Kapitel 1: Die erste Prüfung


 

Adam holte noch mal tief Luft, dann drückte sie die Klinke herunter und die Türe öffnete sich. Der Raum vor ihr war Stock dunkel in der Mitte standen lediglich drei Sockel auf denen jeweils eine kleine Kiste stand. Das Licht hinter ihr erhellte den Raum gerade soviel das sie es sehen konnte. Als sie den Raum betrat fiel hinter ihr dröhnend die Türe ins Schloss. Dann leuchteten die Sockel auf und nachdem sie sich an dieses Zwielicht gewöhnt hatte trat sie näher an die Sockel heran. Die Kisten waren so das man vorne seine Hand hinein stecken musste. Das Kind stand schweigend in ihrer Nähe und wartete ab. Sie fuhr sich mit der Hand mal kurz über den Mund und trat zur ersten Kiste, auf dessen Deckel stand: Stecke deine Hand hinein und nenne deinen Namen wie folgt: Mein Name ist.....

Adam sah auf die Kiste und fragte sich nun natürlich welchen Namen sollte sie nennen, den mit dem man sie rief oder ihren tatsächlichen Geburtsnamen?

Doch dann steckte sie ihre Hand hinein, die sofort am Handgelenk umschlossen und festgehalten wurde und sagte laut und vernehmlich: „Mein Name ist Amanda.“

Sie spürte ein kurzes Brennen und dann wie die Kiste ihre Hand freigab, schnell zog sie sie hinaus und sah auf ihre Handfläche, dort war nun ein Kreis eingebrannt. Einen kurzen Moment wedelte sie mit der Hand, dann schritt sie zur nächsten Kiste, sie dachte sich das wohl eh zwecklos es wäre das Kind zu fragen was das sollte. Nochmal atmete sie kräftig ein und steckte dann ihre Hand in die zweite Kiste. Auf der stand die Frage: bist du ein Mann oder eine Frau?

Und abermals wurde ihre Hand umschlossen und festgehalten, dann antwortete sie : „Ich bin eine Frau.“ Und wie zuvor spürte sie ein brennen an ihrer Handfläche. Einen Moment später konnte sie ihre Hand wieder heraus ziehen. Und wie das letzte mal sah sie in ihre Handfläche und aus dem Kreis war eine Sonne geworden, die allerdings noch innen leer war. Langsam machte sich Unmut breit, doch ging sie nun auch zur dritten Kiste. Sie sah das Kind kurz an, doch das nickte ihr nur zu. Dann las sie die Frage oben auf dem Deckel und wurde nun böse: “Also das geht ja wohl zu weit. Das ist ziemlich persönlich.“ denn dort stand die Frage: Bist du noch jungfräulich oder nicht? Sie knurrte leise, steckte aber dann doch die Hand in die Kiste und antwortete leise: „Ich bin noch Jungfrau.“ und abermals wie schon die beiden male zuvor brannte es in ihrer Handfläche und als sie nun die Hand heraus zog war das Mal in ihrer Hand komplett. Aus dem Kreis war eine Sonne geworden, in deren inneren ein Mond und in dessen Biegung drei Sterne zu sehen waren. Amanda sah sich das Zeichen genau an und dachte nach. Irgendwo hatte sie dieses Zeichen schon mal gesehen. Doch egal wie sie sich den Kopf zermarterte, es wollte ihr nicht einfallen. Als sie nun von dem dritten Sockel fort trat versanken diese im Boden und der Raum in dem sie sich befand wurde auf einmal hell erleuchtet. Jetzt konnte sie sich um sehen. Dort stand ein Bett das recht luxuriös aussah, das nicht so vergammelt war wie ihr eigenes. Ein Stück weiter weg stand ein Tisch, er war sogar beladen mit Essen, schnell schritt sie darauf zu und besah sich alles. „Iss nur und trink, es gehört alles dir und keine Sorge es ist nicht vergiftet.“: kam leise die Stimme des Kindes. „Und danach ruhe dich aus, anschließend bin ich gerne bereit dir deine erste Frage zu beantworten.“ Dann war das Kind verschwunden. Amanda setzte sich nieder und griff hastig zu und begann zu essen. Sie hatte schon seit einer Ewigkeit nichts mehr richtiges gehabt. Es war schwer an Essen zu kommen, meistens waren es Ratten oder Früchte die irgendwo wild wuchsen. Sie dachte darüber nach was ihr nun geschehen war und auch über das was ihr das Kind ins Ohr geflüstert hatte. Dann besah sie sich immer mal das Mal in ihrer Handfläche. Und abermals dachte sie darüber nach wo sie das Zeichen schon mal gesehen hatte. Sie kannte es, sie wusste nur nicht woher. Dann sah sie sich um, an der rechten Wand standen Regale mit einer Unmenge von Büchern. An der linken Wand der Tisch an dem sie nun saß und das Bett. Südlich von ihr war die Türe durch den sie den Raum betreten hatte und im Norden befand sich eine weitere Türe, sie nahm an das es dort zur zweiten Prüfung gehen würde. Da sie seit langem das erste mal wieder richtig satt war, wurde sie nun auch müde, so erhob sie sich und legte sich in das Bett um sich ein Weilchen auszuruhen. Doch kaum hatte ihr Kopf das Kissen berührt war sie auch schon tief und fest eingeschlafen. Und sie träumte:

Die Welt wurde von der Sonne beschienen, ihre Mutter lief mit einigen Freundinnen über eine Wiese, sie lachten und spielten fangen. Ihre Mutter war wunderschön und sah so fröhlich aus. Sie war damals gerade siebzehn geworden. Dann verdunkelte sich der Himmel und ein Mann erschien urplötzlich wie aus dem Nichts. Die Freundinnen ihrer Mutter schrien auf und rannten davon, sie dachten wohl das ihre Mutter ihnen folgen würde, doch sie stand wie versteinert dort und sah dem Mann entgegen, sie konnte nicht fortlaufen, irgend etwas hielt sie fest. Dann trat der Mann auf sie zu und packte sie. Er war groß, stark und sehr muskulös. Er hatte schwarze Haare und sah eigentlich nicht mal schlecht aus, doch war ihm die Grausamkeit ins Gesicht geschrieben.

In der nächsten Szene war dann zu sehen wie der Kerl sie vergewaltigte und ihre Mutter um Hilfe schrie. Das war wohl ihr Vater, ihr Erzeuger. Als der Mann mit ihr fertig war lies er ihre Mutter auf der Wiese wie ein Stück Vieh liegen und verschwand ebenso wie er erschienen war. Ihre Mutter war verletzt, ihre Kleidung zerrissen und unbrauchbar. Doch versuchte sie sich so gut es ging zu bedecken und sie weinte schrecklich. Dann erschien ein Kind, das leicht im Licht leuchtete und trat auf ihre Mutter zu, es sprach sanft mit ihr und Amanda verstand nur dass das Kind ihr sagte sie müsse das Kindlein das durch diese Gewalttat entstanden war, bekommen. Auch gab sie ihr den Rat, ihm einen männlichen Namen zu geben, damit niemand so schnell dahinter kommen könnte das es sich um ein Mädchen handeln würde. Das Kind versorgte die Verletzungen und brachte ihre Mutter zu dem Haus auf der Lichtung im Wald. Und nun wusste Amanda wo sie das Zeichen das in ihrer Hand war schon mal gesehen hatte, es befand sich genau über dem Eingang dieses Hauses. Die Frauen die dort lebten nahmen sich ihrer Mutter an. Nach Hause konnte sie nicht mehr, sie war geschändet und sogar noch geschwängert worden. Das würden ihr ihre Eltern niemals verzeihen. Dann kam der Tag ihrer Geburt und kaum das sie geboren worden war, verdunkelte sich der Himmel. Die Sonne verschwand hinter geschwärzten Wolken und aus der Tiefe der Hölle stiegen die Dämonen empor. Sie suchten alles ab und Amanda wusste nun auch wonach sie suchten. Sie suchten nach dem Kind das an diesem Tag geboren worden war. Gezeugt von einem Kerl der nicht wollte das es lebte. Die Dämonen ließen niemanden am Leben den sie erhaschen konnten, ebenso wenig ließen sie einen Stein auf dem anderen. Selbst das Haus im Wald überfielen sie und ließen nur Schutt und Asche zurück. Amanda sah nun auch das man ihr damals bereits das Zeichen in ihre Hand gebrannt hatte, das es aber mit der Zeit verblasste und verschwand.

Das schreckliche war, das es nicht nur in ihrer Stadt oder ihrem Land geschah, sondern die gesamte Welt wurde ins Dunkel getaucht und so war es noch heute. Amanda wusste nicht wieso ihre Geburt der Auslöser war, noch was sie tun konnte, doch selbst im Schlaf wurde ihr klar das es nun an ihr liegen würde das zu ändern. Die Dämonen würden nicht eher gehen, bis sie sie entweder hatten, oder sie etwas gegen sie unternehmen würde, wenn sie auch noch nicht wusste wie. Doch das Kind, das sie geholt hatte, sah dem Kind sehr ähnlich das ihrer Mutter geholfen hatte und es hatte ihr gesagt, das sie ihre Welt retten könnte. Als sie nach Stunden wach wurde, fühlte sie sich zum ersten mal wirklich ausgeschlafen. Normalerweise schlief sie nie so tief, denn sonst könnte ihr Schlaf zum ewigen Schlaf werden und so war sie selbst dann wachsam. Sie rieb sich die Augen und sah sich um, der Raum hatte sich verändert, die Regale waren fort und stattdessen hing an der Wand auf einmal ein übergroßer Wandteppich. Auch war der Raum nun sehr gemütlich eingerichtet. Ihr war schon klar gewesen als das Kind zu ihr kam, das es hier nicht mit rechten Dingen zuging. Doch welche Macht sich hier nun wirklich auftat begriff sie erst jetzt. Wenn man mit dem Wissen das es Dämonen gab auf wuchs, wusste man auch das es Magie gab. Sie stieg aus dem Bett und ging auf den Wandteppich zu und sah nun das dort ihr Traum zu sehen war. Sie sah ihre Mutter, den Mann der ihr Erzeuger war, ebenso wie das Haus im Wald und das Kind das ihre Mutter im Arm hielt, mit der Zeichnung in der Handfläche. Doch fiel ihr nun auch eins ein, in dem Haus im Wald hatte es nie einen Keller gegeben. Wo also war sie nun? Denn dieser Ort hier konnte unmöglich dort sein, wo man es ihr weismachen wollte. Sie dachte nach, sie hatte hunderte von Fragen, doch würde nur eine einzige beantwortet werden. Sie wandte sich um und trat abermals zum Tisch. Wahrer Luxus war darauf zu sehen. Kaffee den ihre Mutter immer so sehr gemocht hatte und auch wieder essbares, Brot und sogar Kuchen. So setzte sie sich abermals und begann zu essen. Sie wusste ja nicht wann sie das nächste mal etwas bekam. Als sie fertig war, stand das Kind wieder in ihrer Nähe. „Bist du soweit und weißt du schon was du mich fragen willst?“ Sie sah das Kind an und schüttelte den Kopf: „Nein, denn ich habe tausend Fragen und wenn du mir nur eine beantwortest, reicht mir das nicht. Wenn ich darf werde ich meine Frage später stellen, ich möchte noch darüber nachdenken.“ Das Kind nickte: „Sicher, das ist sehr klug zu warten. Bist du dann bereit für deine nächste Prüfung?“ Amanda nickte und erhob sich, wie erwartet führte das Kind sie zur nächsten Türe. Sie trat darauf zu, sah noch mal zu dem Wandteppich und murmelte leise: „Für dich Mutter.“ Dann griff sie zur Klinke um sie herunter zu drücken. Was auch kommen mag, sie würde es für ihre Mutter tun, die wie sie wusste sie immer geliebt hatte, egal wie sie entstanden war.

Kapitel 2: Die zweite Prüfung


 

Und wieder drückte sie die Klinke herab und die Türe öffnete sich. Vor ihr tat sich ein großer Saal auf. Die Decke wurde gestützt durch marmorne Säulen. Als sie den Saal betrat, hörte sie ihre eigenen Schritte auf dem Marmorboden. Was sie nicht hörte waren die Schritte des Kindes, es ging geradezu lautlos neben ihr her. Doch sah sie nun wie sich auf dem Rücken des Kindes als es den Saal betrat, Flügel bildeten. Sie nickte nur, denn es unterstütze das was dieses Kind ihr ins Ohr geflüstert hatte. Langsam durchschritten sie den Saal. Die Türe hatte sich auch diesmal hinter ihr geschlossen. Abermals taten sich dann vor ihr drei Sockel in einer Reihe auf, diesmal waren Glaskästen darauf zu sehen. In den Glaskästen befanden sich verschiedene Dinge. Im ersten lag ein Buch, Tinte und eine Schreibfeder. Im zweiten waren verschiedene Waffen sichtbar, zwei Schwerter, Pfeile und Bogen und ein goldener Dolch. Im dritten lag lediglich eine gläserne Kugel, in der sie die wenigen Freunde sehen konnte die sie besaß. Dann las sie die Aufschrift die sich an jedem Sockel auf der Vorderseite befand. Auf dem ersten stand, Weisheit, auf dem zweiten Kraft und dem dritten Kameradschaft.

Das Kind deutete darauf: „Wähle und wähle klug.“ Amanda ging auf und ab und immer an den Glaskästen entlang: „Das ist schwer, denn was nutzt mir die Weisheit, wenn ich keine Kraft besitze um sie einzusetzen und durch zu bringen. Und was nutzt mir die Kraft, ohne die Weisheit zu wissen wann und wie ich sie einsetzen muss. Und die Kameradschaft, bringt mir auch nichts ohne die anderen beiden Sachen. Nur alles drei zusammen kann nützlich sein. Man muss weise genug sein um zu wissen wie man welchen Freund im Kampf einsetzt und ebenso wie man die Kraft die man besitzt zu gebrauchen ist. Ich wähle also alle drei oder keins davon.“ Dann blieb sie stehen und sah das Kind an. Das Kind sah sie an und nickte. „Dann versuche alle drei Kästen gleichzeitig zu berühren, denn nur dann werden sich auch alle drei für dich öffnen. Ansonsten immer nur der Kasten der von dir berührt wird.“ Amanda nickte ebenfalls. Dann maß sie die Zwischenräume zwischen den einzelnen Kästen ab. Zwei konnte sie gleichzeitig mit den Händen berühren. Sie dachte nach, ihr war klar, es musste eine Lösung geben, ansonsten hätte man ihr diese Aufgabe nicht gestellt. Sie hatte schon eher damit gerechnet das man ihr sagen würde, nur eins der Dinge. Doch man überließ es ihr sich auch alle drei an zu eignen. Sie dachte nach und stellte sich seitlich vor den mittleren Kasten und dann streckte sie ein Bein nach hinten aus, und eine Hand nach vorne. Wenn sie sich genug strecken würde, könnte sie eventuell mit einem Zeh den hinteren Kasten erreichen und mit der Fingerspitze den vorderen und mit der zweiten Hand den Kasten vor dem sie stand. Dann nickte sie und hoffte das sie recht hatte, denn wenn sie den mittleren Kasten berühren würde und die anderen nicht, hatte sie nur die Kraft und die anderen Dinge waren verloren. Dann zog sie ihren Stiefel aus und versuchte es nun nochmals, es war nicht leicht und sie drohte einige male um zu kippen oder sich aus versehen an dem mittleren Kasten fest zu halten. Dann konzentrierte sie sich und nach einigen Atemübungen versuchte es sie es dann ernsthaft. Und als sie so auf einem Bein stand streckte sie sich nach vorne und hinten aus und berührte zur gleichen Zeit alle drei Kästen und kippte dann um. Doch sie hatte es geschafft, die drei Glaskästen hatten sich geöffnet. Dann zog sie ihren Stiefel wieder an und sah triumphierend zu dem Kind. Das Kind nickte ihr lächelnd zu. „Sie sind nun dein und auch die zweite Frage werde ich dir beantworten.“ Vor den Sockeln erschien ein Rucksack in den sie die Dinge packen konnte. So ging sie als erstes zu dem Buch und nahm es an sich, sie schlug es auf und versank in dem was dort drinnen zu lesen stand.

Einst war diese Welt ein hell leuchtender Ort, gesegnet vom Licht. Bis die Finsternis kam und sich die einzige Frau nahm, die es nicht hätte nehmen dürfen. Denn sie war von göttlichem Geblüt. Sie war die Urenkelin eines Gottes und einer Sterblichen. Und wenn auch selten so war es doch möglich das in ihr das göttliche Blut weiter lebte. Die Finsternis kam um sich an den Göttern zu rächen für etwas das sie sich selber zuzuschreiben hatte. Jahrhunderte hatte sie in ihrem Gefängnis gesessen und darauf gesinnt wie sie dieses verlassen könnte, bis ihr die Lösung einfiel. Unbemerkt hatte sie langsam darauf hin gearbeitet und als es soweit war, und sie frei war betrat sie eine Welt um sich an einem der Nachkommen der Götter zu rächen. Was er nicht ahnte war das seine Tat nicht ohne Folgen blieb. Doch an dem Tag als das Kind geboren wurde, wurde es ihm klar. Und er wusste er hatte hier seine eigene Vernichtung gezeugt. Denn das Kind war nun ein Teil der Götter und ein Teil der Finsternis. Auch wenn es vom Licht begleitet wurde. Der Finstere hatte sogar seinen Sohn geopfert um sich dessen Körper an zu eignen und hoffte so, nicht erkannt zu werden. So rief er seine Dämonen und lies sie über diese Welt herfallen und alles was lebte töten, in der Hoffnung das seine Vernichtung darunter sei. Und als die Jahrzehnte vergingen und nichts geschah, hoffte er das das Kind wohl darunter gewesen sein musste und er wurde sorgloser. Das Licht wartete ab, es versteckte die Welt solange vor den Augen der Götter bis es Zeit würde, das Kind zu rufen. Herangewachsen zu einer jungen Frau, würde es sich nun vielleicht seinen Erzeuger vornehmen und ihn bestrafen für alles was er dieser Welt angetan hatte. Doch müsste es sich ihm nähern ohne das er es erkennen konnte, was aber nicht so leicht sein würde, denn er lies nur die Frauen in seine Nähe mit denen er auch das Bett teilte. Wenn es dann soweit sein würde, würde sie ihn zurück in sein Gefängnis schicken in dem sie ihm den goldenen Dolch ins Herz rammen würde. Doch musste sie noch etwas tun, sie musste einen neuen Bewacher für sein Gefängnis finden und diesen an sich binden. Denn als sein alter Bewacher starb und die Zeit verging, vergaß man ihn und nur so war es möglich das er sich langsam aber sicher daraus befreite.

Einen Moment später schüttelte Amanda den Kopf und war wieder klar. Jetzt wurde ihr so einiges bewusst. Ihr Erzeuger war die Finsternis selber und hatte sich für seine Gefangenahme rächen wollen und sie war das Ergebnis. Dann wollte er sie töten und ausmerzen, doch hatte er sein Ziel verfehlt, denn sie lebte noch. Und sie würde ihn finden und würde ihn wieder in sein Gefängnis schicken, was und wo auch immer das sein mochte. Dann packte sie auch Tinte und Feder ein. Und ging zum nächsten Kasten. Den Dolch packte sie in ihren Rucksack, sie ging davon aus das es dieser Dolch sein würde, mit dem sie ihn töten musste. Den Köcher mit den Pfeilen und den Bogen hing sie sich um. Die Schwerter lies sie erst mal liegen und ging zu dem nächsten Kasten um sich dort die Kugel zu nehmen. Doch als sie die Kugel mit dem Siegel in ihrer Hand berührte sah sie in ihr, ihren Erzeuger und auch wo er sich aufhielt. Er schien zu bemerken das er beobachtet wurde, denn er sah auf einmal auf. So nahm sie schnell die Hand mit dem Siegel von der Kugel und sie wurde dunkel. Auch sie steckte sie dann schnell in ihren Rucksack. Als letztes nahm sie sich die beiden Schwerter und klemmte sie sich unter den Arm. Dann sah sie das Kind an. „Ich bin bereit für die letzte Prüfung. Und meine Frage stelle ich auch jetzt lieber später.“ Das Kind sah sie an und nickte: „Doch ruhe dich erst mal ein wenig aus und iss vielleicht etwas.“ Damit deutete es zu einem kleinen Tisch der abermals beladen war mit Nahrung. Amanda nickte und setzte sich und aß abermals. Dabei sah sie sich um und sah nun erst die Bilder an den Wänden des Saales. Ein Bild fiel ihr besonders ins Auge, denn es zeigte einen hünenhaften blonden Mann der sich lässig auf ein riesiges Schwert stützte. Sie fragte sich wer dieser Mann sei, obwohl er freundlich aussah schien mit ihm nicht gut Kirschen essen zu sein. Sie dachte sich, das wäre jemand dem man die Bewachung des Finsteren zutrauen könnte. Und als ob das Kind ihren Gedanken gehört hätte so sprach es mal unaufgefordert: „Das war der erste Bewacher des Finsteren. Er war sehr stark, mutig und mit dem Finsteren Seelen verwandt, und deswegen auch in der Lage ihn zu bezwingen und in seinem Gefängnis fest zu halten. Doch als er starb, gab es keine Wache mehr und so ist der Finstere nun frei.“ Amanda sah das Kind an und nickte: „So einen Mann muss ich finden, genau so einen wie ihn.“ Das Kind nickte leicht“ Siehst du das Schwert auf das er sich stützt? Das war das Gefängnis des Finsteren, dort hinein muss er wieder und der Mann den du auswählst wird es hüten müssen. Und ich hoffe du wählst auch hier weise.“ Amanda sah zu dem Kind: „Sag mir was ich bin. Bin ich eine Göttin oder eine Halbgöttin, oder was bin ich?“ „Ist das deine erste Frage?“ Amanda nickte: „Ja bitte beantworte sie mir.“ Das Kind setzte sich ihr gegenüber: „Du bist ein Wesen zwischen Licht und Finsternis, du gehörst weder den Göttern noch den Dämonen richtig an. Deine Wahl wird entscheiden ob die Finsternis siegt oder das Licht. Deine Kräfte die auch deine Mutter hatte ohne davon zu wissen, werden geleitet durch das Siegel in deiner Hand. Du hast das Buch der Weisheit, lerne daraus, wie du deine Kräfte einsetzen kannst. Deine Waffen sind weder Schwert noch Pfeil und Bogen. Diese Waffen sind für jemand anderen bestimmt. Deine Waffe ist die Kraft die in dir steckt. Lerne sie zu beherrschen und sie ein zusetzen. Dir wird die Illusion zu eigen sein. Du wirst in der Lage sein Feuerbälle oder auch Blitze aus zu senden. Du kannst mit der Hilfe des Siegels und der Kugel, vieles sehen was den Augen anderer verborgen bleibt. Du kannst dich ins Licht oder in die Finsternis hüllen. Du bist jemand der weder das Licht noch die Dunkelheit fürchten muss. Doch um das alles zu erreichen, wirst du auch die letzte Prüfung bestehen müssen. Ansonsten war alles für die Katz. Und die Frage nach deiner Jungfräulichkeit war nicht unberechtigt, denn so wird die nächste Prüfung für dich noch härter werden als sie es gewesen wäre wärst du es nicht mehr.“ Amanda sah sie entsetzt an: „Soll das heißen das ich mit einem Kerl......“ Das Kind zuckte mit der Schulter. „Das bleibt dir überlassen, ich habe schon zu viel gesagt. Doch eins sollst du noch wissen, du musst ihn an dich binden und die einzige Möglichkeit es richtig zu tun ist wenn du dich ihm hingibst.“ Amanda sprang auf: „Meine Mutter wurde von einem Kerl missbraucht, alleine das war für mich Grund genug mich von ihnen fern zu halten und ihnen nicht mehr zu geben als Freundschaft. Und nun soll ich mit einem Kerl den ich noch nicht mal kenne, schlafen?“ Das Kind sah sie an: „Wie gesagt das bleibt dir überlassen. Doch er soll sein Leben und seine Seele riskieren und er würde es eher und mit Freuden tun, wenn er wüsste für was. Und sieh dir den Mann auf dem Bild an, regt sich nichts in dir wenn du ihn ansiehst?“ Amanda sah noch mal zu dem Bild: „Doch sicher, Bewunderung und auch Respekt. Doch nicht das was du eventuell erwartet hast.“ Das Kind nickte leicht: „Na gut dann komm, öffne die Türe zu dritten Prüfung und wir werden sehen wie du dich entscheidest.“ Damit führte es Amanda nun zur dritten Türe. Abermals griff Amanda zur Klinke und drückte sie ohne nach zu denken herunter und sie öffnete sich. Und was sie nun sah verschlug ihr den Atem.

Kapitel 3: Die letzte Prüfung, Teil 1

Vor ihren Augen tat sich ein hell erleuchteter Saal auf, der Gang in der Mitte war abermals flankiert von hohen marmornen Säulen. Dazwischen lag ein roter schmaler Teppich der zu drei weiteren Sockeln führte, doch auf diesen standen nun drei Statuen. Auf der mittleren stand ein Mann, ähnlich wie dem auf dem Bild. Ein Hüne, groß, breite Schultern, stark ausgeprägte Muskeln die von einer gewaltigen Kraft zeugten. Sein Oberkörper war ohne Kleidung so das man auch seinen stark ausgeprägten Brustkorb sehen konnte. Langsam schritt Amanda auf die Statuen zu und erst jetzt sah sie das hinter den Statuen steinerne Särge standen, ähnlich denen die sie auch schon in dem Gang gesehen hatte durch den sie diese Unterirdischen Räume betreten hatte. Zur rechten des Hünen stand ein Mann der kleiner war als der Hüne, der aber sehr durch trainiert aussah. Seine Haltung zeigte an das er wohl eher mit Pfeil und Bogen umging als mit einem Schwert. Zur linken des Hünen stand ein Mann der ähnlich dem rechten aussah, doch trug er zwei leere Schwertscheiden auf dem Rücken. Ihm also schienen die zwei Schwerter zu gehören. Auch sah sich Amanda um und sie sah das von diesem Saal weitere Türen abgingen. Dann stand sie vor den Statuen. Sie las auf dem Sockel des Hünen „ König Alrik, der Mächtige“. Dann ging sie zu dem rechten Sockel und las hier die Aufschrift: „ Doron, der Flinke“ Und als sie zur linken Statue ging fand sie hier die Aufschrift: „ Ilja, der Schwerttänzer“. Sie sah zu den Statuen hoch. Sie hatte ein beklemmendes Gefühl. Das Kind beobachtete sie schweigend und wartete ab. Amanda trat nun zu den Särgen und sah hinein, auch hier war der Deckel aus Glas und sie sah nun die Männer die oben auf den Sockeln standen in diesen steinernen Särgen liegen. Auf dem rechten und linken Sarg konnte sie Einbuchtungen sehen, in die man bei dem einen den Köcher und den Bogen legen konnte und bei dem anderen die beiden Schwerter. Nur bei dem Hünen fand sich keine Einbuchtung. Doch für ihn hätte sie auch keine Waffe gehabt. So sah sie sich suchend um. Und dann sah sie den Altar und auf ihm lag eine große längliche Kiste mit Ketten umwickelt. Sie legte die Waffen die sie besaß erst mal nur auf den Boden und ging dann zu der Kiste, als sie die Ketten mit der Hand in dem sich das Siegel befand berührte, platzten die Kettenglieder auseinander und die Kette fiel von dem Kasten ab. Amanda erschrak und sprang zurück. Doch nach dem sie sich beruhigt hatte trat sie abermals auf die Kiste zu und öffnete sie nun. Darin lag ein prächtig verziertes Schwert, ein Zweihänder. Sie erkannte das Schwert wieder, dies hier war das Schwert auf das sich der Hüne auf dem Bild gestützt hatte. Das hier war wohl das ehemalige Gefängnis des Finsteren. Sie ahnte für wen das Schwert gedacht war und sah abermals zu dem Riesen auf dem Sockel. Dann kramte sie das Buch heraus und hoffte darin etwas über die drei mächtigen Krieger die dort standen zu finden. Sie suchte in dem Buch bis sie den Abschnitt fand und nun las sie:

Alrik einst König über ein reiches und mächtiges Land. Grausam und skrupellos zu seinen Feinden, doch freundlich und sorgend für sein Volk, ein guter Stratege und Heerführer. Er wurde geliebt und gehasst. Getötet wurde er von einem Dolch aus dem Hinterhalt, als er sich im Krieg mit einem seiner Widersacher befand. Er trat nach seinem Tod in die goldene Stadt ein um dort auf weitere Aufträge zu warten, die das Schicksal für ihn bereit halten würde. Seine Kraft war legendär, er war in der Lage einen Zweihänder mit nur einer Hand zu führen. Für seine Freunde würde er in den Tod gehen wenn es von ihm verlangt würde, doch seinen Feinden würde er nur den Tod bringen. Er zeugte in seinem ersten Leben zwölf Kinder, Mädchen als auch Jungen. Er schöpfte seine Kraft aus der Liebe einer Frau, seine Manneskraft ist ebenso legendär wie seine Kampfkraft. Für die Frau die ihm gibt was er verlangt, würde er in die Hölle und zurück gehen.

Amanda kratzte sich am Kopf und sah dann das Kind an. „Also mit ihm muss ich mich vereinen? Er ist also der Krieger der das Schwert bewachen wird.“ Sie erwartete keine Antwort und las nun weiter:

Doron wurde auch der Flinke genannt, weil seine Pfeile schneller flogen als der Wind. Seine Schnelligkeit den Bogen zu spannen und die Pfeile fliegen zu lassen, war so legendär das er nach seinem Tod als einer der Helden galt die in die goldene Stadt eintreten durften. Er war in der Lage einen Pfeil selbst im Flug noch mit der Hand auf zu fangen und somit seine Freunde vor ihnen zu schützen. Doch leider konnte er das nicht bei sich selber und so wurde er von einem Pfeil nieder gestreckt, den er für einen Freund mit seinem Körper auffing. Er konnte nie ernst sein und brachte so seine Kameraden immer wieder zum lachen. Doch sollte man ihn nicht unterschätzen, denn unter der lachenden Fassade könnte der Tod lauern. Er bekämpfte das Finstere um des Lichts willen. Sein einziger Wunsch war es immer dort zu sein wo etwas los ist. Er konnte nicht alleine sein und war immer mit seinem Bruder unterwegs.

Ihn nannte man Ilja den Schwerttänzer, weil er ebenso schnell wie sein Bruder mit Pfeil und Bogen war, mit seinen Schwertern umging. Seine Tänze vollführte er nach der Musik, die seine Schwerter im Kampf erzeugten. Das Lied das sie sangen brachten ihn dazu, sich zu bewegen wie ein guter Tänzer auf dem Parkett. Er bewegte sich so schnell das seine Feinde ihn oft erst sahen wenn eines seiner beiden Schwerter ihren Leib durchdrang. Ernster als sein Bruder liebte er diesen dennoch und folgte ihm auf dem Schlachtfeld in den Tod um nicht von ihm getrennt sein zu müssen. Auch ihn ließ man in die goldene Stadt ein, denn nur zusammen können sie vollbringen was zu vollbringen war. Beide sind Kämpfer des Lichts und zusammen unschlagbar. Wo es einen Kampf für das Licht aus zu fechten gilt würde man sie finden.Während Doron einen Köcher trug dessen Pfeile niemals ausgingen, waren Iljas Schwerter durchtränkt mit der Magie der Musik. Sie waren gute Kameraden im Kampf und wenn man einmal ihre Freundschaft erworben hatte, tödlich darauf bedacht diesen Freund niemals im Stich zu lassen.

Amanda nickte und schlug das Buch zu. „Also gut was muss ich tun um die drei zu wecken? Denn ich werde sie alle drei brauchen können.“ Die beiden Brüder machten ihr keine Sorgen, doch das sie sich mit Alrik einlassen musste, passte ihr nicht in den Kram, dennoch hatte sie sich entschlossen zu tun was sie tun musste um sich seiner Kampfkraft sicher zu sein. Sie sah ein das sie ihn brauchen würde und wenn das hieß das sie ihm geben musste was er verlangte so würde sie auch das tun um ihrer Welt zu helfen. Sie sah zu dem Kind. Das nickte leicht: „Vielleicht solltest du zuvor einmal baden und dir saubere Kleidung anziehen.“ Damit deutete es auf eine der Türen die von diesem Saal abgingen. Amanda nickte leicht und steckte das Buch wieder in ihren Rucksack und legte diesen ab. Anschließend trat sie zu der Türe auf die das Kind gedeutet hatte und öffnete sie. Dahinter erschien ein Schlafzimmer mit einem recht großen und breitem Bett. Sie atmetet scharf ein, weil sie sich denken konnte wozu das Bett hier stand und eine Gänsehaut überzog ihren Körper. Alles in ihr wehrte sich dagegen das sie es mit Alrik würde teilen müssen. Doch ging sie an dem Bett vorbei und betrat nun das an dieses Zimmer anschließende Bad. Dort war bereits ein Bad eingelassen und so zog sie sich aus. Ihr Körper war von Narben übersät von den Kämpfen die sie bereits gegen die Dämonen ausgetragen hatte. Als sie sich ins Wasser gleiten lies, war es als fielen alle Sorgen von ihr ab. Sie hatte immer kurze Haare getragen, damit man nicht sah das sie eine Frau war, doch als sie sich nun ins Wasser gleiten lies und ein wenig untertauchte und wieder hervor kam waren ihre Haare gewachsen. Sie waren nun schulterlang und würden wenn sie trocken waren wellig um ihren Kopf liegen. Nachdem sie sich gereinigt hatte, stieg sie aus dem Wasser heraus und nun sah sie das selbst ihr Körper makellos war, nicht eine Narbe war mehr an ihm zu sehen. Als sie nach ihrer Kleidung greifen wollte so war sie verschwunden und stattdessen lag dort nun eine weiße Wildlederhose und dazu eine einfache weiße Weste. Dazu passend auch weiche Wildlederstiefel. Sie seufzte leise doch zog sie nun diese Sachen an. Doch als sie die Weste anzog bemerkte sie das ihr Dekolletee nun doch deutlich zu sehen war. Leise brummelte sie: „Also wenn ich mich so präsentiere, wird der Kerl gleich über mich her fallen.“ Damit versuchte sie an der Weste ein wenig herum zu zupfen damit man nicht soviel sah. Doch das war vergebliche Liebesmüh. Als sie das Bad verließ und abermals das Schlafzimmer betrat lag dort auf einem Tisch der kleine Rucksack. Sie ging zu dem Rucksack und entnahm ihm den goldenen Dolch, den steckte sie in die dafür bestimmte Halterung in ihrem Stiefel. Dann verließ sie auch das Schlafzimmer und sah sich abermals um. Nun öffnete sie die Türe daneben und stand nun abermals in einem Schlafzimmer das zwei Betten enthielt. Sie nahm an das es wohl das Schlafzimmer der beiden Brüder sein würde. Auch hier schloss sich ein Bad an. Sie nickte und öffnet eine weitere Türe, der Raum war gänzlich leer, doch waren an der Kopfwand Feuerspuren zu sehen. „Hier wirst du deine Magie üben können, der Raum ist darauf ausgerichtet das du hier damit keinen Schaden anrichten kannst. In einem weiteren Raum werden deine Gefährten ihre Kampfkunst üben können, denn ihre Körper dürften nach der langen Ruhezeit recht steif geworden sein.“ :hörte sie das Kind sagen. Sie nickte und schloss die Türe wieder und sah sich nun weiter in dem Saal um. An einer Wand sah sie einen prächtigen Tisch stehen, um den sich vier Stühle reihten. Sie sah zu dem Kind: „Was ist mit den anderen beiden, werden die nicht auch das Bedürfnis nach einer Frau haben? Ich meine nicht das sie auch noch mit mir......na du weißt schon.“ Das Kind schüttelte den Kopf: „Es gibt auch Männer die es nicht so dringend brauchen, aber wenn es ihr Wunsch ist, werden auch sie damit versorgt werden, hab keine Sorge, den einzigen um den du dich kümmern musst wird der Hüter des Schwertes sein. Doch der ist.......nun ja schon genug Mann für eine Frau.“ Amanda nickte verstehend. Das machte ihr am meisten Sorgen, wie sollte sie ihm klar machen, das sie noch nie bei einem Mann gelegen hatte. Sie hoffte das er verstehen würde das sie nicht sofort und gleich mit ihm ins Bett hüpfen würde. Sie hatte Angst davor was ihr der Mann antun könnte.

Als sie dann die vorletzte Türe öffnete stand sie auf einmal in einem sonnendurchfluteten Garten. Jetzt wurde ihre bisherige Annahme zur Gewissheit, sie war tatsächlich nicht mehr auf ihrer Welt. Denn dann müsste der Garten in der Dunkelheit liegen. Sie blinzelte. Sie hatte noch nie die Sonne gesehen, doch als sie nun in den Himmel sah, wenn auch mit zusammengekniffenen Augen, stand nicht nur eine Sonne an diesem Himmel sondern zwei. Sie schloss die Türe wieder doch nun erschienen an den Saalwänden auch Fenster und das Sonnenlicht flutete hinein. Dann öffnete sie die letzte Türe und stand nun wieder in dem langen Gang an dessen Wände rechts und links die steinernen Särge standen, durch den sie dieses Gewölbe oder was auch immer es war betreten hatte. Sie schloss die Türe wieder. Das Kind nickte. „Du hättest diesen Ort sowieso nicht mehr verlassen können, nicht ohne diese drei und vor allem nicht ohne den Hüter des Schwertes. Die letzte Prüfung muss zuvor bestanden werden.“ Amanda hatte es sich schon gedacht. So trat sie abermals auf die Särge zu. „Ich habe Angst.“ Das Kind nickte verstehend: „Wecke zuerst den Hüter. Und setze dich erst mal mit ihm auseinander.“ So trat Amanda an Alriks Sarg und schob den Deckel langsam zur Seite, es kostete sie ungeheure Kraft den schweren Deckel zu schieben. Dann fiel er herab, doch bevor er den Boden berührte war der Deckel verschwunden. Sie sah auf Alrik herunter. War schon seine Statue imposant so war er nun als sie ihn so vor sich liegen sah, noch weit aus imposanter. Sie hatte Angst vor diesem Mann und wusste doch das sie ihn brauchen würde. Sie überlegte wie sie ihn wecken könnte. Rütteln hätte wohl keinen Zweck, dann kam ihr eine Idee und sie legte die Hand mit dem Siegel auf seine Stirn. „Alrik ich rufe dich, ich brauche dich und deine Stärke. Meine Welt liegt in Trümmern, die Dämonen hausen überall. Der Finstere ist aus seinem Gefängnis entkommen und ich brauche einen neuen Hüter für das Schwert. Bitte Alrik wach auf, ich bin bereit dir zu geben was du dafür verlangst.“ Sie wartete ab und wiederholte ihre Bitte noch ein zweites mal, während ihr Blick an ihm entlang ging. Er lag dort mit bloßem Oberkörper und trug lediglich eine schwarze Lederhose, mit einem Gürtel der von einer silbernen Löwenschnalle gehalten wurde. Dazu trug er schwarze Wildlederstiefel ihren sehr ähnlich. Dann sah sie wie sich sein mächtiger Brustkorb langsam hob und senkte. Er atmete. Als ihr Blick wieder auf sein Gesicht fiel, sah er sie aus schwarzen Augen an, seine Stimme war rauchig und tief: „Du bist bereit mir alles zu geben was ich verlange? Du weißt was ich will?“ Amanda nickte nur zaghaft und hauchte leise: „Ja, für meine Welt bin ich bereit dir alles zu geben, wenn du mir hilfst.“ Langsam senkten sich die Sargwände in den Sockel, anschließend setzte sich Alrik auf und lies die Beine herab.: „Nun gut, was wird von mir verlangt?“ Amanda deutete zu dem Kasten auf dem Altar: „Das Schwert dort war das Gefängnis des Finsteren der meine Welt mit seinen Dämonen in Schutt und Asche legte. Er muss dort wieder hinein und du sollst ihn dann bezwingen und das Schwert anschließend als sein Wächter hüten.“ Alriks Blick ging zu dem Kasten, er nickte leicht und sah dann an Amanda entlang. „Dir ist klar das ich meine Kraft aus der Liebe einer Frau ziehe, wirst du diese Frau sein? Wirst du mit mir das Bett teilen? Und damit meine ich nicht nur das du neben mir schläfst. Ich will weit aus mehr als das.“ Amanda nickte abermals: „Ja das weiß ich, doch will ich ehrlich sein. Ich habe noch niemals bei einem Mann gelegen, noch mit ihm den Beischlaf vollzogen. Ich denke ich sollte dir das gleich von Anfang an sagen.“ Nun grinste Alrik jungenhaft: „Um so besser, dein Jungfernblut wird mich noch stärker machen. Und den Rest werden wir schon hin kriegen, also hab keine Angst ich werde nichts von dir verlangen was du mir nicht freiwillig geben willst. Ich habe in meinem ganzen Dasein noch nie eine Frau zu etwas gezwungen und werde auch jetzt nicht damit anfangen.“ Das beruhigte Amanda schon mal und so lächelte sie ihn an. Als er sich nun erhob und dann vor ihr stand, wurde es ihr erst richtig bewusst wie groß er war, denn sie musste zu ihm aufsehen und er grinste noch immer: „Na dann sehen wir uns das Prachtstück doch mal an. Und etwas zu essen wäre nicht schlecht, findest du nicht? Dabei könntest du mir erzählen um was es geht und was getan werden muss. Was hältst du davon?“ Dann fiel sein Blick auf das Kind mit den Flügeln das dort stand. „Wer ist das?“ Amanda sah zu dem Kind: „Das ist meine kleine Führerin. Sie hat keinen Namen. Und ich heiße übrigens Amanda oder auch Adam genannt.“ Alrik nickte und sah nun die beiden anderen Särge: „Was ist mit ihnen?“ Amanda folgte seinem Blick. „ Das sind zwei Brüder. Auch sie werde ich wecken müssen, denn sie werden uns begleiten. Der eine ist Doron der legendäre Bogenschütze und der andere Ilja der Schwerttänzer.“ Alrik nickte verstehend. Dann ging er zu dem Kasten und sah hinein, als sein Blick auf das Schwert fiel, schnaufte er leise: „Weißt du was das für ein Schwert ist? Ist dir klar was hier liegt?“ Amanda schüttelte den Kopf* „Nein das weiß ich nicht. Nur das es das Gefängnis des Finsteren war und es wieder sein sollte.“ Alrik nahm das Schwert samt Scheide aus dem Kasten: „Das hier ist das einstige Schwert des Schicksals. In einer alten Legende auf meiner Welt wird von ihm erzählt. Das Böse fiel über meine Welt her, er ging sogar soweit eine Geisel zu nehmen um meine Welt zu beherrschen, doch seine Strafe war, als man ihn stellte, das seine Seele in das Schwert gebunden wurde und normalerweise sollte er auch weiterhin darin sein. Was ist mit seinem einstigen Hüter geschehen?“ Amanda hörte ihm zu: „Er ist tot und damit war das Schwert ohne Bewacher und Hüter und so konnte er wohl daraus entfliehen.“ Alrik nickte abermals: „Und nun soll ich sein neuer Hüter werden? Doch eins verstehe ich nicht. Ich war ebenfalls tot, warum ruft man mich und nicht seinen einstigen Hüter?“ Amanda zuckte mit der Schulter: „Das weiß ich nicht. Das kann ich dir nicht sagen. Doch ich glaube es gibt jemanden der diese Frage beantworten kann.“ Dabei sah sie zu dem Kind: „Und ich habe ja noch eine Frage frei.“

Kapitel 4: Die letzte Prüfung, Teil 2

Das Kind nickte leicht und deutete zu dem Tisch der nun beladen war mit Speisen und Getränke. Doch bevor sie essen gingen bat der Riese darum sich kurz waschen zu dürfen. Als man ihm das Zimmer mit dem Bad zeigte grinste er wieder und sah Amanda anzüglich auf das Bett deutend an. Amanda lief auch sogleich leuchtend rot an und sie hörte Alrik laut lachen als er im Bad verschwand. Dann hörte sie ihn singen, nicht schön dafür aber laut und schief. Diesen Mann schien nichts erschüttern zu können und irgendwie gab es ihr ein sicheres Gefühl. Sie hatte immer noch Angst vor dem ersten Mal mit ihm, doch er schien recht umgänglich zu sein und das machte es ihr etwas leichter. Sie hatte gerade begonnen zu essen als er wieder erschien. Er trug immer noch seine Lederhose, doch hatte er nun auch ein Hemd an das er allerdings recht offen trug und nur lose in die Hose gestopft hatte. Dann setzte er sich zu ihr. Das Schwert hatte er in dem Zimmer gelassen. „So Kleines nun erzähl mal und bitte lass nichts aus. Danach will ich wissen wieso man mich und nicht den einstigen Hüter gerufen hat. Und als letztes wann du das erste mal mit mir ins Bett gehen wirst.“ Beim letzten Satz wurde sie schon wieder rot und als sie sein freches grinsen sah wusste sie das er das mehr oder minder nur gesagt hatte um genau diese Reaktion bei ihr aus zu lösen. Sie sah ihn giftig an, das wiederum nötigte ihm abermals ein dröhnendes lachen ab. So begann sie zu erzählen, was ihre Zeugung als auch ihre Geburt betraf, dann wie die Dämonen ihre Welt überfielen, wie es heute aussah, ebenso wie das Kind bei ihr auftauchte, sie die ersten beiden Prüfungen ablegte, bis hin zu diesem Moment wo sie nun hier saßen. Er hörte ihr ernst und aufmerksam zu, nickte hin und wieder mal, sah entsprechend der Erzählung mal zu dem Kind oder aber auch zu den beiden anderen Särgen, ebenso wie er sich das Siegel auf ihrer Hand zeigen ließ.

„Also wir haben einen meisterhaften Bogenschützen, einen Schwerttänzer, eine Magierin und schlussendlich mich.“ Er zwinkerte ihr zu: „Das ist schon fast eine Armee und damit werden wir als erstes mal deine Stadt säubern. Und weitere Kampf willige um uns scharen, so nach und nach werden wir auch den Aufenthaltsort dieses Fieslings heraus finden und dich zu ihm ein schmuggeln. Dann bleibt ja nur noch das du ihn tötest, ich ihn ins Schwert aufnehme, ihn bezwinge und dann Kindermädchen spiele. Na hört sich doch schon nach einem guten Plan an.“ Amanda sah ihn mit offenem Mund an, während er ruhig weiter aß, als hätte er gerade nur von einem Sonntagsnachmittagspicknick geredet. Dann sah er das Kind an, das neben dem Tisch stand. „Und du erzähl uns nun mal wieso man mich rief und nicht den einstigen Hüter? Wo ist er?“ Das Kind sah Amanda an: „Ist das deine zweite Frage?“ Amanda nickte: „Ja beantworte bitte die Frage.“ Das Kind nickte und setzte sich zu ihnen an den Tisch: „Also gut, der einstige Hüter ist tot das ist euch ja schon bekannt. Doch es gibt zwei Reiche in der Ewigkeit, das heißt eigentlich sogar noch mehr, doch wollen wir erst mal dabei bleiben. Also es gibt die goldene Stadt, in die Helden mit starken Seelen einziehen, unerheblich ob sie gut oder böse sind. Und in der Stadt warst du,“ damit sah sie Alrik an. „und die beiden die ihr dort noch seht.“ Damit deutete sie zu den beiden Särgen. Und es gibt eine Art Paradies, eine Welt die von einer weisen Dame regiert wird, in die dürfen nur Auserwählte hinein. Unter anderem auch der Ehemann der weisen Dame, der übrigens der erste Hüter des Schwertes war. Und als die Dame von uns ging, folgte ihr ihr Mann und das Schwert blieb somit zurück, den dorthin konnte er das Schwert natürlich nicht mit nehmen. Denn auch dort kann lediglich die Seele hingehen, aber nicht der Körper. Der Körper ruht in einer Kammer, neben seiner Liebsten. Der Unterschied zu diesen beiden Reichen ist aber, das ein Held aus der goldenen Stadt wieder gerufen werden kann. Ihre Körper werden gut aufbewahrt für den Fall das sie noch mal gebraucht werden würden. So wie ihr drei jetzt. Doch einmal ins ewige Paradies eingegangen ist der Rückweg verschlossen und somit kann man den ursprünglichen Hüter nicht noch mal rufen. Zudem er und seine Liebste schon genug durchgemacht und das Paradies mehr als verdient haben. So wurde jemand gesucht der seiner Kraft am nächsten kam, dessen Persönlichkeit stark genug war gegen den Finsteren zu bestehen und der selber grausam genug war um nicht gegen ihn zu verzagen sondern ihm eiskalt ins Gesicht lachen konnte. Und die Wahl fiel auf dich.“ Dabei sah sie Alrik an. Der schaute das Kind nun verblüfft an. „Und wieso ließ man das Schwert unbewacht zurück?“ Man sah das das Kind einen Moment nachdachte und es sah aus als horche es auf etwas, dann nickte es und antwortete: „Das ließ man nicht, das heißt es wurde gut verschlossen, in einer Kiste, mit magischen Ketten verhangen und in einer Nische versteckt aus der es eigentlich kein Entkommen geben sollte. Die weise Dame hatte an sich an alles gedacht.“ Alrik sah das Kind an: „Nun sagen wir an fast alles, denn ansonsten würde er ja wohl jetzt kaum wieder sein Unwesen treiben oder sehe ich das falsch?“ Nun zuckte das Kind nur mit den Schultern. Alrik sah es an, dann blickte er Amanda an: „Also gut, wir sind nun hier und müssen das Kind aus dem Brunnen ziehen, egal wie. Denn wenn dieser Mistkerl deine Welt zerstören konnte, könnte es ihm eventuell in den Sinn kommen auch meine wieder mal zu besuchen, also sollten wir ihn zurück schicken woher er kam. Doch als erstes sollte ich meine ursprüngliche Kraft zurück erhalten, dann ein wenig trainieren um wieder geschmeidig zu werden, du solltest deine magischen Kräfte beherrschen lernen und diese beiden Spaßvögel dort drüben sollten wir auch wecken, damit sie ebenfalls ihre morschen Knochen trainieren können. Du weißt was das heißt?“ Amanda nickte und sah aus wie ein Opferlamm: „Ist es nun soweit?“ Alrik betrachtete sie genau. „Du willst es eigentlich gar nicht oder sehe ich das falsch? Nur geht es nicht anders, zum einen will ich es und zum anderen hilft es mir mich zu entspannen und so meine Kräfte zu stärken. Außerdem sagte man mir nach das ich ein guter Liebhaber bin. Also komm Kleines zier dich nicht länger sondern gib mir was ich brauche. Und ich verspreche du wirst auch deinen Spaß daran haben, dafür sorge ich schon.“ Im stillen dachte sich Amanda: ja klar ebenso viel Spaß wie meine Mutter daran hatte. Er beobachtete sie und schmunzelte als er das Mienenspiel in ihrem Gesicht sah. Er nickte leicht zu sich selber, er hatte da eine Idee wie er sie herum bekommen würde, ohne das sie sich lange zieren musste. Er konnte sich vorstellen was in ihr vorging. Sie sah ihn an und als sie das übertrieben unbeteiligte Gesicht sah musste sie doch lachen. Sie schob ihren Stuhl zurück und stand auf. „Ich werde mich etwas hinlegen, das war doch alles ganz schön anstrengend.“ Alrik nickte leicht: „Vergiss nicht dich aus zu ziehen. Ich komme dann auch gleich.“ Sie errötete abermals und verschwand schnell in dem Schlafzimmer. Als sie auf der Bettkante saß überlegte sie, sollte sie sich wirklich ausziehen? Doch irgendwann musste es sowieso sein, ihr war klar das kein Weg daran vorbei ging. Also zog sie sich mit zitternden Händen aus und legte ihre Sachen übertrieben ordentlich auf einen Stuhl, dann kroch sie unter die Decke. Einen Augenblick später hörte sie wie die Türe geöffnet wurde, schnell schloss sie ihre Augen und tat so als schliefe sie. Dann hörte sie wie sich Alrik scheinbar auch aus zog und merkte wie die Matratze herab sank als er sich auf das Bett setzte. Als er sich unter die Decke schob, sank seine Seite noch weiter ab, er hatte auch wesentlich mehr Gewicht als sie, allerdings hatte das zufolge das sie glatt in seine Richtung rutschte wo er sie in seinen Armen auffing. So nahe war sie noch keinem Mann gewesen und sie spürte nun seinen harten und muskulösen Körper an sich, doch er tat nichts sondern hielt sie erst mal nur umfasst und drückte sie leicht an sich. Dann begann er sie sanft und leicht zu streicheln, leise flüsterte er ihr zu: „Ich weiß das du wach bist, also kannst du ebenso gut auch deine Augen öffnen.“ Sie lag total verkrampft in seinen Armen und rührte sich keinen millimeter. Alrik hatte das Gefühl einen Stock in den Armen zu halten, dermaßen verkrampft war sie. Er grinste und dachte sich, dich kriege ich schon, so drückte er sie sanft auf den Rücken und beugte sich über sie. Amanda traute sich kaum zu atmen. Doch Alrik war ein erfahrener Liebhaber und so begann er sie langsam an ihren empfindlichsten Stellen zu reizen, und spürte schon bald das ihr Körper reagierte, was nun auch Amanda spürte. Dann legten sich seine Lippen auf die ihren und er küsste sie, anfangs noch sanft und zärtlich doch so nach und nach auch fordernder. Und abermals reagierte sie darauf und erwiderte den Kuss sogar. Er vermied erst mal sie sein Gewicht spüren zu lassen, er ahnte das sie dann in Panik geraten würde, weil es sie zu sehr daran erinnern würde was sie in ihrem Traum gesehen hatte. Er ging sehr zärtlich mit ihr um, und als er spürte das sie soweit war, drückte er ihre Beine auseinander um sich dazwischen zu schieben. Er sah auf sie herab und lächelte leicht. Amanda hatte gespürt das er schon lange soweit war, eigentlich seit sie zu ihm gerutscht war. Sie öffnete die Augen und sah ihn an, sie hielt die Luft an. Leise flüsterte er ihr zu: „Hab keine Angst, es wird einen kurzen Schmerz geben doch dann werde ich dafür sorgen das es schön für dich ist.“ Dann nahm er sie erst sanft und dann mit einem mal sehr kräftig, Amanda schrie kurz auf, doch dann war der Schmerz auch schon vorbei. Und als er nun los legte spürte auch Amanda das ihr Körper zu glühen begann, er zeigte ihr das es sehr schön sein konnte, das es keine Gewalt geben musste. Und auf einmal öffnete sie sich ihm und begann sogar die Gefühle die er in ihr auslöste zu genießen. Instinktiv drückte sie sich ihm sogar entgegen. Als Alrik das spürte triumphierte er innerlich und legte nun erst richtig los, immer wieder nahm er sie sich, bis sie auf einmal aufschrie und sich ihm entgegen bäumte. Jetzt drückte er ihren Körper mit seinem herab, hielt eine weile inne bis sie sich etwas beruhigt hatte und begann dann wieder von vorne. Ihre Arme umschlangen ihn, ihre Fingernägel zogen tiefe Striemen auf seinen Rücken doch ihm gefiel es, weil es ihm zeigte das es auch ihr gefiel und das er es richtig machte. Als auch er den Gipfel erreicht hatte und sich zurück ziehen wollte verlangte sie auf einmal noch mehr. Er grinste und kam ihrem Verlangen nur zu gerne nach. Er hätte es nun bei dem einen Mal belassen um sie nicht gleich beim ersten Mal zu überfordern, doch nun zeigte sie ihm das in ihr auch eine Kämpferin steckte. Und nach einiger Zeit lagen sie erschöpft nebeneinander und er hielt sie sanft in seinen Armen, den Kopf hatte sie auf seiner Brust liegen. „Und Kleines war es nun so schlimm? Oder war es im Gegenteil nicht sogar sehr schön?“ Amanda wusste, es hätte auch anders sein können, doch Alrik war zärtlich und sanft zu ihr gewesen. Doch ahnte sie auch das in ihm ein Vulkan brodelte und das er wahrscheinlich auch ganz anders konnte. „Es war sehr schön, ich hätte nie gedacht das es so schön sein könnte.“ Alrik lächelte leicht und Amanda fühlte sich in seinen Armen sicher und gut beschützt. So sicher hatte sie sich noch nie gefühlt. Sie wusste er würde sein Leben geben um sie zu schützen. Und wenn es das war was er dafür verlangte, dann würde sie ihm das jetzt mit Freuden geben. Und das Kind würde ihr nun noch eine Frage beantworten müssen. Sie hatte auch diese Prüfung bestanden, wenn sie auch zugeben musste, das Alrik seinen Teil dazu beigetragen hatte.

Als sie nach Stunden wach wurden, lag sie immer noch in Alriks Armen und er begann bereits erneut sie zu streicheln. Sie sah ihn an: „Kriegst du eigentlich nie genug?“ Er lachte leise: „Wenn du mich so fragst, nein im Moment noch nicht, ich habe sehr lange darauf verzichten müssen.“ Und nun zeigte er ihr das er in der Tat auch anders konnte, denn nun kam er über sie wie ein Sturm, denn nun hielt er sich nicht mehr zurück und nahm sie sich leidenschaftlich und wild. Doch zu ihrer eigenen Verwunderung musste sie sich selber eingestehen das ihr das auch sehr gut gefiel. Er war zwar ein wenig grob und wild, aber nicht grausam. Und sie kam dabei selber auch auf ihre Kosten. Nach einigen Stunden sah er sie an: „So Kleines jetzt habe ich erst mal genug, wir sollten uns nun um unsere beiden Mitstreiter kümmern. Und noch etwas, sollte es auch nur einer der beiden wagen dich anrühren zu wollen, oder auch irgendein anderer so sag mir Bescheid. Denn du gehörst nun zu mir und niemand rührt mein Kleinod an.“ Amanda nickte leicht. Sie sah ihn bewundernd an. Nach einem Bad zog man sich an und verließ das Schlafzimmer, das Kind wartete schon davor auf sie. Es sah Amanda an und diese nickte. Man konnte sehen das die Kleine wie befreit aufatmete. Dann gingen sie gemeinsam zu den beiden anderen Särgen und Amanda nahm die Waffen wieder auf und legte diese nun in die Einsparungen, sie hoffte das es so richtig war und dann wartete man. Langsam sanken die Waffen in die Särge und kaum hatten sie die beiden berührt, zersprangen die Deckel und die Splitter verschwanden, die Särge selber sanken wie zuvor auch schon Alriks in den Sockel. Dann setzten die beiden sich auf. Jeder von ihnen trug eine braune Lederhose und eine dazu passende Weste, ebenso wie weiche Wildlederstiefel. Noch ein wenig wackelig standen sie dann auf und Doron legte seinen Bogen und seinen Köcher an, während Ilja seine Schwerter in die Scheiden auf seinem Rücken schob. Dann sahen die beiden Amanda und Alrik an. Doron grinste: „Also Meister wozu will man meine Pfeile haben, was steht auf dem Plan?“ dabei sah er Alrik an. Amanda bat die beiden sich zu setzen und etwas zu essen, dann erzählte sie ihnen wie am Tag zuvor schon Alrik was zu tun sei. Beide nickten nun ernsthaft und hörten ruhig zu. Dann erklärte Alrik ihnen den Plan, wie er sich das vorstellte. Auch hier nickten die beiden zustimmend. „Doch zuvor sollten wir unsere rostigen Knochen ein wenig geschmeidiger machen und etwas trainieren. Denn ansonsten könnte es böse enden, zudem muss die Kleine hier noch ihre Magie in den Griff bekommen. Denn ich gehe mal davon aus das keiner von uns als Grillhähnchen enden will nur weil ihr im ungünstigsten Moment ein Feuerball entfleucht.“ Man nickte zustimmend und begab sich nach dem Essen dann in die entsprechenden Trainingsräume. Doron hatte immer einen Scherz auf den Lippen und selbst Amanda musste immer wieder über ihn lachen, vor allem wenn er seinen Bruder foppte und der dann antwortete : „Sag noch einen Ton und ich verpasse dir mit meinen Schwertern eine neue Frisur.“ Amanda stand in dem Magieraum, hatte in einer Hand das Buch und mit der anderen versuchte sie dann beim Zauber auszusprechen, die Gesten zu machen die ihr dort erklärt wurden. Doch irgendwie kam ihr das alles zu blöd vor, so versuchte sie es auf andere weise, sie hielt beide Hände von sich fort gegen die hintere Wand gestreckt, das Buch hatte sie auf den Boden gelegt und nun brüllte sie: “Brenne.“ Und obwohl sie es nicht erwartet hatte flog auf einmal aus ihren Händen ein Feuerball gegen die hintere Wand. Sie strahlte und versuchte es gleich noch mal und abermals klappte es. Sie klatschte in die Hände: „Na geht doch, wer sagt es denn und derjenige der das Buch geschrieben hat sollte sich sein Lehrgeld wieder geben lassen, die Zauber sind ja viel zu dramatisch, so geht es doch viel einfacher.“ Hinter ihr hörte sie das Kind leicht lachen. „Noch dramatischer würde es wirken wenn du nicht jedes mal so brüllen würdest, versuch es doch einfach mal nur zu denken. Das sieht bestimmt viel cooler aus, wenn es so lässig aussieht, wie nebenbei.“ Amanda sah das Kind an und nickte: „Du hast recht, das würde wirklich cool rüber kommen.“ und so versuchte sie es in dem sie wie lässig nur eine Hand ausstreckte und dachte : Brenne. Und siehe da das klappte auch. Nun probierte sie verschiedenes aus und sie begriff auf einmal das egal welchen Befehl sie gab, dieser auch ausgeführt wurde. Dann dachte sie darüber nach was das Kind ihr gesagt hatte, das sie halb göttlich und halb dämonisch war. „Illusion, jetzt versuche ich das.“ und kurze Zeit später stand dort eine rothaarige Schönheit, Amanda hatte sich in eine Illusion gehüllt. Nun wollte sie testen ob diese Illusion auch standhalten würde und betrat kurz darauf den Trainingsraum der Männer und sah nun was damit gemeint war das man Ilja einen Schwerttänzer nannte, denn er wirbelte so schnell mit den beiden Schwertern herum, das man seine Bewegungen fast kaum noch sah. Selbst Alrik sah dem mit staunen zu. Alrik sah zu Amanda, stutzte kurz und trat dann auf sie zu: „Mylady kann ich etwas für euch tun und wie kommt ihr hier herein?“ Erst als Amanda lachte und die Illusion auflöste sah er wer sie war und nickte begeistert. „Das ist wirklich klasse, so können wir dich gegen eine der Mätressen austauschen die der Finstere zu sich ins Bett holt. Und dann liegt es an dir.“ dann trat er näher zu ihr und flüsterte ihr grinsend ins Ohr: „Und wenn ich mal etwas Abwechslung brauche, wäre dafür auch gesorgt ohne das ich fremd gehen müsste.“ Sie knuffte ihn, doch kam ihr dabei ein Gedanke, sie könnte jemand anderes sein und keiner würde es merken.

Später gingen auch die beiden anderen Männer erst mal schlafen, das Training hatte sie müde gemacht. Doch Alrik musste zugeben diese beiden waren eine wahre Bereicherung. Langsam legte er sich einen genauen Plan zu, wie sie vorgehen wollten, er überlegte das man einen Platz brauchen würde um dort die Kampfwilligen zu sammeln, der zudem leicht zu verteidigen war. Außerdem Zelte oder einige Blockhütten. Und es musste für Nahrung gesorgt werden. Als er darauf zu sprechen kam, konzentrierte sich Amanda und deutete auf den leeren Tisch an dem er saß: „So in etwa?“ Dann erschienen darauf einige Grundnahrungsmittel wie Brot und dergleichen. Er sah sie überrascht an. „Ist das eine deiner Illusionen oder ist das echt?“ Amanda zwinkerte ihm zu: “Probiere mal dann weißt du es.“ Er tat also was sie sagte und als er ins Brot biss, sah er sie an: „Mädchen das hast du klasse gemacht, aber geht auch Fleisch, also etwas mehr als nur Brot und Butter?“ Sie nickte und konzentrierte sich abermals und kurz darauf standen auch gebratene Hühnchen auf dem Tisch. „Reicht das? Also ich denke das ist mal ein sehr nützlicher Zauber.“ Er lachte sie an: „Und ob das ein nützlicher Zauber ist, vor allem wenn es ist wie du sagst und man auf deiner Welt nichts richtig essbares findet. Das wird uns einigen Zulauf bringen, die helfen können das Lager zu bewachen. Doch sag mal wie machst du das? Beziehungsweise wo holst du das her?“ Sie zuckte mit der Schulter: „Das weiß ich nicht, Ich stelle mir nur vor was ich haben möchte konzentriere mich und schwupp ist es da.“ Alrik nickte: „Ich glaube jetzt ist es Zeit deine letzte Frage zu stellen, nämlich wie dir das alles möglich ist. Denn es muss doch einen Grund dafür geben das dir das so leicht fällt.“ Nun meldete sich das Kind zu Wort: „Dafür muss sie ihre letzte Frage nicht verschwenden, denn im Grunde weiß sie es schon, doch ich wiederhole es gerne noch mal. Amanda ist zum Teil Göttlich und zum Teil der Finsternis angehörig, doch durch ihre göttliche Kraft ist sie auch in der Lage solche Kleinigkeiten wie Nahrung, Zelte oder ähnliches einfach zu erschaffen, Kraft ihres Willens. Ebenso funktionieren ihre Zauber, sie muss es nur wollen und die göttliche Kraft macht den Rest. Gute Zauber kommen aus ihrer Göttlichen Kraft, die Illusionen und dunklen Zauber, wie zum Beispiel der Feuerball oder ähnliches aus ihrer dunklen Seite. Nicht umsonst ist der Finstere so hinter ihr her, sie vereinigt beide Seiten samt der entsprechenden Macht in sich und ist somit weit aus gefährlicher als der Finstere selbst und das weiß er. Ihr habt hier das einzige Wesen im Universum das halb Göttlich und halb Dämonisch ist um es mal so zu nennen. Und wir können froh sein das sie auf der Seite des Lichts steht. Amanda hat nicht nur Glück gehabt die ganzen Jahre, sondern sie wurde auch beschützt. Zum einen von uns Kindern des Lichts und sogar von den Kindern der Dunkelheit. Denn der Finstere hat einen Frevel begangen den er nicht tun durfte. In seinem grenzenlosen Hass hat er seinen Sohn vernichtet, der seinen Platz im Universum hatte, der wichtig war. Ich darf euch nicht mehr darüber sagen, vielleicht später mal. Doch damit hat er es geschafft das wir uns vereinen und zusammen arbeiten konnten, zum ersten mal seit es uns Kinder gibt arbeiten wir zusammen. Und wir hatten die Aufgabe Amanda zu beschützen. Wir haben uns immer gewundert das es ihr nie auffiel das sie kaum alterte ab einem bestimmten Alter. Jedenfalls mussten wir sie solange beschützen bis die Zeit gekommen war, sie ihrem Schicksal zuzuführen. Und das ist jetzt soweit. Und sobald sie ihre letzte Frage gestellt hat, werde ich gehen, denn nun hat sie euch drei als Schutz und ihre eigenen Kräfte. Jetzt braucht sie uns nicht mehr.“ Amanda nickte:“ Dennoch möchte ich meine letzte Frage stellen, ist mein Erzeuger, also der Finstere hier auf dem Planeten, also damit meine ich meine Heimatwelt. Können wir ihn dort finden?“ Das Kind nickte: „Ja dort könnt ihr ihn finden, er versuchte deinen Planeten zu verlassen, doch eine höhere Macht verhinderte es. Und so ist er auf deiner Welt gefangen, dort könnt ihr ihn stellen und wieder in sein Gefängnis sperren. Doch solltet ihr vorsichtig sein, denn er ist äußerst misstrauisch. Benutze die Kugel, denn dafür hast du sie bekommen, sieh in die Zukunft und du wirst ihn entdecken können und keine Sorge, wenn du die Kugel benutzt, weiß er nicht das du ihn beobachtest, auch wenn er das Gefühl haben wird beobachtet zu werden. Er geht davon aus, das die höhere Macht ein Auge auf ihn hat.“ Amanda nickte: „Dann danke ich dir und deinen Geschwistern egal ob hell oder dunkel und sollte ich euch irgendwann mal helfen können so meldet euch.“ Das Kind verneigte sich noch mal kurz vor ihr und Alrik und war kurz darauf verschwunden. Alrik sah sie an: „Nun sind wir auf uns alleine gestellt, doch ich bin optimistisch das es uns gelingen wird.“ Amanda nickte leicht und griff sich ein Hühnchen um ihm ein Bein ab zu reißen und biss dann herzhaft hinein.