlafen und hatte dann genug, auch war er wesentlich zärtlicher mit ihr umgegangen und nicht mehr so wild wie an dem Morgen als sie das erste mal zusammen waren. Er war total erschöpft, was auch kein Wunder war, wenn man bedachte das er in dieser Nacht mit drei Frauen geschlafen hatte. Und so lagen sie da, er hatte Enjara in seinen Armen die sich an ihn kuschelte.