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Kapitel 1: Die erste Prüfung

Adam holte noch mal tief Luft,
dann drückte sie die Klinke herunter und die Türe öffnete sich.
Der Raum vor ihr war Stock dunkel in der Mitte standen lediglich
drei Sockel auf denen jeweils eine kleine Kiste stand. Das Licht
hinter ihr erhellte den Raum gerade soviel das sie es sehen
konnte. Als sie den Raum betrat fiel hinter ihr dröhnend die
Türe ins Schloss. Dann leuchteten die Sockel auf und nachdem sie
sich an dieses Zwielicht gewöhnt hatte trat sie näher an die
Sockel heran. Die Kisten waren so das man vorne seine Hand
hinein stecken musste. Das Kind stand schweigend in ihrer Nähe
und wartete ab. Sie fuhr sich mit der Hand mal kurz über den
Mund und trat zur ersten Kiste, auf dessen Deckel stand: Stecke
deine Hand hinein und nenne deinen Namen wie folgt: Mein Name
ist.....
Adam sah auf die Kiste und fragte
sich nun natürlich welchen Namen sollte sie nennen, den mit dem
man sie rief oder ihren tatsächlichen Geburtsnamen?
Doch dann steckte sie ihre Hand
hinein, die sofort am Handgelenk umschlossen und festgehalten
wurde und sagte laut und vernehmlich: „Mein Name ist Amanda.“
Sie spürte ein kurzes Brennen und
dann wie die Kiste ihre Hand freigab, schnell zog sie sie hinaus
und sah auf ihre Handfläche, dort war nun ein Kreis eingebrannt.
Einen kurzen Moment wedelte sie mit der Hand, dann schritt sie
zur nächsten Kiste, sie dachte sich das wohl eh zwecklos es wäre
das Kind zu fragen was das sollte. Nochmal atmete sie kräftig
ein und steckte dann ihre Hand in die zweite Kiste. Auf der
stand die Frage: bist du ein Mann oder eine Frau?
Und abermals wurde ihre Hand
umschlossen und festgehalten, dann antwortete sie : „Ich bin
eine Frau.“ Und wie zuvor spürte sie ein brennen an ihrer
Handfläche. Einen Moment später konnte sie ihre Hand wieder
heraus ziehen. Und wie das letzte mal sah sie in ihre Handfläche
und aus dem Kreis war eine Sonne geworden, die allerdings noch
innen leer war. Langsam machte sich Unmut breit, doch ging sie
nun auch zur dritten Kiste. Sie sah das Kind kurz an, doch das
nickte ihr nur zu. Dann las sie die Frage oben auf dem Deckel
und wurde nun böse: “Also das geht ja wohl zu weit. Das ist
ziemlich persönlich.“ denn dort stand die Frage: Bist du noch
jungfräulich oder nicht? Sie knurrte leise, steckte aber dann
doch die Hand in die Kiste und antwortete leise: „Ich bin noch
Jungfrau.“ und abermals wie schon die beiden male zuvor brannte
es in ihrer Handfläche und als sie nun die Hand heraus zog war
das Mal in ihrer Hand komplett. Aus dem Kreis war eine Sonne
geworden, in deren inneren ein Mond und in dessen Biegung drei
Sterne zu sehen waren. Amanda sah sich das Zeichen genau an und
dachte nach. Irgendwo hatte sie dieses Zeichen schon mal
gesehen. Doch egal wie sie sich den Kopf zermarterte, es wollte
ihr nicht einfallen. Als sie nun von dem dritten Sockel fort
trat versanken diese im Boden und der Raum in dem sie sich
befand wurde auf einmal hell erleuchtet. Jetzt konnte sie sich
um sehen. Dort stand ein Bett das recht luxuriös aussah, das
nicht so vergammelt war wie ihr eigenes. Ein Stück weiter weg
stand ein Tisch, er war sogar beladen mit Essen, schnell schritt
sie darauf zu und besah sich alles. „Iss nur und trink, es
gehört alles dir und keine Sorge es ist nicht vergiftet.“: kam
leise die Stimme des Kindes. „Und danach ruhe dich aus,
anschließend bin ich gerne bereit dir deine erste Frage zu
beantworten.“ Dann war das Kind verschwunden. Amanda setzte sich
nieder und griff hastig zu und begann zu essen. Sie hatte schon
seit einer Ewigkeit nichts mehr richtiges gehabt. Es war schwer
an Essen zu kommen, meistens waren es Ratten oder Früchte die
irgendwo wild wuchsen. Sie dachte darüber nach was ihr nun
geschehen war und auch über das was ihr das Kind ins Ohr
geflüstert hatte. Dann besah sie sich immer mal das Mal in ihrer
Handfläche. Und abermals dachte sie darüber nach wo sie das
Zeichen schon mal gesehen hatte. Sie kannte es, sie wusste nur
nicht woher. Dann sah sie sich um, an der rechten Wand standen
Regale mit einer Unmenge von Büchern. An der linken Wand der
Tisch an dem sie nun saß und das Bett. Südlich von ihr war die
Türe durch den sie den Raum betreten hatte und im Norden befand
sich eine weitere Türe, sie nahm an das es dort zur zweiten
Prüfung gehen würde. Da sie seit langem das erste mal wieder
richtig satt war, wurde sie nun auch müde, so erhob sie sich und
legte sich in das Bett um sich ein Weilchen auszuruhen. Doch
kaum hatte ihr Kopf das Kissen berührt war sie auch schon tief
und fest eingeschlafen. Und sie träumte:
Die Welt wurde von der Sonne
beschienen, ihre Mutter lief mit einigen Freundinnen über eine
Wiese, sie lachten und spielten fangen. Ihre Mutter war
wunderschön und sah so fröhlich aus. Sie war damals gerade
siebzehn geworden. Dann verdunkelte sich der Himmel und ein Mann
erschien urplötzlich wie aus dem Nichts. Die Freundinnen ihrer
Mutter schrien auf und rannten davon, sie dachten wohl das ihre
Mutter ihnen folgen würde, doch sie stand wie versteinert dort
und sah dem Mann entgegen, sie konnte nicht fortlaufen, irgend
etwas hielt sie fest. Dann trat der Mann auf sie zu und packte
sie. Er war groß, stark und sehr muskulös. Er hatte schwarze
Haare und sah eigentlich nicht mal schlecht aus, doch war ihm
die Grausamkeit ins Gesicht geschrieben.
In der nächsten Szene war dann zu
sehen wie der Kerl sie vergewaltigte und ihre Mutter um Hilfe
schrie. Das war wohl ihr Vater, ihr Erzeuger. Als der Mann mit
ihr fertig war lies er ihre Mutter auf der Wiese wie ein Stück
Vieh liegen und verschwand ebenso wie er erschienen war. Ihre
Mutter war verletzt, ihre Kleidung zerrissen und unbrauchbar.
Doch versuchte sie sich so gut es ging zu bedecken und sie
weinte schrecklich. Dann erschien ein Kind, das leicht im Licht
leuchtete und trat auf ihre Mutter zu, es sprach sanft mit ihr
und Amanda verstand nur dass das Kind ihr sagte sie müsse das
Kindlein das durch diese Gewalttat entstanden war, bekommen.
Auch gab sie ihr den Rat, ihm einen männlichen Namen zu geben,
damit niemand so schnell dahinter kommen könnte das es sich um
ein Mädchen handeln würde. Das Kind versorgte die Verletzungen
und brachte ihre Mutter zu dem Haus auf der Lichtung im Wald.
Und nun wusste Amanda wo sie das Zeichen das in ihrer Hand war
schon mal gesehen hatte, es befand sich genau über dem Eingang
dieses Hauses. Die Frauen die dort lebten nahmen sich ihrer
Mutter an. Nach Hause konnte sie nicht mehr, sie war geschändet
und sogar noch geschwängert worden. Das würden ihr ihre Eltern
niemals verzeihen. Dann kam der Tag ihrer Geburt und kaum das
sie geboren worden war, verdunkelte sich der Himmel. Die Sonne
verschwand hinter geschwärzten Wolken und aus der Tiefe der
Hölle stiegen die Dämonen empor. Sie suchten alles ab und Amanda
wusste nun auch wonach sie suchten. Sie suchten nach dem Kind
das an diesem Tag geboren worden war. Gezeugt von einem Kerl der
nicht wollte das es lebte. Die Dämonen ließen niemanden am Leben
den sie erhaschen konnten, ebenso wenig ließen sie einen Stein
auf dem anderen. Selbst das Haus im Wald überfielen sie und
ließen nur Schutt und Asche zurück. Amanda sah nun auch das man
ihr damals bereits das Zeichen in ihre Hand gebrannt hatte, das
es aber mit der Zeit verblasste und verschwand.
Das schreckliche war, das es
nicht nur in ihrer Stadt oder ihrem Land geschah, sondern die
gesamte Welt wurde ins Dunkel getaucht und so war es noch heute.
Amanda wusste nicht wieso ihre Geburt der Auslöser war, noch was
sie tun konnte, doch selbst im Schlaf wurde ihr klar das es nun
an ihr liegen würde das zu ändern. Die Dämonen würden nicht eher
gehen, bis sie sie entweder hatten, oder sie etwas gegen sie
unternehmen würde, wenn sie auch noch nicht wusste wie. Doch das
Kind, das sie geholt hatte, sah dem Kind sehr ähnlich das ihrer
Mutter geholfen hatte und es hatte ihr gesagt, das sie ihre Welt
retten könnte. Als sie nach Stunden wach wurde, fühlte sie sich
zum ersten mal wirklich ausgeschlafen. Normalerweise schlief sie
nie so tief, denn sonst könnte ihr Schlaf zum ewigen Schlaf
werden und so war sie selbst dann wachsam. Sie rieb sich die
Augen und sah sich um, der Raum hatte sich verändert, die Regale
waren fort und stattdessen hing an der Wand auf einmal ein
übergroßer Wandteppich. Auch war der Raum nun sehr gemütlich
eingerichtet. Ihr war schon klar gewesen als das Kind zu ihr
kam, das es hier nicht mit rechten Dingen zuging. Doch welche
Macht sich hier nun wirklich auftat begriff sie erst jetzt. Wenn
man mit dem Wissen das es Dämonen gab auf wuchs, wusste man auch
das es Magie gab. Sie stieg aus dem Bett und ging auf den
Wandteppich zu und sah nun das dort ihr Traum zu sehen war. Sie
sah ihre Mutter, den Mann der ihr Erzeuger war, ebenso wie das
Haus im Wald und das Kind das ihre Mutter im Arm hielt, mit der
Zeichnung in der Handfläche. Doch fiel ihr nun auch eins ein, in
dem Haus im Wald hatte es nie einen Keller gegeben. Wo also war
sie nun? Denn dieser Ort hier konnte unmöglich dort sein, wo man
es ihr weismachen wollte. Sie dachte nach, sie hatte hunderte
von Fragen, doch würde nur eine einzige beantwortet werden. Sie
wandte sich um und trat abermals zum Tisch. Wahrer Luxus war
darauf zu sehen. Kaffee den ihre Mutter immer so sehr gemocht
hatte und auch wieder essbares, Brot und sogar Kuchen. So setzte
sie sich abermals und begann zu essen. Sie wusste ja nicht wann
sie das nächste mal etwas bekam. Als sie fertig war, stand das
Kind wieder in ihrer Nähe. „Bist du soweit und weißt du schon
was du mich fragen willst?“ Sie sah das Kind an und schüttelte
den Kopf: „Nein, denn ich habe tausend Fragen und wenn du mir
nur eine beantwortest, reicht mir das nicht. Wenn ich darf werde
ich meine Frage später stellen, ich möchte noch darüber
nachdenken.“ Das Kind nickte: „Sicher, das ist sehr klug zu
warten. Bist du dann bereit für deine nächste Prüfung?“ Amanda
nickte und erhob sich, wie erwartet führte das Kind sie zur
nächsten Türe. Sie trat darauf zu, sah noch mal zu dem
Wandteppich und murmelte leise: „Für dich Mutter.“ Dann griff
sie zur Klinke um sie herunter zu drücken. Was auch kommen mag,
sie würde es für ihre Mutter tun, die wie sie wusste sie immer
geliebt hatte, egal wie sie entstanden war.

Kapitel 2: Die zweite Prüfung

Und wieder drückte sie die Klinke
herab und die Türe öffnete sich. Vor ihr tat sich ein großer
Saal auf. Die Decke wurde gestützt durch marmorne Säulen. Als
sie den Saal betrat, hörte sie ihre eigenen Schritte auf dem
Marmorboden. Was sie nicht hörte waren die Schritte des Kindes,
es ging geradezu lautlos neben ihr her. Doch sah sie nun wie
sich auf dem Rücken des Kindes als es den Saal betrat, Flügel
bildeten. Sie nickte nur, denn es unterstütze das was dieses
Kind ihr ins Ohr geflüstert hatte. Langsam durchschritten sie
den Saal. Die Türe hatte sich auch diesmal hinter ihr
geschlossen. Abermals taten sich dann vor ihr drei Sockel in
einer Reihe auf, diesmal waren Glaskästen darauf zu sehen. In
den Glaskästen befanden sich verschiedene Dinge. Im ersten lag
ein Buch, Tinte und eine Schreibfeder. Im zweiten waren
verschiedene Waffen sichtbar, zwei Schwerter, Pfeile und Bogen
und ein goldener Dolch. Im dritten lag lediglich eine gläserne
Kugel, in der sie die wenigen Freunde sehen konnte die sie
besaß. Dann las sie die Aufschrift die sich an jedem Sockel auf
der Vorderseite befand. Auf dem ersten stand, Weisheit, auf dem
zweiten Kraft und dem dritten Kameradschaft.
Das Kind deutete darauf: „Wähle
und wähle klug.“ Amanda ging auf und ab und immer an den
Glaskästen entlang: „Das ist schwer, denn was nutzt mir die
Weisheit, wenn ich keine Kraft besitze um sie einzusetzen und
durch zu bringen. Und was nutzt mir die Kraft, ohne die Weisheit
zu wissen wann und wie ich sie einsetzen muss. Und die
Kameradschaft, bringt mir auch nichts ohne die anderen beiden
Sachen. Nur alles drei zusammen kann nützlich sein. Man muss
weise genug sein um zu wissen wie man welchen Freund im Kampf
einsetzt und ebenso wie man die Kraft die man besitzt zu
gebrauchen ist. Ich wähle also alle drei oder keins davon.“ Dann
blieb sie stehen und sah das Kind an. Das Kind sah sie an und
nickte. „Dann versuche alle drei Kästen gleichzeitig zu
berühren, denn nur dann werden sich auch alle drei für dich
öffnen. Ansonsten immer nur der Kasten der von dir berührt
wird.“ Amanda nickte ebenfalls. Dann maß sie die Zwischenräume
zwischen den einzelnen Kästen ab. Zwei konnte sie gleichzeitig
mit den Händen berühren. Sie dachte nach, ihr war klar, es
musste eine Lösung geben, ansonsten hätte man ihr diese Aufgabe
nicht gestellt. Sie hatte schon eher damit gerechnet das man ihr
sagen würde, nur eins der Dinge. Doch man überließ es ihr sich
auch alle drei an zu eignen. Sie dachte nach und stellte sich
seitlich vor den mittleren Kasten und dann streckte sie ein Bein
nach hinten aus, und eine Hand nach vorne. Wenn sie sich genug
strecken würde, könnte sie eventuell mit einem Zeh den hinteren
Kasten erreichen und mit der Fingerspitze den vorderen und mit
der zweiten Hand den Kasten vor dem sie stand. Dann nickte sie
und hoffte das sie recht hatte, denn wenn sie den mittleren
Kasten berühren würde und die anderen nicht, hatte sie nur die
Kraft und die anderen Dinge waren verloren. Dann zog sie ihren
Stiefel aus und versuchte es nun nochmals, es war nicht leicht
und sie drohte einige male um zu kippen oder sich aus versehen
an dem mittleren Kasten fest zu halten. Dann konzentrierte sie
sich und nach einigen Atemübungen versuchte es sie es dann
ernsthaft. Und als sie so auf einem Bein stand streckte sie sich
nach vorne und hinten aus und berührte zur gleichen Zeit alle
drei Kästen und kippte dann um. Doch sie hatte es geschafft, die
drei Glaskästen hatten sich geöffnet. Dann zog sie ihren Stiefel
wieder an und sah triumphierend zu dem Kind. Das Kind nickte ihr
lächelnd zu. „Sie sind nun dein und auch die zweite Frage werde
ich dir beantworten.“ Vor den Sockeln erschien ein Rucksack in
den sie die Dinge packen konnte. So ging sie als erstes zu dem
Buch und nahm es an sich, sie schlug es auf und versank in dem
was dort drinnen zu lesen stand.
Einst war diese Welt ein hell
leuchtender Ort, gesegnet vom Licht. Bis die Finsternis kam und
sich die einzige Frau nahm, die es nicht hätte nehmen dürfen.
Denn sie war von göttlichem Geblüt. Sie war die Urenkelin eines
Gottes und einer Sterblichen. Und wenn auch selten so war es
doch möglich das in ihr das göttliche Blut weiter lebte. Die
Finsternis kam um sich an den Göttern zu rächen für etwas das
sie sich selber zuzuschreiben hatte. Jahrhunderte hatte sie in
ihrem Gefängnis gesessen und darauf gesinnt wie sie dieses
verlassen könnte, bis ihr die Lösung einfiel. Unbemerkt hatte
sie langsam darauf hin gearbeitet und als es soweit war, und sie
frei war betrat sie eine Welt um sich an einem der Nachkommen
der Götter zu rächen. Was er nicht ahnte war das seine Tat nicht
ohne Folgen blieb. Doch an dem Tag als das Kind geboren wurde,
wurde es ihm klar. Und er wusste er hatte hier seine eigene
Vernichtung gezeugt. Denn das Kind war nun ein Teil der Götter
und ein Teil der Finsternis. Auch wenn es vom Licht begleitet
wurde. Der Finstere hatte sogar seinen Sohn geopfert um sich
dessen Körper an zu eignen und hoffte so, nicht erkannt zu
werden. So rief er seine Dämonen und lies sie über diese Welt
herfallen und alles was lebte töten, in der Hoffnung das seine
Vernichtung darunter sei. Und als die Jahrzehnte vergingen und
nichts geschah, hoffte er das das Kind wohl darunter gewesen
sein musste und er wurde sorgloser. Das Licht wartete ab, es
versteckte die Welt solange vor den Augen der Götter bis es Zeit
würde, das Kind zu rufen. Herangewachsen zu einer jungen Frau,
würde es sich nun vielleicht seinen Erzeuger vornehmen und ihn
bestrafen für alles was er dieser Welt angetan hatte. Doch
müsste es sich ihm nähern ohne das er es erkennen konnte, was
aber nicht so leicht sein würde, denn er lies nur die Frauen in
seine Nähe mit denen er auch das Bett teilte. Wenn es dann
soweit sein würde, würde sie ihn zurück in sein Gefängnis
schicken in dem sie ihm den goldenen Dolch ins Herz rammen
würde. Doch musste sie noch etwas tun, sie musste einen neuen
Bewacher für sein Gefängnis finden und diesen an sich binden.
Denn als sein alter Bewacher starb und die Zeit verging, vergaß
man ihn und nur so war es möglich das er sich langsam aber
sicher daraus befreite.
Einen Moment später schüttelte
Amanda den Kopf und war wieder klar. Jetzt wurde ihr so einiges
bewusst. Ihr Erzeuger war die Finsternis selber und hatte sich
für seine Gefangenahme rächen wollen und sie war das Ergebnis.
Dann wollte er sie töten und ausmerzen, doch hatte er sein Ziel
verfehlt, denn sie lebte noch. Und sie würde ihn finden und
würde ihn wieder in sein Gefängnis schicken, was und wo auch
immer das sein mochte. Dann packte sie auch Tinte und Feder ein.
Und ging zum nächsten Kasten. Den Dolch packte sie in ihren
Rucksack, sie ging davon aus das es dieser Dolch sein würde, mit
dem sie ihn töten musste. Den Köcher mit den Pfeilen und den
Bogen hing sie sich um. Die Schwerter lies sie erst mal liegen
und ging zu dem nächsten Kasten um sich dort die Kugel zu
nehmen. Doch als sie die Kugel mit dem Siegel in ihrer Hand
berührte sah sie in ihr, ihren Erzeuger und auch wo er sich
aufhielt. Er schien zu bemerken das er beobachtet wurde, denn er
sah auf einmal auf. So nahm sie schnell die Hand mit dem Siegel
von der Kugel und sie wurde dunkel. Auch sie steckte sie dann
schnell in ihren Rucksack. Als letztes nahm sie sich die beiden
Schwerter und klemmte sie sich unter den Arm. Dann sah sie das
Kind an. „Ich bin bereit für die letzte Prüfung. Und meine Frage
stelle ich auch jetzt lieber später.“ Das Kind sah sie an und
nickte: „Doch ruhe dich erst mal ein wenig aus und iss
vielleicht etwas.“ Damit deutete es zu einem kleinen Tisch der
abermals beladen war mit Nahrung. Amanda nickte und setzte sich
und aß abermals. Dabei sah sie sich um und sah nun erst die
Bilder an den Wänden des Saales. Ein Bild fiel ihr besonders ins
Auge, denn es zeigte einen hünenhaften blonden Mann der sich
lässig auf ein riesiges Schwert stützte. Sie fragte sich wer
dieser Mann sei, obwohl er freundlich aussah schien mit ihm
nicht gut Kirschen essen zu sein. Sie dachte sich, das wäre
jemand dem man die Bewachung des Finsteren zutrauen könnte. Und
als ob das Kind ihren Gedanken gehört hätte so sprach es mal
unaufgefordert: „Das war der erste Bewacher des Finsteren. Er
war sehr stark, mutig und mit dem Finsteren Seelen verwandt, und
deswegen auch in der Lage ihn zu bezwingen und in seinem
Gefängnis fest zu halten. Doch als er starb, gab es keine Wache
mehr und so ist der Finstere nun frei.“ Amanda sah das Kind an
und nickte: „So einen Mann muss ich finden, genau so einen wie
ihn.“ Das Kind nickte leicht“ Siehst du das Schwert auf das er
sich stützt? Das war das Gefängnis des Finsteren, dort hinein
muss er wieder und der Mann den du auswählst wird es hüten
müssen. Und ich hoffe du wählst auch hier weise.“ Amanda sah zu
dem Kind: „Sag mir was ich bin. Bin ich eine Göttin oder eine
Halbgöttin, oder was bin ich?“ „Ist das deine erste Frage?“
Amanda nickte: „Ja bitte beantworte sie mir.“ Das Kind setzte
sich ihr gegenüber: „Du bist ein Wesen zwischen Licht und
Finsternis, du gehörst weder den Göttern noch den Dämonen
richtig an. Deine Wahl wird entscheiden ob die Finsternis siegt
oder das Licht. Deine Kräfte die auch deine Mutter hatte ohne
davon zu wissen, werden geleitet durch das Siegel in deiner
Hand. Du hast das Buch der Weisheit, lerne daraus, wie du deine
Kräfte einsetzen kannst. Deine Waffen sind weder Schwert noch
Pfeil und Bogen. Diese Waffen sind für jemand anderen bestimmt.
Deine Waffe ist die Kraft die in dir steckt. Lerne sie zu
beherrschen und sie ein zusetzen. Dir wird die Illusion zu eigen
sein. Du wirst in der Lage sein Feuerbälle oder auch Blitze aus
zu senden. Du kannst mit der Hilfe des Siegels und der Kugel,
vieles sehen was den Augen anderer verborgen bleibt. Du kannst
dich ins Licht oder in die Finsternis hüllen. Du bist jemand der
weder das Licht noch die Dunkelheit fürchten muss. Doch um das
alles zu erreichen, wirst du auch die letzte Prüfung bestehen
müssen. Ansonsten war alles für die Katz. Und die Frage nach
deiner Jungfräulichkeit war nicht unberechtigt, denn so wird die
nächste Prüfung für dich noch härter werden als sie es gewesen
wäre wärst du es nicht mehr.“ Amanda sah sie entsetzt an: „Soll
das heißen das ich mit einem Kerl......“ Das Kind zuckte mit der
Schulter. „Das bleibt dir überlassen, ich habe schon zu viel
gesagt. Doch eins sollst du noch wissen, du musst ihn an dich
binden und die einzige Möglichkeit es richtig zu tun ist wenn du
dich ihm hingibst.“ Amanda sprang auf: „Meine Mutter wurde von
einem Kerl missbraucht, alleine das war für mich Grund genug
mich von ihnen fern zu halten und ihnen nicht mehr zu geben als
Freundschaft. Und nun soll ich mit einem Kerl den ich noch nicht
mal kenne, schlafen?“ Das Kind sah sie an: „Wie gesagt das
bleibt dir überlassen. Doch er soll sein Leben und seine Seele
riskieren und er würde es eher und mit Freuden tun, wenn er
wüsste für was. Und sieh dir den Mann auf dem Bild an, regt sich
nichts in dir wenn du ihn ansiehst?“ Amanda sah noch mal zu dem
Bild: „Doch sicher, Bewunderung und auch Respekt. Doch nicht das
was du eventuell erwartet hast.“ Das Kind nickte leicht: „Na gut
dann komm, öffne die Türe zu dritten Prüfung und wir werden
sehen wie du dich entscheidest.“ Damit führte es Amanda nun zur
dritten Türe. Abermals griff Amanda zur Klinke und drückte sie
ohne nach zu denken herunter und sie öffnete sich. Und was sie
nun sah verschlug ihr den Atem.

Kapitel 3: Die letzte Prüfung,
Teil 1

Vor ihren Augen tat sich ein hell
erleuchteter Saal auf, der Gang in der Mitte war abermals
flankiert von hohen marmornen Säulen. Dazwischen lag ein roter
schmaler Teppich der zu drei weiteren Sockeln führte, doch auf
diesen standen nun drei Statuen. Auf der mittleren stand ein
Mann, ähnlich wie dem auf dem Bild. Ein Hüne, groß, breite
Schultern, stark ausgeprägte Muskeln die von einer gewaltigen
Kraft zeugten. Sein Oberkörper war ohne Kleidung so das man auch
seinen stark ausgeprägten Brustkorb sehen konnte. Langsam
schritt Amanda auf die Statuen zu und erst jetzt sah sie das
hinter den Statuen steinerne Särge standen, ähnlich denen die
sie auch schon in dem Gang gesehen hatte durch den sie diese
Unterirdischen Räume betreten hatte. Zur rechten des Hünen stand
ein Mann der kleiner war als der Hüne, der aber sehr durch
trainiert aussah. Seine Haltung zeigte an das er wohl eher mit
Pfeil und Bogen umging als mit einem Schwert. Zur linken des
Hünen stand ein Mann der ähnlich dem rechten aussah, doch trug
er zwei leere Schwertscheiden auf dem Rücken. Ihm also schienen
die zwei Schwerter zu gehören. Auch sah sich Amanda um und sie
sah das von diesem Saal weitere Türen abgingen. Dann stand sie
vor den Statuen. Sie las auf dem Sockel des Hünen „ König Alrik,
der Mächtige“. Dann ging sie zu dem rechten Sockel und las hier
die Aufschrift: „ Doron, der Flinke“ Und als sie zur linken
Statue ging fand sie hier die Aufschrift: „ Ilja, der
Schwerttänzer“. Sie sah zu den Statuen hoch. Sie hatte ein
beklemmendes Gefühl. Das Kind beobachtete sie schweigend und
wartete ab. Amanda trat nun zu den Särgen und sah hinein, auch
hier war der Deckel aus Glas und sie sah nun die Männer die oben
auf den Sockeln standen in diesen steinernen Särgen liegen. Auf
dem rechten und linken Sarg konnte sie Einbuchtungen sehen, in
die man bei dem einen den Köcher und den Bogen legen konnte und
bei dem anderen die beiden Schwerter. Nur bei dem Hünen fand
sich keine Einbuchtung. Doch für ihn hätte sie auch keine Waffe
gehabt. So sah sie sich suchend um. Und dann sah sie den Altar
und auf ihm lag eine große längliche Kiste mit Ketten umwickelt.
Sie legte die Waffen die sie besaß erst mal nur auf den Boden
und ging dann zu der Kiste, als sie die Ketten mit der Hand in
dem sich das Siegel befand berührte, platzten die Kettenglieder
auseinander und die Kette fiel von dem Kasten ab. Amanda
erschrak und sprang zurück. Doch nach dem sie sich beruhigt
hatte trat sie abermals auf die Kiste zu und öffnete sie nun.
Darin lag ein prächtig verziertes Schwert, ein Zweihänder. Sie
erkannte das Schwert wieder, dies hier war das Schwert auf das
sich der Hüne auf dem Bild gestützt hatte. Das hier war wohl das
ehemalige Gefängnis des Finsteren. Sie ahnte für wen das Schwert
gedacht war und sah abermals zu dem Riesen auf dem Sockel. Dann
kramte sie das Buch heraus und hoffte darin etwas über die drei
mächtigen Krieger die dort standen zu finden. Sie suchte in dem
Buch bis sie den Abschnitt fand und nun las sie:
Alrik einst König über ein
reiches und mächtiges Land. Grausam und skrupellos zu seinen
Feinden, doch freundlich und sorgend für sein Volk, ein guter
Stratege und Heerführer. Er wurde geliebt und gehasst. Getötet
wurde er von einem Dolch aus dem Hinterhalt, als er sich im
Krieg mit einem seiner Widersacher befand. Er trat nach seinem
Tod in die goldene Stadt ein um dort auf weitere Aufträge zu
warten, die das Schicksal für ihn bereit halten würde. Seine
Kraft war legendär, er war in der Lage einen Zweihänder mit nur
einer Hand zu führen. Für seine Freunde würde er in den Tod
gehen wenn es von ihm verlangt würde, doch seinen Feinden würde
er nur den Tod bringen. Er zeugte in seinem ersten Leben zwölf
Kinder, Mädchen als auch Jungen. Er schöpfte seine Kraft aus der
Liebe einer Frau, seine Manneskraft ist ebenso legendär wie
seine Kampfkraft. Für die Frau die ihm gibt was er verlangt,
würde er in die Hölle und zurück gehen.
Amanda kratzte sich am Kopf und
sah dann das Kind an. „Also mit ihm muss ich mich vereinen? Er
ist also der Krieger der das Schwert bewachen wird.“ Sie
erwartete keine Antwort und las nun weiter:
Doron wurde auch der Flinke
genannt, weil seine Pfeile schneller flogen als der Wind. Seine
Schnelligkeit den Bogen zu spannen und die Pfeile fliegen zu
lassen, war so legendär das er nach seinem Tod als einer der
Helden galt die in die goldene Stadt eintreten durften. Er war
in der Lage einen Pfeil selbst im Flug noch mit der Hand auf zu
fangen und somit seine Freunde vor ihnen zu schützen. Doch
leider konnte er das nicht bei sich selber und so wurde er von
einem Pfeil nieder gestreckt, den er für einen Freund mit seinem
Körper auffing. Er konnte nie ernst sein und brachte so seine
Kameraden immer wieder zum lachen. Doch sollte man ihn nicht
unterschätzen, denn unter der lachenden Fassade könnte der Tod
lauern. Er bekämpfte das Finstere um des Lichts willen. Sein
einziger Wunsch war es immer dort zu sein wo etwas los ist. Er
konnte nicht alleine sein und war immer mit seinem Bruder
unterwegs.
Ihn nannte man Ilja den
Schwerttänzer, weil er ebenso schnell wie sein Bruder mit Pfeil
und Bogen war, mit seinen Schwertern umging. Seine Tänze
vollführte er nach der Musik, die seine Schwerter im Kampf
erzeugten. Das Lied das sie sangen brachten ihn dazu, sich zu
bewegen wie ein guter Tänzer auf dem Parkett. Er bewegte sich so
schnell das seine Feinde ihn oft erst sahen wenn eines seiner
beiden Schwerter ihren Leib durchdrang. Ernster als sein Bruder
liebte er diesen dennoch und folgte ihm auf dem Schlachtfeld in
den Tod um nicht von ihm getrennt sein zu müssen. Auch ihn ließ
man in die goldene Stadt ein, denn nur zusammen können sie
vollbringen was zu vollbringen war. Beide sind Kämpfer des
Lichts und zusammen unschlagbar. Wo es einen Kampf für das Licht
aus zu fechten gilt würde man sie finden.Während Doron einen
Köcher trug dessen Pfeile niemals ausgingen, waren Iljas
Schwerter durchtränkt mit der Magie der Musik. Sie waren gute
Kameraden im Kampf und wenn man einmal ihre Freundschaft
erworben hatte, tödlich darauf bedacht diesen Freund niemals im
Stich zu lassen.
Amanda nickte und schlug das Buch
zu. „Also gut was muss ich tun um die drei zu wecken? Denn ich
werde sie alle drei brauchen können.“ Die beiden Brüder machten
ihr keine Sorgen, doch das sie sich mit Alrik einlassen musste,
passte ihr nicht in den Kram, dennoch hatte sie sich
entschlossen zu tun was sie tun musste um sich seiner Kampfkraft
sicher zu sein. Sie sah ein das sie ihn brauchen würde und wenn
das hieß das sie ihm geben musste was er verlangte so würde sie
auch das tun um ihrer Welt zu helfen. Sie sah zu dem Kind. Das
nickte leicht: „Vielleicht solltest du zuvor einmal baden und
dir saubere Kleidung anziehen.“ Damit deutete es auf eine der
Türen die von diesem Saal abgingen. Amanda nickte leicht und
steckte das Buch wieder in ihren Rucksack und legte diesen ab.
Anschließend trat sie zu der Türe auf die das Kind gedeutet
hatte und öffnete sie. Dahinter erschien ein Schlafzimmer mit
einem recht großen und breitem Bett. Sie atmetet scharf ein,
weil sie sich denken konnte wozu das Bett hier stand und eine
Gänsehaut überzog ihren Körper. Alles in ihr wehrte sich dagegen
das sie es mit Alrik würde teilen müssen. Doch ging sie an dem
Bett vorbei und betrat nun das an dieses Zimmer anschließende
Bad. Dort war bereits ein Bad eingelassen und so zog sie sich
aus. Ihr Körper war von Narben übersät von den Kämpfen die sie
bereits gegen die Dämonen ausgetragen hatte. Als sie sich ins
Wasser gleiten lies, war es als fielen alle Sorgen von ihr ab.
Sie hatte immer kurze Haare getragen, damit man nicht sah das
sie eine Frau war, doch als sie sich nun ins Wasser gleiten lies
und ein wenig untertauchte und wieder hervor kam waren ihre
Haare gewachsen. Sie waren nun schulterlang und würden wenn sie
trocken waren wellig um ihren Kopf liegen. Nachdem sie sich
gereinigt hatte, stieg sie aus dem Wasser heraus und nun sah sie
das selbst ihr Körper makellos war, nicht eine Narbe war mehr an
ihm zu sehen. Als sie nach ihrer Kleidung greifen wollte so war
sie verschwunden und stattdessen lag dort nun eine weiße
Wildlederhose und dazu eine einfache weiße Weste. Dazu passend
auch weiche Wildlederstiefel. Sie seufzte leise doch zog sie nun
diese Sachen an. Doch als sie die Weste anzog bemerkte sie das
ihr Dekolletee nun doch deutlich zu sehen war. Leise brummelte
sie: „Also wenn ich mich so präsentiere, wird der Kerl gleich
über mich her fallen.“ Damit versuchte sie an der Weste ein
wenig herum zu zupfen damit man nicht soviel sah. Doch das war
vergebliche Liebesmüh. Als sie das Bad verließ und abermals das
Schlafzimmer betrat lag dort auf einem Tisch der kleine
Rucksack. Sie ging zu dem Rucksack und entnahm ihm den goldenen
Dolch, den steckte sie in die dafür bestimmte Halterung in ihrem
Stiefel. Dann verließ sie auch das Schlafzimmer und sah sich
abermals um. Nun öffnete sie die Türe daneben und stand nun
abermals in einem Schlafzimmer das zwei Betten enthielt. Sie
nahm an das es wohl das Schlafzimmer der beiden Brüder sein
würde. Auch hier schloss sich ein Bad an. Sie nickte und öffnet
eine weitere Türe, der Raum war gänzlich leer, doch waren an der
Kopfwand Feuerspuren zu sehen. „Hier wirst du deine Magie üben
können, der Raum ist darauf ausgerichtet das du hier damit
keinen Schaden anrichten kannst. In einem weiteren Raum werden
deine Gefährten ihre Kampfkunst üben können, denn ihre Körper
dürften nach der langen Ruhezeit recht steif geworden sein.“
:hörte sie das Kind sagen. Sie nickte und schloss die Türe
wieder und sah sich nun weiter in dem Saal um. An einer Wand sah
sie einen prächtigen Tisch stehen, um den sich vier Stühle
reihten. Sie sah zu dem Kind: „Was ist mit den anderen beiden,
werden die nicht auch das Bedürfnis nach einer Frau haben? Ich
meine nicht das sie auch noch mit mir......na du weißt schon.“
Das Kind schüttelte den Kopf: „Es gibt auch Männer die es nicht
so dringend brauchen, aber wenn es ihr Wunsch ist, werden auch
sie damit versorgt werden, hab keine Sorge, den einzigen um den
du dich kümmern musst wird der Hüter des Schwertes sein. Doch
der ist.......nun ja schon genug Mann für eine Frau.“ Amanda
nickte verstehend. Das machte ihr am meisten Sorgen, wie sollte
sie ihm klar machen, das sie noch nie bei einem Mann gelegen
hatte. Sie hoffte das er verstehen würde das sie nicht sofort
und gleich mit ihm ins Bett hüpfen würde. Sie hatte Angst davor
was ihr der Mann antun könnte.
Als sie dann die vorletzte Türe
öffnete stand sie auf einmal in einem sonnendurchfluteten
Garten. Jetzt wurde ihre bisherige Annahme zur Gewissheit, sie
war tatsächlich nicht mehr auf ihrer Welt. Denn dann müsste der
Garten in der Dunkelheit liegen. Sie blinzelte. Sie hatte noch
nie die Sonne gesehen, doch als sie nun in den Himmel sah, wenn
auch mit zusammengekniffenen Augen, stand nicht nur eine Sonne
an diesem Himmel sondern zwei. Sie schloss die Türe wieder doch
nun erschienen an den Saalwänden auch Fenster und das
Sonnenlicht flutete hinein. Dann öffnete sie die letzte Türe und
stand nun wieder in dem langen Gang an dessen Wände rechts und
links die steinernen Särge standen, durch den sie dieses Gewölbe
oder was auch immer es war betreten hatte. Sie schloss die Türe
wieder. Das Kind nickte. „Du hättest diesen Ort sowieso nicht
mehr verlassen können, nicht ohne diese drei und vor allem nicht
ohne den Hüter des Schwertes. Die letzte Prüfung muss zuvor
bestanden werden.“ Amanda hatte es sich schon gedacht. So trat
sie abermals auf die Särge zu. „Ich habe Angst.“ Das Kind nickte
verstehend: „Wecke zuerst den Hüter. Und setze dich erst mal mit
ihm auseinander.“ So trat Amanda an Alriks Sarg und schob den
Deckel langsam zur Seite, es kostete sie ungeheure Kraft den
schweren Deckel zu schieben. Dann fiel er herab, doch bevor er
den Boden berührte war der Deckel verschwunden. Sie sah auf
Alrik herunter. War schon seine Statue imposant so war er nun
als sie ihn so vor sich liegen sah, noch weit aus imposanter.
Sie hatte Angst vor diesem Mann und wusste doch das sie ihn
brauchen würde. Sie überlegte wie sie ihn wecken könnte. Rütteln
hätte wohl keinen Zweck, dann kam ihr eine Idee und sie legte
die Hand mit dem Siegel auf seine Stirn. „Alrik ich rufe dich,
ich brauche dich und deine Stärke. Meine Welt liegt in Trümmern,
die Dämonen hausen überall. Der Finstere ist aus seinem
Gefängnis entkommen und ich brauche einen neuen Hüter für das
Schwert. Bitte Alrik wach auf, ich bin bereit dir zu geben was
du dafür verlangst.“ Sie wartete ab und wiederholte ihre Bitte
noch ein zweites mal, während ihr Blick an ihm entlang ging. Er
lag dort mit bloßem Oberkörper und trug lediglich eine schwarze
Lederhose, mit einem Gürtel der von einer silbernen
Löwenschnalle gehalten wurde. Dazu trug er schwarze
Wildlederstiefel ihren sehr ähnlich. Dann sah sie wie sich sein
mächtiger Brustkorb langsam hob und senkte. Er atmete. Als ihr
Blick wieder auf sein Gesicht fiel, sah er sie aus schwarzen
Augen an, seine Stimme war rauchig und tief: „Du bist bereit mir
alles zu geben was ich verlange? Du weißt was ich will?“ Amanda
nickte nur zaghaft und hauchte leise: „Ja, für meine Welt bin
ich bereit dir alles zu geben, wenn du mir hilfst.“ Langsam
senkten sich die Sargwände in den Sockel, anschließend setzte
sich Alrik auf und lies die Beine herab.: „Nun gut, was wird von
mir verlangt?“ Amanda deutete zu dem Kasten auf dem Altar: „Das
Schwert dort war das Gefängnis des Finsteren der meine Welt mit
seinen Dämonen in Schutt und Asche legte. Er muss dort wieder
hinein und du sollst ihn dann bezwingen und das Schwert
anschließend als sein Wächter hüten.“ Alriks Blick ging zu dem
Kasten, er nickte leicht und sah dann an Amanda entlang. „Dir
ist klar das ich meine Kraft aus der Liebe einer Frau ziehe,
wirst du diese Frau sein? Wirst du mit mir das Bett teilen? Und
damit meine ich nicht nur das du neben mir schläfst. Ich will
weit aus mehr als das.“ Amanda nickte abermals: „Ja das weiß
ich, doch will ich ehrlich sein. Ich habe noch niemals bei einem
Mann gelegen, noch mit ihm den Beischlaf vollzogen. Ich denke
ich sollte dir das gleich von Anfang an sagen.“ Nun grinste
Alrik jungenhaft: „Um so besser, dein Jungfernblut wird mich
noch stärker machen. Und den Rest werden wir schon hin kriegen,
also hab keine Angst ich werde nichts von dir verlangen was du
mir nicht freiwillig geben willst. Ich habe in meinem ganzen
Dasein noch nie eine Frau zu etwas gezwungen und werde auch
jetzt nicht damit anfangen.“ Das beruhigte Amanda schon mal und
so lächelte sie ihn an. Als er sich nun erhob und dann vor ihr
stand, wurde es ihr erst richtig bewusst wie groß er war, denn
sie musste zu ihm aufsehen und er grinste noch immer: „Na dann
sehen wir uns das Prachtstück doch mal an. Und etwas zu essen
wäre nicht schlecht, findest du nicht? Dabei könntest du mir
erzählen um was es geht und was getan werden muss. Was hältst du
davon?“ Dann fiel sein Blick auf das Kind mit den Flügeln das
dort stand. „Wer ist das?“ Amanda sah zu dem Kind: „Das ist
meine kleine Führerin. Sie hat keinen Namen. Und ich heiße
übrigens Amanda oder auch Adam genannt.“ Alrik nickte und sah
nun die beiden anderen Särge: „Was ist mit ihnen?“ Amanda folgte
seinem Blick. „ Das sind zwei Brüder. Auch sie werde ich wecken
müssen, denn sie werden uns begleiten. Der eine ist Doron der
legendäre Bogenschütze und der andere Ilja der Schwerttänzer.“
Alrik nickte verstehend. Dann ging er zu dem Kasten und sah
hinein, als sein Blick auf das Schwert fiel, schnaufte er leise:
„Weißt du was das für ein Schwert ist? Ist dir klar was hier
liegt?“ Amanda schüttelte den Kopf* „Nein das weiß ich nicht.
Nur das es das Gefängnis des Finsteren war und es wieder sein
sollte.“ Alrik nahm das Schwert samt Scheide aus dem Kasten:
„Das hier ist das einstige Schwert des Schicksals. In einer
alten Legende auf meiner Welt wird von ihm erzählt. Das Böse
fiel über meine Welt her, er ging sogar soweit eine Geisel zu
nehmen um meine Welt zu beherrschen, doch seine Strafe war, als
man ihn stellte, das seine Seele in das Schwert gebunden wurde
und normalerweise sollte er auch weiterhin darin sein. Was ist
mit seinem einstigen Hüter geschehen?“ Amanda hörte ihm zu: „Er
ist tot und damit war das Schwert ohne Bewacher und Hüter und so
konnte er wohl daraus entfliehen.“ Alrik nickte abermals: „Und
nun soll ich sein neuer Hüter werden? Doch eins verstehe ich
nicht. Ich war ebenfalls tot, warum ruft man mich und nicht
seinen einstigen Hüter?“ Amanda zuckte mit der Schulter: „Das
weiß ich nicht. Das kann ich dir nicht sagen. Doch ich glaube es
gibt jemanden der diese Frage beantworten kann.“ Dabei sah sie
zu dem Kind: „Und ich habe ja noch eine Frage frei.“

Kapitel 4: Die letzte Prüfung,
Teil 2

Das Kind nickte leicht und
deutete zu dem Tisch der nun beladen war mit Speisen und
Getränke. Doch bevor sie essen gingen bat der Riese darum sich
kurz waschen zu dürfen. Als man ihm das Zimmer mit dem Bad
zeigte grinste er wieder und sah Amanda anzüglich auf das Bett
deutend an. Amanda lief auch sogleich leuchtend rot an und sie
hörte Alrik laut lachen als er im Bad verschwand. Dann hörte sie
ihn singen, nicht schön dafür aber laut und schief. Diesen Mann
schien nichts erschüttern zu können und irgendwie gab es ihr ein
sicheres Gefühl. Sie hatte immer noch Angst vor dem ersten Mal
mit ihm, doch er schien recht umgänglich zu sein und das machte
es ihr etwas leichter. Sie hatte gerade begonnen zu essen als er
wieder erschien. Er trug immer noch seine Lederhose, doch hatte
er nun auch ein Hemd an das er allerdings recht offen trug und
nur lose in die Hose gestopft hatte. Dann setzte er sich zu ihr.
Das Schwert hatte er in dem Zimmer gelassen. „So Kleines nun
erzähl mal und bitte lass nichts aus. Danach will ich wissen
wieso man mich und nicht den einstigen Hüter gerufen hat. Und
als letztes wann du das erste mal mit mir ins Bett gehen wirst.“
Beim letzten Satz wurde sie schon wieder rot und als sie sein
freches grinsen sah wusste sie das er das mehr oder minder nur
gesagt hatte um genau diese Reaktion bei ihr aus zu lösen. Sie
sah ihn giftig an, das wiederum nötigte ihm abermals ein
dröhnendes lachen ab. So begann sie zu erzählen, was ihre
Zeugung als auch ihre Geburt betraf, dann wie die Dämonen ihre
Welt überfielen, wie es heute aussah, ebenso wie das Kind bei
ihr auftauchte, sie die ersten beiden Prüfungen ablegte, bis hin
zu diesem Moment wo sie nun hier saßen. Er hörte ihr ernst und
aufmerksam zu, nickte hin und wieder mal, sah entsprechend der
Erzählung mal zu dem Kind oder aber auch zu den beiden anderen
Särgen, ebenso wie er sich das Siegel auf ihrer Hand zeigen
ließ.
„Also wir haben einen
meisterhaften Bogenschützen, einen Schwerttänzer, eine Magierin
und schlussendlich mich.“ Er zwinkerte ihr zu: „Das ist schon
fast eine Armee und damit werden wir als erstes mal deine Stadt
säubern. Und weitere Kampf willige um uns scharen, so nach und
nach werden wir auch den Aufenthaltsort dieses Fieslings heraus
finden und dich zu ihm ein schmuggeln. Dann bleibt ja nur noch
das du ihn tötest, ich ihn ins Schwert aufnehme, ihn bezwinge
und dann Kindermädchen spiele. Na hört sich doch schon nach
einem guten Plan an.“ Amanda sah ihn mit offenem Mund an,
während er ruhig weiter aß, als hätte er gerade nur von einem
Sonntagsnachmittagspicknick geredet. Dann sah er das Kind an,
das neben dem Tisch stand. „Und du erzähl uns nun mal wieso man
mich rief und nicht den einstigen Hüter? Wo ist er?“ Das Kind
sah Amanda an: „Ist das deine zweite Frage?“ Amanda nickte: „Ja
beantworte bitte die Frage.“ Das Kind nickte und setzte sich zu
ihnen an den Tisch: „Also gut, der einstige Hüter ist tot das
ist euch ja schon bekannt. Doch es gibt zwei Reiche in der
Ewigkeit, das heißt eigentlich sogar noch mehr, doch wollen wir
erst mal dabei bleiben. Also es gibt die goldene Stadt, in die
Helden mit starken Seelen einziehen, unerheblich ob sie gut oder
böse sind. Und in der Stadt warst du,“ damit sah sie Alrik an.
„und die beiden die ihr dort noch seht.“ Damit deutete sie zu
den beiden Särgen. Und es gibt eine Art Paradies, eine Welt die
von einer weisen Dame regiert wird, in die dürfen nur
Auserwählte hinein. Unter anderem auch der Ehemann der weisen
Dame, der übrigens der erste Hüter des Schwertes war. Und als
die Dame von uns ging, folgte ihr ihr Mann und das Schwert blieb
somit zurück, den dorthin konnte er das Schwert natürlich nicht
mit nehmen. Denn auch dort kann lediglich die Seele hingehen,
aber nicht der Körper. Der Körper ruht in einer Kammer, neben
seiner Liebsten. Der Unterschied zu diesen beiden Reichen ist
aber, das ein Held aus der goldenen Stadt wieder gerufen werden
kann. Ihre Körper werden gut aufbewahrt für den Fall das sie
noch mal gebraucht werden würden. So wie ihr drei jetzt. Doch
einmal ins ewige Paradies eingegangen ist der Rückweg
verschlossen und somit kann man den ursprünglichen Hüter nicht
noch mal rufen. Zudem er und seine Liebste schon genug
durchgemacht und das Paradies mehr als verdient haben. So wurde
jemand gesucht der seiner Kraft am nächsten kam, dessen
Persönlichkeit stark genug war gegen den Finsteren zu bestehen
und der selber grausam genug war um nicht gegen ihn zu verzagen
sondern ihm eiskalt ins Gesicht lachen konnte. Und die Wahl fiel
auf dich.“ Dabei sah sie Alrik an. Der schaute das Kind nun
verblüfft an. „Und wieso ließ man das Schwert unbewacht zurück?“
Man sah das das Kind einen Moment nachdachte und es sah aus als
horche es auf etwas, dann nickte es und antwortete: „Das ließ
man nicht, das heißt es wurde gut verschlossen, in einer Kiste,
mit magischen Ketten verhangen und in einer Nische versteckt aus
der es eigentlich kein Entkommen geben sollte. Die weise Dame
hatte an sich an alles gedacht.“ Alrik sah das Kind an: „Nun
sagen wir an fast alles, denn ansonsten würde er ja wohl jetzt
kaum wieder sein Unwesen treiben oder sehe ich das falsch?“ Nun
zuckte das Kind nur mit den Schultern. Alrik sah es an, dann
blickte er Amanda an: „Also gut, wir sind nun hier und müssen
das Kind aus dem Brunnen ziehen, egal wie. Denn wenn dieser
Mistkerl deine Welt zerstören konnte, könnte es ihm eventuell in
den Sinn kommen auch meine wieder mal zu besuchen, also sollten
wir ihn zurück schicken woher er kam. Doch als erstes sollte ich
meine ursprüngliche Kraft zurück erhalten, dann ein wenig
trainieren um wieder geschmeidig zu werden, du solltest deine
magischen Kräfte beherrschen lernen und diese beiden Spaßvögel
dort drüben sollten wir auch wecken, damit sie ebenfalls ihre
morschen Knochen trainieren können. Du weißt was das heißt?“
Amanda nickte und sah aus wie ein Opferlamm: „Ist es nun
soweit?“ Alrik betrachtete sie genau. „Du willst es eigentlich
gar nicht oder sehe ich das falsch? Nur geht es nicht anders,
zum einen will ich es und zum anderen hilft es mir mich zu
entspannen und so meine Kräfte zu stärken. Außerdem sagte man
mir nach das ich ein guter Liebhaber bin. Also komm Kleines zier
dich nicht länger sondern gib mir was ich brauche. Und ich
verspreche du wirst auch deinen Spaß daran haben, dafür sorge
ich schon.“ Im stillen dachte sich Amanda: ja klar ebenso viel
Spaß wie meine Mutter daran hatte. Er beobachtete sie und
schmunzelte als er das Mienenspiel in ihrem Gesicht sah. Er
nickte leicht zu sich selber, er hatte da eine Idee wie er sie
herum bekommen würde, ohne das sie sich lange zieren musste. Er
konnte sich vorstellen was in ihr vorging. Sie sah ihn an und
als sie das übertrieben unbeteiligte Gesicht sah musste sie doch
lachen. Sie schob ihren Stuhl zurück und stand auf. „Ich werde
mich etwas hinlegen, das war doch alles ganz schön anstrengend.“
Alrik nickte leicht: „Vergiss nicht dich aus zu ziehen. Ich
komme dann auch gleich.“ Sie errötete abermals und verschwand
schnell in dem Schlafzimmer. Als sie auf der Bettkante saß
überlegte sie, sollte sie sich wirklich ausziehen? Doch
irgendwann musste es sowieso sein, ihr war klar das kein Weg
daran vorbei ging. Also zog sie sich mit zitternden Händen aus
und legte ihre Sachen übertrieben ordentlich auf einen Stuhl,
dann kroch sie unter die Decke. Einen Augenblick später hörte
sie wie die Türe geöffnet wurde, schnell schloss sie ihre Augen
und tat so als schliefe sie. Dann hörte sie wie sich Alrik
scheinbar auch aus zog und merkte wie die Matratze herab sank
als er sich auf das Bett setzte. Als er sich unter die Decke
schob, sank seine Seite noch weiter ab, er hatte auch wesentlich
mehr Gewicht als sie, allerdings hatte das zufolge das sie glatt
in seine Richtung rutschte wo er sie in seinen Armen auffing. So
nahe war sie noch keinem Mann gewesen und sie spürte nun seinen
harten und muskulösen Körper an sich, doch er tat nichts sondern
hielt sie erst mal nur umfasst und drückte sie leicht an sich.
Dann begann er sie sanft und leicht zu streicheln, leise
flüsterte er ihr zu: „Ich weiß das du wach bist, also kannst du
ebenso gut auch deine Augen öffnen.“ Sie lag total verkrampft in
seinen Armen und rührte sich keinen millimeter. Alrik hatte das
Gefühl einen Stock in den Armen zu halten, dermaßen verkrampft
war sie. Er grinste und dachte sich, dich kriege ich schon, so
drückte er sie sanft auf den Rücken und beugte sich über sie.
Amanda traute sich kaum zu atmen. Doch Alrik war ein erfahrener
Liebhaber und so begann er sie langsam an ihren empfindlichsten
Stellen zu reizen, und spürte schon bald das ihr Körper
reagierte, was nun auch Amanda spürte. Dann legten sich seine
Lippen auf die ihren und er küsste sie, anfangs noch sanft und
zärtlich doch so nach und nach auch fordernder. Und abermals
reagierte sie darauf und erwiderte den Kuss sogar. Er vermied
erst mal sie sein Gewicht spüren zu lassen, er ahnte das sie
dann in Panik geraten würde, weil es sie zu sehr daran erinnern
würde was sie in ihrem Traum gesehen hatte. Er ging sehr
zärtlich mit ihr um, und als er spürte das sie soweit war,
drückte er ihre Beine auseinander um sich dazwischen zu
schieben. Er sah auf sie herab und lächelte leicht. Amanda hatte
gespürt das er schon lange soweit war, eigentlich seit sie zu
ihm gerutscht war. Sie öffnete die Augen und sah ihn an, sie
hielt die Luft an. Leise flüsterte er ihr zu: „Hab keine Angst,
es wird einen kurzen Schmerz geben doch dann werde ich dafür
sorgen das es schön für dich ist.“ Dann nahm er sie erst sanft
und dann mit einem mal sehr kräftig, Amanda schrie kurz auf,
doch dann war der Schmerz auch schon vorbei. Und als er nun los
legte spürte auch Amanda das ihr Körper zu glühen begann, er
zeigte ihr das es sehr schön sein konnte, das es keine Gewalt
geben musste. Und auf einmal öffnete sie sich ihm und begann
sogar die Gefühle die er in ihr auslöste zu genießen. Instinktiv
drückte sie sich ihm sogar entgegen. Als Alrik das spürte
triumphierte er innerlich und legte nun erst richtig los, immer
wieder nahm er sie sich, bis sie auf einmal aufschrie und sich
ihm entgegen bäumte. Jetzt drückte er ihren Körper mit seinem
herab, hielt eine weile inne bis sie sich etwas beruhigt hatte
und begann dann wieder von vorne. Ihre Arme umschlangen ihn,
ihre Fingernägel zogen tiefe Striemen auf seinen Rücken doch ihm
gefiel es, weil es ihm zeigte das es auch ihr gefiel und das er
es richtig machte. Als auch er den Gipfel erreicht hatte und
sich zurück ziehen wollte verlangte sie auf einmal noch mehr. Er
grinste und kam ihrem Verlangen nur zu gerne nach. Er hätte es
nun bei dem einen Mal belassen um sie nicht gleich beim ersten
Mal zu überfordern, doch nun zeigte sie ihm das in ihr auch eine
Kämpferin steckte. Und nach einiger Zeit lagen sie erschöpft
nebeneinander und er hielt sie sanft in seinen Armen, den Kopf
hatte sie auf seiner Brust liegen. „Und Kleines war es nun so
schlimm? Oder war es im Gegenteil nicht sogar sehr schön?“
Amanda wusste, es hätte auch anders sein können, doch Alrik war
zärtlich und sanft zu ihr gewesen. Doch ahnte sie auch das in
ihm ein Vulkan brodelte und das er wahrscheinlich auch ganz
anders konnte. „Es war sehr schön, ich hätte nie gedacht das es
so schön sein könnte.“ Alrik lächelte leicht und Amanda fühlte
sich in seinen Armen sicher und gut beschützt. So sicher hatte
sie sich noch nie gefühlt. Sie wusste er würde sein Leben geben
um sie zu schützen. Und wenn es das war was er dafür verlangte,
dann würde sie ihm das jetzt mit Freuden geben. Und das Kind
würde ihr nun noch eine Frage beantworten müssen. Sie hatte auch
diese Prüfung bestanden, wenn sie auch zugeben musste, das Alrik
seinen Teil dazu beigetragen hatte.
Als sie nach Stunden wach wurden,
lag sie immer noch in Alriks Armen und er begann bereits erneut
sie zu streicheln. Sie sah ihn an: „Kriegst du eigentlich nie
genug?“ Er lachte leise: „Wenn du mich so fragst, nein im Moment
noch nicht, ich habe sehr lange darauf verzichten müssen.“ Und
nun zeigte er ihr das er in der Tat auch anders konnte, denn nun
kam er über sie wie ein Sturm, denn nun hielt er sich nicht mehr
zurück und nahm sie sich leidenschaftlich und wild. Doch zu
ihrer eigenen Verwunderung musste sie sich selber eingestehen
das ihr das auch sehr gut gefiel. Er war zwar ein wenig grob und
wild, aber nicht grausam. Und sie kam dabei selber auch auf ihre
Kosten. Nach einigen Stunden sah er sie an: „So Kleines jetzt
habe ich erst mal genug, wir sollten uns nun um unsere beiden
Mitstreiter kümmern. Und noch etwas, sollte es auch nur einer
der beiden wagen dich anrühren zu wollen, oder auch irgendein
anderer so sag mir Bescheid. Denn du gehörst nun zu mir und
niemand rührt mein Kleinod an.“ Amanda nickte leicht. Sie sah
ihn bewundernd an. Nach einem Bad zog man sich an und verließ
das Schlafzimmer, das Kind wartete schon davor auf sie. Es sah
Amanda an und diese nickte. Man konnte sehen das die Kleine wie
befreit aufatmete. Dann gingen sie gemeinsam zu den beiden
anderen Särgen und Amanda nahm die Waffen wieder auf und legte
diese nun in die Einsparungen, sie hoffte das es so richtig war
und dann wartete man. Langsam sanken die Waffen in die Särge und
kaum hatten sie die beiden berührt, zersprangen die Deckel und
die Splitter verschwanden, die Särge selber sanken wie zuvor
auch schon Alriks in den Sockel. Dann setzten die beiden sich
auf. Jeder von ihnen trug eine braune Lederhose und eine dazu
passende Weste, ebenso wie weiche Wildlederstiefel. Noch ein
wenig wackelig standen sie dann auf und Doron legte seinen Bogen
und seinen Köcher an, während Ilja seine Schwerter in die
Scheiden auf seinem Rücken schob. Dann sahen die beiden Amanda
und Alrik an. Doron grinste: „Also Meister wozu will man meine
Pfeile haben, was steht auf dem Plan?“ dabei sah er Alrik an.
Amanda bat die beiden sich zu setzen und etwas zu essen, dann
erzählte sie ihnen wie am Tag zuvor schon Alrik was zu tun sei.
Beide nickten nun ernsthaft und hörten ruhig zu. Dann erklärte
Alrik ihnen den Plan, wie er sich das vorstellte. Auch hier
nickten die beiden zustimmend. „Doch zuvor sollten wir unsere
rostigen Knochen ein wenig geschmeidiger machen und etwas
trainieren. Denn ansonsten könnte es böse enden, zudem muss die
Kleine hier noch ihre Magie in den Griff bekommen. Denn ich gehe
mal davon aus das keiner von uns als Grillhähnchen enden will
nur weil ihr im ungünstigsten Moment ein Feuerball entfleucht.“
Man nickte zustimmend und begab sich nach dem Essen dann in die
entsprechenden Trainingsräume. Doron hatte immer einen Scherz
auf den Lippen und selbst Amanda musste immer wieder über ihn
lachen, vor allem wenn er seinen Bruder foppte und der dann
antwortete : „Sag noch einen Ton und ich verpasse dir mit meinen
Schwertern eine neue Frisur.“ Amanda stand in dem Magieraum,
hatte in einer Hand das Buch und mit der anderen versuchte sie
dann beim Zauber auszusprechen, die Gesten zu machen die ihr
dort erklärt wurden. Doch irgendwie kam ihr das alles zu blöd
vor, so versuchte sie es auf andere weise, sie hielt beide Hände
von sich fort gegen die hintere Wand gestreckt, das Buch hatte
sie auf den Boden gelegt und nun brüllte sie: “Brenne.“ Und
obwohl sie es nicht erwartet hatte flog auf einmal aus ihren
Händen ein Feuerball gegen die hintere Wand. Sie strahlte und
versuchte es gleich noch mal und abermals klappte es. Sie
klatschte in die Hände: „Na geht doch, wer sagt es denn und
derjenige der das Buch geschrieben hat sollte sich sein Lehrgeld
wieder geben lassen, die Zauber sind ja viel zu dramatisch, so
geht es doch viel einfacher.“ Hinter ihr hörte sie das Kind
leicht lachen. „Noch dramatischer würde es wirken wenn du nicht
jedes mal so brüllen würdest, versuch es doch einfach mal nur zu
denken. Das sieht bestimmt viel cooler aus, wenn es so lässig
aussieht, wie nebenbei.“ Amanda sah das Kind an und nickte: „Du
hast recht, das würde wirklich cool rüber kommen.“ und so
versuchte sie es in dem sie wie lässig nur eine Hand ausstreckte
und dachte : Brenne. Und siehe da das klappte auch. Nun
probierte sie verschiedenes aus und sie begriff auf einmal das
egal welchen Befehl sie gab, dieser auch ausgeführt wurde. Dann
dachte sie darüber nach was das Kind ihr gesagt hatte, das sie
halb göttlich und halb dämonisch war. „Illusion, jetzt versuche
ich das.“ und kurze Zeit später stand dort eine rothaarige
Schönheit, Amanda hatte sich in eine Illusion gehüllt. Nun
wollte sie testen ob diese Illusion auch standhalten würde und
betrat kurz darauf den Trainingsraum der Männer und sah nun was
damit gemeint war das man Ilja einen Schwerttänzer nannte, denn
er wirbelte so schnell mit den beiden Schwertern herum, das man
seine Bewegungen fast kaum noch sah. Selbst Alrik sah dem mit
staunen zu. Alrik sah zu Amanda, stutzte kurz und trat dann auf
sie zu: „Mylady kann ich etwas für euch tun und wie kommt ihr
hier herein?“ Erst als Amanda lachte und die Illusion auflöste
sah er wer sie war und nickte begeistert. „Das ist wirklich
klasse, so können wir dich gegen eine der Mätressen austauschen
die der Finstere zu sich ins Bett holt. Und dann liegt es an
dir.“ dann trat er näher zu ihr und flüsterte ihr grinsend ins
Ohr: „Und wenn ich mal etwas Abwechslung brauche, wäre dafür
auch gesorgt ohne das ich fremd gehen müsste.“ Sie knuffte ihn,
doch kam ihr dabei ein Gedanke, sie könnte jemand anderes sein
und keiner würde es merken.
Später gingen auch die beiden
anderen Männer erst mal schlafen, das Training hatte sie müde
gemacht. Doch Alrik musste zugeben diese beiden waren eine wahre
Bereicherung. Langsam legte er sich einen genauen Plan zu, wie
sie vorgehen wollten, er überlegte das man einen Platz brauchen
würde um dort die Kampfwilligen zu sammeln, der zudem leicht zu
verteidigen war. Außerdem Zelte oder einige Blockhütten. Und es
musste für Nahrung gesorgt werden. Als er darauf zu sprechen
kam, konzentrierte sich Amanda und deutete auf den leeren Tisch
an dem er saß: „So in etwa?“ Dann erschienen darauf einige
Grundnahrungsmittel wie Brot und dergleichen. Er sah sie
überrascht an. „Ist das eine deiner Illusionen oder ist das
echt?“ Amanda zwinkerte ihm zu: “Probiere mal dann weißt du es.“
Er tat also was sie sagte und als er ins Brot biss, sah er sie
an: „Mädchen das hast du klasse gemacht, aber geht auch Fleisch,
also etwas mehr als nur Brot und Butter?“ Sie nickte und
konzentrierte sich abermals und kurz darauf standen auch
gebratene Hühnchen auf dem Tisch. „Reicht das? Also ich denke
das ist mal ein sehr nützlicher Zauber.“ Er lachte sie an: „Und
ob das ein nützlicher Zauber ist, vor allem wenn es ist wie du
sagst und man auf deiner Welt nichts richtig essbares findet.
Das wird uns einigen Zulauf bringen, die helfen können das Lager
zu bewachen. Doch sag mal wie machst du das? Beziehungsweise wo
holst du das her?“ Sie zuckte mit der Schulter: „Das weiß ich
nicht, Ich stelle mir nur vor was ich haben möchte konzentriere
mich und schwupp ist es da.“ Alrik nickte: „Ich glaube jetzt ist
es Zeit deine letzte Frage zu stellen, nämlich wie dir das alles
möglich ist. Denn es muss doch einen Grund dafür geben das dir
das so leicht fällt.“ Nun meldete sich das Kind zu Wort: „Dafür
muss sie ihre letzte Frage nicht verschwenden, denn im Grunde
weiß sie es schon, doch ich wiederhole es gerne noch mal. Amanda
ist zum Teil Göttlich und zum Teil der Finsternis angehörig,
doch durch ihre göttliche Kraft ist sie auch in der Lage solche
Kleinigkeiten wie Nahrung, Zelte oder ähnliches einfach zu
erschaffen, Kraft ihres Willens. Ebenso funktionieren ihre
Zauber, sie muss es nur wollen und die göttliche Kraft macht den
Rest. Gute Zauber kommen aus ihrer Göttlichen Kraft, die
Illusionen und dunklen Zauber, wie zum Beispiel der Feuerball
oder ähnliches aus ihrer dunklen Seite. Nicht umsonst ist der
Finstere so hinter ihr her, sie vereinigt beide Seiten samt der
entsprechenden Macht in sich und ist somit weit aus gefährlicher
als der Finstere selbst und das weiß er. Ihr habt hier das
einzige Wesen im Universum das halb Göttlich und halb Dämonisch
ist um es mal so zu nennen. Und wir können froh sein das sie auf
der Seite des Lichts steht. Amanda hat nicht nur Glück gehabt
die ganzen Jahre, sondern sie wurde auch beschützt. Zum einen
von uns Kindern des Lichts und sogar von den Kindern der
Dunkelheit. Denn der Finstere hat einen Frevel begangen den er
nicht tun durfte. In seinem grenzenlosen Hass hat er seinen Sohn
vernichtet, der seinen Platz im Universum hatte, der wichtig
war. Ich darf euch nicht mehr darüber sagen, vielleicht später
mal. Doch damit hat er es geschafft das wir uns vereinen und
zusammen arbeiten konnten, zum ersten mal seit es uns Kinder
gibt arbeiten wir zusammen. Und wir hatten die Aufgabe Amanda zu
beschützen. Wir haben uns immer gewundert das es ihr nie auffiel
das sie kaum alterte ab einem bestimmten Alter. Jedenfalls
mussten wir sie solange beschützen bis die Zeit gekommen war,
sie ihrem Schicksal zuzuführen. Und das ist jetzt soweit. Und
sobald sie ihre letzte Frage gestellt hat, werde ich gehen, denn
nun hat sie euch drei als Schutz und ihre eigenen Kräfte. Jetzt
braucht sie uns nicht mehr.“ Amanda nickte:“ Dennoch möchte ich
meine letzte Frage stellen, ist mein Erzeuger, also der Finstere
hier auf dem Planeten, also damit meine ich meine Heimatwelt.
Können wir ihn dort finden?“ Das Kind nickte: „Ja dort könnt ihr
ihn finden, er versuchte deinen Planeten zu verlassen, doch eine
höhere Macht verhinderte es. Und so ist er auf deiner Welt
gefangen, dort könnt ihr ihn stellen und wieder in sein
Gefängnis sperren. Doch solltet ihr vorsichtig sein, denn er ist
äußerst misstrauisch. Benutze die Kugel, denn dafür hast du sie
bekommen, sieh in die Zukunft und du wirst ihn entdecken können
und keine Sorge, wenn du die Kugel benutzt, weiß er nicht das du
ihn beobachtest, auch wenn er das Gefühl haben wird beobachtet
zu werden. Er geht davon aus, das die höhere Macht ein Auge auf
ihn hat.“ Amanda nickte: „Dann danke ich dir und deinen
Geschwistern egal ob hell oder dunkel und sollte ich euch
irgendwann mal helfen können so meldet euch.“ Das Kind verneigte
sich noch mal kurz vor ihr und Alrik und war kurz darauf
verschwunden. Alrik sah sie an: „Nun sind wir auf uns alleine
gestellt, doch ich bin optimistisch das es uns gelingen wird.“
Amanda nickte leicht und griff sich ein Hühnchen um ihm ein Bein
ab zu reißen und biss dann herzhaft hinein.


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