Kapitel 31: Die größte Kraft im Universum


 

Nun es gab einiges zu klären. Jasmin horchte immer mal in sich hinein, doch sie fühlte sich nicht anders als zuvor auch. Sie hatte nicht das Gefühl das irgendetwas in ihr saß. Mystra beobachtete ihre Bemühungen schmunzelnd. „Liebes, du wirst nichts spüren, es ist einfach da. Das Licht ist nichts was mit dir redet oder etwas das man spüren kann. Du selbst bist das Licht. Deine Liebe, dein Verständnis, deine Güte und ja auch hier und da mal dein Hass, ist das Licht. Also höre auf in dich zu horchen, du wirst nichts finden. Tue was dein Gefühl dir sagt, denn es wird das richtige sein.“ Eric der in der Nähe stand und hörte was Mystra sagte, sah diese an. „Wenn sie ihrem Gefühl folgt, könnte es dann nicht auch mal sein das sie doch....?“ dabei deutete er zu Dorian hin. „Vor allem wenn er irgendwann mal heraus bekommt das es nicht Jasmin war. Und vor allem frage ich mich, wenn sie nicht falsch ist wie kann sie dann diese Lüge aufrecht erhalten, denn es ist eine Lüge.“ Mystra grinste: „Das Licht ist nicht dämlich, Jasmin würde nicht lügen, sie würde nur einfach schweigen, lügen würden die anderen für sie, wie du zum Beispiel. Und ich streite nicht ab, das es tatsächlich eventuell mal dazu kommen könnte, wenn sie oder vielmehr das Licht.......“Eric sah Mystra fragend an: “Was wenn...?“ „Nun wenn das Licht es für wichtig befinden würde, könnte es schon sein, das Jasmin sich tatsächlich mal in Dorians Armen wieder finden könnte.“ Jasmin schüttelte vehement den Kopf:“ Nein, nein und nochmals nein, das würde niemals passieren.“ Mystra ging leicht schmunzelnd: „Man sollte niemals nein sagen, du bist was du bist.“ Leith hielt sich immer in der Nähe Jasmins auf, und neben ihm stand meistens Andra. So bekamen beide mit was dort gesprochen wurde und Leith sah Andra fragend an. Dieser versuchte ihm leise, damit Dorian es nicht mit bekam zu erklären, um was es ging. Dann sah Leith Jasmin an. Leith war ein Heiliger, noch nie hatte er daran gedacht mit einer Frau das Bett zu teilen, er hatte nicht mal das Bedürfnis danach. Er war ein Asket, dennoch verstand er natürlich. Sanft kam von ihm dann:“ Wir alle müssen tun was getan werden muss, auch wenn es uns nicht gefällt. Und wenn das von dir verlangt werden würde, um diese Welt zu retten, so sage nicht nein, denn du würdest es tun.“ Jasmin musste erkennen das er recht hatte, wenn es die einzige Möglichkeit wäre, diese Welt und alles was einmal auf ihr gelebt hatte zu retten, würde sie es tatsächlich tun, wenn auch mit Widerwillen. Diesen Gedankengang bekam auch Jenna in ihrem Buch mit. Um etwas großes zu retten würde Jasmin alles tun, auch das was sie am wenigsten wollte und doch würde sie es tun. Nun wurde Jenna auf einmal klar, sie konnte sich und Dion erlösen, es war etwas das getan werden musste. Und sie war eine Göttin und so dachte sie sich: Ich werde es tun, auch wenn ich es eigentlich nicht will. Doch jetzt war erst mal ein Krieg zu gewinnen, ihre Nachfolger standen bereits bereit. Und sie betrachtete Leith, er würde also ihren Platz im Buch einnehmen, auch wenn das bisher keiner gesagt hatte und man nur von seinem Bruder sprach dessen Seele das Schwert später mal bewohnen sollte, sofern sie ihn bezwingen konnten, doch das sie es schaffen würden, daran hatte sie keinen Zweifel, denn sie hatten das Licht auf ihrer Seite.

Dann begann der Tumult, das Heer hatte sich aufgestellt, es war fast soweit, die Finsternis versuchte wieder weiter heran zu kommen. Man hörte Aaron fluchen: “Verdammt ich sehe nichts, ich will wissen was sich dort befindet.“ Auch Jasmin hörte sein fluchen und erhob sich und trat neben Aaron, lächelte ihn an: “Nun dann will ich mal sehen ob wir ein wenig Licht in die Finsternis bringen können, damit du etwas sehen kannst.“ Dann erhob sie ihren Stab und das Licht leuchtete und breitete sich aus, langsam und ohne Angst trat sie der Finsternis entgegen und diese wich zurück. Eric wollte sie schon aufhalten, doch dann griff Mystra nach seinem Arm und schüttelte den Kopf. So folgte er ihr nur und neben ihm ging Dorian. Hinter den dreien schritt Aaron und ihm folgte das Heer. Was sie dann zu sehen bekamen lies Jasmin stocken, denn es gab nur vertrocknete Erde, nichts lebte mehr dort wo zuvor die Finsternis gewesen war. Die Pflanzen waren nur noch vertrocknetes Gestrüpp, dort lagen tote Vögel, Wild das versucht hatte vor der Finsternis zu fliehen. Und auch Menschen oder auch andere Wesen. Es roch nach Verwesung und nach Tod. Es war ein Anblick des Grauens der sich ihnen dort eröffnete. Dann schritt Jasmin weiter. Eric und Dorian machten sich Sorgen, das sie sich zu weit vor wagen würde, doch langsam ging sie weiter und führte das Heer des Lichts tiefer in die Finsternis hinein. Dort wo ihr Licht des Stabes auf traf, wich die Finsternis vor ihr zurück und öffnete den Weg. Leith hatten sie auf dem Hügel zurück gelassen, damit er dort mit seiner Aura die Finsternis von der anderen Seite zurück halten konnte. Andra unterstützte ihn. Jasmin hörte wie hinter ihr von Aaron Befehle an das Heer verteilt wurden und dann begann das töten. Dorian und Eric entfernten sich nicht weit von Jasmin, einer hielt sich immer in ihrer Nähe auf um sie zu schützen falls es nötig sein sollte. Und Jasmin schritt ruhig weiter, das Licht breitete sich immer weiter aus und immer mehr wurde sichtbar wie sehr das Böse hier gewütet hatte. Wo sie auch hin schritt es lebte nichts mehr. Immer mal versuchte sich irgendwas ihr zu nähern, doch sofort waren Dorian oder Eric zur Stelle.

Dann erschallte eine bösartige Stimme aus der Finsternis: „Komm keinen Schritt näher, ansonsten stirbt dein Mann oder dein Geliebter.“ Und nun tat Jasmin etwas über das sie sich selber wunderte. Sie begann zu singen, hell erklang ihre Stimme und das Licht trug sie weiter und weiter, immer tiefer in die Finsternis herein. Keinem war das Lied bekannt und doch griff das Heer ihr Lied auf und sang es mit, immer lauter wurde es, während Jasmin stehen geblieben war und sang. Und wohin das Lied auch getragen wurde, dort wurde es hell, Licht wurde dort hin getragen. Die Avatare staunten nur noch. Das Heer verteilte sich da sie nun ihre Gegner sehen konnten und metzelten alles nieder was sich ihnen entgegen stellte. Dann trat Iona näher und sie hatte ebenfalls das Lied aufgegriffen und sang lautstark mit, ebenso wie Jasmins Stimme wurde ihre auch vom Licht getragen und wohin das Licht nun auch fiel, wurde es wieder grün, die Tiere bekamen ihr Leben zurück, sie erhoben sich, ebenso die Toten die sie hinter sich gelassen hatten. Auch in die kam wieder Leben sie hoben ihre Waffen auf und reihten sich in das Heer des Lichts wieder ein. Selbst die Tiere kämpften nun auf der Seite des Lichts. Und immer noch sang Jasmin und schritt nun wieder langsam vorwärts. Abermals rief die Stimme: „Bleib stehen oder ich töte das was du liebst.“ Doch unbeeindruckt ging Jasmin weiter und ebenso folgten ihr Eric und Dorian, während die Stimme Aarons erschallte um seinem Heer Anweisungen zu geben. Dann traf das Licht auf den Urheber des ganzen, dort stand ein Wesen das kaum noch als Mensch erkennbar war. Sein Gesicht war ausgemergelt, seine Hände die aus einer Kutte heraus ragten waren fast schon Skeletthände, eine dunkle Finsternis wabberte um ihn, ebenso wie Leith im Licht erstrahlte so war es hier genau das Gegenteil der Fall. Wie Dorian schon gesagt hatte, Gut und Böse in der reinsten Form. Dann schwieg Jasmin, doch das Heer und auch Iona sangen weiter. Jasmin sah das was dort vor ihr stand an. „Nicht das Ende dessen ist gekommen was ich liebe, sondern dein Ende ist nun gekommen. Mach dich bereit, denn heute, hier und jetzt, werde ich dein Urteil fällen. Bis in alle Ewigkeit wirst du dem Guten dienen. Du wirst deine Macht dafür einsetzen das nie wieder so etwas geschehen wird. Du hast sehr viel Leid verursacht und selbst die Ewigkeit reicht nicht aus deine Schuld zu sühnen.“ Doch das Böse wollte noch nicht aufgeben: “Schweig, ich nehme dir das liebste was du hast. Du bist nicht so rein wie du tust, auch du hast betrogen und gelogen, wenn du also eine Schuld suchen willst so suche sie bei dir.“ Und dann schoss ein Schwall der finsteren Aura aus seinen Händen und traf auf Eric, der wie ein gefällter Baum zu Boden krachte, sich allerdings kurz darauf wieder erhob und dann auf Jasmin los ging. Nun stellten sich ihm aber Aaron und Dorian entgegen. „Eric komm zu dir, wach auf, du willst gerade deine geliebte Frau töten, Eric schüttle es von dir ab.“ Doch Eric der seine dunkle Seite seit einer sehr langen Zeit verleugnet hatte, hörte sie nicht. Und so mussten ihn Dorian und Aaron bekämpfen und Dion im Schwert heulte leise auf. Er selber war zwar böse, doch Jasmins Tod wollte er nicht. Doch konnte er sich nicht wehren gegen das, was Eric dort gedachte zu tun. Jasmin stand derweil immer noch ruhig dort, sie sah das Böse nur an, während das Heer des Lichts weiter sang und sich allem was sich näherte entgegenstellte. „Du verstehst es immer noch nicht und wirst es nie verstehen, egal was du tust, selbst wenn du meinen Mann auf mich hetzt, selbst wenn du ihn töten solltest, so kannst du eines nicht töten und das ist die Liebe die zwischen ihm und mir besteht und diese wird bis in alle Ewigkeit halten.“ dann winkte sie Dorian und Aaron zu, das sie Eric durchlassen sollten. „Er wird dich töten“ :schrie Dorian voller Verzweiflung auf. Jasmin sah nur kurz zu Dorian: „Nein das wird er nicht, denn was stärker ist als die Dunkelheit ist die Liebe. Es gibt keine stärkere Kraft und auf diese Kraft vertraue ich. Denn ich weiß das Eric mich bedingungslos liebt.“ Dann stampfte Eric heran und Jasmin sah ihn nicht mal an, sie sah weiterhin auf das Etwas das mal Leiths Bruder gewesen war. Dorian und Aaron sahen weg, sie wollten nicht sehen wie dieser Riese, das was er am meisten liebte, töten würde. Doch kaum war Eric bei Jasmin angekommen, weigerte sich sein Schwert ihm zu gehorchen, doch nun zeigte sich Erics wahre Stärke denn er erhob das gigantische Schwert dennoch und holte weit aus. Jasmin stand aufrecht und sah immer noch das Ungeheuer ruhig an das einige Meter von ihr entfernt vor ihr stand. Alle hielten den Atem an, würde Eric tatsächlich seine geliebte Jasmin töten? Was würde nun geschehen? Dann hörten alle wie Eric aufbrüllte und sein Schwert im hohen Bogen weg warf und dann zusammen brach. Darauf hatte Jasmin gewartet und nun traf das Ungeheuer das dort stand das reine Licht der Kugel und es sog ihn in sich herein. Er hatte gedacht das Eric die Herrin des Lichts tatsächlich töten würde und war voller Vorfreude unaufmerksam geworden und genau diesen Moment nutzte Jasmin aus.

Und an den Gestaden ihrer kleinen Welt, stand immer noch die Urmutter und atmete nun endlich richtig aus. „Ja es ist geschehen. Ich wusste doch das die Liebe zwischen Jasmin und Eric mal sehr wichtig sein würde und nun zeigt es sich das es tatsächlich so ist. Jetzt wird diese beiden nichts mehr trennen, auch Dorian nicht, falls er doch dahinter kommen sollte das man ihn betrogen hat und er sich eventuell tatsächlich nimmt was er so heiß begehrt hat. Wobei ich mir nicht mal sicher bin, ob sie ihm nicht sogar freiwillig geben wird, was er sich von ihr wünscht.“ Die beiden männlichen Geister sahen sie sprachlos an. „Es war alles so geplant? Willst du das damit sagen?“ Die Urmutter nickte. „Ja, das Licht hat alles geplant von unserer eigenen Erschaffung bis hin zu diesem spektakulären Sieg über die Finsternis. Nun ist das Universum sicher. Das Licht hat die Herrschaft übernommen.“ Yang sah sie an: „Doch es werden immer noch Morde geschehen, und man wird betrügen und stehlen und ähnliches, oder?“ Die Urmutter nickte: „Natürlich, denn auch das Licht kann nicht alleine bestehen, die Finsternis und die damit verbundenen Verbrechen wird es immer geben. Aber niemals wieder in dieser reinen Form.“ dann wandte sie sich um: „Unsere Aufgabe ist erfüllt. Jetzt wird es Zeit das wir zu unserem Ursprung zurück kehren. Bis wir eventuell wieder gebraucht werden.“ Ying seufzte leise. „Was ist mit unseren Avataren was wird mit ihnen geschehen? Werden sie nun sterben?“ „Nein sie werden bleiben wo sie sind und für uns alles im Auge behalten, doch uns wird man vorläufig das letzte mal gesehen haben. Jenna und Dion werden ihre neue Aufgabe die sie von dem Licht bekommen werden, gut erfüllen. Das Licht wird weiterhin seinen Platz in Jasmin behaupten und auch nicht verlassen. Und unsere Avatare werden unsere Augen und Ohren sein.“ Dann gingen die drei und je weiter sie sich von der kleinen Welt die außerhalb von Zeit und Raum existiert entfernten um so mehr verloren sie auch ihre Körper und wurden wieder das was sie einst waren.......Geister.

Kapitel 32: Die Wahrheit kommt ans Licht


 

Nachdem dieses Ungeheuer von der Kugel eingesogen worden war, drehte sich Jasmin um und kniete sich neben den immer noch auf dem Boden liegenden Eric. Er rührte sich nicht, und war nicht ansprechbar. Dorian sah immer mal zu Jasmin doch es kamen von ihr keine Tränen, zu stark war die Anspannung gewesen als sie diesem Ungeheuer gegenüber gestanden hatte. In der Nähe stand Iona die immer noch sang, Aaron kümmerte sich weiter erst mal um das Heer. Doch der Gesang den die Kämpfenden nicht unterbrachen wanderte weiter, jeder der sich von den Toten erhob, reihte sich ein und sang ebenfalls mit. So nach und nach kamen keine der Ungeheuer mehr die das Böse wohl irgendwie erschaffen hatte. Denn ohne die Kraft ihres Gebieters konnten sie nicht überleben. Dorian sah Eric auf dem Boden liegen, er konnte es nicht fassen das es diesen harten und starken Krieger umgehauen hatte. „Man muss doch etwas tun können. Ich kann das nicht mit ansehen, verdammt er ist doch kein Schwächling wie ich am eigenen Leib schon erfahren musste. Wieso wird er nicht wach?“ Jasmin sah ihn an: „Er kämpft gegen seine eigenen Dämonen. Dieses „Ding“ hat ihn dort angegriffen wo er am verwundbarsten war und hat seine alten Dämonen geweckt. Eric muss sie nieder ringen, schafft er es nicht......dann......bin ich alleine.“ Dorian hatte Jasmin immer begehrt und hatte wenn er sie sah an nichts anderes denken können, doch jetzt in diesem Moment dachte er nur daran das man diesen Riesen wieder auf die Beine kriegen müsste. „Verdammt Eric, werde wach, ich kann dich nicht den ganzen Weg bis zum Hügel zurück tragen. Du bist mir dafür viel zu schwer. Also werde wach.“ Doch Eric erwachte nicht, so stand Dorian auf, beugte sich herab und warf sich Eric über seine Schulter, leise fluchend und schimpfend. „Schleifen nun deine Beine über den Boden bist du selber schuld, du müsstest nur aufwachen.“ Doch trug er den Hünen als wäre er nur eine leichte Puppe und brachte ihn so zum Hügel und in eines der Zelte zurück. Der Kampf war eh vorbei und den Rest mussten halt Aaron und Iona machen, das war nun ihre Aufgabe. Auf dem Schlachtfeld blieb allerdings Erics Schwert liegen und jeder der versuchte es auf zu heben holte sich fast einen Bruch. Selbst Aaron der sich grundsätzlich nicht für so schwach hielt, konnte es nicht anheben. So blieb es erst mal dort liegen.

Iona die sich fast die Lunge aus dem Körper sang, gab irgendwann erschöpft auf und wäre fast umgefallen wäre Aaron nicht hinzu gesprungen um seine junge Gefährtin auf zu fangen. „Wir sollten ausruhen, und morgen weiter machen.“ Iona konnte nur noch kurz nicken und dann brach auch sie zusammen, so das Aaron sie ebenfalls erst mal in eines der Zelte brachte. Leith kümmerte sich mit Andra um sie. Die Dunkelheit wich langsam zurück. Doch ging es viel zu langsam. Es wurde Nacht und auch die Angehörigen des Heeres machten nun eine Pause. Mystra sorgte für Nahrung und Getränke und versorgte erst mal die noch Heimatlosen. Sie hatten bis her nur einen winzigen Bruchteil der sterbenden Welt gereinigt. Das würde Ewigkeiten dauern, dachte sich Mystra, dann fiel ihr etwas auf und sie winkte Andra und Dorian heran. „Spürt ihr etwas?“ Die beiden sahen sie fragend an: „Was sollen wir spüren?“ Mystra sah beide weiterhin an: „Nun seid ihr so unempfindlich? Spürt ihr es nicht? Unsere Schöpfer sind fort, ich spüre sie nicht mehr.“ Nun schienen es auch die anderen beiden zu merken. „Du hast recht ich spüre auch nichts mehr. Sie sind fort und haben uns zurück gelassen, doch wieso? Warum haben sie uns nicht mit genommen?“ Andra verstand die Welt nicht mehr. Dorian zuckte nur leicht mit der Schulter. „Ich hoffe nur das man uns unsere Fähigkeiten zurück gegeben hat. Dann könnten wir hier weit aus effektiver helfen.“

Mystra schüttelte den Kopf. „Hat man nicht, wir besitzen nur einen kleinen Teil unserer eigentlichen Fähigkeiten und irgendwie ist das auch logisch. Wir haben Jasmin, wir haben die Inkarnationen mit ihren Kräften und das muss wohl reichen.“ Jasmin saß derweil am Bett ihres Gatten und wartete darauf das er aufwachen würde, doch nichts geschah. Dann erhob sie sich und ging zu Dorian. „Würdest du bitte Erics Schwert holen?“ Der sah sie an: „Tja Kleines, wenn ich es mal anheben könnte, der einzige der es tragen kann ist dein Gatte, doch ich bin gerne bereit es zu versuchen.“ Jasmin sah ihn bittend an: “Du bist wahrscheinlich der einzige der es außer Eric tragen könnte, denn schließlich hast du es geschmiedet.“ Nun lachte Dorian leise: „Sicher das habe ich wohl, doch saß da auch noch keine Seele drin und wenn Dion es nicht will, kann auch ich es nicht tragen.“ Dennoch erhob er sich, er sah das Jasmin etwas brauchte und so ging er und suchte Erics Schwert, und als er es anheben wollte, lies es sich von ihm tragen.“ So brachte er es zu Eric und als Jasmin ihm sagte er solle das Schwert auf Erics Brust legen, sah er sie fragend an. „Es wird ihm helfen mit den Dämonen fertig zu werden.“ So nickte er und tat was sie ihm gesagt hatte. Dann sah sie ihn kurz an beugte sich vor und küsste ihn sachte: „Danke“ Dorian war total überrascht, doch als er auf die Stelle sah auf der zuvor noch Jasmin gestanden hatte, war sie auf einmal fort und er sah das sie ihren Stab mit genommen hatte. Er suchte sie im ganzen Lager doch Jasmin war verschwunden. Er mobilisierte auch alle anderen und so suchte jeder nach ihr. Langsam verging die Nacht doch Jasmin blieb verschollen. Und als der Morgen dämmerte, hörten sie abermals das Lied das am Tag zuvor Jasmin gesungen hatte. Doch nun erschallte es über der gesamten Welt. Und als der Morgen herauf zog und es heller wurde, erstrahlte über ihnen die Sonne und nicht ein Stück der Finsternis war mehr zu sehen. Kurz darauf war auch Iona aus ihrem Bett verschwunden und man hörte nun, das das Lied zweistimmig gesungen wurde und überall erschienen neuen Blumen, Pflanzen alles grünte und blühte wieder. Selbst die Toten wurden wieder in ihren Urzustand zurück versetzt und erhielten ihr Leben zurück. Die Felder trugen wieder Früchte, man hörte die Vögel am Himmel singen. Das Leben zog wieder auf diese Welt ein. Jasmin war klar geworden, das Väterchen Zeit hier seine Macht nicht hätte einsetzen können, ohne das alles noch mal geschehen würde. Die Zeit musste hier weiter laufen. Man konnte nicht zurück. Doch man konnte der Welt das Leben zurück geben. Alle lauschten dem Lied oder sangen sogar mit. Für einen Moment war es dann still und dann begann wieder ein Lied zu erschallen doch diesmal klang es nicht mehr so melodisch wie zuvor. Es klang hart, fordernd und verlangend. Und die zweite Stimme die kurz darauf einsetze sang einen zweiten Akkord dazu und erklang ebenso wie die erste. Den Wesen auf dieser Welt kroch eine Gänsehaut den Körper entlang, doch spürten sie das hier etwas geschah, das es noch nie gegeben hatte. Und dann schwiegen die Stimmen abrupt. Man hörte kurz darauf aus weiter Ferne schweres Flügelschlagen näher kommen und es klang nicht als sei es ein Vogel der dieses Geräusch verursachen würde. Alle sahen zum Himmel und dort am Horizont flogen zwei golden im Licht glänzende riesige Tiere heran, die jeder auf ihrem Rücken eine Frau trugen. Dann setzten sie zur Landung an. Auf ihrem Rücken erkannten sie nun Iona und Jasmin. Dann landeten die beiden Tiere und man sah das beide Frauen etwas in einem großen Tuch gewickelt hatten das sie kaum tragen konnten. Die Anwesenden starrten die beiden Tiere nur an, dann flüsterte einer: „Die Legenden sind wahr, das dort sind die heiligen Drachen.....“ Nun rannten alle zu den beiden Frauen und ehrfürchtig nahmen sie ihnen die Tücher ab und sahen nun das sich darin eingewickelt, Eier befanden. Jasmin rutschte von ihrem Drachen herab und sah in die Runde: „Was ihr hier habt ist das erste Gelege, sorgt dafür das ein Nest gebaut wird, das diese Eier schlüpfen können und ihr werdet in einigen Monaten noch mehr Drachen haben. Diese beiden hier, werden das Nest schützen und die Eier aus brüten. Sorgt dafür das sie genügend Nahrung haben und wenn die Zeit gekommen ist, werden sich Reiter für die jungen Drachen finden. Und wenn es soweit ist, wird eure Welt einen gewissen Schutz haben. Eure Welt ist wieder frei, es grünt und blüht wieder alles, auf euren Weiden werdet ihr Vieh vorfinden, auf den Feldern Korn und was ihr sonst so braucht. Unsere Arbeit ist getan, ich werde nun meinen Gatten nach Hause bringen und das Ungeheuer wird seine gerechte Strafe bekommen. Leith werden wir mit nehmen, auf ihn wartet eine neue Aufgabe, mal abgesehen davon das eure Welt eh nicht die seine ist.“ Dann drehte sich Jasmin ohne ein weiteres Wort um und betrat das Zelt in dem Eric immer noch bewusstlos lag. Dann nahm sie ihr Buch wieder unter den Arm und legte die Hand auf Erics Brust neben das Schwert. In der anderen Hand hielt sie ihren Stab mit der nun rabenschwarzen Kugel oben auf und verschwand mit Eric, bevor auch nur irgendwer reagieren konnte. Dorian sah auf die Stelle und knurrte leise: „Das hätte sie auch gestern Abend sagen können, das sie diese Fähigkeit hat, aber nein, da lässt sich mich den Riesen tragen.“ Mystra kicherte leise und verschwand kurz darauf ebenso. Iona wollte noch bleiben um zu sehen ob auch alle Gewässer wieder in Ordnung waren und ob man die Drachen auch wirklich gut unterbringen würde. Doch sah sie das man diese beiden goldenen Geschöpfe mit Ehrfurcht behandelte und nickte. Dorian folgte Mystra und Jasmin, Andra nahm sich Leith an und folgte auch mit ihm. Und Aaron hatte im Moment eh nichts besseres vor und blieb bei seiner Gefährtin.

Kurze Zeit später lag Eric auf seinem Bett, das Schwert lag immer noch auf seiner Brust und versuchte zu helfen wo es konnte. Jasmin stand auf dem Plateau und sah nun zu der Welt hinab und sah das sie wieder recht gesund aussah. Dann murmelte sie leise. „Du hättest es mir auch sagen können das du in mir bist. Mein Leben lang habe ich mich gewundert das immer uns so etwas passiert. Warum musstest du mich aussuchen? Ich wollte nie mehr, als meinen Mann, meine Kinder und irgendwann mal mein Leben beenden wenn es Zeit wäre. Doch was ist nun? Dort im Zimmer liegt mein Mann und kämpft gegen sich selber. Meine Kinder sind........ach ich weiß nicht mal mehr wo sie sind, noch in welcher Zeit. Und wenn Eric es nicht schafft, bin ich alleine und kann die Ewigkeit alleine verbringen.“ Nun begann sie leise zu weinen, nun durfte sie es. Was sie nicht wusste war, das ihr Dorian die ganze Zeit zu gehört hatte und nun leise näher trat. Dann legten sich zwei Arme um sie und Dorian flüsterte leise: „Du bist nicht alleine. Du hast Freunde, du hast......mich, wenn du mich willst. Und bevor du nun was falsches denkst, ich meine nicht speziell das eine, sondern als Freund an deiner Seite.“ Dabei drehte er sie zu sich um und drückte sie an sich und hielt sie in seinen Armen und lies sie weinen, dabei strich er wie beruhigend sachte mit der Hand über ihren Rücken.

„Er wird aber gewinnen, wie immer und er wird erwachen. Weißt du einem sich wehren könnenden Gegner die Frau weg zu nehmen ist eine Sache, es aber bei jemanden zu tun der sich im Moment nicht wehren kann ist eine andere. Ich weiß auch nicht. Noch vor einer Ewigkeit hätte ich die Chance ergriffen und mir genommen was ich will, doch du hast mich gelehrt, das es weit aus bessere Ziele gibt. Mystra hat recht, du bist etwas besonderes und ich will ehrlich sein, vielleicht ist es wirklich das Licht in dir das mich so anzieht, ich will dich jedenfalls immer noch. Doch erst mal sollten wir zusehen das wir deinen Riesen wieder auf die Beine kriegen.Und es gibt noch so einiges das erledigt werden muss. Du bist nun die Herrscherin über das Universum. Denn die Schöpfer sind fort.“ Jasmin hatte ebenfalls ihre Arme um ihn gelegt und hatte den Kopf auf seiner Schulter liegen, sie fand es schön das jemand da war der sie hielt. Der ihr ein wenig Trost und das Gefühl gab nicht alleine zu sein. Die nächste Zeit würde hart genug werden und Eric fehlte ihr jetzt schon.

Leise flüsterte sie. „Dieses Ding hatte recht auch ich habe in gewisser weise gelogen und betrogen.“ Sie löste den Kopf von Dorians Schulter und sah ihn mit tränennassen Augen an. „Du bist betrogen worden. Ich habe zwar nur dazu geschwiegen und doch.“ Dorian grinste leicht:“ Wenn du von der angeblichen Nacht redest die wir mit einander verbracht haben, ich weiß es bereits. Es hat eine Weile gedauert doch irgendwann kam ich dahinter das du es unmöglich gewesen sein konntest.“ Jasmin sah ihn überrascht an. „Nun denkst du ich wäre so blöd es nicht zu merken? In dieser Nacht hatte ich etwas im Bett das unmöglich du gewesen sein konnte. Weil ich beobachtete dich danach. Du warst wie immer, liebevoll, sanft und ja auch leidenschaftlich und wild, wenn du mit Eric zusammen warst. Doch diese Wildheit die das Wesen mir entgegengebracht hatte, war nicht deine. Und so dachte ich einige Tage nach, wie es sein könnte das du bei mir so unersättlich sein konntest, wo du dich selbst bei Eric irgendwann nur noch an ihn drücken wolltest. Dann wurde mir klar, es musste etwas anderes gewesen sein. Abgesehen davon, wären wir wirklich mit einander ins Bett gegangen hättest du Eric sicherlich tagelang nicht ins Gesicht sehen können, doch da du sogar mit ihm schliefst, konnte es also nur eins bedeuten. Ich hatte was anderes in dieser Nacht, aber nicht dich.“ Jasmin errötete leicht: „Kannst du mir verzeihen? Die große Mutter hatte dir einen Sukkubus ins Bett gelegt, an ihr hast du dich ausgetobt.“ Nun lachte Dorian herzlich, etwas womit Jasmin nicht gerechnet hatte: “Kleines, der Betrüger wurde betrogen. Natürlich kann ich dir verzeihen und unter uns, mir hat die Nacht einen Höllenspaß gemacht. Wenn ich auch zugeben muss, dieses Wesen hat selbst mir alles abverlangt, dennoch war es ein Riesenspaß.“ dann zwinkerte er ihr zu. „So habe ich wieder etwas auf das ich meine Energie setzen kann, nämlich dich zu bekommen und wenn es nur für eine Nacht ist. Doch nicht jetzt. Jetzt ist es wichtiger das wir deinen Gatten wieder auf die Beine bekommen. Denn ohne ihn und seine wahrhaftige Liebe stündest du vielleicht nicht mehr hier. Hätte dieses „Ding“ wie du es nennst mich angegriffen, ich hätte dich getötet. Denn ich liebe dich nicht, ich will dich nur.“ Doch nun hörte Jasmin das erste mal eine kleine Stimme in ihrem Kopf: „Er lügt, er liebt dich, er wäre lieber für dich gestorben als deinen Tod zu verursachen. Es ist wie Mystra es sagte, jeder liebt das Licht, auch die Dunkelheit, nur kann er es nicht zugeben.“ Im ersten Moment dachte Jasmin es sei das Licht in ihr das mit ihr sprach, doch dann kam sie dahinter das es Dion war. Jasmin sah Dorian an, in seine wie immer kühl blickenden Augen, dann küsste sie ihn sanft auf den Mund und löste sich von ihm. Sie drehte sich um weil sie nach Eric sehen wollte. Als sie das Plateau verließ sah Dorian ihr nach und seine Finger strichen sachte über seine Lippen wo sie ihn geküsst hatte. Er seufzte leise, dann folgte er ihr.

Kapitel 33: Erics Dämonen


 

Eric stand in der Finsternis, das einzige an das er sich im Moment noch erinnern konnte, war das er beinahe das Liebste was er besaß getötet hätte und erst im letzten Moment das Schwert fort geworfen hatte. Dann wusste er nichts mehr und stand nun hier in dieser Finsternis. Seine Hand griff auf seinen Rücken und bekam das Schwert zu fassen, das er immer trug. Er wunderte sich jetzt nicht das er es auf dem Rücken trug obwohl er genau wusste das er es fort geworfen hatte. Dann hörte er neben sich eine Stimme: „Schwarzer Adept, Krieger des Schicksals. Nicht alles lässt sich mit dem Schwert bekämpfen.“ In der Ferne war ein winziges Licht zu sehen, Eric antwortete erst gar nicht sondern begann auf das Licht zu zu gehen. Vor ihm tauchten Gesichter auf, er erinnerte sich, Frauen denen er um sie in sein Bett zu bekommen, Liebe vorgaukelt hatte um sie nach dem er hatte was er wollte, fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel. Er sah Leute denen er übel mitgespielt hatte. Jede Bosheit die er je begangen hatte wurde ihm nun aufgezeigt. Doch Eric zuckte nur mit der Schulter und ging weiter auf das Licht zu. Abermals hörte er neben sich“ Gib lieber auf, das Licht will dich nicht mehr, hast du nicht gerade selber gesehen was du alles angerichtet hast? Du hast Menschen gequält, Frauen nur für deine Begierde missbraucht, sie gaben es dir zwar freiwillig und dennoch hast du sie belogen und betrogen.“ Leise knurrte Eric: “Schweig, ich weiß das sie mich liebt und auf mich wartet. Ich bin was ich bin und sie liebt mich so wie ich bin.“ Nun lachte die Stimme neben ihm während er weiter auf das Licht zu schritt. „Ach ja? Sie liebt dich so wie du bist? Wie bist du denn? Du hast ihr vor geheuchelt ein Adept des Lichts zu sein. Du hast deine Dunkelheit weit in dich begraben nur damit sie dich liebt. Du hast dich selber verleugnet. Dein Leben ist eine einzige Lüge. Das einzige das wahrhaftig an dir ist, ist deine Liebe zu ihr, und selbst die würdest du sofort beiseite werfen.....würde ein anderer Mann sich das nehmen was dir gehört. Sieh hin, das tut sie im Moment.“ Und Eric sah wie Dorian Jasmin in seinen Armen hielt, wie sie ihn küsste kurz bevor sie sich von ihm löste. „und soll ich dir mehr zeigen? Sie wird mit ihm ins Bett gehen, deine große Liebe.“ „Schweig, das würde sie niemals tun, das weißt du ebenso gut wie ich.“ und weiter schritt Eric auf das Licht in weiter Ferne zu. “Doch würde sie, du hast es selber gehört, Leith hatte es gesagt, sie würde, wenn das der Preis wäre den sie zahlen müsste.“ Eric spürte wie Eifersucht in ihm hoch kroch, alleine bei dem Gedanken das Jasmin mit Dorian eventuell ins Bett gehen würde. Und die Stimme neben ihm lachte wieder: „Stecke dein Schwert weg, gegen die Eifersucht hilft ein Schwert nicht.“ Eric begann nach zu denken, während er weiter hin auf das Licht zu ging. Er dachte sich, wäre es wirklich so verwerflich? Dachte er hier nicht eher an Besitz? Und war Jasmin sein Besitz den er keinem anderen gönnte? Sie liebte ihn, mehr als ihr Leben, das war Fakt, doch wenn sie tatsächlich mit Dorian oder auch einem anderen Kerl ins Bett ging, musste sie einen guten Grund dafür haben. Sie liebte ihn und keinen anderen und langsam spürte er wie die Eifersucht weniger wurde. Seinen ersten Dämonen hatte er bekämpft und so schritt er weiter. Nun kam wieder die Stimme:“ Wusstest du das dein Freund Dorian sie auch liebt? Nein das wusstest du nicht.“ Nun blieb Eric abrupt stehen. „Er liebt sie? Deswegen also.“ „Deswegen also was?“ fragte die Stimme. „Deswegen würde er immer an ihrer Seite stehen, ich ahnte schon das er mehr für sie empfinden würde als er zugab, doch dachte ich immer sein Interesse an ihr wäre nur rein körperlich. Doch wenn er sie liebt.“ Abermals sah er zu dem Licht und ging weiter darauf zu, er bemerkte das er sich langsam aber sicher dem Licht näherte. „Was wäre wenn sie ihn auch liebt“ :fragte nun die Stimme. Abermals knurrte Eric. Im ersten Moment wollte er sagen das er Dorian dann einen Kopf kürzer machen würde, doch dann ging ihm etwas anderes auf. „Wenn sie ihn ebenso lieben würde...dann würde ich sie frei geben. Es würde mir das Herz brechen doch ich würde sie gehen lassen. Ich liebe sie mehr als mein Leben und wenn ein anderen Mann egal ob Dorian oder wer auch immer, ihrem Herzen näher stehen würde als ich. Dann würde ich sie frei geben damit sie glücklich werden kann.“ Abermals lachte die Stimme: „Du würdest kampflos aufgeben? Das sieht dir gar nicht ähnlich.“ „Kampflos wahrlich nicht, ich würde alle Register ziehen um ihr Herz neu zu gewinnen, doch schlussendlich, sollte sie mich nicht mehr lieben und ihr Herz einem anderen geschenkt haben, würde ich sie frei geben.“ Und Eric sah das seine Antwort ihn noch weiter an das Licht heran gebracht hatte und grinste nun frech in sich hinein.

Er wusste nicht das er jetzt schon seit sieben Tagen bewusstlos im Bett gelegen hatte und das Dorian und Jasmin sich abwechselten und immer einige Stunden an seinem Bett Wache hielten.

Und Eric ging weiter, als auf einmal die schönsten Frauen in seiner Nähe auftauchten, ihn begannen zu umgarnen, ihn berührten und streichelten. Sie zogen sich vor seinen Augen aus und lockten ihn. Sie strichen sachte an ihm entlang und Eric stöhnte leise auf: “ Himmel hilf, wie soll das ein Mann aushalten, also das ist gemein.“ Und abermals lachte die Stimme im dunklen: „Du kannst sie dir nehmen, sie sind nur für dich da. Es erfährt ja keiner.“ Nun steckte Eric sein Schwert weg, er wollte sich gerade ausziehen als er bemerkte das er schon keine Kleidung mehr trug.

Dorian der an seinem Bett saß, bemerkte eine Veränderung an Eric und musste grinsen: „Na mein Freund das scheint aber mal ein netter Dämon zu sein, gegen den du kämpfst. Da würde ich nur zu gerne mit machen.“ Dorian hatte gesehen das sich bei Eric was geregt hatte, ebenso wie er sein leises aufstöhnen gehört hatte. Doch als Jasmin nachsehen kommen wollte mit wem Dorian da redete, sprang er auf und verstellte ihr die Sicht. „Es ist nichts, ich habe nur aus lauter Langeweile mit mir selber geredet.“

Doch auch jetzt fiel Eric nicht darauf rein: „Nur zu gerne, doch das wäre Betrug an meiner Frau, wenn sie nichts dagegen hat dann gerne. Dann bin ich gerne bereit jede einzelne von euch mit in mein Bett zu nehmen, doch jetzt muss ich erst mal zu meiner Frau zurück kehren.“ Abermals erklang die Stimme: „Also wenn deine Frau es dir erlauben würde und nichts dagegen ein zu wenden hätte würdest du auch eine andere Frau mit in dein Bett nehmen? Was ist das denn? Hast du nicht selbst Dorian gefragt, wie er es mit der Natur tun könnte wo er doch Mystra liebt?“ Eric zuckte abermals mit der Schulter: „Hallo? Ich bin auch nur ein Kerl und wenn sich so was anbietet, wäre ich schön doof es nicht an zu nehmen. Vor allem wenn ich Jasmin dafür nicht betrügen müsste. Doch ansonsten bin ich ihr treu.“ Die Frauen verschwanden und er kam dem Licht wieder ein Stück näher. Doch langsam begann er zu verstehen. Er war wirklich keinen Deut besser als Dorian, er verbarg es nur besser. Er blieb stehen und sah zu dem Licht. Dann begann er nach zu denken. Wieder erklang die Stimme: „Na nicht mehr sicher ob du zu deiner Frau zurück willst? Wie du gesehen hast gibt es hier auch schöne Frauen, und wenn du mal einen Kampf brauchst auch dafür könnte ich sorgen. Und außerdem, Dorian wird deine Frau sicherlich wieder trösten.“ Ha...“ Kam es nun von Eric: „Jetzt hast du dich verraten, sie hat ihn zum Dank geküsst, weil er sie im Arm hielt um sie zu trösten. Ja das ist typisch Jasmin. Und ich sage dir noch was.“ Dabei ging er wieder los nun aber schneller. „Wenn sie es will, wirklich will, dann soll sie es mal mit Dorian versuchen. Und noch was , ich werde ihr treu bleiben du kannst mich nicht verführen. Oja deine Frauen waren schön und es hat sich auch bei mir etwas geregt, ich bin schließlich auch nur ein Kerl, doch keine war darunter die meiner Jasmin auch nur im entferntesten das Wasser reichen könnte. Wie sagte doch mal Dion, ich müsste stolz sein, eine Frau zu haben, die von einem Avatar und auch von einem Gott begehrt wird. Und ich bin stolz, denn zeigt es doch das ich nicht das verkommene Subjekt bin als das du mich dahin stellen willst. ICH nehme es mit jeder Finsternis auf. Ich bin bereit es auch mit diesem Ungeheuer auf zu nehmen, das wir gefangen genommen haben.“ Jetzt begann er zu laufen und immer näher kam das Licht. „ Ich weiß nun was es ist, ich weiß nun wie ich mit ihm umgehen muss. Mich wird er und auch du niemals klein kriegen. Ich bin der Krieger des Schicksals und auch ein schwarzer Adept. Und ich bin kein helles Licht wie meine Frau und doch liebt dieses helle Licht mich so sehr das es alles tun würde damit ich zu ihr zurück komme. Und jetzt kannst du mich nicht länger aufhalten.“ und damit rannte er so schnell er konnte auf das Licht zu und sprang.

Im Schlafzimmer, saß wieder mal Dorian an Erics Bett als dieser auf einmal aufschrie: „Ich bin frei!!“ Dorian erschrak dermaßen das er glatt von dem Stuhl fiel auf dem er saß. „Verdammt, Kerl hast du mich erschreckt.“ Selbst Jasmin kam angerannt und als sie sah das Eric wach war und sie ansah, lief sie zum Bett und warf sich auf ihn: „Eric, Eric......du bist wach du hast den Kampf gewonnen.“ Eric legte einen Arm um Jasmin und sah Dorian an:“Ja ich bin wach und Dorian nimm bitte mal das Schwert von mir herunter bevor sich meine Frau noch daran weh tut.“ Dorian lachte laut und tat sofort was Eric wollte. Eric sah ihm an wie sehr er sich freute. „Ich wusste es doch, ich wusste es doch, dich kriegt man nicht klein. Das hätte mich auch gewundert.“ Dorian freute sich wirklich. Doch als er in Erics Augen sah, bemerkte er eine Veränderung, doch dieser bat mit den Augen darum das Dorian noch nichts sagen sollte, denn Jasmin schien es noch nicht auf gefallen zu sein, denn sie küsste Eric immer wieder. Doch auch sie hatte bald genug und sah ihn an......und dann änderte sich ihr Gesichtsausdruck, die Freude wich aus ihrem Gesicht. „Was ist mit dir geschehen? Was hat es dir angetan? Bist du noch mein Mann, bist du noch Eric?“ Erics Augen, früher eher grau, waren nun rabenschwarz und Kälte strahlte aus ihnen. „Ja Liebste ich bin immer noch der den du liebst, doch ich habe mich verändert, auch das ist wahr.“ Dann zwinkerte er ihr zu. „Und nun Liebste brauche ich etwas zu essen und einen guten starken Wein.“ Jasmin nickte und ehe er sich versah, stand alles was er wünschte schon auf einem kleinen Tisch neben dem Bett. Eric sah verblüfft darauf, weil er hatte gedacht sie würde nun für einen Moment gehen, damit er mit Dorian alleine reden konnte. Doch Jasmins Fähigkeiten machten ihm da einen Strich durch die Rechnung. Dorian der in etwa verstanden hatte warum er sie um etwas zu essen bat und nun sein Gesicht sah, lachte auf einmal schallend los. „Ja die Kleine verblüfft uns alle in den letzten Tagen mit ihren Künsten, vor allem da sie es selber nicht mal zu bemerken scheint, sie will etwas und kurz darauf ist es da.“ Nun sah Eric Jasmin ernst an: „Schatz, dürfte ich dich bitten uns einen Moment alleine zu lassen, ich muss dringend mit Dorian reden.“ Jasmin sah von einem zum anderen, nickte kurz, erhob sich und verließ das Zimmer. Eric setzte sich auf und sah Dorian an. „Was ist genau geschehen? Und hast du in der Zeit, in der ich hier lag, wobei ich nicht mal weiß wie lange es war, mit meiner Frau geschlafen?“ Dorian sah ihn an: „Nun das „Ding“ wie deine Frau es nennt hat dich glatt umgehauen oder ich sollte besser sagen die Liebe zu deiner Frau. Und was deine zweite Frage angeht, nein habe ich nicht und das hätte Jasmin auch nie zu gelassen. Wie kommst du nur darauf? Und außerdem ist das so wichtig?“ Eric sah ihm an das er die Wahrheit sagte: „Ja für mich ist es wichtig, denn zeigt es mir, das die Stimme die ich hörte mich belogen hat.“ dann erhob er sich. Und erzählte Dorian was er erlebt hatte, als er an der Stelle ankam mit den Frauen grinste Dorian frech. „Das konnte man übrigens auch hier sehen.“ Eric blickte zur Türe hinter der Jasmin verschwunden war. „Hat sie...?“ Dorian schüttelte den Kopf: „nein sie hat nicht, ich konnte es verhindern.“ Während Eric erzählte zog er sich an und streckte mal seine Arme und Beine. „Wie lange habe ich hier gelegen?“ „Sieben Tage genau.“ Auf Dorians Antwort hin nickte er. Kurze Zeit später öffnete sich wieder die Türe und Jasmin steckte den Kopf herein, Eric hielt seine Arme auf und Jasmin flog hinein. Über Jasmins Schulter hinweg sah er Dorian an und sah das die Stimme nicht in allem gelogen hatte, denn Dorians Blick sagte ihm das dieser tatsächlich, wenn auch auf eine andere weise als er, Jasmin liebte. Er küsste dann Jasmin stürmisch und hauchte ihr nach dem Kuss ins Ohr „Wir haben viel nach zu holen.“ Jasmin wurde darauf hin knallrot und antwortete: „Doch erst mal solltest du dich ausruhen“ Auf diese Worte hin lachte nun Eric schallend: „Liebste ich glaube sieben Tage sind lange genug ausgeruht.“ dann hauchte er ihr einige Worte so leise ins Ohr, das sie sich puterrot von ihm löste und hinaus rannte. Dorian sah ihr nach und sah dann fragend Eric an. „Was hat sie nun so scheu gemacht?“ Eric grinste: „Offene Worte, meine Frau ist das nicht gewohnt. Ich habe ihr einige offene Worte ins Ohr geflüstert. Zum Beispiel was sie zu erwarten hat.“ Oh.........“ kam es von Dorian, doch dann grinste auch er. „Ich verstehe.“

Eric sah Dorian an: „Doch nun einige offene Worte zwischen uns. Du willst sie immer noch? Und ich weiß nun auch das unser Betrug an dir aufgeflogen ist, du weißt also das es nicht Jasmin war.“

Dorian sah Eric an, er nickte: „Du hast recht ich will sie immer noch und der Betrug ist euch verziehen. Ich verstehe nun auch warum es sein musste. Und wie ich Jasmin schon sagte, die Nacht hat mir ungeheuren Spaß gemacht.“ Eric nickte abermals, dann fragte er Dorian was nach seinem so plötzlichen Schwächeanfall noch alles passiert sei und wie die sterbende Welt nun aussehen würde. Dorian klärte ihn dann ruhig über alles auf. Nebenbei hingen beide Männer noch ihren Gedanken nach. Und Dorians Bericht endete dann damit das er sagte: „Und übrigens ist nun Jasmin Herrscherin über das Universum, doch sie weigert sich den ihr gebührenden Platz ein zu nehmen. Sie ist der Meinung, nur weil sie zufällig vom Licht ausgewählt worden sei, wäre sie noch lange nicht das was wir ihr unter jubeln wollen, übrigens das war wörtlich zitiert.“ Das lies Eric wieder mal leise lachen. „Na dann will ich mal sehen ob wir sie nicht doch dort hin bekommen können wohin sie gehört.“ Als beide dann den Wohnraum betraten, sahen sie wie Jasmin sich mit Mystra unterhielt und bekamen noch mit als Jasmin sagte: „Ob du es wahrhaben willst oder nicht, du bist schwanger, es wird wieder ein kleiner Gott oder eine kleine Göttin geboren.“ Dorian, der das mitbekam, entgleisten alle Gesichtszüge. Er konnte nur stottern: “Wer ist der Vater? Ich oder Andra?“ Mystra warf die Arme in die Luft: „wenn Jasmin wirklich recht hat“ dabei wurde sie dann mitten im Satz von Jasmin unterbrochen: “und ich habe recht“ Kam dann weiter „und ich wirklich wieder schwanger sein sollte...dann .dann .ich weiß es nicht.“ Trocken kam nun von Jasmin: „Vielleicht solltet ihr ein Buch führen wer wann mit ihr, damit man bei einer möglichen Schwangerschaft weiß von wem es ist.“ Nun lachte Eric leise und sah Jasmin an: „Oder aber die Herrin des Lichts legt mal ihre Hand auf den Bauch der werdenden Mutter und erforscht mal von wem es ist.“ Dorian sah Eric fragend an: „Das geht?“ Eric zwinkerte Dorian leicht zu: „Wenn besagte Herrin des Lichts in der Lage war ganz alleine eine Welt von der Finsternis zu befreien, dürfte so etwas simples wie eine Vaterschaftsfeststellung wohl kaum ein Problem sein, oder?“ Dorian überlegte nicht lange griff Jasmin um die Taille schob sie näher zu Mystra heran und legte ihre Hand dann auf Mystras Bauch. „Bitte sag das es nicht von mir ist, ja?“ Eric der das ganze sah, lachte nur leise, während Jasmin ihn und Dorian giftig ansah. Doch tat sie was sie konnte und konzentrierte sich, um zu sehen wann und mit wem die Zeugung stattgefunden hatte. Doch als sie es gesehen hatte, lachte auch sie schallend und sah Mystra an: „Du bist ja wirklich schlimm, meine Liebe.“ Dorian und Mystra sahen Jasmin fragend an, diese machte es ein wenig spannend und sagte dann: „Es ist nicht nur ein Kind, ihr habt wohl alle einen Hang zu Zwillingen, jedenfalls haben diese Zwillinge zwei Väter, einmal Dorian und einmal Andra, weil nämlich die gute Mystra kurz hinter einander mit beiden geschlafen hat.“ dann grinste sie Dorian an, der fast in Ohnmacht fiel. „Ich gratuliere sie werden Vater eines gesunden Jungen.“ Und an Mystra gewandt“ Und du kannst Andra auch einen Gruß ausrichten, er wird ebenfalls Vater eines gesunden Jungen.“ Und auch Eric trat auf Dorian zu und fing sich von diesem einen giftigen Blick ein als er ihm gratulierte. Mystra murmelte nur leise: „Und ich dachte wir könnten hier nicht schwanger werden.“ Kurze Zeit später waren Eric und Jasmin alleine und er sah seine Frau an. „Ich liebe dich.“ Jasmin nickte: „Ich weiß und ich liebe dich ebenso. Denn ohne unsere Liebe, wäre ich jetzt eventuell tot.“ Eric nahm sie in seine Arme: „Du sag mal wo wir gerade so über Kinder reden, könnten wir auch ein Kind bekommen? Oder ist das nur den Avataren vorbehalten?“