Kapitel 28: Dorian und Jasmin?

Die Zeit verging weiterhin.
Inzwischen hatte es Aaron, der Krieg geschafft und sein Ziel
erreicht und nach einiger Zeit ebenso seinen Platz in Ionas Bett
gefunden, wo es ihm sogar sehr gut gefiel. Auch hatte er nun
seine Macht erlangt und was daraus werden würde, das würde man
mit der Zeit sehen. Und man war in die Höhle zurück gekehrt. Und
auch Eric und Jasmin waren wieder zurück. Jasmin war darüber
recht glücklich, denn irgendwie fühlte sie sich hier doch wohl.
Die beiden männlichen Geister hatten ihren Platz am Schachbrett
mal für einige Zeit verlassen, da ja nun, bis auf eine, alle
Inkarnationen in der Höhle wohnten. Nun wurde es Zeit das diese
ihre Aufgaben übernehmen würden, und zwar richtig. So traten sie
zur Urmutter, die sie wieder mal recht nachdenklich vor fanden.
Was die beiden nicht mit bekommen hatten, war das Eric
inzwischen Jasmin genau erzählt hatte was er von Dion erfahren
hatte, und so stand Jasmin an einem Morgen wieder mal an ihrem
Buch und unterhielt sich mit ihm, das heißt sie redete und die
Antworten erschienen als Schrift im Buch. Ying sah die Urmutter
an: „Was ist los, du sieht nachdenklich aus.“ Die Urmutter
nickte: „Ja denn so wie es aussieht gibt es einige Probleme.
Einmal versucht die gute Jasmin, das Buch zu überzeugen das es
doch nicht gar so schlimm wäre dem Werben von Dion nach zu
geben, Geschwister hin oder her. Des weiteren...“ nun sah sie
Yang an:“....versucht dein Avatar die Heldin des Schicksals zu
verführen. Was ich allerdings gar nicht so gut finde. Das ist
mir einfach zu hoch. Er selbst hat festgestellt das die beiden
absolut optimal sind und doch versucht er sie ins Bett zu
bekommen. Wo er genau weiß das kann nur in die Hose gehen. Denn
so einen Betrug würde Eric weder Jasmin noch Dorian verzeihen.
Er würde damit eine Liebe zerstören die noch sehr wichtig sein
wird. Das darf einfach nicht geschehen.“ Während also die
Urmutter gerade mit den männlichen Geistern sprach, leuchtete in
der Kristallhöhle Jasmins Kugel auf, was meistens hieß , es gab
etwas das sie sehen musste. So schaute sie dort hinein und
schrie auf: „nein, nein .das kann nicht sein.....nein.“ dann
schnappte sie sich ihren Stab mit der Kugel und rannte in ihre
Wohnhöhle um dort nach Eric zu suchen, sie musste mit ihm über
das gesehene reden. Eric sah, das sie vollkommen aufgelöst war
und weinte. „Was ist los mein Schatz?“ Sofort nahm er sie
schützend in seine Arme. „Hat man dich belästigt, ist man dir zu
nahe getreten, nun sprich was ist los?“ Sie deutete auf die
Kugel und drückte sich in Erics Arme. „Das kann nicht sein, das
wird nie passieren. Die Kugel hat mir gezeigt.was die Zukunft
bringt.“ Eric sah sie ratlos an: „Was wird nie passieren?“ Nun
schrie Jasmin heraus: „Das ich freiwillig mit Dorian schlafen
würde......Die Kugel hat mir gezeigt das ich in seinen Armen
liege, das ich mit ihm....... Aber das wird nie passieren.
NIEMALS.“ Eric sah sie an: „Schatz vielleicht irrt sich deine
Kugel ja mal. Beruhige dich doch, ich weiß doch das du mir treu
bist. Denn ansonsten würdest du mir das wohl kaum erzählen.“ Es
dauerte eine weile doch irgendwann hatte Eric seine Frau
beruhigt.
Abermals vergingen einige Tage
und Jasmin hielt sich wiederum in der Kristallhöhle auf, als
Dorian hinter ihr erschien und sehr nahe hinter sie trat. Leise
flüsterte er ihr ins Ohr: „Ich weiß doch das du mich auch willst
und hast du nicht selber die Zukunft gesehen?“ Langsam legte er
die Arme um sie und drehte sie zu sich herum. „Also komm, sag
es, sag das du mich willst.“ Sie versuchte sich gegen ihn zu
wehren doch ehe sie sich versah lagen seine Lippen bereits auf
den ihren. Um dann fest zu stellen das sie den Kuss tatsächlich
erwiderte. Dorians Hände glitten an ihr entlang und leise
stöhnte er auf. „Komm sag es, lass uns unsere Gelüste stillen,
sag das du mich willst.“ „Nein ich will dich nicht“ :wehrte sie
ihn ab. Abermals stöhnte Dorian leise auf. „In all der Zeit habe
ich keine Frau so sehr begehrt wie dich, komm sag es, denn ich
darf es nur wenn du freiwillig dazu bereit bist. Also sag es.“
weiterhin glitten seine Hände an ihr entlang und sie glaubte es
selber nicht, doch sie genoss es. Als er spürte das ihre
Gegenwehr langsam erlosch, küsste er sie abermals und nun recht
fordernd und verlangend und sie erwiderte den Kuss wiederum.
Dann presste sie sich an ihn: “Ja ich will dich“: kam es leise
von ihr als er den Kuss abermals löste und seine Küsse nun auf
ihren Hals verlegte. Kaum hatte sie es ausgesprochen, verschwand
er mit ihr aus der Kristallhöhle und erschien wieder in seinem
Schlafzimmer. Er war am Ziel seiner Wünsche und es ging die
nächsten Stunden recht wild in dem Schlafzimmer zu. Doch selbst
nach Stunden forderte sie immer noch mehr. Und er tobte sich
wahrlich aus. So eine heißblütige Frau hatte er nicht erwartet,
doch es gefiel ihm. Und selbst als er fast am Rande seiner Kraft
war, forderte sie weiter. Er konnte es nicht fassen. Doch
irgendwann waren beider Kräfte absolut erschöpft und sie lagen
neben einander. „Bei der Urmutter aber das hätte ich nicht
erwartet. Du bist ja schlimmer als Mystra und die kann schon
sehr verlangend sein, wenn sie es drauf hat. Was ist nur mit dir
los?“ Sein Körper war total zerkratzt, er war fix und fertig und
erledigt.
Eric der gerade in die
Kristallhöhle trat hörte nur noch wie Jasmin sagte „Ja, ich will
dich“ und sie mit Dorian verschwand, er war zu tiefst
erschüttert. Verzweifelt sank er zu Boden. Seine Jasmin und
dieses Untier? Dann stand auf einmal Mystra vor ihm. „Steh auf
und folge mir.“ Er sah sie tieftraurig an: „Dorian, er hat, er
hat...“ Doch Mystra lächelte: „Er hat gar nichts komm mit, folge
mir.“ So erhob er sich und folgte ihr, er war ein gebrochener
Mann, bis zu dem Moment als er die Wohnhöhle betrat und dort
Jasmin sitzen sah die in dem großen Buch las. Er sah Jasmin an,
dann Mystra und wieder Jasmin, er hatte doch selber gesehen wie
seine Liebste mit Dorian verschwunden war. Jasmin sah auf:“ Was
ist los?“ dabei sah sie fragend zwischen Mystra und Eric hin und
her. Mystra bat Eric sich zu setzen und er folgte ihrer Bitte,
dann begann sie zu erklären. „Nun hier hat die große Mutter
eingegriffen. Dein Gatte,“ an Jasmin gewandt: „hat mitbekommen
wie du zu Dorian in der Kristallhöhle sagtest, das du ihn
willst. Und das hat ihn erschüttert.“ Eric saß neben Jasmin und
drückte sie an sich. “Aber habe ich doch gar nicht, ich war die
ganze Zeit hier. Das Buch sagte mir ich solle es mit nehmen und
hier lesen und das habe ich getan.“ Mystra nickte. „Die Urmutter
kannte das verzweifelte Verlangen von Dorian nach dir und
wusste, es musste gestillt werden auf irgendeine Weise, damit es
nicht zur Katastrophe kommen würde. Das du nicht mit ihm gehen
würdest war uns allen klar, so attraktiv und aufregend du ihn
auch finden magst. Denn du bist ein Licht in der Dunkelheit und
keines Betrugs fähig. Wenn auch Dorian das einfach nicht
begreifen kann.“ Nun sah Eric seine Frau fragend an, und Jasmin
errötete leicht vor Verlegenheit. „ So hat sie zu einem Trick
gegriffen, sie hat etwas getan was sie eigentlich nie tun
wollte, doch ihr blieb nichts anderes übrig. Inzwischen dürfte
es schon recht wild und zügellos in Dorians Schlafzimmer zu
gehen, denn er geht gerade mit einem Geschöpf ins Bett, das man
als Sukkubus kennt. Ein Männermordendes Ding das den Kerlen die
Kraft nimmt. Nun bei Dorian wird sie damit zwar keinen Erfolg
haben, aber dennoch wird sie ihn fertig machen können.“ Dabei
grinste Mystra leicht, weil sie sich vorstellte was Dorian zur
Zeit wohl durchstehen musste. Nun sah sie Eric an. „Die grosse
Mutter bittet dich, ihm zu verzeihen das er es versucht hat. Nur
er wäre an seinem Verlangen irgendwann verrückt geworden, doch
jetzt hat er sein Verlangen stillen können und wird, so hoffen
wir ,Ruhe geben.“ Eric knurrte leise, doch als er Jasmin ansah,
wurde ihm klar das er ebenso verrückt nach ihr war und konnte
Dorian gewissermaßen verstehen. „Betrug ist Betrug, er hat sein
Versprechen gebrochen, sie nicht an zu rühren.“ Mystra sah ihn
an. „Er hat sein Versprechen nicht gebrochen, wenn er es auch
glaubt, doch wir wissen das er im Moment nicht mit Jasmin im
Bett liegt. Also gib ihm noch eine Chance. Er wird schweigen,
denn er will auf keinen Fall deine Freundschaft verlieren,
ebenso wie er davon ausgeht das auch Jasmin schweigen wird. Da
er weiß wie sehr sie dich liebt und dich auf keinen Fall
verletzten will. So wird es keinem auffallen das nicht er
betrogen hat, sondern er sogar betrogen wurde. Ich werde gleich,
sobald sie mit ihm fertig ist, den Sukkubus aus seinem Zimmer
holen, mit der Begründung sie hier her zu bringen, doch
stattdessen wird sie dort hin zurück geschickt werden wo sie her
kam. Und wir hoffen alle das es damit hoffentlich erledigt ist.“
Eric und Jasmin nickten verstehend und so antwortete Eric: „In
Ordnung, so ein schlechter Kerl ist er ja eigentlich auch gar
nicht und wenn es damit dann endlich erledigt ist, soll es mir
recht sein.“ Jasmin lächelte Eric an: „Also hat meine Kugel sich
in gewisser weise nicht geirrt.“ Eric schmunzelte: „Nein hat sie
wohl nicht, doch darüber das du Dorian attraktiv und aufregend
findest, müssen wir noch mal reden.“ Nun sah er wieder wie seine
Frau leicht errötete und abermals verlegen wurde und lachte
dröhnend. „Nun mein Schatz dann werde ich gleich mal zusehen, ob
ich ihn nicht ersetzen kann.“ Mystra sah von einem zum anderen,
lächelte freundlich und verschwand. Sie würde nun Posten vor
Dorians Zimmer beziehen um rechtzeitig zur Stelle zu sein um den
Sukkubus aus seinem Zimmer zu holen, doch erst mal sollte dieses
Geschöpf ihn so richtig fertig machen.

Kapitel 29: Mann oder Frau?

Es kam wie Mystra es sich
gedachte hatte. Nachdem Ruhe in Dorians Zimmer herrschte und sie
leise das Zimmer betrat, war Dorian wohl recht fertig
eingeschlafen und sie holte leise das Geschöpf aus seinem
Zimmer. Als sie mit ihm bei der Urmutter ankam, schickte dieses,
nachdem sie ihm sein eigenes Aussehen wieder gegeben hatte,
zurück auf die Welt von der sie es geholt hatte. Nun hofften
beide das Dorian nie dahinter kommen würde das man ihn betrogen
hatte. In den nächsten Tagen lies sich Dorian nicht bei Jasmin
und Eric sehen, Nicht das er ein schlechtes Gewissen gehabt
hätte, sondern er wusste zum ersten mal nicht wie er den beiden
gegenüber treten sollte. Auf seine Frage an Mystra, wieso Jasmin
aus seinem Zimmer verschwunden war, sagte sie ihm, das sie
Jasmin zurück gebracht habe in ihre Räume.
Nun gab es vorläufig nur noch das
Problem, das Jasmin immer noch versuchte auf Jenna
beziehungsweise dem Buch ein zu reden, damit sie und Dion erlöst
werden konnten. Was sie dabei nicht bedachte war, das sobald das
geschehen würde, ständen sie und auch Eric ohne die Hilfe der
beiden Götter da. Doch Jasmin war nie egoistisch gewesen und so
kam es ihr auch nicht in den Sinn. Doch das Problem sollte sich
wohl von selber lösen. Mehr oder weniger, denn es kam abermals
der Tag das die beiden jungen Götter ihr Gefängnis verlassen
konnten, zumindest für die nächsten Stunden. Und so trat Dion
vor Jenna hin, diese sah ihn an, sie zitterte am ganzen Körper
und als Dion es bemerkte, schnaufte er leise. „Bist du bereit?“
Jenna schüttelte den Kopf: „Nein, ich will es nicht, verstehst
du nicht? Ich kann nicht.“ Nach seinem Gespräch mit Eric war
Dion klar geworden, das er sie auf keinen Fall zwingen durfte,
also drehte er sich um und verschwand. Ein Jahr, ein ganzes Jahr
hatte er nur zusehen dürfen, wie Eric seine Jasmin in den Armen
hielt, was sie mit einander taten, und wie schön sie ihre
gemeinsame Zeit fanden. Dion war nicht anders als Dorian, ihm
stand nicht der Sinn danach die wenigen Stunden die er hatte,
mit Diskussionen zu verbringen und so streifte er auf der Welt
umher. Er wollte eine Frau und wenn Jenna sich weigerte, so
dachte er sich es gibt auch noch andere und eine wird mir schon
geben was ich will. Dion sah gut aus und manch eine Frau
wünschte sich wenn sie ihn sah, in seinen Armen liegen zu
dürfen. Als er eine Frau gefunden hatte, die ihm gefiel und er
verführen konnte so tat er das auch. Abermals stand er unter der
Beobachtung der Urmutter und als sie sah was er mit seiner Zeit
die er als körperliches Wesen hatte tat, schüttelte sie nur den
Kopf. Dion hatte schon einige Kinder gezeugt, doch diese waren
inzwischen im Fluss der Zeit verschwunden, gealtert und auch
gestorben, ohne Nachkommen zu hinterlassen und selbst wenn mal
ein Nachkomme gekommen war, so wurde das göttliche in jedem
weiteren Nachkommen immer verwaschener. Doch diesmal legte die
Urmutter es darauf an, das Dion abermals ein Kind zeugte, doch
es sollten zwei werden. Die Urmutter rechnete damit das Jasmin
es irgendwann doch schaffen würde, Jenna zu überzeugen. Denn ihr
war klar an Dion lag es nicht, er würde sich Jenna sofort
nehmen, wenn sie ihre Zustimmung geben würde. Doch noch weigerte
diese sich.
Nun die Welt der Urmutter bestand
außerhalb des normalen Zeitflusses, so das man von dort aus in
die Vergangenheit, die Gegenwart als auch in die Zukunft reisen
könnte. Deswegen nannten die Avatare die Stadt die darauf stand
auch „Stadt außerhalb der Zeit.“ Hier lief die Zeit in einem
ganz anderen Zeitfluss, eine Sache die auch schon Jasmin und
Eric bemerkt hatten, mal lief sie schneller und mal auch
langsamer als auf den Welten die es im Universum gab. Jasmin und
Eric waren sehr weit in der Zukunft geboren worden, was ihre
Welt anging, ebenso wie sie dort auch bereits in der von ihnen
berechneten Zeit in die Vergangenheit gereist waren. Sie hatten
inzwischen schon jegliches Zeitgefühl verloren und zählten nur
noch die Zeit die sie auf der Welt der Urmutter verbrachten.
Obwohl sie nicht mal wussten wo ihre Höhle genau lag, Das hatte
ihnen bisher keiner erklärt und merkwürdigerweise hatten sie
auch nie danach gefragt. Nun könnte man sagen, das sie dann auch
hätten eingreifen können bevor der Zauberer seinen Fluch los
gelassen hatte, doch dann hätte sich bei ihnen nichts geändert
und das musste geschehen. Die Urmutter wusste also genau was sie
tat. Jetzt jedenfalls als Dion wieder mal seiner Lust freien
Lauf lies und mit einer Sterblichen ins Bett ging, hatte das
weitreichende Folgen. Folgen die weder er noch alle anderen, bis
auf die Urmutter, überblicken konnten. Denn die junge Frau wurde
schwanger. Während er dort auf der Welt sich mit einer Frau
vergnügte, sprach Jasmin wieder mal mit Jenna. Die beiden saßen
sich in Jasmins Garten gegenüber. Das war inzwischen zur
Tradition geworden, seit Jennas Seele das erste mal das Buch
verlassen durfte und Jasmin von ihr Kenntnis hatte. Während auch
Eric immer mal versucht hatte Dion ins Gewissen zu reden, doch
waren seine Bemühungen nur von mäßigem Erfolg gekrönt gewesen.
Dion hatte zwar eingesehen das er Jenna nicht zum Beischlaf
zwingen durfte, doch seiner Lust wollte oder konnte er nicht
abschwören. Er war was das anging, schlimmer als Dorian. Und so
suchte er sich Jahr für Jahr, sobald Jenna es ablehnte, eine die
mit ihm ohne große Fragen zu stellen, ins Bett ging.
Jasmin sah Jenna an: „Du liebst
ihn doch oder?“ Jenna nickte: „Natürlich liebe ich ihn, aber
doch eher als das was ich bin, wie eben halt eine Schwester
ihren Bruder liebt. Doch als Mann? Das kann ich nicht.“ Jasmin
nickte verständnisvoll: „Das verstehe ich ja, doch ich weiß das
für euch diese Moralvorstellungen nicht greifen sollten. Das es
für euch eigentlich recht normal sein sollte, hier gilt die
Blutsverwandtschaft nichts. Weil ihr seid Götter und da ist das
wohl anders. Sieh mal ich war auch einmal ein gewöhnlicher
Mensch und bin ebenfalls mit diesen Moralvorstellungen
aufgewachsen und doch habe ich hier gelernt das das nur eine
Sache ist die wir Menschen irgendwann mal erfunden haben, damit
keine verkrüppelten Kinder zur Welt kommen können. Einst in
einer weitreichend zurück liegenden Zeit, also von meiner mir
bekannten Zeit gesehen, war es normal und üblich, das
Geschwister oder nahe Verwandte mit einander ins Bett gingen,
sei es aus der Begierde heraus, oder um eine eindeutige Erbfolge
her zu stellen. Und niemand fand etwas dabei. Erst im Laufe der
Zeit wurde klar das diese Inzestbeziehungen, halt auch geistig
zurück gebliebene Nachkommen hervorbringen können. Das hat der
Lauf der Geschichte gezeigt, dennoch war es oft üblich und wurde
auch ohne groß darüber nach zu denken praktiziert. Betrachte
Dion mal nicht als deinen Bruder, schau ihn dir an. Würdest du
nicht wissen das er dein Bruder ist und würdest ihn als Mann
treffen, würde er nicht eventuell dein Interesse wecken?“
Schnippisch antwortete Jenna: „Nein, denn ich will von keinem
Mann mehr angerührt werden. Und vor allem nicht von ihm.“ In
Jasmin keimte ein Verdacht auf, sie sah Jenna an: „Sag mal, kann
es sein das du dich von Frauen angezogen fühlst? Das
möglicherweise daher deine Interesselosigkeit, an Männern
herrührt?“ Jenna blickte sie sprachlos an: „Also darüber habe
ich noch nicht nachgedacht. Ich hatte bis auf diese eine Nacht,
die mir Dion aufgezwungen hat, ja keine Erfahrungen. Und so auch
keine mit Frauen.“ Eric der unbemerkt in der Nähe hinter einem
Vorhang verborgen stand und das nun hörte, dachte nun auch über
Jasmins Verdacht nach. Könnte das die Lösung sein? Hatte es
vielleicht wirklich nichts damit zu tun das Dion ihr Bruder war,
sondern das sie einfach keinen Bezug zu Männern im allgemeinen
aufbauen konnte. Auch die Urmutter hörte dem Gespräch zu und
bekam so auch mit das Jasmin vermutete das es daran liegen
könnte. So rief sie Dorian zu sich, der dachte schon das er nun
eine gehörige Standpauke bekommen würde, wegen der Sache mit
Jasmin. Doch außer das sie ihm sagte das dies eine einmalige
Sache bleiben müsste fragte sie ihn: „Sag mal könnte es sein das
es Frauen auch mit Frauen tun?“ Dorian sah die Urmutter an und
nickte:“ Sicher, ebenso wie es Männer mit Männer tun.“
Nachdenklich schritt die Urmutter auf und ab: „Und zu welchem
Zweck? Denn Kinder werden daraus ja wohl kaum entstehen.“ Dorian
sah sie an: „Nun wie soll ich das nun erklären. Das ist nicht
zum Zweck um ein Kind zu zeugen, wobei ich da doch eher auf
Frauen stehe. Es ist um die Lust zu befriedigen. Aus keinem
anderen Grund. Und es gibt eben einige die auf ihr eigenes
Geschlecht fixiert sind und so auch eher dazu neigen sich davon
angezogen zu fühlen.“ Die Urmutter begriff langsam: „Lust oder
die Befriedigung dessen ist sehr wichtig oder? Ich meine ich
weiß ja was Mystra empfindet wenn sie mit dir oder Andra den Akt
vollzieht und ich spüre ebenso das sie sich danach wohl fühlt.
Und nun mal angenommen, ich habe eine Frau die sich weigert es
mit irgendeinem Mann zu tun, könnte es daran liegen das sie die
Männer an sich nicht anziehend findet?“ Dorian nickte: „Ja
richtig, ich für meinen Teil, also für mich ist die Befriedigung
sehr wichtig, ich liebe es mit einer Frau zusammen zu sein. Doch
könnte es rein theoretisch auch ohne weiteres sein das besagte
Frau nichts für Männer übrig hat und somit sich tatsächlich eher
von einer Frau angezogen fühlt.“ Abermals nickte die Urmutter.
„Doch wie könnte man das heraus finden, wenn diese Frau es nicht
mal selber weiß.“ Dorian hatte wie immer eine recht einfache
Lösung: „Soll sie es mit einer Frau versuchen, regt sie das
ganze an, steht sie eindeutig auf Frauen, wenn nicht....na dann
wohl doch eher ein Mann. Und ich würde mich für den Gegentest
gerne zur Verfügung stellen. Um welche Frau handelt es sich
denn?“ Die Urmutter knurrte: „Das vergiss mal ganz schnell
wieder. Und um welche Frau es sich handelt geht dich nichts an.
Doch danke nun sehe ich etwas klarer.“ Dorian sah sie fragend
an: “Wo wir gerade so nett mit einander plaudern, du sagtest,
das du spürst das es Mystra gefällt was sie mit mir und Andra
erlebt, doch würdest du mir eventuell sagen ob es ihr sehr
gefällt, was ich mit ihr mache?“ Als er allerdings ihren
finsteren Blick sah der ihn traf, zog er es vor nicht auf die
Antwort zu warten, sondern verschwand lieber schleunigst.
Nun nicht nur Dorian war auf die
Lösung des Problems gekommen um heraus zu finden, ob Jenna
tatsächlich eher auf Frauen stand, sondern auch Jasmin. Diese
sah Jenna an:“ Dann solltest du es eventuell mal mit einer Frau
versuchen. Doch wenn es so sein sollte, sehe ich das ihr niemals
von eurer Strafe erlöst werden würdet. Da du dich dann
grundsätzlich weigern würdest dich Dion hin zu geben. Und nicht
weil er dein Bruder ist, sondern weil dich kein Mann
interessiert.“ Dion tauchte kurz darauf leise hinter Eric auf,
schaute ihm über die Schulter und fragte als er sah das dieser
den beiden Frauen lauschte: “Gibt es etwas interessantes?“ Eric
erschrak und fuhr herum: „Musst du mich so erschrecken?“ Dion
zuckte leicht mit den Schultern: „Nun eigentlich nicht, doch was
gibt es das dich so fesselte, das du mich nicht mal kommen
hörtest.“ Eric sah Dion an: „Wie genau lautet die Voraussage die
euch erlösen könnte. Und wo zum Teufel hast du gesteckt?“ Dion
lies sich in einen Sessel fallen und flegelte sich dort herum.“
Ich habe mich amüsiert. Und was nun den Wortlaut angeht, da
müsstest du Jenna fragen, aber in etwa ist es so, das ich sie
für mich gewinnen und sie sich mir hingeben müsste. Dann wären
wir frei.“ Eric nickte: „Und was tust du um sie für dich zu
gewinnen? Dich mit anderen Frauen herum treiben. Meinst du das
würde sie dann in deine Arme bringen? Gott Junge, widme ihr
deine Aufmerksamkeit, zeige ihr das dir was an ihr liegt, sei
sanft und liebevoll. Versuche sie mit Gefühl dazu zu bringen.
Doch so wird das nie etwas, ich dachte du liebst sie. Allerdings
wenn stimmt was Jasmin vermutet, dürfte sich das wahrscheinlich
sowieso erledigt haben.“ Nun wurde Dion hellhörig und setzte
sich auf: „Was vermutet deine Gattin?“ Eric sah ihn an: „Das
Jenna eventuell generell nichts von einem Mann will, das ihr
eine Frau lieber wäre.“ Dion sah ihn sprachlos an: „Ich bin aber
gerne ein Mann, ich will keine Frau sein, zudem wurde ich als
Mann geboren. Ich liebe meinen kraftvollen Körper, nun ja selbst
wenn es nur für den einen Tag im Jahr ist. Und ich liebe es die
Frauen in meinen Armen zu halten.“ Eric sah ihn an: „Könntest du
denn dein Geschlecht ändern?“ Dion knurrte: „Sicher könnte ich
das, doch warum sollte ich das tun? Ich bin und bleibe ein Kerl,
Ende der Durchsage.“ Eric schnaufte leise: „Schon mal daran
gedacht, das hier genau der Punkt liegt? Das es keine größere
Liebesbezeugung geben könnte, wenn es dir schon möglich ist,
dein Geschlecht zu ändern, das du für sie bereit wärst, eine
Frau zu werden?“ Dion sprang auf und trat dicht an Eric heran:
„Hast du schon mal daran gedacht, das diese Änderung nur eine
Äußerlichkeit wäre? Denn ich wäre im inneren immer noch ein Kerl
und keine Frau. Es sähe nur so aus. Und außerdem würde mir dann
etwas zwischen meinen Beinen fehlen, an das ich mich doch recht
gewöhnt habe.“ Eric lenkte ein: „Na gut, es müsste erst mal
überhaupt festgestellt werden ob sie überhaupt auf Frauen
steht.“ Er drehte sich wieder herum um nach draußen zu den
beiden Frauen zu sehen und Dion trat abermals hinter ihn.
„Könnte deine Jasmin es nicht mal leicht antesten? Zu ihr hat
Jenna vertrauen. Wir könnten ja zusehen. Übrigens finde ich
deine Frau auch rattenscharf.“ Eric knurrte: „Und wenn du so
weiter redest hast du gleich rattenscharf das Schwert zwischen
deinen Rippen.“ „Ja, ja ist ja schon gut, du solltest stolz
darauf sein das ein Avatar und ein Gott Interesse an deiner Frau
zeigen.“ leicht zuckte Dion nochmals mit der Schulter. Eric
dachte darüber nach wie man das feststellen könnte, ebenso wie
Jasmin. Doch es waren nur noch wenige Stunden dann mussten beide
zurück in ihr Gefängnis. Jasmin sah Jenna an: „Also gut, machen
wir einen Versuch.“ kurz schaute sie sich um, erhob sich und
stellte sich vor Jenna. Dann öffnete sie ihr Kleid und lies es
zu Boden gleiten. Und Dion platzte leise heraus: „Aber holla,
sagte ich rattenscharf? Sie ist mehr als das.“ Eric fuhr herum:
„Pass auf das dir nicht die Augen aus dem Kopf fallen. Verdammt
das du sie so siehst, passt mir gar nicht.“ Nun grinste Dion ihn
frech an: “Ja meinst du ich bekomme nicht mit was ihr beide
treibt? Du vergisst das ich deine Gedanken lesen kann und ebenso
alles mit bekomme was du tust, also auch das mit ihr.“ Daran
hatte Eric bisher nie gedacht, er knurrte leise drehte sich aber
wieder den beiden Frauen zu und schaute weiter hin, was nun
kommen würde. Jasmin sah Jenna an: „Und? Spürst du was?“ Hinter
Eric kicherte leise Dion. „Nun auch wenn sie vielleicht nichts
spürt, so doch.....“Dann sah er Eric`s finsteren Blick und hielt
schnell den Mund. Doch Jenna schüttelte den Kopf: „Nein, bitte
zieh dich wieder an, das ist doch peinlich, wenn dich jemand so
sieht.“ Während Jasmin sich wieder anzog, schaute Eric Dion an:
„Sagtest du gerade das du alles mit bekommst? So auch meine
Gefühle?“ Dion nickte: „Und ich muss ehrlich gestehen, das mir
das gar nicht leid tut. Aber wieso fragst du?“ Doch dann wusste
er was Eric gerade aufgegangen war: „Oh du meinst wenn Jenna es
ebenso fühlt was in Jasmin vorgeht, dann.........hm das könnte
sogar klappen, sofern Jenna das nicht blockiert, um euch eure
Privatsphäre zu lassen. Und bevor du mich schlägst auch ich
könnte es, doch ich bin anders als sie und ich habe keine
Skrupel das mit zu erleben. Allerdings wenn du es genau wissen
willst müssten du und Jasmin einen Test starten.“ Eric nickte,
ihm passte es ganz und gar nicht das Dion scheinbar mit erlebte
was er und Jasmin mit einander taten. Doch jetzt musste das
geklärt werden. So trat er hinter dem Vorhang hervor und trat
auf die beiden Frauen zu, als Jasmin sich wieder setzte und Dion
folgte ihm. „Ich muss mit dir reden“ :lächelte er Jasmin an.
Dion flüsterte ihm zu: „Ich würde damit warten, sonst wenn sie
sich jetzt nicht bereit dafür erklärt wirst du ein Jahr ohne
deine Frau im Bett auskommen müssen. Weil sie sich weigern wird
es mit dir zu teilen, da ich alles mit bekomme.“ Eric knurrte,
weil Dion in gewisser weise recht hatte, doch vielleicht konnte
er ja Jasmin klar machen das Dion nicht immer alles mit bekam.
Auch wenn es nicht ganz die Wahrheit wäre. Eric nahm Jasmin
sachte zur Seite und erklärte ihr was er von Dion erfahren hatte
und fragte sie ob auch zwischen ihr und Jenna so eine Verbindung
bestehen würde. Jasmin zuckte mit der Schulter: „Ich weiß es
nicht, denn ich muss das Buch berühren wenn ich mit ihm oder
eben mit ihr rede. Sie antwortet dann mit der Schrift im Buch,
also ich kann sie nicht so hören wie du das Schwert hören
kannst. Wenn ich auch weiß, das das Schwert mich hört.“ Was Eric
wunderte war das sie nicht überrascht war, das Dion alles mit
bekommen würde, so sah er sie fragend an: „ Und das regt dich
nicht auf, das er alles mit bekommt?“ Jasmin zuckte kurz die
Schulter: „Nun könnte ich etwas daran ändern? Wohl nicht, also
und was sollte mir das Schwert schon antun? Und es gibt hier ja
noch mehr Spanner außer ihm. Wir werden laufend beobachtet. Und
inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Aber ich glaube ich weiß
worauf du hinaus willst, wenn sie genau das auch empfinden was
wir empfinden, müsste sich das bei ihnen bemerkbar machen und es
wäre möglich das Jenna dann doch Interesse an Dion entwickeln
könnte.“ Eric grinste Jasmin frech an: „Ich werde dich auch
richtig heiß machen.“ So ging Jasmin schmunzelnd auf Jenna zu um
sie zu fragen. Und war überrascht als diese antwortete: „Sicher,
wir sind mit einander verbunden, nur blocke ich das ab. Weil ich
es unhöflich finde, das mit zu bekommen.“ Jasmin machte ihr dann
klar, das wenn sie es nicht mehr blocken würde, sie auch mit
bekommen könnte, wie schön es sein kann. Und das sie dann
eventuell über diese Blockade hinweg kommen und somit eventuell
die Chance auf Erlösung für die beiden bestehen würde. Jenna
verstand auf was Jasmin hinaus wollte und nickte: „Unter einer
Bedingung....das Dion ebenso die Bedingung erfüllt die an die
Erlösung gebunden ist, das heisst er muss sich um mich bemühen
und da tut es nicht nur die Frage: „bist du bereit?“. Denn das
ist das einzige was er immer fragt wenn wir unsere freie Zeit
beginnen.“ Nun sahen Jasmin und Eric, Dion vorwurfsvoll an: „Ist
das wirklich alles? Und das nennst du dich um sie bemühen?“ Eric
war fassungslos. „Also mein Junge so bekommt man nicht das was
man möchte. Da solltest du dich schon ein wenig mehr anstrengen.
Kein Wunder das sie nicht will.“ Dion zuckte nur kurz mit der
Schulter: „Nun ich zwinge sie nicht und da wir nun mal nur einen
Tag zur Verfügung haben und ich meine Bedürfnisse gestillt sehen
will, suche ich mir eben eine andere.“ Eric machte ihm klar das
es so nicht gehen würde und Jenna erklärte sich bereit, Jasmins
Gefühle zu empfangen und sich nicht mehr dagegen zu sperren.
Ebenso war Dion bereit, sich mehr um Jenna zu bemühen. Nach dem
sie alles besprochen hatten, sah Jenna auf: „Es ist Zeit wir
müssen wieder gehen......“ Und leise hauchte sie noch Jasmin
zu:“.....danke.“ dann wurden die beiden zu Nebel und flossen
wieder in das Schwert und in das Buch. In einem Jahr wäre es
wieder soweit. Jasmin tat es jedes mal leid wenn sie das sah und
weinte leise, während Eric sie ihm Arm hielt und tröstete.

Kapitel 30: Welt im Dunkel und
die Herrin des Lichts

Jasmin stand an der Mauer die ihr
Plateau umschloss und sah darüber. Tief unter ihr hatte sie
schon vieles gesehen, mal die einst verfluchte Stadt, mal das
Haus von Iona, ebenso wie es auch Zeiten gab da sie nichts sah
außer Sterne oder Wolken. Doch nun stand sie da und sah eine
Welt die sich unter ihr drehte. Sie kannte diese Welt nicht. Und
weder das Buch noch ihre Kugel sagten etwas darüber. Dann sah
sie wie langsam, einem schleichenden Ölteppich gleich, diese
Welt von Dunkelheit überzogen wurde. Hinter ihr kam das
Schicksal angelaufen: „Jasmin weisst du etwas darüber? Ich habe
einen Webstuhl da fallen mehr Fäden ab, als es sein dürften,
dort sterben Menschen. Sogar Kinder, die eigentlich noch viele
Jahre vor sich gehabt hätten.“ Jasmin winkte das Schicksal heran
und deutete unter sich. „Ist es der Webstuhl der eventuell zu
dieser Welt gehört? Ich weiß nicht wie sie heißt, doch könnte es
sein?“ Das Schicksal nickte leicht: „Ja, ja das ist die Welt.
Was geht da vor?“ Die beiden Frauen standen dort und sahen
fassungslos herunter und mussten mit ansehen wie diese Welt
langsam starb. Dann kam auch Iona von hinten. „Ich hörte euch
hier reden, eine Welt stirbt, ich spüre es in jeder meiner
Poren, es sind furchtbare Schmerzen. Was geht denn hier bloß
vor?“ Dann schrie sie wieder auf, als würde etwas ihr unendliche
Schmerzen bereiten. Hinter ihr erschien auch Aaron. Der sehr
zornig aussah. Auch Väterchen Zeit erschien hinter ihnen:
„Verdammt ich kann es nicht aufhalten, ich habe schon versucht
die Zeit für diese Welt zurück zu drehen, doch es geht nicht.
Hier ist etwas am Werk das stärker ist als wir. Was kann das nur
sein?“ Eric der den Tumult inzwischen ebenfalls gehört hatte
betrat nun das Plateau:“ Feiern wir hier eine Party?“ Doch dann
erfasste er, das Iona sich vor Schmerzen wand, das Aaron aussah
als würde er irgendwem gleich an die Kehle gehen, ebenso wie die
Zeit und das Schicksal die recht fassungslos waren und dann sah
er Jasmin die über die Mauer sah und der Tränen aus den Augen
flossen. Dann trat er näher und folgte ihrem Blick. „Was geht
hier vor?“ Nachdem man ihn aufgeklärt hatte nickte er. Dann
brüllte er los: „Dorian sofort hier hin aber dalli.“ Er hoffte
einfach mal das man ihn hören würde und das Dorian vielleicht
erklären könnte was hier vor sich ging. Dieser erschien auch
kurz darauf und sah sich fragend um, das hatte es noch nie
gegeben, fast alle Inkarnationen an einem Ort und dazwischen die
Helden des Schicksals. Einen der Avatare zu rufen, auf die Idee
war keiner gekommen, doch nun sahen alle Dorian an. Dieser sah
sich immer noch um: „Was ist los warum brüllst du so?“ Eric
deutete unter das Plateau: „Ist das dein Werk? Oder das deines
Schöpfers?“ Dorian trat näher und sah auf die Welt herab. „Nein
das ist weder mein Werk noch das meines Schöpfers. Dort herrscht
Krieg und zwar ein sehr grausamer Krieg.“ Dabei sah er Aaron an.
Doch dieser zuckte nur mit der Schulter:“ Also von einem Krieg
weiß ich nichts, sonst stände ich wohl kaum noch hier sondern
wäre bereits auf dem Schlachtfeld. Der ist also weder von mir
angezettelt worden, noch habe ich den Auftrag die Oberaufsicht
zu führen. Dieser Krieg steht nicht in meinem Zeitplan. Wobei
sich nun die Frage auftut, wer führt dort Krieg und wieso
beginnt diese Welt zu sterben? Denn dort stirbt einfach alles.“
Damit deutete er auf Iona, die sich laufend krümmte, sobald
wieder etwas gestorben war. Dann sahen alle Jasmin an. Und Eric
bat sie das Buch zu befragen, ob es wüsste worum es ging. Jasmin
nickte und tat was man erwartete, doch als sie eine Weile später
wieder kam, schüttelte sie den Kopf. „Das Buch weiß auch
nichts.“ Nun platzte Dorian der Kragen:“ Also gut, es kann ja
wohl kaum vorgesehen sein das eine ganze Welt stirbt, da ich auf
den Welten unverwundbar bin, gehe ich und nehme Aaron mit und
wir sehen uns das ganze mal aus der Nähe an. Sollten wir weitere
Hilfe brauchen, werden wir euch Bescheid sagen.“ Eric nickte,
mehr konnte man im Moment wohl kaum tun. Und da Dorian nichts
gesagt hatte, das man die große Mutter fragen sollte, war diese
wohl im Moment nicht zu sprechen.
Es verging nur eine kurze Zeit da
standen Dorian und Aaron wieder vor ihnen und sahen bleich aus,
als hätten beide so etwas noch nie gesehen. Und gerade diesen
beiden war eigentlich nichts fremd. Leise kam es von Aaron:“ Das
ist nicht mein Krieg, den hat jemand anderes zu verantworten.
Und Dorian fluchte leise: “ Und ich weiß auch wer.“ Die anderen
sahen die beiden an, dann dröhnte Eric los:“ Verdammt so sagt
doch endlich was geht da vor?“ Dorian setzte sich. „Dion hat das
zu verantworten, er hat das dort verursacht. Dort bekriegen sich
gut und böse in der reinsten Form. Er hat zwei Kinder gezeugt
und ihre Macht ist so groß, das sie über die Welten ziehen
können, das sie sich im Universum frei bewegen können, ähnlich
wie wir Avatare oder die Inkarnationen. Das Problem das es nun
allerdings gibt, seht ihr selber, das Böse tötet effektiv alles
was ihm in die Quere kommt, und das Gute stellt sich ihm zwar
entgegen, doch hat es nicht die Kraft dazu. Das Problem hatten
auch Andra und ich einst. Ich war und bin stärker und auch
logischerweise skrupelloser als er. Und so konnte ich Dinge tun
die er nie vermocht hätte. Er bestand nur aus Liebe und
Verzeihen. Und so ist es auch hier. Das Gute kann nicht
gewinnen, es sei denn wir helfen ihm.“ Die anderen hatten ihm
zugehört und nickten verstehend. Nun würde eine Zeit anbrechen,
in der die Avatare, die Inkarnationen und ebenso die Helden des
Schicksals zusammen arbeiten mussten, jeder seinen Fähigkeiten
entsprechend. Der einzige der auf der Seite des Bösen stand, war
natürlich die Inkarnation des Bösen. Es würde ein Krieg werden,
den das Universum noch nie gesehen hatte. Aaron hatte die meiste
Erfahrung was Kriege anging, so wurde er der Taktiker, Eric war
der stärkste unter ihnen vor allem da er auch noch Dion auf
seiner Seite hatte und würde vor dem Guten in die Schlacht
ziehen. Jasmin würde mit ihrer Kugel und dem Buch die besten
Möglichkeiten erforschen wie man dem Bösen bei kommen konnte.
Das Schicksal würde, die Schicksalsfäden einsammeln und
aufheben, bis alles vorbei war und Väterchen Zeit eventuell die
Möglichkeit hatte, die Welt mit Ionas Hilfe wieder in den
Urzustand zu versetzen. Dorian als auch Mystra und Andra
versuchten die Schöpfer zu kontaktieren, doch diese waren
nirgendwo zu finden. Selbst die Fähigkeiten der Avatare waren
teilweise beschnitten worden, so das sie auf herkömmliche Weise
mithelfen mussten. Andra würde das Gute stärken, da es seine
Kraft aufnehmen konnte, vor allem da es sein Sohn war, der das
ganze ausgelöst hatte. Dorian würde an Erics und Aarons Seite
vor dem guten Heer marschieren und es mit ihnen anführen. Mystra
würde Iona stärken, damit sie nicht so leiden musste. Zumindest
sah so der Plan aus. Dion war total zerknirscht und sagte Eric
immer wieder, das er das nicht gewollt hätte und alles tun würde
was er tun könnte um ihm zu helfen.
Und an den Gestaden ihrer kleinen
Welt stand die Urmutter und sah dem allem zu. Rechts und links
neben ihr standen Ying und Yang die beiden männlichen Geister.
„Jetzt wird sich zeigen ob ich alles richtig gemacht habe. Ob
alles so ist wie es sein sollte.“ Ying sah sie fassungslos an:
„Und dafür opferst du fast eine ganze Welt? Was ist wenn es
schief geht?“ Yang hingegen rieb sich die Hände, das war genau
nach seinem Geschmack, ihm gefiel es. Die Urmutter antwortete
auf die Frage von Ying nicht sondern beobachtete konzentriert
was dort geschah. Ihrem Gesicht sah man die Anspannung an, sie
schien mehr zu wissen als sie den beiden anderen sagte. Es
schien fast als halte sie den Atem an.
Als die Gruppe die sterbende Welt
betrat, waren Jasmin und Eric überrascht. Das hatten sie nicht
erwartet. Dort standen Zelte bunt gemustert, Kochstellen waren
errichtet worden. Die letzten Überlebenden drängten sich auf
einem Hügel zusammen und jeder trug Waffen. Doch waren es nicht
nur Menschen die sie dort antrafen, sondern so wunderliche Wesen
das beide nur noch staunten. Dort gab es Elfen und Zwerge,
Zentauren und sogar Feen die kleine Flügel auf dem Rücken
trugen. Aaron betrat sogleich das Zelt des Anführers, ihm
folgten Dorian und Eric, obwohl dieser immer noch staunte.
Sofort begann Aaron eine Strategie zu entwickeln. Überblickte
sofort die Papiere wer alles auf der Gegenseite zu finden war
und welche Fähigkeiten die einzelnen Wesen hatten. Jasmin ,
Mystra und Andra sahen den jungen Mann an der auf dem Hügel
stand und sich die Überreste seiner Armee ansah. Der junge Mann
war in helles Licht getaucht, eine warme und helle Aura
entstrahlte ihm. Dann fiel sein Blick auf Jasmin, er trat auf
sie zu und ohne die anderen zu beachten, kniete er sich vor ihr
nieder und senkte den Kopf. „Seid willkommen Herrin des Lichts.
Ihr wurdet angekündigt.“ Andra und Mystra sahen sich fragend an,
auch sie verstanden die Worte nicht die der junge Mann sprach.
Als das Heer sah was dort geschah, knieten sich alle nieder. Von
dem Spektakel heraus gelockt schauten auch Aaron, Dorian und
Eric nach was dort vor sich ging und waren nicht minder
erstaunt, das sich das ganze Heer, als auch der junge Mann vor
Jasmin nieder knieten. Jasmin verstand es wohl am wenigsten, so
griff sie sofort zu der Schulter des jungen Mannes der sich nun
als Leith vorstellte. „Steh auf, wer hat mich angekündigt und
was soll das bedeuten das du mich Herrin des Lichts nennst?“ Nun
auch neugierig geworden traten auch alle anderen näher. Jasmin
trug wie üblich wenn sie auf Reisen war ihren Stab bei sich und
ebenso das Buch unter dem Arm. Und die Kugel auf dem Stab begann
immer heller zu leuchten, so hell das es die Finsternis um sie
herum verdrängte. Obwohl der Ort an dem sie standen noch nicht
von der Finsternis eingenommen war und von der Aura des jungen
Mannes in gewissen Grenzen gehalten wurde, jubelten doch alle
auf, als man sah das die Grenze nun weit aus größer als zuvor
geworden war. Die Dunkelheit wich ein wenig zurück. Die Kugel
sandte ein strahlendes Licht aus tief in den Himmel. „Ich wusste
es, ich wusste es,“ murmelte leise Mystra und klatschte sich mit
der Hand an die Stirn. „Natürlich, so muss es sein.“ Nun sahen
alle natürlich verwundert Mystra an und Eric donnerte los:“ Was
wusstest du und was muss wie sein? Na los rede schon, wieso
nennt man Jasmin Herrin des Lichts?“ Mystra sah einen nach dem
anderen an: „Weil sie die Herrin des Lichts ist, sie wurde nicht
zufällig von der Urmutter ausgewählt, oder wie sie die meisten
nennen, große Mutter, sie ist selbst für uns, selbst für die
Schöpfer etwas besonderes. Sie ist das Licht selbst. Sie ist
gütig, sie trägt keine Falschheit in sich. Sie ist was sie ist.“
dann begann Mystra zu erzählen:“ Also selbst die Schöpfer, wie
wir sie kennen wurden irgendwann mal erschaffen. Sie entstanden
als es einen großen Knall gab und das Leben im Universum
entstand, soweit ist es den meisten bekannt. Doch es gab etwas
das es auslöste, das diesen Urknall auslöste. Ihr müsst es euch
so vorstellen, es gab nur Finsternis, kein Licht. Doch das Licht
drängte sich heran. Und als beide aufeinander trafen Finsternis
und Licht gab es den Urknall und es entstanden die Schöpfer.
Wobei die Urmutter das Licht weiter verbreiterte, in dem sie
Sterne und Welten erschuf und eben alles was man kennt. Doch das
Licht war da. Es wanderte, es machte sich klug, es ging einen
anderen Weg als die Urmutter, die auf die Idee kam uns Avatare
zu schaffen um etwas das ihr fremd war kennen zu lernen. Das
Licht machte es besser, es war auf der Suche und es suchte im
ganzen Universum danach. Dann wurde auf einer Welt ein Kind
gezeugt, das selbst im Mutterleib schon so hell strahlte das das
Licht davon angezogen wurde. Und so setzte sich das Licht in ihr
fest, dort saß es warm und gut. Es erlebte hautnah mit, wie das
Kind heran wuchs, wie es mit dem Leid umging, das ihre Familie
betraf, sie sah wie dieses Menschenkind als es älter wurde
kämpfte, wie stark es war als man es sogar missbrauchte und
quälte, wie es über seinen Schatten sprang um der Dunkelheit
keine Chance zu geben. Diesem Menschenkind fiel der Stab des
Schicksals in die Hände, es stand für alles was gut war in allen
Welten. Das Licht sah, das dieses Kind auch in der Lage war zu
töten wenn es wirklich nötig war und dann auch eiskalt seinen
Weg ging. Denn das Licht ist nicht nur warm und gut, es ist auch
kalt und bösartig wenn es sein muss. Doch eins ist das Licht
immer....... ehrlich. Nicht falsch, nicht heimtückisch, alles
falsche wird unter dem Licht an die Oberfläche gezerrt. Jede
Niedertracht sieht man wenn man es im richtigen Licht sieht. Und
Jasmin ist dieses Menschenkind. Sie ist was sie ist, die Herrin
des Lichts. Und selbst das dunkel flieht vor ihm, weil es Angst
hat, das es eventuell wieder auf ein Treffen hinaus läuft. Und
doch wird das dunkle auch von ihr angezogen.“ Als sie das sagte
sah sie Dorian an. „Die Finsternis versucht alles um das Licht
zu beherrschen, doch das wird ihm, niemals gelingen. Sondern die
Dunkelheit verbrennt sich an dem Licht. Und selbst ein schwarzer
Adept, wurde davon angezogen.“ dabei sah sie dann Eric an. „Auch
wenn dieser seine tiefste Dunkelheit in sich verbirgt und für
die Schönheit des Lichts kämpfte, so ist und bleibt er was er
ist. Ein schwarzer Adept, der nun mit dem dunkelsten Schwert
kämpft das je geschmiedet werden würde. Doch alle lieben das
Licht, sogar die Dunkelheit liebt es, obwohl sie weiß das sie
gegen das Licht niemals ankommen wird. Und was ihr dort seht.“
Damit deutete sie in die Finsternis. „Wird der neue Bewohner des
Schwertes werden, wenn Dion es verlässt um seiner Seele endlich
Frieden zu geben. Denn hier stehen, abermals zwei Geschwister
gegen einander, einer so gut das es selbst dem Licht weh tut und
einer so böse, das selbst das Böse das wir kennen bereit ist
dagegen zu kämpfen.“ Dabei sah sie wieder Dorian an und der
nickte. „Ich stehe auf Jasmins Seite, egal was geschehen wird.“
Und für diese Worte legte ihm Eric die Hand auf die Schulter:
„Es sei dir alles verziehen, Freund.“ Dorian sah ihn verwundert
an: „Du weißt das ich......?“ Eric nickte nur. Dann sahen beide
der Finsternis entgegen. Sie würden als Freunde nebeneinander
stehen und für das Licht kämpfen.


