Kapitel 28: Dorian und Jasmin?


 

Die Zeit verging weiterhin. Inzwischen hatte es Aaron, der Krieg geschafft und sein Ziel erreicht und nach einiger Zeit ebenso seinen Platz in Ionas Bett gefunden, wo es ihm sogar sehr gut gefiel. Auch hatte er nun seine Macht erlangt und was daraus werden würde, das würde man mit der Zeit sehen. Und man war in die Höhle zurück gekehrt. Und auch Eric und Jasmin waren wieder zurück. Jasmin war darüber recht glücklich, denn irgendwie fühlte sie sich hier doch wohl. Die beiden männlichen Geister hatten ihren Platz am Schachbrett mal für einige Zeit verlassen, da ja nun, bis auf eine, alle Inkarnationen in der Höhle wohnten. Nun wurde es Zeit das diese ihre Aufgaben übernehmen würden, und zwar richtig. So traten sie zur Urmutter, die sie wieder mal recht nachdenklich vor fanden. Was die beiden nicht mit bekommen hatten, war das Eric inzwischen Jasmin genau erzählt hatte was er von Dion erfahren hatte, und so stand Jasmin an einem Morgen wieder mal an ihrem Buch und unterhielt sich mit ihm, das heißt sie redete und die Antworten erschienen als Schrift im Buch. Ying sah die Urmutter an: „Was ist los, du sieht nachdenklich aus.“ Die Urmutter nickte: „Ja denn so wie es aussieht gibt es einige Probleme. Einmal versucht die gute Jasmin, das Buch zu überzeugen das es doch nicht gar so schlimm wäre dem Werben von Dion nach zu geben, Geschwister hin oder her. Des weiteren...“ nun sah sie Yang an:“....versucht dein Avatar die Heldin des Schicksals zu verführen. Was ich allerdings gar nicht so gut finde. Das ist mir einfach zu hoch. Er selbst hat festgestellt das die beiden absolut optimal sind und doch versucht er sie ins Bett zu bekommen. Wo er genau weiß das kann nur in die Hose gehen. Denn so einen Betrug würde Eric weder Jasmin noch Dorian verzeihen. Er würde damit eine Liebe zerstören die noch sehr wichtig sein wird. Das darf einfach nicht geschehen.“ Während also die Urmutter gerade mit den männlichen Geistern sprach, leuchtete in der Kristallhöhle Jasmins Kugel auf, was meistens hieß , es gab etwas das sie sehen musste. So schaute sie dort hinein und schrie auf: „nein, nein .das kann nicht sein.....nein.“ dann schnappte sie sich ihren Stab mit der Kugel und rannte in ihre Wohnhöhle um dort nach Eric zu suchen, sie musste mit ihm über das gesehene reden. Eric sah, das sie vollkommen aufgelöst war und weinte. „Was ist los mein Schatz?“ Sofort nahm er sie schützend in seine Arme. „Hat man dich belästigt, ist man dir zu nahe getreten, nun sprich was ist los?“ Sie deutete auf die Kugel und drückte sich in Erics Arme. „Das kann nicht sein, das wird nie passieren. Die Kugel hat mir gezeigt.was die Zukunft bringt.“ Eric sah sie ratlos an: „Was wird nie passieren?“ Nun schrie Jasmin heraus: „Das ich freiwillig mit Dorian schlafen würde......Die Kugel hat mir gezeigt das ich in seinen Armen liege, das ich mit ihm....... Aber das wird nie passieren. NIEMALS.“ Eric sah sie an: „Schatz vielleicht irrt sich deine Kugel ja mal. Beruhige dich doch, ich weiß doch das du mir treu bist. Denn ansonsten würdest du mir das wohl kaum erzählen.“ Es dauerte eine weile doch irgendwann hatte Eric seine Frau beruhigt.

Abermals vergingen einige Tage und Jasmin hielt sich wiederum in der Kristallhöhle auf, als Dorian hinter ihr erschien und sehr nahe hinter sie trat. Leise flüsterte er ihr ins Ohr: „Ich weiß doch das du mich auch willst und hast du nicht selber die Zukunft gesehen?“ Langsam legte er die Arme um sie und drehte sie zu sich herum. „Also komm, sag es, sag das du mich willst.“ Sie versuchte sich gegen ihn zu wehren doch ehe sie sich versah lagen seine Lippen bereits auf den ihren. Um dann fest zu stellen das sie den Kuss tatsächlich erwiderte. Dorians Hände glitten an ihr entlang und leise stöhnte er auf. „Komm sag es, lass uns unsere Gelüste stillen, sag das du mich willst.“ „Nein ich will dich nicht“ :wehrte sie ihn ab. Abermals stöhnte Dorian leise auf. „In all der Zeit habe ich keine Frau so sehr begehrt wie dich, komm sag es, denn ich darf es nur wenn du freiwillig dazu bereit bist. Also sag es.“ weiterhin glitten seine Hände an ihr entlang und sie glaubte es selber nicht, doch sie genoss es. Als er spürte das ihre Gegenwehr langsam erlosch, küsste er sie abermals und nun recht fordernd und verlangend und sie erwiderte den Kuss wiederum. Dann presste sie sich an ihn: “Ja ich will dich“: kam es leise von ihr als er den Kuss abermals löste und seine Küsse nun auf ihren Hals verlegte. Kaum hatte sie es ausgesprochen, verschwand er mit ihr aus der Kristallhöhle und erschien wieder in seinem Schlafzimmer. Er war am Ziel seiner Wünsche und es ging die nächsten Stunden recht wild in dem Schlafzimmer zu. Doch selbst nach Stunden forderte sie immer noch mehr. Und er tobte sich wahrlich aus. So eine heißblütige Frau hatte er nicht erwartet, doch es gefiel ihm. Und selbst als er fast am Rande seiner Kraft war, forderte sie weiter. Er konnte es nicht fassen. Doch irgendwann waren beider Kräfte absolut erschöpft und sie lagen neben einander. „Bei der Urmutter aber das hätte ich nicht erwartet. Du bist ja schlimmer als Mystra und die kann schon sehr verlangend sein, wenn sie es drauf hat. Was ist nur mit dir los?“ Sein Körper war total zerkratzt, er war fix und fertig und erledigt.

Eric der gerade in die Kristallhöhle trat hörte nur noch wie Jasmin sagte „Ja, ich will dich“ und sie mit Dorian verschwand, er war zu tiefst erschüttert. Verzweifelt sank er zu Boden. Seine Jasmin und dieses Untier? Dann stand auf einmal Mystra vor ihm. „Steh auf und folge mir.“ Er sah sie tieftraurig an: „Dorian, er hat, er hat...“ Doch Mystra lächelte: „Er hat gar nichts komm mit, folge mir.“ So erhob er sich und folgte ihr, er war ein gebrochener Mann, bis zu dem Moment als er die Wohnhöhle betrat und dort Jasmin sitzen sah die in dem großen Buch las. Er sah Jasmin an, dann Mystra und wieder Jasmin, er hatte doch selber gesehen wie seine Liebste mit Dorian verschwunden war. Jasmin sah auf:“ Was ist los?“ dabei sah sie fragend zwischen Mystra und Eric hin und her. Mystra bat Eric sich zu setzen und er folgte ihrer Bitte, dann begann sie zu erklären. „Nun hier hat die große Mutter eingegriffen. Dein Gatte,“ an Jasmin gewandt: „hat mitbekommen wie du zu Dorian in der Kristallhöhle sagtest, das du ihn willst. Und das hat ihn erschüttert.“ Eric saß neben Jasmin und drückte sie an sich. “Aber habe ich doch gar nicht, ich war die ganze Zeit hier. Das Buch sagte mir ich solle es mit nehmen und hier lesen und das habe ich getan.“ Mystra nickte. „Die Urmutter kannte das verzweifelte Verlangen von Dorian nach dir und wusste, es musste gestillt werden auf irgendeine Weise, damit es nicht zur Katastrophe kommen würde. Das du nicht mit ihm gehen würdest war uns allen klar, so attraktiv und aufregend du ihn auch finden magst. Denn du bist ein Licht in der Dunkelheit und keines Betrugs fähig. Wenn auch Dorian das einfach nicht begreifen kann.“ Nun sah Eric seine Frau fragend an, und Jasmin errötete leicht vor Verlegenheit. „ So hat sie zu einem Trick gegriffen, sie hat etwas getan was sie eigentlich nie tun wollte, doch ihr blieb nichts anderes übrig. Inzwischen dürfte es schon recht wild und zügellos in Dorians Schlafzimmer zu gehen, denn er geht gerade mit einem Geschöpf ins Bett, das man als Sukkubus kennt. Ein Männermordendes Ding das den Kerlen die Kraft nimmt. Nun bei Dorian wird sie damit zwar keinen Erfolg haben, aber dennoch wird sie ihn fertig machen können.“ Dabei grinste Mystra leicht, weil sie sich vorstellte was Dorian zur Zeit wohl durchstehen musste. Nun sah sie Eric an. „Die grosse Mutter bittet dich, ihm zu verzeihen das er es versucht hat. Nur er wäre an seinem Verlangen irgendwann verrückt geworden, doch jetzt hat er sein Verlangen stillen können und wird, so hoffen wir ,Ruhe geben.“ Eric knurrte leise, doch als er Jasmin ansah, wurde ihm klar das er ebenso verrückt nach ihr war und konnte Dorian gewissermaßen verstehen. „Betrug ist Betrug, er hat sein Versprechen gebrochen, sie nicht an zu rühren.“ Mystra sah ihn an. „Er hat sein Versprechen nicht gebrochen, wenn er es auch glaubt, doch wir wissen das er im Moment nicht mit Jasmin im Bett liegt. Also gib ihm noch eine Chance. Er wird schweigen, denn er will auf keinen Fall deine Freundschaft verlieren, ebenso wie er davon ausgeht das auch Jasmin schweigen wird. Da er weiß wie sehr sie dich liebt und dich auf keinen Fall verletzten will. So wird es keinem auffallen das nicht er betrogen hat, sondern er sogar betrogen wurde. Ich werde gleich, sobald sie mit ihm fertig ist, den Sukkubus aus seinem Zimmer holen, mit der Begründung sie hier her zu bringen, doch stattdessen wird sie dort hin zurück geschickt werden wo sie her kam. Und wir hoffen alle das es damit hoffentlich erledigt ist.“ Eric und Jasmin nickten verstehend und so antwortete Eric: „In Ordnung, so ein schlechter Kerl ist er ja eigentlich auch gar nicht und wenn es damit dann endlich erledigt ist, soll es mir recht sein.“ Jasmin lächelte Eric an: „Also hat meine Kugel sich in gewisser weise nicht geirrt.“ Eric schmunzelte: „Nein hat sie wohl nicht, doch darüber das du Dorian attraktiv und aufregend findest, müssen wir noch mal reden.“ Nun sah er wieder wie seine Frau leicht errötete und abermals verlegen wurde und lachte dröhnend. „Nun mein Schatz dann werde ich gleich mal zusehen, ob ich ihn nicht ersetzen kann.“ Mystra sah von einem zum anderen, lächelte freundlich und verschwand. Sie würde nun Posten vor Dorians Zimmer beziehen um rechtzeitig zur Stelle zu sein um den Sukkubus aus seinem Zimmer zu holen, doch erst mal sollte dieses Geschöpf ihn so richtig fertig machen.

Kapitel 29: Mann oder Frau?


 

Es kam wie Mystra es sich gedachte hatte. Nachdem Ruhe in Dorians Zimmer herrschte und sie leise das Zimmer betrat, war Dorian wohl recht fertig eingeschlafen und sie holte leise das Geschöpf aus seinem Zimmer. Als sie mit ihm bei der Urmutter ankam, schickte dieses, nachdem sie ihm sein eigenes Aussehen wieder gegeben hatte, zurück auf die Welt von der sie es geholt hatte. Nun hofften beide das Dorian nie dahinter kommen würde das man ihn betrogen hatte. In den nächsten Tagen lies sich Dorian nicht bei Jasmin und Eric sehen, Nicht das er ein schlechtes Gewissen gehabt hätte, sondern er wusste zum ersten mal nicht wie er den beiden gegenüber treten sollte. Auf seine Frage an Mystra, wieso Jasmin aus seinem Zimmer verschwunden war, sagte sie ihm, das sie Jasmin zurück gebracht habe in ihre Räume.

Nun gab es vorläufig nur noch das Problem, das Jasmin immer noch versuchte auf Jenna beziehungsweise dem Buch ein zu reden, damit sie und Dion erlöst werden konnten. Was sie dabei nicht bedachte war, das sobald das geschehen würde, ständen sie und auch Eric ohne die Hilfe der beiden Götter da. Doch Jasmin war nie egoistisch gewesen und so kam es ihr auch nicht in den Sinn. Doch das Problem sollte sich wohl von selber lösen. Mehr oder weniger, denn es kam abermals der Tag das die beiden jungen Götter ihr Gefängnis verlassen konnten, zumindest für die nächsten Stunden. Und so trat Dion vor Jenna hin, diese sah ihn an, sie zitterte am ganzen Körper und als Dion es bemerkte, schnaufte er leise. „Bist du bereit?“ Jenna schüttelte den Kopf: „Nein, ich will es nicht, verstehst du nicht? Ich kann nicht.“ Nach seinem Gespräch mit Eric war Dion klar geworden, das er sie auf keinen Fall zwingen durfte, also drehte er sich um und verschwand. Ein Jahr, ein ganzes Jahr hatte er nur zusehen dürfen, wie Eric seine Jasmin in den Armen hielt, was sie mit einander taten, und wie schön sie ihre gemeinsame Zeit fanden. Dion war nicht anders als Dorian, ihm stand nicht der Sinn danach die wenigen Stunden die er hatte, mit Diskussionen zu verbringen und so streifte er auf der Welt umher. Er wollte eine Frau und wenn Jenna sich weigerte, so dachte er sich es gibt auch noch andere und eine wird mir schon geben was ich will. Dion sah gut aus und manch eine Frau wünschte sich wenn sie ihn sah, in seinen Armen liegen zu dürfen. Als er eine Frau gefunden hatte, die ihm gefiel und er verführen konnte so tat er das auch. Abermals stand er unter der Beobachtung der Urmutter und als sie sah was er mit seiner Zeit die er als körperliches Wesen hatte tat, schüttelte sie nur den Kopf. Dion hatte schon einige Kinder gezeugt, doch diese waren inzwischen im Fluss der Zeit verschwunden, gealtert und auch gestorben, ohne Nachkommen zu hinterlassen und selbst wenn mal ein Nachkomme gekommen war, so wurde das göttliche in jedem weiteren Nachkommen immer verwaschener. Doch diesmal legte die Urmutter es darauf an, das Dion abermals ein Kind zeugte, doch es sollten zwei werden. Die Urmutter rechnete damit das Jasmin es irgendwann doch schaffen würde, Jenna zu überzeugen. Denn ihr war klar an Dion lag es nicht, er würde sich Jenna sofort nehmen, wenn sie ihre Zustimmung geben würde. Doch noch weigerte diese sich.

Nun die Welt der Urmutter bestand außerhalb des normalen Zeitflusses, so das man von dort aus in die Vergangenheit, die Gegenwart als auch in die Zukunft reisen könnte. Deswegen nannten die Avatare die Stadt die darauf stand auch „Stadt außerhalb der Zeit.“ Hier lief die Zeit in einem ganz anderen Zeitfluss, eine Sache die auch schon Jasmin und Eric bemerkt hatten, mal lief sie schneller und mal auch langsamer als auf den Welten die es im Universum gab. Jasmin und Eric waren sehr weit in der Zukunft geboren worden, was ihre Welt anging, ebenso wie sie dort auch bereits in der von ihnen berechneten Zeit in die Vergangenheit gereist waren. Sie hatten inzwischen schon jegliches Zeitgefühl verloren und zählten nur noch die Zeit die sie auf der Welt der Urmutter verbrachten. Obwohl sie nicht mal wussten wo ihre Höhle genau lag, Das hatte ihnen bisher keiner erklärt und merkwürdigerweise hatten sie auch nie danach gefragt. Nun könnte man sagen, das sie dann auch hätten eingreifen können bevor der Zauberer seinen Fluch los gelassen hatte, doch dann hätte sich bei ihnen nichts geändert und das musste geschehen. Die Urmutter wusste also genau was sie tat. Jetzt jedenfalls als Dion wieder mal seiner Lust freien Lauf lies und mit einer Sterblichen ins Bett ging, hatte das weitreichende Folgen. Folgen die weder er noch alle anderen, bis auf die Urmutter, überblicken konnten. Denn die junge Frau wurde schwanger. Während er dort auf der Welt sich mit einer Frau vergnügte, sprach Jasmin wieder mal mit Jenna. Die beiden saßen sich in Jasmins Garten gegenüber. Das war inzwischen zur Tradition geworden, seit Jennas Seele das erste mal das Buch verlassen durfte und Jasmin von ihr Kenntnis hatte. Während auch Eric immer mal versucht hatte Dion ins Gewissen zu reden, doch waren seine Bemühungen nur von mäßigem Erfolg gekrönt gewesen. Dion hatte zwar eingesehen das er Jenna nicht zum Beischlaf zwingen durfte, doch seiner Lust wollte oder konnte er nicht abschwören. Er war was das anging, schlimmer als Dorian. Und so suchte er sich Jahr für Jahr, sobald Jenna es ablehnte, eine die mit ihm ohne große Fragen zu stellen, ins Bett ging.

Jasmin sah Jenna an: „Du liebst ihn doch oder?“ Jenna nickte: „Natürlich liebe ich ihn, aber doch eher als das was ich bin, wie eben halt eine Schwester ihren Bruder liebt. Doch als Mann? Das kann ich nicht.“ Jasmin nickte verständnisvoll: „Das verstehe ich ja, doch ich weiß das für euch diese Moralvorstellungen nicht greifen sollten. Das es für euch eigentlich recht normal sein sollte, hier gilt die Blutsverwandtschaft nichts. Weil ihr seid Götter und da ist das wohl anders. Sieh mal ich war auch einmal ein gewöhnlicher Mensch und bin ebenfalls mit diesen Moralvorstellungen aufgewachsen und doch habe ich hier gelernt das das nur eine Sache ist die wir Menschen irgendwann mal erfunden haben, damit keine verkrüppelten Kinder zur Welt kommen können. Einst in einer weitreichend zurück liegenden Zeit, also von meiner mir bekannten Zeit gesehen, war es normal und üblich, das Geschwister oder nahe Verwandte mit einander ins Bett gingen, sei es aus der Begierde heraus, oder um eine eindeutige Erbfolge her zu stellen. Und niemand fand etwas dabei. Erst im Laufe der Zeit wurde klar das diese Inzestbeziehungen, halt auch geistig zurück gebliebene Nachkommen hervorbringen können. Das hat der Lauf der Geschichte gezeigt, dennoch war es oft üblich und wurde auch ohne groß darüber nach zu denken praktiziert. Betrachte Dion mal nicht als deinen Bruder, schau ihn dir an. Würdest du nicht wissen das er dein Bruder ist und würdest ihn als Mann treffen, würde er nicht eventuell dein Interesse wecken?“ Schnippisch antwortete Jenna: „Nein, denn ich will von keinem Mann mehr angerührt werden. Und vor allem nicht von ihm.“ In Jasmin keimte ein Verdacht auf, sie sah Jenna an: „Sag mal, kann es sein das du dich von Frauen angezogen fühlst? Das möglicherweise daher deine Interesselosigkeit, an Männern herrührt?“ Jenna blickte sie sprachlos an: „Also darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Ich hatte bis auf diese eine Nacht, die mir Dion aufgezwungen hat, ja keine Erfahrungen. Und so auch keine mit Frauen.“ Eric der unbemerkt in der Nähe hinter einem Vorhang verborgen stand und das nun hörte, dachte nun auch über Jasmins Verdacht nach. Könnte das die Lösung sein? Hatte es vielleicht wirklich nichts damit zu tun das Dion ihr Bruder war, sondern das sie einfach keinen Bezug zu Männern im allgemeinen aufbauen konnte. Auch die Urmutter hörte dem Gespräch zu und bekam so auch mit das Jasmin vermutete das es daran liegen könnte. So rief sie Dorian zu sich, der dachte schon das er nun eine gehörige Standpauke bekommen würde, wegen der Sache mit Jasmin. Doch außer das sie ihm sagte das dies eine einmalige Sache bleiben müsste fragte sie ihn: „Sag mal könnte es sein das es Frauen auch mit Frauen tun?“ Dorian sah die Urmutter an und nickte:“ Sicher, ebenso wie es Männer mit Männer tun.“ Nachdenklich schritt die Urmutter auf und ab: „Und zu welchem Zweck? Denn Kinder werden daraus ja wohl kaum entstehen.“ Dorian sah sie an: „Nun wie soll ich das nun erklären. Das ist nicht zum Zweck um ein Kind zu zeugen, wobei ich da doch eher auf Frauen stehe. Es ist um die Lust zu befriedigen. Aus keinem anderen Grund. Und es gibt eben einige die auf ihr eigenes Geschlecht fixiert sind und so auch eher dazu neigen sich davon angezogen zu fühlen.“ Die Urmutter begriff langsam: „Lust oder die Befriedigung dessen ist sehr wichtig oder? Ich meine ich weiß ja was Mystra empfindet wenn sie mit dir oder Andra den Akt vollzieht und ich spüre ebenso das sie sich danach wohl fühlt. Und nun mal angenommen, ich habe eine Frau die sich weigert es mit irgendeinem Mann zu tun, könnte es daran liegen das sie die Männer an sich nicht anziehend findet?“ Dorian nickte: „Ja richtig, ich für meinen Teil, also für mich ist die Befriedigung sehr wichtig, ich liebe es mit einer Frau zusammen zu sein. Doch könnte es rein theoretisch auch ohne weiteres sein das besagte Frau nichts für Männer übrig hat und somit sich tatsächlich eher von einer Frau angezogen fühlt.“ Abermals nickte die Urmutter. „Doch wie könnte man das heraus finden, wenn diese Frau es nicht mal selber weiß.“ Dorian hatte wie immer eine recht einfache Lösung: „Soll sie es mit einer Frau versuchen, regt sie das ganze an, steht sie eindeutig auf Frauen, wenn nicht....na dann wohl doch eher ein Mann. Und ich würde mich für den Gegentest gerne zur Verfügung stellen. Um welche Frau handelt es sich denn?“ Die Urmutter knurrte: „Das vergiss mal ganz schnell wieder. Und um welche Frau es sich handelt geht dich nichts an. Doch danke nun sehe ich etwas klarer.“ Dorian sah sie fragend an: “Wo wir gerade so nett mit einander plaudern, du sagtest, das du spürst das es Mystra gefällt was sie mit mir und Andra erlebt, doch würdest du mir eventuell sagen ob es ihr sehr gefällt, was ich mit ihr mache?“ Als er allerdings ihren finsteren Blick sah der ihn traf, zog er es vor nicht auf die Antwort zu warten, sondern verschwand lieber schleunigst.

Nun nicht nur Dorian war auf die Lösung des Problems gekommen um heraus zu finden, ob Jenna tatsächlich eher auf Frauen stand, sondern auch Jasmin. Diese sah Jenna an:“ Dann solltest du es eventuell mal mit einer Frau versuchen. Doch wenn es so sein sollte, sehe ich das ihr niemals von eurer Strafe erlöst werden würdet. Da du dich dann grundsätzlich weigern würdest dich Dion hin zu geben. Und nicht weil er dein Bruder ist, sondern weil dich kein Mann interessiert.“ Dion tauchte kurz darauf leise hinter Eric auf, schaute ihm über die Schulter und fragte als er sah das dieser den beiden Frauen lauschte: “Gibt es etwas interessantes?“ Eric erschrak und fuhr herum: „Musst du mich so erschrecken?“ Dion zuckte leicht mit den Schultern: „Nun eigentlich nicht, doch was gibt es das dich so fesselte, das du mich nicht mal kommen hörtest.“ Eric sah Dion an: „Wie genau lautet die Voraussage die euch erlösen könnte. Und wo zum Teufel hast du gesteckt?“ Dion lies sich in einen Sessel fallen und flegelte sich dort herum.“ Ich habe mich amüsiert. Und was nun den Wortlaut angeht, da müsstest du Jenna fragen, aber in etwa ist es so, das ich sie für mich gewinnen und sie sich mir hingeben müsste. Dann wären wir frei.“ Eric nickte: „Und was tust du um sie für dich zu gewinnen? Dich mit anderen Frauen herum treiben. Meinst du das würde sie dann in deine Arme bringen? Gott Junge, widme ihr deine Aufmerksamkeit, zeige ihr das dir was an ihr liegt, sei sanft und liebevoll. Versuche sie mit Gefühl dazu zu bringen. Doch so wird das nie etwas, ich dachte du liebst sie. Allerdings wenn stimmt was Jasmin vermutet, dürfte sich das wahrscheinlich sowieso erledigt haben.“ Nun wurde Dion hellhörig und setzte sich auf: „Was vermutet deine Gattin?“ Eric sah ihn an: „Das Jenna eventuell generell nichts von einem Mann will, das ihr eine Frau lieber wäre.“ Dion sah ihn sprachlos an: „Ich bin aber gerne ein Mann, ich will keine Frau sein, zudem wurde ich als Mann geboren. Ich liebe meinen kraftvollen Körper, nun ja selbst wenn es nur für den einen Tag im Jahr ist. Und ich liebe es die Frauen in meinen Armen zu halten.“ Eric sah ihn an: „Könntest du denn dein Geschlecht ändern?“ Dion knurrte: „Sicher könnte ich das, doch warum sollte ich das tun? Ich bin und bleibe ein Kerl, Ende der Durchsage.“ Eric schnaufte leise: „Schon mal daran gedacht, das hier genau der Punkt liegt? Das es keine größere Liebesbezeugung geben könnte, wenn es dir schon möglich ist, dein Geschlecht zu ändern, das du für sie bereit wärst, eine Frau zu werden?“ Dion sprang auf und trat dicht an Eric heran: „Hast du schon mal daran gedacht, das diese Änderung nur eine Äußerlichkeit wäre? Denn ich wäre im inneren immer noch ein Kerl und keine Frau. Es sähe nur so aus. Und außerdem würde mir dann etwas zwischen meinen Beinen fehlen, an das ich mich doch recht gewöhnt habe.“ Eric lenkte ein: „Na gut, es müsste erst mal überhaupt festgestellt werden ob sie überhaupt auf Frauen steht.“ Er drehte sich wieder herum um nach draußen zu den beiden Frauen zu sehen und Dion trat abermals hinter ihn. „Könnte deine Jasmin es nicht mal leicht antesten? Zu ihr hat Jenna vertrauen. Wir könnten ja zusehen. Übrigens finde ich deine Frau auch rattenscharf.“ Eric knurrte: „Und wenn du so weiter redest hast du gleich rattenscharf das Schwert zwischen deinen Rippen.“ „Ja, ja ist ja schon gut, du solltest stolz darauf sein das ein Avatar und ein Gott Interesse an deiner Frau zeigen.“ leicht zuckte Dion nochmals mit der Schulter. Eric dachte darüber nach wie man das feststellen könnte, ebenso wie Jasmin. Doch es waren nur noch wenige Stunden dann mussten beide zurück in ihr Gefängnis. Jasmin sah Jenna an: „Also gut, machen wir einen Versuch.“ kurz schaute sie sich um, erhob sich und stellte sich vor Jenna. Dann öffnete sie ihr Kleid und lies es zu Boden gleiten. Und Dion platzte leise heraus: „Aber holla, sagte ich rattenscharf? Sie ist mehr als das.“ Eric fuhr herum: „Pass auf das dir nicht die Augen aus dem Kopf fallen. Verdammt das du sie so siehst, passt mir gar nicht.“ Nun grinste Dion ihn frech an: “Ja meinst du ich bekomme nicht mit was ihr beide treibt? Du vergisst das ich deine Gedanken lesen kann und ebenso alles mit bekomme was du tust, also auch das mit ihr.“ Daran hatte Eric bisher nie gedacht, er knurrte leise drehte sich aber wieder den beiden Frauen zu und schaute weiter hin, was nun kommen würde. Jasmin sah Jenna an: „Und? Spürst du was?“ Hinter Eric kicherte leise Dion. „Nun auch wenn sie vielleicht nichts spürt, so doch.....“Dann sah er Eric`s finsteren Blick und hielt schnell den Mund. Doch Jenna schüttelte den Kopf: „Nein, bitte zieh dich wieder an, das ist doch peinlich, wenn dich jemand so sieht.“ Während Jasmin sich wieder anzog, schaute Eric Dion an: „Sagtest du gerade das du alles mit bekommst? So auch meine Gefühle?“ Dion nickte: „Und ich muss ehrlich gestehen, das mir das gar nicht leid tut. Aber wieso fragst du?“ Doch dann wusste er was Eric gerade aufgegangen war: „Oh du meinst wenn Jenna es ebenso fühlt was in Jasmin vorgeht, dann.........hm das könnte sogar klappen, sofern Jenna das nicht blockiert, um euch eure Privatsphäre zu lassen. Und bevor du mich schlägst auch ich könnte es, doch ich bin anders als sie und ich habe keine Skrupel das mit zu erleben. Allerdings wenn du es genau wissen willst müssten du und Jasmin einen Test starten.“ Eric nickte, ihm passte es ganz und gar nicht das Dion scheinbar mit erlebte was er und Jasmin mit einander taten. Doch jetzt musste das geklärt werden. So trat er hinter dem Vorhang hervor und trat auf die beiden Frauen zu, als Jasmin sich wieder setzte und Dion folgte ihm. „Ich muss mit dir reden“ :lächelte er Jasmin an. Dion flüsterte ihm zu: „Ich würde damit warten, sonst wenn sie sich jetzt nicht bereit dafür erklärt wirst du ein Jahr ohne deine Frau im Bett auskommen müssen. Weil sie sich weigern wird es mit dir zu teilen, da ich alles mit bekomme.“ Eric knurrte, weil Dion in gewisser weise recht hatte, doch vielleicht konnte er ja Jasmin klar machen das Dion nicht immer alles mit bekam. Auch wenn es nicht ganz die Wahrheit wäre. Eric nahm Jasmin sachte zur Seite und erklärte ihr was er von Dion erfahren hatte und fragte sie ob auch zwischen ihr und Jenna so eine Verbindung bestehen würde. Jasmin zuckte mit der Schulter: „Ich weiß es nicht, denn ich muss das Buch berühren wenn ich mit ihm oder eben mit ihr rede. Sie antwortet dann mit der Schrift im Buch, also ich kann sie nicht so hören wie du das Schwert hören kannst. Wenn ich auch weiß, das das Schwert mich hört.“ Was Eric wunderte war das sie nicht überrascht war, das Dion alles mit bekommen würde, so sah er sie fragend an: „ Und das regt dich nicht auf, das er alles mit bekommt?“ Jasmin zuckte kurz die Schulter: „Nun könnte ich etwas daran ändern? Wohl nicht, also und was sollte mir das Schwert schon antun? Und es gibt hier ja noch mehr Spanner außer ihm. Wir werden laufend beobachtet. Und inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Aber ich glaube ich weiß worauf du hinaus willst, wenn sie genau das auch empfinden was wir empfinden, müsste sich das bei ihnen bemerkbar machen und es wäre möglich das Jenna dann doch Interesse an Dion entwickeln könnte.“ Eric grinste Jasmin frech an: „Ich werde dich auch richtig heiß machen.“ So ging Jasmin schmunzelnd auf Jenna zu um sie zu fragen. Und war überrascht als diese antwortete: „Sicher, wir sind mit einander verbunden, nur blocke ich das ab. Weil ich es unhöflich finde, das mit zu bekommen.“ Jasmin machte ihr dann klar, das wenn sie es nicht mehr blocken würde, sie auch mit bekommen könnte, wie schön es sein kann. Und das sie dann eventuell über diese Blockade hinweg kommen und somit eventuell die Chance auf Erlösung für die beiden bestehen würde. Jenna verstand auf was Jasmin hinaus wollte und nickte: „Unter einer Bedingung....das Dion ebenso die Bedingung erfüllt die an die Erlösung gebunden ist, das heisst er muss sich um mich bemühen und da tut es nicht nur die Frage: „bist du bereit?“. Denn das ist das einzige was er immer fragt wenn wir unsere freie Zeit beginnen.“ Nun sahen Jasmin und Eric, Dion vorwurfsvoll an: „Ist das wirklich alles? Und das nennst du dich um sie bemühen?“ Eric war fassungslos. „Also mein Junge so bekommt man nicht das was man möchte. Da solltest du dich schon ein wenig mehr anstrengen. Kein Wunder das sie nicht will.“ Dion zuckte nur kurz mit der Schulter: „Nun ich zwinge sie nicht und da wir nun mal nur einen Tag zur Verfügung haben und ich meine Bedürfnisse gestillt sehen will, suche ich mir eben eine andere.“ Eric machte ihm klar das es so nicht gehen würde und Jenna erklärte sich bereit, Jasmins Gefühle zu empfangen und sich nicht mehr dagegen zu sperren. Ebenso war Dion bereit, sich mehr um Jenna zu bemühen. Nach dem sie alles besprochen hatten, sah Jenna auf: „Es ist Zeit wir müssen wieder gehen......“ Und leise hauchte sie noch Jasmin zu:“.....danke.“ dann wurden die beiden zu Nebel und flossen wieder in das Schwert und in das Buch. In einem Jahr wäre es wieder soweit. Jasmin tat es jedes mal leid wenn sie das sah und weinte leise, während Eric sie ihm Arm hielt und tröstete.

Kapitel 30: Welt im Dunkel und die Herrin des Lichts


 

Jasmin stand an der Mauer die ihr Plateau umschloss und sah darüber. Tief unter ihr hatte sie schon vieles gesehen, mal die einst verfluchte Stadt, mal das Haus von Iona, ebenso wie es auch Zeiten gab da sie nichts sah außer Sterne oder Wolken. Doch nun stand sie da und sah eine Welt die sich unter ihr drehte. Sie kannte diese Welt nicht. Und weder das Buch noch ihre Kugel sagten etwas darüber. Dann sah sie wie langsam, einem schleichenden Ölteppich gleich, diese Welt von Dunkelheit überzogen wurde. Hinter ihr kam das Schicksal angelaufen: „Jasmin weisst du etwas darüber? Ich habe einen Webstuhl da fallen mehr Fäden ab, als es sein dürften, dort sterben Menschen. Sogar Kinder, die eigentlich noch viele Jahre vor sich gehabt hätten.“ Jasmin winkte das Schicksal heran und deutete unter sich. „Ist es der Webstuhl der eventuell zu dieser Welt gehört? Ich weiß nicht wie sie heißt, doch könnte es sein?“ Das Schicksal nickte leicht: „Ja, ja das ist die Welt. Was geht da vor?“ Die beiden Frauen standen dort und sahen fassungslos herunter und mussten mit ansehen wie diese Welt langsam starb. Dann kam auch Iona von hinten. „Ich hörte euch hier reden, eine Welt stirbt, ich spüre es in jeder meiner Poren, es sind furchtbare Schmerzen. Was geht denn hier bloß vor?“ Dann schrie sie wieder auf, als würde etwas ihr unendliche Schmerzen bereiten. Hinter ihr erschien auch Aaron. Der sehr zornig aussah. Auch Väterchen Zeit erschien hinter ihnen: „Verdammt ich kann es nicht aufhalten, ich habe schon versucht die Zeit für diese Welt zurück zu drehen, doch es geht nicht. Hier ist etwas am Werk das stärker ist als wir. Was kann das nur sein?“ Eric der den Tumult inzwischen ebenfalls gehört hatte betrat nun das Plateau:“ Feiern wir hier eine Party?“ Doch dann erfasste er, das Iona sich vor Schmerzen wand, das Aaron aussah als würde er irgendwem gleich an die Kehle gehen, ebenso wie die Zeit und das Schicksal die recht fassungslos waren und dann sah er Jasmin die über die Mauer sah und der Tränen aus den Augen flossen. Dann trat er näher und folgte ihrem Blick. „Was geht hier vor?“ Nachdem man ihn aufgeklärt hatte nickte er. Dann brüllte er los: „Dorian sofort hier hin aber dalli.“ Er hoffte einfach mal das man ihn hören würde und das Dorian vielleicht erklären könnte was hier vor sich ging. Dieser erschien auch kurz darauf und sah sich fragend um, das hatte es noch nie gegeben, fast alle Inkarnationen an einem Ort und dazwischen die Helden des Schicksals. Einen der Avatare zu rufen, auf die Idee war keiner gekommen, doch nun sahen alle Dorian an. Dieser sah sich immer noch um: „Was ist los warum brüllst du so?“ Eric deutete unter das Plateau: „Ist das dein Werk? Oder das deines Schöpfers?“ Dorian trat näher und sah auf die Welt herab. „Nein das ist weder mein Werk noch das meines Schöpfers. Dort herrscht Krieg und zwar ein sehr grausamer Krieg.“ Dabei sah er Aaron an. Doch dieser zuckte nur mit der Schulter:“ Also von einem Krieg weiß ich nichts, sonst stände ich wohl kaum noch hier sondern wäre bereits auf dem Schlachtfeld. Der ist also weder von mir angezettelt worden, noch habe ich den Auftrag die Oberaufsicht zu führen. Dieser Krieg steht nicht in meinem Zeitplan. Wobei sich nun die Frage auftut, wer führt dort Krieg und wieso beginnt diese Welt zu sterben? Denn dort stirbt einfach alles.“ Damit deutete er auf Iona, die sich laufend krümmte, sobald wieder etwas gestorben war. Dann sahen alle Jasmin an. Und Eric bat sie das Buch zu befragen, ob es wüsste worum es ging. Jasmin nickte und tat was man erwartete, doch als sie eine Weile später wieder kam, schüttelte sie den Kopf. „Das Buch weiß auch nichts.“ Nun platzte Dorian der Kragen:“ Also gut, es kann ja wohl kaum vorgesehen sein das eine ganze Welt stirbt, da ich auf den Welten unverwundbar bin, gehe ich und nehme Aaron mit und wir sehen uns das ganze mal aus der Nähe an. Sollten wir weitere Hilfe brauchen, werden wir euch Bescheid sagen.“ Eric nickte, mehr konnte man im Moment wohl kaum tun. Und da Dorian nichts gesagt hatte, das man die große Mutter fragen sollte, war diese wohl im Moment nicht zu sprechen.

Es verging nur eine kurze Zeit da standen Dorian und Aaron wieder vor ihnen und sahen bleich aus, als hätten beide so etwas noch nie gesehen. Und gerade diesen beiden war eigentlich nichts fremd. Leise kam es von Aaron:“ Das ist nicht mein Krieg, den hat jemand anderes zu verantworten. Und Dorian fluchte leise: “ Und ich weiß auch wer.“ Die anderen sahen die beiden an, dann dröhnte Eric los:“ Verdammt so sagt doch endlich was geht da vor?“ Dorian setzte sich. „Dion hat das zu verantworten, er hat das dort verursacht. Dort bekriegen sich gut und böse in der reinsten Form. Er hat zwei Kinder gezeugt und ihre Macht ist so groß, das sie über die Welten ziehen können, das sie sich im Universum frei bewegen können, ähnlich wie wir Avatare oder die Inkarnationen. Das Problem das es nun allerdings gibt, seht ihr selber, das Böse tötet effektiv alles was ihm in die Quere kommt, und das Gute stellt sich ihm zwar entgegen, doch hat es nicht die Kraft dazu. Das Problem hatten auch Andra und ich einst. Ich war und bin stärker und auch logischerweise skrupelloser als er. Und so konnte ich Dinge tun die er nie vermocht hätte. Er bestand nur aus Liebe und Verzeihen. Und so ist es auch hier. Das Gute kann nicht gewinnen, es sei denn wir helfen ihm.“ Die anderen hatten ihm zugehört und nickten verstehend. Nun würde eine Zeit anbrechen, in der die Avatare, die Inkarnationen und ebenso die Helden des Schicksals zusammen arbeiten mussten, jeder seinen Fähigkeiten entsprechend. Der einzige der auf der Seite des Bösen stand, war natürlich die Inkarnation des Bösen. Es würde ein Krieg werden, den das Universum noch nie gesehen hatte. Aaron hatte die meiste Erfahrung was Kriege anging, so wurde er der Taktiker, Eric war der stärkste unter ihnen vor allem da er auch noch Dion auf seiner Seite hatte und würde vor dem Guten in die Schlacht ziehen. Jasmin würde mit ihrer Kugel und dem Buch die besten Möglichkeiten erforschen wie man dem Bösen bei kommen konnte. Das Schicksal würde, die Schicksalsfäden einsammeln und aufheben, bis alles vorbei war und Väterchen Zeit eventuell die Möglichkeit hatte, die Welt mit Ionas Hilfe wieder in den Urzustand zu versetzen. Dorian als auch Mystra und Andra versuchten die Schöpfer zu kontaktieren, doch diese waren nirgendwo zu finden. Selbst die Fähigkeiten der Avatare waren teilweise beschnitten worden, so das sie auf herkömmliche Weise mithelfen mussten. Andra würde das Gute stärken, da es seine Kraft aufnehmen konnte, vor allem da es sein Sohn war, der das ganze ausgelöst hatte. Dorian würde an Erics und Aarons Seite vor dem guten Heer marschieren und es mit ihnen anführen. Mystra würde Iona stärken, damit sie nicht so leiden musste. Zumindest sah so der Plan aus. Dion war total zerknirscht und sagte Eric immer wieder, das er das nicht gewollt hätte und alles tun würde was er tun könnte um ihm zu helfen.

Und an den Gestaden ihrer kleinen Welt stand die Urmutter und sah dem allem zu. Rechts und links neben ihr standen Ying und Yang die beiden männlichen Geister. „Jetzt wird sich zeigen ob ich alles richtig gemacht habe. Ob alles so ist wie es sein sollte.“ Ying sah sie fassungslos an: „Und dafür opferst du fast eine ganze Welt? Was ist wenn es schief geht?“ Yang hingegen rieb sich die Hände, das war genau nach seinem Geschmack, ihm gefiel es. Die Urmutter antwortete auf die Frage von Ying nicht sondern beobachtete konzentriert was dort geschah. Ihrem Gesicht sah man die Anspannung an, sie schien mehr zu wissen als sie den beiden anderen sagte. Es schien fast als halte sie den Atem an.

Als die Gruppe die sterbende Welt betrat, waren Jasmin und Eric überrascht. Das hatten sie nicht erwartet. Dort standen Zelte bunt gemustert, Kochstellen waren errichtet worden. Die letzten Überlebenden drängten sich auf einem Hügel zusammen und jeder trug Waffen. Doch waren es nicht nur Menschen die sie dort antrafen, sondern so wunderliche Wesen das beide nur noch staunten. Dort gab es Elfen und Zwerge, Zentauren und sogar Feen die kleine Flügel auf dem Rücken trugen. Aaron betrat sogleich das Zelt des Anführers, ihm folgten Dorian und Eric, obwohl dieser immer noch staunte. Sofort begann Aaron eine Strategie zu entwickeln. Überblickte sofort die Papiere wer alles auf der Gegenseite zu finden war und welche Fähigkeiten die einzelnen Wesen hatten. Jasmin , Mystra und Andra sahen den jungen Mann an der auf dem Hügel stand und sich die Überreste seiner Armee ansah. Der junge Mann war in helles Licht getaucht, eine warme und helle Aura entstrahlte ihm. Dann fiel sein Blick auf Jasmin, er trat auf sie zu und ohne die anderen zu beachten, kniete er sich vor ihr nieder und senkte den Kopf. „Seid willkommen Herrin des Lichts. Ihr wurdet angekündigt.“ Andra und Mystra sahen sich fragend an, auch sie verstanden die Worte nicht die der junge Mann sprach. Als das Heer sah was dort geschah, knieten sich alle nieder. Von dem Spektakel heraus gelockt schauten auch Aaron, Dorian und Eric nach was dort vor sich ging und waren nicht minder erstaunt, das sich das ganze Heer, als auch der junge Mann vor Jasmin nieder knieten. Jasmin verstand es wohl am wenigsten, so griff sie sofort zu der Schulter des jungen Mannes der sich nun als Leith vorstellte. „Steh auf, wer hat mich angekündigt und was soll das bedeuten das du mich Herrin des Lichts nennst?“ Nun auch neugierig geworden traten auch alle anderen näher. Jasmin trug wie üblich wenn sie auf Reisen war ihren Stab bei sich und ebenso das Buch unter dem Arm. Und die Kugel auf dem Stab begann immer heller zu leuchten, so hell das es die Finsternis um sie herum verdrängte. Obwohl der Ort an dem sie standen noch nicht von der Finsternis eingenommen war und von der Aura des jungen Mannes in gewissen Grenzen gehalten wurde, jubelten doch alle auf, als man sah das die Grenze nun weit aus größer als zuvor geworden war. Die Dunkelheit wich ein wenig zurück. Die Kugel sandte ein strahlendes Licht aus tief in den Himmel. „Ich wusste es, ich wusste es,“ murmelte leise Mystra und klatschte sich mit der Hand an die Stirn. „Natürlich, so muss es sein.“ Nun sahen alle natürlich verwundert Mystra an und Eric donnerte los:“ Was wusstest du und was muss wie sein? Na los rede schon, wieso nennt man Jasmin Herrin des Lichts?“ Mystra sah einen nach dem anderen an: „Weil sie die Herrin des Lichts ist, sie wurde nicht zufällig von der Urmutter ausgewählt, oder wie sie die meisten nennen, große Mutter, sie ist selbst für uns, selbst für die Schöpfer etwas besonderes. Sie ist das Licht selbst. Sie ist gütig, sie trägt keine Falschheit in sich. Sie ist was sie ist.“ dann begann Mystra zu erzählen:“ Also selbst die Schöpfer, wie wir sie kennen wurden irgendwann mal erschaffen. Sie entstanden als es einen großen Knall gab und das Leben im Universum entstand, soweit ist es den meisten bekannt. Doch es gab etwas das es auslöste, das diesen Urknall auslöste. Ihr müsst es euch so vorstellen, es gab nur Finsternis, kein Licht. Doch das Licht drängte sich heran. Und als beide aufeinander trafen Finsternis und Licht gab es den Urknall und es entstanden die Schöpfer. Wobei die Urmutter das Licht weiter verbreiterte, in dem sie Sterne und Welten erschuf und eben alles was man kennt. Doch das Licht war da. Es wanderte, es machte sich klug, es ging einen anderen Weg als die Urmutter, die auf die Idee kam uns Avatare zu schaffen um etwas das ihr fremd war kennen zu lernen. Das Licht machte es besser, es war auf der Suche und es suchte im ganzen Universum danach. Dann wurde auf einer Welt ein Kind gezeugt, das selbst im Mutterleib schon so hell strahlte das das Licht davon angezogen wurde. Und so setzte sich das Licht in ihr fest, dort saß es warm und gut. Es erlebte hautnah mit, wie das Kind heran wuchs, wie es mit dem Leid umging, das ihre Familie betraf, sie sah wie dieses Menschenkind als es älter wurde kämpfte, wie stark es war als man es sogar missbrauchte und quälte, wie es über seinen Schatten sprang um der Dunkelheit keine Chance zu geben. Diesem Menschenkind fiel der Stab des Schicksals in die Hände, es stand für alles was gut war in allen Welten. Das Licht sah, das dieses Kind auch in der Lage war zu töten wenn es wirklich nötig war und dann auch eiskalt seinen Weg ging. Denn das Licht ist nicht nur warm und gut, es ist auch kalt und bösartig wenn es sein muss. Doch eins ist das Licht immer....... ehrlich. Nicht falsch, nicht heimtückisch, alles falsche wird unter dem Licht an die Oberfläche gezerrt. Jede Niedertracht sieht man wenn man es im richtigen Licht sieht. Und Jasmin ist dieses Menschenkind. Sie ist was sie ist, die Herrin des Lichts. Und selbst das dunkel flieht vor ihm, weil es Angst hat, das es eventuell wieder auf ein Treffen hinaus läuft. Und doch wird das dunkle auch von ihr angezogen.“ Als sie das sagte sah sie Dorian an. „Die Finsternis versucht alles um das Licht zu beherrschen, doch das wird ihm, niemals gelingen. Sondern die Dunkelheit verbrennt sich an dem Licht. Und selbst ein schwarzer Adept, wurde davon angezogen.“ dabei sah sie dann Eric an. „Auch wenn dieser seine tiefste Dunkelheit in sich verbirgt und für die Schönheit des Lichts kämpfte, so ist und bleibt er was er ist. Ein schwarzer Adept, der nun mit dem dunkelsten Schwert kämpft das je geschmiedet werden würde. Doch alle lieben das Licht, sogar die Dunkelheit liebt es, obwohl sie weiß das sie gegen das Licht niemals ankommen wird. Und was ihr dort seht.“ Damit deutete sie in die Finsternis. „Wird der neue Bewohner des Schwertes werden, wenn Dion es verlässt um seiner Seele endlich Frieden zu geben. Denn hier stehen, abermals zwei Geschwister gegen einander, einer so gut das es selbst dem Licht weh tut und einer so böse, das selbst das Böse das wir kennen bereit ist dagegen zu kämpfen.“ Dabei sah sie wieder Dorian an und der nickte. „Ich stehe auf Jasmins Seite, egal was geschehen wird.“ Und für diese Worte legte ihm Eric die Hand auf die Schulter: „Es sei dir alles verziehen, Freund.“ Dorian sah ihn verwundert an: „Du weißt das ich......?“ Eric nickte nur. Dann sahen beide der Finsternis entgegen. Sie würden als Freunde nebeneinander stehen und für das Licht kämpfen.