Kapitel 11: Rat der Götter

Als Enjara den Kristallraum
betrat sah sie ehrfürchtig zu Aurian. Gerade für sie war es
unglaublich, das sie nun hier in der Nähe des höchsten Wesens
des Universums stehen sollte. Und das wo sie nie an Götter oder
so geglaubt hatte. Aurian stand an der Kristallwand und sah zu
den vier dort ruhenden hinein, als sie spürte das Enjara und
Black den Raum betreten hatten. Dann wandte sie sich um. Sie sah
Enjara an: „Und habt ihr euch ein wenig eingelebt?“ Enjara
knickste und nickte dann, den Kopf hatte sie leicht gesenkt.
„Schau mich ruhig an, ich beiße nicht.“ Dann hob sie den Kopf
und sah Aurian an und platzte heraus: „Wieso ich?“ Aurian
lächelte: “Frag das Black wie du ihn nennst. Er hat dich
ausgewählt, und ich gehe davon aus er hat die richtige Wahl
getroffen. Wie kommst du mit Iskander klar?“ Jetzt errötete
Enjara leicht und senkte vor Verlegenheit wieder den Kopf.
Aurian lachte leise und ihr lachen klang in Enjaras Ohren wie
Musik, so hell klingend war es. „Ich glaube ich verstehe. Ihr
seid euch schon sehr nahe gekommen.“ Enjara nickte abermals:
„Das war doch erlaubt oder ist es uns verboten?“ Aurian
schüttelte den Kopf: „Nein es ist nicht verboten, ihr dürft
alles tun was euch gefällt.“ Enjara wurde durch Aurians
Freundlichkeit mutiger und fragte: „wer ruht dort drin?“ Aurian
sah wieder zur Kristallwand. „Jasmin, deren Stirnreif du trägst.
Ihre beiden geliebten Männer und mein Vater.“ Enjara verstand es
nicht doch sagte sie auch nichts. Sie hoffte das Black es ihr
später vielleicht erklären würde. Aurian wendete sich Enjara
wieder zu: „Seid ihr schon soweit das ihr einen Auftrag annehmen
könnt? Das ihr die Legende der Schicksalshelden wieder aufleben
lassen könnt?“ Enjara nickte leicht: “Könnten wir vielleicht
noch zwei oder drei Tage hier bleiben? Ich bin froh mal wieder
ein wenig Bequemlichkeit zu haben. Das ist alles noch so neu für
mich.“ Aurian nickte: „Natürlich, doch die Zeit solltest du
nutzen um das hier zu lernen, du bist nun die Priesterin des
Schicksals.“ Damit reichte sie Enjara ein kleines Büchlein.
„Hier stehen alle Zauber drin die du können solltest und
außerdem wie du den Stab handhaben kannst, welche Fähigkeiten du
hast und auch welche Macht. Unterschätze deine Macht nicht. Und
vor allem trage den Kopf immer hoch. Denk immer daran du bist
meine Repräsentantin auf den Welten. Und wo Buch und Schwert
erscheinen, wird sich das Schicksal erfüllen, so heißt es.“
Enjara nickte und war ganz erschlagen von dem was die Herrin da
sagte. „Dir und Iskander werden sich Türen und Tore öffnen, ihr
werdet fast überall willkommen geheißen werden, denn man weiß,
das Licht geht mit euch. Und ihr werdet die Ordnung wieder
herstellen. Und nun geh, beginne zu verstehen und zu lernen.“
Abermals knickste Enjara, drehte sich um und ging. Black folgte
ihr. Zurück in ihren Räumen setzte sie sich mit einer Tasse Tee
auf das Plateau in die Sonne und begann auch sofort in dem
Büchlein zu lesen.
Iskander wiederum folgte den
Klängen der Schmiede, nun sah er das das Höhlensystem noch weit
aus mehr Höhlenräume hatte als bislang vermutet. Doch dann kam
er der Schmiede immer näher, er hörte das es nicht nur einer
war, sondern zwei. In den Höhlen war es recht warm deswegen
hatte er seine Weste erst gar nicht wieder angezogen und so
betrat er die Schmiede, blieb aber am Eingang stehen und sah nun
das auch die beiden Götter, da er an nahm das sie Götter seien,
mit bloßem Oberkörper dort arbeiteten. Er musterte sie unter dem
Aspekt eines Kriegers. Myrion erschien ihm als der stärkere der
beiden. Doch beide waren recht muskulös wobei Leon eher drahtig
erschien, während Myrion mehr Masse brachte. Er ging davon aus
das Myrion auch der weit aus gefährlichere von den beiden war.
Was ihm allerdings auffiel, war das beide recht zerkratzt
aussahen und da er sich denken konnte woher diese Kratzer kamen
grinste er breit. Im Moment sah er nicht viel anders aus. Myrion
hatte ihn schon längst bemerkt doch lies er ihm Zeit sie zu
mustern. Dann hob er den Kopf: „Hallo Iskander, schön das du
dich umsiehst. Komm nur herein.“ Auch sein Blick ging kurz an
Iskander entlang und als er die Kratzer auf dessen Körper sah,
grinste auch er. „Auch zwischen die Krallen einer Katze
geraten?“ Iskander sah sich kurz seine Kratzer an: „So könnte
man sagen, ja.“ Dann betrat er die Schmiede ganz und setzte sich
auf eine der Truhen. Myrion sah ihn kurz an: „Nun gestern klang
es noch ganz anders, wenn ich mich recht erinnere. Da wollte sie
noch ein eigenes Schlafzimmer, aber ich nehme an das hat sich
nun erledigt. Es sei denn das wären Abwehrverletzungen, das sie
sich gegen dich gewehrt hat.“ Iskander lachte leise: „Nein sind
sie nicht und ist schon richtig, das hat sich wohl erledigt.
Habt ihr das Schwert geschmiedet, Myrion? Ihr wisst schon das
Schwert des Schicksals.“ Myrion schüttelte den Kopf: „Nein das
waren Leon und ich gemeinsam.“ Nun sah Iskander auch zu Leon,
sein Blick ging zwischen den beiden hin und her. Und auch Leon
lächelte ihm freundlich zu. Doch während Myrions Gesicht starke
ehrliche Gefühle zeigte hatte er den Eindruck das Leon recht
undurchsichtig war, auch wenn er lächelte.
In Iskanders Gesicht arbeitete
es, als er die beiden betrachtete und er fragte sich wie Myrion
es ertragen konnte das es im Bett seiner Frau noch einen anderen
Mann gab. Er würde seine Frau für sich haben wollen und obwohl
Enjara nicht seine Frau war, würde er jedem die Zähne
einschlagen der es nur versuchen würde sich an ihr zu
vergreifen. Leon und Myrion beobachteten ihn, Myrion sah ihn an:
„Na spucks schon aus, wir sehen doch das dich eine Frage
brennend interessiert.“ Iskander sah beide weiter hin an: „Nun
ja, die Herrin sagte recht freimütig das Leon ihr Geliebter sei
und ich weiß ich würde jeden grün und blau prügeln der sich an
meiner Frau vergreifen würde, daher frage ich mich wie könnt ihr
es ertragen.“ Myrion nickte: „Weil ich gelernt habe das
Eifersucht sich nicht lohnt und Aurian braucht uns beide. Und
Leon ist mir ein treuer Freund und fast wie ein Bruder, also ist
es für mich kein Problem.“ „ Sie braucht euch beide? Wie soll
ich das verstehen? Das heißt wenn es mir gestattet ist zu
fragen.“ Iskander war schon klar das er sich hier eventuell ein
wenig weit mit dieser Frage aus dem Fenster lehnen würde,
schließlich ging es ihn ja nichts an. Myrion grinste: „Um das zu
verstehen muss man mit ihr mal das Bett geteilt haben. Sie ist
eine Frau die mit einem Mann noch weit unterfordert ist, selbst
wenn er stundenlang durch halten kann. Sie braucht zwei.“ Nun
sagte Leon auch etwas: „Obwohl Myrion es auch einmal alleine
geschafft hat. Die Kraft die in diesem Kerl steckt ist wirklich
bewundernswert.“ Iskander sah das Leon Myrion tatsächlich
bewunderte, das er ihm treu ergeben war. Anschließend sah er
Myrion an: „Stundenlang?“ Leon nickte und antwortete für ihn: „Aye
er hat einmal einen halben Tag lang durchgehalten, allerdings
danach war er auch total fertig, ich sag ja den Kerl kann man
nur bewundern.“ So unterhielten sich die drei eine Weile.
Iskander versuchte auch heraus zu bekommen welchen Auftrag die
Herrin für sie haben würde, doch da schwiegen sich die beiden
Götter drüber aus und er bekam lediglich zur Antwort das er das
schon noch erfahren würde, wenn die Zeit gekommen wäre.
Allerdings erfuhr er nun, das seine Vergiftung als auch sein
langer Schlaf vom Licht beabsichtigt war. Es tat ihnen leid das
er nun erdulden musste, seine Familie und den Besitz so
zerfallen zu sehen. Er erfuhr das auch sein Vorgänger Eric,
seine Familie erst verlieren musste um sich auf seine Aufgabe
konzentrieren zu können, nur das es bei diesem wesentlich
dramatischer gewesen war. Auch sagte man ihm auf seine Frage hin
wo Eric geblieben wäre, das dieser nun tot sei und man seinen
Körper neben seiner Priesterin in der Kristallhöhle ruhen sehen
könnte. Auch erfuhr er das sich die Herrin in den Welten immer
nur mit ihren beiden Löwen sehen lassen würde und was es mit
diesen Löwen auf sich habe. Allerdings beschworen sie ihn nie
auch nur ein Sterbenswörtchen darüber zu verlieren, mir Ausnahme
von Enjara, das sie die Löwen seien. Denn es habe sich schon
gezeigt, das ihre Identität gewahrt bleiben müsste. Langsam
begann Iskander zu verstehen. Doch musste er auch viele Fragen
beantworten, zum Beispiel wie er über Kinder denken würde und ob
er sich in Enjara verliebt hatte. Er antwortete wahrheitsgemäß,
das er gegen Kinder nichts habe und sollte eine Frau von ihm
schwanger werden er sich natürlich auch um die Kinder kümmern
würde, auf die Frage ob er Enjara liebe, antwortete er: „Nein,
doch ich will und begehre sie. Ich mag sie, aber das ist auch
erst mal alles. Dennoch würde ich jedem die Zähne einschlagen
der es wagen würde sich an ihr zu vergreifen. Und ich gebe offen
zu, würde mir eine andere Frau ebenso gefallen würde ich auch
hier versuchen sie zu bekommen.“ Myrion grinste darauf hin:
„Eine andere Frau, eventuell so wie Aurian? Und sei nicht
geschockt das wir davon wissen, jeder Kerl will sie, das wissen
Leon als auch ich. Sie zieht jeden Kerl wie magisch an.“ Nun
fühlte sich Iskander ertappt, doch nickte er und gab es ehrlich
zu. „Doch weiß ich das sie wie eine Frucht ist, die in einem
Baum hängt, man will sie aber sie hängt zu hoch, so das man
nicht dran kommt. Doch würde ich dennoch versuchen sie zu
erhaschen.“ Nun lachten Myrion und Leon und letzterer antwortete
nur: „Na dann viel Glück bei dem Versuch. Doch solltest du sie
erhaschen können, sei gewappnet vor der Kraft die dich dann
überwältigen wird.“ Iskander sah von einem zum anderen, er
schüttelte nur mit dem Kopf wie leicht die beiden mit dieser
Eröffnung umgingen. Er hatte im stillen schon damit gerechnet
das sie nun auf ihn los gehen würden, statt dessen lachten sie
über sein Ansinnen. Myrion sah ihn an: „Nennt man das nicht
falsche Doppelmoral? Zum einen sagst du, das du kein Problem
damit hättest dich auch mit einer anderen Frau zu vergnügen,
doch andererseits würdest du jedem Kerl die Zähne einschlagen
der sich an Enjara vergreift. Wie passt das zusammen. Müsstest
du ihr dann nicht auch zu billigen sich mit einem anderen ihren
Spaß zu holen? Ich wüsste alleine hier bei uns schon gut drei
Kerle die es eventuell versuchen würden. Und fast alles Götter,
da wünsche ich dir viel Spaß mit den Prügeleien.“ Iskander sah
von einem zum anderen und er musste ihnen recht geben, es klang
wirklich wie eine falsche Doppelmoral. Doch kam er aus einer
anderen Zeit. „Nun bei uns ist es so das jede Frau.........ach
ihr habt ja recht, wenn man es so betrachtet stimmt es schon.
Ich würde jede Frau flach legen die mir gefällt, solange sie
mich lässt. Also sollte ich es auch Enjara zu billigen solange
sie es will und sie sich niemand mit Gewalt nimmt. Und drei
würden es versuchen? Darf ich erfahren wer die drei sind?“
Obwohl er eine gewisse Einsicht zeigte, war doch seinem Blick an
zu sehen das er schon Ausschau nach dem hielt, den er grün und
blau schlagen könnte. Leon sah ihn ruhig an: „Ich zum Beispiel.
Dann Dion, der dunkle Gott oder auch Aaron der Herr des Krieges.
Wobei Aaron kein Gott ist sondern eine Inkarnation, doch ich
denke auch er würde sich eventuell an sie heran machen. Wenn sie
auch beide bislang nicht mal Anstalten machten es bei Aurian zu
versuchen. Doch denke ich das sie hier doch lieber die Finger
von lassen. Aurian hängt wohl auch für sie zu hoch, um mal bei
deinem Beispiel zu bleiben. Doch sind wir alle drei ebenso
bereit jede Frau flach zu legen, wie du es nennst, wenn sie uns
gefällt.“ Nun Leon hatte nicht vor sich an Enjara heran zu
machen, er war viel zu glücklich mit Aurian. Doch sollte
Iskander auch begreifen, das es auch mal sein könnte das seine
Geliebte auch anderen Männern gefallen und das sie eventuell
auch mal bei einem anderen schwach werden könnte. Myrion wusste
wie seine Aurian war, sie würde immer auf gewisse Reize
anspringen, das lag in ihrer Natur und das hatte er ihr auch mal
deutlich gezeigt. Ebenso wie sich Leon das zunutze gemacht
hatte, der es ebenso gut wusste. Den beiden war klar, das wenn
es ein Kerl richtig darauf anlegte und es mit den richtigen
Mitteln versuchen würde, würde Aurian schwach werden. Leon sah
Iskander immer noch ruhig an. Myrion lächelte: „Forderst du also
Treue, solltest du bei dir selber erst mal anfangen treu zu
sein. Ansonsten rechne damit das sie auch mal mit einem anderen
schläft. Vor allem wenn sie heraus bekommt das du es mit der
Treue nicht so genau nimmst.“ Iskander sah Myrion an: „Hast du
noch jemanden nebenbei?“ Myrion lachte herzlich: „Ich? Nein, ich
liebe Aurian und neben ihr verblassen alle anderen Frauen, zudem
lastet sie mich völlig aus, ich hätte erstens kein Interesse und
zum zweiten wahrscheinlich nicht mal mehr die Kraft dazu.“ Dann
sah Iskander Leon an und der antwortete ruhig: „Nun, auch ich
liebe Aurian und würde für sie durch die Hölle gehen, und im
Moment geht es mir wie Myrion. Doch heißt es nicht, das ich im
Gegensatz zu Myrion nicht auch den Reizen einer anderen erliegen
könnte. Und ich würde sie mir auch nehmen. Ich bin anders als
Myrion, wo er treu ist, kann ich es nicht sein. Und Aurian weiß
das und würde mich nie einschränken. Doch würde sie Treue
verlangen, würde ich in den sauren Apfel beißen. Doch in diesem
Fall würde ich das auch von ihr verlangen und das kann sie nicht
einhalten, denn sie liebt Myrion und würde niemals von ihm
lassen.“ Iskander nickte leicht: “Liebt sie dich auch?“ Leon sah
ihn nach wie vor ruhig an: „Das weiß ich nicht. Sie will mich
und sie begehrt mich. Doch ob sie mich liebt, weiß ich nicht,
sie hat es mir noch nie gesagt.“
Als Iskander später die Schmiede
verließ hatte er viel worüber er nachdenken musste. Die beiden
Götter hatten ihm in vieles Einsicht gegeben. Und doch waren
noch ebenso viele Fragen offen. So betrat er nach einigen
Stunden wieder die Gemächer die er und Enjara mit einander
teilten. Er fand sie draußen in der Sonne sitzend und in einem
kleinen Buch lesend vor. Er trat zu der Balustrade und sah
hinunter. Dort sah er grüne Wiesen und auch sein zerfallenes
Gut, bisher hatten weder er noch Enjara je darüber gesehen. Er
sah auch wie ein Dorf in der Nähe von Räuberbanden terrorisiert
wurde und schüttelte den Kopf. Dann schienen einige dort zu
suchen wo sie den Stein gefunden hatten. Er wunderte sich das er
das alles überblicken konnte, doch dachte er sich, wenn er schon
auf der Welt der Götter war, wäre das wohl normal das er
Aussicht auf Ereignisse hätte die man von hier aus sehen könnte.
Er sah aber auch das sie den Stein untersuchten, doch war es
ihnen wohl nicht möglich ihn zu aktivieren, so wie es Enjara
gelungen war. An einer anderen Stelle sah er das dort diese
Bande auch einen Tempel des Lichts geplündert und alle
Priesterinnen vergewaltigt und getötet hatten. Das brachte ihn
nun auf, vor allem da er nun die Göttin selber kannte. Seine
Hände ballten sich immer wieder zu Fäusten. Langsam bemerkte
auch Enjara das mit ihm was nicht stimmte und erhob sich um zu
sehen was ihn so aufbrachte. Als sie ebenfalls alles sah was er
sah, fluchte sie leise. „Also das kann man doch nicht so stehen
lassen, da muss doch einer eingreifen. Wozu sind die Götter da
wenn sie so etwas zulassen? Diese Mistkerle haben sogar Kinder
getötet, schau.“ Iskander sah sie an: „Ich denke man wird
dagegen etwas unternehmen. Man wird die Helden aus schicken.
Deswegen sind wir hier. Verstehst du? Die Götter greifen nicht
selber ein, ich denke das dürfen sie auch nicht, weil ansonsten
würde man sich immer nur auf sie verlassen. Und nun stelle dir
vor, so etwas würde auf einigen Welten geschehen, man würde sich
nur noch auf sie verlassen. Und sie wären total überarbeitet.
Ich denke in besonderen Fällen, werden sie die Helden aus
schicken um wieder in Ordnung zu bringen was falsch läuft und
hier hat man sogar einen ihrer Tempel geschändet, das wird
Aurian, die Herrin nicht zulassen. Ich denke ich kenne nun
unseren Auftrag. Ich wünschte nur man würde uns früh genug
schicken bevor der Tempel geschändet und die Kinder getötet
werden.“ Was die beiden nicht wussten war, das Aurian, Myrion
und Leon wieder mal in ihrer Nähe standen und es mit bekamen was
die zwei dort redeten. Myrion sah Aurian an: „Wirst du sie davor
oder danach dort hin senden?“ Aurian lächelte: „Davor, sie
sollen das Gefühl bekommen etwas bewirken zu können,
beziehungsweise sehen das sie etwas bewirken können. Diese
beiden werden sehr starke Helden werden, der Ansatz ist da.“ Die
beiden nickten, sie fanden es gut.
Außerdem hatten sie sich darauf
geeinigt Aurian nichts davon zu sagen, das Iskander scharf auf
sie war. Sie würden amüsiert seine Bemühungen beobachten. Leon
hatte nachdem Iskander gegangen war Myrion gefragt: „Was denkst
du, wird er es schaffen, sie herum zu kriegen oder fängt er sich
eine gewaltige Ohrfeige ein?“ Myrion zuckte mit der Schulter:
„Ich weiß es nicht. Wir werden es sehen. Doch sollte er es
tatsächlich schaffen werde ich mir ehrlich gesagt, amüsiert mit
ansehen, wie er schlapp macht. Ich denke er kann einen Dämpfer
vertragen, er ist sehr von sich eingenommen, was Frauen
betrifft. Oder bist du eifersüchtig?“ Leon schüttelte den Kopf:
„Nein, denn was ich eben sagte meinte ich auch vollkommen ernst,
ich kann nicht treu sein, also verlange ich es auch nicht von
ihr. Wenn ich auch zugeben muss, im Moment habe ich kein
Interesse an anderen Frauen, ich bin dafür viel zu scharf auf
sie.“ Myrion nickte: „Das sind wir wohl beide und wie es
aussieht nicht nur wir.“
Später holte Myrion dann Enjara
und Iskander zu einer Besprechung ab, als sie den
Besprechungsraum betraten, versanken beide fast vor Ehrfurcht in
den Boden. Denn was sie dort nun sahen war der Rat der Götter
und dort saß jeder Gott und fast jede Inkarnation. Der Tisch war
wie ein T aufgebaut. Am Kopf in der Mitte saß Aurian und zu
ihrer rechten saß Leon, zur linken war wohl Myrions Platz. An
dem langen Tisch entlang saßen zuerst die Götter, ganz oben
rechts und links unter dem Kopftisch, Andra und Mystra, dann
Suna, Dion und Jenna, Leith und Johana sowie Johanas Schwester
und Liam. Dann folgten die Inkarnationen, Aaron und Iona, die
Schicksalsdame und sogar Väterchen Zeit und der Tod. Nur einer
fehlte, die dunkle Inkarnation. Doch das war auch nicht anders
zu erwarten, dennoch gab es auch für ihn einen Stuhl. Und ganz
unten am Ende des Tisches waren noch zwei Stühle frei. Myrion
deutete darauf und flüsterte leise: „Nehmt dort Platz.“ Die
beiden setzten sich schnell dort hin, während nun Myrion zu
seinem Platz ging. Die anwesenden nickten ihnen freundlich zu
und dann begann es. Jeder Gott brachte vor was auf seiner Welt
im Moment so vor sich ging. Ob es Probleme gab, oder ob sich ein
Krieg entwickelte, wozu dann auch Aaron seinen Senf zu abgab. Ob
es Hungersnöte gab, wo nun auch Iona was zu sagte. Ebenso
berichtete Iona ob sie irgendwo Vulkanausbrüche oder sogar
Überschwemmungen veranlasst hatte. Dann sprach der Tod, mit
seiner tiefen und unheimlichen Stimme und berichtete das es im
Moment sehr viele Seelen zum einsammeln gäbe und das dies ihn
fast überfordere, da er so schnell gar nicht überall sein
könnte. Und Aurian veranlasste das der Tod und die Zeit eine
weile bis sich alles wieder normalisiert habe, zusammen arbeiten
sollten. Sie würde aber über das Problem nachdenken und ihnen
dann ihre endgültige Lösung mitteilen. Die beiden nickten.
Väterchen Zeit berichtete das sich auf einer sehr modernen Welt
ein Mensch sich anmaßte mit der Zeit zu spielen, das dieser eine
Zeitmaschine gebaut habe. Aurian nickte und riet ihm mit dem
Krieg zusammen diese Maschine zu boykottieren. Ebenso berichtete
er, das man auf der selben Welt die noch keinen Gott habe,
begann Raumschiffe zu erfinden mit denen man eventuell in das
Weltall fliegen könne. Aurian sah sich unter den Göttern um.
Dann fiel ihr Blick auf Liam und Johanas Schwester. „Ihr beide
werdet euch dieser Welt annehmen. Lasst es ruhig zu das sie ihre
Raumschiffe bauen, doch achtet darauf das sie die Kulturen der
anderen Welten nicht stören, Denn jede Welt soll sich
individuell entfalten können. Dann meldete sich Iona wieder zu
Wort. „Aurian , auf der Welt die nun neu entstanden ist, habe
ich damit begonnen das sich dort Leben entwickeln kann, noch
sind sie in der Steinzeit Phase, doch bald schon werden sie
lernen wie man Schwerter schmiedet und wie man kultivierter
wird. Wir brauchen noch mehr Götter.“ Aurian nickte: „Ich weiß
und ich habe schon alles getan was in meiner Macht steht das es
einen neuen Gott geben wird. Ansonsten sorgt dafür das ihr
Kinder kriegt,“ :an die Götter gewandt. Alle sahen Aurian an:
„Soll das heißen du bist schwanger? Und wir bekommen einen
zweiten Ikarus?“ Aurian lachte leise. „Nein nicht ich werde
dieses Kind bekommen. Es wird ein Kind aus verschiedenen Welten
und aus verschiedenen Zeiten sein. Das werde ich zum Gott machen
und es wird über die neu entstandene Welt herrschen. Und
vielleicht finden er und Suna ja zusammen so das es bald auch
aus der Richtung weitere Götter geben wird. Man muss
vorausschauend denken.“ Nun begannen alle zu diskutieren wer
denn wohl die Mutter dieses Kindes sein würde. Doch kamen sie
nicht auf die Lösung und Aurian lächelte nur sanft und sagte
nichts mehr dazu. Als sonst nichts mehr an stand löste man die
Besprechung auf. Enjara und Iskander hatten nun einen Einblick
erhalten wie der Rat der Götter funktionierte. Und sie sahen wie
man über die Welten entschied. Später würde Aurian die beiden zu
sich rufen und ihnen ihren Auftrag mitteilen.

Kapitel 12: Ein guter Rat

Am nächsten Tag teilte Aurian per
Gedankenruf Black mit das er die beiden Helden bitte in den
Thronsaal bringen möge. Diese kamen auch recht schnell. Denn die
Herrin lies man nicht lange warten. Und so standen die beiden
wieder vor ihr. Abermals standen rechts und links vom Thron die
beiden Männer. Aurian sah beide ruhig an. „Nun also ist es
soweit. Ich habe für euch den ersten Auftrag. Wie ihr schon
selber gesehen habt, liegt das Land das einst Iskanders Familie
gehörte im argen. Banditenbanden treiben dort ihr Unwesen und es
wird Zeit dort mal auf zu räumen. Ihr seid beide gut gerüstet.
Du Iskander trägst das Schwert des Schicksals, es vermag noch
mehr als nur zu töten, doch dazu ist es in erster Linie
geschmiedet worden.“ Als Iskander von ihr direkt angesprochen
wurde, zwinkerte er ihr leicht zu, doch Aurian reagierte nicht
darauf, während ihre beiden Männer sich nur mit Mühe ein lachen
verkneifen konnten. Doch Aurian hatte die Faxen gesehen die die
beiden neben ihr machten und sprach schon weiter. „Solltet ihr
Hilfe brauchen, ich habe hier zwei Kerle die schon fast
einrosten, wenn sie nicht gerade Dummheiten im Kopf haben,“
damit deutete sie rechts und links von sich, „ihr könnt mir
mittels Black eine Nachricht zu kommen lassen und ich schicke
euch diese beiden zur Unterstützung. Bitte aber wirklich nur im
äußersten Notfall. Denn wo die zwei hinlangen wächst kein Gras
mehr.“ Enjara kicherte leise und auch Iskander musste
schmunzeln, denn Myrion und Leon sahen Aurian erstaunt an. „Nun
zu dir Enjara, ich gehe davon aus, du hast dir soweit es in der
kurzen Zeit möglich war, eingeprägt was einzuprägen ging. Du
wirst später noch mehr Gelegenheit haben zu lernen.“ Iskander
sah Aurian an als habe er eine Frage und Aurian sah ihn an:
„Sprich was hast du auf dem Herzen?“ „Nun hohe Herrin wäre es
möglich das wir vor der Plünderung des Tempels dort hingebracht
werden können? Das würde ich gerne verhindern wenn das geht.“
Aurian nickte. „Ihr werdet vor dem Tempel abgesetzt werden, wenn
ihr euch als die Helden des Schicksals zu erkennen gebt wird man
euch dort freundlich empfangen und euch auch Räumlichkeiten zur
Verfügung stellen. Es wäre also unklug von mir euch erst nach
der Plünderung dort ab zu setzen. Räumt mit dem Gelumpe auf,
tötet alle wenn es nötig ist und sorgt dafür das die
Dorfbewohner als auch die Bewohner des Tempels wieder in Frieden
leben können, das ist euer Auftrag. Wenn ihr mit allem fertig
seid, sprecht die Hohepriesterin an und sie wird euch zurück
senden. Ansonsten falls Enjara bereits die Teleportation gelernt
hat, kann sie euch auch hierher zurück bringen. Sonst noch
Fragen?“ Beide schüttelten mit dem Kopf. „Gut dann macht euch
fertig für die Reise und in einer Stunde geht es los, egal ob
ihr fertig seid oder nicht.“
Beide neigten noch mal den Kopf
und gingen dann. Iskander rieb sich die Hände, er freute sich
endlich mal wieder kämpfen zu können. Während Enjara doch ein
wenig verzagte. Kaum eine Stunde später stand Aurian in den
Räumen der beiden: „Seid ihr soweit?“ Als sie nun so nahe bei
Iskander stand verschlug es ihm die Sprache, sie auf dem Thron
oder auch am Besprechungstisch zu sehen war eine Sache, aber ihr
so nahe zu sein, eine andere. Iskander konnte nur nicken, Enjara
sah sie an: „Ja wir sind soweit.“ Aurian nickte: „In Ordnung.“
Eine Sekunde später waren die drei weg.
Vor dem Tempel gab es einen
lauten Knall und einen Lichtblitz in dem die drei erschienen.
Die Priesterinnen rannten aus dem Tempel um zu sehen was
passiert war, sie dachten schon an einen weiteren Überfall. Doch
dann sahen sie dort diese drei stehen. Als sie die Runen auf
Enjaras Korsage und auf Iskanders Weste sahen verbeugten sich
sich leicht. Iskander sah die Priesterinnen an: „Wir wurden
geschickt um euch bei zu stehen. Wir sind die Helden des
Schicksals.“
Nach dieser Ansage kam richtig
Leben in die jungen Frauen und es ging zu wie in einem
Bienenstock, bis die Hohepriesterin eingriff und alle zur Ruhe
gemahnte. Diese führte die drei erst mal in bequeme Räume. Dann
erzählte sie ihnen das es drei Lager gab in denen die Banditen
sich aufhielten wenn sie nicht gerade mordeten oder plünderten.
Auch hatte sie eine der Priesterinnen ins Dorf geschickt um den
Vorsteher zu holen. Sie erzählte weiter das nicht nur das nahe
gelegene Dorf laufend überfallen wurde, sondern man alle Dörfer
in der Umgebung terrorisierte. Iskander nickte immer leicht und
hörte aufmerksam zu. Doch kaum hatten sich Iskander und Enjara
ein wenig eingerichtet begann Black zu bellen und Enjara nickte
immer mal. Dann gab sie an Iskander weiter: „Es sind die ersten
auf dem Weg, auch sie haben mit bekommen das sich hier etwas
getan hat, Black sagt es sind ungefähr fünfzehn.“ Die
Hohepriesterin erschrak. „Fünfzehn? Dagegen werden wir nicht
ankommen.“ Iskander sah die Priesterin an: “Na mal nicht so
verzagt, das ist doch kein Problem, das kriegen wir schon hin.
Solange nicht gleich eine Armee vor der Türe steht, mit den paar
werde ich spielend fertig.“ So gingen sie wieder zurück und er
stellte sich mit Enjara vor die Türe, er sah sie an: „Hast du
zufällig auch einen Zauber der meine Dolche wieder zu mir zurück
bringen kann, wenn ich sie geworfen habe? So müsste ich sie
nicht erst umständlich wieder einsammeln.“ Enjara nickte“ Doch
wirst du beim zurück kommen nicht getroffen?“ Doch er sah sie an
als würde er sagen, sehe ich so aus als würde ich mich von
meinen eigenen Dolchen treffen lassen. So standen die drei
draußen und man erwartete die ersten Banditen. Iskander hatte
bereits sein Schwert in den Händen und Enjara ihren Stab, sie
zitterte leicht. Black saß neben ihr.
Dann traten die ersten Banditen
aus dem nahegelegenen Wald. Iskander lies sie ruhig näher
kommen, dennoch sah er aufmerksam zu jedem. Als sie nahe genug
gekommen war brüllte Iskander: „Jungs ich gebe euch einen guten
Rat löst eure Banditennester auf, geht nach Hause zu euren
Weibern und wir vergessen das ganze. Doch solltet ihr unklug
handeln, wird heute leider der Tag eures Todes sein. Denn an mir
kommt ihr nicht vorbei.“ Dann stürmten die Banditen heran, seine
Rede hatten sie eher als Provokation gesehen denn als guten Rat.
Iskander zuckte die Schultern und meinte zu Enjara ruhig: „Sie
wollen es wohl nicht anders.“ Dann trat er einige Schritte vor.
Doch kaum waren die ersten heran gekommen, zeigte er wie schnell
er mit seinem Schwert umgehen konnte. Denn bevor sie ihn auch
nur anrühren konnten drehte und wendete er sich, sein Schwert
flog nur so um ihn herum. Enjara hatte noch nie einen
Schwertkämpfer gesehen und konnte es demnach auch nicht
beurteilen und doch dachte sie sich das kann doch nicht normal
sein das jemand so schnell ist. Denn als er begann zu wirbeln,
lagen schon die ersten Banditen tot auf dem Boden. Als sich von
der Seite welche nähern wollten, wurde sie von Black gewarnt und
nun aktivierte sie ihren Stab, er begann zu leuchten und es
schossen Blitze aus ihm um ihre Angreifer nieder zu strecken. Es
dauerte keine zehn Minuten da waren alle Banditen vernichtet die
es gewagt hatten sie an zu greifen. Iskander säuberte sein
Schwert an einem der Hemden der Angreifer und bat die
Hohepriesterin hier auf zu räumen: „Das sieht doch recht
unordentlich aus, wenn die hier so in der Gegend rumliegen.“ Und
an Enjara gewandt: „Ich bin doch ein wenig eingerostet ich hätte
mal mehr üben sollen.“ Enjara verschlug es fast die Sprache als
sie das hörte. Und in der Nähe standen unsichtbar Myrion und
Leon und hatten alles beobachtet, Myrion nickte: „Der Junge ist
wirklich gut, also ich habe noch nie gesehen das jemand so
schnell mit seinem Schwert ist, mal von Aaron abgesehen. Doch
Aaron hätte sich die paar auch zur Brust genommen und nicht mal
sein Schwert gebraucht.“ Leon lachte leise. „Nun ja Aaron
schlägt aber auch zu, da fliegt jedem der Kopf weg.“ Myrion
grinste: „Hattest du auch Lust ein wenig mit zu mischen? Also in
meinen Fäusten hat es richtig gekribbelt.“ Leon nickte heftig. „Aye:“
Iskander bereitete sich vor , vor allem nach dem er vom
Vorsteher des Dorfes gehört hatte, wo die Lager waren und wie
viele sich ungefähr in jedem befanden. Er meinte nur: „ Ich
warte nicht bis sie zu uns kommen, ich räuchere die Lager direkt
aus.“ Er fragte auch ob es Anführer gab und wie viele. Als er
hörte es sei nur einer, und das der alle Fäden in der Hand habe,
nickte er: „Na dann soll er sich warm anziehen.“
Der Vorsteher erzählte ihm das es
ein Fremder wäre, der die unzufriedenen Bauern und auch das
andere Gelumpe magisch anziehen würde und so im Laufe der Zeit
doch einige um sich gescharrt habe. Das es aber zu viele seien,
als das sie sich gegen sie behaupten könnten. Auch Myrion und
Leon hörten es und in ihnen stieg ein merkwürdiger Verdacht auf.
Jedenfalls in der Nacht schlich
sich Iskander zu einem der Lager und spähte dort aus wie viele
es tatsächlich wären, als er zurück kam, schüttelte er den Kopf,
er sah Enjara und die Hohepriesterin an: „Also ich denke ich
muss doch die Herrin um Verstärkung bitten. Ich halte mich für
keinen schlechten Kämpfer doch Selbstüberschätzung kann den Tot
bedeuten und es sind nur in dem einen Lager hunderte gegen die
ich antreten müsste, das ist selbst für mich zu viel. Auch mit
deiner Unterstützung.“ gen Enjara gerichtet. „Wenn es in den
anderen Lagern nicht anders aussieht, sie sich organisieren und
alle gleichzeitig meinen das sie uns angreifen müssten, dann
sieht es verdammt schlecht aus. Und das mit dem Lager aus
räuchern habe ich mir mal schnell abgeschminkt. Die haben feste
Hütten und keine Zelte da dürfte es schwer werden mit dem aus
räuchern, auch wenn ich einige ihrer Hütten in der Nacht
anzünden könnte, so wäre es doch zu wenig und man hätte mich
eher entdeckt als ich gucken könnte.“ Enjara nickte und lies
Black einen Hilferuf aus schicken. Kurze Zeit später stand die
Herrin des Lichts mit ihren beiden Löwen im Tempel. Und abermals
summte der Bienenstock, das die Göttin selber erschien damit
hatte keine der Priesterinnen gerechnet. Aurian trug einen
Köcher mit Pfeilen auf dem Rücken, als auch einen Bogen und sah
sich um. Nachdem sie von Iskander erfahren hatte, wie es im
ersten Lager aussah nickte sie, zudem hatte sie bereits von dem
Verdacht ihrer beiden Löwen gehört. Aurian sandte die beiden
Löwen aus um die anderen beiden Lager aus zu spionieren. Und als
diese zurück kamen konnten sie berichten das sich ihr Verdacht
bestätigt hatte. Es war genau so wie sie es sich gedacht hatten.
Die Priesterinnen waren beunruhigt, mit so vielen hatten sie gar
nicht gerechnet. Pro Lager waren es ungefähr zweihundertfünfzig
Banditen, das war schon eine ganze Menge. Doch arbeiteten die
drei Männer einen Schlachtplan aus. Natürlich hätte Aurian auch
alles mit einem Handwisch weg fegen können. Doch das sah sie
nicht ein. Zudem ihre Männer konnten ein wenig Kampf gut
gebrauchen, ihnen war eh langweilig. Und so saß sie während die
Kerle ihre Plan ausarbeiteten mit der Hohepriesterin und Enjara
auf der Terrasse und trank in aller Seelenruhe einen Tee,
während die beiden Damen in ihrer Gesellschaft fast einen
Herzinfarkt bekamen und sich wunderten das sie so ruhig bleiben
konnte. Als sie einen Spion entdeckte der sich zu nahe heran
wagte,stellte sie kurz ihre Tasse weg nahm ihren Bogen, spannte
einen Pfeil ein und schon surrte der los und man hörte nur noch
ein: „ Arghh.“ Dann nahm sie seelenruhig ihre Tasse wieder auf,
während die beiden anderen sie nur sprachlos ansahen. Sie sah
die beiden an: „Ist irgendwas? Ihr könnt ihn bei den anderen
beerdigen, wenn es euch stört das er dort liegt.“ Als die drei
Männer auf die Terrasse traten, wobei sich die Hohepriesterin
wunderte wo die beiden Löwen geblieben waren, erklärten sie ihr
den Plan, man wollte die Schurken aus ihrem Lager locken und
einen nach dem anderen töten. Aurian sah die drei an: „Aha und
dafür habt ihr jetzt so lange gebraucht? Übrigens könnte einer
von euch mal den Lump dort hinten weg räumen. Er lief irgendwie
in einen meiner Pfeile. Ich war wohl ein wenig ungeschickt.“
Iskander erklärte sich sofort bereit, und kurze Zeit später war
der Leichnam verschwunden. Enjara konnte die Herrin nur
bewundern das sie so ruhig und gelassen blieb.
Die nächsten Tage wartete man ab,
Die Löwen waren immer mal unterwegs um hier und da mal eine der
Hütten an zu zünden, auch kam von der Gegenseite immer mal
jemand zum spionieren. Als aber die Banditen sahen das es sich
lediglich um drei Männer und halt die Priesterinnen handelte ,
dachten sie sich das sie wenn sie gemeinsam angreifen würden,
das ohne Probleme machbar wäre. Und so sammelten sie sich eines
Morgens am Waldesrand. Die drei Männer warteten gelassen ab.
Dann kam der Pfeilhagel aus dem Wald, doch nun griff Enjara ein
mit ihrem Stab und die Pfeile verpufften wirkungslos in der
Luft. Aurian grinste „Was die können kann ich auch.“ Die
Priesterin und Enjara sahen sie an: „Mylady ihr könnt aber immer
nur einen Pfeil abschießen.“ Aurian grinste: „Na so was, da muss
ich doch mal dafür sorgen das es gerecht wird.“ Und als sie
ihren Pfeil in den Bogen spannte und der los flog teilte er sich
unterwegs in mehrere auf und die flogen auch noch in alle
Richtungen.“ Myrion klatschte in die Hände und lachte.: „Das ist
Aurian. ich hatte auch nichts anderes erwartet.“ Und aus dem
Wald hörte man immer mal einen leisen Aufschrei. Leon grinste:
„Liebes du warst wieder ungeschickt, da sind abermals einige in
deine Pfeile gelaufen.“ Aurian zuckte mit der Schulter: „Was
stehen sie auch da.“ Dann an die Hohepriesterin gewandt. „Ihr
solltet dafür sorgen das eure Damen, das Bogenschießen erlernen,
das ist recht nützlich. Und um einiges besser als nur zu beten.
Trainiert eure Damen im Kampf, macht aus ihnen Amazonen.“ Die
Hohepriesterin verneigte sich. „Wenn ihr es wünscht hohe
Herrin.“ Doch dann griffen die Banditen an und Myrion zog sein
Schwert. „Na endlich das wurde auch Zeit, ich befürchtete schon
das wir hier anwachsen könnten.“ Dann sah man das Leon und
Myrion, wie einst auch Eric und Dorian, sich mit ihren
Flammenschwertern durch die Banditen mähten, während Iskander
nur so wirbelte. Mit dieser Urgewalt hatten die Banditen nicht
gerechnet. Sie mussten einsehen, auch wenn das nur drei waren,
so hatten sie es hier nicht mit gewöhnlichen Kämpfern zu tun.
Auch schwirrten immer wieder Aurians Pfeile los, so wie Enjala
ihren Stab dazu nutzte Blitze zu verschicken. Als der Ansturm
nach ließ, sah Myrion über das Schlachtfeld und sah nun im
Schatten eines Baumes, den Verursacher. Mit Handzeichen deutete
er den anderen beiden an, das er sich den krallen würde. Die
beiden anderen nickten und so kämpfte sich Myrion langsam in
dessen Nähe. Doch als der fliehen wollte, konnte man sehen das
selbst Myrion obwohl er recht kräftig war auch flink sein konnte
und ehe sich derjenige versah hatte ihn Myrion schon am
Schlawittchen. Und schupste ihn immer weiter vor sich her, ohne
ihn los zu lassen so sehr derjenige auch zappelte und sich
versuchte dagegen zu wehren. So kamen die beiden bei Aurian an.
Aurian sah ihn eiskalt an: „Du hast schlampig gearbeitet, sonst
hätte man dich nicht erwischt. Und zum anderen wie konntest du
es wagen einen meiner Tempel an zu greifen, mal abgesehen davon
was wollten deine Leute an dem Portalstein? Du weißt ganz genau,
das der nur den Schicksalshelden vorbehalten ist.“ Enjara und
die Hohepriesterin verstanden kein Wort und sahen zwischen dem
Anführer und Aurian hin und her. Die restlichen Banditen hatten
sich inzwischen ergeben als sie sahen das ihr Anführer gefangen
genommen worden war. Dann an Myrion gewandt : „Sperre ihn für
zwei Tage ein, dann lasst ihn wieder laufen. Er soll sich
allerdings ein anderes Betätigungsfeld suchen.“ Dann sah sie die
dunkle Inkarnation, denn um die handelte es sich, an: „Hast du
mich verstanden? Verlass diese Gegend und lass dich nie wieder
hier blicken. Und vor allem lass dich nicht wieder erwischen.“
Als dieser nickte, schleppte ihn Myrion weg und sperrte ihn erst
mal ein. Den überlebenden Banditen riet man das sie zu ihren
Frauen zurück gehen sollten und lieber beginnen sollten ein
gutbürgerliches Leben zu führen. Da diese froh waren noch am
Leben zu sein, taten sie auch was man ihnen sagte. Iskander und
Enjara sagte sie, sie sollten mal ein wenige Ahnenforschung
betreiben und schauen ob es noch irgendein Familienmitglied von
Iskander geben würde, auch wenn es noch so weit entfernt
verwandt wäre. Und sollte das der Fall sein ihn oder sie als
Lehnsherren auf dem Gut einzusetzen, so das die Dörfer und auch
der Tempel in Zukunft geschützt wären. Für Enjara als
Altertumsforscherin und Archäologin dürfte das kein Problem
sein. Dann verabschiedeten sich Aurian und ihre Männer und waren
kurz darauf verschwunden. Die eigentliche Arbeit von Iskander
und Enjara würde nun erst beginnen. Denn es dürfte nicht ganz so
einfach sein, noch einen Verwandten zu finden. Als kurze Zeit
später die Hohepriesterin in den Raum sah wo eigentlich die
dunkle Inkarnation sein sollte, war der Raum leer.

Kapitel 13: Iskanders Bedürfnisse

Enjara begann auch sofort mit
ihrer Arbeit, sie durchforstete alte Dokumente und las sich
durch die Archive. Langsam aber sicher begann sie einen
Stammbaum zu erstellen. An deren Spitze, Iskanders Urahnen zu
finden waren. Auch wenn Iskander seit etlichen hundert Jahren
geschlafen hatte. Und sein Bruder kinderlos starb so hatte er
doch auch Cousins und Cousinen, von denen eventuell Nachkommen
existieren könnten.
Iskander unterdessen hatte ein
ganz anderes Problem, das auch Myrion und Leon mit bekamen, die
wieder mal unsichtbar in der Nähe standen. Denn an einem Abend
als Iskander sich Enjara nähern wollte, verweigerte sie sich
ihm. Er sah sie an. „Was ist los? Wieso willst du nicht? Schon
seit dem einen Morgen hatte ich das Gefühl das du mir aus dem
Weg gehst. Wenn ich ins Bett kam tatest du so als schliefst du
und morgens wenn ich aufwachte warst du bereits aufgestanden,
mal abgesehen davon das du immer beschäftigt tatest und ich dich
nicht stören wollte. Doch jetzt will ich wissen was los ist.“
Sie sah ihn an: „Nichts, ich will halt nur nicht, lass mich
damit einfach in Ruhe, ja?“ Iskander sah sie kopfschüttelnd an:
„War ich nicht gut genug? War es dir zu wenig? Habe ich etwas
falsch gemacht oder dir weh getan? Verdammt rede mit mir und sag
was los ist. Du wolltest es doch an dem Morgen genauso wie ich
und jetzt weigerst du dich? Da stimmt doch was nicht.“ Iskander
war wirklich verzweifelt, alles hatte so gut ausgesehen, doch
das sie ihm so aus dem Weg ging verstand er nicht, er hatte
gedacht das sie ihn ebenso wollen würde wie er sie. Auch Myrion
und Leon, konnten es nicht verstehen. Nun Iskander sah das er
nichts erreichen konnte, das Enjara weder mit ihm sprach noch
seine Zärtlichkeiten oder Küsse erwiderte. Doch wollte er seine
Bedürfnisse gestillt sehen und verließ dann ohne ein weiteres
Wort zu sagen den Raum. Er suchte die Hohepriesterin auf und
fragte diese ob eine ihrer Priesterinnen vielleicht Lust hätte
mit ihm das Bett zu teilen, er nahm kein Blatt vor den Mund. Die
Hohepriesterin sah ihn an, deutete zu seinem und Enjaras Zimmer:
„Ich dachte das sie und ihr Mylord.“ Er knurrte: „Das dachte ich
auch, doch scheint es nicht der Fall zu sein. Also wie sieht es
aus? Oder ist es euren Priesterinnen nicht erlaubt?“ Die
Hohepriesterin schüttelte mit dem Kopf: „Nein das nicht, ich
werde nachfragen ob eine mit euch das Bett teilen möchte.“
Iskander bedankte sich leicht verneigend und verließ den Tempel,
er brauchte frische Luft. Immer wieder dachte er über den Morgen
nach und ob er etwas falsch gemacht habe. Er mochte Enjara, auch
wenn er sie nicht liebte. Doch er begehrte sie und hatte gedacht
das dies reichen würde. Wollte sie vielleicht hören das er sie
liebte? Das konnte er ihr nicht sagen, weil es eine Lüge gewesen
wäre. Leon sah auch Myrion fragend an: „Was ist mir ihr, wieso
verweigert sie sich ihm jetzt, wo sie ihm doch bereits einmal
nachgegeben hat? Das verstehe ich auch nicht.“ Myrion begriff es
auch nicht: „Ob sie vielleicht schon schwanger ist? Aber das
hätte sie ihm dann doch sagen können, zudem das kein Grund wäre
ihn ab zu lehnen. Das ist mir auch zu suspekt. Merkwürdig das
ganze. Vielleicht sollten wir mal mit Aurian reden, vielleicht
kann sie uns das Mysterium erklären.“ Kurze Zeit später waren
Myrion und Leon bei Aurian um sie darüber auf zu klären, das es
mit dem Kind wohl noch etwas dauern würde weil Enjara sich
weigerte mit Iskander zu schlafen. Und das dieser nun wohl seine
Bedürfnisse woanders stillen würde. Aurian sah die beiden an:
„Sie weigert sich? Das ist ja komisch, sie hatten doch schon mal
mit einander geschlafen oder bin ich jetzt blöd? Sie hat mir
doch selber erzählt das sie sich schon sehr nahe gekommen
waren.“ Myrion nickte: „So war es auch und nach seinen Blessuren
die er davon getragen hatte, war es auch recht stürmisch, doch
jetzt weigert sie sich. Er solle sie damit in Ruhe lassen, es
wäre nichts, sie wolle eben nicht. Das waren in etwa ihre
Worte.“ Aurian schüttelte den Kopf: „Also das ist selbst mir zu
hoch. Ich werde sie selber fragen gehen.“ Nun als Iskander in
den Tempel zurück kam standen dort fünf junge Frauen, die recht
verlegen zu Boden sahen. Die Hohepriesterin deutete auf sie .
„Diese jungen Frauen wäre gerne dazu bereit euch zu geben was
ihr wünscht.“ Iskander nickte und bedankte sich erst mal bei den
Frauen, dann suchte er sich zwei aus und betrat mit ihnen den
Raum den die Hohepriesterin ihnen zur Verfügung gestellt hatte..
In dieser Nacht ging es bei ihnen wild zu. Während Enjara immer
noch über ihren Büchern und Dokumenten hockte. Aurian bekam
alles mit und sah sich dann Enjara an. Sie verstand es wirklich
nicht, dann tauchte sie neben der jungen Frau auf. „Hallo Enjara,
wie geht es voran?“ Diese nickte: „Seid gegrüßt hohe Herrin, ich
komme voran, es ist zwar mühselig, doch es geht schon.“ Dann sah
sich Aurian wie suchend um: „Wo ist Iskander?“ Enjara deutete
nach draußen: „Ich glaube der hat gerade seinen Spaß mit
anderen.“ Aurian setzte sich neben sie: „Sag mal was soll das
heißen? Ich dachte ihr wärt euch näher gekommen und hättet auch
zusammen euren Spaß gehabt. Was ist passiert? Wieso muss er
seine Bedürfnisse woanders stillen. Und komm mir nicht mit
Ausflüchten. Ich dachte du fändest ihn attraktiv, was er auch
zweifellos ist.“ Myrion grinste Leon an, die natürlich auch
wissen wollten was mit Enjara los wäre und so wieder mal in der
Nähe standen.: „Sie findet ihn attraktiv.“ Leon nickte: „Mir
wäre es lieber sie würde uns mal wieder attraktiv finden, bei
uns lief in letzter Zeit auch nicht viel mehr als bei den beiden
hier.“ Myrion sah ihn an: „Aye da gebe ich dir recht, doch wir
waren alle sehr beschäftigt, so das es eben nicht immer geklappt
hat, doch zumindest würde sie sich nicht verweigern wenn wir was
wollen würden. Und mal ehrlich, wir sind in letzter Zeit auch
nicht so oft angekommen. Es liegt also auch an uns.“ Leon
nickte: „Weißt du was mich am meisten stört ist eigentlich, wenn
sie mal von selber ankommt und was will, geht sie zu dir, sie
hat mich noch nie von selber gefordert oder haben wollen. Es
ging immer von mir aus.“ Myrion nickte und konnte verstehen das
dies sehr an Leons Selbstbewusstsein kratzte. „Ich frage mich
oft, ob sie mich eigentlich wirklich will oder nur mit mir
schläft weil es eben nicht anders geht. Das ist recht
frustrierend.“´Myrion nahm sich vor mal mit Aurian darüber zu
reden, denn im Gegensatz zu Enjara war Aurian nicht so
verschlossen wie eine Auster.
Enjara sah Aurian an: „Sicher
will ich ihn....er ist auch attraktiv. Doch ..er ist..zu
fordernd. Er kann es nicht bei einem mal lassen. Versteht ihr
hohe Herrin? Er will immer noch mehr. An dem einen Morgen als
ich ihm erlag, da war ich schon nach einem mal zufrieden doch er
wollte noch mehr und nahm es sich auch. Doch nach dem dritten
mal konnte ich nicht mehr. Obwohl ich merkte das er noch mehr
wollte. Wir passen nicht zusammen, er ist für mich zu
verlangend. Ich mag ihn und ich will ihn auch. Doch weiß ich,
wenn ich ihm nachgebe verlangt er mehr als ich ihm geben kann.
Doch das kann ich ihm doch nicht sagen.“ Aurian nickte
verstehend: „Und das er nun bei einer anderen liegt stört dich
nicht? Wäre es da nicht besser mit ihm zu reden und ihm zu sagen
wie du empfindest, als zu zu lassen, das er mit einer anderen
schläft? Doch ich glaube jetzt auch zu wissen warum du so
schockiert warst als du erfuhrst das ich sogar gleich mit zwei
Männern schlafe. Das war nicht weil du es verwerflich fandest,
sondern das du nicht verstehen konntest das es auch Frauen gibt,
denen ein Mann nicht reicht. Und ich gehöre dazu. Das gebe ich
auch offen zu. Doch du bist von einem anderen Schlag. Du willst
nicht so viel. Das kann ich auch verstehen. Doch solltest du es
auch Iskander sagen. Nur Liebes, du wirst dann damit leben
müssen, das er sich immer das was er braucht auch bei anderen
holen wird, wenn du es ihm nicht gibst.“ Enjara sah sie trotzig
an: „Dann gebt ihr es ihm doch, wenn ihr eh nicht mit einem Kerl
auskommt, vielleicht gebt ihr ihm genug so das er nach keiner
anderen mehr Ausschau halten muss.“ Nun lachte Aurian leise:
„Liebes also das geht nun wirklich zu weit.“ Aber um Enjaras
Kampfgeist weiter zu fördern: „Doch wer weiß vielleicht tue ich
das auch.“ Nun wartete sie ab was nun kommen würde und die
Reaktion lies nicht lange auf sich warten: „Meint ihr das ernst?
Ihr würdet ihn in eurem Bett dulden?“ Aurian sah sie gelassen
an: „Sicher warum nicht, er ist wie schon gesagt sehr attraktiv
und fällt genau in mein Beuteschema. Also warum nicht?
Allerdings bezweifel ich sehr das er mir standhalten könnte.“
Myrion sah Leon an: „Da hast du deine Antwort. Ich denke wenn er
es drauf anlegen würde, sie würde ihn sich nehmen. Doch sollten
wir ihn dann bedauern oder beglückwünschen?“ Leon lachte leise:
„Mich würde eher mal interessieren, ob Aurian mich wirklich will
oder nicht. Und ich glaube er wäre eher zu bedauern.“
Enjara sah sie fassungslos an.
„Sind euch zwei Männer nicht genug?“ Aurian lachte leise: „Doch
das sind sie und alleine Myrion würde mir schon reichen und mit
Leon zusammen erst recht. Doch würde ich wenn es sein müsste
auch einem anderen Mann noch eine Chance geben, sofern meine
beiden das nicht stören würde. Ich bin wie dein Iskander, ich
kann nicht genug bekommen. Doch solltest du dich mal mit
Iskander unterhalten und ihm sagen was in dir vorgeht.“ Enjara
nickte. Aurian sah sie an und grinste: „Wenn er zurück kommt,
gebe ich dir einen guten Rat, tue so als wüsstest du nicht was
er getrieben hat, gehe auf ihn zu und fordere ihn. Ich denke
mehr als einmal bringt er dann nicht mehr fertig, du bist
zufrieden und er wird glücklich sein das du dich ihm nicht mehr
verweigerst. Na was sagst du? Und bevor du dich jetzt wunderst
das ich so leicht darüber reden kann. Treue wird bei uns nicht
so groß geschrieben wie bei den Menschen. Und dein Iskander wird
unter diesen Voraussetzungen niemals treu sein. Denk gut darüber
nach, willst du ihn trotzdem oder nicht?“ Enjara nickte und
verstand: „Ja ich will ihn trotzdem, auch wenn ich weiß das er
immer mal wieder fremd gehen wird, wenn ich ihm zu wenig gebe.“
Aurian nickte, „dann tue was ich dir gesagt habe, er wird sich
freuen und du wirst zufrieden sein. Und denk immer daran, Sex
muss nicht immer was mit Liebe zu tun haben, oft ist es eh nur
eine Sache um gewisse körperliche Bedürfnisse zu stillen. Von
denen dein Iskander scheinbar reichlich hat.“ Enjara nickte
leicht und leise kam: „Herrin? Wärt ihr wirklich bereit ihm
dieses mehr an Bedürfnis zu stillen? Weil bei euch wüsste ich
das ihr ihn mir nie weg nehmen würdet.“ Aurian sah Enjara sanft
an und nickte: „Ja, sofern meine beiden Männer damit
einverstanden wären, würde ich seine Bedürfnisse stillen und
hätte kein Problem damit. Allerdings solltest du ihm das nicht
sagen, denn die Jagt ist manchmal aufregender als das Wild dann
endgültig zu erlegen.“ Enjara nickte und drückte sich kurz an
Aurian, diese legte einen Arm um deren Schulter, zog sie zu sich
heran und sah sanft auf sie herab. Während Aurian Enjara im Arm
hielt, dachte sie darüber nach. Das sie vor noch nicht all zu
langer Zeit selber nicht daran gedacht hatte sich feste an einen
Mann zu binden und nun sogar zwei hatte. Sie war selber noch
sehr jung, wenn man mal ihr Alter bedachte, doch mit welchen
Problemen sie hier nun konfrontiert wurde, kamen selbst ihr
seltsam vor. Doch sie brauchte Enjara denn sie sollte einem Gott
das Leben schenken, einem ganz besonderen Gott und das konnte
nur geschehen wenn sie sich Iskander nicht verweigerte. Ein Kind
geboren aus zwei Welten und aus verschiedenen Zeiten. Manchmal
so wie jetzt, fühlte sie sich alt und weise und das obwohl sie
sogar jünger als Enjara war.
Und auf einmal wurde ihr etwas
bewusst, etwas das selbst Jasmin nie aufgefallen war. Das ab und
zu nicht sie selber sprach, obwohl es auch zu ihr passen würde,
sondern das hier und da auch das Licht aus ihr sprach. Und das
war alt und weise.
Nun was alle nicht wussten war
das auch hier das Licht wieder mal mitmischte, denn als Iskander
die beiden Frauen verließ, hatte er eine von ihnen geschwängert.
Doch bevor er zu Enjara zurück kam bewies er Anstand, denn er
ging sich gründlich waschen um sich den Geruch der anderen
Frauen ab zu waschen, er wollte nicht mit deren Duft in das
Bett, das er und Enjara sich teilten zurück kehren. Um so
erstaunter war er als er sie im Bett vor fand und sie ihn bat zu
ihr zu kommen. Und Aurian hatte recht, er schaffte es
tatsächlich noch einmal mit ihr zu schlafen und hatte dann
genug, auch war er wesentlich zärtlicher mit ihr umgegangen und
nicht mehr so wild wie an dem Morgen als sie das erste mal
zusammen waren. Er war total erschöpft, was auch kein Wunder
war, wenn man bedachte das er in dieser Nacht mit drei Frauen
geschlafen hatte. Und so lagen sie da, er hatte Enjara in seinen
Armen die sich an ihn kuschelte.


